Bringt das Kleeblatt die Stadt zum Beben?

Kleeblatt-Fans – haltet Euch ran! Bereits gestern waren rund 8000 Eintrittskarten für das spannende Finalspiel verkauft. Am Sonntag, 15. Mai, steigt um 13.30 Uhr das letzte Spiel in dieser Saison, und für die Spielvereinigung geht es um alles oder nichts. Nach dem 4:1-Auswärtserfolg gegen Oberhausen liegt das Kleeblatt weiterhin mit zwei Zählern Rückstand auf dem aussichtsreichen Rang vier der Tabelle. Deshalb wird auch am 34. Spieltag das Fernduell mit den auf dem  Relegationsplatz drei rangierenden Bochumern im Fokus stehen.

Die Fürther Fans sind zuversichtlich, dass das Kleeblatt-Team den Konkurrenten noch überholen kann. Trotzdem wundert es mich, dass in Fürth der Funke anscheinend nicht so überspringt wie in Augsburg. Da stand die ganze Stadt Kopf, seitdem klar ist, dass der FCA erstmals in seiner Geschichte in die Bundesliga aufsteigt.

Der Normal-Fürther bleibt cool. Und ich frage mich, ob die Fürther Bevölkerung gleichermaßen aus der Reserve zu locken ist, wenn am nächsten Sonntag um 15.30 Uhr klar ist, dass die SpVgg auf dem Relegationsplatz steht und eine reelle Chance hat, in die erste Liga aufzusteigen.

Zumindest die SpVgg-Fans sollten sich also frühzeitig die Karten sichern, um beim Saison-Finale dabei zu sein. Mannschaftskapitän Thomas Kleine kommentiert das so:

„Die Unterstützung der Fans in Oberhausen war super, das hat sich für uns schon fast wie ein Heimspiel angefühlt. Gegen Düsseldorf brauchen wir nun noch einmal begeisterte Fürther. Das ganze Stadion muss 90 Minuten lang beben. Zusammen können wir auch gegen eine sehr gute Fortuna den Sieg holen.“

Eine bebende Trolli ARENA, klar, das hätte was! Und wenn die Kleeblätter dann auch noch siegreich vom Platz gehen, die Bochumer Mist bauen (der VfL Bochum empfängt im rewirpowerSTADION den MSV Duisburg, dort sind aktuell schon rund 22 000 Tickets verkauft!), dann sind auch die Greuther-Weiber zuversichtlich, dass in der Fürther Altstadt die Post abgehen wird. Die Steaks im „Pfeifendurla“ verkaufen sich super, das Bier im „Gelben Löwen“ fließt in Strömen. Und vielleicht feiern nicht nur eingefleischte Fans bis früh um 6 Uhr? Denn das Relegationsspiel, das gewinnen wir doch mit links!

