Kopf hoch: 2017 wird auf jeden Fall besser!

Als am 1. Weihnachtsfeiertag nach so vielen Hiobsbotschaften und dem Abschied von berühmten Stars auch noch George Michael starb, kommentierte die Pop-Ikone Madonna das lakonisch mit „2016 – fuck off!“ („2016 – verpiss‘ dich!“). Dem kann ich mich nur anschließen. Das Jahr 2016 hat für mich nicht gut begonnen und sich dann zum traurigsten, anstrengendsten und schlechtesten Jahr meines Lebens entwickelt.

Auch für die Spielvereinigung war 2016 in sportlicher Hinsicht kein Spitzenjahr. Beim ersten Kleeblatt-Training im Januar 2016 gab Trainer Stefan Ruthenbeck bekannt, dass Publikumsliebling Stephan Schröck mit sofortiger Wirkung vom Training freigestellt wurde. Er spielte daraufhin auf den Philippinen. Sein Wunsch, ab der jetzigen Winterpause nach Fürth und in den Profikader zurückzukehren, war einer unserer meistgelesenen Blogbeiträge  in der Greuther-Weiber-Historie seit Juli 2009.

Das Lokalderby gegen den Club Ende Februar verlor die SpVgg (nach längerer Zeit mal wieder) mit 1:2 durch das Tor des Ex-Kleeblatts Niclas Füllkrug.

Im März konnten wir unseren 777. Beitrag bei den Greuther-Weibern verkünden. Eine Schnapszahl, die wir adäquat feierten. Inzwischen  sind es über 850!

Die Spielvereinigung schloss die Saison 2015/16 mit einem neunten Tabellenplatz ab. Naja.

Dass Ilir Azemi nach seinem schweren Unfall im August 2014 allmählich auf dem Weg der Besserung ist und sogar bei einigen Spielen mit auf dem Platz stand, gehört eindeutig zu den positiven Nachrichten in diesem Jahr. Die Kleeblattanhänger wünschen ihm alles Gute.

Die neue Spielzeit 2016/17 startete im August mit einem Heimsieg gegen 1860 München. Doch schon in den nächsten Begegnungen wurde offensichtlich, was viele immer wieder kritisieren: Das Kleeblatt verschusselt leichtfertig gute Chancen, es fehlt der Biss.

Viele Kleeblattfans lasen im September meine Geschichte über Karola Keil, die seit 70 Jahren Mitglied der Spielvereinigung ist. Das ist wahre Treue!

Im November trennte sich der Verein von Trainer Stefan Ruthenbeck. Er hatte mit seiner ruhigen Art keinen Erfolg und vielleicht einfach nicht den Nerv der Mannschaft getroffen – die sportlichen Ergebnisse ließen zu wünschen übrig. Und der „Neue“ – Janos Radoki – gab mit zwei Siegen in den ersten beiden Begegnungen auf Anhieb einen guten Einstand. Ob und wie er es schaffen wird, das Kleeblatt neu zu motivieren und aus dem Mittelfeld der Zweiten Liga  – aktuell der 12. Platz – hochzupowern, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Sein Vertrag wurde kurz vor Weihnachten bis zum Ende dieser Saison fixiert.

Wir wollen nur einige Schlaglichter auf das vergangene Jahr werfen. Was das neue Jahr bringen wird, wer weiß es? Wir Greuther-Weiber wünschen allen unseren Lesern einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2017. Höhen und Tiefen gibt es immer. Aber wer auch immer dafür zuständig ist, wie Jahre sind: Der- oder Diejenige könnte nach dem letzten schlechten nun ein gutes Jahr folgen lassen.

