Faire Geste vieler Dauerkartenbesitzer

Immer mehr Dauerkartenbesitzer des Fürther Kleeblatts haben sich dazu entschieden, keinen Anspruch auf die Rückerstattung des Geldes zu stellen. Aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen wegen des Coronavirus finden bekanntlich die nächsten Spiele im Ronhof unter Ausschluss der Öffentlichkeit, also ohne Zuschauer, statt. Es sollen möglichst wenige Mitarbeiter im Stadion sein, sogar die Menge der Journalisten wurde eingeschränkt. In diesem Sinne rufen auch Fangruppen auf, keine Ersatzansprüche an die SpVgg zu stellen, sondern in solch außergewöhnlichen Situationen zusammenzustehen! Auf der Website der Spielvereinigung (Screenshot Website) wenden sich die Geschäftsführer Holger Schwiewagner und Rachid Azzouzi an die Fans.

Auch auf Facebook posten Fans, dass sie dem Verein keinen finanziellen Schaden zufügen wollen und auf das Geld verzichten. Kommentare wie Die Situation ist für alle Vereine ziemlich beschissen. Jeder ist auf die Eintrittsgelder angewiesen. Die bleiben nun aus. Und wenn dann noch Rückzahlungsansprüche geltend gemacht werden, wird’s für viele Vereine schon eng. Nicht nur für Fürth“ treffen den Nagel auf den Kopf. Auch in Italien, das ja als Sperrgebiet besonders betroffen ist, haben die Fans von Atalanta Bergamo das zurückerstattete Eintrittsgeld für das Auswärtsspiel in der Champions League beim FC Valencia gesammelt und wollen die dadurch eingenommene Summe an ein Krankenhaus in ihrer Heimatstadt spenden. Eine wirklich noble Geste!

Meyerhöfer weiterhin nicht fit

Eine gute Freundin von mir ist vor vier Jahren von Erlangen nach Fürth gezogen. Seit unserem Besuch eines Spiels im Ronhof ist sie ein gemäßigter, aber gut informierter Kleeblattfan. Seitdem Marco Meyerhöfer (Foto: Sportfoto Zink) bei der Spielvereinigung ist, schwört sie auf ihn. Gemeinsam haben wir das Derby gegen den Club im November angesehen (da war Meyerhöfer ja eine wichtige Säule im Kader). Und bei der unglücklichen Heimniederlage vergangenen Sonntag gegen den Bundesliga-Absteiger Hannover 96 war sie davon überzeugt, dass das vor allem darauf zurückzuführen war, dass Meyerhöfer wegen einer Verletzung nicht auf dem Platz war. Heute Morgen schrieb sie mir nun eine E-Mail aus ihrer Arbeit: „Guten Morgen, kurze Frage im Hinblick auf morgen: Ist Meyerhöfer wieder fit? Weiß-grüne Grüße“. Rechtsverteidiger Meyerhöfer hat sich ja beim Training Ende Januar verletzt, als er einen Schlag abbekam. Es wurde eine Muskelverletzung im vorderen linken Oberschenkel diagnostiziert.
Also: Aller Voraussicht nach steht Meyerhöfer morgen bei dem Heimspiel gegen den Spitzenreiter der Zweiten Liga – Arminia Bielefeld – nicht auf dem Platz. Genauso wenig wie Verteidiger Mergim Mavraj, der im Spiel gegen Hannover 96 verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Er hat sich eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen und wird dem Kleeblatt einige Wochen nicht zur Verfügung stehen. Die Greuther-Weiber wünschen beiden schnellste Genesung. Damit auch für meine Freundin die neu-entdeckte Fußballwelt bald wieder in Ordnung ist.

Bauhaus-Museum inspiriert Greuther-Weiber

Eine gute Freundin aus Fürth – kunstinteressiert, reiselustig und natürlich auch Kleeblattfan (mit der Kleeblatt-App auf ihrem IPhone!) – besuchte vor kurzem das neue Bauhaus-Museum in Weimar. Da ist sie dann auf dieses Plakat von Hannes Meyer aus dem Jahr 1926 gestoßen. Da sie gerne unseren Greuther-Weiber-Blog liest, hat sie natürlich gleich daran gedacht, uns dieses Plakat mitzubringen.

