Erst geschwächelt, dann doch gesiegt!

Also: Greuther-Weiber sind auch nur Menschen. Dass ich heute beim Spitzenspiel zwischen der Spielvereinigung und dem Karlsruher SC von Anfang an ungnädig gestimmt war, das kann mal sein. Auch bei der regelmäßigen Einnahme von Kräutern (hihi!).
Von Anfang an waren die Kleeblätter in der Offensive und hatten in der ersten Halbzeit keine Torchancen. Das Spiel im Wildpark-Stadion (knapp 19 000 Zuschauer) war zwar lebendig und nicht langatmig. Aber das Fürther Team tat sich schwer gegen die schon von der Körpergröße her überlegenen Karlsruher. Dann kam das 1:0 durch Michael Vitzthum in der 39. Minute. Ein Superschuss aus 40 Metern Distanz – für Wolfgang Hesl realistisch gesehen nicht zu halten. Ich wurde richtig wütend und hatte mehr Spaß daran, in sozialen Netzwerken meinen Frust auszulassen, als mich für das Spiel zu begeistern.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit bauten die Kleeblätter keinen Druck auf, ihnen fehlten zündende Ideen, und das Tempo ließ zu wünschen übrig. Frank Kramer wechselte, aber Mudrinski – der Torschütze vom Montag – kam nicht richtig zum Zuge. Dann in der 75. Minute: Zoltan Stieber zirkelte eine Ecke von links nach innen, der Ball landete vor den Füßen von Kevin Kraus, der den Ball annahm und mit einem Schuss aus zehn Metern zum 1:1 traf. Freude beim Torschützen (Foto), Erleichterung bei den Fürther Fans, und auch meine Stimmung wurde besser. Der 15 Minuten vorher eingewechselte Dominick Drexler machte vier Minuten vor Schluss das 2:1, und das Blatt wendete sich. Das blieb auch der Endstand, und das Kleeblatt hat bewiesen, dass es sogar einen Rückstand aufholen kann. Frank Kramer hatte den Riecher, zur rechten Zeit die richtigen Spieler auf den Platz zu bringen. So schaffte die SpVgg den vierten Sieg im vierten Spiel.

Edgar Prib hat übrigens gerade auf Facebook geschrieben: „Wer auch mal dreckig gewinnen kann, der wird… Glückwunsch an Fürth“. Das nenne ich Treue!

Die SpVgg bleibt also Tabellenerster und empfängt am Samstag, 24. August, um 13 Uhr den 1. FC Köln zu Hause im Ronhof.

Attraktiver Neuzugang beim Kleeblatt

So richtig langweilig wird es uns bis zum Start in die neue Zweitligasaison (21. Juli, 13.30 Uhr im Ronhof) nicht. Man geht in den Biergarten (kalt!), sieht sich den Confederations Cup im Fernsehen an oder wundert sich über die rasch voranschreitenden Abrissarbeiten in der Fürther Innenstadt. Man kann sich auch an den Siegen des Kleeblatt-Teams bei unbedeutenden Vereinen wie dem 1. FC Schweinfurt (4:1), Eintracht Bamberg (4:3 – uups, Glück gehabt) und dem ASV Zirndorf (8:0) erfreuen.
Eine positive Meldung aus Greuther-Weiber-Sicht (wobei der Schwerpunkt dieses Mal auf dem zweiten Bestandteil des Wortes liegt) ist der Zugang des 31-jährigen Slowenen Goran Sukalo. Er ist seit wenigen Tagen bei der Spielvereinigung und hat sich gestern beim 8:0-Erfolg gleich mit zwei Toren hervorragend eingeführt. Sukalo hat in seiner Laufbahn mehr als 250 Profispiele absolviert und war zuletzt bei MSV Duisburg. Er wird in Fürth die Rückennummer 16 tragen.
Dem vielfachen slowenischen Nationalspieler lagen – so der Website der SpVgg zu entnehmen – „auch zahlreiche Angebote anderer Vereine vor, im Ausland hätte Goran Sukalo nach eigenen Aussagen auch mehr Geld verdienen können“. Aber das große Interesse der Spielvereinigung, das Konzept des Vereins und die guten Gespräche mit den Verantwortlichen hätten ihn schnell überzeugt.
Ich finde, Goran Sukalo ist – insbesondere, was die Optik anbelangt – ein echter Gewinn fürs Kleeblatt. Ob er auch so gut Fußball spielt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Und was dem FC Bayern sein Pep Guardiola, das ist der Spielvereinigung ihr Goran Sukalo: ein gutaussehender Mann auf dem Platz.

Ausverkauf beim Kleeblatt?

