Sep

12

2011

Führen alle Wege in die Trolli-Arena?

Das letzte Heimspiel der Spielvereinigung gegen den MSV Duisburg war mit etwas über 9000 Zuschauern ganz gut besucht. Dass die Begegnungen am Freitagabend um 18 Uhr keine idealen Termine sind, ist nichts Neues, aber nicht zu ändern. Umso erfreulicher, wenn doch so viele Fans den Weg in die Trolli-Arena finden. Aber das ist genau die Frage: Finden sie ihn denn wirklich oder irren sie stundenlang an der Pegnitz entlang, suchen das Stadion und verpassen das Spiel? Wieso? Obwohl die Wettkampfstätte im Ronhof schon seit dem 1. Juli 2010 Trolli-Arena heißt, steht auf den Hinweisschildern entlang des Fuß- und Radweges an der Ulmenstraße noch immer “Playmobil-Stadion”. Mein Foto, das am Tag des Poppenreuther Kirchweihumzuges, also am 4. September 2011, entstand, ist der klare Beweis.
Mein Appell an die Stadt Fürth (oder wer auch immer dafür zuständig ist): Investiert doch möglichst bald die paar Euro in ein neues Schild mit der Aufschrift “Trolli-ARENA 0,8″. Und schwupps, schon sind die Heimspiele des Kleeblatts toll besucht!

Jun

7

2010

Kurzurlaub von der Fußballhochburg Fürth

Veröffentlicht von kiki in der Kategorie Fans, Fußball-WM SĂŒdafrika, Greuther-Weiber, Playmobil-Stadion, Ronhof, SpVgg Greuther FĂŒrth | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

20100605 Matmour gg Al HamadiDas ist doch mal wieder typisch: Kaum verlasse ich die heimischen Gefilde – sprich: Fürth – für ein verlängertes Wochenende am Starnberger See, schon überschlagen sich hier die Ereignisse! Im Playmobil-Stadion findet ein Freundschaftsspiel zwischen der Nationalmannschaft Algeriens und den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Schon am Vormittag wird die ganze Stadt von den Farben Weiß und Grün dominiert, die ja eigentlich die Farben der Spielvereinigung sind. Aber dieses Mal handelt es sich um Tausende von Fans der algerischen Mannschaft. Und die positive Stimmung der Gäste ist in der Stadt zu spüren - so habe ich es mir zumindest von meiner Nachbarin berichten lassen, die sich seit ihrer regelmäßigen Lektüre des “Greuther-Weiber”-Blogs  zum engagierten Kleeblatt- und Fußballfan entwickelt hat.

Der Ronhof hat gebebt, und die von überall her angereisten Fans trommelten und sangen, was das Zeug hält. So hätten wir das gerne auch bei Spielen des Kleeblatts! Sogar OB Thomas Jung gibt zu, dass ihm diese Atmosphäre auch bei Heimspielen der SpVgg imponieren würde.

Wie dem auch sei, Algerien hat 1:0 gewonnen. Und als ich gegen 21 Uhr vom Kurzurlaub nach Hause komme, treffe ich in der Innenstadt noch immer auf gut gelaunte Fans mit grün-weißen Fähnchen und entsprechendem Outfit. Das ist ein echter Vorgeschmack auf die bevorstehende Fußball-WM in Südafrika.

Starnberger See 2010 080_640Übrigens: Auch am Starnberger See wurde ich an unsere Fürther Mannschaft erinnert. Vor dem Museum von Lothar-Günther Buchheim (Autor von “Das Boot”, außerdem berühmter Künstler und Sammler) in Bernried stehen witzige Holzfiguren im Park. Mannshoch drücken sie sich im Tor herum und harren offensichtlich der Dinge, die da kommen werden – vermutlich ein Ball. Und auch auf ihren Trikots finde ich zu meiner Freude wieder die Farbkombination, die mein Herz höher schlagen läßt: Weiß und Grün!

Mai

4

2010

Ich bin ein Färdder!

