Zwei Rivalen nebeneinander im Sektregal

Immer mal wieder fallen uns witzige Begebenheiten rund ums Kleeblatt auf – vor wenigen Tagen in einem Fürther Supermarkt in der Nähe des Bahnhofsplatzes. Hier stehen im Regal mit Champagner, Sekt und Secco (Foto: KH) friedlich Sonderabfüllungen der Sektkellerei J. Oppmann in Würzburg nebeneinander: Kleeblatt Secco und 1. FCN Secco. Diese sogenannten „Fußball-Editionen“ können auch über die Kellerei-Website bestellt werden: „Frankens Beste – Ab sofort für alle Sekt- und Clubfans erhältlich. Die beiden Marken 1. FC Nürnberg & J. Oppmann verbindet die fränkische Heimat“ ist dort zu lesen. Über die Kleeblatt-Specials kann ich allerdings keine Informationen bekommen, denn das Kleeblatt-Angebot ist im Internet nicht zu finden. Kann es sein, dass der Webmaster von J. Oppmann Clubfan ist und es deshalb bisher „versäumt“ hat, den Kleeblatt-Sekt auf die Homepage zu stellen?

Jetzt bin ich am Abwägen, was ich mal probieren sollte? Der Kleeblatt Secco kostet 5,99 EUR, ein Kleeblatt Cocktail einen Euro weniger. Was natürlich wenig über Geschmack und Qualität aussagt. Aber einen guten Cocktail mixe ich mir lieber selber! Also wird beim nächsten Auswärtsspiel des Kleeblatts zu Hause ein Secco geköpft. Nur gut, dass der Club-Secco den gleichen Preis hat wie die SpVgg-Edition. Denn der weiß-grüne Verein spielt in der zweiten Liga, der andere ist (noch) in der ersten Bundesliga.

Kleeblatt-Anhänger auf gefährlichen Abwegen?

Manchmal muss man sich in „Feindesland“ begeben. So wie Greuther-Weib uwo, das kürzlich einen Pressetermin am Valznerweiher auf dem Gelände des 1. FC Nürnberg hatte. Dort ist natürlich alles in Rot-Schwarz gehalten. Auch der FCN-Fanshop mit dem Club-Logo ist weithin zu sehen; damit muss man als Kleeblatt-Anhänger leben können. Aber dann dachte uwo, sie traut ihren Augen nicht: Steht da doch direkt neben dem Eingang zum Laden ein Fahrrad in leuchtendem Weiß-Grün. Diese Farbkombination erlaubt hier in Franken nur zwei Assoziationen: Spielvereinigung Greuther Fürth oder Stadt Fürth. Offenbar hatte sich ein Kleeblattfan an den Valznerweiher verirrt. Oder musste er womöglich ein (Weihnachts-)Geschenk im Fanshop kaufen? Oder war das etwa jemand, der es darauf angelegt hatte, eingefleischte Clubfans zu provozieren und auf die Palme zu bringen? Handelt es sich gar um Kunst am Bau? Auf jeden Fall ist das weiß-grüne Rad vor diesem Hintergrund ein äußerst witziges Fotomotiv.

Fürth zeigt Flagge – wo immer es geht!

Morgen ist der große Tag: Punkt 17 Uhr beginnt das zweite Relegationsspiel der Spielvereinigung gegen den Hamburger SV in der Trolli ARENA. Das erste Spiel ist bekanntlich 0:0 unentschieden ausgegangen. Das heißt, morgen ist alles drin. Gewinnen die Fürther, wäre der Wiederaufstieg in die Bundesliga perfekt! Wer es noch nicht mitbekommen hat: Der Fürther Stadtlauf wird aus Sicherheitsgründen um eine Woche auf den 25. Mai 2014 verlegt.

