Kleeblatt in der Krise

Fußballspiele gegen den FC St. Pauli sind für Kleeblattfans meistens Highlights. Es gibt sogar einige engagierte und fußball-vernarrte Fürther, die es sich nicht nehmen lassen, ein verlängertes Wochenende in Hamburg zu verbringen und im (gestern mit fast 30 000 Zuschauern ausverkauften) Millerntor-Stadion „ihrem“ Team zuzujubeln.
Zum Jubeln war beim 17. Spieltag allerdings nicht viel Anlass. Der norddeutsche Kiezverein hat ja derzeit eine sehr gute sportliche Phase und gewann mit 2:0 (Foto: Sportfoto Zink). Wobei es sogar immer wieder Chancen aufseiten der Spielvereinigung gab, weiter lesen

Zieht euch warm an, Kleeblattfans!

Kleeblattfans machen gerade harte Zeiten durch. Nach den Erfolgen zu Anfang der Saison 2018/19 konnte man mit Hochstimmung in die Spielzeit starten. Aber seit Mitte November und der 0:4-Auswärtsniederlage gegen Union Berlin ist der Wurm drin. Das Heimspiel gegen den FC Magdeburg hat die Spielvereinigung gerade noch – in der dritten Minute der Nachspielzeit durch einen glücklichen Treffer von Richard Magyar – mit 3:2 gewonnen. Die 0:4-Niederlage beim Bundesligaabsteiger 1. FC Köln konnte man auch nachvollziehen. Aber eine 0:5-Klatsche zu Hause gegen Erzgebirge Aue – das geht gar nicht. Deshalb sehen Kleeblattanhänger der morgigen Begegnung in Hamburg gegen den FC St. Pauli mit mehr als gemischten Gefühlen entgegen. Die Kiezmannschaft liegt (punktgleich mit Union Berlin) auf dem vierten Tabellenplatz der Zweiten Liga und ist kein sportliches Leichtgewicht. Und auch beim letzten Spiel der SpVgg vor der Winterpause  (Freitag, 21. Dezember) auswärts beim SV Sandhausen kann’s noch mal brenzlig werden.

Freunde haben den Greuther-Weibern zum Nikolaus eine weiß-grüne Greuther-Fürth-Ente geschenkt. Besonders witzig sind die kleine Pudelmütze und der Minischal, die sie auf dem Kopf hat. Wir hoffen, dass es keine ironische Anspielung auf die schlechte fußballerische Leistung der Kleeblätter sein sollte. Muss man sich bei den nächsten Spielen womöglich warm anziehen? Hoffentlich nicht! – Jedenfalls habe ich mir zum morgigen Spiel eine kleine Fotocollage (Foto: KH) erlaubt.

Diese Leistung kann man sich nur schöntrinken!

Das letzte Heimspiel vor Weihnachten besitzt immer eine ganz besondere Atmosphäre. Nach der Partie gehen viele Fans auf die Altstadt-Weihnacht am Waagplatz in der Nähe der Gustavstraße und lassen die 90 Minuten im Stadion bei einer Tasse Glühwein noch mal Revue passieren. Um eine weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen, eröffnete das Fürther Christkind heute nach dem Spiel das „Winterdorf“ mit den weiß-grünen Buden auf dem Gelände des Stadions. Dort gab es u.a. Kinderpunsch, Plätzchen und Kaiserschmarrn sowie stylische Weihnachtsgeschenke von der Spielvereinigung, einen Stand der aktiven Fanszene und der Dambacher Werkstätten.

Die heutige Begegnung am 16. Spieltag gegen den FC Erzgebirge Aue war für Kleeblattfans bekanntlich wichtig, weil das letzte Spiel, gegen Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln, mit 0:4 verloren worden war – ein Ergebnis, das zumindest in dieser Höhe aufgrund von diskutierbaren Schiedsrichterentscheidungen nicht gerechtfertigt war. Vor dem Spiel hatte Fürths Coach Damir Buric noch gesagt, dass die Mannschaft in „gewissen Situationen besser verteidigen“ und sich „in bestimmten Phasen anders verhalten“ müsse. Und das, obwohl Maximilian Wittek (Gelbsperre) und Maximilian Bauer (Gelb-Rot-Sperre) nicht mit auf dem grünen Rasen waren.

