Denkwürdiger 24. Juni 2016

Trainingsauftakt SpVgg Greuther FürthEin denkwürdiger Tag, dieser 24. Juni 2016. Nicht wegen des plötzlichen Hitzeeinfalls in Deutschland. Ich meine wegen des für mich überraschenden Ergebnisses in Großbritannien, das für den BREXIT gestimmt hat. Schade.

Im Vergleich dazu sind die Neuigkeiten bei der Spielvereinigung eher marginal: Vier neue Torleute hat der Verein angeheuert, sie werden der aktuellen Nummer Eins – Sebastian Mielitz – unter Umständen das Leben und seinen Status als Haupt-Keeper schwer machen. Wobei ich die Leistung von Mielitz in der vergangenen Spielzeit von Monat zu Monat immer besser fand.

Erfreulich ist, dass Sercan Sararer zum Kleeblatt zurückkehrt. Der 26-Jährige stand gestern beim Trainingsauftakt  (Foto) schon mit auf dem Platz. Sercan Sararer hat seinen Vertrag bei Fortuna Düsseldorf aufgelöst und einen Zweijahreskontrakt bei der Spielvereinigung unterschrieben. Dort wurde er in der Jugend ausgebildet und absolvierte später 108 Ligaspiele für die Profis, dabei erzielte er 20 Tore. In der vergangenen Saison schoss Sararer bei den Nordrhein-Westfalen  in 24 Spielen drei Tore und es gelangen ihm acht Vorlagen. Die Rückkehr des Urgesteins der SpVgg wird auf jeden Fall der Mannschaft einen positiven mentalen Impuls geben.

Auch der neue Außenstürmer Mathis Bolly war zuletzt bei Fortuna Düsseldorf und kam dort auf sieben Einsätze in der Bundesliga und 43 Einsätze in Liga zwei. Dabei erzielte er sechs Tore und drei Vorlagen. In Fürth erhält Mathis Bolly einen Zweijahresvertrag. Ein weiterer Neuzugang ist Khaled Narey von Borussia Dortmund. Der Rechtsverteidiger erhält beim Kleeblatt einen Dreijahresvertrag. Zuletzt war der 21-Jährige an den SC Paderborn ausgeliehen.

Alle Kleeblattfans sollten den heutigen Tag genießen und vielleicht dem Kleeblattstand auf dem Fürther Grafflmarkt einen Besuch abstatten. Ihr findet ihn mit Fanrtikeln zum Sonderpreis am Freitag von 16 bis 22 Uhr und am Samstag von 9 bis 16 Uhr auf dem Grünen Markt, direkt vor dem Schauhaus. Morgen findet das Classic Open Air Konzert im Stadtpark statt. Und am Sonntag, 26.Juni, heißt es dann ab 18 Uhr der Deutschen Nationalmannschaft Daumen drücken im Achtelfinalspiel gegen die Slowakei. Mein Tipp: 3:1 für die Mannschaft von Jogi Löw.

