Jippie – Wolle Hesl bleibt in Fürth!

Endlich mal eine gute Nachricht aus der Fürther Fußballwelt: Keeper Wolfgang Hesl hat bei der Spielvereinigung seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 verlängert und bleibt damit dem Kleeblatt auch in der zweiten Bundesliga erhalten.
Prima, denn in den letzten Tagen und Wochen haben die Fürther Fans ständig von neuen „Abgängen“ erfahren. Zuletzt wurde bekannt, dass Max Grün das Kleeblatt verlassen und zum Vfl Wolfsburg in die erste Liga wechseln wird. Und Johannes Geis geht zum Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 – er hat dort einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben.

Und Edgar Prib?

Die Gerüchteküche um das Fürther Eigengewächs Edgar Prib brodelt munter weiter: Er selbst verbringt momentan seinen sauer verdienten Urlaub in Abu Dhabi. Und denkt dort wahrscheinlich unaufhörlich darüber nach, wohin es ihn in der nächsten Saison verschlagen wird. Ich habe ja schon über Angebote von Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund berichtet. Jetzt soll ein weiterer Verein, nämlich Bayer 04 Leverkusen, den Verantwortlichen der SpVgg bzw. Eddy Prib ein „unmoralisches „, sprich interessantes Angebot gemacht haben. Mal sehen…

Apokalypse now in Fürth

Fürther Fans versuchten in der Vergangenheit immer wieder, ihre Verzweiflung mit Feiern zu kompensieren. So kam es mir auch heute vor: Das Kleeblatt verlor bei der zum „vorzeitigen Endspiel“ hochstilisierten Begegnung gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 0:3. Trotzdem machten einige Kleeblattanhänger im Ronhof aus der Niederlage das Beste und versetzten sich selbst in Feierlaune.

Das Spiel: Ein Debakel auf ganzer Linie. Das erste Tor für den Tabellenvorletzten fiel in der 10. Minute durch Roberto Firmino und schon sechs Minuten später klingelte es wieder in Max Grüns Kasten. Er hatte heute für den verletzten Wolfgang Hesl einspringen müssen und wird sich jetzt vermutlich einiges anhören dürfen. Doch ihm kann man gar nicht den großen Vorwurf machen. Es ist das Versäumnis der Stürmer, der gesamten Mannschaft, dass es praktisch zu keiner wirklich ernsten Chance vor dem Hoffenheimer Tor kam. So ähnlich schreibe ich jetzt schon – gebetsmühlenartig – seit 25 Spielen und allmählich gibt es auch nichts mehr zu diskutieren. Die Spielvereinigung ist offenbar spielerisch nur auf Zweitliganiveau, einfach nicht erstklassig.
Heute hätte man – nach der Steilvorlage des Clubs mit dem Sieg gestern gegen den FC Augsburg – die Chance nutzen können, nein: müssen, und endlich den ersten Heimsieg einfahren. Aber nein, es fiel in der 50. Minute sogar noch ein drittes Tor, und beinahe hätte es in der 65. Minute noch mal gescheppert.

Schade, schade, die Situation ist traurig, die Perspektive praktisch hoffnungslos. Wer auch immer bis Mitte nächster Woche den Trainerjob beim Kleeblatt übernehmen wird: Er kann eigentlich nur noch die letzten beiden Tabellenplätze verwalten und versuchen, dass man in den restlichen neun Spielen noch das eine oder andere Tor schießt. Den Klassenerhalt zu schaffen, das liegt in weiter Ferne.
Gerade fragt einer auf Facebook „Warum hat man den Mike Büskens eigentlich entlassen?“. Darauf fällt uns Greuther-Weibern auch keine vernünftige Antwort ein!

