Das 0:0 kann dem Kleeblatt Mut machen!

Spannend war’s, das Spiel des Tabellendritten – der Spielvereinigung – gegen den Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt. Spannend, aber leider ging es torlos zu Ende und damit bleibt alles beim Alten. „Die Fürther machen mich noch ganz verrückt“, kommentiert Greuther-Weib uwo die rasante Partie treffend. Klar, sie hat recht. Mir geht es auch nicht anders. Beide Teams waren ab Spielbeginn auf Augenhöhe, das Kleeblatt gut organisiert, die Mannschaft spielte komprimiert nach vorne. Frankfurt schien überrascht zu sein ob der selbstbewussten Eröffnung des fränkischen Teams. Geschichte wird vielleicht der unglückliche Pfostenschuss von Edgar Prib schreiben, dem direkt vor dem Tor alle Möglichkeiten offenstanden und der die Chance dann nicht zu verwandeln wusste. Dass Olivier Occean den Prib´schen Fehler beinahe wettgemacht hätte – davon spricht später niemand mehr.

Viele Torchancen auf beiden Seiten bis zur Halbzeit. Und auch nach der Pause war es für uns Zuschauer spannend und kurzweilig, aber ohne erfolgreichen Torschuss. Frankfurt versuchte zunehmend, die Lauf- und Spielstärke der Spielvereinigung mit Fouls zu kompensieren. Einige gute Aktionen der Gäste wurden gestört, da kamen viele Fürther Spieler zu Fall und konnten aussichtsreiche Spielzüge nicht zu Ende führen. Die Zahl der Gelben Karten stieg bis Ende des Spiels auf sieben, dann schaffte es Schiedsrichter Thorsten Kinhöher sogar noch, nach dem Spiel Olivier Occean und Djakpa jeweils eine Gelbe Karte zu verpassen. Herzlichen Dank!

Für mich der beste Akteur in der Commerzbank-Arena war – einmal mehr – der Fürther Keeper Max Grün. Er reagierte spontan und sicher, konnte so manchen Weitschuss der Frankfurter souverän halten und wurde seinem hervorragenden Image wieder einmal gerecht. Die Spielvereinigung hat in dieser Saison mit nur 14 Gegentoren die zweitbeste Bilanz der Liga, nur Paderborn hat bis zum heutigen 17. Spieltag weniger Tore einstecken müssen. Ohne Grün, naja, wer weiß, wo das Kleeblatt stünde?

Insgesamt eine wirklich temperamentvolle und spannende Begegnung, nur schade, dass keine Tore gefallen sind! Die Kleeblätter haben eine englische Woche und empfangen am Freitag, 16. Dezember, um 18 Uhr Union Berlin in der Trolli ARENA. Die Berliner rangieren drei Plätze hinter Fürth auf Tabellenplatz sechs und würden gerne mit einem guten Platz in die Winterpause gehen. Und das Kleeblatt darf sich ja noch auf das Derby am 20. Dezember gegen den Club freuen. Aber ich muss sagen: Wenn sie so selbstbewusst und gut organsiert aufspielen wie heute, dann haben sie beste Chancen, die derzeit schwächelnden Nürnberger in die Schranken zu weisen. Max Grün im Tor, Olivier Occean in Bestform, eine gute Teamleistung – und schon könnte das Viertelfinale beim DFB-Pokal in erreichbare Nähe rücken!

 

 

4:0 bei Union Berlin – Kleeblatt in der Spur!

Das Kleeblatt in Berlin. In der Vergangenheit waren die Spiele gegen den 1. FC Union Berlin meistens Erfolge für die Spielvereinigung. So auch heute. Nach dem letztendlich doch verkorksten Heimspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt gewannen die Fürther klar und deutlich heute mit 4:0. Verdient.