0:2 – Ein Spiel zum Vergessen

SpVgg Greuther Fürth - FC HeidenheimDas war  heute nicht der Tag der beiden fränkischen Zweitliga-Mannschaften: Der 1. FC Nürnberg verlor auswärts gegen Eintracht Braunschweig mit 1:3. Und die Spielvereinigung  musste sich nach der 4:2-Klatsche bei Arminia Bielefeld heute mit einem 0:2 im heimischen Sportpark Ronhof geschlagen geben.
Das erste Tor des Aufsteigers 2014/15 1. FC Heidenheim fiel schon in der 6. Minute. Kapitän Marc Schnatterer, der zu einem der besten Akteure des Spieles werden sollte, hatte praktisch Narrenfreiheit. So war er auch der Initiator der frühen Führung: Nach einer pfeilgenauen Schnatterer-Flanke von rechts wirkte der Kleeblatt-Keeper Sebastian Mielitz wie ein aufgeschrecktes Huhn im Fünfmeterraum. Und Sebastian Heidinger stand auf der Leitung, so dass Robert Leipertz aus geringer Entfernung locker zum 0:1 für die Gäste einköpfte.
Trotz einiger mittelguter Chancen hatte das Kleeblatt heute Glück, dass auch die Heidenheimer nur mit Wasser kochten. Keine der beiden Mannschaften zeigte echte fußballerische Qualitäten im Abschluss. Der nach seiner Sperre (vier Spiele) heute wieder eingesetzte Jurgen Gjasula war aus dem Mittelfeld als Stratege unterwegs. Er gab dem Fürther Angriff ab und zu Drive, aber ohne Erfolg. Vielmehr machte das Team aus Heidenheim das zweite Tor: Nach einem Freistoß in der 57. Minute flog der Ball ans linke Fünfereck, Denis Thomalla war schneller als Heidinger (schon wieder!) und köpfte anschließend ein.
Was ist seit zwei Spielen mit dem Kleeblatt eigentlich los? Die Defensive um Marco Caligiuri glänzt durch Phlegma und wenig Initiative. Da stehen mehrere Kleeblattspieler im eigenen Strafraum, die Gegner schießen sich seelenruhig Pässe zu und bauen ihren Angriff auf. Da wird nicht interveniert, man geht nicht dazwischen. Pressing scheint für die Spielvereinigung zum Fremdwort geworden zu sein. Und dann schimpft ein manchmal überforderter Sebastian Mielitz wie in Rohrspatz mit seinen Kollegen, für deren Laschheit er die Kohlen aus dem Feuer holen muss. Und dann eben auch nicht immer alles halten kann.
Der Angriff mit Robert Zulj und Jurgen Gjasula ließ heute szenenweise erahnen, was die zwei drauf haben. Hoffentlich legen sich die beiden nicht nur deshalb so ins Zeug, weil sie im Hinblick auf einen Vereinswechsel mit guten Leistungen glänzen wollen. Aber wer könnte ihnen das verdenken?
Die Spielvereinigung rangiert zwei Spiele vor Saisonende auf dem zehnten Tabellenplatz. Mit Tendenz nach unten? Die beiden letzten Begegnungen – am 8. Mai gegen den 1. FC Kaiserslautern und am 15. Mai zu Hause gegen Sandhausen – wird das Kleeblatt wohl noch hinter sich bringen. Die Fans im Ronhof waren so positiv bei bestem Wetter in die Partie gestartet (Foto: Fankurve mit Spielball vor dem Anpfiff), aber dann pfiffen sie die Spieler gnadenlos aus. Trainer Stefan Ruthenbeck hat in dieser Spielzeit gute Arbeit geleistet und zwischenzeitlich zeigte das Kleeblatt auch, was es alles kann. Aber die letzten beiden Spiele waren – einfach zum Vergessen!

Mielitz und Stiepermann: die Helden des Tages

Das war heute eine unterhaltsame und dann sogar auch erfolgreiche Partie im Stadion am Laubenweg! Das Kleeblatt traf auf den TSV 1860 München. Seit einigen Jahren der Angstgegner schlechthin, denn gegen kein anderes Team haben die Münchner Löwen in der Zweiten Liga öfter gewonnen als gegen die Spielvereinigung: 16 Mal. Aber diese Serie wurde heute ENDLICH gestoppt.

Das Kleeblatt startete dynamisch ins Spiel, gute Chancen konnten aber weder Jurgen Gjasula noch Veton Berisha verwandeln. Dann drehten die Gäste aus München die Partie, das Spiel wurde ausgeglichener, und die Löwen hatten auch gute Tormöglichkeiten, die aber Gott sei Dank nicht in den Kasten von Sebastian Mielitz gingen. Zur Halbzeitpause stand es also 0:0. Kaum waren beide  Mannschaften wieder auf dem übrigens völlig überwässerten Rasen im Stadion – was ist dem Platzwart denn da passiert? -, als Veton Berisha dem nachgerückten Marco Stiepermann den Ball abgab. Der machte nicht lange rum und schoss den Ball in der 47. Minute ins linke Eck des Münchner Tors. 1:0! Aufatmen bei den Kleeblattfans, jetzt galt es, den Vorsprung zu halten.

SpVgg Greuther Fürth - TSV 1860 MünchenDass heute tatsächlich drei Punkte auf das Fürther Punktekonto dazukamen, hat die Mannschaft ihrem Keeper Sebastian Mielitz zu verdanken, dem es gelang, mehrere gefährliche Torchancen der Sechziger zu vereiteln. Einmal hielt er mit Hand, Fuß und erneut mit der Hand. Dann vereitelte er eine Attacke von Okotie und riss anschließend bei einer Ecke geistesgegenwärtig die Arme hoch (83. Minute). Wegen minutenlanger Unterbrechungen wurden insgesamt fünf Minuten nachgespielt. Und Mielitz verhinderte in den letzten Spielsekunden, dass die Flanke des Ex-Fürthers Daniel Adlung im Kleeblatt-Tor einschlug.