Neuer Trainer soll das Kleeblatt retten

Jetzt ist das eingetreten, was viele Kleeblattfans seit Wochen befürchtet bzw. gefordert haben: Der Verein und Stefan Ruthenbeck gehen künftig getrennte Wege. Das Amt des Cheftrainers übernimmt ab sofort Janos Radoki (Foto). Der 44-jährige arbeitete bisher als U19-Trainer beim Kleeblatt. Der frühere Profi – unter anderem beim FC Augsburg, der SpVgg und dem SSV Ulm – besitzt die Fußballlehrer-Lizenz und leitete zuletzt die Fürther A-Jugend. Co-Trainer ist Mirko Dickhaut, der zuletzt die 2. Mannschaft des SC Paderborn coachte und von 2013 bis 2015 als Co-Trainer im Ronhof aktiv war.

Nach fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen und einer bescheidenen Ausbeute von 14 Punkten aus 13 Partien belegt das Kleeblatt aktuell Rang 13 der Zweiten Liga. Vom Relegationsplatz ist die Spielvereinigung gerade mal drei Zähler entfernt. „Unsere Situation ist kritisch und erfordert es, dass wir uns mit den Problemen auseinandersetzen, und das haben wir gemacht“, erklärte Ramazan Yildirim, Direktor Profifußball. Präsident Helmut Hack wollte nach der schlechten Partie und der 1:2-Niederlage am Sonntag beim Aufsteiger Dynamo Dresden offenbar schnell die Reißleine ziehen und Fakten schaffen.

Im Sommer 2015 war Stefan Ruthenbeck vom VfR Aalen nach Fürth gekommen. Mike Büskens – mit dem der SpVgg der Aufstieg in die Bundesliga gelungen war – hatte dem Verein nach seiner zweiten Amtszeit den Rücken gekehrt. Stefan Ruthenbeck schien mit seiner ruhigen, bescheidenen, unspektakulären Art genau der Richtige für das Kleeblatt zu sein.  Doch jetzt ist die Zusammenarbeit mit dem 44-Jährigen zu Ende.

Wie nordbayern.de meldet, habe es einige Gespräche zwischen dem Coach und den Verantwortlichen des Kleeblatts gegeben. Schon vor dem Spiel gegen den VfL Bochum, das die SpVgg noch gewinnen konnte, gab es Gerüchte, dass man die weitere Kooperation mit Ruthenbeck in Frage stellen würde. Vielleicht war es diese Hinhaltetaktik, die Ruthenbeck letztlich dazu bewogen hat, seinen zum 30. Juni 2017 auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern zu wollen. Darüber hat Ruthenbeck die Vereinsspitze jetzt informiert. Darum, und weil man sich einig war, dass es das Beste sei, „wenn es einen neuen Impuls gibt“, hat man sich zur sofortigen Trennung entschlossen. Dies gelte auch für Co-Trainer Michael Schiele, teilte die Spielvereinigung mit.

Wir Greuther-Weiber finden das schade. Sicher war die sportliche Leistung der Spielvereinigung nicht gut, viele verlorene Spiele sprechen für sich. Aber wäre es nicht endlich an der Zeit, dass sich Helmut Hack einen guten Stürmer engagiert? Noch dazu ist der Weggang von Robert Zulj ja absehbar. Ein neuer Trainer von außen könnte es vielleicht schaffen, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht. Aber den Trainerjob mit jemandem aus dem eigenen Haus zu lösen, halten wir für keine ideale Lösung. Bis zur Winterpause wird sich zeigen, wie die Mannschaft mit der neuen Situation umgeht.

Dresdner Stollen bekommt Kleeblattfans schlecht

Dynamo Dresden - SpVgg Greuther FürthSerdar Dursuns Tor in der Nachspielzeit (Foto) ließ erahnen, was das Kleeblatt eigentlich drauf hätte, aber dieses Aufbäumen kam zu spät. Die Spielvereinigung verlor heute – ehrlich gesagt: verdient – mit 1:2 beim Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden.