Dass die Spielvereinigung nach nur einer Saison in der Ersten Bundesliga wieder absteigt, ist leider nicht mehr zu ändern. Viele hoffen, dass sich die Mannschaft in der nächsten Spielzeit wieder fängt und an ihre Erfolge anschließen kann.
Ich war auch zuversichtlich, aber von Tag zu Tag stellen sich zunehmend Zweifel ein. Der Grund ist der allmähliche Ausverkauf der Spieler.  Von der Mannschaft, wie sie in dieser Saison (siehe Foto) angetreten ist, wird kaum noch was übrig bleiben.
Seit heute ist es amtlich, dass Gerald Asamoah das Kleeblatt verlässt. Auf seiner Website teilt Asa das mit. Wie seine Zukunft aussehen wird, darüber gibt es noch keine Informationen. Dass Asamoah nach dem abrupten Abschied von Trainer Mike Büskens im Februar nicht mehr lange in Fürth bleiben würde, war klar. War er doch von Büskens zum Kleeblatt geholt worden und hatte dort maßgeblich am Aufstieg der „Unaufsteigbaren“ mitgewirkt.

Auch Routinier Milorad Pekovic verlässt die SpVgg. Der 35-Jährige war hier dreieinhalb Jahre aktiv, er hat 90 Pflichtspiele absolviert, sein Vertrag wurde nicht mehr verlängert. Heinrich Schmidtgal wurde vor wenigen Tagen von Fortuna Düsseldorf engagiert. Er ist in der Spielzeit 2013/14 genauso nicht mehr beim Kleeblatt wie Christopher Nöthe und Bernd Nehrig. Sercan Sararer geht bekanntlich zum VfB Stuttgart.
Mehr oder minder heiße Gerüchte über den Weggang weiterer Spieler kursieren seit Tagen auf dem Transfermarkt: Ein großer deutscher Sportsender berichtet über das Interesse von Energie Cottbus an Torhüter Wolfgang Hesl. Heute liest man davon, dass Werder Bremen vielleicht Felix Klaus abwerben will. Gerüchte gibt es weiter über den Weggang von Mergim Mavrai, Johannes Geis, Lasse Sobiech und Baba. Auch dass Keeper Max Grün nicht mehr lange beim Kleeblatt bleiben wird und will, ist kein Geheimnis mehr. Besonders dramatisch wäre es für die Fürther Fans, wenn Edgar Prib die Spielvereinigung verließe. Ob er wirklich nach England geht oder zu Borussia Dortmund – bislang gibt es darüber nur Spekulationen.

Auf jeden Fall wird die neue Spielzeit für die SpVgg ein Beginn mit vielen neuen Spielern. Der Kader wird komplett umgekrempelt, Coach Frank Kramer muss praktisch bei Null neu anfangen. Manch einer hat schon vorgeschlagen, die gesamte U23 als neue erste Mannschaft einzusetzen. Naja, warum eigentlich nicht?

Morgen, 11. Mai, tritt das Kleeblatt zum letzten Heimspiel in der Ersten Liga gegen den SC Freiburg an. Die Partie beginnt um 15.30 Uhr. Kann die Mannschaft doch noch ihren ersten Heimsieg einfahren? Wir Greuther-Weiber wünschen uns das ebenso sehr wie alle anderen Fans der SpVgg!!

Schröcki verlässt das Kleeblatt!

Horrormeldung und Frust für Kleeblatt-Fans:
Stephan Schröck verlässt die Spielvereinigung am Saison-Ende. Der 25-Jährige wechselt im Sommer zur TSG 1899 Hoffenheim. Bis zuletzt hatte die SpVgg die Hoffnung, dass der Publikumsliebling seinen Vertrag beim fränkischen Traditionsverein verlängern würde. In wochenlangen Verhandlungen und zahlreichen Gesprächen war die SpVgg Greuther Fürth an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten gegangen. Dabei hatte das Kleeblatt dem gebürtigen Schweinfurter Schröck auch eine sehr lange Vertragslaufzeit angeboten.
Stephan Schröck kam im Jahr 2001 zum Kleeblatt, durchlief die Junioren-Teams und schaffte in der Saison 2004/2005 den Sprung in den Profi-Kader. Für das Kleeblatt absolvierte der philippinische Nationalspieler bis jetzt 178 Spiele in der zweiten Bundesliga.
Das ist für das Kleeblatt und insbesondere die Fans bitter. Hatte sich „Schröcki“ – wie viele ihn liebevoll nennen – doch immer durch besonderes Engagement und Draufgängertum ausgezeichnet. Er avancierte in den letzten Jahren zu einem der Publikumslieblinge und suchte nach den Spielen immer engen Kontakt mit den Anhängern in der Fankurve. Außerdem ist er gerade bei uns weiblichen Fans sehr beliebt! Leider war er aber auch immer wieder vom Verletzungspech verfolgt. In unserem Greuther-Weiber-Blog haben wir erst vor kurzem darüber geschrieben.
Schade, aber Hoffenheim ist eben Bundesliga. Hoffen wir mal, dass wir in der nächsten Saison Stephan Schröck weiter im Ronhof willkommen heißen dürfen. Nämlich als Gegner im Erstligaduell der Spielvereingung mit 1899 Hoffenheim.

