Merry xmas: Rettungsring für Kleeblattfans

Der Altstadt-Weihnachtsmarkt auf dem Fürther Waagplatz hat Kultstatus. In der kleinen Budenstadt können Besucher von Nah und Fern – inzwischen schon zum 38. Mal – bei Hobbykünstlern ihre Weihnachtseinkäufe tätigen und ihnen beim Klöppeln, Glasblasen und Malen zusehen. Der Altstadt-Weihnachtsmarkt ist außerdem ein beliebter Treffpunkt: Bei Glühwein, Eierpunsch und Maroni sieht man alte Bekannte wieder. Ein Highlight ist jeden Abend um 20.00 Uhr der Auftritt des Nachtwächters, der nach seinem Vortrag den Markttag mit dem markigen Ausruf «Marktruhe» beschließt.

Als Greuther-Weib bin ich ja immer besonders aufmerksam, ob es in Fürth etwas Originelles gibt, das mit der Spielvereinigung zu tun hat. Und auch auf der Altstadt-Weihnacht wurde ich fündig. Viele von Euch können sich bestimmt noch an meinen Blogbeitrag über die „Weiß-grünen Kleeblattmäuse aus der Mäusefabrik“ erinnern. Andrea und ihr Mann sind seit Jahren der Häkelbegeisterung verfallen, ihre Kleeblatt- und anderen Mäuse sind längst zum Verkaufsrenner geworden. Die beiden kommen neben ihrem Beruf bei der Menge der Bestellungen oft kaum hinterher. Mit der Spielvereinigung fiebern die beiden nach wie vor mit. Und deshalb haben sie sich jetzt wieder was Besonderes einfallen lassen: Ihre Türkränze im Spielvereinigungslook sind witzig. Es gibt sie in einer kleinen (16 €) und großen (24 €) Version. Ein fairer Preis, wenn man bedenkt, dass Andrea für so eine Exemplar ungefähr fünf Stunden häkelt. Die Mäuseprodukte werden noch bis nächsten Sonntag, 17. Dezember, wochentags zwischen 16 und 20 Uhr und am Samstag und Sonntag zwischen 13 und 20 Uhr am Marktstand direkt am Waagplatz verkauft.

Ich hatte, als ich die „Türkranz-Inspiration“ von Andrea zum ersten Mal sah, allerdings noch eine völlig andere Assoziation: Könnte es sich nicht vielleicht um einen Rettungsring handeln, der Kleeblattfans über Wasser halten soll? Auch oder gerade dann, wenn der Verein gegen den möglichen Abstieg in die Dritte Liga kämpft? Wenn das so ist, dann sollten sich viele diesen Ring zulegen. Denn gemeinsam mit Hilfe und der Unterstützung seiner Anhänger schafft es das Kleeblatt garantiert, sich im Laufe der nächsten Monate wieder vom Tabellen-Ende ins Mittelfeld hochzukämpfen.
Wer es bis Sonntag nicht zum Waagplatz schafft: Die „Rettungsringe“ gibt es auch über Facebook.

Weiß-grüne Kleeblattmäuse aus der Mäusefabrik

Maesefabrik_2Fürth ist eine Stadt, die immer wieder Menschen animiert, kreativ zu sein und originelle (Geschäfts-)Ideen zu entwickeln. Ich habe ja schon öfter darüber im Greuther-Weiber-Blog geschrieben. Ein neues Beispiel ist für mich die „Mäusefabrik“ von Andrea. Seit Pfingsten 2014 häkelt sie – die seit ihrer Schulzeit gar nichts mehr mit Handarbeiten am Hut hatte – mit Begeisterung kleine Mäuse. Obwohl sie zu diesen Tieren keinen besonderen Bezug hat. Die zehn Zentimeter großen Tierchen sind von guter Qualität. Für das Aussehen der Mäuse hat Andrea genug Ideen. Was lag zum Beispiel näher, als im vergangenen Sommer die kleinen Mäuse mit weißem Trikot und schwarzer Hose auszustaffieren? Es war ja schließlich Fußball-WM! Mittlerweile gibt es 120 verschieden gestaltete Mäuse: Oma mit Brille, Opa mit Handwerkskasten, Schülermaus oder Tanzmäuse.

Maesefabrik_3Ich bin auf die Mäusefabrik wegen der Mäuse im weiß-grünen Design aufmerksam geworden: Kleeblatt-Mäuse. Da schlägt das Herz eines SpVgg-Anhängers doch höher! Andrea, die als Teilzeitkraft in Erlangen arbeitet, und ihr Mann beschäftigen sich in jeder freien Minute mit der Produktion gehäkelter Mäuse. Sie haben sich dafür extra zwei Arbeitsplätze mit gutem Licht und Blick aus dem Wohnzimmerfenster geschaffen. Und dort geht’s rund. Pro Maus benötigen die beiden eineinhalb bis zwei Stunden. Eine fertige Maus kostet im Schnitt sieben bis zehn Euro. In dem Preis ist die Wolle drin, der Zeitaufwand kann gar nicht aufgewogen werden. Eigentlich müsste so eine Maus zwischen 15 und 20 Euro kosten. Aber – so die beiden Mäuseproduzenten: „Das würde keiner bezahlen.“

Inzwischen sind die Kleeblatt-Mäuse zum Verkaufsrenner im Internet geworden. Andrea und ihr Mann kommen bei der Menge der Bestellungen oft kaum hinterher. Mit der Spielvereinigung fiebern die beiden mit. „Es ist ein fränkischer Verein.“ Sie freuen sich besonders über die Rückkehr von Trainer Mike Büskens. Für die Kooperation mit den United Kiltrunners – eine Fürther Gruppe, in der Kleeblatt-, FCN-, Bayern- und St.Pauli-Fans gemeinsam Patenkinder über die Entwicklungshilfe-Organisation World Vision Deutschland unterstützen – häkeln Andrea und ihr Mann extra designte Charity-Mäuse.
Wer von den Kleeblattmäusen genauso begeistert ist wie ich: Den direkten Draht zur Fürther „Mäusefabrik“ bekommt man am besten über Facebook. Und Andrea kann ich nur wünschen: Gut häkel‘ – und viel Erfolg!