Bewohner der Stadt zeigen seit einigen Tagen ihre Sympathie für den Fürther Fußballverein auf vielerlei Art: Seriöse Geschäftsleute tragen zum dunklen Anzug auf einmal einen weiß-grünen Schal, Autos sind mit kleinen Wimpeln dekoriert, Kinder gehen in Kleeblatttrikots in die Schule.
Aber den Vogel hat meiner Ansicht nach dieser SpVgg-Fan abgeschossen. Direkt vor der Ludwigsbrücke – einer der Haupt-Einfallsstraßen in und aus Fürth – wird ein Haus renoviert und neu gedeckt. Und der riesige Kran, der direkt neben der Straße steht und mit dem viele der Bauarbeiten durchgeführt werden, ist mit einer wunderbaren großen Kleeblattfahne versehen. Ich habe die weithin sichtbare Beflaggung gesehen, als ich mit meinem Auto vorbeigefahren bin und dachte mir: Das ist doch wieder etwas für unseren Greuther-Weiber-Blog. Da hat sich wohl jemand ganz viel Mühe gegeben. Das muss wahre Liebe sein!

Micky Maus im Kleeblatt-Look

Die Gustavstraße in der Fürther Altstadt ist als „Fanmeile“ für Kleeblattanhänger inzwischen nicht nur bei Insidern bekannt (wir haben bei den Greuther-Weibern ja schon darüber geschrieben). Hier gibt es einschlägige Lokale und Kneipen, wo man sich nach verlorenen und vor allem gewonnenen Spielen das eine oder andere Grüner-Bier schmecken lassen kann. Die Gustavstraße ist Kult, aber es gibt auch in der näheren Umgebung durchaus Möglichkeiten, unter SpVgg-Fans zu feiern.
Direkt um die Ecke vom Grünen Markt an der Königstraße liegt eine kleine Kneipe, wo man sich etwas Witziges hat einfallen lassen: Als Blickfang steht vor der Tür eine mit weiß-grünen Fanklamotten ausstaffierte Micky Maus. Die Comicfigur – offensichtlich Kleeblatt-Fan – lädt Passanten ein, hier ein kurzes Bier zu zischen. Ich habe den kleinen Türsteher fotografiert, und wer vor dem renovierten Löhe-Haus steht und sich umdreht, der weiß, wovon ich hier schreibe.

Kleeblatt-Idyll direkt am Fluss

Es gibt viele total romantische Plätze in Fürth. Ich kenne einige, will sie hier aber nicht verraten, sonst gehen ja alle hin!
Ein besonderes Idyll habe ich gestern per Zufall gesehen. Als ich mit dem Fahrrad vom Kulturforum kommend auf dem Radweg über die Maxbrücke fuhr, schweifte mein Blick nach links – und so schnell konnte ich gar nicht bremsen: Direkt am Ufer der Rednitz war in einem wild bewachsenen Garten eine Kleeblatt-Fahne gehisst. Hier will offenbar jemand seine Liebe und Solidarität mit dem Bundesliga-Aufsteiger demonstrieren. Sauber! Das Stillleben hat mir so gut gefallen – typisch Frau? -, dass ich gleich meinen Fotoapparat gezückt habe: Dichtes Grün, ein Fahnenmast mit der weiß-grünen Flagge, unten ein kleines Boot (samt Motor?), mit dem man bestimmt schöne Ausflüge machen kann. Und alles direkt im Herzen von Fürth. Romantik pur! Wem von Euch ist das auch schon mal aufgefallen?

„Aufstiegs-Torte“ in Fürther Café

Eine aufregende, emotionsgeladene und lange Nacht liegt hinter uns, aber der Alltag hat die Fürther Fans noch nicht eingeholt. Auch heute befindet sich die ganze Stadt noch im Ausnahmezustand. Die Spielvereinigung ist in die Bundesliga aufgestiegen und ein jahrzehntelanges Martyrium hat ein Ende.