Im April 2019 wurde das neue Bauhaus-Museum eröffnet. Es ist dem frühen Bauhaus gewidmet sein, das 1919 in Weimar gegründet wurde und bis 1925 in der Stadt ansässig war. Der Schweizer Architekt Hannes Meyer wurde 1928 von Walter Gropius zu seinem Nachfolger als Direktor des Bauhauses ernannt. In einem Raum in Weimar steht jetzt Meyers textlich formulierte Zukunftsvision „Die neue Welt“ im Zentrum. Einzelne Sätze daraus sind aktueller denn je: „Wir leben schneller und daher länger.“, „Wir werden Weltbürger.“, „Das Stadion besiegt das Kunstmuseum.“ Und: „Die Gemeinschaft beherrscht das Einzelwesen.“

Der Slogan „das stadion besiegt das kunstmuseum“ kommt uns – so kurz vor der Eröffnung der Zweitliga-Spielzeit 2019/20 am nächsten Sonntag gerade recht. Klar, Kunst ist interessant und das Bauhaus-Museum in Weimar garantiert einen Besuch wert. Aber Hannes Meyer liegt mit seinem Ausspruch sicher nicht daneben!

Kleeblatt-Anhänger auf gefährlichen Abwegen?

Manchmal muss man sich in „Feindesland“ begeben. So wie Greuther-Weib uwo, das kürzlich einen Pressetermin am Valznerweiher auf dem Gelände des 1. FC Nürnberg hatte. Dort ist natürlich alles in Rot-Schwarz gehalten. Auch der FCN-Fanshop mit dem Club-Logo ist weithin zu sehen; damit muss man als Kleeblatt-Anhänger leben können. Aber dann dachte uwo, sie traut ihren Augen nicht: Steht da doch direkt neben dem Eingang zum Laden ein Fahrrad in leuchtendem Weiß-Grün. Diese Farbkombination erlaubt hier in Franken nur zwei Assoziationen: Spielvereinigung Greuther Fürth oder Stadt Fürth. Offenbar hatte sich ein Kleeblattfan an den Valznerweiher verirrt. Oder musste er womöglich ein (Weihnachts-)Geschenk im Fanshop kaufen? Oder war das etwa jemand, der es darauf angelegt hatte, eingefleischte Clubfans zu provozieren und auf die Palme zu bringen? Handelt es sich gar um Kunst am Bau? Auf jeden Fall ist das weiß-grüne Rad vor diesem Hintergrund ein äußerst witziges Fotomotiv.

Als Kleeblattfan unter Glubberern

Ein Freund der Greuther-Weiber aus Erlangen – seit langer Zeit überzeugter Kleeblattfan – wagte sich am Samstag in die Höhle des Löwen, sprich: ins Max-Morlock-Stadion. Er wollte sich das Frankenderby zwischen der Spielvereinigung und dem 1. FC Nürnberg keinesfalls entgehen lassen. Allerdings verzichtete er darauf, sich zu den Hard-core-Anhängern in den Gästeblock zu setzen. Er war vielmehr inmitten von Clubfans und sah sich das Treiben auf dem Spielfeld an. Die sportlichen Qualitäten der Nürnberger Spieler wollen wir hier gar nicht mehr kommentieren (ein anderer Freund meinte lakonisch: „Ich wusste nicht, wer hier die potenzielle Abstiegsmannschaft ist“). Bei unserem Erlanger Kleeblattfan unter den Clubfans war alles im grünen Bereich – bis die Tore von Khaled Narey und Daniel Steininger zum Fürther 2:0-Sieg fielen und das Schicksal des 1. FCN besiegelt war. Er konnte es nicht bleiben lassen, „die Choreografie leider etwas anzupassen“ (siehe seine Fotomontage). Und seine Gefühle nach dem Derbysieg sprechen Bände:

„Ein super Fussballerlebnis, umschlossen von Tausenden Glubbfans !
Bei meinen 2 Torjubeln war es um mich herum mucksmäuschenstill.
Ich kam mir vor, wie ein Tenor in einer Tragischen Oper 💥💥🍀🍀“

Kleeblatt und Kirche passen gut zusammen

Das tolle eiskalte Winterwetter verführt auch Greuther-Weiber dazu, öfter spazieren zu gehen. Mal mit dem Tierorakel Daisy, mal alleine. Der Weg vom Babylon Kino kommend entlang der schlittenfahrenden Kinder und dann rein in den Fürther Stadtpark ist zurzeit sehenswert. Beim Rosengarten geht man links an der Auferstehungskirche und dem Hiroshima-Mahnmal des in Fürth lebenden japanischen Künstler Kunihiko Kato vorbei. Wenn man dann gerade auf das Pfarrhaus zuläuft, ist sie beim Eingang in den Pfarrgarten (etwas versteckt) zu sehen: Eine kleine Fahne der Spielvereinigung (mittleres Foto). Das weiß-grüne Accessoire macht sich an diesem Platz sehr gut.