20100504 Kissinger unterschreibt auf TrikotEr ist zwar schon 86 und lebt bereits seit 1938 in den USA. Doch auch wenn seine Familie wegen der Nazis emigrierte, hat der ehemalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger seine Heimatstadt Fürth nach wie vor in guter Erinnerung – in noch besserer “seinen” Fußballverein: die Spielvereinigung, die zu seiner Zeit noch nicht den – Achtung, jetzt schreibe ich wieder das bei einigen Fans so verhasste “G-Wort”!!! – Zusatz “Greuther” im Namen trug.

Als Kissinger heute Fürth wieder mal einen Besuch abstattete, ließ er sich natürlich die Gelegenheit zu einer Stippvisite im Ronhof nicht entgehen. Er schlenderte mit Vereinspräsident Helmut Hack und Oberbürgermeister Thomas Jung über den Rasen und durch den Fan-Shop mit dem berühmten Kräutertee – was sich aus dem Mund des Fürther Ehrenbürgers immer noch fränggisch wie “Greuderdee” anhört. Ich hätte ihn zu gern mal das Wort “Greuder-Weiber” sagen hören! Kissinger begutachtete auch fachmännisch die neueste modische Trikot-Kollektion.

Nach wie vor ist er genau im Bilde, wie das Kleeblatt derzeit spielerisch so dasteht. Da hat der prominente Fan bei früheren Besuchen allerdings schon Erfreulicheres vorgefunden als den derzeitigen 12. Platz in der Tabelle. Kissinger hofft, so beteuert er, weiterhin auf den Aufstieg “seiner” Elf in die erste Bundesliga, wie wir Greuther-Weiber und anderen Fans eben auch.

Und jetzt sollten die Hardliner unter den Fürth-Fans lieber nicht weiterlesen. Kissinger hat nämlich einen Satz gesagt, den sie gar nicht gern hören werden: Er wünscht dem Club den Klassenerhalt in Liga eins. Naja, er ist und bleibt halt ein Diplomat, wie er es als Außenminister sein musste, und da hat er ja für Aussöhnung ganz anderer verfeindeter Parteien als zwischen SpVgg und Club gesorgt.

Mai

2

2010

So sehen Sieger aus!

Veröffentlicht von kiki in der Kategorie Christopher Nöthe, Fans, FC St. Pauli, Greuther-Weiber, Karlsruher SC, Playmobil-Stadion, Ronhof, SpVgg Greuther FĂŒrth | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

Sie haben uns heute wirklich gezeigt, was eine Harke ist. Die Fans und Spieler vom FC St. Pauli. In jeder Beziehung. Das Spielergebnis von 4:1 spricht eine deutliche Sprache. Und die Art und Weise, wie die Hamburger Fans sich hier in Fürth verhalten haben, war vorbildlich.

Schon morgens um 9.45 Uhr zogen die ersten St-Pauli-Anhänger skandierend durch die Innenstadt – sie waren wohl mit dem ersten Zug, der gegen 4.45 Uhr in Hamburg gestartet war, gefahren. Chapeau!

Das Spiel begann erst um 17.30 Uhr, und das Fürther Playmobil-Stadion war ausverkauft, nach langer Zeit endlich mal wieder. Und vor Spielbeginn war im Laubenweg viel los. Hunderte von leeren Flaschen lagen herum, wurden eingesammelt, aber es gab kaum Scherben. Die Fans aus St. Pauli brauchen es wohl nicht zur Selbstbestätigung, Krawall zu machen und eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen.

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Aber jetzt zum Spiel: Die Führter fingen gut an, waren aktiv und hatten so mache echte Torchance. In der 37. Minute schoss dann Christopher Nöthe sein 14. Saisontor und verhalf den Kleeblättern zum 1:0-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel nahm das Duell deutlich an Fahrt auf.  St. Pauli wurde mutiger und versuchte immer wieder – mit viel Power – das Spiel zu dominieren. Doch auch die Fürther legten einen Zahn zu, so dass die Zuschauer im Ronhof auf ihre Kosten kamen. Zuerst ließ Fürstner eine gute Gelegenheit zum 2:0 liegen (48.), was Naki auf der Gegenseite prompt bestrafte: Der 20-Jährige traf sehenswert aus 18 Metern ins linke Eck (51.). St. Pauli machte dann mit Leidenschaft und Können weiter und drehte nach 65 Minuten voll auf: Rothenbach schlug die Kugel von rechts ins lange Eck, wo sich Ebbers im Kopfballduell gegen den deutlich kleineren Schröck durchsetzte und ins linke Eck traf (65. Minute). Jetzt waren die Franken wieder gefordert, bemüht blieben sie, mehr aber leider nicht. Die Elf von Trainer Holger Stanislawski war nun die deutlich bessere Mannschaft, der Ex-Fürther Takyi traf in der 73. Minute zum 3:1. Die Partie war jedoch noch nicht gelaufen. Der mittlerweile eingewechselte Hennings erhöhte für die Norddeutschen zwei Minuten vor Spielende auf 4:1.