Ohne Sercan Sararer, der sich in einem Testspiel verletzt hatte, musste Trainer Stefan Ruthenbeck planen. Die Partie vor über 28 000 Zuschauern im DDV-Stadion Dresden begann flott und mit einer Bombenchance in der zweiten Minute für Benedikt Kirsch. Leider wurde das nichts, vielleicht wäre bei einem frühen Fürther Tor das gesamte Spiel komplett anders verlaufen. Die Gäste waren in den ersten zwanzig Minuten erst mal überlegen. Das änderte sich aber, als Akaki Gogia in der 20. Minute das 1:0 für Dynamo machte. Ein Bilderbuchtreffer, der besonders tragisch war, weil Marco Caligiuri den Ball mit dem Kopf berührt noch hatte. Keeper Megyeri war ohne jede Chance. Nach diesem Führungstor wirkte das Kleeblatt vollkommen frustriert, und vom anfänglichen Drive war kaum mehr etwas zu spüren. Robert Zulj versuchte zwar, Veton Berisha stärker ins Spiel zu bringen, der jedoch verlor ein ums andere Mal den Ball. Seine Passquote ist grottenschlecht.

Kurz nach der Halbzeitpause entschied sich Ruthenbeck, Marco Caligiuri gegen Mathis Bolly auszuwechseln. Ein guter Schachzug, Bolly sollte mehr in der Offensive agieren, um den Rückstand zu kompensieren. Allerdings waren es wieder die Sachsen, die mehrere Torchancen hatten, die sie zum Glück nicht verwerteten. Erst in der 77. Minute entschloss sich der Kleeblatt-Trainer, Serdar Dursun aufs Spielfeld zu bringen. Die Kleeblätter ließen sofort mehr Power erkennen, ihre Aktionen wurden wieder genauer und raffinierter. Es half dennoch nichts. Akaki Gogia – vollkommen unbewacht – nahm vier Minuten vor Spielende am Elfmeterpunkt die Kugel mit der Brust an und zog aus elf Metern volley ab. Das war das 2:0 – der Doppelpack wurde von den Dresdner Fans bejubelt. Die wenigen Kleeblattanhänger wussten, dass der Ausgleich kaum noch möglich war. Trotzdem wurde es  doch wieder spannend. Der eingewechselte Dursun nahm eine Flanke von Djokovic mit der Brust an und traf aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer ins Tor. Aber ein Unentschieden war aufgrund der wenigen Sekunden, die noch blieben, nicht mehr realisierbar.

Fazit: Die Dresdner marschieren mit jeder Partie kontinuierlich in Richtung Tabellenspitze. Sie haben die eindeutig effizienteren Spieler, einen guten Torwart und sind unterm Strich einfach mutig. Das Kleeblatt hat beim Spiel gegen den VfL Bochum lediglich kurz durchscheinen lassen, was es zu leisten imstande ist. Aktuell rangiert die Spielvereinigung nach dem 13. Spieltag mit 14 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz, lediglich drei Punkte vom Relegations-Abstiegsplatz entfernt.

Das Kleeblatt empfängt am kommenden Freitag, 25. November, um 18.30 Uhr Arminia Bielefeld im Ronhof. Diese Mannschaft dümpelt auch im unteren Zweitliga-Drittel herum. Ich bin natürlich im Stadion und freue mich, Wolfgang Hesl wiederzusehen, selbst wenn er im gegnerischen Tor steht.

Zitterpartie für Fürther Fans und Trainer

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumUff! Erst mal durchatmen! Diese letzten Minuten in der Partie gegen den VfL Bochum haben uns Greuther-Weiber wirklich Nerven gekostet! Das war ein Fußball-Thriller erster Güte, und Schiedsrichter Daniel Schlager wollte uns einfach nicht durch den Schlusspfiff erlösen… Zum Glück hatte die Geschichte dann doch einen (verdienten!) guten Ausgang. Und das in mehrfacher Hinsicht: Erstens hat die Spielvereinigung nach fünf Liga-Spielen (davon vier Niederlagen in Folge!) mit dem heutigen 2:1 endlich wieder einen Sieg eingefahren, und zwar – fast schon ein Wunder! – zu Hause im Sportpark Ronhof. Zweitens: Trainer Stefan Ruthenbeck bleibt dem Kleeblatt damit Gott sei Dank erhalten.

