Knaller fürs Kleeblatt: Eröffnung gegen Bayern München

Wenn das kein vielversprechender Start für die Spielvereinigung in die erste Bundesliga-Saison ist: Am 25. oder 26. August wird der Rekordmeister FC Bayern München in die Trolli ARENA kommen. Für die „Aufsteigbaren“ ist das mit Sicherheit die erste große Bewährungsprobe. Zwar kennen die Kleeblätter die Bayern schon von der DFB-Pokalbegegnung im Februar 2010. Damals verloren die Kleeblätter mit respektablen 2:6-Toren, und es kam am Rande des Spiels zu unschönen Szenen im Gästebereich derAllianz-Arena. Aber jetzt die Bayern in einer regulären Bundesliga-Begegnung hier im Ronhof zu empfangen, das hat schon was!

Ich freue mich für die SpVgg, die gleich zu Beginn der Erstliga-Saison zeigen kann, was in der Mannschaft steckt. Seit gestern trainiert das Team ja wieder. Mike Büskens wird alles daran setzen, sein neues Team sportlich und mental auf die spannende Saison vorzubereiten.
Ob Torjäger Olivier Occean Fürth bald verlässt, ist noch immer nicht klar. Seit Tagen wird sein möglicher Wechsel zu Eintracht Frankfurt diskutiert. Gestern fehlte der Stürmer beim Trainingsauftakt in Fürth. Mike Büskens meinte, dass die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs des Stürmers „nicht sehr hoch“ ist, berichtete Sport1. Lukrativ wäre der Weggang von Occean für die Spielvereinigung schon: Er kam für knapp 200.000 Euro zur letzten Saison vom Drittliga-Club Kickers Offenbach nach Fürth. Jetzt könnte die Ablöse nach der erfolgreichen Saison über eine Million Euro betragen.
Die Verhandlungen mit dem potenziellen Nachfolger des Kanadiers – Nick Proschwitz vom SC Paderborn – sind ins Stocken geraten. Mit angeblich zwei Millionen Euro ist er der Spielvereinigung schlichtweg zu teuer.

Verlässt Olivier Occean das Kleeblatt?

In unseren Köpfen ist das Thema Fußball im Moment von der Europameisterschaft dominiert. Da passen irritierende Nachrichten gar nicht in unser heile Welt: Olivier Occean wird vielleicht in der nächsten Saison kein Kleeblatt mehr sein? Diese – für Fürther Fans – Horrormeldung kursiert heute in vielen Medien. Angeblich soll Occean gegen den Torjäger Nick Proschwitz vom SC Paderborn „ausgetauscht“ werden. Proschwitz gilt als kopfballstark und war in der Saison 2011/12 mit 17 Treffern gemeinsam mit Alexander Meier und Olivier Occean Torschützenkönig der zweiten Liga.

Der 31-jährige Stürmer Olivier Occean hat bei der Spielvereinigung, die endlich erstklassig ist, einen Vertrag bis 2014. Seit einiger Zeit gibt es dennoch Interessenten aus dem In- und Ausland. Der vorzeitige Wechsel von Occean wäre vermutlich nur eine Frage des Geldes. Für 200 000 Euro holte Hack den Angreifer vor der letzten Saison von Kickers Offenbach nach Fürth. Inzwischen hat sich der Marktwert von Occean natürlich vervielfacht.

Für die Fürther Fans wäre der Weggang des Kanadiers in jedem Fall ein Tiefschlag. Schließlich haben sie ihn zum Spieler der Saison gewählt – Occean war eine ganz wichtige Schlüsselfigur der Aufsteigbar-Tour -, er ist einer der großen Hoffnungsträger für die erste Bundesliga-Saison des Kleeblatts. Auf unserem Foto präsentiert er stolz die Meisterschale der 2. Liga in der Comödie Fürth.

Aufstieg – kann da noch was schiefgehen?