Rasant begann das Spiel in der Alten Försterei vor zirka 15 000 Zuschauern. Schon in der 8. Minute traf Heinrich Schmidtgal ins Tor der Gastgeber. Das brachte Pfeffer ins Spiel, und Olivier Occean vergrößerte den Torvorsprung auf 2:0. Nach der Pause dann der nächste Treffer: Wieder Occean. Der Junge lässt uns hoffen, dass die nächsten Spiele für das Kleeblatt keine Flops werden. Es ging ein Pass von Edgar Prib voraus. Nach mehreren Gelben Karten und einer Gelb-Roten für Schmidtgal ging es in der anfangs ausgeglichenen Partie dann Schlag auf Schlag. Max Grün, der sich in der letzten Woche noch gegen Vorwürfe wehren musste, dass Alexander Walke vielleicht der bessere Torwart wäre, hielt einen Foulelfmeter. Super gemacht! Als I-Tüpfelchen folgte dann vier Minuten später der verwandelte Elfer durch Bernd Nehrig.

4:0 – von einem Ergebnis in dieser Größenordnung hätte Coach Mike Büskens in den vergangenen Tagen nur träumen können. Das Kleeblatt hat bewiesen, dass es das Frankfurter Fiasko – 2:3-Niederlage  nach 2:0-Führung – offenbar verkraftet hat. Dass Union Berlin vielleicht nur mit halber Konzentration dabei war, ist der Mannschaft nicht zu verdenken. Die Fans in der Alten Försterei im Berliner Stadtteil Köpenick waren powervoll wie immer. Aber die Medienberichte über die Stasivergangenheit des Vereinspräsidenten sowie die Eskapaden des Keepers haben sicherlich nicht dazu beigetragen, dass die Berliner Spieler auf dem Platz einen freien Kopf hatten.

Kurzum: Das Kleeblatt ist in der Spur, und die Greuther-Weiber werden hoffentlich noch über viele Siege berichten können.

 

Kleeblatt in Zukunft ohne Alex Walke!

Auch in der Sommerpause tut sich was bei der Spielvereinigung. Neben einigen Neueinkäufen ist jetzt vor allem die Keeperfrage entschieden: Alexander Walke wird ab der Saison 2011/12 nicht mehr im Kleeblatt-Tor stehen. Warum? Der 27-jährige Torwart muss seinen noch bis Juni 2013 laufenden Vertrag beim österreichischen Vizemeister Red Bull Salzburg erfüllen. Walke war im Januar 2011 nach Fürth gekommen, nachdem es klar war, dass Max Grün aufgrund eines komplizierten und langwierigen Schienbeinbruchs für Monate ausfallen würde. Max war bis dahin der erfolgreichste Torwart der Hinrunde gewesen. In unserem Blog haben wir ja schon zum Einstand von Alexander Walke geschrieben, ein echter Typ!
Aber auch Walke bewachte in den kommenden Monaten sehr erfolgreich den Kasten der Spielvereinigung. Es ist primär sein Verdienst, dass das Team von Mike Büskens insgesamt nur 27 Gegentore einstecken musste. Alex Walke war eine sichere Bank und ein Ruhepol beim Kleeblatt-Team. Die Saison beendete das Ronhof-Team mit einem sehr guten vierten Tabellenplatz.
Max Grün wird vermutlich ab Juni am Mannschaftstraining teilnehmen. Wie schnell er konditionsmäßig wieder topfit sein wird, wird man sehen (das Foto zeigt ihn vor einigen Monaten, damals noch an Krücken). Wer mehr über Max Grüns derzeitige Verfassung lesen möchte, dem empfehle ich das Interview „Quälen fürs Comeback“ auf der Homepage der Spielvereinigung. Wenn alles gut geht, wird Max Grün ab Juli wieder im Fürther Tor stehen!

Der neue Fürther heißt Alexander!

walkeNeuer Torwart – aber anderer Name. Nach der Eilmeldung in der letzten Woche, dass die Spielvereinigung aller Voraussicht nach Philipp Heerwagen vom VfL Bochum als neuen Keeper verpflichten wird, hat sich dann in den folgenden Tagen in der K-Frage wenig getan. Seit heute ist es klar: Der neue Mann im Fürther Tor heißt Alexander Walke.