Der Begegnung mit der Mannschaft aus dem Revier lag eine äußerst interessante Konstellation zugrunde. Das beginnt damit, dass Gertjan Verbeek als ehemaliger Trainer des 1. FC Nürnberg für Fürth sowieso ein rotes Tuch ist. Dann stammt er zusätzlich aus den Niederlanden. Auf der fußballerischen Intimfeindschaft zwischen Deutschland und Holland muss man in einem Blog wie diesem nicht groß herumreiten – aber sie existiert nun mal! Schließlich liefen heute im Ronhof mit Marco Stiepermann, Johannes Wurtz und Tom Weilandt gleich drei gute Ex-Fürther Spieler auf. Sie kennen die Verhältnsse hier aus dem Effeff, was sicher nicht von Nachteil für ihren jetzigen Verein gewesen sein dürfte. Und ausgerechnet Stiepermann war über weite Strecken der herausragende Mann beim VfL Bochum, von Weilandt dagegen spürte man nicht viel.

Spannende Voraussetzungen also für das heutige Spiel, an das alle Kleeblattfans hohe Erwartungen knüpften. Und spannend sollte es von der ersten Minute an auch werden. Fürth begann ungeheuer druckvoll und sehr offensiv. Einige gute Chancen konnten jedoch – wieder einmal, muss man leider sagen! – nicht in Treffer umgemünzt werden. Dann schien es eine Zeit lang, als sei den Kleeblättern die Puste ausgegangen. Sie zogen sich in die eigene Hälfte zurück, was die Bochumer postwendend damit beantworteten, dass sie das Spiel an sich rissen. Doch die Hausherren schöpften neue Kraft und zeigten lobenswerten Einsatz. Sicher galt der vor allem Trainer Stefan Ruthenbeck, dessen Schicksal an einem dünnen Faden (nämlich dem Ausgang des heutigen Spiels) hing. Die Top-Einstellung der Mannschaft ließ sich vor der Pause zwar nicht mehr in Tore verwandeln, aber sie sendete wichtige Signale zur Trainerbank aus.

So gut wie selten aufeinander eingespielt zeigten sich Veton Berisha und Sercan Sararer. Das Motto „Gemeinsam“, das auf einem Transparent der Kleeblatt-Anhänger zu lesen war (Foto), wurde zum alles bestimmenden Leitfaden dieser Partie, die nach dem Seitenwechsel schnell wieder an Fahrt aufnahm. Für den am Knie verletzten Kapitän Marco Caligiuri brachte Ruthenbeck Bolly ins Spiel, was sich als durchaus geschickter Zug erweisen sollte. Die zwei umjubelten Treffer des Tages gelangen aber Sebastian Freis (51.) und Sercan Sararer (82.), und beide Male hatte Benedikt Kirsch seine Hand – respektive seinen Fuß – direkt davor mit ihm Spiel. Allerdings gab es nach dem 1:1-Ausgleich für den VfL durch den von Verbeek goldrichtig eingewechselten Gündüz (67.) für die Fürther noch einige Angstmomente zu überstehen. Und selbst die 2:1-Führung war bis zur letzten Sekunde in Gefahr, vor allem weil die Nachspielzeit von eigentlich drei Minuten sich beinahe verdoppelte.

Wie gesagt: eine wahre Zitterpartie für die Kleeblattfans. So etwas kostet Nervennahrung! Und die werden wir in ungefähr zwei Stunden beim Pfefferkarpfen-Essen mit Freunden sicher ausreichend bekommen.

