Ausverkauf der Kleeblatt-Mannschaft?

Gestern habe ich noch über die guten News geschrieben, nämlich dass Stephan Schröck zum Kleeblatt zurückkehrt. Und die Resonanz bei den Fürther Fußballanhängern war gigantisch.

Heute dann die Hiobsbotschaft (wie mein Lateinlehrer gesagt hätte: „Die Heiß-Kalt-Methode“): Der Kader der Spielvereinigung wird (wie schon zu lesen war) spürbar Federn lassen.

SpVgg Greuther Fürth - HSVTim Sparv, Nikola Djurdjic (Foto) und Daniel Brosinski werden die SpVgg verlassen. Tim Sparv wechselt zum FC Midtjylland  nach Dänemark. Außerdem hat sich die SpVgg auf einen Wechsel von Daniel Brosinski mit dem 1. FSV Mainz 05 verständigt. Über einen Transfer von Nikola Djurdjic ist sich das Kleeblatt mit dem FC Augsburg einig. Brosinski und Djurdjic absolvieren heute ihre medizinischen Checks. Alle drei Spieler haben zum Erfolg der Spielvereinigung in der letzten Spielzeit beigetragen. Immerhin hat es das Fürther Team ja nach dem Abstieg in die Zweite Liga beinahe wieder zurück in die Bundesliga geschafft.

Ob man jetzt von einem regelrechten „Ausverkauf“ des Kleeblatts sprechen kann, möchte ich hier nicht bewerten. Der Präsident Helmut Hack kommentiert die Entwicklung auf der SpVgg-Homepage so:

„Spieler zu entwickeln und erfolgreich zu transferieren gehört zu unserem Geschäftsmodell. Allerdings betrachten wir es als unsere Entscheidungshoheit, den für einen Transfer richtigen Zeitpunkt festzulegen. Wir haben immer bewiesen, dass wir stets eine schlagkräftige und erfolgreiche Mannschaft zusammengestellt haben. Das wird uns auch in diesem Jahr gelingen!“

Auf jeden Fall muss Traner Frank Kramer mit einer (mal wieder) in vielen Positionen veränderten Mannschaft klar kommen. Und dann heißt es ab Anfang August für die Saison 2014/15: Auf ein Neues!

Was bleibt vom Fürther Kleeblatt übrig ?

Training 1.FC NürnbergIm Moment ist die Gerüchteküche rund um die Spielvereinigung am Brodeln. Gehen Abdul Rahman Baba und Nikola Djurdjic zum FC Augsburg? Und wie wird sich Niclas Füllkrug fühlen, der ab sofort ein Clubberer ist (auf dem Foto beim gestrigen Training mit Marek Mintal, dem Co-Trainer des 1.FC Nürnberg)? Und zu allem Überfluss erreicht uns jetzt die nächste Hiobsbotschaft:

Andreas Bornemann wird nicht wie geplant am 1. Juli neuer Sportdirektor beim Kleeblatt. Wie der Verein heute mitteilte, verzichtet der 42-Jährige „aus privaten Gründen“ auf den Antritt seiner neuen Tätigkeit. Die Spielvereinigung hat dem Wunsch Bornemanns entsprochen – was bleibt ihr auch anderes übrig? – und wird sich nun auf die Suche nach einem neuen Sportdirektor machen müssen. Wir haben ja am 23. Mai noch im Greuther-Weiber-Blog über die Verpflichtung Bornemanns geschrieben.

„Der Wunsch von Andreas Bornemann kam für uns sehr überraschend. Dennoch haben wir Verständnis für seine Beweggründe und respektieren seine Entscheidung. Unsere Personalplanungen für die kommende Saison sind weit vorangeschritten, so dass es in dieser Frage zu keinen Beeinträchtigungen kommen wird“, so der Kommentar des SpVgg-Präsidenten Helmut Hack. Über die genauen Gründe für die kurzfristige Absage Bornemanns wurde nichts bekannt. „Aus Respekt vor der Privatsphäre“ Bornemanns bat der Verein um Verständnis für die Entscheidung, keine weiteren Aussagen zu diesem Thema zu treffen.