Der 27-Jährige wird für die gerade begonnene Rückrunde der laufenden Saison vom österreichischen Klub Red Bull Salzburg ausgeliehen. Walke stand bisher in der zweiten Bundesliga in insgesamt 142 Partien für Freiburg, Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock (siehe Foto) zwischen den Pfosten. Kleeblatt-Präsident Helmut Hack sagt zur Verpflichtung des erfahrenen Torhüters auf der Homepage des Vereins:

„Wir tragen mit der Ausleihe von Walke der neuen Situation nach der Verletzung von Max Grün Rechnung. Wir gehen mit Ambitionen in diese Halbserie und das wäre mit nur zwei Torleuten zu riskant.“

Da hat der Vereinschef ohne Zweifel Recht. Team und Verein stehen mit einem erfahrenen Spieler auf der sicheren Seite. Und das ist unbedingt notwendig, denn das Projekt „Aufstieg“ ist aktueller denn je.

Alexander Walke wird am Dienstag, 18. Januar, nachmittags die erste Trainingseinheit mit seinem neuen Team im Ronhof absolvieren. Good luck, Alex!

Bald neuer Keeper fürs Kleeblatt?

20061210 Heerwagen gg AchenbachNach der Hiobsbotschaft über die Verletzung des Fürther Keepers Max Grün beim Spiel gegen den VfB Stuttgart im Trainingslager in Belek bahnt sich bei der Spielvereinigung jetzt unter Umständen eine schnelle Lösung der Torwartfrage an. Wie die „Nürnberger Zeitung“ gerade meldet, steht das Engagement des Bochumer Torwarts Philipp Heerwagen zur Diskussion. Nach dem Abwehrspieler Mergim Mavraj könnte damit ein weiterer Spieler vom VfL Bochum zum „Kleeblatt“ wechseln.

Nach dem Schienbeinbruch von Max Grün würden ja alle Hoffungen auf Matjaz Rozman und Jasmin Fejzic  – der bisherigen Nummer zwei bzw. dem Amateur-Torwart – ruhen. Deshalb soll nun für die Rückrunde eine Alternative her, möglichst mit Erfahrung. Aber nur für ein halbes Jahr. „Wir werden niemanden holen, der Max Grün dauerhaft als Nummer eins blockiert“, stellte SpVgg-Trainer Mike Büskens bereits kurz nach der Verletzung klar.

Angedacht – so ist es in der „NZ“ zu lesen  – ist eine Art Leihgeschäft:

Entsprechende Angebote“, so Fürths Manager Rachid Azzouzi, habe man bereits „viele bekommen“. Aber nicht vom VfL Bochum, stellte Sportvorstand Thomas Ernst im Internetportal „Der Westen“ klar. Beim VfL habe sich bislang niemand gemeldet, aber in einem solchen Fall sei ja der Willen des betreffenden Spielers „ganz entscheidend“. Auch Azzouzi will die Spekulationen nicht anheizen, kursierende Namen wie den des derzeit vereinslosen Ex-Frankfurters Markus Pröll nicht kommentieren, sagte aber: „Heerwagen ist uns bislang nicht angeboten worden.“ In Hektik müssen die Fürther ohnehin nicht verfallen, das Transferfenster ist noch bis zum 31. Januar offen. „Wir vertrauen unseren beiden Torhütern, aber es ist klar, dass wir nicht nur mit den beiden in die Rückrunde gehen können“, sagte Azzouzi.

Dagegen wäre ja prinzipiell nichts einzuwenden. Dass die SpVgg mehr als schnell reagieren muss, ist klar. Und auch die Fürther Fans könnten mit einem neuen Keeper leben. Denn – unterm Strich – ist ja nur entscheidend, dass das Kleeblatt sich weiter im Aufstiegskampf behaupten kann. Und dafür ist eben auch ein guter Tormann mehr als wichtig!

Fürther Keeper Grün fällt für Wochen aus

Katastrophale Nachricht für die Spielvereinigung: Torhüter Max Grün ist für die nächsten Wochen außer Gefecht gesetzt. Er hat sich beim Testspiel im Trainingslager im türkischen Belek gegen den VfB Stuttgart das Bein gebrochen.

