Schröcki, Du bleibst für uns ein Kleeblatt!

Nein, so haben wir uns das Osterfest ganz bestimmt nicht vorgestellt: Heute wurde bekannt, dass die SpVgg Greuther Fürth den bis 2018 gültigen Vertrag mit Publikumsliebling Stephan Schröck aufgelöst hat. Vorausgegangen waren zwei Gespräche zwischen Manager Ramazan Yildirim und Schröck. Auf der Website des Vereins wird Yildirim dazu folgendermaßen zitiert:

„Wir haben gute und respektvolle Gespräche geführt und dabei diese Lösung erarbeitet. Stephan hat hier in Fürth einen besonderen Stellenwert, das war und ist uns bewusst.“

Das ist das Ende einer ganz besonderen Beziehung. Denn viele Fans – darunter auch wir –  haben Stephan Schröck mit seinem unermüdlichen Einsatz für das Kleeblatt in zahlreichen Spielen ins Herz geschlossen. Und es war eine Liebe, die auf Gegenseitigkeit beruhte. Der gebürtige Schweinfurter, Sohn einer philippinischen Mutter und eines deutschen Vaters, hatte es einst aus der Kleeblatt-Jugend direkt zu den Profis geschafft. Und er war maßgeblich daran beteiligt, dass dem Kleeblatt der Aufstieg in die Erste Bundesliga gelang. Dann allerdings wechselte er – um seine fußballerische Karriere zu befördern – nach Hoffenheim. Doch dieser Plan war nicht von Erfolg gekrönt. Schröck kam dort nicht voran, wechselte ein weiteres Mal, diesmal zur Frankfurter Eintracht. Bald zeichnete sich aber seine Rückkehr in den Ronhof ab. Im Sommer 2014 holte ihn Helmut Hack zurück nach Fürth, es wurde ein Vierjahresvertrag abgeschlossen. Schröck sollte die Position des Rechtsverteidigers einnehmen – doch die behagte ihm schon bald nicht mehr. Es kam zu Reibereien zwischen Schröck und dem Management, und der Verein lieh ihn schließlich im Winter 2015/16 an den philippinischen Erstligisten Ceres-La Salle FC aus, was so mancher Fan als Affront gegen einen verdienten Mann wie Schröck empfand.

Im vergangenen Winter kam Schröcki, wie er von vielen liebevoll geannt wird, wiederum zurück nach Fürth. Aber der Weg in die erste Mannschaft war ihm nicht mehr vergönnt – und das, obwohl er sein Bekenntnis zum Kleeblatt immer wieder öffentlich  machte. Auch wir hatten in einer Leser-Umfrage ein starkes Echo bei den Fans gefunden, die ihr „Schröggla“ wieder in der Stammelf sehen wollten.

Nun ist die Beziehung zwischen Stephan Schröck und dem Kleeblatt also zu Ende. Wir bedauern das sehr, denn nach einem so quirligen, mit letztem Einsatz für seinen Verein kämpfenden Spieler wie ihn muss man lange suchen. Schröcki selbst ist vor kurzem zum zweiten Mal Vater geworden. Wie es für ihn beruflich weitergeht, steht derzeit in den Sternen. Wir wünschen ihm auf jeden Fall, dass er seine Knieprobleme in den Griff bekommt und noch einmal einen Verein findet, bei dem er sich wohl fühlt und seine Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Auf facebook hat Schröcki folgende Botschaft gepostet:

„Auf dem Papier bin ich nun zwar keiner mehr, aber im Herzen werde ich immer – ein Fädder sein!“

Darauf können wir nur antworten: Und in unserem Herzen bleibst Du auch für immer ein Kleeblatt!