Die schöne Weihnachtsstimmung rund ums Stadion und der größte Optimismus verpufften heute allerdings recht schnell. Schon das erste Tor (28. Minute), das die Veilchen erzielten, verhieß nichts Gutes. Der Halbzeitstand von 0:1 war, nach den Erwartungen, die man vor der Partie hatte, nur als blamabel zu bezeichnen. Und über die zweite Spielhälfte brauchen wir kein Wort mehr verlieren: ein einziges Desaster (Foto: Sportfoto Zink)! Mit 0:5 vor heimischem Publikum gegen Erzgebirge Aue zu verlieren – und das nach dem fulminanten Start in die Saison 2018/19 -, das darf einfach nicht passieren.

Schon am frühen Vormittag hatten einige Fans auf dem Weihnachtsmarkt vorgeglüht. Nach der heutigen Pleite im Ronhof blieb einem kaum noch etwas anderes übrig, als sich die hohe Heimniederlage schönzutrinken. Wenn das bei den zwei letzten Spielen des Jahres 2018 – beides auch noch Auswärtsspiele! – so weitergeht, dann gute Nacht! Die nächste Partie findet am kommenden Samstag, 15. Dezember, auf St. Pauli statt; danach tritt das Kleeblatt am Freitag, 21. Dezember, beim SV Sandhausen an – zum allerletzten Mal vor der Weihnachts-/Winterpause.

Geißbock frisst Kleeblatt

Der Geißbock frisst das Kleeblatt mit Haut und Haaren auf – dieses bitterböse Bild drängt sich mir nach der 0:4-Klatsche der Spielvereinigung gegen den 1.FC Köln unwillkürlich auf. Nun habe ich als Tierfreundin eigentlich überhaupt nichts gegen den Hennes (Foto: dpa) – ich habe ihm ja hier sogar schon mal zum Geburtstag gratuliert. Trotzdem: Eine Niederlage in dieser Höhe hätte es nicht sein müssen. Schließlich haben die Fürther ihre Sache in der ersten Halbzeit gar nicht schlecht gemacht. Das 1:0 für den Effzeh in der 17. Spielminute, erzielt ausgerechnet vom Ex-Kleeblatt Dominick Drexler, war erstens Pech und zweitens kein regulärer Treffer, weil ihm gleich zwei Abseits-Pässe vorausgegangen waren. Doch das Schiedsrichter-Gespann schien auf beiden Augen blind zu sein. Umso mehr ist es der Kleeblatt-Elf anzurechnen, dass sie sich nicht ins Bockshorn 😉 jagen ließ. Mund abwischen, weiterkämpfen, lautete die Devise, die während der letzten zehn Minuten in Durchgang eins auch aufging. Fürth erspielte sich die eine oder andere Chance – das ließ für die zweite Halbzeit hoffen. Zumal man ja weiß, dass das Kleeblatt fast immer erst nach dem Wechsel so richtig loslegt. weiter lesen

30 Minuten zwischen gestern und heute

Jedes Jahr versuche ich, der tristen Witterung und dem unvermeidlichen Wintereinbruch für kurze Zeit zu entkommen. Nach Fuerteventura und La Palma war dieses Mal die Kanarische Insel Teneriffa dran. Greutherweib uwo musste hier die Stellung halten und hat über den neuen Vizepräsidenten der Spielvereinigung – Volker Heißmann – und den Last-Minute-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg gebloggt. Ich habe mich mit meinem iPad auf dem Laufenden gehalten und das Fußball-Geschehen in Fürth aus rund 3500 Kilometern Distanz verfolgt.

Gestern Abend kam ich nun zurück, landete in Nürnberg und fuhr mit Koffer und schwerem Rucksack mit dem Bus vom Flughafen nach Fürth. Während der Fahrt durchs Knoblauchsland hat man die Möglichkeit – quasi zur Ablenkung – interessante elektronische Fahrgastinformationen auf einem LED-Monitor zu lesen: nächste Haltestelle – Uhrzeit – Nummer der Buslinie – Werbung – lustige Redensarten. Doch schon nach wenigen Sekunden hatte ich ein untrügliches Gefühl, so, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Nein, nicht nur für eine Woche, sondern für mehrere Monate. Die eingeblendeten Kleeblatt-Infos (Fotos: KH) machten auf eine Aktion aufmerksam, die schon längst Geschichte ist: Der Dauerkartenverkauf für die Spielzeit 2018/19. Nicht nur eingefleischte Ronhofbesucher und Dauerkartenbesitzer wissen, dass dieser Zug schon im Sommer abgefahren ist. Aber auch der Hinweis auf die „Ausflugsfahrten 2018 der infra“, war uralt: Der Besuch im Opel-Zoo bei Kronberg/Königstein beispielsweise fand am 28. Juli 2018 statt.
Als ich jedoch auf dem Weg zwischen dem Albrecht-Dürer-Airport und der Fürther Innenstadt aus dem Busfenster schaute, war ich wieder ganz in der Gegenwart. Denn viele Häuser, Gärten und Fenster waren mit Lichterketten und blinkenden Rentieren dekoriert. Franken im Weihnachtsfieber! Die Adventszeit wird unweigerlich kommen. Aber in der heilen Welt des 33-er Busses und den Infos des VGN fühlte ich mich für eine knappe halbe Stunde um Monate in einen herrlichen Sommer zurückversetzt.