Bornemann hatte erst Ende Mai als Nachfolger des zu Werder Bremen abgewanderten Rouven Schröder beim Kleeblatt einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Bornemann war zuletzt als Sportlicher Leiter und Vize-Präsident bei Drittligist Holstein Kiel tätig. Davor arbeitete er fünf Jahre lang als Manager für den SC Freiburg, es folgte ein kurzes Intermezzo bei Alemannia Aachen.

Das Kleeblatt muss sich also jetzt wieder auf die Suche nach einem neuen Sportdirektor machen. Da die Planungen für die Zweitligasaison 2014/15 schon auf Hochtouren laufen, will man eine überstürzte personelle Entscheidung vermeiden. Bis zur Präsentation des neuen Mannes werden deshalb neben Helmut Hack auch Geschäftsführer Holger Schwiewagner und der Leiter Lizenzbereich Martin Meichelbeck anfallende Aufgaben übernehmen.

Nur ein Tor – dann ist das Kleeblatt wieder erstklassig

Das war ein wirklich spannender Fußballabend, nach dem die Wiederaufstiegs-Perspektiven für die Spielvereinigung hervorragend sind. Vor einer gar nicht so coolen hanseatischen Kulisse von fast 57.000 Fans haben die Kleeblätter souverän und mutig gespielt. Der Hamburger SV konnte dem Zweitligisten nur in einer kurzen Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas entgegensetzen. Und so endete das erste Relegationspiel mit einem 0:0.

Wer – wie ich – nicht nach Hamburg fahren konnte, der hat sich das gestrige Spiel entweder gemütlich zu Hause oder mit Kleeblattfans in einer Fußballkneipe in Fürth angesehen. Bei mir floss das dunkle Bier in Strömen, und der Verschleiß an Barbecue- und Salzchips war immens. Egal, wo man war – die Partie machte großen Spaß und zeigte deutlich, was die Kleeblätter sportlich drauf haben. Schon von Beginn an war offensichtlich, dass sie überhaupt keine Angst vor dem angeschlagenen Bundesliga-Dino haben. Die Fürther Spieler (wie bei Auswärtsspielen leider immer in orange und nicht weiß-grün) liefen, was das Zeug hielt, waren überlegt und schnell, sie engagierten sich mit ganzem Körpereinsatz und zogen sich dann prompt auch Blessuren zu: Nikola Djurdjic kam nach einem Zusammenstoß mit Michael Mancienne in der 30. Minute und einer Kopfplatzwunde mit einem Turban zurück auf den Platz – was jedoch qualitativ seinem Spiel keinen Abbruch tat. Und Ilir Azemi hinkte mal mit dem rechten, mal dem linken, dann mit beiden Beinen. Grund dafür war seine tolle Einsatzbereitschaft. Er rannte, kickte, versuchte unermüdlich den Ball ins Tor von Ersatztormann Jaroslav Drobny zu bekommen (der für den verletzten René Adler eingesprungen war). Aber das Glück war gestern nicht auf Azemis Seite. Er rutschte mehr als ein Mal am Ball vorbei oder lag nach akrobatischen Einlagen neben dem Tor. So kam das Kleeblatt nicht zum erfolgreichen Abschluss.

Der einzige Treffer des Abends war Gott sei Dank ein Abseitstor. Pierre Lasogga nickte einen Freistoß von Rafael van-der-Vaart ins Fürther Tor, keine Chance für Keeper Wolfgang Hesl. Aber der Schiedsrichter hatte schon abgepfiffen.
Nach dem Spiel gab sogar der HSV-Trainer Mirko Slomka im TV-Interview zu, dass die SpVgg ein Superspiel gemacht hatte. Und auch HSV-Ex-Torhüter Uli Stein brachte mit klaren Worten die Situation auf den Punkt: Der Hamburger SV muss in seiner aktuellen Verfassung um den Klassenerhalt kämpfen.

