Versöhnlicher Saisonabschluss – auch dank Fabian Reese

Spannung bis zur letzten Minute im letzten Spiel der Zweitliga-Saison 2018/19: In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelingt Richard Magyar der 2:1-Siegestreffer gegen den FC St. Pauli – das Kleeblatt hat sich damit den 13. Tabellenplatz gesichert. Das erste Tor war Fabian Reese (Foto: Sportfoto Zink) in der 51. Minute gelungen, nach einer Vorlage, die ebenfalls von Magyar kam. Insgesamt ein versöhnlicher Abschluss einer Spielzeit, in die Fürth vielversprechend startete, bevor plötzlich der Wurm drin war und man zeitweise sogar um den Klassenerhalt fürchten musste. 

Zahlreiche St. Pauli-Fans hatten ihr Team nach Franken begleitet, im Ronhof wurde ihnen deshalb ein zusätzliches Kontingent an Plätzen überlassen: Eine mit fast 14.000 Zuschauern beeindruckende Kulisse – schade, dass es in den vergangenen Monaten nicht öfter so war. Außerdem hatten sich die Anhänger beider Mannschaften eine originelle Choreografie einfallen lassen, was er Partie einen zusätzlichen Reiz verschaffte. Zusammen mit den angenehm frühsommerlichen Temperaturen also beste Voraussetzungen für einen interessanten Fußball-Nachmittag.

weiter lesen

Mit Sami Allagui wäre vieles leichter!

Schade – ich habe es ja von Anfang an bedauert, dass Sami Allagui im August die Kleeblätter verlassen und zu Mainz 05 gewechselt hat. Ihm ist es allerdings nicht zu verdenken – die Mainzer sind mit sechs Siegen in sechs Spielen an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga. Und Sami Allagui ist nicht ganz unschuldig daran. Sogar im gestrigen Top-Match gegen den Rekordmeister FC Bayern München brachte er seine Mannschaft in Führung und schoss das erste Tor zum späteren 2:1-Sieg. Prima, als „Greuther-Weib“ bin ich grundsätzlich auf Seiten der Davids (im Kampf gegen Goliaths) und gönne Mainz 05 den Sieg von ganzem Herzen. Der FC Bayern hat übrigens ebenso verloren wie der Club und der VfB Stuttgart (1:4 gegen Leverkusen und weiterhin Tabellenschlusslicht)!. Naja, mit den „großen“ süddeutschen Fußball-Teams ist zur Zeit offensichtlich nicht viel los.

Doch zurück zur Spielvereinigung: Das Spiel in der Trolli Arena gegen den Aufsteiger FC Ingolstadt war vor über 5800 Zuschauern trotz miesen Wetters lebendig und kurzweilig. Die Oberbayern trumpften in der ersten Halbzeit mehrfach auf, der Schuss von Dedola scheiterte aber am Fürther Keeper Max Grün. Einige gute Chance hatten die Fürther, trotzdem blieb die Partie bis zur Halbzeit torlos. Das änderte sich kurz nach Beginn der zweiten Hälfte. Drei Minuten nach Wiederanpfiff drang Stephan Schröck in den Sechzehn-Meter-Raum, wo ihn Metzelder zu Boden riss. Schiedsrichter Referee Marco Fritz gab den berechtigten Strafstoß, den Bernd Nehrig mit einem starken Schuss ins linke Eck souverän vollendete.Fue_Ing_2

Es blieb bis zum Abpfiff beim 1:0 für die Spielvereinigung, die den Sieg mit einem Freundentänzchen feierte (siehe Foto). Dass die Kleeblätter trotz guter sportlicher wie spielerischer Leistung wieder mal nicht zum finalen Torschuss kamen, lag nicht zuletzt an Sascha Kirschstein. Er war bekanntlich bis Saisonende 2009 bei der Spielvereinigung unter Vertrag und wusste selbstbewusst das Tor des FC Ingolstadt sauber zu halten.

Fazit: Ein ganz gutes Match, Sieg für die Fürther, der durchaus hätte höher ausfallen können und sollen. Sami Allagui fehlt meiner Ansicht nach als Torjäger an allen Ecken und Enden. Oder seid Ihr Kleeblatt-Fans anderer Meinung? Mike Büskens muss sich mit seinem Team anstrengen, damit der Platz in der oberen Tabellenhälfte nicht verloren geht. Nächstes Spiel ist am Samstag, 2. Oktober, um 13 Uhr gegen den Bundesliga-Absteiger VfL Bochum.

Wer kommt nach Frauenschwarm Sami Allagui?