Gestern Abend feierten über 1000 Menschen in der Gustavstraße ihre Mannschaft und den Aufstieg. So dicht an dicht lernt man viele nette Leute kennen, die alle gut gelaunt und friedlich miteinander quatschen. Dabei bin ich Harald über den Weg gelaufen, der mir im Gespräch erzählte, dass er nachts noch eine Torte für das Café eines Freundes fertig dekorieren müsse. „Das wird eine Greuther Fürth-1.Liga-Torte“ verriet er mir. Und als interessiertes Greuther-Weib habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, heute gleich ins „Café Michaelis“ in der Ludwig-Erhard-Straße zu gehen, um mir das kulinarische Prachtstück anzusehen. Und dort stand sie dann: Ein weiß-grüner süßer Traum. Michael, der Besitzer des (fast) gleichnamigen Cafés – das es seit acht Jahren direkt hinterm Fürther Rathaus gibt – ließ es sich nicht nehmen, mir samt Kuchen für ein Foto zur Verfügung zu stehen. Ein Großteil seiner Kundschaft seien gut über alles rund ums Kleeblatt informiert, berichtet er mir, so richtige Ultra-Fans kommen allerdings nicht, um Espresso oder Wein zu trinken und sich ein Stück von den leckeren Kuchen und Torten schmecken zu lassen. Die macht eben alle Harald, eigentlich Ergotherapeut, aber im Privatleben ein Super-Bäcker.
Am Sonntag, 29. April, wird das „Café Michaelis“ ausnahmsweise geöffnet sein. Da findet die große Aufstiegsfeier vorm Rathaus statt, die OB Thomas Jung heute in verschiedenen Radiosendern angekündigt hat. „Da bieten wir auf jeden Fall unsere ‚Spielvereinigungs-Torte‘ an“, verspricht Michael. Fürther Fans sind herzlichst willkommen!

Ein Delfinbaby namens Occean?

Wir Greuther-Weiber sind ja auch große Fans des Tiergartens Nürnberg. Dort wurde jetzt ein kleiner Schabrackentapir geboren, ein äußerst niedliches Tierbaby. Es hat aus unserer Sicht nur einen Fehler, und das ist sein Name. Die Tierpfleger haben es nämlich auf den Namen Pinola getauft. Der Vater der Kleinen – es handelt sich um ein weibliches Tapirbaby – heißt Pi, und die Kleine sollte ursprünglich Nola heißen. Auf Wunsch der Club-Fans unter den Tierpflegern wurde daraus dann eben Pinola.

Tja, damit werden wir Fürther Anhänger der Spielvereinigung wohl leben müssen, ob wir wollen oder nicht. Aber für die Zukunft möchten wir bitteschön auch ein süßes Tierbaby für uns beanspruchen. Mit der Namensgebung haben wir es allerdings, das muss ich einräumen, schon etwas schwerer als die Nachbarn im Osten. Nehrig oder Nöthe kann natürlich kein Tierkind heißen, obwohl der Anfangsbuchstabe N für den Nürnberger Tiergarten eigentlich ideal wäre. Auch auf Schahin, Schmidtgal oder Prib möchte wohl kein Tierbaby hören müssen. Ganz schlimm wäre Schröck.

Bei längerem Nachdenken fällt mir eigentlich nur eine Lösung ein: Occean könnte man den nächsten Delfin nennen, der in der Lagune geboren wird. Sollte es noch längere Zeit nicht klappen mit dem Nachwuchs bei den Großen Tümmlern – zuletzt hat es ja leider einige Todesfälle bei den Delfingeburten gegeben -, würden wir uns notfalls auch mit einem Seelöwenbaby zufriedengeben.

Bulldogge Budka:Kleeblatt siegt im DFB-Pokal

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Wer mich kennt, weiß, dass es mir Katzen und insbesondere Hunde angetan haben. Vor allem jene Rassen, die bei der Verteilung ihrer Fellmenge zwei Mal „hier“ gebellt haben. Deshalb ist auch ein kleiner Videoclip in Youtube ganz nach meinem Geschmack:
Die französische Bulldogge Budka sagt die Ergebnisse des zweiten Runde im DFB-Pokal voraus. Sie meint, dass z.B. der FC Augsburg, VfL Bochum, Borussia Dortmund gewinnen. Und orakelt – ab Minute 1.40 – den Sieg der Spielvereinigung in der Partie gegen den SC Paderborn.

Sicher, die Methode, mit der die Bulldogge den jeweiligen Sieger auswählt, ist wissenschaftlich nicht ganz unangreifbar. Budka hat nämlich zwei Fressnäpfe vor sich und entscheidet sich – wohl je nach hündischer Lust und Laune – für einen Napf. Das alles erinnert mich doch frappierend an die Tipps des Kraken Paul, der bei der Fußball-WM 2010 in Deutschland die jeweiligen Sieger prophezeit hat.
Egal, mir gefällt die Bulldogge. Ich wäre mit dem vorhergesagten Resultat hochzufrieden. Und hoffe, dass die Kleeblatt-Fans am Dienstag, 25. Oktober, nach dem Schlusspfiff in der Trolli ARENA um ca. 22.15 Uhr nicht wie die geprügelten Hunde nach Hause schleichen.