Am letzten Spieltag, am 9. Mai um 15 Uhr, ist die SpVgg in Karlsruhe gefordert, wobei das Ergebnis  eigentlich nur noch marginale Bedeutung hat.
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Apr

30

2010

Fürther Ex-Keeper Kastner im Video

Veröffentlicht von kiki in der Kategorie Fans, Max GrĂŒn, Playmobil-Stadion, Robert Enke, Roland Kastner, Ronhof, SpVgg Greuther FĂŒrth, TSV Vestenbergsgreuth | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

Torkeeper haben oft Schlüsselpositionen in einer Fußballmannschaft. Ich denke an Oliver Kahn oder Sepp Maier, an Robert Enke, Jens Lehmann oder Gianluigi Buffon. Auch beim Fürther Kleeblatt haben Torhüter einen ganz besonderen Stellenwert. Nach Stephan LobouĂ© ist zurzeit Max Grün immer wieder der Retter in brenzligen Situationen.

Für viele frühere und auch heutige Fans der Spielvereinigung ist der Name Roland Kastner mit besten Erinnerungen verbunden. Er stand von 1975 bis 1994 im Tor des Vereins, der damals ja noch Spielvereinigung Fürth hieß (der Zusammenschluss  mit dem TSV Vestenbergsgreuth und der damit verbundene Namenszusatz “Greuther” fand erst 1995 statt, woran so mancher 150-prozentige Fan auch heute noch zu knabbern hat!)

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Roland Kastner hat 713 Spiele bestritten, war allerdings immer “Halbprofi”,  denn zu seiner Zeit war es für einen Fußballer, dessen Mannschaft zweit- oder drittklassig spielte, nicht möglich, vom Spielergehalt zu leben. Abgesehen davon, dass die Gagen nicht mit denen von heute vergleichbar waren. Kastner hat nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann deshalb bei Quelle und Puma gearbeitet und sich dann vor 26 Jahren selbstständig gemacht.

Viele kennen seinen “Kastner’s Sport -Treff” in der Fürther Friedrichstraße. Hier findet man nicht nur ein großes Angebot von Lauf- oder Fußballschuhen, er hat außerdem eine gute Auswahl an Sportbekleidung. Und: Hier besteht vor allem auch die Möglichkeit, Tickets für Spiele des Kleeblatts zu kaufen. Außerdem finden Kunden immer wieder Zeit, mit Kastner an der Theke ein kurzes Gespräch zu führen.  Oft dreht sich dann alles ums Kleeblatt und dessen Auf und Ab in der Liga.

Roland Kastner ist auch als Hauptorganisator des Fürthlaufs bekannt, der in diesem Jahr zum 8. Mal stattfand. Er und sein Team setzen jedes Jahr alle Hebel in Bewegung, um den Fürthern ein echtes Sporterlebnis zu ermöglichen.

Mal sehen, ob der Tipp von Ex-Torhüter Roland Kastner in unserem kurzen Videoclip für das Spiel zwischen der SpVgg und dem FC. St. Pauli am Sonntag, 2. Mai, um 17.30 Uhr im Ronhof stimmt!

Apr

27

2010

Full House in Fürth gegen St. Pauli?

untitledDie eine Hamburger Fußballmannschaft – der HSV – hat gestern ihren Trainer Bruno Labbadia gefeuert (der ja bekanntlich auch mal die Kleeblätter trainiert hat). Die andere Mannschaft ist am Sonntag, 2. Mai, um 17.30 Uhr zu Gast im Fürther Playmobil-Stadion. Obwohl es für die SpVgg (Tabellenplatz 9) eigentlich um wenig geht – denn sowohl der Aufstieg als auch der Abstieg sind seit einigen Wochen nicht mehr im Bereich des Möglichen – wird die Partie garantiert spannend.

