Hallenturnier: Kleeblatt will Titel verteidigen

Das neue Jahr 2017 startet mit Kälte und Schnee. Die Spielvereinigung verzichtet in dieser Winterpause auf ihre Reise in ein Trainingslager und versucht, sich zu Hause mit Trainingseinheiten auf die Rückrunde der Zweiten Liga vorzubereiten und eventuell sportlich zu neuen Höhenflügen aufzuschwingen.
Eine kleine Abwechslung und ein witziger Event ist der Bandenkick am kommenden Donnerstag, 5. Januar, beim AL-KO-Cup 2017 in Neu-Ulm ab 17.30 Uhr. Das Kleeblatt geht als Titelverteidiger in das Hallenturnier. Die SpVgg hatte sich vor einem Jahr im Finale gegen Ligakonkurrent 1. FC Kaiserslautern mit 4:1 durchgesetzt. Und auch schon im Januar 2014 gewann das Kleeblatt souverän den Frankfurtcup – damals noch unter Trainer Frank Kramer, die Tore schossen u.a. Ilir Azemi, Niclas Füllkrug und Abdul Rahman Baba. Das war unser Blogbeitrag.

In der „ratiopharm arena“, wo sonst die Ulmer Basketballer auf Korbjagd gehen, tritt am Donnerstag mit dem „AL-KO Cup“ bereits zum zweiten Mal für einen Tag König Fußball in Aktion. Bei dem Hallenfußball-Turnier treffen sechs Teams auf einem Kunstrasen der neuesten Generation im Turniermodus mit zwei 3er-Gruppen (die noch vor Weihnachten per Losverfahren ermittelt wurden) aufeinander. Die Mannschaften spielen insgesamt zehn Kurzmatches à zweimal zehn Minuten (ab dem Halbfinale zweimal 12 Minuten). Das Finale mit anschließender Siegerehrung startet um 22.15 Uhr. Aus der Zweiten Bundesliga ist außer der Spielvereinigung der 1. FC Kaiserslautern zu Gast. Aus der dritten Liga stammt die SG Sonnenhof-Großaspach, dazu gesellen sich die Regionalligisten FV Illertissen,  SV Stuttgarter Kickers und Gastgeber SSV Ulm 1846 Fußball.
Sport1 überträgt die Spiele live im TV und im Livestream.

Aus der Traum für Schröcki!

Heute morgen fand das erste Training der Spielvereinigung statt. Und Trainer Stefan Ruthenbeck eröffnete das Jahr 2016 mit einer Riesenüberraschung: Publkumsliebling Stephan Schröck wurde mit sofortiger Wirkung vom Training freigestellt. Das Management will es so dem Fürther Urgestein Schröck leicht machen, sich einen neuen Verein zu suchen. „Stephan hat sich auf der Außenverteidigerposition nicht so wohl gefühlt“, kommentierte Coach Ruthenbeck die Entscheidung lakonisch. Da Schröck (dessen Vertrag bis zum Sommer 2018 läuft) sich nach eigenen Aussagen vorne wohler fühlte, ging er dort einen Konkurrenzkampf mit stärkeren Spielern ein, den er nicht gewann.
Jetzt muss sich Schröcki also auf die Suche nach einem neuen, geeigneten Verein machen. Wer sich daran erinnert, wie begeistert die Kleeblattfans bei „Schröggis“ Rückkehr zur Spielvereinigung im Juli 2014 waren – hier unser Blogbeitrag dazu, der wird sich ausmalen können, wie die Anhänger jetzt reagieren werden. Die Sozialen Netzwerke werden heiß laufen!

Trotzdem: Die Maßnahme ist ein erstes Indiz dafür, dass die Verantwortlichen bei der Spielvereinigung den Ernst der Lage erkennen. Da kann man nicht sentimental sein und an ineffektiven Spielern festkleben. Da müssen auch unbeliebte Entscheidungen getroffen werden. Denn: In der Rückrunde der Zweiten Liga, die am 7. Februar fürs Kleeblatt mit einem Heimspiel gegen den FC Sankt Pauli startet, müssen Siege und Punkte her. Und bis dahin ist gar nicht mehr so lange Zeit.

