Aufstiegsrennen geht weiter

Stadtfest in Fürth, strahlender Sonnenschein über dem Ronhof, trotzdem war es nicht zu warm, es herrschte bestes Fußballwetter. Was will man mehr als Fan der SpVgg Greuther Fürth? – Klar: den längst fälligen Aufstieg in die erste Liga. Wir Greuther-Weiber möchten endlich nichts mehr von den „Unaufsteigbaren“ hören! Also musste ein Sieg her über die Arminia aus Bielefeld, deren Abstieg bereits feststeht.
Doch der Beginn der Partie in der Trolli-Arena ließ zunächst nichts Gutes ahnen. Am Anfang spielte das Kleeblatt noch zu verkrampft. Kein Wunder: Der VfL Bochum hatte mit dem 3:0-Sieg gegen Union Berlin wichtige Punkte vorgelegt. Und die SpVgg hatte es in drei gemeinsamen Zweitliga-Spielzeiten mit dem VfL bisher noch nie geschafft, sich vor Bochum zu platzieren und musste jeweils zuschauen, wie Bochum den Aufstieg in die erste Liga schaffte.
Auch Nico Müller blieb in großen Teilen der ersten Halbzeit weit hinter seinen Fähigkeiten zurück. Nichts wollte ihm zunächst gelingen, er vergab zwei Riesenchancen. Doch nach seinem Führungstor in der 43. Minute war er wie ausgewechselt. Allerdings scheiterte er in der Folge mehrmals am überragenden Mann der Bielefelder am heutigen Spieltag: Keeper Patrick Platins. Ohne ihn hätte das Ergebnis sicher ganz anders ausgesehen.
Ebenfalls stark: der Fürther Onuegbu, der nach seinem Knöchelbruch erst letzte Woche wieder ins Training zurückkehrte und heute eine sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Allerdings kam Onuegbu nicht zum Treffer, weil Torwart Platins schier über sich hinauswuchs.
Fürth startete furios in die zweite Halbzeit, eine Chance jagte die andere. Aber es nützte nichts: Die Kleeblätter konnten ihren Vorsprung einfach nicht ausbauen. Platins rettete in allen brenzligen Situationen. Es gab zahlreiche Chancen für die Grün-Weißen, die sie jedoch nicht umsetzen konnten. Schade!
So kam Fürth am Ende gegen Bielefeld nicht über ein 1:0 hinaus. Aber was soll´s? Ein Sieg musste her, und den haben die Kleeblätter geschafft! Sie haben damit weiterhin Chancen auf den dritten Platz. Der Aufstiegskampf ist also noch längst nicht ausgefochten, und Fürth mischt weiter dabei mit! Jetzt heißt es: nicht locker lassen! Dann wird sich auch Bochum warm anziehen müssen.

Höhen und Tiefen beim Kleeblatt-Spiel

Mein Winterurlaub war nicht nur in bezug auf die Schneeverhältnisse und das sonnige Bergwetter ein Erfolg. Auch die Nachrichten aus der fränkischen Fußball-Heimat waren mehr als positiv. (Zum derzeitigen „Lauf“ unserer Nachbarmannschaft will ich mich an dieser Stelle nicht weiter äußern. Das tun ja „Die 3 Clubfreunde“ schon zur Genüge.)

Ja, mir gingen die Ergebnisse der Kleeblattspiele runter wie Öl. Deshalb habe ich mich auch heute auf die Heimpartie gegen den Tabellenzweiten – den VfL Bochum – besonders gefreut. Aber schon nach zwei Minuten Spielzeit überfiel mich die Ernüchterung. Die Gäste schossen ein Tor, und die Kleeblätter schienen danach völlig konsterniert zu sein. Besonders konfus wirkte auf mich Nicolai Müller. Er verlässt ja die SpVgg zum Saisonende und wechselt zum Erstligisten FSV Mainz 05. Nico Müller ist ein weiterer Spieler, der bei der in Fürth ausgebildet und an den Profi-Bereich herangeführt wurde.

Umso erstaunlicher, dass er – seitdem sein Wechsel bekannt wurde – eine Art Leistungstief hat. Aber was soll´s, die Kleeblätter haben dann aus dem Spiel gegen Bochum doch noch einen Punkt ergattert. Vor allem die Begeisterung der zahlreichen Fans in der Trolli Arena motivierte das Team. Über 8200 Zuschauer – das ist doch was (für Fürther Verhältnisse). Und auch Trainer Mike Büskens fieberte mit seinen Spielern und freute sich unbändig über den Ausgleich. Dafür wurde er postwendend von Schiedsrichter Tobias Welz auf die Tribüne verbannt. Engagement und Emotion werden manchmal bestraft. Eine merkwürdige Entscheidung des Referees, der im gesamtem Spiel keine gute Figur machte.

