Kärwa-Highligts aus Kleeblattsicht

Die XXL-Jubiläumskirchweih 2018 in Fürth ist Geschichte. Das ungewöhnlich sonnige und warme Spätsommerwetter hat es mit den Besuchern während der 16 Tage mehr als gut gemeint. Kulinarisch wurde viel geboten, das „Ballonglühen“ am Ulmenweg sowie die beiden Feuerwerke waren emotionale Momente. Insgesamt war die Innenstadt wieder im Ausnahmezustand, aber das nehmen die Anrainer (wie ich) gerne in Kauf. Und auch für überzeugte Kleeblattfans gab es verschiedene Highlights.
Den Erntedank-Festzug erlebten die Greuther-Weiber in diesem Jahr von oben. Der Blick aus der Vogelperspektive auf die vorbeiziehenden prachtvoll geschmückten Wagen war einmal etwas ganz anders. Applaus erhielt der Programmpunkt „Spielvereinigung Greuther Fürth“: Viele Spieler der Profimannschaft liefen mit ihrem Trainergespann im (blau-schwarzen) Outfit hinter den Jung-Kleeblättern, die auf Schildern die Namen der Spieler der letzten gewonnenen deutschen Meisterschaft 1929 trugen (Foto: E. Eckl).

Großen Zuspruch erhielt der Fürth-Stand in der Nähe des Stadttheaters. Hier konnten sich Kleeblattfans nicht nur mit Utensilien der Stadt Fürth eindecken. Nein, es wurden auch witzige Fanartikel im weiß-grünen Design angeboten wie Trikots, Aufkleber oder Hipsterbeutel. Da musste Greuther-Weib uwo natürlich zugreifen (Foto: KH).

Eine lange Schlange stand dann bei der Autogrammstunde der SpVgg-Profis am letzten Kärwa-Dienstag aufgereiht vor dem Fürther Stadttheater. Pünklich um 19.03 Uhr ging’s los, und der Marsch entlang der Tische (Foto: Sportfoto Zink), an denen die Spieler Hunderte von Karten unterschrieben, konnte starten. Maximilian Wittek  wurde zum Beispiel gebeten, seine Autogrammkarte mit den Zusatz „Für Emil“ zu versehen, manche SpVgg-Anhänger sammelten offenbar Karten von allen Profis. Zwei Stunden lang erfüllten die Spieler geduldig jeden Selfie- und Autogrammwunsch. Neben der limitierten Sonderedition an Kärwa-Autogrammkarten wurden auch mitgebrachte weiß-grüne Fanutensilien (Trikots, Schals, Fahnen, Baby-Strampler und sogar Fußballschuhe) signiert. Daniel Keita-Ruel, Sascha Burchert & Kollegen hautnah zu erleben und sie persönlich kennenzulernen – davon zehren nicht nur kleine Kleeblattfans bestimmt noch lange. Eine sympathische Aktion des Vereins, die inzwischen schon Tradition hat.

Kleiner Dämpfer für die Feststimmung

Feierstimmung in Fürth: Die Kärwa läuft auf Hochtouren, der Himmel beschert uns einen fast sommerlichen Tag, und das Kleeblatt spielt zu Hause. Der SSV Jahn Regensburg ist allerdings kein angenehmer Gegner – und das sollte sich heute wieder einmal bewahrheiten.
Beide Mannschaften starteten äußerst hektisch in die Partie, es kam keine Ruhe in das Spiel. Die Gäste aus der Oberpfalz hatten zunächst die besseren Chancen auf einen Treffer, aber Sascha Burchert war auch diesmal der wichtigste Kleeblattspieler auf dem Feld und bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand. So ging es torlos in die Kabinen. Aber wir wissen ja: Die SpVgg erzielt ihre Tore in dieser Saison fast ausnahmslos in der zweiten Halbzeit. weiter lesen

Bumm – und der Ball war wieder drin!

Bombenwetter hier in Fürth beim ersten Kirchweih-Sonntag. Und die Spielvereinigung gastiert zeitgleich beim schwierigen Gegner, Dynamo Dresden. Nach dem Trainerwechsel zu Maik Walpurgis hatten die Sachsen ihre letzten beiden Spiele gewonnen. Für sie war es allerdings eine kräfteraubende zweite Englische Woche in Folge. Auf der anderen Seite war das Kleeblatt erst am Donnerstag im Ronhof gegen den Hamburger SV angetreten und hatte in einem intensiven Spiel immerhin einen Punkt gerettet.
Heute also das Spiel im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Die tolle lautstarke Kulisse vor fast 28.000 begeisterten Zuschauern hat garantiert auch die Kleeblätter beflügelt. weiter lesen

Kommt es zur Revanche im Ronhof?