Übrigens: Heute Abend nehmen neun Feldspieler und zwei Torhüter in Ulm bei einem Hallenturnier teil. Ab 17.30 Uhr überträgt der Fernsehsender Sport1 die Spiele live. Das Kleeblatt spielt in Gruppe B um 18.12 Uhr gegen SG Sonnenhof Großaspach und um 20 Uhr gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Bullen jagen in Leipzig

Am nächsten Montag, 3. August, findet das erste Auswärtsspiel der Spielvereinigung in der Saison 2015/16 statt. Die Kleeblätter fahren mit hohen Erwartungen zum Topspiel nach Leipzig zu den „Roten Bullen“. Das ist eine schnelle Neuauflage nach der Begegnung am letzten Spieltag im Mai. Da haben die Leipziger einen 2:0-Sieg verbuchen können. Die Reaktion der angereisten Kleebltattanhänger war damals dementsprechend (Foto): Buhrufe und Stinkefinger für eine enttäuschende Leistung des Fürther Teams.

Der sächsische Verein ist bei vielen Fußballfans der Zweiten Liga mit Abstand der unbeliebteste. RasenBallsport Leipzig, ein Verein, der nicht aus Herzblut und Enthusiasmus gewachsen ist. Nein, das Ziel der wenigen stimmberechtigten Vereinsmitglieder ist eindeutig die Maximierung des Profits. Traditionsbewussten Fans anderer Bundes- und Zweitliga-Clubs stößt das sauer auf. Wo RB Leipzig in der 2. Bundesliga zu Gast ist, schlagen der Mannschaft von den Tribünen Abneigung und Hass entgegen. Mit Spruchbändern und Sprechchören machen Fans deutschlandweit ihrem Unmut über das Red-Bull-Projekt Luft. Heimspiele der Leipziger werden von vielen Auswärtsfans boykottiert.

Der 71-jährige österreichische Milliardär Dietrich Mateschitz (er hält 49 Prozent der Anteile am Energy-Drink-Hersteller Red Bull GmbH) hat 2009 sein Projekt „Marketing mit Fußballclubs“ gestartet und will sein RB-Imperium expandieren lassen. Er hat den Schwerpunkt der Konzentration seines Konzerns im Fußball-Geschäft nach RB Salzburg inzwischen auf RB Leipzig gelegt. Sein wichtigstes Ziel: der Aufstieg von RB Leipzig in die Bundesliga – je eher desto besser. Die mit knapp 23 Millionen Euro getunte Mannschaft muss den hohen Erwartungen als Aufstiegsfavorit Nummer eins mit allen Mitteln gerecht werden. Viele Millionen Euro hat RB Leipzig für seine Neuzugänge ausgegeben. Dazu kommen fünf Spieler vom Red-Bull-Stammklub aus Salzburg, für die der Verein vor dieser Spielzeit keine Ablöse zahlen musste. Der Marktwert des gesamten Kaders liegt bei knapp 40 Millionen. Im Vergleich dazu: Der Marktwert des Bundesliga-Absteigers SC Freiburg beträgt rund 10 Millionen weniger, der Marktwert der Spielvereinigung wird auf ca. 15,5 Millionen Euro beziffert.

Dass es den Roten Bullen mit dem geplanten Aufstieg ernst ist und sie sportlich was drauf haben, beweist das Resultat des gestrigen Testspiels gegen den Bundesliga-Neuling FC Ingolstadt. Das Spiel haben die Sachsen mit 2:0 gewonnen.

Am Montagabend ist also das Kleeblatt dran: Um 20.15 Uhr ist Anstoß in der Red Bull Arena. Ein Tipp für Fans, die beim Spiel dabei sein wollen: Aufgrund einer Demonstration im Innenstadtbereich von Leipzig wird es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Deshalb wird dringend empfohlen, frühzeitig und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen!
Wer nicht nach Leipzig fahren kann oder will: Sport 1 überträgt die Begegnung live.

Ab morgen geht’s bergauf!

SpVgg Greuther Fürth - FSV FrankfurtMorgen hat das Warten auf das nächste Zweitligaspiel des Kleeblatts ein Ende – nach der Länderspiel-Pause geht es nach Düsseldorf zur Fortuna. Im letzten Herbst war diese Begegnung noch besonders pikant – wurden die Nordrhein-Westfalen damals doch vom „Aufstiegsmacher“ des Kleeblatts – Mike Büskens – trainiert. Er hatte zur Saison 2013/14 die Zweitligaelf übernommen und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieben. Am 30. November 2013 wurde er „nach einer Analyse der aktuellen sportlichen Situation“ beurlaubt. Die Fortuna stand zu diesem Zeitpunkt auf dem 15. Tabellenplatz in der 2. Bundesliga. Das Spiel am 7. Oktober 2013 hat die SpVgg leider mit 1:2 verloren. Aber das ist Vergangenheit.