Wir präsentieren: unser Ehren-Greuther-Weib

2013 ist vorbei – wir Greuther-Weiber blicken nach vorne. Das Kleeblatt steht gut da im Augenblick und hat nach der Weihnachtspause wieder mit dem Training begonnen. Heute Abend geht es in Frankfurt beim Hallenturnier auch spielerisch wieder los, allerdings nur für einen Teil des Teams. Wir hoffen auf eine baldige Rückkehr und den Einsatz von Nikola Djurdjic, der das Ganze noch mit ein paar Toren garnieren könnte. Und dann – warum sollte die Spielvereinigung nicht wieder ins Fußball-Oberhaus aufsteigen? Ob alle Fans das wirklich wollen, wohin das führen würde und ob die Mannschaft das von der Vereinsspitze aus überhaupt darf, sei im Augenblick mal dahingestellt. Das Jahr ist noch jung, die Rückrunde ebenfalls. Gegen Ende der Spielzeit ist unsere Mannschaft jedoch früher schon öfter in eine Art Schockstarre verfallen, als sie dem Aufstieg schon zum Greifen nahe war. Mit einer Ausnahme bisher – wie das ausging, ist ja hinlänglich bekannt.

Wir sagen: Ja, probiert es noch einmal, habt zum Beispiel den FC Augsburg vor Augen, der den Klassenerhalt auch immer wieder hinkriegt, selbst wenn er nur ein kleines Licht ist in der Ersten Bundesliga. In Zeiten wie diesen gibt es keine Chancengleichheit mehr im Fußball, nach Bayern München kommt erst mal lange nichts. Auf diese Überflieger-Geldbeutel braucht ihr nicht zu schielen. Es gibt andere gute, redlich kämpfende Mannschaften in der Liga, mit denen es reizvoll ist, seine Kräfte zu messen – noch haben wir nicht (ganz) spanische Verhältnisse erreicht. Gott sei Dank!

Wir Greuther-Weiber unterstützen euch auch im neuen Jahr, so gut wir können. Wie der Name „Greuther-Weiber“ schon sagt, sind wir weibliche Fans. Doch heute möchten wir jemanden zum Ehren-Greuther-Weib machen, obwohl er ein Mann ist. Es handelt sich um Raimund Kirch, den Chefredakteur der „Nürnberger Zeitung“. Er wird hier keine Blog-Beiträge schreiben, aber bei ihm handelt es sich, wie auf dem Foto zu sehen, um einen echten „Greuther“- bzw. „Kräuter“-Fachmann (im Fränkischen ist, zumindest phonetisch betrachtet, der Unterschied bekanntlich nicht so sehr groß!). Raimund Kirch ist – obwohl er das in den Redaktionskonferenzen in Nürnberg nicht so explizit sagen darf – von der Spielvereinigung überzeugt. Er findet es außerdem sympathisch, dass Frank Kramer und die Vereinsspitze erst mal bescheiden zurückhaltend bleiben und das Thema Aufstieg möglichst gar nicht ansprechen.

Weibliche Kräuter-Experten hat man in vergangenen Zeiten ja gerne als Hexen bezeichnet – so weit wollen wir jetzt nicht gehen. Aber Raimund Kirch hat tatsächlich eine Menge Ahnung, wie die einzelnen Heilkräuter einzusetzen sind. Manches von dem Zeug wäre durchaus dazu tauglich, dem Kleeblatt in den kommenden Wochen Flügel zu verleihen. Wäre bestimmt gesünder und auch kostengünstiger als so mancher Energy-Drink!