Das Spiel am heute Abend gegen Energie Cottbus begann ja relativ verhalten. Dem Kleeblatt wollte nichts so recht gelingen. Turbulent wurde es erst nach einer knappen halben Stunde: Der Cottbusser Roger zieht die Notbremse, foult Pektürk und wird von Referée Markus Wingenbach mit einer Roten Karte bestraft. Wichtiger fürs Kleeblatt: Es gibt außerdem einen Foulelfmeter, den Olivier Occean schießt. Nein, genauer: nicht druckvoll genug schießt und vom Cottbusser Keeper gehalten wird. Aber schon wenige Sekunden später legt Occean vor und Kapitän Thomas Kleine trifft ins Tor (siehe Foto). Erleichterung bei den Fans in der Trolli ARENA.
In Unterzahl spielte es sich dann fürs Kleeblatt deutlich relaxter. Asamaoh traf zu unser aller Freude ins gegnerische Tor, das dann leider wegen Abseits nicht gegeben wurde. Schröcki verließ in Minute 56. das Spielfeld, nach Anpfiff der zweiten Spielhälfte schien er leicht angeschlagen. Eine Schwachstelle im Team kann sich Trainer Mike Büskens einfach nicht leisten. Wer aufsteigen will, der muss hunderprozentig fit und konzentriert sein.
Gerald Asamoh und Olivier Occean entwickeln sich immer mehr zum „Dreamteam“: Nach Asamoahs Vorlage ballerte Occean unhaltbar ins Cottbusser Netz – und machte seinen verschossenen Elfer mehr als wett. Und mit dem dritten Tor von Sercan Sararer perfektionierte ein beherzt aufspielendes Kleeblatt einen tollen Abend. Die Stimmung im Ronhof brodelte, Freudengesänge waren – so wurde mir aus sicherer Quelle berichtet – über den Wiesengrund hinweg bis in den Fürther Stadtpark zu hören.
Besonders schön, dass Hansa Rostock den Verfolger Fortuna Düsseldorf mit 2:1 besiegt hat. Damit ist der Abstand zwsichen dem SpVgg und der Fortuna auf neun Punkte angewachsen.
Insgesamt kontrollierte die SpVgg das Spiel, ging dabei aber nicht ins ganz große Risiko. Die 13 600 Zuschauer hatten Freude am Spiel, die Stimmung bei den heimischen Fans ist derzeit ja ohnehin topp. Unaufhaltsam nähern wir uns einem Ziel, das die Spielvereinigung seit vielen Jahren anstrebt und in diesem Jahr tatsächlich schaffen könnte. Der Aufstieg rückt immer näher!

 

Fürth lässt in Aue zwei Punkte liegen

Nein, das war wirklich nicht der Tag des Kleeblatts. Die SpVgg kam im Erzgebirgsstadion nur mit großer Mühe ins Spiel. Die Veilchen taten alles, um unseren Jungs das Leben schwer zu machen. Lange Zeit in der ersten Hälfte war Erzgebirge Aue eigentlich die bessere Mannschaft, das muss man fairerweise sagen. Dann kam auch noch Verletzungspech dazu: Bernd Nehrig musste nach einem Zweikampf mit Jan Hochscheidt in der 22. Minute gehen. Der für ihn eingewechselte Asen Karaslavov war einfach kein adäquater Ersatz für Nehrigs Können. Dass Olivier Occean in der 43. Minute mit einem Klasse-Kopfball dann doch die 1:0-Führung schaffte, grenzte fast an ein Wunder. Es spricht aber für Occeans unglaublichen Ball-Instinkt. Heinrich Schmidtgal hatte außerdem gute Vorarbeit geleistet.

Statt nach der Pause einen Zahn zuzulegen, wachte das Kleeblatt auch in der zweiten Halbzeit zu spät auf, nämlich erst nach dem Treffer von Savran (55.), der für die Veilchen den Ausgleich besorgte. Schon davor konnte man sich nur verzweifelt fragen, warum die Fürther dem gefährlichen Kocer immer wieder freie Hand ließen. Kocer und Savran wurden beide zu spät attackiert. Auch wenn Heinrich Schmidtgal alles gab, konnte er das Ruder nicht mehr herumreißen. Ein gefährlicher Kopfball von Christopher Nöthe kurz vor Schluss landete ebenfalls nicht mehr im Kasten von Aue. Und dann mussten wir auch noch zittern, ob Schiedsrichter Manuel Gräfe eine unschöne Aktion von Occean gegen den Auer Keeper Männel mit einer Roten Karte ahnden würde – zum Glück zog er nur Gelb.