 

 

Die Scheichbändiger vom Ronhof

Seit Sonntagnachmittag sprechen viele Fürther mit stolzgeschwellter Brust vom künftigen Bundesligaaufsteiger SpVgg Greuther Fürth. Die Kleeblätter besiegten im bayerischen Derby 1860 München durch die Tore von Christopher Nöthe (27. Minute) und Bernd Nehrig (54. Minute) mit 2:0. Über 14.200 Zuschauer in der damit ausverkauften Trolli ARENA bejubelten aber nicht nur diesen verdienten Sieg gegen den Münchner „Scheich-Klub“, sondern auch die abermalige Tabellenführung der Spielvereinigung in der aktuellen Saison 2011/2012.
Aus diesem Anlass gibt es nun ein witziges T-Shirt, mit dem eingefleischte Fans immer an den denkwürdigen Sieg erinnert werden.Das Sonder-T-Shirt (das Foto haben wir der Vereins-Website entnommen) hat den beziehungsreichen Titel „Die Scheichbändiger vom Ronhof“. Auf der Vorderseite des grünen Shirts sind neben dem Kleeblatt-Logo der Slogan „Die Scheichbändiger vom Ronhof“, die Aufstellung, das Spielergebnis und das Spieldatum zu sehen. Auf der Rückseite befinden sich der Schriftzug „Tabellenfürther“ mit der Tabelle der 2. Bundesliga, Stand 27.09.2011.

Wichtig: Die gesamte Aktion läuft längstens bis zum 02. Oktober 2011. Das T-Shirt kann erst danach produziert und versendet werden. Eine originelle Idee. Wer Interesse hat:  Hier ist der Link zur Auktion.

Kriegen die Kleeblätter das kalte Grausen?

Am kommenden Sonntag, 31. Juli, steht für das Team von Trainer Mike Büskens die erste Hauptrunde des DFB-Pokal-Wettbewerbs auf dem Programm. Um 14.30 Uhr wird die Partie gegen den Eimsbütteler TV im Hamburger Stadion Hoheluft angepfiffen.

In allen Medien wurde schon im Vorfeld dieser Begegnung über skurrile Ereignisse beim Eimsbütteler TV berichtet: Nach dem Scheitern eines Gesprächs zwischen der ETV-Fußballabteilung und dem Vereinsvorstand über die Verteilung der zusätzlichen Einnahmen aus den gewonnenen Oddset-Pokalspielen traten im Juni alle anwesenden Spieler und Trainer der 1. Herrenmannschaft geschlossen aus dem Verein aus. Sie wollten den vom Vorstand vorgeschlagenen Kompromiss zur Verteilung der Gelder nicht akzeptieren. Keine Mannschaft, kein Pokalspiel?

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Die Kleeblätter fürchteten zuerst um ihren Pokalgegner, man munkelte von einem „Phantomspiel“, aber das Spiel wird stattfinden. Die neue 1. Mannschaft des ETV setzt sich weitgehend aus dem Nachwuchs des eigenen Vereins zusammen. So verfügt der ETV über eine sehr erfolgreiche U-19-Auswahl, die in der abgelaufenen Saison Hamburger Meister wurde. Darüber hinaus gibt es Spieler der bisherigen 1. und 2. Mannschaft, die im Verein verbleiben und zur Verfügung stehen.

Also: Der Hamburger Verein wird – so auf seiner Website zu lesen – „für das DFB-Pokalspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, die auch in der kommenden Landesliga-Saison konkurrenzfähig und erfolgreich sein wird. Das DFB-Pokalspiel wird mit großem Engagement und sehr professionell vorbereitet.“

Damit sich die Spielvereinigung richtig warm anzieht, hat der ETV schon mal einen Videoclip online gestellt, dessen Inhalt das Kleeblatt-Team und auch uns „Greuther-Weiber“ schaudern lässt.
Übrigens: Karten im Vorverkauf für das Pokalspiel gibt es noch bis Donnerstagmittag im Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“, am Spieltag sind die Tickets für die Fürther Anhänger natürlich auch an der Tageskasse in Hamburg erhältlich.