Das beweist auch der hervorragende Ticketvorverkauf für das letzte Heimspiel der Saison gegen den FC St. Pauli. Für die Begegnung sind bereits rund 11 000 Karten unter die Fans gebracht worden. Tickets sind nur noch im Stehplatzbereich der Nordtribüne, auf der Haupttribüne und auf der Vortribüne erhältlich. Der FC St. Pauli hat für den Vorverkauf 3200 Karten im Gäste-Bereich erhalten. Insgesamt werden deutlich mehr als 6000 Anhänger des Aufstiegsaspiranten aus Hamburg erwartet.

Wer zum Schlagerspiel gegen die hanseatische Mannschaft, die im Moment auf  Tabellenplatz 2 steht und ein potentieller Aufsteiger in die erste Liga ist, gehen möchte, hat noch die Chance, Eintrittskarten für das Spiel an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Online-Ticket-Shop der SpVgg oder telefonisch unter 01805/778448 (14 Cent/Min.) zu erhalten.

Übrigens wird die Polizei am Sonntag aufgrund des hohen Aufkommens an Gästefans den Laubenweg von der Alten Reutstraße bis zur Boenerstraße auch für Fußgänger frühzeitig sperren. Die Fürther Fans können die Eingänge und Kassen daher nur aus nördlicher Richtung erreichen. Auch der Rückweg ist für die Kleeblatt-Anhänger nur in Richtung Norden möglich. Die Fans aus Hamburg parken auf dem IKEA-Gelände und werden dann von Süden ans Stadion und die Gäste-Eingänge herangeführt.

Apr

24

2010

Fürth bleibt Remis-König

Veröffentlicht von kiki in der Kategorie Alemannia Aachen, FC St. Pauli, Max GrĂŒn, Nicolai MĂŒller, Playmobil-Stadion, Saisonende, Sami Allagui, SpVgg Greuther FĂŒrth, Tivoli | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

Superwetter in Nordrhein-Westfalen und tolle Stimmung am 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im “Tivoli”. Langweilig war’s heute bei der Begegnung vor 18 924 Zuschauern zwischen Alemannia Aachen und der SpVgg Greuther Fürth nicht. Nach einem guten Beginn der Kleeblätter hatten sich die Chancen im Laufe der ersten 45 Minuten immer mehr auf die Seite der Schwarz-Gelben verlagert.  Und so schoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch Abdul Özgen per Kopfball das 1:0 für die Gastgeber.

remisSchweißnasse Hände bekamen viele Zuschauer dann direkt nach der Pause. Innerhalb von zehn Minuten passierten alle Höhepunkte des Spiels: Nach Högers sehenswertem Zuspiel schwächelte in der 48. Minute Rahn kurz, und Babacar Gueye traf aus 15 Metern locker ins linke Eck – unhaltbar für den Fürther Keeper Max Grün. Ein Schlag in die Magengrube für die Fürther, für die das Match gelaufen schien.

Doch auf der Gegenseite erzielte Sami Allagui drei Minuten später beinahe den Anschlusstreffer, aber Fehlanzeige. Der Tunesier versuchte sein Glück nochmals in der 54. Minute, nutzte eine Unachtsamkeit der Aachener Defensive und traf knochentrocken aus 16 Metern ins Tor. Und nur eine Minute später hatten die Fürther mehr Glück als Verstand: Aus halbrechter Position will Nico Müller den Ball querlegen,  macht einen Linksschuss, der Alemanne Herzig geht dazwischen und fälscht das Leder - für Fürth glücklich – ins eigene Tor ab.

Dann blieb der Kampf der beiden Teams weiter spannend, auch wenn es nicht mehr zu den ganz klaren Chancen reichte. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung, Nicolai Müller hätte in der 77. Minute die Sache perfekt machen können. Doch der Ball prallte vom rechten Pfosten ab. In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent: Nach Aktionen von Auer  (88.) und einem Kopfball des mittlerweile eingewechselten Mauersberger auf der Gegenseite (90.), stand in der Nachspielzeit Demai im Blickpunkt des Geschehens: Der Rechtsverteidiger klärte gleich dreimal vor der Linie (90.+1) und rettete für seine Mannschaft das 2:2.

