Zitterpartie für Fürther Fans und Trainer

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumUff! Erst mal durchatmen! Diese letzten Minuten in der Partie gegen den VfL Bochum haben uns Greuther-Weiber wirklich Nerven gekostet! Das war ein Fußball-Thriller erster Güte, und Schiedsrichter Daniel Schlager wollte uns einfach nicht durch den Schlusspfiff erlösen… Zum Glück hatte die Geschichte dann doch einen (verdienten!) guten Ausgang. Und das in mehrfacher Hinsicht: Erstens hat die Spielvereinigung nach fünf Liga-Spielen (davon vier Niederlagen in Folge!) mit dem heutigen 2:1 endlich wieder einen Sieg eingefahren, und zwar – fast schon ein Wunder! – zu Hause im Sportpark Ronhof. Zweitens: Trainer Stefan Ruthenbeck bleibt dem Kleeblatt damit Gott sei Dank erhalten.

Der Begegnung mit der Mannschaft aus dem Revier lag eine äußerst interessante Konstellation zugrunde. Das beginnt damit, dass Gertjan Verbeek als ehemaliger Trainer des 1. FC Nürnberg für Fürth sowieso ein rotes Tuch ist. Dann stammt er zusätzlich aus den Niederlanden. Auf der fußballerischen Intimfeindschaft zwischen Deutschland und Holland muss man in einem Blog wie diesem nicht groß herumreiten – aber sie existiert nun mal! Schließlich liefen heute im Ronhof mit Marco Stiepermann, Johannes Wurtz und Tom Weilandt gleich drei gute Ex-Fürther Spieler auf. Sie kennen die Verhältnsse hier aus dem Effeff, was sicher nicht von Nachteil für ihren jetzigen Verein gewesen sein dürfte. Und ausgerechnet Stiepermann war über weite Strecken der herausragende Mann beim VfL Bochum, von Weilandt dagegen spürte man nicht viel.

Spannende Voraussetzungen also für das heutige Spiel, an das alle Kleeblattfans hohe Erwartungen knüpften. Und spannend sollte es von der ersten Minute an auch werden. Fürth begann ungeheuer druckvoll und sehr offensiv. Einige gute Chancen konnten jedoch – wieder einmal, muss man leider sagen! – nicht in Treffer umgemünzt werden. Dann schien es eine Zeit lang, als sei den Kleeblättern die Puste ausgegangen. Sie zogen sich in die eigene Hälfte zurück, was die Bochumer postwendend damit beantworteten, dass sie das Spiel an sich rissen. Doch die Hausherren schöpften neue Kraft und zeigten lobenswerten Einsatz. Sicher galt der vor allem Trainer Stefan Ruthenbeck, dessen Schicksal an einem dünnen Faden (nämlich dem Ausgang des heutigen Spiels) hing. Die Top-Einstellung der Mannschaft ließ sich vor der Pause zwar nicht mehr in Tore verwandeln, aber sie sendete wichtige Signale zur Trainerbank aus.

So gut wie selten aufeinander eingespielt zeigten sich Veton Berisha und Sercan Sararer. Das Motto „Gemeinsam“, das auf einem Transparent der Kleeblatt-Anhänger zu lesen war (Foto), wurde zum alles bestimmenden Leitfaden dieser Partie, die nach dem Seitenwechsel schnell wieder an Fahrt aufnahm. Für den am Knie verletzten Kapitän Marco Caligiuri brachte Ruthenbeck Bolly ins Spiel, was sich als durchaus geschickter Zug erweisen sollte. Die zwei umjubelten Treffer des Tages gelangen aber Sebastian Freis (51.) und Sercan Sararer (82.), und beide Male hatte Benedikt Kirsch seine Hand – respektive seinen Fuß – direkt davor mit ihm Spiel. Allerdings gab es nach dem 1:1-Ausgleich für den VfL durch den von Verbeek goldrichtig eingewechselten Gündüz (67.) für die Fürther noch einige Angstmomente zu überstehen. Und selbst die 2:1-Führung war bis zur letzten Sekunde in Gefahr, vor allem weil die Nachspielzeit von eigentlich drei Minuten sich beinahe verdoppelte.