Klar, der Druck für das Kleeblatt war groß, nachdem Eintracht Frankfurt am Freitagabend Bochum mit 3:0 besiegt und sich an die Tabellenspitze gesetzt hatte. Aber der Druck wird in den nächsten Wochen nicht weniger, sondern noch stärker werden. Die Mannschaft muss einen Weg finden, damit besser umzugehen. Sonst bleibt der Aufstieg nur ein schöner Traum.

 

 

Klasse-Leistung – aber wir fahren nicht nach Berlin!

Wenn das kein Pech war? Die Fürther Fans im Ronhof feierten beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund enthusiastisch – und waren letztendlich am Boden zerstört. Die Spielvereinigung hat sich in der regulären Spielzeit und auch in der Verlängerung toll geschlagen. Sie spielte auf Augenhöhe mit dem amtierenden Deutschen Meister und demonstrierte, dass sie sich in der ersten Bundesliga sehen lassen kann.
Aber das tragische Tor in der 120. Minute durch den Ex-Clubberer Ilkay Gündogan hat sämtliche Pokalträume der Kleeblätter platzen lassen. „So ist der Sport“, kommentierte BVB-Trainer Jürgen Klopp den Sieg seiner Mannschaft lapidar. Klar, aber was die Spielvereinigung über fast zwei Stunden im Ronhof gezeigt hat, war erste Sahne. Sie hatte kaum Probleme, dem Tabellenführer der Ersten Bundesliga Paroli zu bieten. Von Beginn an versuchten die Kleeblätter, das Spiel des BVB nicht rund laufen zu lassen. Olivier Occean, Sercan Sararer und Felix Klaus hatten mehrere gute Chancen, ein überraschendes Tor zu schießen, konnten sie aber nicht verwandeln. Der Fürther Keeper Max Grün verhinderte – wie so oft – gute Torchancen des BVB. Das Auswechseln des Torhüters gegen Jasmin Fejzic in der 117. Minute wird zu diskutieren sein. Trainer Mike Büskens hatte ihn wohl im Hinblick auf das bevorstehende Elfmeterschießen eingewechselt. Ein Fehler? Keine Ahnung. Aber eben eine jener Entscheidungen, die in den nächsten Wochen überall in Fürth hitzig kommentiert werden. Hätte er das tun sollen? Trainer-Fehlentscheidung? Ich denke: nein. Gündogan knallt den Ball an den linken Pfosten. Dann prallt Fejzic der Ball an den Rücken und gelangt ins Tor – in der letzten Minuten der Verlängerung. Das war einfach schade. Dortmund hat das typische „Bayern-Glück“ auf seiner Seite gehabt: das Siegtor in der letzten Minute. Und damit ist die Chose gewonnen!
Nehmen wir doch einfach die 119 Minuten, in denen sich der Zweitligist bravourös geschlagen hat. Das Kleeblatt kämpfte und hat bewiesen, dass es eine hervorragende Abwehr und auch im Angriff Power hat. Das passt doch. Was wollen wir mehr?
Das Spiel war ein Beweis dafür, dass die SpVgg auf dem richtigen Weg ist. Die Mannschaft kann sportlich mit anderen Mannschaften der ersten Liga mithalten. Ob sie das in der nächsten Saison unter Beweis stellen darf, wird sich zeigen.
Haken wir den DFB-Pokal ab, nehmen wir das nächste Spiel am Samstag gegen den Karlsruher SC ins Visier. Jetzt heißt es, sich auf den Aufstieg zu konzentrieren.
Die heutige Niederlage war eines der wichtigsten, besten und erfolgreichsten Spiele der Spielvereinigung. Es war für die Fans in der Trolli ARENA ein unvergessliches Erlebnis. Und was wollen wir mehr?

Das Kleeblatt ist voll erblüht

Endlich! Beim Kleeblatt scheint es kein Halten mehr zu geben. In den letzten Wochen hatte es sich ja schon angedeutet, und nun ist mit dem Frühling offenbar auch die Mannschaft zu voller Form aufgeblüht. Kein Zögern, kein ängstliches Schielen auf bisherige Spiele beim Erzrivalen TSV 1860 München. Statt dessen selbstbewusstes und befreites Aufspielen in der Münchner Allianz Arena, in der zeitweise mehr von den 4000 mitgereisten Fürther Fans zu hören war als von den Anhängern der 1860er. So macht Fußball Spaß! Und das könnte bereits ein Vorgeschmack auf die nächste Saison gewesen sein, denn wenn das Kleeblatt so weitermacht, kann es keiner mehr am Aufstieg in die 1. Bundesliga hindern.