Heute: Max Grün für Hesl im Tor

Kurz vor einer der wichtigsten Begegnungen der Spielvereinigung muss das Team mit einer Hiobsbotschaft klarkommen: Der Einsatz von Wolfgang Hesl im heutigen Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim ist mehr als fraglich. Der in den letzten Spielen so erfolgreiche Torwart musste gestern das Training nach einem Zusammenstoß mit Johannes Geis und einer möglichen Verletzung der Schulter abbrechen. Ob er heute Nachmittag im Kleeblatt-Tor steht, entscheidet sich erst kurzfristig. In der aktuellen Aufstellung ist allerdings schon Max Grün als Keeper aufgeführt.
Das heutige Heimspiel wird mit Sicherheit als eines der Schicksalsspiele in die Geschichte der Spielvereinigung eingehen. Nach 24 Erstliga-Begegnungen weist das Kleeblatt eine sehr negative Bilanz auf:  Zwei Siegen – gegen Mainz o5 und Schalke 04 – stehen acht Unentschieden und 14 Niederlagen gegenüber. Zwar hat der FC Augsburg, der auf dem heiß ersehnten Relegationsplatz liegt, gestern (aus Fürther Sicht: glücklicherweise) gegen den Club verloren. Aber heute müssen die Kleebätter es aus eigener Kraft schaffen. Besiegen sie im Ronhof 1899 Hoffenheim, würden sie mit 17 Punkten und somit einem Punkt Vorsprung immerhin mal auf dem vorletzten Tabellenplatz rangieren.
Also: Der erste Heimsieg ist unbedingt notwendig, denn in den verbleibenden neun Partien kommen noch einige schwere Brocken auf die Mannschaft zu.

Kleeblatt-Keeper Hesl in Europas Top-Elf

Zu Beginn hatte er bei den Kleeblatt-Fans keinen leichten Stand. Sich gegen Publikumsliebling Keeper Max Grün zu behaupten war nicht gerade einfach. Dann kassierte die Spielvereinigung in ihrer ersten Bundesliga-Saison Tor um Tor und wie so oft gab man dem Torhüter die Schuld.
Dass Wolfgang Hesl vielmehr tatsächlich ein Gewinn für das Team ist und hervorragende Leistungen bringt, haben wir schon mehrfach erwähnt und auch in unserem Blogbeitrag nach dem Spiel gegen Bayer Leverkusen thematisiert.

eurosport.yahoo.com hat jetzt noch einen draufgesetzt: Drei Bundesligisten haben es auch in dieser Woche in Europas Top-Elf geschafft, darunter ist – trotz des 6:1-Sieges gegen Werder Bremen – nur einer vom FC Bayern. Am meisten begeisterten am vergangenen Wochenende die Leistung und die Zahlen von Fürths Keeper Wolfgang Hesl. Sein Auftritt gegen Bayer Leverkusen hat der Redaktion gefallen und Wolfgang Hesl in die Elf der Woche befördert. Beim 0:0 von Greuther Fürth gegen die Werkself zeigte Hesl zehn Paraden und fing sieben Flanken ab – beeindruckend! In der Europa-Elf ist übrigens auch Lionel Messi. Grundlage für die Nominierung der Elf ist die Daten-Auswertung der Statistik-Experten von „Opta Sports“.
Ich muss sagen: Ein Riesen-Kompliment für den Kleeblatt-Torwart. Und vielleicht gibt das der Mannschaft den nötigen Kick, in den nächsten Spielen über sich hinauszuwachsen.

Kleeblatt am Samstag gleichzeitig gegen Dortmund und Stuttgart!

Wenn man der Programmzeitschrift „TV Spielfilm“ glauben darf, kommt am Samstag, 17. November 2012, auf die Spielvereinigung eine übermenschliche Anstrengung zu: Dort ist in der Vorankündigung für die Fernsehsendung „Bundesliga“ um 18.30 Uhr im Ersten Programm zu lesen:  Der Bundesliga-Aufsteiger Fürth tritt am 12. Spieltag um 15.30 Uhr bei Borussia Dortmund an. Und empfängt – ebenfalls um 15.30 Uhr – im Fürther Ronhof den VfB Stuttgart. Ich befürchte, dass Trainer Mike Büskens bei der Verteilung seiner Spieler für die beiden Partien ganz schön zu knabbern hat. Wird Asamoah in Dortmund auflaufen und steht Max Grün in der Trolli ARENA im Tor? Oder muss der Fürther Keeper lieber die (zu erwartenden) Torschüsse von Robert Lewandowski oder Marco Reus parieren. Ich bin mal gespannt!