Wie gesagt: eine wahre Zitterpartie für die Kleeblattfans. So etwas kostet Nervennahrung! Und die werden wir in ungefähr zwei Stunden beim Pfefferkarpfen-Essen mit Freunden sicher ausreichend bekommen.

Braucht der „Unparteiische“ eine Brille?

SpVgg Greuther Fürth - SV SandhausenBuchstäblich in der letzten Sekunde fiel der 1:1-Ausgleich im Fürther Ronhof, und die große Feier zum 113. Geburtstag des Vereins wurde mit der Punkteteilung etwas versalzen. Schuld am ganzen Debakel und der Konfusion in den letzten Spielminuten war Schiedsrichter Frank Willenborg, der mit eigenartigen Entscheidungen und nicht nachvollziehbaren Freistößen, die er gab, für großen Unmut bei den Fürther Fans sorgte. „Blindschleiche“, rief meine Nachbarin zur Linken, ein Platz weiter fiel sogar der Satz: „Schiri, Du schwarze S…, kauf‘ Dir endlich eine Brille!“

Dabei fing die Partie am Freitagabend (vor leider nicht mal 7000 Zuschauern) gegen den SV Sandhausen vielversprechend an. Jurgen Gjasula, auf den das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck jetzt vier Spiele verzichten musste, brachte wieder Feuer und Genauigkeit ins Spiel. Recht gute Aktionen führten zwar zu keinem Treffer, machten das Spiel jedoch kurzweilig. Die wenigen Fans im Gästeblock hatten akustisch wenig zu bieten, der Kleeblatt-Block 12 lief dagegen zu Hochform auf und erfreute das Stadion mit „Derbysieger“-Songs und lauten Anfeuerungsrufen für seine Elf. Trotzdem: Kein Tor in der ersten Halbzeit, auch kein Treffer bis zur 70. Minute. Erst ein Angriff von Khaled Narey, der sich in den Sandhäuser Strafraum gekämpft hatte, um dann den Ball wenige Meter vor der Grundlinie quer zu spielen, war die Basis für eine Chance. Das war dann auch die Stunde von Sebastian Freis, der den Ball locker zum 1:0 über die Linie schob.

Jetzt hieß es bei den Kleeblättern eigentlich nur noch, die drei Punkte zu halten. Ein Plan, den ihnen der Schiedsrichter gründlich durchkreuzte: Fouls am Torschützen Freis wurden nicht richtig erkannt und geahndet. „Schieber, Schieber“, skandierten die Kleeblattfans. Und auch Unruhe auf dem Spielfeld in der Nachspielzeit ist nie gut. Und so passierte es tatsächlich: Keeper Balazs Megyeri gab einen gefährlichen Ball souverän zurück ins Spielfeld, und Andrew Wooten ergatterte den Ball und erzielte den Ausgleich.

Kein gerechtes Ergebnis, die Laune der Kleeblattanhänger auf dem Nachhauseweg war dementsprechend. Es wurde geschimpft, und man ließ seinem Frust freien Lauf. Der Referée tat sicher gut daran, den Ronhof schnellstmöglich zu verlassen, denn so mancher Fürther Fan hatte einen echten Brass auf den angeblich „Unparteiischen“…

Ein tolles Spiel – und doch verloren!

SpVgg Greuther Fürth - SC FreiburgEin sehr gutes, spannendes Spiel war das heute. Das Kleeblatt hat sich gegen den Bundesliga-Absteiger SC Freiburg mit 2:3 geschlagen geben müssen. Aber die Mannschaft hat demonstriert, dass von ihr in nächster Zeit viel zu erwarten ist. Es hätte auch 3:3 oder 4:4 ausgehen können. Torchancen gab es genug. Auf beiden Seiten. Und: Das Kleeblatt hat dem 1. FC Nürnberg erst mal die Suppe versalzen. Der Sieg von Freiburg hat dem Club zunächst den zweiten Tabellenplatz verwehrt.