Egal, die Spielvereinigung steht zumindest bis morgen Abend auf Platz vier. Dann wird sich zeigen, ob Erzgebirge Aue den FC Augsburg besiegen kann. Auf jeden Fall ist auch nach dem 24. Spieltag für das Kleeblatt noch alles drin!

Das Kleeblatt auf dem Weg nach oben

Na also, wer sagt’s denn? Die Spielvereinigung hat ihre Schwächephase überstanden und ist auf dem (sicheren?) Weg an die Tabellenspitze der zweiten Liga. Sie konnte gestern einen verdienten 4:1-Sieg bei Arminia Bielefeld verbuchen und rangiert auf Platz vier. Die Teams auf den Plätzen zwei bis fünf haben übrigens alle 29 Punkte und liegen damit nur läppische zwei Punkte hinter dem Tabellenführer Erzgebirge Aue.
Die Bedingungen im Bielefelder Stadion waren wetterbedingt nicht gut: Teilweise war der Boden gefroren, der Rest war Matsch und Schnee.
Nach einem Foul an Leo Haas in der achten Minuten gab es einen verdienten Freistoß für Fürth, den Edgar Prib aus 22 Metern zum 0:1 verwandeln konnte.
bielefeld_fueDie Gastgeber hatten ihre Mühe, ins Spiel zurückzufinden und scheiterten das eine ums andere Mal am Fürther Keeper Max Grün.
Erst nach der Pause in der 53. Minute war es dann Nicolai Müller, der sich auf links durchsetzte. Seinen Pass schoss Haas aus kurzer Entfernung zum 0:2 ein.
Bielefeld kämpfte daraufhin, um wenigstens einen Anschlusstreffer zu erzielen. Das gelang in der 63. Minute, als di Gregorio frei zum Kopfball kam. Grün hatte keine Abwehrchance gegen den ungehindert köpfenden Stürmer.
Danach hatte das Kleeblatt einige Male Glück. Grün reagierte nach einem Kopfball Bollmanns in Anschluss an einen Freistoß hervorragend. Dann hatten die Mittelfranken wieder Oberwasser: Mit einem abgefälschten Linksschuss setzte Haas in der 80. Minute mit dem 1:3 ein deutliches Zeichen.  Und Sercan Sararer machte nach einem Kopfball-Zuspiel von Christopher Nöthe den Sack zu. Die Partie ging mit einem 1:4-Ergebnis für Fürth erfolgreich zu Ende.

Nach den Siegen gegen Paderborn und 1860 München sind die Kleeblätter wieder in der Spur. Am Freitag, 10. Dezember, findet um 18 Uhr das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen Rot-Weiß Oberhausen in der Trolli ARENA statt. Und am 18. Dezember muss die Spielvereinigung dann in Düsseldorf antreten. Vielleicht macht die weiß-grüne Mannschaft ihren Fans ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk?

Sieg gegen Union Berlin!

Na, wenn das kein Auftakt nach Maß ist: Die SpVgg hat nach dem 4:1-Heimsieg gegen den KSC auch ihr erstes Auswärtsspiel in der neuen Saison für sich entscheiden können: 2:1 hieß es nach 94(!) Minuten gegen Union Berlin, und zwar völlig verdient. Auch wenn es am Ende eine Zitterpartie war – die Fürther haben bewiesen, dass sie Nervenstärke besitzen.

union_spvggDie SpVgg zeigte sich von Anfang an selbstbewusst und machte von der ersten Minute an Druck. Die Atmosphäre im Stadion an der Alten Försterei vor 13 000 Zuschauern war klasse – eine solche Kulisse würden wir uns öfter mal im Ronhof wünschen!! Fürth hat die Partie sehr schwungvoll begonnen: Dani Schahin hatte schon nach zwei Minuten eine Torchance. Die Mannschaft drängte von Beginn an nach vorne und war in der Balleroberung klar überlegen. Es gab ein paar schöne Kombinationen zu sehen. Nur leider: Die ganze erste Halbzeit fehlte es im Abschluss. Man hatte irgendwie den Eindruck, dass das Kleeblatt mit dem Kopf durch Wand wollte. Das führte dazu, dass die Partie streckenweise verflachte und Berlin öfter mal zum Zug kam.

Nach der Pause fand Fürth zu seiner anfänglichen Stärke zurück. Und nun wurde das endlich auch belohnt. Der erste Treffer bahnte sich an, als Milorad Pekovic ein Pass zu Nico Müller gelang, den dieser zum 1:0 verwandeln konnte (53. Minute). Nur drei Minuten später schaffte Christopher Nöthe den Doppelschlag und machte das 2:0 perfekt – da war der Berliner Keeper Glinker machtlos.