Insgesamt ein lebendiges Spiel, das Kleeblatt schnupperte in der zweiten Halbzeit am Sieg, konnte das aber nicht umsetzen. Es war das vierte Unentschieden in Folge, das Team von Mike Büskens ist seit fünf Spielen ungeschlagen und hat nun 43 Punkte auf dem Konto. Durch den Sieg des SC Paderborn in Duisburg fällt die SpVgg auf Rang neun zurück. Wir hoffen am vorletzten Spieltag, am Sonntag, 2. Mai, um 17.30 Uhr auf ein spannendes Spiel im Playmobil-Stadion gegen den Tabellenzweiten und möglichen Aufsteiger FC St. Pauli.

Apr

23

2010

Fürth-Gegner Aachen hat sich übernommen

Würde man in Fürth durch die Fußgängerzone gehen und Passanten fragen, ob sie sich wünschen, dass die SpVgg Greuther Fürth in die 1. Bundesliga aufsteigt, ich würde Wetten abschließen: Die meisten würden mit “Ja” antworten. Aber so einfach wäre es nicht. Hauptproblem ist vor allem das Playmobil-Stadion, Verzeihung: Bald heißt es ja “Trolli-Arena”. Was jedoch nichts daran ändert, dass hier nur 15 000 Zuschauer (9200 Sitz- und 5800 Stehplätze) Platz finden. Denkt man an Spiele gegen Bayern München oder andere große Vereine (vom Club der Nachbarstadt möchte ich an dieser Stelle nicht reden), die dann im Ronhof stattfinden würden, wäre das auf  jeden Fall zu wenig Platz.

e2fabd2748bafa046881875bf9a50c68-4046Die Konsequenz wäre also ein Stadionneubau. Das könnte aber – abgesehen vom Standort – auch massive finanzielle Probleme für den Verein und die Stadt Fürth darstellen. Ein Negativbeispiel dafür, wie man sich mit dem Bau einer größeren Fußball-Arena übernehmen kann, ist die Stadt, in der die Kleeblätter am Samstag, 24. April, um 13 Uhr antreten werden: Aachen. Ein wirklich großes Stadion ist das “Tivoli” der Alemannia (Foto der Homepage von Alemannia Aachen entnommen). Insgesamt bietet das neue Stadion seinen schwarz-gelben Fans 32 960 Plätze, davon sind 11 681 Stehplätze. Damit ist das “Neue Tivoli” das viertgrößte Stadion der 2. Bundesliga.

Die Kosten für das Stadion, das seit der Saison 2009/10 die neue Heimat von Alemannia Aachen ist, hat den Verein in massive Finanznot gebracht, die drohende Insolvenz wird jetzt dank einer Ausfallbürgschaft der Stadt Aachen abgewendet. Der Stadtrat stimmte einer sogenannten Patronatserklärung zu, die eine Bürgschaft über drei Millionen Euro für 2010 und eine weitere über 2,5 Millionen Euro für das nächste Jahr enthält. Dadurch dürfte der Aachener Verein auch die von der DFL auferlegten Bedingungen zum Erhalt der Lizenz erfüllen.

Ein Beispiel dafür, dass alles seine zwei Seiten hat. Und vielleicht sollten wir in Fürth glücklich damit sein, dass unsere Kleeblätter bescheiden bleiben und so an der 2. Bundesliga hängen.

Wen es interessiert, wie die Schwarz-Gelben die anstehende Begegnung am 32. Spieltag mit der Spielvereinigung einschätzen, sollte den Vorbericht auf deren Website lesen. Witzig die Überschrift: “Mehr investieren als der Gegner”. Das haben sie beim Stadionbau auf jeden Fall getan!

Apr

16

2010

Das Unentschieden tut keinem weh!