Fürther Spaßvogel mit an der Vereinsspitze

Heute wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Volker Heißmann ist neuer Vizepräsident bei der SpVgg Greuther Fürth (das Foto von Sportfoto Zink zeigt ihn mit dem Präsidenten der Spielvereinigung, Fred Höfler, und Oberbürgermeister Thomas Jung). Ehrlich gesagt, hat mich diese Nachricht heute Mittag durchaus etwas überrascht. Aber schon nach wenigen Minuten dachte ich mir: Klasse! Der Mann hat jede Menge Humor. So einen kann die Spielvereinigung in jedem Fall gut gebrauchen! Er wird nicht alles nur bierernst nehmen wie manch anderer in dieser Position bei bestimmten Vereinen 😉 Und: Heißmann ist ein waschechter Fürther, dessen weiß-grünes Herz schon immer für unsere Spielvereinigung schlägt. Er ist auch viel mehr als ein Komödiant. Das hat er in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, indem er in seiner Heimatstadt verschiedene soziale Projekte unterstützte. Nun kann er – als Nachfolger von Holger Schwiewagner – mit dem Kleeblatt so etwas wie ein sportliches Projekt fördern.

Nachdem die Mannschaft 2012 den Sprung in die Erste Liga geschafft hatte, schmetterte Heißmann bei der Aufstiegsfeier unsere Ronhof-Hymne vom Rathausbalkon: „Dass wir vom Ronhof sind – hallihallo -, das weiß ein jedes Kind!“. Tausende auf den Straßen darunter bejubelten den Auftritt. Als einer der Väter der „Comödie“ Fürth holte Heißmann damals die Fernsehsendung „Blickpunkt Sport“ in das ehemalige Berolzheimeranium. Ein Coup, über den man beim Verein in der östlichen Vorstadt ganz und gar nicht „amused“ war. Heißmann zeigte sich großzügig und lud Vertreter des Erzrivalen ein, in der Sendung aus der „Comödie“ auch aufzutreten. Und die Glubberer? Sie schafften es nicht, ausnahmsweise mal über ihren eigenen Schatten zu springen. Naja, Souveränität war ja noch niemals ihre Stärke!  Volker Heißmann ließ sich jedenfalls auch da nicht die gute Laune verderben.

Wir Greuther-Weiber freuen uns jedenfalls auf die neue Rolle von Volker Heißmann und wünschen uns, dass er ab und zu auch für Riesenstimmung im Ronhof sorgt. So wie früher mal. Dass er nicht nur Vize-, sondern sogar „President“ kann, hat er ja vergangenes Jahr schon bewiesen – wenn auch nur in einer Film-Satire.

Nach dieser guten Nachricht von heute wird das Kleeblatt am Abend gegen den 1. FC Magdeburg bestimmt noch besser gelaunt auftreten als sonst bei Heimspielen.

P.S.: Ob die Laune im Ronhof ein paar Stunden später wirklich gut war, sei mal dahingestellt. Schließlich sah es ja eine Zeitlang so aus, als könnte die Elf aus Sachsen-Anhalt die Partie für sich entscheiden. Aber die Spielvereinigung hat nicht aufgegeben und alles ins Zeug geworfen, was sie aufzubieten hatte. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit sah es noch nach einem 2:2-Remis aus. Die Schlussminuten zeichneten sich dann durch eine gewisse Dramatik aus: Das 3:2 lag spürbar in der Luft. Zum Glück ließ der Unparteiische drei Minuten nachspielen. Und das Kleeblatt machte es bis zur allerletzten Minute spannend. Ganz nach früherer FC Bayern-München-Art (die hatten bekanntlich in der vergangenen Saison dauernd einen solchen Dusel!) fiel in der 93. Minute das heiß ersehnte Siegestor. Jubel auf dem Spielfeld und im Stadion!