Seit letzten Samstag ist es also amtlich: Die Spielvereinigung muss in Zukunft ohne Sami Allagui planen. Er geht ab sofort zum Erstligisten 1. FSV Mainz 05 und will dort seine erfolgreiche Karriere fortsetzen.

Allagui_2Für uns „Greuther-Weiber“ ist der Weggang von Allagui in vielerlei Hinsicht ein herber Verlust. Nicht nur, weil er seit 2008 mit 27 Toren in 66  Spielen für das Kleeblatt ein sehr erfolgreicher Torschütze war. (Für Tunesien absolvierte Allagui übrigens sieben Länderspiele, in denen er zweimal für sein Land traf.) Nein, wir bedauern es, ihn zukünftig nicht mehr auf dem heimischen Spielfeld agieren zu sehen. Er ist – und das werden auch männliche Wesen zugeben – ein ausgesprochen attraktiver Fußballspieler. „Der ist doch süß“, bestätigte eine Freundin mein Faible für den 24-jährigen Deutsch-Tunesier. Und auch „Greuther-Weib“ Sabbel hat mir im August vergangenen Jahr schon mit ihrem Blog-Beitrag „Lieber Sami, bitte bleib!“ voll aus der Seele gesprochen.

Nein, diese Lücke wird schwer zu schließen sein. Wer immer Sami Allagui sportlich ersetzen wird, weibliche Besucher der Trolli ARENA werden bei Saisonbeginn sehr kritisch prüfen, wer in Zukunft der attraktivste Mann im Kader der Spielvereinigung ist.

Saisoneröffnung rückt für Kleeblatt näher

Bei meinem letzten Blog habe ich ja die Frage in den Raum gestellt, ob die Kleeblätter „harte Hunde“ sind. Einen Kommentar dazu will ich zitieren:

Jaja, die Greuther Fürther sind schon Harte Hunde… Jede Saison den Aufstieg verpaßt. Manchmal nur ganz knapp. Das muß wohl an der Metropolregion liegen. Denn auch die Clubberer sind enorm leidensfähig…Man kann und darf das zwar nicht vergleichen, aber jeder hat so sein Päckchen zu tragen. Egal ob Fürth oder Nürnberg.“

Offensichtlich ist der/die Kommentator/in „Eichhorst 1802“  eher ein Clubfan? Macht nichts, danke. Und wenn sich die Gerüchte, dass Sami Allagui das Kleeblatt verlassen und nach Mainz gehen wird, bewahrheitet, dann müssen die Kleeblätter die Zähne zusammenbeißen!!

20100729_ain_spvgg_0005Auf jeden Fall hat sich die SpVgg im ersten von zwei Testspielen gegen die Mannschaft von Al Ain Club aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem – wie heißt es immer so schön? – „Kantersieg“ wacker geschlagen. Prompt war das Wetter so schlecht (wie ich es schon prophezeit hatte), dass aufgrund starker Regenfälle der Platz in Mittersill kurzfristig gesperrt werden mußte. Kurzerhand wurde die Partie nach Ruhpolding verlegt. Und auch heute ab 17 Uhr gegen den TSG 1899 Hoffenheim in Saalfelden wäre zumindest ein Unentschieden ganz nett. Bei den Hoffenheimern war ja in der vergangenen Saison der Lack ab, vielleicht wäre der Erstligist von einer motivierten Fürther Mannschaft zu schlagen.

Was unsere Lieblingsmannschaft aus der Nachbarstadt schon hinter sich hat, findet im Sportpark Ronhof nächstes Wochenende statt. Die obligatorische Saisoneröffnungsfeier in der umbenannten Trolli ARENA steigt am Samstag, 7. August: Ab 14 Uhr geht es mit Live-Musik hinter der Nordtribüne los, für das leibliche Wohl sowie Unterhaltung für Klein und Groß in Form eines Karussells und verschiedener Aktionsflächen der Kleeblatt-Partner ist gesorgt. An den Fanshops im Stadion gibt es an diesem Tag 30 Prozent Rabatt für alle Dauerkarteninhaber auf alle Fanartikel. Wer bis jetzt noch keine Saisonkarte hat, könnte das bei der Saisoneröffnungsfeier noch ändern, denn der Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“ hat extra bis 19 Uhr geöffnet. Nach ihrer Rückkehr aus dem Trainingslager in Kitzbühel wird die aktuelle Kleeblatt-Mannschaft an diesem Tag hautnah bei der offiziellen Vorstellung und einem Show-Training in der Trolli ARENA sowie einer Autogrammstunde zu erleben sein. Und dann ist es nicht mehr lange hin bis zum 1. Spieltag am Sonntag, 22. August, um 13.30 Uhr in der Trolli ARENA gegen den Karlsruher SC.