Das morgige Spiel könnte für die Spielvereinigung wie eine Kehrtwende bei einer Schussfahrt ins Tal werden. Denn nach der 0:3-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC würden der SpVgg ein Auswärtssieg und drei Punkte gut zu Gesichte stehen. Wieso Kehrtwende? Kapitän Wolfgang Hesl steht morgen wieder im Fürther Tor. Er hatte sich in der Begegnung gegen 1860 München am 26. September verletzt – Bruch der Mittelhand – und fiel seitdem aus. Für ihn stand Tom Mickel im Fürther Tor – mit wenig Fortune. Zehn Gegentore in fünf Zweitliga-Spielen – wahrlich keine gute Bilanz.

Wolfgang Hesls Job wird es morgen sein, keine Tore der Gegner zuzulassen. Logisch! Aber vor allem hoffe ich darauf, dass er es mit seiner selbstbewussten und nachdrücklichen Art schafft, sein Team wieder zu mehr Konsequenz und spielerischer Klasse zu motivieren. Das ist dringend notwendig, denn die letzten Spiele waren mehr als dürftig. Das 14. Saisonspiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf in der „Esprit Arena“ wird also spannend. Wer nicht nach D-Town fahren kann oder will – die Partie wird ab 20.15 Uhr auf Sport1 live übertragen.

Kuddelmuddel auf dem Platz und im TV

Wir sind nicht nach Bochum gefahren, sondern haben uns das Spiel der Spielvereinigung gegen den VfL Bochum im Fernsehen angesehen. War wohl die falsche Entscheidung. Dieser Kommentator von „Sport1“ ist ja echt zum Abgewöhnen. So viel …sinn habe ich schon lange nicht mehr gehört! Die Spekulationen zum Beispiel, ob jetzt der Bochumer Innenverteidiger Hólmar Örn Eyjólfsson oder (natürlich) sein Vater Eyjolfur (Nachname somit ‚Der Sohn des Eyjolfs‘ ist der Sohn von Hertha-Legende Eyjolfur ‚Jolly‘ Sverrisson, der zwischen 1995 und 2003 das Trikot der Herthaner trug) oder wer auch immer auf dem Platz steht, das kann man sich kaum anhören.
Aber nun zum Spiel: Mühselig war es für das Team der Spielvereinigung. Mehr als einmal mussten wir zittern und waren von den Fehlpässen entnervt. Das 1:0 durch Daniel Brosinski in einer – für den TV-Kommentator – nicht eindeutigen Situation. Damit schaffte sich das Kleeblatt erst mal ein wenig Luft. Und die brauchte es auch – vor allem in der zweiten Halbzeit, nach dem Motivationsschub, den der Bochumer Trainer Peter Neururer in der Pause seinen Spielern gegeben hatte. Das Kleeblatt-Team spielte alles andere als erstligareif. Diffuse Abgaben und verstörte Aktionen. Da macht das Zusehen wenig Spaß. Die knapp 11 000 Zuschauer im Bochumer Stadion saßen mit schmerzverzerrten Gesichtern da. Und so ähnlich muss ich hier in Fürth vor dem Bildschirm auch ausgesehen haben.
Knapp vor Schluss musste man noch befürchten, dass den Bochumern der Ausgleich gelingt. Aber Dank des Tores von Ilir Azemi (90., Foto), der schon beim 1. FC Köln den Ausgleich geschossen hat, gewannen die Fürther mit 2:0. Ein Resultat, das besser aussieht, als die Leistung tatsächlich war.
Aber so hat die SpVgg mit drei Punkten ihren zweiten Tabellenplatz konsolidiert. Am kommenden Sonntag, 16. März, empfängt das Kleeblatt den 1. FC Union Berlin in der Trolli ARENA: The show must go on… Wir hoffen auf ein ähnliches Ergebnis wie heute. Aber auf ein schöneres Spiel.

Aus der Schwäche kommt die Kraft!

Das Zweitliga-Spitzenspiel wird heute Abend gegen den Tabellenführer 1. FC Köln steigen. Die Vorzeichen standen ja alles andere als unter einem guten Stern: Es gab zwei Tage lang bei der SpVgg kein Mannschaftstraining, weil 15 Spieler, Trainer und Betreuer an einer Virusinfektion (Noro-Virus) erkrankt waren. Inzwischen befinden sich die Erkrankten – unter ihnen auch Coach Frank Kramer – Gott sei Dank wieder auf dem Wege der Besserung.