Gekämpft, aber Pech auf ganzer Linie

Ich will jetzt mal nicht spekulieren, ob die heutige – unverdiente! – Niederlage der Spielvereinigung gegen Eintracht Braunschweig Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck den Kopf kosten wird. Wenn, dann wäre das mehr als ungerechtfertigt.
Die Partie zwischen dem Tabellenführer aus Niedersachsen und dem Kleeblatt begann so, wie ich es in meinem Blog prophezeit hatte: Das Kleeblatt spielte mit Emotion und Verstand, überlegte Aktionen brachten die Braunschweiger in die Bredouille. So, wie sich das Kleeblatt heute in den ersten 30 Minuten präsentierte, lässt es die Herzen der Kleeblattfans höher schlagen. Zwar hatte die Eintracht durchaus gute Szenen, aber sie scheiterte an der effektiven Fürther Abwehr (Andreas Hofmann und Marco Caligiuri) und einem überragenden Mann im Fürther Tor.
Das Blatt sollte sich wenden, als Sercan Sararer nach einem klaren Foul die Gelbe Karte erhielt. Ab da nahm das Unglück seinen Lauf: Nach einem verlorenen Dribbling kickte Sararer in der 30. Minute wutentbrannt und völlig undiszipliniert die Eckfahne weg. Daraufhin zeigte ihm Schiedsrichter Patrick Ittrich die Ampelkarte. Das Kleeblatt war jetzt in Unterzahl. Das Spiel stand ab diesem Moment für die Weiß-Grünen unter keinem guten Stern mehr. Wenngleich sich der Tabellenführer weiter schwer tat. BTSV-Stürmer (und Ex-Fürther) Domi Kumbela, dem in neun Spielen sechs Tore gelungen waren, hatte heute Gott sei Dank keinen guten Tag.
Dass das dezimierte Kleeblatt lange ohne Gegentor blieb, verdankt es in allererster Linie seinem Keeper Balazs Megyeri. Der faustete und kickte gefährliche Bälle der Braunschweiger weg, hielt vermeintlich sichere Torschüsse und machte klar, dass er sich in dieser Saison zum adäquaten Nachfolger von Wolfgang Hesl entwickelt hat.
Dann kam es in der 59. Minute für das Kleeblatt dicke: Onel Hernandez brachte die Gastgeber mit seinem Schuss in Führung. Man muss kein Kleeblattfan sein, um einzuwenden, dass dieser Treffer nicht regulär war. Domi Kumbela war in abseitsverdächtiger Position im Strafraum gewesen, als er den Ball an Hernandez abgab.
Leider hatte Schiedsrichter Patrick Ittrich heute offenbar keinen guten Tag. Er diskutierte ständig mit Kleeblattspielern, gab ihnen eine Gelbe Karte nach der anderen, verbannte den Profifußball-Direktor Ramazan Yildirim von der Bank. Und: Ittrich hätte das Tor des Tabellenersten nicht geben dürfen.
Wenige Minuten später verschuldete Balazs Megyeri im Eifer des Gefechts einen Elfmeter. Aber er hatte mehr Glück als Verstand, weil Schönfeld bei seinem Strafstoß nur den Querbalken (67.) traf. Beinahe zum Ausgleich wäre es doch noch in der 83. Minute gekommen, aber Braunschweigs Tormann Jasmin Fejzic parierte mit einer Glanzleistung einen tollen Freistoß von Robert Zulj.
Insgesamt ein spannendes Spiel, in dem das Kleeblatt in vielen Phasen ahnen ließ, was es kann und zu Höchstform auflief. Unnötig war der Platzverweis von Sercan Sararer, der sich als Fußballprofi in der Gewalt haben müsste, vor allem, wenn er ins Kalkül zieht, dass mit einer weiteren Niederlage des Kleeblatts der Job seines Trainers Ruthenbeck auf dem Spiel steht.
Das Kleeblatt kann nicht lange seine Wunden lecken. Es empfängt schon am Mittwoch (18.30 Uhr) den Erstligisten Mainz im DFB-Pokal, bevor es in der Zweiten Liga am Samstag zu Hause im Ronhof gegen FC Kaiserslautern (13 Uhr) weitergeht.