Volker Heißmann hat sich also gleich als Glücksbringer für die Fürther erwiesen – vielleicht ist er ja so etwas wie das 4. Blatt im eigentlich dreiblättrigen Kleeblatt.

1000 Beiträge im Greuther-Weiber-Blog!

Unseren Greuther-Weiber-Blog gibt es seit dem 17. Juli 2009. Das letzte Posting am 11. November (ausgerechnet über die in jeder Beziehung negative Zweitliga-Begegnung gegen Union Berlin) war unser 1000. Blogbeitrag. Vieles hat sich ereignet in den vergangenen neun Jahren. Es gab gute, schlechte und traurige Zeiten bei der Spielvereinigung. Zu den positivsten Momenten gehört auf jeden Fall der Aufstieg in die Bundesliga und die dazugehörige Feier im Mai 2012: Fast 30.000 Fürther standen vor dem Rathaus und jubelten Trainer Mike Büskens, Präsident Helmut Hack und der erfolgreichen Mannschaft zu.

Uns Autorinnen  – kiki und uwo – geht es in den Beiträgen natürlich primär um die sportlichen Aspekte des Vereins, um die Spieler und die Kleeblattfans. Aber wir sind auch immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Themen rund um die Spielvereinigung. Dazu gehören Personen in Fürth, deren Herz am Verein hängt, die ihre Geschäftsidee weiß-grün färben oder einfach kreative Ideen haben, wie man Fußball und sonstiges Leben verknüpfen kann. Dazu gehören Kneipen und Restaurants, kleine Läden und Geschäfte, Künstler und richtige Fürther Originale. Und wir treffen in Fürth immer wieder interessante Leute, die sich für Fußball und insbesondere fürs Kleeblatt mit großem Einsatz engagieren. So war uns zum Beispiel die Arbeit der Behindertenbeauftragten der SpVgg und ihres Kollegen in den „Hilfsbereiten Geistern vom Fürther Ronhof“ natürlich eine Geschichte wert.
Manchmal fragen unsere Blogleser, wie wir auf die Themen „rund ums Kleeblatt“ kommen. Sicher, das wird nach 1000 Beiträgen nicht unbedingt leichter. Die Fürther und ihre besondere Beziehung zu „ihrem“ Fußball-Verein bringen uns aber auf immer neue Ideen. Und dem einen oder anderen Tipp gehen wir natürlich gerne nach. Die ausgesprochene – eher neutrale – Sportberichterstattung überlassen wir den Kollegen der Sportredaktionen. Wir dagegen können mit richtiger Wut im Bauch ungerechte (Schiedsrichter-)Entscheidungen im Spiel kommentieren, wir greifen witzige Anekdoten rund um die Profispieler auf oder geben den Fans ein Forum. Und wenn es ganz schlimm kommt und gar nichts mehr zu gehen scheint bei unserem Kleeblatt, dann wenden wir uns auch mal direkt an die Mannschaft, wie im Brandbrief Anfang dieses Jahres.

„Leiden – kämpfen – jubeln – Mit jeder Faser Kleeblatt.“ steht auf dem Transparent, das derzeit die Kurgartenstraße in Fürth überspannt (Foto: KH). Treffender könnten wir unseren Seelenzustand beim Verfassen der Blogbeiträge nicht beschreiben. Also: Auf die nächsten Erfolge der Spielvereinigung! Auf eine spannende und friedliche Saison 2018/19! Und auf unseren Greuther-Weiber-Blog!

Unschöner Ausflug nach Berlin

Die Begegnung der Spielvereinigung gegen Union Berlin stand heute wahrlich unter keinem guten Stern. Bei Regen mussten die Kleeblätter an der Alten Försterei auflaufen, viele Fürther Fans hatten vor und während des Spiels Ärger mit dem Ordnungsdienst, im Fürther Block gab es einen Polizeieinsatz. Dann startete die Partie um den möglichen dritten Tabellenplatz aus weiß-grüner Sicht katastrophal: Nach einem Zusammenprall mit seinem Gegenspieler Suleiman Abdullahi verletzte sich Maximilian Wittek in der 3.Spielminute schwer am Kopf (Foto: Sportfoto Zink). weiter lesen