Kleeblätter laufen, was das Zeug hält

Laufstark, unermüdlich – Tabellenerster in Sachen Kilometerfressen. Wovon ich rede? Natürlich von der Spielvereinigung. Nachdem die durchschnittliche Laufleistung jeder Mannschaft in den bisherigen Spielen dieser Saison gemessen wurde, rangieren die Kleeblätter auf Rang 1. Genau 120,81 Kilometer rennen die Sportler im Schnitt pro Begegnung über das Spielfeld. Auf dem Foto sehen wir beispielsweise die schnellen (und schönen!) Beine von Ognjen Mudrinski beim Spiel gegen den SC Paderborn. Kleeblätter scheuen keinen körperlichen Aufwand, wenn es darum geht, mit Schnelligkeit und Engagement eine Partie für sich zu entscheiden. Knapp hinter der SpVgg rangiert der Karlsruher SC (120,56 km) und unser nächster Gegner, der TSV 1860 München (120,02 km). Am „Tabellenende“ ist Energie Cottbus mit „nur“ 111, 46 Kilometern zu finden. Auf die einzelnen Spieler umgerechnet, läuft praktisch jeder über 10 Kilometer in den 90 Minuten. Das erfordert eine gute Kondition.  Trainer Frank Kramer sieht den Wert seiner „Dauerläufer“ aber auch kritisch. Er meint, dass neben der Laufbereitschaft auch die Geschwindigkeit, die Anzahl der Sprints , die Lauf- und Passwege ein aussagekräftiges Bild der Qualität einer Mannschaft ergeben. Nur eine Mischung aus allem ist nach seiner Ansicht wirklich effektiv.
Wer Genaueres wissen möchte: Im aktuellen Heft des Sportmagazins „Kicker“ ist noch mehr zu diesem Thema zu lesen.

Glückwunsch – perfekter geht´s nicht!

13. Spieltag in der 2. Bundesliga – ich dachte mir gleich: Das ist ein Glückstag! (Ein wenig Aberglauben darf auch mal sein, oder?) Dann auch noch Geburtstag von Greuther-Weib „kiki“. Da kann man schon mal ein Geschenk in Form eines Kleeblatt-Sieges erwarten. Wurde ja auch prompt geliefert – danke, Jungs!

Also, ich hatte auf ein 2:1 getippt, da wäre ich nach den drei Niederlagen der letzten Spiele eigentlich schon zufrieden gewesen. Dass die SpVgg aber ein wahres Tore-Feuerwerk abbrennen sollte, das hätte ich mir in den kühnsten Träumen so nicht ausmalen können: 6:2 gegen Erzgebirge Aue!!!

Überragender Mann des Tages, ganz klar, ist Niclas Füllkrug. Gibt sich mit dem Hattrick, den er in sechzehneinhalb Minuten(!)  (5., 8., 17.) schaffte, nicht zufrieden, sondern setzt am Ende noch eins drauf. Sein vierter Treffer in dieser turbulenten Partie: 6:2, zugleich der Endstand. Dazwischen schenkten uns die „Veilchen“ ein Eigentor (Rau zum 2:4, 48. Minute), und Zoltan Stieber durfte einen Elfmeter versenken (5:2, 56. Minute) – der wiederum war ein Geschenk an Kleeblatt von Schiedsrichter Stieler; eine harte Entscheidung  gegen die Sachsen, die eigentlich überflüssig war.

Ja, so sehen wir die SpVgg gern – gern auch öfter! Jetzt bleibt der dritte Tabellenplatz erst mal sicher. Denn der 1. FC Köln und Union Berlin treffen am Montag aufeinander, sie werden sich also gegenseitig die Punkte nehmen oder – im Falle eines Unentschiedens – teilen.  Einfach perfekt, dieser 13. Spieltag! Glückwunsch an alle, auch an Kleeblatt-Trainer Frank Kramer!

Apropos Trainer: Für einen brachte die Dreizehn dieses Spieltags  Pech, nämlich für Mike Büskens. Nach der 0:1-Niederlage von Fortuna Düsseldorf gegen Alemannia Aalen steht er angeblich kurz davor, gefeuert zu werden. Das wäre wirklich hart, zweimal in einem Jahr als Trainer gehen zu müssen  – wir Greuther-Weiber hegen immer noch große Sympathie für ihn.

Geschenk für Mike Büskens

Zwei Minuten können alles entscheiden im Fußball. Das hat unser Kleeblatt heute in Düsseldorf leider schmerzlich erfahren müssen. Eine Halbzeit super gespielt – einziges Manko:  Nach dem schnellen Tor von Florian Trinks (15.) das 2:0 versäumt. Und genau das sollte sich rächen nach der Pause. Innerhalb der besagten zwei (oder drei?, keiner weiß das so ganz genau) Minuten drehte sich das Spiel komplett. Benschop schoss zweimal hintereinander für „Tuna“ ein. Und Düsseldorf verwandelte sich plötzlich vom hässlichen Entlein, das auf  Platz 16 in der zweiten Liga  herumkrebst, in einen schönen Schwan, dem mit dem 2:1 am Ende der Sprung ein ganzes Stück nach vorne – auf Platz 9 immerhin – gelungen ist. Passend dazu die blütenweißen Trainingsjacken der Fortuna, die vor allem unserem ehemaligen Trainer Mike Büskens sehr gut steht (siehe Foto) – leider muss ich es sagen!