Veröffentlicht von kiki in der Kategorie Max GrĂŒn, Playmobil-Stadion, Sami Allagui, SC Paderborn 07, SpVgg Greuther FĂŒrth, Stephan FĂŒrstner | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

Unmittelbar nachdem die Begegnung zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem SC Paderborn im Playmobil-Stadion zu Ende war, habe ich mir wunderbare Lachsfilets zubereitet mit einer irischen Sauce. Gekauft habe ich den frischen Fisch heute Mittag bei? Na, Sie wissen schon

20100416 SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn 07Das Spiel konnte im Großen und Ganzen nicht mit spektakulären Spielzügen aufwarten. Ihrer Leistung entsprechend trennten sich das Kleeblatt und der SC Paderborn am Ende mit 1:1. Zwar waren die Fürther in der ersten Halbzeit klar die dominierende Mannschaft und gingen mit einem Tor von Stephan Fürstner in der 37. Minute in Führung. Die Fürther Fans wähnten sich schon als Sieger der ersten 45 Minuten, aber der SCP schaffte dann doch noch vor der Pause per Foulelfmeter den gefürchteten Ausgleich. Sami Allagui hatte bei einer  riskanten Aktion im eigenen Strafraum Gonther im Gesicht getroffen. Daraufhin entschied Schiedsrichter Tobias Welz auf Elfmeter, und Krause versenkte den Ball souverän im linken unteren Eck (45.+1).

Dass Allagui trotz der Rangelei nach dem Liga-Spiel beim MSV Duisburg mit von der Partie sein konnte, war durch eine Entscheidung des Kontrollausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) möglich geworden. Allagui war verdächtig gewesen, den MSV-Spieler Tiago an den Haaren gezogen zu haben.

Der Ausgleich kurz vor der Pause hatte den Paderbornern in  der zweiten Halbzeit frische Motivation gegeben. Sie drückten nach dem Seitenwechsel auf die Tube und brachten das Kleeblatt-Team mehrfach in Bedrängnis. Keeper Max Grün hatte zu tun und machte mit Nachdruck deutlich, dass er die Nummer Eins im Fürther Tor ist. (Deshalb verwundert es nicht allzu sehr, dass Stephan Loboué  zu Saisonende die SpVgg Greuther Fürth verlassen wird. Er möchte sich einen neuen Club suchen, die Vereinsführung wird dem 28-jährigen Deutsch-Ivorer diesbezüglich keine Probleme bereiten.)

Die Partie zwischen dem Kleeblatt und dem SC Paderborn endete mit einem gerechten 1:1 und der Punkteteilung. Die SpVgg Greuther Fürth blieb damit auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und wird am Samstag, 24. April, um 13 Uhr gegen Alemannia Aachen antreten.

Mrz

28

2010

Kleeblätter können noch Tore schießen!

Sie haben es also doch nicht verlernt, die Kleeblätter: das Toreschießen. Drei Spiele lang hatten sie nicht in den gegnerischen Kasten getroffen, aber bei der Partie gegen den Tabellenletzten Rot Weiss Ahlen konnten die Fans im Playmobil-Stadion gleich dreimal jubeln. 3:1 hieß es zum Schluss, und die Welt ist für die Fürther wieder so ziemlich in Ordnung.

Greuther Fürth März 2010 022Die Zuschauerränge sahen ein bisschen aus wie ein Fleckerlteppich. Gähnende Leere auf der Gegengeraden, eine volle Fankurve, zahlreiche Besucher im Familenbereich. Hier war auch die Werbeaktion der Spielvereinigung spürbar, die bei verschiedenen Gelegenheiten kostenlose Eintrittskarten verlost hatte. Insgesamt waren es 5100 Zuschauer.

Greuther Fürth März 2010 061Diesmal waren die Greuther-Weiber wieder mitten im Geschehen (auch ihnen war das Losglück hold gewesen). Eine kleine Gruppe begeisterter Teenies direkt hinter uns war voll in Action. Fachkundige Spielanalysen, Diskussionen über die Länge von Halbzeit und Pause, Begeisterung bei jedem Angriff der Fürther auf das gegnerische Tor. Nach laschem Spielbeginn kam bei den Mädchen richtig Stimmung auf, als die Kleeblätter innerhalb von fünf Minuten die beiden ersten Tore schossen: In der 21. Minute Nico Müller und dann in Minute 25 der wieder genesene Sami Allagui. Er ist – so waren die Reaktionen im Stadion zu deuten – nach wie vor einer der Sympathieträger der Spielvereinigung, umso mehr, wenn er Tore schießt.
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