Grönemeyer, das Kleeblatt und ich

Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht nur gerne Jazzmusik und Bach höre, sondern auch ein Faible für die Lieder von Herbert Grönemeyer habe. Und das schon lange: In meinem Plattenschrank steht die erste LP (!) von Herbie aus dem Jahr 1979 (Grönemeyer mit Babyface war damals gerade 23 Jahre alt). Ich habe ihm über all die Jahre hinweg musikalisch die Treue gehalten. Ich fand vieles gut, manches mäßig. Und auch seine neuen Balladen inspirieren mich oft beim Arbeiten.
YouTube Preview ImageDoch seit einigen Wochen stehe ich mit Herbert Grönemeyer in bisschen auf Kriegsfuß. Warum? Er ist bekennender Fan des VfL Bochum, trat 2006 dem Verein bei und hat die Mitgliedsnummer 4630 (stimmt: eines seiner Alben trägt den Titel „4630 Bochum“). Angeblich lässt es sich der Musiker und Schauspieler nicht nehmen, regelmäßig ins Rewirpowerstadion zu gehen, um „seinen“ Verein und die Fans fanatisch zu unterstützen. Er drückt den Männern auf dem Platz die Daumen für den Wiederaufstieg in die erste Bundesliga. Mensch, an sich ja eine lobenswerte Charaktereigenschaft, wäre der Verein nicht direkter Rivale der Spielvereinigung: Der VfL steht mit nur zwei Punkten Vorsprung auf dem dritten Rang in der zweiten Bundesliga, also auf dem dem potentiellen Aufstiegsplatz
Nicht nur wir Greuther-Weiber schreiben und reden uns den Mund fusselig, dass das Kleeblatt in den letzten drei Spielen den Tabellendritten noch überholen kann und dann bei Saisonende auf dem heiß ersehnten Relegationsplatz stehen wird. Es heißt in diesem besonderen Fall also „Fürth oder Bochum“. Kein Pardon für das Team aus Westfalen. Keine Solidarität mit Grönemeyer. Erst am 15. Mai, nach dem letzten Spiel, wenn das Kleeblatt es geschafft und mit Glück den VfL Bochum abgehängt hat, die SpVgg dann nach einem Stück vom Himmel greifen kann, dann, ja dann werde ich ihn mir wieder anhören, meinen Gröni! Wahrscheinlich mit Flugzeugen im Bauch!
Wem das alles total egal ist, und wer sich fragt „Was soll das?“, der weiß zumindest, wie viele Grönemeyer-Songtitel sich in meinem Blogbeitrag verstecken? Es gibt doch bestimmt noch mehr Grönemeyer-Fans, so wie ich?

Wie verhext: Kleeblatt macht schlapp!

Zu früh gefreut! Nach der stabilen Leistung der Spielvereinigung in den letzten Wochen schien die Chance auf den lange ersehnten Aufstieg in die Bundesliga zum Greifen nah. Und dann kam heute das Spiel gegen den – vermeintlich – schwächeren Gegner 1860 München. Was wurde da im Vorfeld nicht alles geschrieben, von einer Münchner Mannschaft, die ihren Kopf weniger auf dem Spielfeld hat als bei der finanziellen Situation des Vereins (denn es ist ja immer noch nicht geklärt, ob ein Investor einsteigt). Und von ach so beherzt aufspielenden Kleeblättern, die es endlich, endlich mal schaffen. Und dann hatten es die anderen, sprich: Bochum und Aue, auch noch verbockt und dem Kleeblatt eine Steilvorlage geliefert. Die Fürther Fans – wir Greutherweiber natürlich auch – witterten schon Morgenluft. „Wir können Historisches schaffen“, orakelte Trainer Mike Büskens im Vorfeld.

Aber nein, die Spielvereinigung hat das Match gegen 1860 München in der Allianz-Arena vor über 21 000 Zuschauern mit 3:0 verloren. Der Sündenbock ist für mich vor allem Mergim Mavraj, dem ein Foulelfmeter zu verdanken ist. Und der dann nach erneutem Foul in der 69.Minute auch noch die gelb-rote Karte sah. Insgesamt schafften es die Kleeblätter nicht, Chancen umzusetzen.
Die Kleeblätter liegen drei Spieltage vor Saisonende zwei Punkte hinter dem Tabellendritten, dem VfL Bochum. Ob sie die letzten Spiele gegen Absteiger Arminia Bielefeld, Oberhausen und Düsseldorf nervlich und spielerisch durchhalten, wird man sehen. Der Weg zum Relegationsplatz – er wird noch ein harter sein!