Ich habe mir überlegt, wer hier wohl der Kleeblattfan sein könnte. Ist es Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel? Oder ein Mitarbeiter des im Haus auch untergebrachten Evangelischen Diakonievereins Fürth Auferstehungskirche e.V? Ich tippe jedoch schwer auf Pfarrer Wolfgang Vieweg. Immerhin ist auf der Homepage der Gemeinde unter den „Links“ einer, der zur Spielvereinigung führt. Und zum Thema „Fußball“ finde ich auf der Website Informationen für „Interessierte im Alter von 15 bis 58plus“: Jeden Samstag trifft man sich um 9.50 Uhr am Pappelsteig. Dort kickt man dann neben der Pegnitz im Wiesengrund am Engelhardsteg/Pappelsteig. Es dürfen alle mitmachen, die Spaß am Fußball haben und etwas Talent dazu. Die Fußballmannschaft wurde Anfang der 1980er Jahre ins Leben gerufen. Drei der Gründungsmitglieder spielen heute noch mit.
Und dieser Gemeindekick läuft unter Federführung von Pfarrer Wolfgang Vieweg, der in einem Artikel im Monatsgruß (Zeitschrift der evangelischen Kirchengemeinden der Stadt Fürth) zum Thema „Kirche und Sport“ schreibt:

„Und was tun Sie für Ihren Körper?“ werde ich hin und wieder gefragt, wenn ich darauf hinweise, dass es nichts schadet, etwas für die Seele zu tun. Wenn ich dann darauf hinweise, dass ich immer noch in der Fußballmannschaft unserer Kirchengemeinde herumkicke, ernte ich oft ungläubiges Erstaunen. „Kirche und Sport schließen sich doch gegenseitig aus. Entweder- oder!“, heißt es dann im Extremfall. Aber ist diese Kombination denn wirklich so skurril? Ich denke nicht, denn es gibt mehr Gemeinsamkeiten zwischen Kirche und Sport, als man denkt….Deshalb ist der Fußball auch nicht mein Leben. Das Leben ist mehr. Aber der Fußball ist ein schönes Stück davon. Viel Spaß bei einer der schönsten Nebensachen der Welt wünscht Ihnen Pfarrer Wolfgang Vieweg.“

Kleeblatt vs. Real: Fußballfans auf Fuerteventura

greutherweib_fuerteDie kanarische Insel Fuerteventura ist nicht gerade das, was man eine Fußball-Hochburg nennt. Obwohl: Der Verein UD Pájara Playas de Jandía entstand dort im Jahr 1996. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war der 2. Tabellenplatz in der Saison 2003/04 in drittklassigen Segunda División B. Seit der Spielzeit 2008/09 ist der Verein im Campo Municipal de Costa Calma aktiv. Das Stadion liegt im Tourismuszentrum an der Ostküste und hat ein Fassungsvermögen von immerhin 1000 Zuschauern.

Mein einwöchiger Aufenthalt auf Fuerte hatte zum Teil Arbeitscharakter. Doch hin und wieder konnten wir auch einige Sonneneinheiten am Strand tanken. Der schönste Fleck im nördlichen Teil der Insel ist meiner Ansicht nach der kleine Hafenort El Cotillo. Dort haben wir auch gewohnt. Und als engagiertes Greuther-Weib habe ich natürlich ein typisches Kleeblatt-Accessoire mit nach Fuerte genommen: einen Hipsterbeutel mit den Autogrammen der Kleeblattspieler. Der Turnbeutel, der wie ein Kleeblatt-Trikot aussieht, ist doch sehr dekorativ bei Superwetter mit herrlichem Meereshintergrund, oder?
Bei der Aufnahme war nur wenige Meter entfernt von mir übrigens ein anderes Fanutensil zu sehen. Der Bewohner eines kleinen Hauses  – ein Fischer – hatte sein Real-Madrid-Handtuch zum Trocknen über das blaue Geländer gehängt. Er beobachtete interessiert, wie das Foto gemacht wurde. Allerdings hat er mich nicht angesprochen, welcher weiß-grüne Verein das wohl sein könnte. Wenn ich ihm von Kleeblattspielern wie Caligiuri, Gießelmann und Freis erzählt hätte, hätte er vermutlich nur den Kopf geschüttelt. Verständlich, denn in seinem Lieblingsverein – dem spanischen Rekordmeister – spielen so namhafte Profis wie Gareth Bale, Cristiano Ronaldo und Toni Kroos.