Gestern konnten die Profis (bis auf Zsolt Korcsmár, der wegen einer Fußverletzung heute  ausfallen wird) gemeinsam trainieren. Gesund sind die Spieler also wieder, damit sie auch fit in die heutige Partie gehen, wird ein jetzt Schwerpunkt auf die Ernährung gelegt. „Wichtig ist jetzt kohlenhydratreiches und fettarmes Essen. Außerdem kümmern wir uns um den Flüssigkeitshaushalt“, erklärt Kramer die derzeitigen Schritte auf der Homepage der SpVgg. „Klar, die Vorbereitung war nicht optimal, aber so ist das manchmal im Leben“, sagt Frank Kramer und schiebt nach: „Man kann mit Willen so viel bewegen. Unser Anspruch ist es, in Köln ein richtig gutes Spiel zu machen, uns reinzubeißen und möglichst als Sieger vom Platz gehen.“

Das Hinspiel gegen die Kölner im August 2013 ging 0:0 aus. Auf  dem Foto diskutiert Frank Kramer mit dem Kölner Trainer Peter Stöger den Spielverlauf. Mit einem Unentschieden wäre den Kleeblättern heute Abend ab 20.15 Uhr (im TV auf Sport1) jedoch nicht allzu viel geholfen. Denn die Verfolger – der Karlsruher SC, Union Berlin sowie der SC Paderborn – stehen punktgleich mit dem Kleeblatt (36 Punkte) in den Startlöchern, um unser Team auf einen schlechteren Tabellenplatz zu katapultieren.
Also: Wir hoffen, dass heute alles gut geht, die Spielvereinigung trotz aller Widrigkeiten gut spielt, und sie am Ende vielleicht sogar drei Punkte mit nach Fürth nehmen kann.

Frankfurtcup 2014 – Erster Titel fürs Kleeblatt

Von einem Spaziergang zurück schalte ich gestern Nachmittag den Fernseher – Sportfernsehen –  ein, um mir das Hallenturnier „Frankfurtcup 2014“ anzusehen, bei dem die Spielvereinigung im letzten Januar einen respektablen zweiten Platz gegen die Offenbacher Kickers belegt hatte. Doch das erste Spiel in der FraportArena vor zirka 4000 Zuschauern war schon gelaufen, und wie 2013 hatte das Kleeblatt das erste Gruppenspiel – gestern gegen den FSV Frankfurt – schon mal mit 1:2 verloren. „Das kann ja heiter werden“, denke ich mir. Nach dem „Tatort“ (der witzigerweise auch in Frankfurt spielte) switche ich dann noch mal um auf  „Sport 1“ – und siehe da: Die Spielvereinigung steht im Finale gegen den Lokalmatador, den Erstligisten Eintracht Frankfurt.
Das war dann auch wirklich interessant: Anfangs vor allem wegen Stephan Schröck. Er ist ja inzwischen kein Kleeblatt mehr, sondern bei der Eintracht und mit seinem ungewöhnlichen Haarschnitt sehenswert – und torgefährlich. Aber das erste Tor fürs Kleeblatt schoss nach fünf Minuten Ilir Azemi. Das brachte die Hessen und die lautstarken Fans in Rage. Kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit (zwei Mal zehn Minuten dauert ein Spiel beim Hallenturnier) gelang ihnen dann prompt der Ausgleich. Doch in der zweiten Spielhälfte trumpfte die junge Fürther Mannschaft von Trainer Frank Kramer auf. Tom Weilandt brachte nach knapp 20 Minuten das Kleeblatt wieder in Führung. Und nur eine Minute später setzte Abdul Rahman Baba ein Bilderbuchtor zum 3:1 obendrauf. Da half es dem hessischen Erstligisten auch nichts mehr, dass „Schröcki“ mit allen Mitteln und sehr wild versuchte, für sein Team den Sieg zu erzwingen.  Zwar verkürzte Kempf  in der gleichen Spielminute zum 3:2. Doch dann brachte Niclas Füllkrug  die Spielvereinigung nach 22 Minuten und wenigen Sekunden wieder mit zwei Toren in Front. Und das 4:2 blieb dann auch der verdiente Endstand.
Zum Spieler des Turniers wurde mit Stephan Schröck ein Ex-Kleblatt und aktueller Eintrachtler gewählt. Der dritte Platz ging mit einem 5:2 gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden an Vorjahressieger Kickers Offenbach.