Es schien alles wunderbar zu laufen für das Kleeblatt, bis ein unglücklicher Abwehrfehler von Thomas Kleine den Berlinern die Möglichkeit zum Anschlusstreffer eröffnete, die Kolk in der 70. Minute prompt nutzte. Schade, aber so etwas kann man noch wegstecken. Ärgerlich und gefährlich wurde es drei Minuten später: Biliskov handelte sich im Duell mit dem Berliner Mosquera einen Foulelfmeter ein. Das war wirklich völlig überflüssig!

In dieser brenzligen Lage bewies wieder einmal Fürths Torwart Max Grün seine Qualität: Instinktiv warf er sich in die richtige Ecke des Kastens und konnte den Strafstoß halten. Für die Fans war ab diesem Zeitpunkt Spannung pur geboten, die Partie war bis zur letzten Sekunde packend. Es blieb beim 2:1 für die Fürther, die sich bis zuletzt kämpferisch zeigten und sogar noch einige Chancen hatten. Die drei Punkte, die Fürth mit nach Hause mitnehmen konnte, gehen also völlig in Ordnung.

KSC gegen Fürth: Ergebnis nur mehr Kosmetik

Nachdem ich schon einmal im vergangenen Oktober in den „Greuther-Weibern“ über die Wahl des „Spielers des Monats“ berichtet habe, gibt es jetzt wieder Interessantes zu vermelden:

20100411 MüllerDer Kleeblatt-Spieler Nico Müller wurde von den Fans zum „Spieler der Saison“ gewählt. In der Abstimmung setzte er sich mit 31 Prozent der Stimmen vor Keeper Max Grün und Torjäger Christopher Nöthe durch. Aus diesem Anlass gibt es ab sofort die Möglichkeit, ein FUE_250239_TShirt_Spieler_des_Jahres_0910_NMueller_GrXXL_141Sonder-Shirt mit dem Konterfei von Nicolai Müller im Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“ oder auf der Auktionsplattform der Spielvereinigung zu bestellen. Der Preis pro Shirt, das es in den Größen S bis XXL gibt, beträgt moderate 19,03 Euro. Jedes T-Shirt wird von Nico Müller handsigniert.

Das letzte Spiel der Bundesliga-Saison 2009/2010 findet bekanntlich am Sonntag, 9.Mai, ab 15 Uhr in Karlsruhe statt, wo der KSC die Kleeblätter empfängt. Leider geht es in diesem Jahr für Fürth um nichts mehr. Genauer gesagt: Konnte man in manchem Jahr beim letzten Spiel als Fan noch mitfiebern, ob die Kleeblätter gewinnen und damit noch den Weg in die erste Liga – zumindest über in die Relegation – schaffen, so ist das Spielergebnis am Sonntag reine Kosmetik. Schade. Zum Thema, warum Fürth nicht aufsteigen will, kann oder darf, hat Greuther-Weib „uwo“ ja schon geschrieben. Deshalb hier von meiner Seite keine Analyse mehr!

Trotzdem: Wir hoffen, dass die SpVgg beim letzten Spiel gegen den Tabellenachten KSC nochmal gewinnt, damit die turbulente Saison aus Fürther Sicht zumindest versöhnlich endet.

Fürth bleibt Remis-König

Superwetter in Nordrhein-Westfalen und tolle Stimmung am 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im „Tivoli“. Langweilig war’s heute bei der Begegnung vor 18 924 Zuschauern zwischen Alemannia Aachen und der SpVgg Greuther Fürth nicht. Nach einem guten Beginn der Kleeblätter hatten sich die Chancen im Laufe der ersten 45 Minuten immer mehr auf die Seite der Schwarz-Gelben verlagert.  Und so schoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch Abdul Özgen per Kopfball das 1:0 für die Gastgeber.

remisSchweißnasse Hände bekamen viele Zuschauer dann direkt nach der Pause. Innerhalb von zehn Minuten passierten alle Höhepunkte des Spiels: Nach Högers sehenswertem Zuspiel schwächelte in der 48. Minute Rahn kurz, und Babacar Gueye traf aus 15 Metern locker ins linke Eck – unhaltbar für den Fürther Keeper Max Grün. Ein Schlag in die Magengrube für die Fürther, für die das Match gelaufen schien.