Schockierend war das erste Tor des SC Freiburg nach – sage und schreibe – 101 Sekunden. Völlig unvermittelt traf Florian Niederlechner ins (weiß-grüne) Tor von Sebastian Mielitz. Es war ohnehin Ruhe im Ronhof, denn im Fanblock verzichteten die Fans während der ersten zehn Spielminuten auf Anfeuerungsaktionen und Gesänge. (Man wollte so gegen die unterschiedlichen Anstoßzeiten der Ligaspiele protestieren). Natürlich versuchten die Breisgauer, ihren Vorsprung zu halten, Protagonist Vincenzo Grifo probierte ein ums andere Mal, den Kleeblättern einen zweiten Treffer einzuschenken. Aber der SC machte die Rechnung ohne Sebastian Freis, der in der 24. Minute den Ronhof jubeln ließ: Ausgerechnet er, der Ex-Freiburger, ergatterte den Ball, zog ins Zentrum, ließ erst Höhn, dann Kempf stehen – und schoss flach in den Kasten des Freiburger Keepers Alexander Schwolow.
Das war Motivation pur für die Kleeblätter, die heute stark spielten. Mutig waren sie, gute Kombinationen gelangen ihnen – und sie witterten, dass sie heute gegen den vermeintlichen Favoriten SC Freiburg für eine Überraschung gut waren.

Nach der Halbzeitpause befürchtete man das obligatorische schnelle Gegentor – so oft hatten die Kleeblätter die Rückkehr aus der Kabine praktisch verschlafen gestartet. Heute war es anders. Robert Zulj traf nach fünf Minuten zum 2:2 (Foto). Der verdiente Ausgleich für einen hellwachen fränkischen Zweitligisten. Und der weiß-grüne Teil der fast 10 300 Zuschauer im Stadion begann zu träumen.

Bis dann doch der (von mir ) gefürchtete Grifo das 3:2 machte. Aber die SpVgg ließ sich heute nicht frustrieren und reagierte mit powervollem Spiel. Sie rannten – vom unermüdlichen Robert Zulj gepuscht – immer wieder gegen  den (vermutlichen) Wiederaufsteiger an und hatten einige supergute Möglichkeiten. Aber Veton Berisha scheiterte an Torhüter Schwolow (66. Minute) und traf unglücklich in der 71. Minute auch noch den Außenpfosten.

In der Endphase wäre noch alles möglich gewesen. Der Ausgleich durch Fürth, aber auch das 4:2 der Schwarzwälder Gäste. Aber es blieb beim 3:2 für Freiburg. Fazit: Eine ausgesprochen gute Leistung der Spielvereinigung, ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Und eine fußballerische Qualität der Fürther, die eine gute restliche Saison 2015/2016 verspricht.

Kaum verschnaufen können wir, da am kommenden Freitag, 8. April, die Spielvereinigung um 18.30 Uhr bei 1860 München antreten wird. Die Münchner sind nicht gerade unsere Lieblingsgegner. Aber nach der heutigen Leistung kann man optimistisch sein: Diese Partie gegen den Tabellensechzehnten müsste das Kleeblatt doch gewinnen!

Freis und Wurtz machen heiß ersehnten Heimsieg perfekt

SpVgg Greuther Fürth - FC Union BerlinOft liegen Freud und Leid ganz eng beieinander – so auch heute. Endlich wieder ein Heimsieg für die Spielvereinigung! Das Kleeblatt gewinnt mit 2:0 gegen den 1. FC Union Berlin und kann drei wichtige Punkte für sich verbuchen. Aber schade, schade, dass es so viele gute Chancen vergeigt hat!