Also: Sportlich eine guter Start für die Spielvereinigung ins Jahr 2014. Und wenn der Kommentator von „Sport1“ Recht behält, dann haben wir gestern im Finale zwei Erstligisten der Saison 2014/15 gesehen.

„Vizemeister – oder was?“

Mein Mailprogramm signalisierte mir akustisch: Neue Nachricht erhalten. Ich öffne sie und lese „Hallenfußball ist der letzte Mist“. Uups, da fällt mir siedendheiß ein, dass die Spielvereinigung ja gerade beim „Frankfurtcup 2013“ spielt und ich die Übertragung im Sport-Fernsehen vollkommen vergessen habe: Dieses Hallenturnier vor überschaubarem Publikum (rund 4000 Zuschauer), mit reduzierter Mannschaft, wo jedes Spiel nur zweimal zehn Minuten dauert und es Schlag auf Schlag geht. Ähnlich wie beim Eishockey.
Ich schalte also ein, und das erste Spiel ist vorbei – das Kleeblatt hat gegen den FSV Frankfurt schon mal mit 0:2 verloren. Mensch, soll es etwa in dem Stil weitergehen wie das Fußballjahr 2012 zu Ende ging? Ich spürte schon wieder erste Frustgefühle.
Doch dann riss es Edgar Prib im zweiten Turnierspiel gegen Eintracht Braunschweig heraus: Er schoss im Minutentakt die beiden entscheidenden Tore – und so gelangten die Fürther ins Halbfinale. Dort schafften sie dann einen 5:3-Erfolg nach Neunmeter-Schießen gegen den Bundesliga-Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt, der bislang bekanntlich eine Bombensaison hingelegt hat. Im Frankfurtcup-Finale musste sich die SpVgg dann allerdings Kickers Offenbach mit 1:4 geschlagen geben. Musste? Die SpVgg begann das Endspiel ziemlich schlapp gegen den Drittligisten aus Frankfurts Nachbarstadt. Als sportliche Antwort auf die Offenbacher Dominanz fiel den Kleeblattakteuren wenig ein, kein Druck aufs Tor, kein Glück. Doch dann war Sercan Sararer noch mit einem Ehrentreffer erfolgreich, und das Kleeblatt konnte zumindest einen kleinen Triumph feiern: Zweiter im Turnier. Sararer war übrigens mit insgesamt fünf Treffern der beste Spieler im Kleeblatt-Team in diesem Hallenfußballturnier (auf unserem Foto bezwingt er im Neunmeter-Schießen den Frankfurter Keeper Nikolov).
Als Abrundung des Abends erhielt ich postwendend die digitale Nachricht in meinen Mails: „Vizemeister – oder was!!!!????“

Fanartikel-Code für das heutige Frankfurt-Spiel

Heute Abend findet um 20.15 Uhr das heiß ersehnte Spiel der Spielvereinigung gegen den Tabellenzweiten Frankfurter Eintracht in der Commerzbank-Arena statt. Bislang wurden gut 35.000 Tickets verkauft. Interessant sind für mich die detaillierten und zum Teil eigenartig anmutenden Verhaltenmaßregeln, die die Fanbetreuung des hessischen Vereins (der ja immer wieder Probleme mit den eigenen Fans hat) an die Besucher ausgibt:

Erlaubte Fanutensilien
– 1 Megaphon (Vorsänger darf den Zaun besteigen)

– 5 Trommeln (unten offen oder einsehbar)
– Kleine Fahnen (bis zu einer Stocklänge von 2m)
– Fanklubbanner / Zaunfahnen (solange der Platz reicht; die Fahnen können aufgrund unserer mündlichen Absprache am vorderen Zaun sowie an den Außenflanken des Gästestehplatzbereichs angebracht werden)
– 50 Doppelhalter (bis zu einer Stocklänge von 2m)
– 10 Schwenkfahnen
Werbung darf nicht überhängt werden. Kommt es zum Abbrennen von Pyrotechnik, trägt dies zu einer Reduzierung der genehmigten Fanutensilien beim nächsten Aufeinandertreffen bei bzw. beschränkt sich möglicherweise dann auf das Tragen von Trikot und Schal.
Bitte transportiert diese Information in Eure Fanszene hinein und weist sie auf ihre Verantwortung hin.
Bei Trommeln und Schwenkfahnen ist eine Aufnahme der Personalien beim Einlass möglich.
Die Mitnahme von Fotoapparaten/ Digitalkameras ist kein Problem, solange es sich dabei nicht um Profiausrüstung handelt. Videokameras sind nicht gestattet.
Rucksäcke und Taschen können nicht ins Stadion mitgenommen werden, außerdem gibt es keine Abgabemöglichkeit. Bauch-/Gürteltaschen sind grundsätzlich erlaubt.
Alkoholkontrollen können auf Sicht, d.h. bei auffallendem Verhalten bedingt durch Alkoholkonsum durchgeführt werden. Eine festgelegte Promillegrenze gibt es nicht.“

