Schaifala Scheibn “ Kleeblatt “ oder Rinderfilet „Ronhof“ ?

PfeifndurlaKlar, die Wahl zwischen einem „Pfeifndurla Helles“ und dem „Pfeifndurla Weizen“ fällt schwer. Vor allem, wenn man so richtig durstig ist. Egal, beides schmeckt. Sogar Clubfans! Greuther-Weiber haben – wie alle anderen Menschen auch – einmal im Jahr Geburtstag. Dieses Jahr wollte ich nicht groß feiern, sondern einfach mit ein paar Freunden gemütlich Essen gehen. Ich hatte das „Pfeifndurla“ ausgewählt, weil es zu den typischen Fürther Lokalen gehört und auch eine Fürther Fußball-Tradition hat. Also der Treffpunkt für Greuther-Weiber und deren Freunde.  Unsere Gruppe hatte ein perfekte Größe: Wir waren elf Personen, genau eine Fußball-Mannschaft.

Letztes Wochenende war es dann so weit: Den Tisch hatte ich noch etwas weiß-grün aufgepeppt (Foto) – die Gäste konnten kommen. Das „Pfeifndurla“ in der Fürther Gustavstraße ist meiner Ansicht nach etwas Besonderes, Uriges. Wirt Harald Walter hat die Fleischgerichte, die er ruhig und gekonnt auf dem offenen Buchenholz-Grill bis zur richtigen „Reife“ grillt, mit bedeutungsträchtigen Namen versehen: Die Steaks vom Buchenholzgrill sind – so in der Speisekarte nachzulesen – „ca. 200 Gramm schwer und stammen aus fränkischen Betrieben, teilweise ist uns auch der Vorname des Tieres bekannt.“ Man hat die Wahl zwischen z.B. der Fusionsplatte „Frank Türr“, dem Schweinerückensteak „Charly Mai“ oder einem Filetspiess „Hooligan“. Ich habe mich für das Roastbeef mit doppelter Meisterwürze „Hans Prinz Hagen“ und Ofenkartoffel entschieden. Es hat fabelhaft geschmeckt. Mit dem Namen konnte ich erst mal nichts anfangen, aber eine Freundin – selbst Kleeblattfan mit der „Kleeblatt-App“ auf dem IPhone – hat gegoogelt und schnell herausgefunden, dass der Mittelfeldspieler Hans Hagen (1894 in Fürth geboren), der später aber auch als Abwehrspieler eingesetzt wurde, vom FC Schneidig Fürth zur Spielvereinigung kam. Mit diesem Verein feierte er große Erfolge. Hagen galt als temperamentvoll und grimmig, war aber läuferisch stark und elegant in der Ballführung.

Zurück zum Geburtstagsessen: Keiner von uns konnte nach seinem Hauptgericht noch ein Gehäckbrot „Blutgrätsche“ oder das Käsgmantschi mit Bauernbrot „Gelbe Karte“ nachschieben. Außer einem Nachtisch und einem „regionalen Brand“ ging nichts mehr. Auf jeden Fall ein gemütliches Altstadt-Lokal mit echtem Flair. Speis‘ und Trank sind hervorragend, der Wirt ist nett und ist in jedem Moment die Ruhe selbst.
Insgesamt bleibt mir mein Geburtstagsessen in bester Erinnerung. Beim Abschied habe ich den Wirt gefragt, warum die Steaks keine Namen aktueller Spieler tragen. „Na, die sind doch schnell wieder weg vom Fenster“. Recht hat er. Wenn Ihr wissen wollt, wie das „Pfeifndurla“ zu seinem Namen kam, das könnt Ihr hier nachlesen.

Ein Delfinbaby namens Occean?

Wir Greuther-Weiber sind ja auch große Fans des Tiergartens Nürnberg. Dort wurde jetzt ein kleiner Schabrackentapir geboren, ein äußerst niedliches Tierbaby. Es hat aus unserer Sicht nur einen Fehler, und das ist sein Name. Die Tierpfleger haben es nämlich auf den Namen Pinola getauft. Der Vater der Kleinen – es handelt sich um ein weibliches Tapirbaby – heißt Pi, und die Kleine sollte ursprünglich Nola heißen. Auf Wunsch der Club-Fans unter den Tierpflegern wurde daraus dann eben Pinola.

Tja, damit werden wir Fürther Anhänger der Spielvereinigung wohl leben müssen, ob wir wollen oder nicht. Aber für die Zukunft möchten wir bitteschön auch ein süßes Tierbaby für uns beanspruchen. Mit der Namensgebung haben wir es allerdings, das muss ich einräumen, schon etwas schwerer als die Nachbarn im Osten. Nehrig oder Nöthe kann natürlich kein Tierkind heißen, obwohl der Anfangsbuchstabe N für den Nürnberger Tiergarten eigentlich ideal wäre. Auch auf Schahin, Schmidtgal oder Prib möchte wohl kein Tierbaby hören müssen. Ganz schlimm wäre Schröck.

Bei längerem Nachdenken fällt mir eigentlich nur eine Lösung ein: Occean könnte man den nächsten Delfin nennen, der in der Lagune geboren wird. Sollte es noch längere Zeit nicht klappen mit dem Nachwuchs bei den Großen Tümmlern – zuletzt hat es ja leider einige Todesfälle bei den Delfingeburten gegeben -, würden wir uns notfalls auch mit einem Seelöwenbaby zufriedengeben.