Schwein gehabt: Mike Büskens bleibt

Nach längerem Zittern bei den Fans machte vorhin eine gute Nachricht die Runde: Mike Büskens bleibt ein weiteres Jahr Trainer der Spielvereinigung. Im Kleeblatt-Newsletter wird gemeldet, dass der Verein den Vertrag mit dem Chef-Trainer bis zum 30. Juni 2012 verlängert hat. Der 43-jährige Coach hat seine Entscheidung heute bekanntgegeben.  Helmut Hack, Präsident der SpVgg, freut sich über das positive Signal:

„Wir haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit fortführen wollen. Die Entscheidung kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn nun können wir mit voller Konzentration die nächsten sportlichen Aufgaben angehen.“

Unser Foto (nach dem Spiel gegen den FC Augsburg) ist einmal mehr ein Indiz dafür, dass die Chemie zwischen den Vereinschef und Büskens offenbar stimmt. Mike Büskens ist seit Ende Dezember 2009 für das Kleeblatt-Team verantwortlich und war Nachfolger von Benno Möhlmann. Unruhe kam im Laufe dieser Woche auf, als klar war, dass der Trainer vom FC St. Pauli, Holger Stanislawski, den Hamburger Verein verlassen wird und aller Voraussicht nach neuer Trainer bei Hoffenheim werden könnte. Und, schwups, schon war Mike Büskens nicht nur für die Bild-Zeitung ein heißer Anwärter auf den Trainerstuhl im hohen Norden.
Also: Am Kleeblatt ist der Kelch noch mal vorbeigegangen. Büskens bleibt hier und wird es vielleicht schaffen, dass das Kleeblatt am Ende der Saison in die Bundesliga aufsteigt, oder?

 

Vielen Dank, Hertha! – Büskens zu St. Pauli?

Es ist immer eine Frage der Perspektive. Spielt das Kleeblatt gegen den Tabellenführer Hertha BSC, dann hofft man als Fan natürlich inständig, dass die Kleeblätter als Sieger den Platz verlassen. Gestern Abend war die Situation nun eine ganz andere. Im Spitzenspiel der zweiten Liga trat die „Alte Dame“ Hertha in Bochum an und gewann mit 2:0. Gott sei Dank. Denn die Bochumer liegen auf Platz drei der Tabelle, die Spielvereinigung nur knapp dahinter. Und da wäre jeder Punkt, den die Bochumer machen, ein weiterer Schritt weg vom Fürther Aufstieg in die Bundesliga. Der Tabellenführer setzte sich bei dem zuvor 15 Spiele lang unbesiegten Klub aus dem Ruhrpott durch – und bescherte so den Kleeblättern einen tollen Abend. Vier Punkte ist der aktuelle Abstand zwischen Bochum und der SpVgg. Und für die Berliner Elf ist es ein großer Schritt in Richtung Bundesliga, denn sie hat jetzt bereits sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Fünf Partien vor Saisonende müssen die Kleeblätter in den nächsten Wochen noch mal alles an Können und Motivation auffahren, was sie so in petto haben. Das beginnt mit dem Spiel am 17. April gegen Paderborn im Fürther Ronhof, weitere Heimspiele sind gegen Bielefeld und Düsseldorf zu bestreiten. Und auswärts hat es das Kleeblatt am Ostersamstag mit 1860 München und am 8. Mai mit Rot-Weiß Oberhausen zu tun. All diese Mannschaften bewegen sich derzeit in der zweiten Tabellenhälfte und sind – aus meiner Sicht – keine unüberwindbaren Gegner. Aber wie sagt der Franzose so treffend: „On verra“.

Seit Stunden kursieren neue Gerüchte in der deutschen Fußball-Szene. Trainer Holger Stanislawski soll den FC St. Pauli verlassen und nach Hoffenheim gehen. Und Bild.de meldet jetzt:  „Fürths Mike Büskens wird sein Nachfolger. So soll, so könnte es aussehen. Büskens: „Ich werde mich zu Gerüchten nicht äußern. Vor drei Wochen war ich bei Schalke, jetzt ist es St. Pauli. Ich habe mit meiner Familie alles besprochen, bin mit ihr im Klaren.“ On verra!

 

 

Kleeblatt: „Ab jetzt für Deutschland“

Fürth ist ja eine Stadt, die weithin für ihre Toleranz, Flexibilität und Offenheit bekannt ist. Gut, vielleicht nicht in Nürnberg. Egal. Der Fürther ist sich seiner positiven Charaktereigenschaften bewusst und versucht, sie in allen Bereichen umzusetzen und zu leben.

