Depression trifft auch Sportler

Am kommenden Sonntag, 15. Oktober, wird um 13.30 Uhr das Heimspiel der Spielvereinigung gegen den FC Erzgebirge Aue angepfiffen. Natürlich sehen alle Kleeblattfans diesem zehnten Spieltag mit Spannung entgegen. Schafft das Kleeblatt es, nach dem bisher einzigen Sieg in dieser Saison gegen Fortuna Düsseldorf wieder drei Punkte zu machen und die Rote Laterne in der Zweiten Liga abzugeben?

Im Stadion am Ronhof wird am Sonntag die Robert-Enke-Stiftung mit einem Infostand zu Gast sein. Die Ziele der Robert-Enke-Stiftung (RES) liegen in der Förderung von Maßnahmen und Einrichtungen, die der Aufklärung über die Krankheit Depression beziehungsweise Kinder-Herzkrankheiten und der Erforschung oder Behandlung dieser beiden Krankheiten dienen. Mit dem Projekt „Robert-Enke-Stiftung auf Tour“ werden bundesweit Vereine aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sowie der Handball-, Basketball- und Eishockey-Bundesliga besucht. Am Sonntag steht die mobile Informationsplattform (auf der Aktionsfläche am Aufgang der Nordtribüne) allen Interessenten, Betroffenen und Angehörigen zur Verfügung, um sich über die Krankheiten zu informieren.
Robert Enke war Torwart von Hannover 96 und achtmal Keeper der deutschen Nationalmannschaft. Er litt über mehrere Jahre an Depressionen. Am 10. November 2009 nahm er sich das Leben. Der Tod von Robert Enke hat tiefe Betroffenheit und großes Mitgefühl in breiten Teilen der Bevölkerung ausgelöst, die Krankheit „Depression“ wurde durch seinen tragischen Tod in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. 10 080 Menschen starben im Jahr 2015 in Deutschland durch Suizid. In unserer Gesellschaft sind Selbsttötungen nach wie vor ein Tabu-Thema. Dabei sind Aufklärung und Entstigmatisierung grundlegende Lösungsansätze, um Menschen in Krisen und bei Suizidgefahr zu helfen. Einer Studie zufolge fühlt sich z.B. jeder zweite befragte Leistungssportler durch die extremen Anforderungen immer wieder ausgebrannt und kraftlos. Fast ein Drittel der befragten Sportler leidet an Schlafstörungen, jeder fünfte klagt sogar über gelegentliche Depressionen. weiter lesen