Vor allem die erste Hälfte der Partie war unglaublich temporeich und spannend. Die fast 30 000 Besucher in der Allianz Arena bekamen etwas geboten für ihr Geld. Die Fürther begannen druckvoll mit dem raschen 1:0 durch Olivier Occean (14. Minute). Der ärgerliche 1:1-Ausgleich nach einem von Max Grün verursachten Foulelfmeter war schon bald wieder vergessen, als Stephan Fürstner zum 2:1 (27.) einlochte. Das Kleeblatt konnte auch eine kurze Phase, in der die „Sechzger“ kamen und Fürth ein paarmal in Bedrängnis brachten, wieder zu seinen Gunsten drehen.

Nach dem Seitenwechsel waren die Münchner Löwen geistig wohl noch in der Kabine, als Olivier Oceean bereits in der 46. Minute für eine blitzartige Überraschung und das 3:1 sorgte. So schnell kann es gehen, der TSV 1860 hatte nur noch das Nachsehen. Und auch in der restlichen zweiten Halbzeit gab es für die Löwen nichts zu lachen. Felix Klaus baute weiter zum 4:1 aus (52.), und es hätte auch noch locker 5:1 heißen können. Durch den für Stürmer Nöthe eingewechselten Pekovic (72.) signalisierte Trainer Mike Büskens, dass seine Mannschaft nun etwas herunterschalten und defensiver spielen würde. Die „Sechzger“ hatten noch einmal eine Chance, aber gefährlich werden konnten sie dem Kleeblatt zu keiner Minute. Das machte Druck bis zum Schluss, überzeugte durch Spielfreude und Willensstärke.

Ja, so darf es bleiben! Wenn die Mannschaft mit dieser Einstellung am Dienstag im Ronhof loslegt, dann macht sie es im Halbfinale des DFB-Pokals dem amtierenden Deutschen Meister und Erstplatzierten der 1. Bundesliga, Borussia Dortmund, zumindest nicht leicht. Dann kann selbst dieses Spiel eines „auf Augenhöhe“ werden, wie es so schön heißt!

 

 

Arbeitssieg gegen Alemannia Aachen

Das war ja ein echt torarmer Abend bei den drei Spielen in der zweiten Bundesliga! Drei Begegnungen, drei Tore. Gott sei Dank keines für den SC Paderborn, sonst hätte es in Fürth Heulen und Zähneklappern gegeben. Die Kleeblätter hatten gegen Alemannia Aachen einige reelle Torchancen, von denen letztendlich nur Torjäger Olivier Occean eine verwerten konnte. Sein 1:0 in der 29. Minute sollte bis zum Ende bestehen bleiben. Und das hat der Spielvereinigung auch am 25. Spieltag die Tabellenführung gesichert.

Immerhin 11 300 Zuschauer waren in die Trolli ARENA gekommen – allerdings erst nach und nach. Denn der Termin am Freitag um 18 Uhr ist eben keine gerade zuschauerfreundliche Zeit. Auch wenn man mit Werbeaktionen versucht, Unternehmer und Arbeitgeber in Fürth zu motivieren, ihre Mitarbeiter früher ins Wochenende zu schicken, damit die ins Stadion können. Am Sonntag Nachmittag sähe es im Ronhof ganz anders aus.

Insgesamt hatte die Partie eher den Charakter eines Arbeitssieges für das Kleeblatt. Mir hat Sercan Sararer heute gut gefallen. Er hat frech und schnell den gegnerischen Torraum unsicher gemacht, aber leider keine seiner Aktionen in ein Tor umwandeln können. Unschön waren für mich die giftigen Unsauberkeiten und Fouls der Aachener. Da kocht oft die Emotionalität hoch, das ist zwar für die Zuschauer kurzweilig, aber für meinen Geschmack unnötig. Besonders unerfreulich das Foul an Stephan Schröck in der 19. Minute (Foto), er wurde dann später durch Pektürk ersetzt. Und Schiedsrichter Markus Schmidt führte nach meinem Geschmack ziemlich Aachen-lastig. Ungerechte Gelbe Karten für Fürther Spieler, keine Sanktionen für Fouls der Alemannen.