Greuther-Plakat Mai 2010 002So auch beim Thema „Fußball“. Kaum ist die Bundesliga-Saison zu Ende – die SpVgg hat sie mit einem 11.Platz abgeschlossen – da heißt es (wie formuliert das Ex-Keeper Olli Kahn immer so nett?) „Mund abputzen und weiter!“. Gesagt, getan, das nächste Fußball-Großereignis kommt unaufhaltsam näher, und auch das Kleeblatt springt auf den Zug der zu erwartenden Begeisterung auf. „Ab jetzt für Deutschland“ lesen wir an der Ludwigsbrücke auf einer riesigen Plakatwand. Auf grünem Grund ist ein schwarz-rot-goldenes Kleeblatt zu sehen. „Das Kleeblatt dankt allen Fans für ihre Unterstützung, wünscht einen tollen Fußballsommer und freut sich auf euch in der neuen Saison“. Na, wenn das nichts ist?

Also: Vom 11. Juni bis 11. Juli halten wir nicht mehr der SpVgg die Daumen, sondern mit der SpVgg der deutschen Mannschaft bei der WM in Südafrika. Bleibt abzuwarten, wie sich unsere Nationalmannschaft schlagen wird. Ohne Ballack und ohne einen Fürther im Team.

Go, Augsburg, go…

Die Saison für das Fürther Kleeblatt ist vorbei, am Ende rangiert das Team auf  Tabellenplatz 11 und ein Aufstieg in den Olymp deutscher Fußballmannschaften – die erste Bundesliga –  stand 2009/10 eigentlich nie ernsthaft zur Debatte. Was Trainer Mike Büskens dazu sagt, kann man im Interview von Florian Pöhlmann und Stefan Jablonka heute im Sportteil der „NZ“ ausführlich nachlesen.
Wer allerdings befürchtet, den „Greuther-Weibern“ geht mit dem Saisonende auch der Stoff zum Schreiben aus, der irrt sich gewaltig. Wir sind ja nicht nur auf die Spielvereinigung konzentriert – obwohl uns deren Wohl und Wehe natürlich besonders am Herzen liegt. Nein, wir interessieren uns für Fußball im Allgemeinen und werden bald – bei der WM ab dem 11. Juni – zu Hochform auflaufen.
ban_gratulation_FCK_STP_aniDoch schon heute Abend wird es spannend, und es gilt, sich zu entscheiden. Unser Nachbarverein, der 1.FCN, spielt  in der Relegation gegen den Tabellendritten in Liga zwei, den FC Augsburg. Die „3 Clubfreunde“ wundern sich vermutlich, dass wir an dieser Stelle das Spiel erwähnen. Aber im Gegensatz zum letzten Samstag, als ich tatsächlich dem Fürther Erzfeind die Daumen gedrückt habe, dass er nicht absteigt, bin ich heute für die Augsburger. 20100404 ThurkWarum? Weil sie während der gesamten Saison super Offensivfußball gespielt und sich peu à peu auf den dritten Tabellenplatz vorgekämpft haben. Weil der Verein im DFB-Pokal zwei Erstligisten rausgeschmisen hat und erst im Halbfinale von Werder Bremen gestoppt wurde. Weil sie mit dem Zweitliga-Torschützenkönig Michael Thurk einen tollen Stürmer haben. Und weil der Augsburger Elf der Aufstieg einfach zu gönnen ist, da sie in ihrer 103-jährigen Vereinsgeschichte nie in der ersten Bundesliga zu finden war. Und: Ich fiebere mit den bayerischen Schwaben, weil ich mal fünf Jahre lang in dieser Stadt gewohnt habe. Aber wem sage ich das? Ich habe ja schon im vergangenen November darüber geschrieben, dass in Bezug auf Augsburg zwei Seelen, ach,  in meiner Brust wohnen.