Aber Fürther backen bekanntlich kleine Brötchen. Und deshalb freue ich mich, wenn ich heute Abend das Spiel gegen Arminia Bielefeld im Ronhof sehe. Ich bin gespannt, was der neue Kleeblatt-Coach Janos Radoki nach den wenigen Trainingstagen aus der Mannschaft herausholen kann.

Das ist wahre Treue: 70 Jahre Kleeblattfan

karola_keil_greutherweiberblogAls Karola Krebs 1928 geboren wurde, war die Spielvereinigung Fürth gerade mal 25 Jahre alt. Heute ist die rüstige Wahl-Fürtherin (eigentlich hat sie in Frankfurt am Main das Licht der Welt erblickt, ist aber dann in der Fürther Amalienstraße groß geworden) mit 88 Jahren nach wie vor eingefleischter Kleeblattfan. Karola Keil (wie sie heute heißt) wohnt in einem Seniorenheim nahe der Foerstermühle und verfolgt mit Interesse die sportlichen Erfolge und Begebenheiten rund um die SpVgg. Spontan sagte sie zu, uns für den Greuther-Weiber-Blog ein Interview zu geben.

In den Verein eingetreten ist Frau Keil 1946, ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Ursprünglich interessierte sie sich mehr für Hockey, dann fürs Schwimmen und hat als Trainerin viele Kinder für das kühle Nass begeistern können.
Das Kleeblatt und der Fürther Fußball sind aus ihrem Leben nicht wegzudenken. Ihre Lieblingsspieler? Allen voran Ex-Nationalspieler Richard Gottinger, der 630 mal fürs Kleeblatt auflief, und zwar zwischen 1947 und 1962. Und natürlich Herbert „Ertl“ Erhardt, der während seiner aktiven Zeit bei der SpVgg 50 Länderspiele für Deutschland bestritt und an drei Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Last but not least Keeper Roland Kastner.
Karola Keils Stammplatz im Ronhof war immer auf der Gegengeraden, Block G, Reihe 14, Sitz 26. Bis vor wenigen Jahren versuchte sie, bei möglichst vielen Heimspielen im Stadion zu sein, um „ihre“ Mannschaft anzufeuern. Heute kann sie aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen dem Kleeblatt nur noch aus der Ferne die Daumen drücken. Sie hofft aber, bald wieder gemeinsam mit ihrer Familie bei einem Spiel dabeisein zu können.

Riesengroß war Frau Keils Freude, als die SpVgg 2012 in den deutschen Fußball-Olymp – die Bundesliga – aufstieg. Ob es diese Saison wieder klappen könnte? – Karola Keil ist skeptisch. Ganz im Gegensatz zu ihrer Tochter, die am Ende dieser Spielzeit die SpVgg auf dem zweiten und den Club auf dem vierten Tabellenplatz der Zweiten Liga sieht. Aber dass in der aktuellen Mannschaft viel Potenzial steckt, davon ist die ältere Dame überzeugt. Beweis: Der 2:1-Derbysieg gegen den Club in der vergangenen Woche.

Karola Keil besitzt viele Fanutensilien, besonders stolz ist sie auf ihr Hesl-Trikot mit der Rückennummer 1 (Foto), auf dem alle Kleebattspieler unterschrieben haben. Gerne erinnert sie sich an den bei einer Verlosung (Losnummer 8) gewonnenen Nachmittag am Grünen Markt, wo sie mit dem damaligen Torhüter Wolfgang Hesl Eis essen war.

70 Jahre Kleeblattfan – wenn das nichts ist! Im November 2016 wird Karola Keil vom Verein für ihre jahrzehntelange Mitgliedschaft und ihr Engagement offiziell geehrt. Darüber freut sich auch die Familie, denn Frau Keils weiß-grüne Liebe und die Begeisterung für die Spielvereinigung teilen seit langem auch ihre Kinder, Enkel und Freunde. Und alle hoffen, dass beim nächsten Besuch von Karola Keil im Fürther Ronhof ein haushoher Sieg des Kleeblatts gefeiert werden kann. Oder vielleicht sogar noch mehr!?!

Armer Wackel-Dackel!

KopfloserHundWir befinden uns noch in der Prä-Fußball-Europameisterschafts-Zeit. Und der Start in die neue Saison der Zweiten Liga Anfang August liegt noch in viel weiterer Ferne. Trotzdem wird man an allen Ecken und Enden mit dem Thema Fußball konfroniert.