Fürther Kleeblatt sucht Models

Die SpVgg Greuther Fürth ist immer wieder für originelle Meldungen gut. Das freut das Herz von uns „Greuther-Weibern“, da wir ja bekanntlich nicht nur die sportlichen Aspekte der Fürther Zweitliga-Mannschaft in unserem Blog aufgreifen. Nein, wir beleuchten auch Begebenheiten am Rande.

So sind wir auf der Vereins-Homepage fündig geworden: Die SpVgg sucht für ihren nächsten Fanartikel-Katalog wieder nach repräsentativen Gesichtern unter ihren Anhängern. Die Wahl zum Fanmodel findet in diesem Jahr bereits zum vierten Mal statt. In den ersten drei Jahren war der Zuspruch recht gut, jeweils waren mehr als 150 Bewerbungen eingegangen. Für ihre neue Fan-Kollektion sucht das Kleeblatt nun erneut Models, die im Katalog und im Online-Shop die neue Bekleidung präsentieren. Die Auflage des Kataloges wird dabei mit 8000 Exemplaren im Vergleich zu den Vorjahren weiter steigen.

20100404 Allagui zieht Trikot über KopfGesucht werden dieses Mal Bewerber in drei unterschiedlichen Sparten: männliche und weibliche Personen sowie Kinder. Dabei sollten folgende Grundvoraussetzungen gegeben sein: Männer: 16 bis 29 Jahre alt, 175 bis 190 cm, Konfektionsgröße M/L; Frauen: 16 bis 29 Jahre alt, 160 bis 180 cm, Konfektionsgröße 34 bis 38; Kinder: 6 bis 10 Jahre alt.

Für die vollständige Bewerbung benötigt man ein ausgefülltes Bewerbungsformular, das man entweder auf Seite 24 im aktuellen Kleeblatt-Magazin findet oder hier. Wichtig ist außerdem, dass interessierte Fans eine möglichst große Foto-Auswahl mitschicken, damit die Bewerber so gut wie möglich beurteilt werden können.
weiter lesen

Fürth bleibt Remis-König

Superwetter in Nordrhein-Westfalen und tolle Stimmung am 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im „Tivoli“. Langweilig war’s heute bei der Begegnung vor 18 924 Zuschauern zwischen Alemannia Aachen und der SpVgg Greuther Fürth nicht. Nach einem guten Beginn der Kleeblätter hatten sich die Chancen im Laufe der ersten 45 Minuten immer mehr auf die Seite der Schwarz-Gelben verlagert.  Und so schoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch Abdul Özgen per Kopfball das 1:0 für die Gastgeber.

remisSchweißnasse Hände bekamen viele Zuschauer dann direkt nach der Pause. Innerhalb von zehn Minuten passierten alle Höhepunkte des Spiels: Nach Högers sehenswertem Zuspiel schwächelte in der 48. Minute Rahn kurz, und Babacar Gueye traf aus 15 Metern locker ins linke Eck – unhaltbar für den Fürther Keeper Max Grün. Ein Schlag in die Magengrube für die Fürther, für die das Match gelaufen schien.

Doch auf der Gegenseite erzielte Sami Allagui drei Minuten später beinahe den Anschlusstreffer, aber Fehlanzeige. Der Tunesier versuchte sein Glück nochmals in der 54. Minute, nutzte eine Unachtsamkeit der Aachener Defensive und traf knochentrocken aus 16 Metern ins Tor. Und nur eine Minute später hatten die Fürther mehr Glück als Verstand: Aus halbrechter Position will Nico Müller den Ball querlegen,  macht einen Linksschuss, der Alemanne Herzig geht dazwischen und fälscht das Leder – für Fürth glücklich – ins eigene Tor ab.

Dann blieb der Kampf der beiden Teams weiter spannend, auch wenn es nicht mehr zu den ganz klaren Chancen reichte. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung, Nicolai Müller hätte in der 77. Minute die Sache perfekt machen können. Doch der Ball prallte vom rechten Pfosten ab. In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent: Nach Aktionen von Auer  (88.) und einem Kopfball des mittlerweile eingewechselten Mauersberger auf der Gegenseite (90.), stand in der Nachspielzeit Demai im Blickpunkt des Geschehens: Der Rechtsverteidiger klärte gleich dreimal vor der Linie (90.+1) und rettete für seine Mannschaft das 2:2.