Und deshalb: Hoffentlich gewinnt der FC Augsburg heute die Partie gegen Nürnberg, hoffentlich geht es am Sonntag, 16. Mai, ab 18 Uhr in der Augsburger impuls arena genauso weiter, und die Augsburger sind in der nächsten Saison in der Bundesliga. Den Abstieg des 1.FCN  könnte ich als „Greuther-Weib“ gut verschmerzen. Und ein Derby zwischen Kleeblatt und Club in Liga zwei – das hätte doch wieder was!

So schlecht standen wir lange nicht da!

büskensNein, das war nicht der von Trainer Mike Büskens erhoffte Abschluss der Saison. Fürth hat sich zwar gut geschlagen im Wildparkstadion beim KSC, aber wieder kamen die Kleeblätter nicht über ein Unentschieden hinaus: 1:1 hieß es diesmal am Ende durch einen Treffer von Nöthe in der 36. Minute. Das bedeutet Tabellenplatz 11 und damit das schlechteste Abschneiden der Kleeblätter seit ihrem Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga im Jahr 1997. Bislang hatten sie es immer auf einen einstelligen Tabellenplatz geschafft, der fünfte Platz war ihnen dabei besonders oft vergönnt.

Gut, bedenkt man, wie schlecht die Mannschaft im Winter dastand, bevor mit Mike Büskens ein junger, ehrgeiziger Trainer nach Fürth kam, kann man mit dem Saisonende noch zufrieden sein. Aber von der Form und den tollen Leistungen der jüngeren Vergangenheit sind unsere Jungs noch meilenweit entfernt. Vereinspräsident Helmut Hack dürfte „not amused“ sein.

Wir Greuther-Weiber hatten uns mehr erträumt, das muss hier mal gesagt werden. Zumindest hätten wir den Verein gerne wieder bei einem so spannenden Endkampf wie in den vorigen Jahren begleitet, als man immer um den Aufstieg in die erste Liga mitzittern durfte – selbst wenn es letztlich dann doch nie geklappt hat. Aber diesmal plätscherte es  in den letzten Wochen eher ruhig – und auch langweilig – dahin.

So geht man irgendwie unzufrieden in die bundesligalose Zeit. Ein wenig spannend wird es noch in Sachen 1. FC Nürnberg: Dürfen/müssen wir Fürther in der nächsten Saison in einer Liga mit dem Club konkurrieren und können uns auf Heimderbys freuen? Angesichts dessen, wie sich manche Club-Fans in Fürth aufführen, wenn sie – wie sie es nennen – in die „westliche Vorstadt“ einfallen, würden wir lieber darauf verzichten.

Bleibt am Ende nur noch der Hinweis auf das Fan-Fest am Dienstag um 17.30 Uhr im Ronhof. Zu feiern gibt es allerdings aus unserer Sicht nicht viel.

KSC gegen Fürth: Ergebnis nur mehr Kosmetik

Nachdem ich schon einmal im vergangenen Oktober in den „Greuther-Weibern“ über die Wahl des „Spielers des Monats“ berichtet habe, gibt es jetzt wieder Interessantes zu vermelden:

20100411 MüllerDer Kleeblatt-Spieler Nico Müller wurde von den Fans zum „Spieler der Saison“ gewählt. In der Abstimmung setzte er sich mit 31 Prozent der Stimmen vor Keeper Max Grün und Torjäger Christopher Nöthe durch. Aus diesem Anlass gibt es ab sofort die Möglichkeit, ein FUE_250239_TShirt_Spieler_des_Jahres_0910_NMueller_GrXXL_141Sonder-Shirt mit dem Konterfei von Nicolai Müller im Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“ oder auf der Auktionsplattform der Spielvereinigung zu bestellen. Der Preis pro Shirt, das es in den Größen S bis XXL gibt, beträgt moderate 19,03 Euro. Jedes T-Shirt wird von Nico Müller handsigniert.