Ein wichtiger 1:0-Heimsieg der Spielvereinigung gegen 1860 München. Nicht nur vom Ergebnis her, sondern vor allem für die Moral des in den vergangenen beiden Spielen stark gebeutelten Kleeblatts. Torwart Sebastian Mielitz entwickelt allmählich Wolfgang Hesl-Qualitäten. Wenn auch die Fürther Defensive so eine sichere Bank wäre wie er, hätten wir schon viel gewonnen. Doch hier lauern die offensichtlichen Schwächen der Mannschaft: Standardsituationen – wie Freistöße und Eckbälle – werden nur mangelhaft pariert. Die zehn Gegentore in den Spielen gegen den VfL Bochum und den SC Freiburg kamen ja nicht von ungefähr.

Die Spielvereinigung ist am nächsten Freitag, 30. Oktober, beim Frank Kramer-Team Fortuna Düsseldorf zu Gast. Die Düsseldorfer haben heute 1:2 gegen RB Leipzig verloren und liegen aktuell auf dem drittletzten Platz der Zweiten Bundesliga. Bis morgen Mittag darf sich das Kleeblatt über seinen vierten Rang in der Tabelle freuen. Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen!

Eine Klatsche, aber ein Ansporn fürs nächste Spiel

SC Freiburg - SpVgg Greuther FürthMuss ich, müssen Kleeblattfans im Allgemeinen, jetzt die Krise kriegen? Zum zweiten Mal in Folge hat die Spielvereinigung eine Partie hoch verloren. Bei beiden Spielen stand die „5“ auf dem Konto der Gegner, und das riecht verdammt nach einer Klatsche.

Wir haben in unserem Blog das 5:0 beim Kärwa-Eröffnungsspiel kommentiert.Und heute hat der SC Freiburg, der in der letzten Saison aus der Bundesliga abgestiegen ist, aber eigentlich Erstliga-tauglich agiert – das Kleeblatt mit 5:2 geschlagen. Das Tierorakel Daisy hatte optimistisch den Fürther Sieg vorhergesagt, aber auch Tiere können (mal) irren. Und das Spiel fing eigentlich auch vielversprechend an für die SpVgg. Sebastian Freis, der vom SC Freiburg kommt, und Jurgen Gjasula, der früher dort für die 2. Mannschaft auflief, hatten sich einiges vorgenommen. Wobei Gjasula in den ersten 30 Minuten keinerlei Präsenz zeigte. Dafür ging vom Freiburger Vincente Grifo höchste Gefahr aus. Immer wieder stürmte er mit schnellen und raffinierten Paraden aufs Tor von Sebastian Mielitz. Ich wunderte mich schon, dass er in der ersten Halbzeit nicht reintraf. Das gelang dafür in der Nachspielzeit Immanuel Höhn.

Pause – Atemholen und eine Strategie entwickeln. Das nahmen sie sich wohl vor, die Kleeblätter unter der trainerischen Führung von Stefan Ruthenbeck. Pustekuchen. Zwischen der 55. und der 61. Minute fielen Freiburger Tore quasi im Minutentakt: Philipp, Grifo, Grifo. Auf unserem Foto greift der Fürther Keeper Sebastian Mielitz vergeblich in die Luft, um Grifos Tor zu verhindern. Da war es dann fast schon eine Erleichterung, als Freis in der 66. Minute der Anschlusstreffer gelang. Das 4:1 – ein vorläufiges Resultat, das nicht der Leistung der Kleeblätter entsprach.

Doch es kam noch schlimmer: Nils Petersen machte das fünfte Breisgauer Tor. Aber – und das muss man der Spielvereinigung immer wieder hoch anrechnen: Die reagierte nicht mit Fouls und Angriffen unter der Gürtellinie, sondern versuchten mit ruhigem Spiel das Ergebnis kosmetisch aufzuhübschen. Und Veton Berisha belohnte dann die Mühe seiner Teamkollegen: Er übernahm eine Flanke von Niko Gießelmann und traf kurz vor dem Abpfiff zum 2:5 ins gegnerische Tor .

Fazit: Zum zweiten Mal sahen wir heute eine hohe Niederlage der Spielvereinigung. Sie liegt aktuell auf dem achten Tabellenplatz der Zweiten Bundesliga. Der SC Freiburg ist vor dem VfL Bochum und RB Leipzig Tabellenführer. Die Breisgauer Fans träumen garantiert schon vom Wiederaufstieg in die Erste Liga. Das Kleeblatt empfängt am nächsten Freitag, 23.Oktober, den ungeliebten Gegner 1860 München zu Hause im Stadion am Laubenweg. Da geht der Spaß dann weiter.