20110108_vfb_spvgg_1702Die SpVgg Greuther Fürth hat das zweite Testspiel im Trainingslager verloren. Gegen die Schwaben unterlag das Team von Trainer Mike Büskens mit 1:3. Bis zur 58. Minute lagen die Kleeblätter schon mit 0:3 zurück. Dann ereignete sich die aus Fürther Sicht schlimmste Szene: Einen langen Ball auf der linken Seite versuchte der Stuttgarter Abwehrspieler Cristian Molinaro zu erreichen, genau an der Strafraum-Grenze prallte er heftig mit Torwart Max Grün zusammen (auf dem Foto ist diese Szene genau zu sehen!). Daraufhin musste der 24-Jährige lange auf und neben dem Platz am Schienbein behandelt werden. Das einzige Tor der SpVgg fiel übrigens in der 83. Minute: Felix Klaus bediente von der rechten Seite den eingewechselten Sercan Sararer, der den Ball mühelos zum 1:3 im Tor des VfB versenkte.

Nach der Röntgenuntersuchung im Krankenhaus von Belek stellte sich dann die Verletzung von Max Grün als glatter Schienbein-Bruch heraus. Egal, wie schnell die Verletzung verheilt, der Fürther Keeper wird auf jeden Fall für mehrere Wochen, vielleicht sogar die gesamte Saison ausfallen. Ein Fiasko für das Team. Ersatzmann Jasmin Fejzic wird sich vermutlich schwer tun, die Lücke, die Grün hinterlässt, auszufüllen. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2011.
Das wird  für die gesamte Mannschaft ein harter Einstieg in die Saison nach der Winterpause. Das erste Spiel findet am 14. Januar auswärts gegen den Karlsruher SC statt.

Das Kleeblatt auf dem Weg nach oben

Na also, wer sagt’s denn? Die Spielvereinigung hat ihre Schwächephase überstanden und ist auf dem (sicheren?) Weg an die Tabellenspitze der zweiten Liga. Sie konnte gestern einen verdienten 4:1-Sieg bei Arminia Bielefeld verbuchen und rangiert auf Platz vier. Die Teams auf den Plätzen zwei bis fünf haben übrigens alle 29 Punkte und liegen damit nur läppische zwei Punkte hinter dem Tabellenführer Erzgebirge Aue.
Die Bedingungen im Bielefelder Stadion waren wetterbedingt nicht gut: Teilweise war der Boden gefroren, der Rest war Matsch und Schnee.
Nach einem Foul an Leo Haas in der achten Minuten gab es einen verdienten Freistoß für Fürth, den Edgar Prib aus 22 Metern zum 0:1 verwandeln konnte.
bielefeld_fueDie Gastgeber hatten ihre Mühe, ins Spiel zurückzufinden und scheiterten das eine ums andere Mal am Fürther Keeper Max Grün.
Erst nach der Pause in der 53. Minute war es dann Nicolai Müller, der sich auf links durchsetzte. Seinen Pass schoss Haas aus kurzer Entfernung zum 0:2 ein.
Bielefeld kämpfte daraufhin, um wenigstens einen Anschlusstreffer zu erzielen. Das gelang in der 63. Minute, als di Gregorio frei zum Kopfball kam. Grün hatte keine Abwehrchance gegen den ungehindert köpfenden Stürmer.
Danach hatte das Kleeblatt einige Male Glück. Grün reagierte nach einem Kopfball Bollmanns in Anschluss an einen Freistoß hervorragend. Dann hatten die Mittelfranken wieder Oberwasser: Mit einem abgefälschten Linksschuss setzte Haas in der 80. Minute mit dem 1:3 ein deutliches Zeichen.  Und Sercan Sararer machte nach einem Kopfball-Zuspiel von Christopher Nöthe den Sack zu. Die Partie ging mit einem 1:4-Ergebnis für Fürth erfolgreich zu Ende.

Nach den Siegen gegen Paderborn und 1860 München sind die Kleeblätter wieder in der Spur. Am Freitag, 10. Dezember, findet um 18 Uhr das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen Rot-Weiß Oberhausen in der Trolli ARENA statt. Und am 18. Dezember muss die Spielvereinigung dann in Düsseldorf antreten. Vielleicht macht die weiß-grüne Mannschaft ihren Fans ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk?

Sieg gegen Union Berlin!