Das letzte Spiel der Bundesliga-Saison 2009/2010 findet bekanntlich am Sonntag, 9.Mai, ab 15 Uhr in Karlsruhe statt, wo der KSC die Kleeblätter empfängt. Leider geht es in diesem Jahr für Fürth um nichts mehr. Genauer gesagt: Konnte man in manchem Jahr beim letzten Spiel als Fan noch mitfiebern, ob die Kleeblätter gewinnen und damit noch den Weg in die erste Liga – zumindest über in die Relegation – schaffen, so ist das Spielergebnis am Sonntag reine Kosmetik. Schade. Zum Thema, warum Fürth nicht aufsteigen will, kann oder darf, hat Greuther-Weib „uwo“ ja schon geschrieben. Deshalb hier von meiner Seite keine Analyse mehr!

Trotzdem: Wir hoffen, dass die SpVgg beim letzten Spiel gegen den Tabellenachten KSC nochmal gewinnt, damit die turbulente Saison aus Fürther Sicht zumindest versöhnlich endet.

Fürth bleibt Remis-König

Superwetter in Nordrhein-Westfalen und tolle Stimmung am 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im „Tivoli“. Langweilig war’s heute bei der Begegnung vor 18 924 Zuschauern zwischen Alemannia Aachen und der SpVgg Greuther Fürth nicht. Nach einem guten Beginn der Kleeblätter hatten sich die Chancen im Laufe der ersten 45 Minuten immer mehr auf die Seite der Schwarz-Gelben verlagert.  Und so schoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch Abdul Özgen per Kopfball das 1:0 für die Gastgeber.

remisSchweißnasse Hände bekamen viele Zuschauer dann direkt nach der Pause. Innerhalb von zehn Minuten passierten alle Höhepunkte des Spiels: Nach Högers sehenswertem Zuspiel schwächelte in der 48. Minute Rahn kurz, und Babacar Gueye traf aus 15 Metern locker ins linke Eck – unhaltbar für den Fürther Keeper Max Grün. Ein Schlag in die Magengrube für die Fürther, für die das Match gelaufen schien.

Doch auf der Gegenseite erzielte Sami Allagui drei Minuten später beinahe den Anschlusstreffer, aber Fehlanzeige. Der Tunesier versuchte sein Glück nochmals in der 54. Minute, nutzte eine Unachtsamkeit der Aachener Defensive und traf knochentrocken aus 16 Metern ins Tor. Und nur eine Minute später hatten die Fürther mehr Glück als Verstand: Aus halbrechter Position will Nico Müller den Ball querlegen,  macht einen Linksschuss, der Alemanne Herzig geht dazwischen und fälscht das Leder – für Fürth glücklich – ins eigene Tor ab.

Dann blieb der Kampf der beiden Teams weiter spannend, auch wenn es nicht mehr zu den ganz klaren Chancen reichte. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung, Nicolai Müller hätte in der 77. Minute die Sache perfekt machen können. Doch der Ball prallte vom rechten Pfosten ab. In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent: Nach Aktionen von Auer  (88.) und einem Kopfball des mittlerweile eingewechselten Mauersberger auf der Gegenseite (90.), stand in der Nachspielzeit Demai im Blickpunkt des Geschehens: Der Rechtsverteidiger klärte gleich dreimal vor der Linie (90.+1) und rettete für seine Mannschaft das 2:2.

Insgesamt ein lebendiges Spiel, das Kleeblatt schnupperte in der zweiten Halbzeit am Sieg, konnte das aber nicht umsetzen. Es war das vierte Unentschieden in Folge, das Team von Mike Büskens ist seit fünf Spielen ungeschlagen und hat nun 43 Punkte auf dem Konto. Durch den Sieg des SC Paderborn in Duisburg fällt die SpVgg auf Rang neun zurück. Wir hoffen am vorletzten Spieltag, am Sonntag, 2. Mai, um 17.30 Uhr auf ein spannendes Spiel im Playmobil-Stadion gegen den Tabellenzweiten und möglichen Aufsteiger FC St. Pauli.