Besonders ärgerlich für die Fürther, dass ihr ehemaliger Spieler Heinrich Schmidtgal sehr viel dazu beigetragen hat, dass die Partie aus unserer Sicht kippte. Schmidtgal zeigte einen Einsatz, wie wir ihn nur zu gut von ihm kennen – ausgerechnet gegen sein früheres Team. Traurig eigentlich – es ist wirklich schade, dass wir ihn verloren haben. Der zweite überragende Mann der Fortuna war für mich Torwart Giefer, ohne den die Düsseldorfer am Ende deutlich schlechter dagestanden hätten.

Nun hat das Kleeblatt die Tabellenführung abgegeben an den 1. FC Köln. Das muss nicht viel heißen im Augenblick, denn die Leistung der Fürther ließ gegen Ende nichts zu wünschen übrig, ein Unentschieden wäre locker drin gewesen. Wobei man auch zugeben muss, dass „Wolle“ Hesl durch eine Super-Parade das 3:1 für die Fortuna verhindert hat.

Der einzige Trost, der für mich bleibt: Irgendwie gönne ich es Mike Büskens, dass er endlich wieder einen Erfolg für sich verbuchen konnte. Mir hat es gefallen, wie freundschaftlich er seine früheren Spieler vor Beginn der Partie begrüßte – und das, obwohl die SpVgg Greuther Fürth ihn für meine Begriffe einfach unwürdig abserviert hat. – Nur dass Büskens ausgerechnet einen Sieg gegen das Kleeblatt eingefahren hat und nicht gegen ein anderes Team als das von Frank Kramer, das hätte nicht sein müssen!

Langweiliges Spiel – aber danach kam der Hammer!

„`Eutä istä eine lustige Tag“, hat schon heute Vormittag mein italienischer Lieblings-Eisverkäufer (Joghurt/Pistazie wegen Weiß/Grün!) auf der Fürther Max-Grundig-Anlage zu  mir gesagt. Und er sollte Recht behalten. Vor seinem Stand warteten Fans des 1. FC Köln auf den Bus zum Ronhof. Sind wirklich Frohnaturen, diese Rheinländer  – muss man ihnen lassen. Und Optimisten dazu. Als ich sie gefragt habe, wie hoch die Geißbock-Mannschaft wohl gewinnen wird gegen unser Kleeblatt, da waren sie sich einig: „Vier bis fünf Dinger machen wir rein!“ Warum ich darüber gelacht habe, konnten sie gar nicht verstehen…

Die gute Stimmung hielt auch am Mittag zunächst noch an, als die Partie der Spielvereinigung gegen die Kölner in der Trolli-Arena begann. 13 770 Zuschauer – angesichts der Urlaubszeit in Bayern ganz respektabel! Und nicht zu blamabel bezüglich unseres heutigen Gegners, der zu Hause natürlich schon etwas anderes gewohnt ist und immerhin 2000 Fans mobilisieren konnte, die Reise ins schöne Franken anzutreten. Spielerisch hat Köln sich in dieser Saison allerdings bisher noch nicht sonderlich hervorgetan. Gerade mal gegen Sandhausen (!) letzte Woche war ein Sieg drin, vorher hatten die Rot-Weißen nur drei Unentschieden eingefahren.