Die Spielvereinigung gegen den Hamburger SV: Heute Abend gibt’s im Ronhof das erste Schlagerspiel der Saison 2018/19 fürs Kleeblatt. Interessant wird die Begegnung aus verschiedenen Gründen:

1. Der HSV ist zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte zweitklassig. Das will der Bundesliga-Dino schleunigst ändern.
2. Das letzte Spiel hat der HSV blamabel mit 0:5 gegen Jahn Regensburg verloren. Das wird er nicht auf sich sitzen lassen wollen.
3. Die Spielvereinigung hat quasi noch eine Rechnung mit dem HSV offen: In der Relegation 2014 trennte sich das Kleeblatt zu Hause im Rückspiel (Foto: Sportfoto Zink) knapp mit einem 1:1. Das Tor von Pierre-Michel Lassogga war ausschlaggebend  – aufgrund der „Das-Auswärtstor-gilt-mehr-Regel“ gab es keine Verlängerung und kein Elf-Meter-Schießen. Damit blieb der SpVgg der Wiederaufstieg in die Bundesliga verwehrt.
4. Khaled Narey, der bis Ende der letzten Saison ein Kleeblatt und der Derbyheld war, hat beim HSV angeheuert und sich da zum Tormacher entwickelt. Er ist in der Spielweise ein ähnlicher Typ wie David Atanga. Wer wird sich heute durchsetzen?
5. Lasogga war bei der Klatsche gegen Jahn Regensburg erst in der zweiten Halbzeit auf dem Platz. Eine Partie vorher – gegen den 1. FC Heidenheim – wurde er auch erst in der 46. Minute eingewechselt und erzielte dann drei Tore in neun Minuten.
6. Eben dieser FC Heidenheim hat letzten Sonntag das Kleeblatt mit 2:0 besiegt und ihm die erste Niederlage zugefügt.

Also: Das wird heute ab 20.30 Uhr eine spannende und sicher aufregende Begegnung im vermutlich ausverkauften Fürther Ronhof. Mal sehen, was die Spielvereinigung daraus macht. Sie hat sicher Potenzial und kann auch gegen gute Gegner – wie gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokal – „bella figura“ machen. Ganz anders – die „3 Clubfreunde“ mögen mir die Spitze verzeihen – als der 1. FC Nürnberg gestern Abend bei der 0:7-Niederlage gegen den BVB in Dortmund. Ein wenig Schadenfreude auf Seiten der Kleeblattfans mag erlaubt sein.

Kleeblatt im alten Fahrwasser?

Schade, schade. Heute feiert die Spielvereinigung ihren 115. Geburtstag. Am 23. September 1903 wurde sie in der Gustavstraße gegründet. Und so hatten sich die angereisten Kleeblattfans beim Auswärtsspiel in Heidenheim auch eine passende Choreographie (Foto: Sportfoto Zink) vor dem Anpfiff ausgedacht. Der Verein hätte sich  dann auch über ein Punktegeschenk gefreut. Aber leider ist der gute Vorsatz voll daneben gegangen.
Trotz weitaus größeren Ballbesitzes in der ersten Spielhälfte gelang den Kleeblättern beinahe nichts. Es war komplett der Wurm drin. weiter lesen

Und laufen und laufen …

Ganz entspannt sind Kleeblattfans seit vergangenem Samstag: Nach dem 4:1-Heimsieg gegen Holstein Kiel rangiert die SpVgg ganz oben in der Tabelle der Zweiten Liga. Naja, seit dem gestrigen Erfolg des HSV in der nachgeholten Partie gegen Dynamo Dresden nicht mehr an der Spitze, sondern auf dem zweiten Platz. Aber immerhin!
Dass die Kleeblattprofis sich in dieser Saison wirklich engagieren, ist nicht zu übersehen. Da sind die Pässe endlich mal präzise, da ist man beim Spielaufbau originell, weiter lesen

So macht das Kleeblatt allen Spaß!

Ein herrlicher Spätsommertag in Fürth, viele Events parallel: Mobilitätstag auf der Fürther Freiheit, Graffl-Markt in der Gustavstraße. Und die Toppartie im Ronhof: Spielvereinigung gegen Holstein Kiel, Kleeblätter gegen die Störche, Tabellenfünfter gegen den Tabellenvierten. Und die Begegnung im mit 8370 Zuschauern besetzten Stadion endete mit einem tollen 4:1-Sieg des Kleeblatts.