Wie beim Frankenderby am letzten Freitag fiel das erste Fürther Tor ganz schnell. Schon in der 4. Minute gelang Sebastian Freis ein druckvoller Start des Kleeblatts: Er traf souverän ins Tor der Berliner. Und druckvoll ging es weiter. Die knapp 8000 Zuschauer im Stadion, die einmal mehr unter einer völlig indiskutablen Anstoßzeit (17.30 Uhr) zu leiden hatten, kamen allmählich auf Touren. Jurgen Gjasula entwickelt sich zunehmend zum Spielmacher, der auch heute einige Chancen hatte, aber mehrfach übers Tor schoss.
Nach der Pause waren dann die „Eisernen“ aufgewacht, sie versuchten, den Rückstand aufzuholen. Aber sie hatten heute – viele wichtige Spieler fehlten, auch Trainer Sascha Lewandowski ist auf unbestimmte Zeit krankgeschrieben – einfach schlechte Karten. Gerade deshalb hätte das Kleeblatt mehr herausholen müssen. Bei Kontern wurde geschwächelt, der Torschütze Freis kam immer wieder bis zum gegnerischen Strafraum und schloss dann den Angriff dilettantisch ab. Das ist nach wie vor die Achillesferse des Kleeblatts. Man brilliert mit exaktem Zuspiel, mit kurzen Bällen und originellem Dribbling. Und dann wird es auf dem Weg zum Tor immer dünner, und alles Engagement war für die Katz‘. Kritisch hätte es heute werden können, wenn Union Berlin stärker gespielt hätte.
Immerhin: Das zweite Tor für die Gastgeber fiel dann in der 80. Minute. Gjasula spielte auf dem rechten Flügel komplett relaxt einen Doppelpass mit Marco Stiepermann, gab den Ball an Johannes Wurtz weiter, der aus kurzer Distanz zum 2:0 verlängerte. Wurtz (der auf dem Foto jubelt) ist sein erstes Saisontor wirklich zu gönnen. So endete die Begegnung mit einem 2:0 – nach fünf sieglosen Partien im Sportpark Ronhof.
Die englische Woche verlangt den Profis einiges ab. Am Samstag ist das Kleeblatt beim Bundesliga-Absteiger SC Paderborn zu Gast. Die Spielvereinigung steht bis dahin mit 32 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der Zweiten Liga. Das ist doch nach der Derbyniederlage (die ja auch vermeidbar gewesen wäre) ganz passabel!

Endlich ein Sieggefühl!

FSV Frankfurt - SpVgg Greuther FürthEs gibt Tage, an denen man an das Wesentliche im Leben erinnert wird: Wenn Arnd Peiffer beim Verfolgungsrennen im Biathlon in Presque Isle im amerikanischen Maine schwer verunglückt, dann ist vieles nebensächlich. Und wenn der Fürther Defensivspieler Stefan Thesker, der seit diesem Winter von der SpVgg an Twente Enschede ausgeliehen ist, an Hodenkrebs erkrankt und in dieser Woche operiert wurde – mit 24 Jahren -, dann ist der Sport, ist Fußball einfach nur zweitrangig. Die Kleeblattspieler trugen heute, als sie zum Spiel gegen den FSV Frankfurt ins Frankfurter Volksbank-Stadion einliefen, T-Shirts mit dem Aufdruck „Bleib stark, Thes!“. Eine tolle Geste!

Nach so vielen sportlichen Flops drohte die heutige Begegnung erst mal eine Zerreißprobe für die strapazierten Nerven der Kleeblattfans zu werden. Doch gleich vom Anpfiff an machten die Profis der Spielvereinigung eine gute Figur. Da stimmte das Zusammenspiel, und der FSV Frankfurt lief hinterher wie eine Dritt-Liga-Mannschaft. Dann in der 12. Minute das Tor von Sebastian Freis – Heidinger flankte von rechts gekonnt in den Rückraum, und Freis traf aus zirka zehn Metern ins gegnerische Tor. Für die (unter 5000 Zuschauern) mitgereisten Kleeblattanhänger der Moment, wo sie nach langer Zeit mal wieder Oberwasser hatten und durchschnaufen konnten.