Die Kleeblatt-Mannschaft bot als „Gesamtkunstwerk“ auf jeden Fall eine gute Leistung. Der „Fränkische Außenseiter“ wäre nach der gestrigen Leistung ein würdiger Bundesligist. Wenn die Mannschaft es schafft, sich bis Sonntag, 17 Uhr, zu relaxen, neue Kräfte zu mobilisieren und den Kopf frei zu bekommen, dann ist im Fürther Ronhof alles drin. Vor heimischer Fankulisse, die mit ihrer lautstarken Leidenschaft schon so manchem Gegner den Schneid abkaufen konnten, würde dem Kleeblatt mit einem Sieg der Aufstieg gelingen. Und dann ist in Fürth der Bär los, wetten?

6:0-Kantersieg: Kleeblatt mit neuem Selbstbewusstsein

Das Spiel heute beim Tabellenletzten Energie Cottbus hat die Kleeblattfans für die unglückliche Heimniederlage gegen 1860 München mehr als entschädigt. Mit 6:0 gewann die Spielvereinigung und hat sich damit eine gewaltige Portion Selbstbewusstsein für das wahrscheinliche Relegationsspiel erkämpft. Denn der heutige Wermutstropfen war der Sieg des Tabellenzweiten SC Paderborn. So blieb Fürth mit 57 Punkten weiter zwei Zähler hinter den Paderbornern.

Ich habe mir – wie die meisten eingefleischten Kleeblattfans – die weite Fahrt nach Cottbus erspart, und das Spiel in einer gut gefüllten Sportsbar angesehen. Die Gesellschaft am Tisch war angenehm, fachmännische Kommentare flogen nur so hin und her. Die Partie begann eher etwas verhalten (höflich formuliert) und ohne Druck und Raffinesse beim Fürther Team. Bis zum 1:0 durch Stephan Fürstner dauerte es dann auch 32 Minuten. Erleichterung! Der nächste Treffer war dann ein echtes Traumtor von Ilir Azemi: Djurdjic flankte beherzt vor das Cottbuser Tor, Uwe Möhrle versuchte zu klären. Aber Azemi reagierte blitzschnell und bugsierte das Leder mit der Hacke (!) ins Tor (44.). Ein supereleganter Treffer, von dem man in Fürth sicher noch länger schwärmen wird.
In der zweiten Halbzeit machten die Kleeblätter auf dem Platz dann, was sie wollten. Die Tore fielen beinahe im Minutentakt. Nikola Djurdjic, der heute aufmerksam mögliche Chancen erkannte und souverän reagierte, schob den Ball nach einem Konter und einer flachen Hereingabe von Brosinski zum 3:0 ins Tor (69.). Fünf Minuten später traf Goran Sukalo nach einer Ecke (74. Minute). Und Azemi köpfte dann nach einer Flanke von Gießelmann (84.) problemlos zum 5:0 in den Cottbuser Kasten (Foto). Doch damit nicht genug. Für seine heutige gute Leistung wurde Djurdjic eine Minute später belohnt: Er traf zum 6:0-Endstand. Katzenjammer bei den schon abgestiegenen Cottbussern.

Ein tolles Ergebnis. In der zweiten Halbzeit gelang unserer Mannschaft heute einmal all das, was sie sich vorgenommen hatte. Sie wird durch diesen hohen Sieg einen gewaltigen Schub für das letzte Saisonspiel am kommenden Sonntag, 11. Mai, gegen den SV Sandhausen bekommen. Der Relegationsplatz ist der Spielvereinigung (sollte das Kleeblatt nächste Woche verlieren und der Verfolger – der 1. FC Kaiserlautern – gewinnen) aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht mehr zu nehmen. Und wenn das Kleeblatt zu Hause gegen Sandhausen einen Sieg einfahren sollte, und Paderborn verliert oder unentschieden spielt, dann würde die SpVgg wieder auf dem Aufstiegsplatz liegen. Und den hätte sie sich nach der heutigen Leistung auch mehr als verdient!