Na, wenn das kein Auftakt nach Maß ist: Die SpVgg hat nach dem 4:1-Heimsieg gegen den KSC auch ihr erstes Auswärtsspiel in der neuen Saison für sich entscheiden können: 2:1 hieß es nach 94(!) Minuten gegen Union Berlin, und zwar völlig verdient. Auch wenn es am Ende eine Zitterpartie war – die Fürther haben bewiesen, dass sie Nervenstärke besitzen.

union_spvggDie SpVgg zeigte sich von Anfang an selbstbewusst und machte von der ersten Minute an Druck. Die Atmosphäre im Stadion an der Alten Försterei vor 13 000 Zuschauern war klasse – eine solche Kulisse würden wir uns öfter mal im Ronhof wünschen!! Fürth hat die Partie sehr schwungvoll begonnen: Dani Schahin hatte schon nach zwei Minuten eine Torchance. Die Mannschaft drängte von Beginn an nach vorne und war in der Balleroberung klar überlegen. Es gab ein paar schöne Kombinationen zu sehen. Nur leider: Die ganze erste Halbzeit fehlte es im Abschluss. Man hatte irgendwie den Eindruck, dass das Kleeblatt mit dem Kopf durch Wand wollte. Das führte dazu, dass die Partie streckenweise verflachte und Berlin öfter mal zum Zug kam.

Nach der Pause fand Fürth zu seiner anfänglichen Stärke zurück. Und nun wurde das endlich auch belohnt. Der erste Treffer bahnte sich an, als Milorad Pekovic ein Pass zu Nico Müller gelang, den dieser zum 1:0 verwandeln konnte (53. Minute). Nur drei Minuten später schaffte Christopher Nöthe den Doppelschlag und machte das 2:0 perfekt – da war der Berliner Keeper Glinker machtlos.

Es schien alles wunderbar zu laufen für das Kleeblatt, bis ein unglücklicher Abwehrfehler von Thomas Kleine den Berlinern die Möglichkeit zum Anschlusstreffer eröffnete, die Kolk in der 70. Minute prompt nutzte. Schade, aber so etwas kann man noch wegstecken. Ärgerlich und gefährlich wurde es drei Minuten später: Biliskov handelte sich im Duell mit dem Berliner Mosquera einen Foulelfmeter ein. Das war wirklich völlig überflüssig!

In dieser brenzligen Lage bewies wieder einmal Fürths Torwart Max Grün seine Qualität: Instinktiv warf er sich in die richtige Ecke des Kastens und konnte den Strafstoß halten. Für die Fans war ab diesem Zeitpunkt Spannung pur geboten, die Partie war bis zur letzten Sekunde packend. Es blieb beim 2:1 für die Fürther, die sich bis zuletzt kämpferisch zeigten und sogar noch einige Chancen hatten. Die drei Punkte, die Fürth mit nach Hause mitnehmen konnte, gehen also völlig in Ordnung.

Ein Sieg, mit dem man leben kann!

Die Saison 2010/11 hat für die Kleeblätter begonnen – und es war gleich ein Paukenschlag. Gegen den Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC siegte das Kleeblatt mit 4:1. Und damit setzte sich die SpVgg auch gleich an die Tabellenspitze. Zumindest in der Tabelle der „Nürnberger Nachrichten“ liegt das Fürther Team vorne. Bei der „Nürnberger Zeitung“ ist zwar zu lesen, dass der Verein an der „Zweitliga-Spitze“ ist, aber in der Tabelle selbst steht der bayerische Mitstreiter FC Augsburg ganz vorne, der sein Spiel auch mit einem 4:1 gewonnen hat. Die Fürther stehen zwar auch auf Platz „1“, sind aber nicht an erster Stelle. Verwirrend? Nein! Ein „Greuther-Weib“ ist da eben heikel und will seinen Verein möglichst an der Spitze sehen! Wer es noch nicht weiß – falls es so jemanden geben sollte: Der FC Augsburg wird nächster Gegner der Spielvereinigung im DFB-Pokal Ende Oktober bei einem Heimspiel in der Trolli Arena.