Doch auf der Gegenseite erzielte Sami Allagui drei Minuten später beinahe den Anschlusstreffer, aber Fehlanzeige. Der Tunesier versuchte sein Glück nochmals in der 54. Minute, nutzte eine Unachtsamkeit der Aachener Defensive und traf knochentrocken aus 16 Metern ins Tor. Und nur eine Minute später hatten die Fürther mehr Glück als Verstand: Aus halbrechter Position will Nico Müller den Ball querlegen,  macht einen Linksschuss, der Alemanne Herzig geht dazwischen und fälscht das Leder – für Fürth glücklich – ins eigene Tor ab.

Dann blieb der Kampf der beiden Teams weiter spannend, auch wenn es nicht mehr zu den ganz klaren Chancen reichte. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung, Nicolai Müller hätte in der 77. Minute die Sache perfekt machen können. Doch der Ball prallte vom rechten Pfosten ab. In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent: Nach Aktionen von Auer  (88.) und einem Kopfball des mittlerweile eingewechselten Mauersberger auf der Gegenseite (90.), stand in der Nachspielzeit Demai im Blickpunkt des Geschehens: Der Rechtsverteidiger klärte gleich dreimal vor der Linie (90.+1) und rettete für seine Mannschaft das 2:2.

Insgesamt ein lebendiges Spiel, das Kleeblatt schnupperte in der zweiten Halbzeit am Sieg, konnte das aber nicht umsetzen. Es war das vierte Unentschieden in Folge, das Team von Mike Büskens ist seit fünf Spielen ungeschlagen und hat nun 43 Punkte auf dem Konto. Durch den Sieg des SC Paderborn in Duisburg fällt die SpVgg auf Rang neun zurück. Wir hoffen am vorletzten Spieltag, am Sonntag, 2. Mai, um 17.30 Uhr auf ein spannendes Spiel im Playmobil-Stadion gegen den Tabellenzweiten und möglichen Aufsteiger FC St. Pauli.

Kleeblätter können noch Tore schießen!

Sie haben es also doch nicht verlernt, die Kleeblätter: das Toreschießen. Drei Spiele lang hatten sie nicht in den gegnerischen Kasten getroffen, aber bei der Partie gegen den Tabellenletzten Rot Weiss Ahlen konnten die Fans im Playmobil-Stadion gleich dreimal jubeln. 3:1 hieß es zum Schluss, und die Welt ist für die Fürther wieder so ziemlich in Ordnung.

Greuther Fürth März 2010 022Die Zuschauerränge sahen ein bisschen aus wie ein Fleckerlteppich. Gähnende Leere auf der Gegengeraden, eine volle Fankurve, zahlreiche Besucher im Familenbereich. Hier war auch die Werbeaktion der Spielvereinigung spürbar, die bei verschiedenen Gelegenheiten kostenlose Eintrittskarten verlost hatte. Insgesamt waren es 5100 Zuschauer.

Greuther Fürth März 2010 061Diesmal waren die Greuther-Weiber wieder mitten im Geschehen (auch ihnen war das Losglück hold gewesen). Eine kleine Gruppe begeisterter Teenies direkt hinter uns war voll in Action. Fachkundige Spielanalysen, Diskussionen über die Länge von Halbzeit und Pause, Begeisterung bei jedem Angriff der Fürther auf das gegnerische Tor. Nach laschem Spielbeginn kam bei den Mädchen richtig Stimmung auf, als die Kleeblätter innerhalb von fünf Minuten die beiden ersten Tore schossen: In der 21. Minute Nico Müller und dann in Minute 25 der wieder genesene Sami Allagui. Er ist – so waren die Reaktionen im Stadion zu deuten – nach wie vor einer der Sympathieträger der Spielvereinigung, umso mehr, wenn er Tore schießt.
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Harmloses Spiel der Kleeblätter: 0:0

20100312_spvgg_union_0051Vielleicht wäre es doch vernünftiger gewesen, sich heute Nachmittag ins Auto zu setzen und nach Südtirol zu fahren. Denn die Vernissage der Ausstellung  „Der Goldene Schuss“ von der Künstlerin Julia Bornefeld  in Bozen wäre mit Sicherheit amüsanter und befriedigender gewesen als das Spiel der Kleeblätter gegen Union Berlin.

Kalt war es im Fürther Ronhof, kalt und ungemütlich. Nur etwa 5500 Zuschauer fanden sich im Playmobil-Stadion ein, um die 26. Partie der Saison bei sehr problematischen Platzverhältnissen zu verfolgen. Um es kurz zu machen: Es ging 0:0 aus. Und: Die Begegnung war lasch und ohne echte Höhepunkte. Die Kleeblätter versuchten immer wieder ihr Glück. Aber – um mit einem Fürther Fan zu sprechen – „Müller und Allagui haben an allen Ecken und Enden gefehlt.“
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