1:1 bei den Wölfen – Das Kleeblatt macht sich

Es ging so gut los! Das Kleeblatt (heute ganz in schwarz) machte von Anfang an richtig Druck beim Favoriten VfL Wolfsburg. Dessen Trainer Felix Magath hatte sich die Partie gegen den Aufsteiger sicher anders vorgestellt. Eine halbe Stunde gab es ganz gute Aktionen, und dann – in der 27. Minute – ein kurioses Tor. Keeper Max Grün hatte vom Tor abgeschlagen, der Ball springt vor dem Sechzehner auf und bringt die Wölfe völlig aus dem Konzept. Ilir Azemi will zum Kopfball, doch bei Pogatetz und Benaglio geht’s drunter und drüber, und der Ball geht von Pogatetz‘ Schulter aus direkt ins Tor. Mancher wollte Youngster Azemi als Torschützen gesehen haben. Wie auch immer, das Kleeblatt führte und wollte diesen Vorsprung auch in die Pause retten. Und da war die Mannschaft gedanklich dann wohl auch schon, als Ivica Olic kurz vor dem Halbzeitpfiff der Ausgleichstreffer gelang. Gewissermaßen in Schockstarre verließen die Kleeblätter den Platz in der Volkswagen-Arena.
Nach der Pause versuchten die Wölfe, ihrem Image als erstligaerfahrene Mannschaft mehr gerecht zu werden. Es gelangen einige gute Attacken, und die Spielvereinigung konnte ihre Souveränität der ersten Halbzeit nicht fortsetzen. Ab der 75. Minute machte ich mir dann echt Sorgen um das Kleeblatt. Die Luft schien raus zu sein, ich hatte den Eindruck, dass man kondidionell dem VfL nicht mehr viel entgegen zu setzen hatte.Trainer Mike Büskens wechselte dann auch wenige Minuten vor Schluss den ausgepumpten Azemi gegen Gerald Asamoah aus. Aber alle Hoffnungen, dass der es noch rausreißen könnte, lösten sich in Wohlgefallen auf. In der Schlussphase donnerte Sararer den Ball aus 25 Metern cool an den Pfosten.

Fazit: Immerhin ein Punkt auswärts bei den „bösen Wölfen“. Das Kleeblatt zeigte – im Gegensatz zum Schalke-Spiel -, dass es auch Druck aushalten kann und sich nicht ständig den Ball abnehmen lässt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass unsere Elf die ganze Sache mit mehr Selbstbewusstsein anging. Und Torwart Max Grün war wie so oft einer der Besten im Fürther Team. Auf jeden Fall sind wir Greuther-Weiber – wie viele Kleeblatt-Fans vermutlich auch – zuversichtlich, was die nächsten Spiele angeht. Nicht vergessen: Englische Woche, am Dienstag, 25. September, kommt Fortuna Düsseldorf in den Ronhof. Und da könnte es doch mal richtig abgehen?

 

Henry im Stadion, aber trotzdem verloren!

Ausverkauft war die Tolli ARENA wieder – wahrscheinlich wollten die 18 000 Zuschauer mal einen ehemaligen amerikansichen Außenminister live erleben. Henry Kissinger hatte sein Versprechen wahr gemacht und sah sich die zweite Bundesliga-Partie seines Heimatvereins gegen den FC Schalke 04 an.

Die erste Halbzeit begann nicht gerade spektakulär, und auch das Fürther Publikum brauchte ein bisschen, bis es auf Touren kam. Kleeblatt-Fans kommen eben manchmal langsam, aber gewaltig. Sportlich hatten die Schalker in der ersten Halbzeit die besseren Chancen. Aber das Kleeblatt agierte auf Augenhöhe und hatte ganz gute Möglichkeiten, die es leider nicht verwerten konnte. Der Schuss vor den Fürther Bug – genauer gesagt ins Tor – gelang den Königsblauen kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit durch Julian Draxler. Keeper Max Grün hatte praktisch keine Abwehrchance. Das Kleeblatt war erst mal geschockt, aber alles blieb soweit noch im grünen Bereich.
Dann: Ex-Schalker Gerald Asamoah wird in Minute 77 von Coach Mike Büskens eingewechselt. So mancher Fan im Stadion fragte sich, ob der Wunsch von Asa in Erfüllung gehen könnte: zehn Minuten vor Spielende eingewechselt zu werden und dann kurz vor dem Abpfiff sein Tor zu machen.