Frisches Spielerblut beim Kleeblatt!

Heute Nachmittag treten die Kleeblätter in der Trolli Arena gegen Union Berlin an. Beim ersten Heimspiel in der Rückrunde gilt es, mit dem neuen Torhüter Alexander Walke zu zeigen, dass das Team die Winterpause und den Ausfall von Keeper Max Grün gut verkraftet hat.

handschuhe_walkeAbgesehen vom Neuzugang im Tor (das Foto zeigt deutlich, dass der neue Mann im Kleeblatt-Tor echte „Keeper-Schaufeln“ hat) geht es zurzeit im Profiteam der SpVgg turbulent zu. Innenverteidiger Mergim Mavraj kam aus Bochum nach Fürth, Abwehrspieler Marino Biliskov wechselte zum FC Ingolstadt (Team des ehemaligen Kleeblatt-Trainers Benno Möhlamnn), und Dani Schahin wird bis zum Saison-Ende an den Drittligisten Dynamo Dresden ausgeliehen. Seit Dienstag ist Etienne Eto’o im Training des Kleeblatts dabei: Der Kameruner ist ein 21-jähriger Offensiv-Spieler und der jüngere Bruder von Inter Mailands Star Samuel Eto’o. Und am Mittwoch stieß dann noch Nejc Pecnik zum Team von Mike Büskens. Der 25-jährige Slowene ist Nationalspieler seines Landes und seit eineinhalb Jahren beim portugiesischen Klub CD Nacional Funchal aktiv.

Hoffentlich bringt das alles keine unnötige Unruhe in die Mannschaft! Denn jetzt ist jedes Spiel,  jeder Punkt wichtig. Trainer Mike Büskens, der bekanntlich für Ruhe und Stabiltät im Team plädiert, verlangt von seinen Spielern „Enthusiasmus, Leidenschaft und Willen“. Er sieht die bevorstehende Partie gegen die Berliner, die im Moment mit 22 Punkten auf Tabellenrang 12 stehen, so:

Wir müssen gegen Union anders auftreten als noch in der ersten Halbzeit in Karlsruhe. Union Berlin konnte die letzten Spiele gewinnen und auch in Cottbus einen Punkt holen. Diese Mannschaft verkörpert die zweite Liga, sie agiert leidenschaftlich und will sicher auch im ersten Auswärtsspiel des Jahres ein Zeichen setzen.

Die Spielvereinigung liegt vor dem heutigen Spiel auf Platz 6. Nachdem Spitzenreiter FC Augsburg und Verfolger MSV Duisburg gestern mit je einem Unentschieden geschwächelt haben, Cottbus jedoch in Bielefeld (natürlich) gewonnen hat, müssen sich die Kleeblätter heute doppelt anstrengen. Mal sehen, ob’s klappt!

Adieu, Jan Mauersberger!

mauersbergerWer kennt nicht das Sprichwort: „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“? Ich will mal hoffen, dass dieser bedeutungsschwangere Satz nicht mit der Spielvereinigung in Zusammenhang gebracht werden muss!
Wie bekannt wurde, hat der Verein den Abwehrspieler Jan Mauersberger für einen Wechsel zum VfL Osnabrück freigegeben. Der 25-Jährige steht ab dem 1. Januar 2011 in Diensten des Liga-Konkurrenten. Mauersberger war vor nunmehr vier Jahren – im Sommer 2006 – vom Topverein FC Bayern München zur SpVgg gekommen. Immerhin hat er in dieser Zeit 78 Liga-Einsätze für das Kleeblatt bestritten. Beim VfL Osnabrück erhält der gebürtige Münchener einen Vertrag bis 2013, gültig für die zweite und die dritte Liga.

Kleeblatt-Präsident Helmut Hack sagte auf der Homepage der Kleeblätter dazu:

Wir könnten einen Spieler wie Jan Mauersberger auch in der Rückrunde gut gebrauchen, um die Leistungsdichte hochzuhalten und für alle Fälle gut vorbereitet zu sein. Aber es ist verständlich, dass er seine Einsatzzeiten bekommen möchte.

Mal sehen, wer sich in den nächsten Tagen noch verabschieden wird. Und ich bin gespannt, ob es bald mal einige interessante Neuzugänge in Fürth geben wird!