Mit der Zeit verdüsterte sich meine Stimmung dann zusehends, denn die Partie entpuppte sich als ziemlich langweilig und zweier so hoch einzuschätzender Mannschaften nicht angemessen. Das große Gähnen setzte ein. Und dann waren es erst mal die Geißböcke, die aufwachten und das Kleeblatt auf die Hörner nahmen. Vor allem mit Marcel Risse (auf dem Foto mit Dominick Drexler) hatte die Fürther Abwehr Riesenprobleme. Da hätte auch Torwart Hesl fast einmal uralt ausgesehen. Nach der Pause entschloss sich dann unsere Elf endlich, dass es vielleicht doch nicht so gut ankommt, sich nur auf den Lorbeeren aus den letzten vier Spielen auszuruhen. Aber es dauerte eine geschlagene Stunde, bis die Spielvereingung so richtig Druck gegen Köln machen konnte.

In dieser Phase wäre es dank Maurice Exslager fast noch zum Sieg der Gäste gekommen: Exslager landete zwar einen Treffer, doch Schiedsrichter Jochen Drees aus Münster stand goldrichtig und erkannte das Abseits. Überhaupt lieferte der Unparteiische eine Spitzenleistung ab – was man von den beiden Mannschaften nicht unbedingt behaupten kann. Gegen Ende schalteten die auch noch einen Gang runter und gaben sich mit einem 0:0-Unentschieden zufrieden. Ich hatte heute früh 1:1 getippt – na ja, da hätten die Zuschauer im Ronhof wenigstens ein bisschen mehr für ihr Geld bekommen!

So blieb es bei je einem Punkt für beide Teams. Das Kleeblatt führt die Tabelle der Zweiten Liga weiterhin mit großem Abstand an. Zugute kommt den Fürthern dabei, dass Kaiserslautern in Aalen komplett baden ging und so seine Verfolger-Position erst mal verloren hat.

Der große Klopfer folgte ein paar Minuten nach dem Spiel in der Trolli-Arena. Der Privatsender „Sky“ hatte es vorher schon angedeutet, und so machte die Nachricht schnell die Runde in sozialen Netzwerken wie Facebook: Es gibt einen neuen Kleeblatt-Stürmer, noch dazu einen guten – Niclas Füllkrug von Werder Bremen. Er ist für diese Saison ausgeliehen und muss sich nicht mal bei den Vereinsfarben groß umgewöhnen. Praktisch, oder?

Warten auf den neuen Kleeblatt-Stürmer

Seitdem klar ist, dass der Kleeblattstürmer Nikola Djurdjic für mehrere Monate ausfallen wird, ist die Vereinsführung der Spielvereinigung auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz. Djurdjic hatte sich im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern nach nur 16 Minuten bei einem Luftduell verletzt, am nächsten Tag wurde ein Kreuzbandriss im rechten Knie diagnostiziert.
Das Kleeblatt hat bisher alle vier Spiele der Zweitliga-Saison gewonnen. Allerdings nicht unbedingt souverän. Will heißen: Das Pech, das die Fürther in ihrer Erstliga-Saison hatten (oft gut gespielt, aber keine Tore geschossen), verkehrt sich inzwischen beinahe ins Gegenteil. Das Team zeigt manche deutliche Schwäche (nicht genug „Biss“, oft zu passiv und Fehler im direkten Zuspiel), aber immer war es möglich, den Gegner zu besiegen. Im letzten Spiel gegen den Karlsruher SC gelang es der SpVgg sogar, das Ruder noch zum 2:1-Sieg rumzureißen.
Der neue Stümer müsste sich in eine noch gar nicht so richtig zusammengewachsene Mannschaft schnell und gut integrieren. Trainer Frank Kramer sollte es gelingen, eine effektive Speerspitze aufzubauen, um Nikola Djurdjic zu ersetzen.
Mal sehen, wen uns die Verantwortlichen der Spielvereinigung heute, morgen, zumindest aber in den nächsten Tagen präsentieren werden! Ich bin mir sicher, dass ich bei meiner morgendlichen Lektüre des Sportteils der „NZ“ (Foto) bald neue Informationen erhalten werde. Und vielleicht ist ja der weiß-grüne Neuzugang am Samstag beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln schon mit dabei.

Ausverkauf beim Kleeblatt?