Wiedersehen mit altem Bekannten

Der 1. FC Union Berlin ist ein Verein, mit dem es das Kleeblatt und dessen Fans „können“. Am kommenden Sonntag wird um 13.30 Uhr an der Alten Försterei in Berlin die 13. Begegnung der Spielzeit 2018/19 angepfiffen. Und für die Spielvereinigung wird’s sicher nicht leicht. Die Berliner liegen punktgleich – aber mit einem etwas besseren Torverhältnis – direkt vor der SpVgg auf dem vierten Tabellenplatz. Die Bilanz der letzten Jahre ist fürs Kleeblatt eher gut: Bei 22 Aufeinandertreffen hat Fürth zehn Mal gewonnen, neun Mal unentschieden gespielt und nur drei Mal verloren. Allerdings haben die Köpenicker als einzige Mannschaft der zweiten Liga in dieser Saison noch kein Spiel verloren. Und: Immerhin ist Union Berlin in der zweiten Runde des DFB-Pokals Ende Oktober erst nach Verlängerung gegen Borussia Dortmund mit 2:3 aus dem Wettbewerb geflogen.
Spannend wird das Wiedersehen der Kleeblätter mit Robert Zulj. Er hat die Spielvereinigung zur Saison 17/18 verlassen und wechselte  zur TSG 1899 Hoffenheim. Dann ließ er sich ein Jahr später von Union Berlin als „Leihgabe“ anheuern. Im weiß-grünen Dress absolvierte Zulj 85 Liga-Spiele. Der 26-Jährige wird sich am Sonntag voll einsetzen und alles für einen Sieg seines aktuellen Teams tun.

Ich persönlich denke mal, dass die Spielvereinigung am Sonntag versuchen muss, ihre schwachen ersten Halbzeiten der letzten Spiele zu vermeiden und schneller in die Gänge zu kommen. Und dann – wenn alles nach Plan läuft – mit drei gewonnenen Punkten nach Hause zu fahren. Das Foto oben ist übrigens nach dem 2:1-Heimsieg der Spielvereinigung gegen Union Berlin Anfang April 2018 entstanden (Foto: Sportfoto Zink).

Glanzlicht auf die Gründungsstätte des Kleeblatts

21 Gebäude in der Innenstadt werden anlässlich des Festjahres „200 Jahre eigenständig“ am kommenden Samstag, 10. November, von 18 bis 23 Uhr, von Künstlerinnen und Künstlern illuminiert. Ein für die Spielvereinigung und alle Kleeblattfans besonders geschichtsträchtiges Gebäude ist auch dabei: das Gasthaus „Zum Alten Rentamt“ (Foto: KH) in der Gustavstraße 61 Dort führt die Spielvereinigung Greuther Fürth bei der künstlerischen Beleuchtung am Samstag selbst Regie. In dem Anwesen wurde am 23. September 1903 die Spielvereinigung Fürth (heute Spielvereinigung Greuther Fürth) als Unterabteilung des TV 1860 Fürth gegründet; sie erlangte drei Jahre später ihre vollständige Eigenständigkeit vom Hauptverein.
Seit ihrer Gründung 1903 ist die Spielvereinigung ja mit ihrer Heimatstadt eng verbunden, viele Höhen und Tiefen haben der traditionsreiche dreifache Deutsche Meister und seine Stadt zusammen durchlebt. Sie teilen sich auch das Wappen – nicht viele Vereine in Deutschland tun das. So ist es kein Wunder, dass man in ganz (Fußball-) Deutschland „Das Kleeblatt“ mit der SpVgg und mit Fürth assoziiert. Und mittlerweile ist die SpVgg Greuther Fürth weit über die Grenzen Frankens hinaus zum Imageträger Nummer eins der Kleeblatt-Stadt geworden.
Ihren Anfang nahm die Geschichte der SpVgg in der Gustavstraße, wo die Familie eines der Gründungsmitglieder eine Gastwirtschaft betrieb. Die „Restauration Balzer“ (heute „Zum Alten Rentamt“) wurde zum Ort der historischen Versammlung, in deren Verlauf die SpVgg Fürth 1903 gegründet wurde. Drei Jahre später dann machte sich die SpVgg selbstständig. Auch wenn die Vereinslokale in den vielen Jahren danach immer wieder wechselten – die Gustavstraße ist nach wie vor der Treffpunkt für Kleeblattfans vor und nach Spielen im Fürther Ronhof. So auch 2012 als die Spielvereinigung erstmals den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Hier wird gerne – oft auch mit Anhängern der Gästemannschaften – das eine oder andere Glas Grüner-Bier konsumiert. Man feiert mitten im Herzen Fürths.

Lasst Euch also am Samstag die Fürther Glanzlichter nicht entgehen. Fürther, Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Kleeblattstadt aus einer völlig neuen Perspektive zu entdecken.