Insgesamt ein lebendiges Spiel, das Kleeblatt schnupperte in der zweiten Halbzeit am Sieg, konnte das aber nicht umsetzen. Es war das vierte Unentschieden in Folge, das Team von Mike Büskens ist seit fünf Spielen ungeschlagen und hat nun 43 Punkte auf dem Konto. Durch den Sieg des SC Paderborn in Duisburg fällt die SpVgg auf Rang neun zurück. Wir hoffen am vorletzten Spieltag, am Sonntag, 2. Mai, um 17.30 Uhr auf ein spannendes Spiel im Playmobil-Stadion gegen den Tabellenzweiten und möglichen Aufsteiger FC St. Pauli.

Das Unentschieden tut keinem weh!

Unmittelbar nachdem die Begegnung zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem SC Paderborn im Playmobil-Stadion zu Ende war, habe ich mir wunderbare Lachsfilets zubereitet mit einer irischen Sauce. Gekauft habe ich den frischen Fisch heute Mittag bei? Na, Sie wissen schon

20100416 SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn 07Das Spiel konnte im Großen und Ganzen nicht mit spektakulären Spielzügen aufwarten. Ihrer Leistung entsprechend trennten sich das Kleeblatt und der SC Paderborn am Ende mit 1:1. Zwar waren die Fürther in der ersten Halbzeit klar die dominierende Mannschaft und gingen mit einem Tor von Stephan Fürstner in der 37. Minute in Führung. Die Fürther Fans wähnten sich schon als Sieger der ersten 45 Minuten, aber der SCP schaffte dann doch noch vor der Pause per Foulelfmeter den gefürchteten Ausgleich. Sami Allagui hatte bei einer  riskanten Aktion im eigenen Strafraum Gonther im Gesicht getroffen. Daraufhin entschied Schiedsrichter Tobias Welz auf Elfmeter, und Krause versenkte den Ball souverän im linken unteren Eck (45.+1).

Dass Allagui trotz der Rangelei nach dem Liga-Spiel beim MSV Duisburg mit von der Partie sein konnte, war durch eine Entscheidung des Kontrollausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) möglich geworden. Allagui war verdächtig gewesen, den MSV-Spieler Tiago an den Haaren gezogen zu haben.

Der Ausgleich kurz vor der Pause hatte den Paderbornern in  der zweiten Halbzeit frische Motivation gegeben. Sie drückten nach dem Seitenwechsel auf die Tube und brachten das Kleeblatt-Team mehrfach in Bedrängnis. Keeper Max Grün hatte zu tun und machte mit Nachdruck deutlich, dass er die Nummer Eins im Fürther Tor ist. (Deshalb verwundert es nicht allzu sehr, dass Stephan Loboué  zu Saisonende die SpVgg Greuther Fürth verlassen wird. Er möchte sich einen neuen Club suchen, die Vereinsführung wird dem 28-jährigen Deutsch-Ivorer diesbezüglich keine Probleme bereiten.)

Die Partie zwischen dem Kleeblatt und dem SC Paderborn endete mit einem gerechten 1:1 und der Punkteteilung. Die SpVgg Greuther Fürth blieb damit auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und wird am Samstag, 24. April, um 13 Uhr gegen Alemannia Aachen antreten.

Nach 1:1: Gerangel in der MSV-Arena

FürtherSpielerSie sind offenbar schlechte Verlierer, die „Zebras“ vom MSV Duisburg. Die Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth ging mit 1: 1 zu Ende, und nach dem Schlusspfiff kam es zu unschönen Szenen in der MSV-Arena. Den Duisburgern gingen die Nerven durch: Gerangel, Geschubse. Dann gerieten fast alle Spieler beider Vereine aneinander. Erst nach einigen Minuten beruhigten sich die Gemüter. Für die Duisburger ist heute eine möglicher Aufstieg in weite Ferne gerückt, aber man könnte sich doch etwas mehr in der Gewalt haben!

Eigentlich hätte ich es schon als schlechtes Omen nehmen sollen, dass die Schiedrichterin Bibiana Steinhaus die Begegnung als Schiedsrichterin leitete. Als sie beim letzten Mal im Playmobil-Stadion im Oktober 2009 der „Schwarzkittel auf dem Platz“ war, ging das Spiel gegen Koblenz mit einem 1: 2 für die Gäste zu Ende. Und auch heute könnte man aus Sicht der Kleeblätter über die Leistung von Frau Steinhaus ein bisschen verschnupft sein. Meist ist sie ja in ihren Entscheidungen sehr konsequent und geradlinig. Aber das Fast-Tor der Fürther war nach Ansicht der Hannoveraner Polizistin dann doch keines. Müller war aus der eigenen Hälfte auf das Tor von Starke zugelaufen und versenkte den Ball. Bibiana Steinhaus entschied, dass Sami Allagui im Abseits stehend die Gegner angeblich irritiert hatte. Schade, es hätte uns doch gut zu Gesichte gestanden, den Duisburgern den Tag vollständig zu vermasseln.

