Gehen oder Nicht-Gehen – das ist hier die Frage

Ein „Greuther-Weib“ geht mit offenen Augen durchs Leben und ist permanent auf der Suche nach interessanten Themen. Gestern früh wollte ich mich daran machen, einen Blogbeitrag zu schreiben, der in die Kategorie „Spekulationen und Horrorvisionen“ gefallen wäre. Ich habe das Thema dann verworfen, es erschien mir doch zu unseriös.

Aber als ich heute Morgen meine „Nürnberger Zeitung“ aufschlug, dachte ich, ich sehe nicht richtig: Meine Vision war zur (bitteren) Realität geworden. „Gerüchte interessieren Büskens nicht“ lautet die Headline, „Trainer bei Schalke?“ die Dachzeile. Zu den Trainermeldungen über Louis van Gaal, Armin Veh – der beim Hamburger SV die Segel streichen wird -, Jogi Löw oder Jupp Heynkes als mögliche Nachfolger bei den Bayern und dem Schleuderstuhl, auf dem Felix Magath seit gestern sitzt, kommt jetzt noch die für Kleeblatt-Fans unerfreuliche Meldung, dass Trainer Mike Büskens vielleicht der künftige Coach auf Schalke werden könnte.

Wer mehr dazu wissen möchte, kann hier den Artikel in der „NZ“ dazu lesen. Fazit: Büskens weist alles weit von sich. Und: Er richtet seine volle Konzentration auf die Spitzenbegegnung im Ronhof am Montag, 14. März, gegen Tabellenführer Hertha BSC Berlin. Wenn die Kleeblätter hier einen Sieg herausholen sollten, rückt ein möglicher Aufstieg in die 1. Bundesliga immer näher. Und das wäre in jeder Hinsicht gut, denn vielleicht findet (der auf dem Foto grübelnde) Mike Büskens es doch reizvoller, den Aufsteiger aus Fürth zu trainieren als einen Traditionsverein aus Gelsenkirchen?

Möhlmann goes to Ingolstadt

Der Ex-Trainer der Spielvereinigung Benno Möhlmann wurde gestern als neuer Coach des Zweitligisten FC Ingolstadt vorgestellt. Nachdem Aufsteiger Ingolstadt am Freitag eine 1:2-Heimniederlage gegen Energie Cottbus kassiert hatte und mit mickrigen vier Punkten aus elf Spielen auf einem Abstiegsplatz steht, sah es für Trainer Michael Wiesinger schlecht aus. Und am Wochenende brachte die Vereinsführung dann Butter bei die Fische. Der FC Ingolstadt trennte sich von Wiesinger und auch von Co-Trainer Uwe Wolf.

20100205_arminia_spvgg_0129Möhlmanns Trainerlaufbahn begann bereits 1988 beim Hamburger SV als Nachwuchs- und Co-Trainer, 1992 wurde er zum Cheftrainer befördert. Ende 1995 beim Hamburger SV beurlaubt wechselte er wenig später in die Regionalliga zu Eintracht Braunschweig, wo er bis 1997 als Trainer tätig war. Anschließend trainierte er von 1997 bis 2000 unsere Kleeblätter, bevor er von 2000 bis 2004 Arminia Bielefeld coachte. Im Februar 2004 wechselte er zum zweiten Mal – bis Juni 2007 – zur SpVgg.

Nach einem Intermezzo in der Saison 2007/08  bei Eintracht Braunschweig übernahm er ab Mai 2008 erneut das Traineramt in Fürth, wo er Nachfolger von Bruno Labbadia wurde, der ihn erst ein Jahr zuvor selbst beerbt hatte. Nach einem fünften Rang in der Saison 2008/09 folgte der Absturz der Fürther auf Rang 15 zur Winterpause, so dass sich der Verein und Möhlmann am 20. Dezember 2009 auf eine Auflösung des Vertrags verständigten. Seitdem ist Michael Büskens am Ruder.

Beim FC Ingolstadt erhält Benno Möhlmann einen Vertrag bis zum Saisonende, der im Falle des Klassenerhalts automatisch um ein weiteres Jahr verlängert wird. Unterstützung erhält er von seinem neuen Co-Trainer Sven Kmetsch, der zuletzt als Jugendtrainer auf Schalke tätig war.

Möhlmann hat bei den Kleeblättern immer Format bewiesen und war für viele sportliche Erfolge verantwortlich. Hoffentlich muss er sich beim FC Ingolstadt nicht allzu warm anziehen (Foto), um den Klassenerhalt der „Schanzer“ zu sichern.

Neuer Fürther Trainer ist ein Schalker

urn:newsml:dpa.com:20090101:091227-99-01926Die Greuther-Weiber haben Neuigkeiten zu vermelden: Noch vor dem Start ins neue Jahr hat die Spielvereinigung einen Nachfolger für Benno Möhlmann gefunden. Der Ex-Schalker Michael Büskens hat das Rennen gemacht und einen Vertrag als Chef-Trainer bis zum 30. Juni 2011 unterschrieben. Am Sonntagnachmittag fiel die Entscheidung für den 41-jährigen.  Eine Ablösesumme muss der Verein offenbar nicht bezahlen. Der Fußball-Lehrer wird bereits am Montag um 14 Uhr das erste Training nach der kurzen Weihnachtspause im Ronhof leiten und damit der Öffentlichkeit vorgestellt.

Michael Büskens – besser bekannt als „Mike“ – bestritt 370 Bundesligaspiele, davon 257 für Schalke 04. Nach seiner aktiven Zeit als Profi war er seit 2002 als Amateurtrainer und später als Co-Trainer der Bundesligamannschaft von Schalke 04 tätig. Ab 13. April 2008 hat Büskens zusammen mit Youri Mulder – nach der Entlassung von Mirko Slomka – bis zum Saisonende die Bundesligamannschaft von Schalke 04 trainiert. Dann arbeitete er als Co-Trainer von Fred Rutten. Nach der Beurlaubung des Niederländers betreute Büskens ab dem 26. März 2009 erneut mit Mulder die Lizenzmannschaft bis zum Ende der Saison 2008/09 und dem Arbeitsbeginn von Felix Magath auf Schalke.

Kleeblatt-Präsident Helmut Hack hofft auf die Power von Büskens: „Es steckt viel Kraft in ihm. Er ist leidenschaftlich und enorm willensstark. Das war in den Gesprächen spürbar. Ich gehe davon aus, dass er das auf die Mannschaft übertragen kann.“ Des Präsidenten Wort in Gottes Ohr! Denn wenn sich bei den Fürthern nicht bald was tut, können wir nicht nur den Aufstieg in der Pfeife rauchen. Nein, wir müssen ja fast schon um den Klassenerhalt bangen!

Hack hofft, dass der freie Fall des Zweitligisten mit dem Trainerwechsel gestoppt ist. „Er muss der Mannschaft wieder Leben einhauchen. Sie muss ihre Möglichkeiten wieder abrufen und zu alter Körpersprache finden“, so seine Erwartungen an den ehemaligen Linksverteidiger. Büskens will mit dem Team „schnellstmöglich in die Regionen kommen, in die der Verein gehört“. Auch im personellen Bereich werde es Veränderungen geben. Speziell für die anfällige linke Abwehrseite fahndet man bei der Spielvereinigung nach Verstärkung.

Also, Mike, ran an die Buletten und mach‘ aus unseren frustrierten Kleeblättern wieder echte Siegertypen! Die Stadt Fürth und alle Fans werden es dir danken. Und die Greuther-Weiber möchten doch auch gerne viel Positives über den neuen Coach berichten.