Kurz darauf gab Schiedsrichter Thorben Schrieber einen weiteren Treffer von Freis wegen einer Abseitsstellung von Berisha nicht. So wartete der Kleeblatt-Top-Torjäger eben bis zur 30. Minute für seinen neunten Saisontreffer: Nach einem abgeblockten Schuss von Jurgen Gjasula landete der Ball direkt vor Freis – und der machte das zweite Tor für die Spielvereinigung.
Der 1:2-Rückschlag ereignete sich dann kurz nach der Halbzeitpause. Die Frankfurter nutzten eine schwache Phase der SpVgg. Aber dabei sollte es dann auch bleiben.
Das Kleeblatt kann heute mit dem Auswärtssieeg beim FSV Frankfurt endlich mal wieder drei Punkte einfahren. Die nächste Partie ist das Heimspiel am kommenden Freitag, 19. Februar, gegen den MSV Duisburg. Mal sehen, ob man aus dem Sieggefühl etwas machen kann!

2:4 im Ronhof – Ist das Christkind ein Roter Teufel?

Das war heute eine extrem bittere Heimniederlage für die Spielvereinigung. Sie führte 67 Minuten gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 2:0. Sie hatte Oberwasser und wirkte selbstbewusst. Doch die RotenTeufel verstanden es, das Spiel komplett zu drehen, das Kleeblatt zu düpieren, und dann mit einem 4:2-Sieg vom Platz zu gehen.
Wie kann so etwas passieren? Die Ursache liegt nicht im schlechten Spiel der Fürther Mannschaft. Denn sie hat sich inzwischen unter Trainer Stefan Ruthenbeck gefestigt und ist spielsicherer geworden. Die Pässe sind wieder öfters auf den Punkt gebracht, die Spieler agieren als Team und zeigen Charakter. Aber dann – so auch heute wieder  – schwächeln sie vor dem gegnerischen Tor, beim Spielabschluss. Diesen Schuh muss sich Veton Berisha anziehen. Er und Jurgen Gjasula sahen heute nicht allzu gut aus.SpVgg Greuther Fürth - FC KaiserslauternDer 2:0 Vorsprung war Sebastian Freis zu verdanken, der mit seinem sechsten und siebten Saisontor die SpVgg in Führung gebracht hatte. Doch dann – nach der Pause – wachten die Lauterer auf, sie wurden lebendiger und spielten einige Chancen raus. Dass es ausgerechnet das Ex-Kleeblatt Kacper Przybylko sein sollte, der den Anschlusstreffer machte, das war für die SpVgg ein Dämpfer. Doch damit nicht genug: In der 81. Minute traf der Rote Teufel Tim Heubach in den Kasten, den Sebastian Mielitz eigentlich sauber halten wollte. Und zwei Minuten später war es erneut Przybylko, der das Tor machte. Die 9 000 Kleeblattfans im Ronhof waren geschockt. Aber sie hofften noch auf einen 3:3-Ausgleich. Nein, vergebens. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit trifft Deville in den (weiß-grünen) Kasten.Und versaut allen Kleeblattanhängern den ersten Advent.

Eine echte Schlappe für die Spielvereinigung, die sich beim 2:0 zu Beginn des Spieles schon auf dem dritten Tabellenplatz wähnte. Das blieb eine Illusion. Der sechste Rang mit 24 Punkten ist Realität. Dazu kommt das bescheidene Torverhältnis.
Jetzt ist erst mal eine Woche Pause, Zeit zum Glühweintrinken und zum Reflektieren, woran es liegen könnte.Und dann könnte man auswärts gegen den SV Sandhausen gewinnen! Das wäre doch was?

SpVgg Greuther Fürth - FC Kaiserslautern

Eine Klatsche, aber ein Ansporn fürs nächste Spiel

SC Freiburg - SpVgg Greuther FürthMuss ich, müssen Kleeblattfans im Allgemeinen, jetzt die Krise kriegen? Zum zweiten Mal in Folge hat die Spielvereinigung eine Partie hoch verloren. Bei beiden Spielen stand die „5“ auf dem Konto der Gegner, und das riecht verdammt nach einer Klatsche.