Insgesamt kein spektakuläres Spiel. Das Kleeblatt zeichnet aber inzwischen aus, dass es jetzt auch Begegnungen mit schwächeren Gegnern, die es früher oft verloren hat,  gewinnt. Unterm Strich zählt jedes Pünktchen – heute haben die Fürther derer drei verbuchen können. Und nur das zählt!

 

 

Mit Ach und Krach gegen Duisburg gewonnen!

Vom Winterurlaub zurück, war ich nach dem fulminanten 6:2-Sieg gegen den Vfl Bochum in großer Erwartung einer Superform der Spielvereinigung.

Heute also die Partie gegen den MSV Duisburg in der Schauinsland-Reisen-Arena (was für ein Name!). Die Zahl der Zuschauer hatte mit knapp über 10 000 in etwa Ronhof-Niveau. Etwas überraschend war für die angereisten Fürth-Fans der relativ starke Auftritt der Heimmannschaft in der ersten Halbzeit. Das Fürther Team kam nicht groß zum Zuge, die Duisburger begegneten ihm vielmehr auf Augenhöhe. Schrecksekunde in der 39. Minute war dann der Ausfall des aktuellen Kleeblatt-Stars Gerald Asamoah: Wegen einer Muskelverletzung musste er vom Platz und wurde durch Dani Schahin ersetzt. Kurz vor Halbzeit-Pfiff noch ein paar rüde Aktionen von Edgar Prib. Ich glaube, ich muss mich nach den ruhigen und erholsamen Tagen in den Steirischen Bergen erst mal wieder an Männer-Fußball gewöhnen!
In der zweiten Halbzeit versuchten sich die Kleeblätter dann kräftig am Riemen zu reißen und leistungsmäßig zu steigern, um als Tabellenführer ihre ernsthaften Ambitionen für einen Aufstieg in die erste Bundesliga zu untermauern. Das gelang erst mal überhaupt nicht. Immer wieder musste Torhüter Max Grün Angriffe der Duisburger parieren und mögliche Tore abwehren. Und Sercan Sararer hatte heute wirklich einen schwarzen Tag. Nichts gelang ihm, Trainer Mike Büskens hätte vielleicht irgendwann die Konsequenzen ziehen und ihn auswechseln müssen. Dann aber, zwölf Minuten vor Schluss, das erlösende Tor von Olivier Occean. Nach einer Flanke vom kurz davor eingewechselten Felix Klaus traf er aus zwei Metern Entfernung ins gegnerische Tor. Und Robert Zillner (im Foto oben) machte schließlich in der 90. Minute – wieder nach einer Vorlage von Klaus – den (wie man so schön sagt) „Sack zu“ und lochte zum 2:0 für Fürth ein.

Fazit: Die Kleeblätter haben heute beim mittelklassigen MSV Duisburg bis zur 78. Minute weit unter ihren Möglichkeiten gespielt. „Ich erwarte die Duisburger kratzend, beißend und spuckend. Sie werden alles reinschmeißen und sich mit Haut und Haaren wehren. Wir müssen also von Anfang an hellwach sein und dagegenhalten“: Das hatte Trainer Mike Büskens im Vorfeld der Begegnung orakelt. Er sollte recht behalten. Gut, dass dank Occean und Robert Zillner doch noch zwei Tore fielen. Ich will ja nicht rummosern. Aber wie die Spielvereinigung heute meistens agierte – so sehen keine Sieger aus. Weder in der Bundesliga noch im DFB-Pokal. Ihr seht: Wir Greuther-Weiber sind zurück und werden uns mit kritischen Anmerkungen nicht zurückhalten.

Ein Delfinbaby namens Occean?

Wir Greuther-Weiber sind ja auch große Fans des Tiergartens Nürnberg. Dort wurde jetzt ein kleiner Schabrackentapir geboren, ein äußerst niedliches Tierbaby. Es hat aus unserer Sicht nur einen Fehler, und das ist sein Name. Die Tierpfleger haben es nämlich auf den Namen Pinola getauft. Der Vater der Kleinen – es handelt sich um ein weibliches Tapirbaby – heißt Pi, und die Kleine sollte ursprünglich Nola heißen. Auf Wunsch der Club-Fans unter den Tierpflegern wurde daraus dann eben Pinola.