Aber so sollte es nicht kommen. Der Spielvereinigung lief zusehends die Zeit davon. In der 85. Minute kam Baretta für den Torschützen Draxler. Und ausgerechnet der gab dann mit einem Linksschuss die Vorlage für das zweite Tor der Königsblauen: U21-Natonalspieler Lewis Holtby ließ sich nicht lange bitten und nahm den Kleeblättern jede Hoffnung, das Spiel zumindest noch mit einem Punkt abzuschließen.

Schade, Henry Kissinger fieberte mit seiner Spielvereinigung mit. Die Fans zeigten sich (mal wieder) von ihrer besten Seite. Aber der hochkarätige FC Schalke 04, das war eben der Favorit. Und dem wurde er – trotz Schwächelns in der ersten Halbzeit – dann auch gerecht.

In der Ersten Liga ist die Luft dünner!

Der Duft der großen weiten Welt in der Trolli ARENA. Das Kleeblatt ist erstklassig und Gegner Nummer 1 eigentlich ein Traum! Doch die Bayern machten es erst mal spannend. Die Münchner taten sich schwer mit dem fränkischen „underdog“ und hatten mit einem jungen Team zu tun, das ihnen Paroli bot. Dann führte der zweite Eckstoß in der 43. Minute zum 1:0 durch Thomas Müller. Glück für die Bayern, aber naja.
Der erste Spieltag in der 50. Bundesliga-Saison, und die ganze Stadt Fürth hatte auf den heutigen Samstag hingefiebert. Auch die Stadionerweiterung im Ronhof war rechtzeitig abgeschlossen. Anwohner mit direktem Blick auf den Ort des Geschehens hatten bis zum letzten Moment ihre Zweifel gehabt, ob es noch klappt.
In bester Stimmung empfingen die Aufsteigbaren die Cracks der Bundesliga. Und das Kleeblatt startete beherzt und wusste sich durchaus gegen den Rekordmeister Bayern München zu behaupten. Aber nach dem Tor von Müller fiel dann in der 59. Minute Tor Nummer zwei durch Mandzukic. Schon jetzt überschlugen sich die Kommentare in Facebook, viele Kleeblattfans spürten zum ersten Mal drastisch, was es heißt, in Liga eins zu spielen. Hier weht ein rauer Wind. Und Max Grün musste nach einem Schuss von Arjen Robben, den Thomas Kleine unglücklich ins eigene Tor abfälschte, dann noch ein drittes Mal hinter sich greifen. Fazit: Das Team der Spielvereinigung ist motiviert und hat Potenzial, die erste Halbzeit war vielversprechend, dann dominierten leider die Bayern. Und: Die Stimmung in der voll besetzten Trolli ARENA war super und macht Lust auf die nächsten Begegnungen.
Amüsiert hat uns Greuther-Weiber übrigens ein Interview, das Coach Mike Büskens im Radio gab. Auf die – zugegebenermaßen nicht allzu originelle – Frage, was das Kleeblatt in dieser Saison weiblichen Fans zu bieten habe, antwortete er nicht minder uninspiriert: Viele Kleeblattspieler seien jung und noch zu haben. Und das könnte doch durchaus reizvoll sein für Zuschauerinnen. Aha, so viel zum Thema Frauen und Fußball aus der Sicht eines Trainers!