Wir haben in unserem Blog das 5:0 beim Kärwa-Eröffnungsspiel kommentiert.Und heute hat der SC Freiburg, der in der letzten Saison aus der Bundesliga abgestiegen ist, aber eigentlich Erstliga-tauglich agiert – das Kleeblatt mit 5:2 geschlagen. Das Tierorakel Daisy hatte optimistisch den Fürther Sieg vorhergesagt, aber auch Tiere können (mal) irren. Und das Spiel fing eigentlich auch vielversprechend an für die SpVgg. Sebastian Freis, der vom SC Freiburg kommt, und Jurgen Gjasula, der früher dort für die 2. Mannschaft auflief, hatten sich einiges vorgenommen. Wobei Gjasula in den ersten 30 Minuten keinerlei Präsenz zeigte. Dafür ging vom Freiburger Vincente Grifo höchste Gefahr aus. Immer wieder stürmte er mit schnellen und raffinierten Paraden aufs Tor von Sebastian Mielitz. Ich wunderte mich schon, dass er in der ersten Halbzeit nicht reintraf. Das gelang dafür in der Nachspielzeit Immanuel Höhn.

Pause – Atemholen und eine Strategie entwickeln. Das nahmen sie sich wohl vor, die Kleeblätter unter der trainerischen Führung von Stefan Ruthenbeck. Pustekuchen. Zwischen der 55. und der 61. Minute fielen Freiburger Tore quasi im Minutentakt: Philipp, Grifo, Grifo. Auf unserem Foto greift der Fürther Keeper Sebastian Mielitz vergeblich in die Luft, um Grifos Tor zu verhindern. Da war es dann fast schon eine Erleichterung, als Freis in der 66. Minute der Anschlusstreffer gelang. Das 4:1 – ein vorläufiges Resultat, das nicht der Leistung der Kleeblätter entsprach.

Doch es kam noch schlimmer: Nils Petersen machte das fünfte Breisgauer Tor. Aber – und das muss man der Spielvereinigung immer wieder hoch anrechnen: Die reagierte nicht mit Fouls und Angriffen unter der Gürtellinie, sondern versuchten mit ruhigem Spiel das Ergebnis kosmetisch aufzuhübschen. Und Veton Berisha belohnte dann die Mühe seiner Teamkollegen: Er übernahm eine Flanke von Niko Gießelmann und traf kurz vor dem Abpfiff zum 2:5 ins gegnerische Tor .

Fazit: Zum zweiten Mal sahen wir heute eine hohe Niederlage der Spielvereinigung. Sie liegt aktuell auf dem achten Tabellenplatz der Zweiten Bundesliga. Der SC Freiburg ist vor dem VfL Bochum und RB Leipzig Tabellenführer. Die Breisgauer Fans träumen garantiert schon vom Wiederaufstieg in die Erste Liga. Das Kleeblatt empfängt am nächsten Freitag, 23.Oktober, den ungeliebten Gegner 1860 München zu Hause im Stadion am Laubenweg. Da geht der Spaß dann weiter.

3:0 – Jetzt schlagen die Kleeblattherzen höher!

Es macht wieder Spaß, der Spielvereinigung zuzusehen. Heute gewann das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck souverän zu Hause im Ronhof gegen den SC Paderborn. Mit 3:0! Das war eine  fabelhafte Gesamtleistung, da war Passgenauigkeit genauso angesagt wie taktisch raffiniertes Spiel. Das Kleeblatt macht nach dem dritten Sieg in Folge den Eindruck, als ob es wieder zu einer Form gefunden hat, die man jahrelang vermisste.
Es gelang heute dem nach dem Abstieg völlig ausgebluteten SC Paderborn also nicht, beim neunten Spiel im Ronhof endlich einen Sieg hinzulegen. Dabei hatten die Gäste sogar durchaus gute Chancen. Aber der Fürther Keeper Sebastian Mielitz wird von Mal zu Mal zu einem richtig sicheren Torwart mit glänzenden Paraden. Ihm ist es primär zu verdanken, dass die gegnerische Mannschaft einfach keinen Stich machen konnte.