Tja, damit werden wir Fürther Anhänger der Spielvereinigung wohl leben müssen, ob wir wollen oder nicht. Aber für die Zukunft möchten wir bitteschön auch ein süßes Tierbaby für uns beanspruchen. Mit der Namensgebung haben wir es allerdings, das muss ich einräumen, schon etwas schwerer als die Nachbarn im Osten. Nehrig oder Nöthe kann natürlich kein Tierkind heißen, obwohl der Anfangsbuchstabe N für den Nürnberger Tiergarten eigentlich ideal wäre. Auch auf Schahin, Schmidtgal oder Prib möchte wohl kein Tierbaby hören müssen. Ganz schlimm wäre Schröck.

Bei längerem Nachdenken fällt mir eigentlich nur eine Lösung ein: Occean könnte man den nächsten Delfin nennen, der in der Lagune geboren wird. Sollte es noch längere Zeit nicht klappen mit dem Nachwuchs bei den Großen Tümmlern – zuletzt hat es ja leider einige Todesfälle bei den Delfingeburten gegeben -, würden wir uns notfalls auch mit einem Seelöwenbaby zufriedengeben.

Das Kleeblatt auf dem Weg in den Fußball-Himmel!

Das Kleeblatt hat zur Zeit offenbar einen Lauf! Nationalspielerin Kim Kuhlig loste gestern im ZDF für die Spielvereinigung eine tolle Halbfinal-Begegnung im DFB-Pokal. Am 20. März wird das Kleeblatt in der Tolli ARENA den deutschen Meister Borussia Dortmund empfangen. Super! Und: Heute hat sich der Zugang von Gerald Asamoah als wahrer Glücksgriff fürs Team herausgestellt. Er schoss zwei Tore im Spiel gegen den SC Paderborn, das mit einem 5:1-Endstand, gleichzeitig dem 150. Sieg in der Zweitliga-Geschichte des Vereins Balsam für die Fürther Seele war.
Die Partie bei frostigen minus 12 Grad vor gut 9000 Zuschauern begann spektakulär. Nach der ersten Gelben Karte für die SpVgg trafen die Paderborner in der 5. Minute in den Kasten von Max Grün. Das machte sie erst mal glücklich, denn die SpVgg war bis zu diesem Moment ein echter Angstgegner: Das letzte Ligaspiel hatten sie gegen Fürth verloren, seitdem kein weiteres Spiel mehr. Nur im Pokal, da flogen sie mit 0:4 raus, auch wieder gegen Fürth. Aber heute sollte nur eine läppische Minute dauern, bis Asamoah sein Premierentor für das Kleeblatt landen konnte. Mike Büskens hat ihn ja vor allem als ruhigen Pol nach Fürth geholt. Und jetzt trifft der auch noch! Der Paderborner Tormann Lukas Kruse musste eine halbe Stunde später erfahren, dass Olivier Occean und Gerald Asamoah kompakte Gegner sind. Die beiden rumpelten massiv mit ihm zusammen, er ging erst mal k.o. Nach kurzer Erholungszeit dauerte es dann nur wenige Minuten, bis Asamoah sein zweites Tor schoss! (Als er in der 69. Minute vom Platz geht, brandet im Stadion tosender Applaus auf, standing ovations!)
Und auch die zweite Halbzeit startete spannend: Olivier Occean traf zum 4:1, kurz darauf Mavraj zum 5:1 – die Fürther Fans waren im siebten (Fußball-)Himmel. Man hatte den Eindruck, dass es sich im Ronhof um ein wahres Schützenfest handelte. Die Paderborner Spieler wirkten teilweise wie paralysiert, sie wurden förmlich vorgeführt.
Wenn das Kleeblatt in dem Stil weitermacht, dann ist in der Spielzeit 2011/12 alles für sie drin. Wir Greuther-Weiber sind begeistert, die Fürther Fans kommen gar nicht mehr runter. Sollte die „Unaufsteigbar-Tour“ etwa zu Ende gehen? Ein Clubfan hat mir heute verraten, dass er – sollte die Spielvereinigung das Halbfinale gewinnen – im Mai auf jeden Fall nach Berlin fährt. „80 000 Zuschauer im Stadion, Tausende Fürther Fans mittendrin. Das wäre doch ein Erlebnis, das man nie vergisst!“. Und dieses Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach (!) gewinnt das Kleeblatt dann auch noch! Warum nicht?