Dass die Spielvereinigung nach nur einer Saison in der Ersten Bundesliga wieder absteigt, ist leider nicht mehr zu ändern. Viele hoffen, dass sich die Mannschaft in der nächsten Spielzeit wieder fängt und an ihre Erfolge anschließen kann.
Ich war auch zuversichtlich, aber von Tag zu Tag stellen sich zunehmend Zweifel ein. Der Grund ist der allmähliche Ausverkauf der Spieler.  Von der Mannschaft, wie sie in dieser Saison (siehe Foto) angetreten ist, wird kaum noch was übrig bleiben.
Seit heute ist es amtlich, dass Gerald Asamoah das Kleeblatt verlässt. Auf seiner Website teilt Asa das mit. Wie seine Zukunft aussehen wird, darüber gibt es noch keine Informationen. Dass Asamoah nach dem abrupten Abschied von Trainer Mike Büskens im Februar nicht mehr lange in Fürth bleiben würde, war klar. War er doch von Büskens zum Kleeblatt geholt worden und hatte dort maßgeblich am Aufstieg der „Unaufsteigbaren“ mitgewirkt.

Auch Routinier Milorad Pekovic verlässt die SpVgg. Der 35-Jährige war hier dreieinhalb Jahre aktiv, er hat 90 Pflichtspiele absolviert, sein Vertrag wurde nicht mehr verlängert. Heinrich Schmidtgal wurde vor wenigen Tagen von Fortuna Düsseldorf engagiert. Er ist in der Spielzeit 2013/14 genauso nicht mehr beim Kleeblatt wie Christopher Nöthe und Bernd Nehrig. Sercan Sararer geht bekanntlich zum VfB Stuttgart.
Mehr oder minder heiße Gerüchte über den Weggang weiterer Spieler kursieren seit Tagen auf dem Transfermarkt: Ein großer deutscher Sportsender berichtet über das Interesse von Energie Cottbus an Torhüter Wolfgang Hesl. Heute liest man davon, dass Werder Bremen vielleicht Felix Klaus abwerben will. Gerüchte gibt es weiter über den Weggang von Mergim Mavrai, Johannes Geis, Lasse Sobiech und Baba. Auch dass Keeper Max Grün nicht mehr lange beim Kleeblatt bleiben wird und will, ist kein Geheimnis mehr. Besonders dramatisch wäre es für die Fürther Fans, wenn Edgar Prib die Spielvereinigung verließe. Ob er wirklich nach England geht oder zu Borussia Dortmund – bislang gibt es darüber nur Spekulationen.

Auf jeden Fall wird die neue Spielzeit für die SpVgg ein Beginn mit vielen neuen Spielern. Der Kader wird komplett umgekrempelt, Coach Frank Kramer muss praktisch bei Null neu anfangen. Manch einer hat schon vorgeschlagen, die gesamte U23 als neue erste Mannschaft einzusetzen. Naja, warum eigentlich nicht?

Morgen, 11. Mai, tritt das Kleeblatt zum letzten Heimspiel in der Ersten Liga gegen den SC Freiburg an. Die Partie beginnt um 15.30 Uhr. Kann die Mannschaft doch noch ihren ersten Heimsieg einfahren? Wir Greuther-Weiber wünschen uns das ebenso sehr wie alle anderen Fans der SpVgg!!

Fürth lässt in Aue zwei Punkte liegen

Nein, das war wirklich nicht der Tag des Kleeblatts. Die SpVgg kam im Erzgebirgsstadion nur mit großer Mühe ins Spiel. Die Veilchen taten alles, um unseren Jungs das Leben schwer zu machen. Lange Zeit in der ersten Hälfte war Erzgebirge Aue eigentlich die bessere Mannschaft, das muss man fairerweise sagen. Dann kam auch noch Verletzungspech dazu: Bernd Nehrig musste nach einem Zweikampf mit Jan Hochscheidt in der 22. Minute gehen. Der für ihn eingewechselte Asen Karaslavov war einfach kein adäquater Ersatz für Nehrigs Können. Dass Olivier Occean in der 43. Minute mit einem Klasse-Kopfball dann doch die 1:0-Führung schaffte, grenzte fast an ein Wunder. Es spricht aber für Occeans unglaublichen Ball-Instinkt. Heinrich Schmidtgal hatte außerdem gute Vorarbeit geleistet.