Leider (nur) ein Punkt fürs Kleeblatt

„Das Spiel plätschert vor sich hin“, habe ich zu Beginn der zweiten Halbzeit in Facebook gepostet – und ich war offenbar nicht die einzige, die so empfand. Die Partie Goliath gegen David – ich meine: Spielvereinigung gegen den Tabellenvorletzen Dynamo Dresden – versprach für die Kleeblätter ein leichtes Spiel zu werden. Aber nach anfänglichen Aktivitäten war relativ bald die Luft raus. Die Dresdner gewannen an Dynamik und spielten weitaus druckvoller als erwartet. Vier Spieler im Dynamo-Team sind französischen Ursprungs, sie dominierten das Geschehen im Glücksgas-Stadion. Immerhin 25.000 Zuschauer sahen die Begegnung – die Zahl der Fürther Fans war – nach deren lautstarken Gesängen zu urteilen – nicht so klein.

Die SpVgg hat vier der letzten fünf Spiele gegen Dynamo gewonnen. Aber das klappte heute nicht. Nach der Halbzeitpause musste Coach Frank Kramer Initiative zeigen und wechselte  in der 64. Minute mit Ilir Azemi einen frischen Stürmer ein. Das brachte Pfeffer ins Spiel: Nach einem Direktpass wurde Zoltan Stieber an die Strafraumgrenze geschickt. Der wurde dort prompt von Gueye umgegrätscht. Schiedsrichter Guido Winkmann reagierte sofort und deutete auf den Elfmeterpunkt. Nikola Djurdjic trat an und versenkte die Kugel sicher im Netz – 1:0. Auf unserem Foto freut sich Djurdjic über sein Tor nach seiner langen Verletzungspause.
Aufatmen im Fürther Team, und es waren ja nur noch 20 Minuten, über die man das Ergebnis retten musste. Doch nur wenige Minuten später kam es zum bitteren Ausgleich. Nach einer unfairen Aktion von Brosinski übernahm Dedic die Verantwortung für Dynamo und versenkte seinen Elfmeter ebenfalls sicher im Tor (79.).

Das blieb dann auch das Erdresultat. Kein gutes Spiel in Dresden, aber immerhin ein Punkt für das Kleeblatt. In der Englischen Woche empfangen die Fürther am Dienstag, 25. März, Fortuna Düsseldorf im Ronhof. Zum Glück trennten sich der SC Paderborn und Union Berlin heute auch nur unentschieden, deshalb werden die Karten erst nächste Woche neu gemischt. Falls der FC St. Pauli morgen nicht auftrumpft…

Die Kleeblätter sind gut 20 Millionen wert

Der Countdown läuft: Es bleiben nur noch wenige Stunden, bis der Transfermarkt für Profispieler geschlossen wird. Freitag Nacht um 24.00 Uhr es vorbei. Gerüchte um mögliche Zugänge bei der Spielvereinigung gibt es natürlich: So war z. B. der (im Moment vereinslose) Rechtsverteidiger Sofian Chahed in dieser Woche für ein Probetraining in Fürth.
Der Kader der Spielvereinigung hat gute Chancen, sich auch in der Rückrunde der Saison 2013/14 in der 2. Bundesliga gut zu behaupten. Wenn Nikola Djurdjic wieder fit ist und die Mannschaft tatkräftig unterstützen kann, wäre auch das Stürmerproblem erst mal ad acta gelegt.

Der Marktwert aller Kleeblattspieler  – so der Website „Transfermarkt“ zu entnehmen – liegt bei gut 20,6 Millionen Euro. Von den 25 Spielern sind 11 Ausländer, der Verein setzt ja nach wie vor auf einen intensiven Aufbau von Nachwuchsspielern aus den eigenen Reihen.

Im nebenstehenden Foto wurde von „Transfermarkt“ die „Teuerste Elf“ der SpVgg zusammengestellt, die dem Trainer Frank Kramer zur Verfügung steht (es werden ausschließlich die Marktwerte berücksichtigt): Mit Wolfgang Hesl im Tor, Mergim Mavraj in der Abwehr, Zoltán Stieber im Mittelfeld und Nikola Djurdjic im Sturm.
Gestern hat das Kleeblatt übrigens das Testspiel gegen den SV Sandhausen mit 1:0 gewonnen. Und die letzte Begegnung in der Vorbereitung zur Rückrunde findet am morgigen Samstag (1. Februar, 13 Uhr) in der Trolli ARENA gegen den VfR Aalen statt.