Tor Nummer 1:
Sebastian Freis entwickelt sich zum herausragenden Akteur bei den Kleeblättern. Er ist schnell, exakt und traut sich, aus aussichtsreichen Situationen auch wirklich etwas zu machen.SpVgg Greuther Fürth - SC PaderbornTor Nummer 2:
Tom Weilandt, der in der ersten Halbzeit fast zur tragischen Figur zu werden drohte, traf mit einem Traumtor zum 2:0 in der 59. Minute.

SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Tor Nummer 3:
Und Jurgen Gjasula, dem beim letzten Spiel gegen Union Berlin beide Treffer gelangen, machte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff den Sack zu.SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Die Stimmung bei den knapp 8500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg war dann natürlich überschwänglich. Leider schafften es aufgrund der schlechten Anstoßzeit (17.30 Uhr) nicht mehr Fans, in den Ronhof zu kommen. Das wird sich am kommenden Montag, 28. September, vielleicht ändern. Zwar nicht im Stadion, aber vor dem Fernseher. Denn da tritt die Spielvereinigung um 20.15 Uhr auswärts gegen Eintracht Braunschweig an. Mit anderen Worten: Da trifft der Viertplatzierte der Zweiten Liga gegen den (punktgleichen) Tabellenfünften. Das verspricht eine spannende Begegnung zu werden!

Derbykrimi mit glücklichem Kleeblattsieg

MannschaftssiegDas war heute Nervenkitzel pur beim 259. Lokalderby zwischen der Spielvereinigung und dem 1. FCN im mit 17.200 Zuschauern komplett ausverkauften Ronhof. Mit viel Glück, aber auch guten sportlichen Leistungen gewann das Kleeblatt auf den allerletzten Drücker mit 3:2.

Dabei hatte es mies angefangen. Schon in der 7. Minute traf Guido Burgstaller ins Fürther Tor, vielleicht ein heilsamer Schock für das Kleeblatt. Denn die Fürther versuchten daraufhin – nach einigen mäßigen Spielen in den letzten Wochen – konzentriert und schnell zu spielen. Trotzdem dauerte es bis zur 39. Minute, ehe Veton Berisha der erlösende Ausgleich gelang. Er war einer der besten Spieler heute im Fürther Team. Genauso wie Tom Weilandt, den ich als sichere Bank im Kleeblatt-Team sehr schätze und dessen Paraden oft auch erfolgreich sind. So auch in der 58. Minute: Gjasula gibt den Ball an Weilandt ab, der souverän ins linke Nürnberger Eck schießt. Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns unter Felix Zwayer, denn Weilandt stand definitiv im Abseits, also hätte der zweite Treffer nicht gegeben werden dürfen. Aber wie das Leben so spielt: Mal hat man Pech, dann wieder Glück. Und das Glück stand heute offenbar auf der Seite des Kleeblatts.

Dann ließ die SpVgg sich zurückfallen und ruhte sich auf ihrem Vorsprung aus. Das sollte prompt ins Auge gehen. Denn fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit verwandelten die Clubberer eine für das Kleeblatt brenzlige Situation zum 2:2 durch den Österreicher Alessandro Schöpf. Zähneknirschend rappelte sich das Kleeblatt hoch, obwohl der Druck eher aus dem Nürnberger Lager kam. Drei Minuten Nachspielzeit, sollte es beim Unentschieden im fränkischen Derby bleiben? Nein, das kleine Wunder geschah: Der noch nicht lange eingewechselte Dani Kumbela gewann ein Duell und gab an Sebastian Freis ab. Und der traf tatsächlich zum 3:2 in den Kasten von Thorsten Kirschbaum.