Dabei hatte die SpVgg anfangs gar nicht gut ins Spiel gefunden, weiter lesen

Kein Glück für Duisburg am „Zebrastreifen-Tag“

Jaaaa! So könnte es immer weitergehen für das Kleeblatt! 1:0 auswärts gegen den MSV Duisburg (Foto: Sportfoto Zink)! Und das bedeutet: der erste Auswärtssieg seit dem 3. März dieses Jahres, als die SpVgg Greuther Fürth das Franken-Derby in Nürnberg gewonnen hatte. Bis zuletzt mussten die Fürther Fans allerdings zittern. Denn die „Zebras“ versuchten alles, um ihre bisherige desaströse Bilanz dieser Spielzeit – 0 Tore,  0 Punkte – zu verbessern. Und dann ist ja heute auch noch „Tag des Zebrastreifens“, das hätte doch ein gutes Omen für den MSV sein können.
Aber es kam, wie so oft, wenn man im Fußball einen Sieg unbedingt erzwingen will, anders. Schon nach 99 Sekunden ging Fürth weiter lesen

Zwei Punkte einfach so verschenkt

Es hätte ein so schöner Fußball-Nachmittag im Ronhof werden können. Und lange Zeit sah es auch ganz danach aus. Doch dann verschenkt das Kleeblatt einen schon sicher geglaubten 2:0-Sieg gegen Paderborn und muss den 3. Spieltag mit einem 2:2-Unentschieden abhaken. Mehr als ärgerlich!

Dabei hatte alles so schön begonnen. Die Spielvereinigung spielte von der ersten Minute an weiter lesen

Überlange Nachspielzeit kostet Kleeblatt den Triumph

Da wusste BVB-Kapitän Marco Reus also schon vor allen anderen, dass Schiedsrichter Manuel Gräfe (Foto: Sportfoto Zink) fünf Minuten nachspielen lässt? So war es zumindest im TV-Interview nach dem 2:1-Sieg zu hören. Die Spielvereinigung hätte beim Pokalschlager im Fürther Ronhof in einem Fußballkrimi beinahe die Sensation perfekt gemacht und den Favoriten Borussia Dortmund in die Wüste schicken können, wenn der Referée nicht auf stolze fünf Minuten Nachspielzeit entschieden hätte. Ohne einen nachvollziehbaren Grund. Es hatte keine längeren Verletzungsunterbrechungen, Trinkpausen oder Fouls gegeben, die eine so lange Nachspielzeit gerechtfertigt hätten. Nein, als Zuschauer im Stadion oder zu Hause vor dem Fernseher konnte man sich leider des Eindrucks nicht erwehren, dass deutsche Schiedsrichter vor prominenten Bundesliga-Manschaften zu viel Respekt haben und im Zweifelsfall so lange spielen lassen, bis das „richtige“ Team das entscheidende Tor macht. DFB-Präsident Reinhard Grindel saß übrigens gemeinsam mit Philipp Lahm unter den Zuschauern im Ronhof und verfolgte das Spiel.
Ähnlich wie beim Halbfinale 2012 wurde dem Kleeblatt der beinahe erreichte Pokalerfolg in allerletzter Sekunde noch genommen. Vier Minuten der Nachspielzeit hatten die Fürther schon überstanden, Dortmund stand vor dem vermeintlichen Aus. Dann gelang dem von BVB-Trainer Lucien Favre in der 74. Minute eingewechselten Joker Axel Witsel in der 90. + 5. Minute der Ausgleichstreffer zum 1:1. Die über Gebühr verlängerte Nachspielzeit brachte die Fürther Fans im ausverkauften Ronhof in Rage.
In der Verlängerung waren die Kleeblätter einem Triumph noch einmal denkbar nah: Lukas Gugganig und Fabian Reese hatten Chancen, die sie jedoch nicht verwerten konnten. Doch dann verwandelte der BVB seine einzige Tormöglichkeit in der Verlängerung: Marco Reus traf in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Endstand.
Fazit: Die Spielvereinigung hat super gespielt, das Maximum herausgeholt und beinahe einen Thriller für sich entschieden. Hoffen wir, dass die hervorragende Leistung das Team jetzt für die kommenden Spiele in der Zweiten Liga beflügeln wird.