Kleeblatt in Zukunft ohne Jasmin im Tor

Was hat man in den vergangenen Monaten in Fürth über Jasmin Fejzic diskutiert! Er war der Keeper, der beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund in der 118. Minute der Verlängerung eingewechselt wurde und dann traurige Berühmtheit erlangte. Trainer Mike Büskens hatte wohl schon mit einem Auge zum bevorstehenden Elfmeter-Schießen geschielt und wollte dem vermeintlichen „Elfmeter-Killer“ Jasmin eine Chance geben. Was dann kam, ist Legende. Durch einen unglücklichen Zufall konnte Jasmin ein Tor des Ex-Cluspielers Ilkay Gündogan nicht halten: Drei Sekunden vor Schluss schoss Gündogan aus 17 Metern, der Ball ging an den Pfosten, prallte an den Rücken des Keepers und von dort ins Tor. Konsequenz: Die Bundesliga-Top-Mannschaft aus Dortmund gewann damit das Spiel mit 1:0 – und ist inzwischen ja auch DFB-Pokalsieger geworden.
Um das Pech von Jasmin Fejzic perfekt zu machen. Beim letzten Liga-Spiel gegen Hansa Rostock wurde er wieder drei Minuten vor Ende der Partie ins Fürther Tor gewechselt. Und – man sollte es kaum glauben – er ließ in der allerletzten Minute das Tor von Ex-Clubberer Marek Mintal in den Fürther Kasten. Nur gut, dass zu diesem Zeitpunkt die Frankfurter Eintracht ihr Spiel schon verloren hattte, und das 2:2-Unentschieden des Kleeblatts unterm Strich für den Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft und den Aufstieg egal war.
Also: Torhüter Jasmin Fejzic verlässt jetzt die SpVgg und wechselt zum Zweitliga-Aufsteiger VfR Aalen. Er spielte bereits von 2005 bis 2007 fürs Kleeblatt, ehe er für zwei Jahre nach Braunschweig wechselte. Seit 2009 war der 25-jährige Bosnier dann wieder für die SpVgg im Einsatz. In Aalen hat Fejzic einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Für ihn sicherlich eine optimale Lösung, denn beim Fürther Kleeblatt hatte er praktisch kaum Chancen, am erfolgreichen Keeper Max Grün vorbei und öfter ins Tor zu kommen.
Die Greuther-Weiber wünschen Jasmin alles Gute – vor allem mehr Glück!

Das Kleeblatt ist voll erblüht

Endlich! Beim Kleeblatt scheint es kein Halten mehr zu geben. In den letzten Wochen hatte es sich ja schon angedeutet, und nun ist mit dem Frühling offenbar auch die Mannschaft zu voller Form aufgeblüht. Kein Zögern, kein ängstliches Schielen auf bisherige Spiele beim Erzrivalen TSV 1860 München. Statt dessen selbstbewusstes und befreites Aufspielen in der Münchner Allianz Arena, in der zeitweise mehr von den 4000 mitgereisten Fürther Fans zu hören war als von den Anhängern der 1860er. So macht Fußball Spaß! Und das könnte bereits ein Vorgeschmack auf die nächste Saison gewesen sein, denn wenn das Kleeblatt so weitermacht, kann es keiner mehr am Aufstieg in die 1. Bundesliga hindern.

Vor allem die erste Hälfte der Partie war unglaublich temporeich und spannend. Die fast 30 000 Besucher in der Allianz Arena bekamen etwas geboten für ihr Geld. Die Fürther begannen druckvoll mit dem raschen 1:0 durch Olivier Occean (14. Minute). Der ärgerliche 1:1-Ausgleich nach einem von Max Grün verursachten Foulelfmeter war schon bald wieder vergessen, als Stephan Fürstner zum 2:1 (27.) einlochte. Das Kleeblatt konnte auch eine kurze Phase, in der die „Sechzger“ kamen und Fürth ein paarmal in Bedrängnis brachten, wieder zu seinen Gunsten drehen.

Nach dem Seitenwechsel waren die Münchner Löwen geistig wohl noch in der Kabine, als Olivier Oceean bereits in der 46. Minute für eine blitzartige Überraschung und das 3:1 sorgte. So schnell kann es gehen, der TSV 1860 hatte nur noch das Nachsehen. Und auch in der restlichen zweiten Halbzeit gab es für die Löwen nichts zu lachen. Felix Klaus baute weiter zum 4:1 aus (52.), und es hätte auch noch locker 5:1 heißen können. Durch den für Stürmer Nöthe eingewechselten Pekovic (72.) signalisierte Trainer Mike Büskens, dass seine Mannschaft nun etwas herunterschalten und defensiver spielen würde. Die „Sechzger“ hatten noch einmal eine Chance, aber gefährlich werden konnten sie dem Kleeblatt zu keiner Minute. Das machte Druck bis zum Schluss, überzeugte durch Spielfreude und Willensstärke.

Ja, so darf es bleiben! Wenn die Mannschaft mit dieser Einstellung am Dienstag im Ronhof loslegt, dann macht sie es im Halbfinale des DFB-Pokals dem amtierenden Deutschen Meister und Erstplatzierten der 1. Bundesliga, Borussia Dortmund, zumindest nicht leicht. Dann kann selbst dieses Spiel eines „auf Augenhöhe“ werden, wie es so schön heißt!