Vorher war nach einer halben Stunde Leo Haas mit einem an Christopher Nöthe verschuldeten Foulelfmeter am Duisburger Keeper Tom Starke gescheitert. Nach dem Seitenwechsel kam die SpVgg zu ganz guten Chancen, eine davon nutzte Christopher Nöthe nach einer guten Parade von Nico Müller in der 64. Minute zum 1:1. Insgesamt war Schlussmann Max Grün der Fels in der Brandung und sicherte am Ende in der MSV-Arena den Punkt für Fürth.

Das Kleeblatt steht also vier Tage vor Saisonende mit 41 Punkten auf Tabellenplatz 8, und sehr viel weiter wird es sich auch nicht mehr nach oben spielen. Obwohl die Mannschaft heute in der zweiten Halbzeit eine ansprechende Leistung und Einsatz gezeigt hat. Aber es war offensichtlich, dass Marino Biliskov vorne und insbesondere hinten fehlte. Wir „Greuther-Weiber“ haben die Spielzeit ja schon vor wenigen Tagen analysiert. Und bei dieser Quintessenz wird es leider vermutlich auch bleiben.

Punkteteilung am Ostersonntag

20100404_fca_spvgg_2459Mit den Feiertagen ist das ja so eine Sache. Da stehen die obligatorischen Familienbesuche an, meist beginnt die Sause schon am Mittag, anschließend geht es bei Kaffee und Kuchen weiter. An solchen Tagen kann es schon mal passieren, dass das fußballerische Geschehen in den Hintergrund rückt und man sich ausnahmsweise mal nur mit den nötigsten Infos versorgen lässt.

Ich hatte am heutigen Ostersonntag einen Freund gebeten, mich per sms über die Partie der Fürther gegen Augsburg auf dem Laufenden zu halten. Nach einer knappen Viertelstunde piepste es erstmals: 1:0 Nöthe – Super, dachte ich mir und legte das Handy zufrieden beiseite. Ein paar Tassen Kaffee und einige Schokoeier später hatte ich die Partie in der Impuls-Arena – das muss ich zu meiner Schande gestehen – schon fast wieder vergessen.

Tja, und so kann es dann gehen: Beim erneuten Blick aufs Mobiltelefon gab es gleich die geballte Ladung: Gelb-Rot für Biliskov, Ausgleich Thurk, verschossener Elfmeter von Allagui – Das waren meine 90 Minuten Kleeblatt im Schnellverfahren. Na dann, Frohe Ostern!

Kleeblätter können noch Tore schießen!

Sie haben es also doch nicht verlernt, die Kleeblätter: das Toreschießen. Drei Spiele lang hatten sie nicht in den gegnerischen Kasten getroffen, aber bei der Partie gegen den Tabellenletzten Rot Weiss Ahlen konnten die Fans im Playmobil-Stadion gleich dreimal jubeln. 3:1 hieß es zum Schluss, und die Welt ist für die Fürther wieder so ziemlich in Ordnung.

Greuther Fürth März 2010 022Die Zuschauerränge sahen ein bisschen aus wie ein Fleckerlteppich. Gähnende Leere auf der Gegengeraden, eine volle Fankurve, zahlreiche Besucher im Familenbereich. Hier war auch die Werbeaktion der Spielvereinigung spürbar, die bei verschiedenen Gelegenheiten kostenlose Eintrittskarten verlost hatte. Insgesamt waren es 5100 Zuschauer.

Greuther Fürth März 2010 061Diesmal waren die Greuther-Weiber wieder mitten im Geschehen (auch ihnen war das Losglück hold gewesen). Eine kleine Gruppe begeisterter Teenies direkt hinter uns war voll in Action. Fachkundige Spielanalysen, Diskussionen über die Länge von Halbzeit und Pause, Begeisterung bei jedem Angriff der Fürther auf das gegnerische Tor. Nach laschem Spielbeginn kam bei den Mädchen richtig Stimmung auf, als die Kleeblätter innerhalb von fünf Minuten die beiden ersten Tore schossen: In der 21. Minute Nico Müller und dann in Minute 25 der wieder genesene Sami Allagui. Er ist – so waren die Reaktionen im Stadion zu deuten – nach wie vor einer der Sympathieträger der Spielvereinigung, umso mehr, wenn er Tore schießt.
weiter lesen