3:0 – Jetzt schlagen die Kleeblattherzen höher!

Es macht wieder Spaß, der Spielvereinigung zuzusehen. Heute gewann das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck souverän zu Hause im Ronhof gegen den SC Paderborn. Mit 3:0! Das war eine  fabelhafte Gesamtleistung, da war Passgenauigkeit genauso angesagt wie taktisch raffiniertes Spiel. Das Kleeblatt macht nach dem dritten Sieg in Folge den Eindruck, als ob es wieder zu einer Form gefunden hat, die man jahrelang vermisste.
Es gelang heute dem nach dem Abstieg völlig ausgebluteten SC Paderborn also nicht, beim neunten Spiel im Ronhof endlich einen Sieg hinzulegen. Dabei hatten die Gäste sogar durchaus gute Chancen. Aber der Fürther Keeper Sebastian Mielitz wird von Mal zu Mal zu einem richtig sicheren Torwart mit glänzenden Paraden. Ihm ist es primär zu verdanken, dass die gegnerische Mannschaft einfach keinen Stich machen konnte.

Tor Nummer 1:
Sebastian Freis entwickelt sich zum herausragenden Akteur bei den Kleeblättern. Er ist schnell, exakt und traut sich, aus aussichtsreichen Situationen auch wirklich etwas zu machen.SpVgg Greuther Fürth - SC PaderbornTor Nummer 2:
Tom Weilandt, der in der ersten Halbzeit fast zur tragischen Figur zu werden drohte, traf mit einem Traumtor zum 2:0 in der 59. Minute.

SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Tor Nummer 3:
Und Jurgen Gjasula, dem beim letzten Spiel gegen Union Berlin beide Treffer gelangen, machte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff den Sack zu.SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Die Stimmung bei den knapp 8500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg war dann natürlich überschwänglich. Leider schafften es aufgrund der schlechten Anstoßzeit (17.30 Uhr) nicht mehr Fans, in den Ronhof zu kommen. Das wird sich am kommenden Montag, 28. September, vielleicht ändern. Zwar nicht im Stadion, aber vor dem Fernseher. Denn da tritt die Spielvereinigung um 20.15 Uhr auswärts gegen Eintracht Braunschweig an. Mit anderen Worten: Da trifft der Viertplatzierte der Zweiten Liga gegen den (punktgleichen) Tabellenfünften. Das verspricht eine spannende Begegnung zu werden!

Endlich ein Auswärtssieg fürs Kleeblatt

Jurgen_GjasulaDer Held des Tages heißt Jurgen Gjasula. Ihm ist es zu verdanken, dass die Spielvereinigung nach einem 0:1-Rückstand beim 1. FC Union Berlin das Ruder noch herumreißen konnte. Und die Begegnung mit einem 2:1-Sieg nach Hause trug.

Das Wetter in Berlin war heute mehr als wechselhaft, mal toller Sonnenschein, mal herbe Regengüsse. So auch das Spiel aus Fürther Sicht. Denn schon in der 19. Minute gelang den „Eisernen“ an der Alten Försterei durch Steven Skrzybski ein ernüchterndes 1:0. Nicht überraschend für die 19.000 Zuschauer (eine Handvoll Kleeblattanhänger war im Gästeblock), denn die Berliner hatten bis dahin eindeutig die bessere Leistung gezeigt. Ihr neuer Coach Sascha Lewandowski witterte dann auch sofort Morgenluft. Ihm ging vermutlich kurz der Gedanke durch den Kopf, dass es im 17. Spiel zwischen Union Berlin und dem Kleeblatt nun unter seiner Ägide den zweiten Sieg der Berliner geben könnte.

Der Fürther Keeper Sebastian Mielitz, den ich in seinen ersten Spielen im Kleeblatt-Tor im Greuther-Weiber-Blog kritisiert habe, gefällt mir inzwischen immer besser. Er rettete heute die eine oder andere brenzlige Situation und schaffte es mit sicheren und reaktionsschnellen Aktionen, dass der 1:0-Vorsprung der „Eisernen“ nicht vergrößert wurde.

