Verein macht „Tabula rasa“ im Fürther Ronhof

Eine gute Woche ist es nun her, dass sich das Kleeblatt mit Riesendusel in der Zweiten Liga gehalten hat. Offen gesagt: Wäre das erste Tor von Erzgebirge Aue im Spiel gegen SV Darmstadt 98 vom Schiedsrichter gegeben worden, dann wäre die Partie unter Umständen komplett anders verlaufen. Dann wäre jetzt vielleicht die Spielvereinigung in der Relegation und müsste heute abend im Rückspiel gegen den Karlsruher SC spielen.

Aber die Fakten sind andere: Das Kleeblatt verbringt die Sommerpause auf dem 15. Tabellenplatz. Und jetzt werden gerade von den Verantwortlichen im Fürther Ronhof Fakten geschaffen. In den vergangenen Tagen haben Sportdirektor Rachid Azzouzi und Trainer Damir Buric Gespräche mit allen Spielern geführt. Die ersten Abgänge zum Ende dieser Saison sind fix: Balazs Megyeri, Uffe Bech, Kaylen Hinds, Mathis Bolly, Adam Pinter, Dominik Schad, Jurgen Gjasula und Sercan Sararer. Sportdirektor Rachid Azzouzi hat auf der Vereins-Website kommentiert: „Auch die Spieler, wie zum Beispiel Jurgen Gjasula und Sercan Sararer sehen in einer Luftveränderung eine positive Chance für sich.“ Meine Meinung zur sportlichen (und menschlichen) Leistung von Jurgen Gjasula in den letzten Wochen und Monaten ist – wer unseren Greuther-Weiber-Blog aufmerksam gelesen hat – bekannt. Auf meiner Cancel-Liste stünden auch noch ein paar weitere Kleeblätter, auf die man im Kader verzichten könnte.
Die SpVgg hat den Vertrag mit dem kroatischen Verteidiger Mario Maloca um zwei Jahre verlängert. Prima! Mal sehen, ob es dem Verein gelingt, Fabian Reese zu halten und vor allem zu bezahlen. Und Verteidiger Marco Caligiuri ist trotz seines für einen Fußballer fortgeschrittenen Alters eine sichere Bank.
Hoffen wir, dass unser Kleeblatt in der Saison 2018/19 nicht untergehen wird. Das passende Plakat (Foto: Kirsten Harder) hängt ja schon seit einigen Tagen unübersehbar in Fürth.

Mario Malocas Triumph gegen die Roten Teufel

Fürths Image wird in ganz unterschiedlichen Bereichen immer mehr aufpoliert: Seit gestern findet – schon zum 16. Mal – das Internationale Klezmer Festival Fürth mit illustren Gästen statt. Seit zwei Wochen gibt es an der Fürther Freiheit eine neue Location zum Tanzen und Loungen: den Nachtclub „Frieda“. Auch das Fürther Kleeblatt hat im Moment seinen Lauf: Von fünf Spielen hat es vier gewonnen und nur ein Mal Untentschieden gespielt. Und mit dem heutigen 2:1-Sieg gegen den Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern konnte die Spielvereinigung drei ganz wichtige Punkte für den Klassenerhalt einfahren.

Seit letzter Woche sind die Kleeblattfans mental wieder auf der Gewinnerstraße. Der Derbysieg gegen den 1. FC Nürnberg war Labsal auf die Fürther Fußball-Seelen. Und dass der Club gestern noch in der 90. Minute die Partie gegen Arminia Bielefeld mit 0:1 verloren hat, amüsiert natürlich jedes Kleeblattfan-Herz. Und so waren beinahe 11. 500 Zuschauer heute im Fürther Ronhof – auch (oder gerade) ein Kellerduell hat offenbar seinen gewissen Reiz. weiter lesen