Das macht den Kleeblattfans Hoffnung

Eine den Greuther-Weibern wohl gesonnene Kleeblattanhängerin hat uns den Tipp gegeben, dass man auf „Youtube“ ein Video mit Fürths Mittelstürmer Nikola Djurdjic finden kann. Ich habe mir das mal angesehen, und muss sagen, dass es offenbar aktuell ist und tatsächlich den „Hoffnungs-Stürmer“ beim Training zeigt. Er scheint sich deutlich erholt zu haben, macht einen quirligen, fitten und schnellen Eindruck.

Bekanntlich hatte sich Nikola Djurdjic beim dritten Spieltag am 13. August 2013 (was für ein Datum!) im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern einen Kreuzbandriss zugezogen und fiel seitdem für das Profiteam der Spielvereinigung aus. Das waren damals wirklich „bad news“ für Trainer Frank Kramer, die Mannschaft und alle Fans. Ende der letzten Saison hatten ja viele Vereine Interesse an Djurdjic gezeigt; er selbst schien auch nicht abgeneigt, in der Ersten Liga zu bleiben. Aber er hielt der Spielvereinigung die Treue und galt bzw. gilt hier als wichtiger Spieler beim Projekt Klassenerhalt. Vielleicht ist er nach seiner Genesung ab der Rückrunde sogar wieder der Joker für den Wiederaufstieg?
YouTube Preview Image

Wir präsentieren: unser Ehren-Greuther-Weib

2013 ist vorbei – wir Greuther-Weiber blicken nach vorne. Das Kleeblatt steht gut da im Augenblick und hat nach der Weihnachtspause wieder mit dem Training begonnen. Heute Abend geht es in Frankfurt beim Hallenturnier auch spielerisch wieder los, allerdings nur für einen Teil des Teams. Wir hoffen auf eine baldige Rückkehr und den Einsatz von Nikola Djurdjic, der das Ganze noch mit ein paar Toren garnieren könnte. Und dann – warum sollte die Spielvereinigung nicht wieder ins Fußball-Oberhaus aufsteigen? Ob alle Fans das wirklich wollen, wohin das führen würde und ob die Mannschaft das von der Vereinsspitze aus überhaupt darf, sei im Augenblick mal dahingestellt. Das Jahr ist noch jung, die Rückrunde ebenfalls. Gegen Ende der Spielzeit ist unsere Mannschaft jedoch früher schon öfter in eine Art Schockstarre verfallen, als sie dem Aufstieg schon zum Greifen nahe war. Mit einer Ausnahme bisher – wie das ausging, ist ja hinlänglich bekannt.

Wir sagen: Ja, probiert es noch einmal, habt zum Beispiel den FC Augsburg vor Augen, der den Klassenerhalt auch immer wieder hinkriegt, selbst wenn er nur ein kleines Licht ist in der Ersten Bundesliga. In Zeiten wie diesen gibt es keine Chancengleichheit mehr im Fußball, nach Bayern München kommt erst mal lange nichts. Auf diese Überflieger-Geldbeutel braucht ihr nicht zu schielen. Es gibt andere gute, redlich kämpfende Mannschaften in der Liga, mit denen es reizvoll ist, seine Kräfte zu messen – noch haben wir nicht (ganz) spanische Verhältnisse erreicht. Gott sei Dank!