Na, habe ich zu viel versprochen? Jetzt weiß jeder Fan Bescheid, wie er sich adäquat auszurüsten hat. Wer unter diesen Umständen keine Lust mehr hat, heute nach Frankfurt zu fahren, der kann sich das Spiel im Fernsehen anschauen. Es wird in voller Länge bei Sport1 und Sky übertragen.

 

Ein starkes Kleeblatt vor der Brust

Der sogenannte Zwölfte Mann auf dem Rasen ist bei einem Fußballspiel nicht der unsichtbare weiße Hase Harvey, sondern das heimische Publikum, das die eigene Mannschaft lautstark unterstützt. Was für einen Motivationsschub so ein Zwölfter Mann den Spielern bringt, liegt auf der Hand. Ob das morgen in der ESPRIT Arena in Düsseldorf beim Spitzenspiel Fortuna gegen die Spielvereinigung auch so sein wird? Ich befürchte es. Allerdings werden die Vorteile dann klar auf Seiten der Gastgeber liegen. Denn das Zahlenverhältnis zwischen den Düsseldorfer und Fürther Fans wird ungleichgewichtig sein. Auf der Fortuna-Homepage fand ich nämlich folgenden deprimierenden Satz: „Bislang (Freitag Nachmittag) wurden 28 500 Karten abgesetzt, ganze 57 (!) davon in der Geschäftsstelle von Greuther Fürth.“ Klar, ein Auswärtsspiel am Montag Abend im rund 450 Kilometer entfernten Düsseldorf – wer macht sich von Fürth aus dahin schon auf den Weg?

Pikant ist die Partie Zweiter gegen Dritter aber noch aus anderen Gründen: Die Kleebätter werden vom gebürtigen Düsseldorfer Mike Büskens gecoacht. Aber wie wir Büskens kennen: Er ist Pragmatiker und wird für sein Team das Optimale rausholen.
Norbert Meier, Trainer der Fortuna, schätzt die Lage realistisch ein und warnt vor der „ungemeinen Offensivwucht, die die Grün-Weißen aus der Wissenschaftsstadt“ haben werden:

„Fürth war in den vergangenen Jahren immer dicht dran. Jetzt sind sie weitgehend zusammengeblieben und haben in Olivier Occean noch einen Torjäger dazubekommen, der sich sehr gut eingeführt hat. Die funktionieren gut, sind auswärts ungeschlagen. In den vergangenen Spielen haben sie immer in den entscheidenden Phasen zugeschlagen, sind abgebrühter geworden und hatten Partien, wo sie den Gegner komplett dominiert haben. Sie stehen kompakt und haben eine Menge leichtfüßiger, schneller Spieler – wir wissen also, was wir da vor der Brust haben!“

Dass man im Düsseldorfer Team ausgerechnet auf den Ex-Fürther Sascha Rösler (er war 2002 bis 2005 hier verpflichtet) verzichten muss, ist für Kleeblatt-Fans doch beruhigend. Der erfolgreiche Stürmer ist wegen diverser Gelber Karten gesperrt. Dafür kann Mike Büskens auf seine besten Spieler zurückgreifen.

Gute Vorarbeit hat gestern 1860 München geleistet: Der 2:1-Sieg gegen den Tabellenführer Eintracht Frankfurt lässt das Spitzentrio wieder enger zusammenrutschen. Gewinnt die Spielvereinigung, liegt sie mit einem Punkt Vorsprung wieder vorne. (Dass Düsseldorf drei Punkte einfahren könnte, berücksichtige ich jetzt mal nicht).
Natürlich werden wir Greuther-Weiber morgen Abend in Twitter über die aktuellen Ereignisse berichten und noch direkt nach dem Spiel in unserem Blog das – hoffentlich aus Fürther Sicht – gute Ergebnis kommentieren.
By the way: Wer nicht zu den 57 Fans gehört, die nach Düsseldorf fahren: Die Partie wird ab 20.15 Uhr live bei SPORT1 übertragen.