Als ich heute in die Fürther Innenstadt ging, ist mir ein bizarres Szenario am Rand der Königstraße ins Auge gesprungen. Vor einem Mietshaus stand direkt vor der Haustür eine kleine, offenbar herrenlose Gestalt. Es handelte sich um einen sogenannten „Wackel-Dackel“, den  – so meinte ich – bis vor wenigen Jahren viele besonders spießige Autofahrer auf der „Hutablage“ ihres Opels oder Fords hatten. Allerdings habe ich recherchiert: Ein Wackeldackel ist die Nachbildung eines Dackels aus Kunststoff, dessen Kopf beweglich gelagert ist, so dass der Wackeldackel, wenn er auf der Hutablage oder dem Armaturenbrett eines fahrenden Pkw steht, den Kopf bewegt (mit ihm wackelt). Den Wackel-Dackel gibt es seit 1965. Er feierte Ende der 1990er Jahre durch einen Aral-Werbespot sein Comeback. Nach Angaben des Coburger Produzenten Heinze & Co. wurden 1999 in acht Monaten über 500.000 Exemplare verkauft (laut Wikipedia).

Also: Hier stand der Wackel-Dackel. Und er wies zwei Besonderheiten auf: Zum einen hatte er keinen Kopf mehr, war also ohne Hirn und Verstand. Zum anderen trug er ein kleines schwarzes Jäckchen mit einem 1. FC Nürnberg-Aufnäher. Jetzt stellt sich mir die naheliegende Frage: Hat ein frustrierter Clubfan nach der verlorenen Relegation gegen Eintracht Frankfurt erst den Kopf des Dackels entfernt, zwei Wochen gelitten und jetzt das Spielzeug herzlos ausgesetzt? Oder will ein Kleeblattfan allen Nürnberger Autofahrern, die die Fürther Königstraße entlangfahren, signalisieren: So sehen wir SpVgg-Anhänger die Zukunft des Clubs: Einsam, kopflos und ohne Orientierung.

MICHAEL-Talk mit Helmut Hack: Das Wichtigste im Leben

St_Michael_Fuerth_ChorraumWer sich morgen Abend nicht das Europa-League-Viertelfinale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Liverpool im Fernsehen ansieht (das ja ein emotionales Sport-Highlight wird, weil der aktuelle Trainer des Kultvereins an der Anfield Road –  „The Normal One“ Jürgen Klopp – sieben Jahre lang bis Oktober 2015 erfolgreicher Trainer des BVB war), der sollte nicht den MICHAEL-Talk „Das Wichtigste im Leben“ verpassen. Am Donnerstag, 7. April, 19.30 Uhr, lädt die Gemeinde St. Michael in der Altstadt Fürths prominente Gäste aus Religion, Wirtschaft, Medizin und Politik ins Gemeindezentrum „Grüne Scheune“, Kirchenplatz 7, in unmittelbarer Nähe der Fürther Gustavstraße ein. Mit dabei – und deshalb ist die Diskussion auch für Kleeblattfans besonders interessant – ist Helmut Hack. Er war Geschäftsführer der Martin Bauer Group und ist seit Jahren Präsident der Spielvereinigung. Hack spielte selber Fußball und hat sich in der Regionalpolitik engagiert.
Außer ihm werden weitere Promis aus ihrem Blickwinkel erzählen und diskutieren, worauf es ihnen (und uns) wirklich im Leben ankommen sollte – und wie sie persönlich dazu stehen. Die weiteren Gäste sind Stefan Ark Nitsche, Regionalbischof des Kirchenkreises Nürnberg. Neben der Theologie waren Regie und Dramaturgie ein Teil seiner beruflichen Tätigkeit. Außerdem Professor Jens Klinge, Chefarzt der Kinderklinik im Klinikum Fürth, und Petra Guttenberger, Abgeordnete des Bayerischen Landtags.
Pfarrer Volker Zuber wird als Initiator die Veranstaltung moderieren. Und dabei natürlich auch seine eigene Überzeugung zum Thema vorstellen.

Ich denke, das wird eine aufschlussreiche Gesprächsrunde, an der sich auch die Besucher aktiv beteiligen sollen. Viele der Gesprächsrunden mit Pfarrer Volker Zuber haben ja spannende und kontroverse Themen. Zuber geht übrigens Anfang Mai dieses Jahres in den Ruhestand. Aus diesem Grund lädt er auch zu seiner Verabschiedung am Himmelfahrtstag, 5. Mai, um 17.00 Uhr zu einem Gottesdienst und anschließenden Empfang nach St. Michael ein.
Weitere Infos zum morgigen MICHAEL-Talk sind auf der Website von St. Michael (der habe ich das Foto des Kirchen-Chorraumes entnommen).