Wir Greuther-Weiber unterstützen euch auch im neuen Jahr, so gut wir können. Wie der Name „Greuther-Weiber“ schon sagt, sind wir weibliche Fans. Doch heute möchten wir jemanden zum Ehren-Greuther-Weib machen, obwohl er ein Mann ist. Es handelt sich um Raimund Kirch, den Chefredakteur der „Nürnberger Zeitung“. Er wird hier keine Blog-Beiträge schreiben, aber bei ihm handelt es sich, wie auf dem Foto zu sehen, um einen echten „Greuther“- bzw. „Kräuter“-Fachmann (im Fränkischen ist, zumindest phonetisch betrachtet, der Unterschied bekanntlich nicht so sehr groß!). Raimund Kirch ist – obwohl er das in den Redaktionskonferenzen in Nürnberg nicht so explizit sagen darf – von der Spielvereinigung überzeugt. Er findet es außerdem sympathisch, dass Frank Kramer und die Vereinsspitze erst mal bescheiden zurückhaltend bleiben und das Thema Aufstieg möglichst gar nicht ansprechen.

Weibliche Kräuter-Experten hat man in vergangenen Zeiten ja gerne als Hexen bezeichnet – so weit wollen wir jetzt nicht gehen. Aber Raimund Kirch hat tatsächlich eine Menge Ahnung, wie die einzelnen Heilkräuter einzusetzen sind. Manches von dem Zeug wäre durchaus dazu tauglich, dem Kleeblatt in den kommenden Wochen Flügel zu verleihen. Wäre bestimmt gesünder und auch kostengünstiger als so mancher Energy-Drink!

2013: Ein zwiespältiges Jahr für Kleeblattfans

Die beste Nachricht für Kleeblattfans zum Jahresende gleich vorneweg: Hannover 96 hat heute mit Tayfun Korkut einen neuen Trainer engagiert. Damit bleibt also Frank Kramer der Spielvereinigung erhalten.
Euch bleibt hier ein ausführlicher Jahresrückblick, wie man ihn in allen Zeitungen, Radio- und TV-Sendern sehen und hören kann, erspart. Nein, ich will ganz kurz das Jahr 2013 aus Sicht eines Greuther-Weibes Revue passieren lassen.
Der Januar war für die zum ersten Mal in die Erste Liga aufgestiegenen Kleeblätter turbulent. Die Spielvereinigung dümpelt am Tabellenende herum, ein neuer Stern am Stürmerhimmel namens Nikola Djurdjic kommt nach Fürth, und der Trainerstuhl von Mike Büskens wackelt gewaltig. Mitten in meinem Winterurlaub in der Steiermark im Februar erreicht mich dann bei Ankunft eines Freundes die Nachricht, dass sich der Verein von Büskens getrennt hat. Greutherweib „sabbel“ übernimmt es, diese Hiobsbotschaft in unserem Blog zu vermelden. Im März liest Gerald Asamoah – zu diesem Zeitpunkt noch im Fürther Kader – in der Comödie aus seinem Buch und als neuer Coach wird Frank Kramer präsentiert. Ihm fällt die schier unlösbare Aufgabe zu, für das Kleeblatt den Klassenerhalt zu erreichen. Im April erfreut dann wieder mal ein Derbysieg gegen den Club die Herzen der Kleeblattfans. Und ich schreibe über die „Magischen Hände“ des Fürther Keepers Wolfgang Hesl, der dem Team so manches Gegentor erspart.
Im Mai ist es dann klar: Die Spielvereinigung steigt nach nur einer Spielzeit und ohne Heimsieg aus der Bundesliga ab. Der Schlachtruf der letzten Saison – „Nie mehr zweite Liga!“ – gehört der Vergangenheit an. Asamoah wird ohne jeden Stil verabschiedet, die Ära Büskens/Asamoah und deren Erfolge sind damit endgültig passé.
Juni – Sommerpause. Und wieder bin ich im Urlaub, als am 21. Juli die Zweitliga-Saison beginnt. Auf meiner Heimfahrt höre ich im Autoradio, wie das Kleeblatt – dank Torwart Hesl – 2:0 gegen Arminia Bielefeld gewinnt. Prima, denke ich mir, es geht ja noch!
Und damit startet dann auch eine recht erfolgreiche Hinrunde. Im August verletzt sich Nikola Djurdjic und soll lange ausfallen, wir feiern am 27. August unseren 500. Blogbeitrag. Gut gefallen hat mir im September die Ausstellung in der Kofferfabrik zum „Tatort Stadion“. Im Oktober gibt es auf der Fürther Kirchweih einiges zum Thema „Kleeblatt“ zu kaufen, und Coach Frank Kramer wird beim Länderspiel gegen Schweden in Stockholm als Jahrgangsbester des Trainerlehrgangs ausgezeichnet. Im November fangen sich die Kleeblätter nach einigen schwachen Partien wieder. Sie spielen kompakter, und man hat als Beobachter den Eindruck, dass die trainerische Arbeit von Frank Kramer jetzt fruchtet. Ende Dezember dann ein Schreck für Fußballfans in Fürth: Wird der Fürther Coach die Spielvereinigung verlassen, um zu Hannover 96 zu gehen?
Um damit schließt sich der Kreis: Frank Kramer bleibt also hier. Das Kleeblatt kann sich auf einem tollen zweiten Tabellenplatz bis zum ersten Spiel in der Rückrunde am 8. Februar 2014 „ausruhen“ und auf seine gute sportliche Leistung aufbauen. Vielleicht ist dann auch Nikola Djurdjic wieder dabei?