Wie schon öfter wirkte das Kleeblatt-Team nach der Halbzeit-Pause wacher. Kaum ist der Ball im Spiel, foult Kessel Tom Weilandt an der eigenen Strafraumgrenze. Der Schiedsrichter gibt einen Freistoß für Fürth, der clever gelöst wird: Gießelmann springt über den Ball, anschließend zirkelt Gjasula den Ball ins rechte Torwart-Eck! Ein guter Start in die zweiten 45 Minuten. Und noch mal ist es Jurgen Gjasula, der Fürther Fußball-Herzen höher schlagen lässt: Nach einem Foul an Robert Zujl erkennt der Schiedsrichter in der 70. Spielminute auf Elfmeter, den Gjasula trocken in die linke, untere Ecke schießt. Keeper Haas berührt den Ball noch mit den Fingerspitzen, trotzdem geht der Ball rein.

Als Antwort gingen beide Teams jetzt härter ins Spiel, es hagelte – quasi im Minutentakt – Gelbe Karten. Eine Schrecksekunde für das Kleeblatt gab es dann knapp zehn Minuten vor Schluss: Nach einem Eckball von Union Berlin bringt Kreilach die Kugel per Kopf auf den linken Pfosten, wo Kessel den Ball wenige Zentimeter über die Linie drückt. Ausgleich? Nein, der Schiedsrichter erkennt den Treffer wegen eines vermeintlichen Fouls von Kreilach nicht an.

So bleibt es bei einem 2:1-Auswärtssieg für die Spielvereinigung. Das Auftreten der Mannschafft war heute nach dem glücklichen Derbysieg nicht unbedingt selbstbewusster. Aber die wirklich starke Leistung von Jurgen Gjasula, Robert Zujl und Benedikt Röcker macht die Kleeblattfans heute glücklich. Das Team rangiert aktuell einen Platz vor dem 1. FC Nürnberg mit 11 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz. In der Englischen Woche trifft die SpVgg schon am kommenden Mittwoch, 23. September,  um 17.30 Uhr zu Hause auf den SC Paderborn.

Schwache Vorstellung im Ronhof

SpVgg Greuther Fürth - FSV FrankfurtMüssen wir uns jetzt ernste Sorgen machen? Als Optimistin sage ich: nein. Als Realistin: ja. Im vierten Saisonspiel hat die SpVgg zu Hause eine Niederlage gegen den FSV Frankfurt eingefahren. Das Kleeblatt bot eine nicht gerade blamable, aber dürftige Vorstellung vor heimischem Publikum.
Eigentlich fing alles ganz relaxt und vielversprechend an: In den ersten 20 Minuten spielte das Kleeblatt beherzt, überlegt und angriffslustig und ließ auf ein gutes Spiel hoffen. Aber das Tor des Frankfurters Besar Halimi in der 27. Minute verpasste den Kleeblättern – Spielern wie Fans – einen herben Dämpfer.
Woran liegt es eigentlich? Ich sage es ganz offen: Die Mannschaft agiert uninspiriert und handelt nach Schema F. Offensive Aktionen kommen meist über die Außenflügel, die Angriffe sind nicht kreativ genug. Für den jeweiligen Gegner sind das Handeln und das spielerische Konzept der SpVgg zu leicht durchschaubar. Auch nach dem Einwechseln von Dani Kumbela und Geburtstagskind Stephan Schröck in der 60. Minute kam kaum Leben in das Team. Nur Kumbela schaffte es mit seinem unorthodoxen Spiel, ein paar Tormöglichkeiten erahnen zu lassen.
Dann die Abwehr der SpVgg: Sie ist oft zu zerfahren und abwartend, da fehlt es an konsequentem Verteidigen. Deshab erkannte auch der frisch eingewechselte Timm Golley kurz vor Spielende (88.) nach einem FSV-Einwurf und einem schwachen Moment von Benedikt Röcker, dass der Fürther Keeper Sebastian Mielitz zu weit vor dem Gehäuse stand und lupfte den Ball souverän mit dem Außenrist in die Maschen. Der 2:0-Erfolg bedeutete den ersten Saisonsieg des FSV Frankfurt.
Mein Hauptkritikpunkt ist inzwischen der Fürther Torhüter Sebastian Mielitz, dessen aufgeregte und nervöse Art einfach keine Sicherheit im Fürther Strafraum vermittelt. Ich denke zurück an Wolfgang Hesl, dem es mit seiner ruhigen Art oft gelang, Ruhe ins Spiel zu bringen. Nach meinem Geschmack ist Mielitz eines der großen Handicaps im Team der SpVgg. Unser Foto zeigt den Keeper enttäuscht nach dem Spielende.