SchroeckNochmal zum Spiel am Sonntag: Das Tor von Stephan Schröck in der letzten Minute zum 4:1 machte deutlich, dass man mit ihm endlich rechnen kann. Hatte er doch schon das 3:1 von Kingsley Onuegbu perfekt vorbereitet. Zwar war Schröck bei den Kleeblatt-Fans schon immer beliebt – mehr wegen seiner Allüren und seines eigenen Kopfes  -,  aber seine fußballerischen und konditionellen Fähigkeiten ließen oft zu wünschen übrig. Seine Leistung am Sonntag lässt jetzt hoffen, dass „Schröcki“, wie ihn die Fans liebevoll nennen, endlich bei den „Guten“ mitmischt. Dementsprechend feierte man ihn nach dem Spiel in der Fankurve (siehe Foto).

Die Trolli Arena war bei superheißem Wetter und über 30 Grad mit knapp 7 500 Zuschauern recht gut gefüllt. Viel Spaß hatten die Fans an den Paraden des Kleeblatt-Keepers Max Grün, der mal wieder mit einer hervorragenden Leistung aufwarten konnte. Er im Tor ist eine sichere Bank und gibt dem Fürther Team das Gefühl, dass man auch mal beherzt nach vorne spielen und entspannt dem Tormann vertrauen kann, der hinten nichts anbrennen läßt.

Am zweiten Spieltag trifft das Kleeblatt auswärts am Samstag, 28. August, um 13 Uhr auf FC Union Berlin. Die haben gegen Alemannia Aachen unentschieden 2:2 gespielt und werden sicher versuchen – anders als im Vorjahr – eine gute Figur gegen die SpVgg zu machen. Aber vielleicht kann man die Berliner mit dem einen oder anderen Fürther Treffer „erschröcken“!

Coraggio, Squadra Azzurra!

Wer mich kennt und mein Blog aufmerksam verfolgt, der weiss, dass von allen Spielern einer Fußball-Mannschaft mein Herz meistens für den Torkeeper schlägt. Sie sind ja oft die Schlüsselfigur im Spiel und müssen nicht nur sportlich was drauf haben, sondern sind auch oft echte „Typen“. (Übrigens ist auch der Torhüter von der SpVgg, Max Grün, auf dem besten Weg so ein Typ zu werden!)

Ich erinnere zum Beispiel an Petar Radencovic, der in den 60er Jahren nicht nur den Kasten von 1860 München sauber halten sollte, sondern auch versuchte, als Sänger Karriere zu machen. Wer ihn nicht kennt, der kann das Fürther Rundfunkmuseum besuchen und dort auf einer der wunderschönen Wurlitzer Juke-Boxen sein berühmtes Lied hören:YouTube Preview Image

Weitere Tormänner, die mir unvergesslich bleiben, sind natürlich auch Andreas Köpke oder der glatzköpfige Fabien Barthez, der von 1994 bis 2006 im Tor der „Equipe Tricolore“ stand. Oder die bayerische Legende Sepp Maier. Mitgefiebert haben wir doch alle vor vier Jahren während der letzten WM beim internen Zweikampf zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann. Ob unser neuer Nationalkeeper, der witzigerweise auch noch so heißt, sich in Südafrika bewähren wird, gut, da sprechen wir uns in einigen Tagen oder Wochen wieder.

Aber auch Italien hatte Torwart-Legenden, wie z.B. Dino Zoff. Ein berühmter Keeper der Neuzeit wird allerdings vermutlich nicht nur im heutigen Spiel Italiens gegen Neuseeland auf der Ersatzbank sitzen: Gianluigi Buffon. Der 32jährige, der in seiner Karriere vier Mal zum Welttorhüter des Jahres gekürt wurde, hat im Vorrundenspiel gegen Paraquay einen Bandscheibenvorfall erlitten und musste seinen Platz für Federico Marchetti räumen. Schade, ungeachtet dessen, wer der bessere Torwart ist, bei Buffon stimmt – wie Greuther-Weiber Kollegin „uwo“ lobend hervorheben würde – auf jeden Fall „die Optik“. YouTube Preview Image

Die Squadra Azzurra ist hoffentlich nicht allzu demoralisiert, wenn sie heute auf Buffon verzichten müssen. Meinem Faible für die italienische Nationalmannschaft hat ihr bislang schwacher Auftritt keinen Abbruch getan. Ich werde heute Nachmittag wie viele Fans rufen: „Coraggio, Azzurri – Nur Mut!“