Wir Greutherweiber – kiki, uwo und sabbel – wünschen Euch allen einen guten Rutsch. Und ein gesundes, erfolgreiches und besonders glückliches Jahr 2014. Lasst bei Niederlagen des Kleeblatts die Kirche im Dorf und habt einfach Spaß an Fußball. Hoffen wir gemeinsam auf eine spannende Rückrunde mit einem guten Abschneiden im Mai. Auf einen Aufstieg? Mal sehen…

Ausschau nach einem Stürmer?

Es sind zwar nur vier Punkte bis zur Tabellenspitze, aber es gibt nichts zu deuteln: Die Spielvereinigung steckt nach drei Niederlagen in Serie in einer Krise. Zum Glück haben die Verfolger 1. FC Kaiserslautern und FC St. Pauli je nur einen Punkt geholt, sonst stünde das Kleeblatt nach dem 12. Spieltag nicht auf dem dritten Platz der 2. Bundesliga, sondern weiter unten. Trainer Frank Kramer muss jetzt gut und schnell überlegen und die richtigen Maßnahmen ergreifen, um möglichst bald eine effektive Wende zum Positiven einzuleiten.
Auf jeden Fall kann er bis zur Winterpause nur mit den vorhandenen Spielern planen. Ob dann Verstärkung – vor allem im Sturm – kommt, ist nicht ausgeschlossen. Seit dem Kreuzbandriss von Nikola Djurdjic (dritter Spieltag) fehlt der SpVgg ein torgefährlicher Mittelstürmer. Ilir Azemi bemüht sich zwar, kommt aber nur selten zum Abschluss seiner Aktionen. Und der von Werder Bremen ausgeliehene Niclas Füllkrug hat zwar Chancen, vergibt diese aber bisher noch. Ognjen Mudrinski ist körperlich nicht voll fit: Der serbische Angreifer wurde im August von einer Fußprellung und einer Zahn-Operation zurückgeworfen und kam seitdem nie richtig in die Gänge.
Ein effektiver Angreifer wäre für die Rückrunde in der zweiten Liga für das Kleeblatt dringend notwendig. Das österreichische Portal “nachrichten.at” hat berichtet, dass man bei der SpVgg nicht untätig war und am vergangenen Wochenende René Gartler von der SV Ried beobachtet hat. Der 28-Jährige, dessen Vertrag ausläuft und der somit im nächsten Sommer ablösefrei wäre,  hat in 100 Spielen der österreichischen Bundesliga 32 Tore erzielt. Vielleicht wäre er eine Option?
Am Samstag, 2. November, reist die SpVgg erst mal ins Erzgebirge  und trifft dort um 13 Uhr auf den Zwölftplatzierten: den FC Erzgebirge Aue. Zeitgleich spielt der 1. FC Kaiserslautern gegen den FC St. Pauli. Und die beiden führenden Vereine – Union Berlin und der 1. FC Köln – treffen dann am nächsten Montag aufeinander. Das verspricht ein spannender 13. Spieltag zu werden!