Sicher, der heutige Sieg hatte phasenweise ein „Geschmäckle“, da das zweite Kleeblatt-Tor wegen Abseits genau genommen keines war und das erste auch schon nach einer umstrittenen Freistoß-Entscheidung des Unparteiischen gefallen war. Aber allem Geunke zum Trotz: Die Spielvereinigung hat das 259. Lokalderby gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Es war ein spannendes Spiel mit Höhen und Tiefen. Und zum Trost sei allen Clubfans gesagt: Das nächste fränkische Derby – dann bei Euch im Grundigstadion – ist ja schon Ende Februar.

Kleeblatt verliert beim Fußballkrimi in St. Pauli

Langweilig war es heute Nachmittag keine Minute. Am Millerntor fand ein richtiger Fußball-Krimi statt. Leider gewann der FC St. Pauli das spannende Spiel mit 3:2. Beide Mannschaften zeigten sich von einer guten Seite und bewiesen, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist.

Vor über 28 000 Zuschauern kam das Kleeblatt erst mal gut in Fahrt. Aber es war Marc Rzatkowski, der in der 19. Minute für St. Pauli das Führungstor erzielte. Doch die Kleeblätter ließen sich nicht frustrieren und hatten durchaus gute Aktionen. Dann das 2:0 in der 34. Minute. Lange Gesichter bei den zahlreichen angereisten Fürther Fans. Völlig unerwartet der Anschlusstreffer für die SpVgg drei Minuten vor der Halbzeitpause durch Sebastian Freis. Nach dem Anpfiff für die zweiten 45 Minuten hatte die SpVgg erst mal mehr Glück als Verstand, dass die Hamburger nicht noch höher in Führung gingen. Kuriose Situationen für beide Teams, in denen mal St.Pauli, mal wieder das Kleeblatt Tore hätten machen können. „Was machd eichendlich der Wunderschdürmer Kumbela? Hodd den edz amol jemand aus seim Luuch rauszuung?“, war eine halbe Stunde vor Spielende auf Facebook zu lesen. Stimmt, dachte ich mir, der sitzt auf der Reservebank und kommt nicht aufs Feld. Wenige Minuten später hatte Trainer Stefan Ruthenbeck offenbar ein Einsehen mit uns und wechselte Domi Kumbela gegen Freis aus. Das nächste Tor fiel dann zwei Minuten später für das Kleeblatt durch Robert Zulj (Foto). Es wurde nicht gewertet – Abseits. Dafür gelang den Hamburgern postwendend der Konter: Marc Rzatkowski lochte zum zweiten Mal ins Tor von Sebastian Mielitz ein – 3:1! Aber die Kleeblätter ließen sich nicht unterbuttern. Und prompt schoss Zulj nach einer guten Vorlage von Kapitän Marco Caligiuri in der 79.Spielminute ins lange Eck. Erneut der Anschlusstreffer! Die Spannung am Millerntor eskalierte. Beide Teams kämpften hart und hatten gute Chancen, der Ausgleich für das Kleeblatt lag förmlich in der Luft. Doch auch in den drei Minuten Nachspielzeit war für die Fürther nichts mehr drin. Die 2:3-Niederlage war gleichzeitig der erste Heimerfolg der Kiezkicker über die SpVgg seit 17 Jahren.

Nachtrag: Unser Tierorakel Daisy war heute bei ihrem Tipp schnurgerade auf den St.Pauli-Fressnapf zugesteuert, überlegte es sich dann nach einigen Bissen doch wieder anders und fraß erst mal den Kleeblatt-Teller leer. Was sagt uns das? Daisy hat eindeutig Fußballverstand: Das Unentschieden lag in der Luft – aber dann haben doch die Hamburger gesiegt.

Die SpVgg ist kommenden Freitag schon wieder dran. Sie empfängt den FSV Frankfurt im Ronhof, der nach drei Spielen noch keinen Sieg erzielen konnte und aktuell auf dem 15. Tabellenplatz liegt.