Statt nach der Pause einen Zahn zuzulegen, wachte das Kleeblatt auch in der zweiten Halbzeit zu spät auf, nämlich erst nach dem Treffer von Savran (55.), der für die Veilchen den Ausgleich besorgte. Schon davor konnte man sich nur verzweifelt fragen, warum die Fürther dem gefährlichen Kocer immer wieder freie Hand ließen. Kocer und Savran wurden beide zu spät attackiert. Auch wenn Heinrich Schmidtgal alles gab, konnte er das Ruder nicht mehr herumreißen. Ein gefährlicher Kopfball von Christopher Nöthe kurz vor Schluss landete ebenfalls nicht mehr im Kasten von Aue. Und dann mussten wir auch noch zittern, ob Schiedsrichter Manuel Gräfe eine unschöne Aktion von Occean gegen den Auer Keeper Männel mit einer Roten Karte ahnden würde – zum Glück zog er nur Gelb.

Klar, der Druck für das Kleeblatt war groß, nachdem Eintracht Frankfurt am Freitagabend Bochum mit 3:0 besiegt und sich an die Tabellenspitze gesetzt hatte. Aber der Druck wird in den nächsten Wochen nicht weniger, sondern noch stärker werden. Die Mannschaft muss einen Weg finden, damit besser umzugehen. Sonst bleibt der Aufstieg nur ein schöner Traum.

 

 

Kleeblatt baut seine Führung aus

Es war eine harte Woche für unser Kleeblatt – sowohl der Sieg gegen die Münchner Löwen als auch die Niederlage im DFB-Pokal gegen Dortmund haben die Spieler Kraft gekostet. Das war der Fürther Mannschaft heute deutlich anzumerken. Trotzdem will die Elf von Mike Büskens ja ihr großes Ziel, den Aufstieg, nicht aus den Augen verlieren. Und das hat sie auch nicht getan! Mit einem 3:0-Sieg konnte sie den Vorsprung in der Tabelle weiter ausbauen: Auf sechs Punkte gegen die drittplatzierten Düsseldorfer, der derzeitige Tabellenzweite Eintracht Frankfurt spielt allerdings noch am Montagabend gegen Union Berlin, bleibt aber selbst im Fall eines Sieges einen Punkt hinter der SpVgg Greuther Fürth.

Allerdings: Gegen den abstiegsgefährdeten Karlsruher SC kam die SpVgg heute in der mit 12760 Besuchern gut gefüllten Trolli Arena erst mal nicht so richtig ins Spiel. Im Gegenteil: Die Gäste waren es, die sich am Anfang angriffslustig und selbstbewusst präsentierten. Und unser sonstiger Joker Olivier Occean wurde von den Karlsruhern so dicht belagert, dass er sich kaum einmal freispielen konnte. Erst das Tor von Heinrich Schmidtgal (28.), ein souverän verwandelter direkter Freistoß, legte den Hebel um. Von diesem Moment an lief es wieder für das Kleeblatt. Schon vor dem Pausenpfiff wäre durchaus noch mehr als die 1:0-Führung drin gewesen.

Nach dem Seitenwechsel hat Sercan Sararer immer wieder für Druck sorgen können. Schade, dass ihm kein Tor gelang, verdient hätte er es. Doch das 2:0 machte statt dessen Bernd Nehrig (70.), dessen Foulelfmeter bombensicher im Kasten der Karlsruher landete. Und Christopher Nöthe konnte diesen Spieltag nach einem Doppelpass mit Sercan Sararer noch zum 3:0 abrunden (83.).

Ja, das Kleeblatt hat den nötigen Biss und bleibt weiter auf Aufstiegskurs! Es hat sich von der Niederlage im DFB-Pokal nicht beirren lassen. Genau so wollen wir Greuther-Weiber die SpVgg sehen, und so kommt sie ihrem Traumziel auch Schritt für Schritt näher.