Wieder dieser verflixte Kärwa-Beginn!

VfB Stuttgart - SpVgg Greuther FürthDer Beginn der Färdder Kärwa scheint dem Kleeblatt kein Glück zu bringen. Mit Grausen erinnere ich mich an das vergangene Jahr, als die SpVgg am ersten Tag der Michaelis-Kirchweih gegen Bochum zu Hause im Ronhof mit 0:5 baden ging. Heute, am dritten Tag der größten Straßenkirchweih in Süddeutschland, hieß es am Ende auswärts beim VfB Stuttgart 0:4 für die Elf von Stefan Ruthenbeck. Und es gab weitere Parallelen: Heute dauerte es 69 Sekunden, bis die Fürther den ersten Treffer des Gegners einstecken mussten, 2015 waren es 111 Sekunden, bis es so weit war. Damals hieß es nach 31 Minuten 0:3 fürs Kleeblatt, diesmal lautete der Spielstand bereits nach 24 Minuten so. Wie im letzten Jahr spielte Bochum eine gewisse Rolle bei der Niederlage: Der neue – leider muss es gesagt werden: äußerst sympathische – Trainer des VfB, Hannes Wolf, ist gebürtiger Bochumer.

Aber genug der Vergleiche! Bleiben wir im Hier und Jetzt – das ist schon schlimm genug! Zwei Treffer von Carlos Mané (2. und 4. Spielminute), der erstmals für den Bundesliga-Absteiger Stuttgart im Einsatz war, brachten die blitzschnelle Führung für den Gegner. Der vom VfB aus dem französischen Lille eingekaufte Pavard setzte in der 24. Minute durch einen Kopfball noch eins drauf, und in der 80. Minute war es Gentner, der zum vierten Tor für Stuttgart einschoss. Vom völlig übertölpelten Kleeblatt kam kaum Gegenwehr, die Fürther waren offenbar so eingeschüchtert, dass sie sich nicht einmal mehr trauten, nach ihren wenigen gut herausgespielten Gelegenheiten überhaupt auf den Stuttgarter Kasten zu schießen – geschweige denn zu treffen. Die Seele der Fürther Fans blutete ebenso wie die von Trainer Stefan Ruthenbeck, der am Spielfeldrand in der Mercedes-Benz-Arena der Verzweiflung nahe war (siehe Foto). Der Kleeblatt-Coach versuchte in der zweiten Halbzeit, durch das Einwechseln von Zlatko Tripic, Benedikt Kirsch und Daniel Steininger die Offensive zu stärken – allerdings ohne Erfolg. Zlatko Tripic wäre in der 88. Minute fast noch der Ehrentreffer gelungen, aber eben nur fast… Während die große Mehrheit der 38.150 Besucher in der Mercedes-Benz-Arena Gesänge wie „Oh, wie ist das schön!“ anstimmte, wünschten sich unsere Kleeblätter wohl nichts so sehnlichst herbei wie den Schlusspfiff, den ihnen Schiedsrichter René Rohde aus Rostock auch ohne jede Nachspielzeit gewährte.

Der nach drei Spielen (während derer er gesperrt war) wieder aufgestellte Robert Zulj enttäuschte heute ebenso wie Serdar Dursun. Statt mit Leistung glänzten beide durch wenig faires Auftreten, das womöglich ihrem Frust geschuldet war, das sich aber trotzdem nicht entschuldigen lässt. Ein bisschen mehr Einsatz wäre stattdessen wünschenswert gewesen! Dass Jurgen Gjasula wegen Verletzung ausfiel, machte sich besonders schmerzlich bemerkbar;  sein Achillessehnenriss dürfte ihn für Wochen lahmlegen. Wenn sich da andere wie Zulj und Dursun nicht mehr ins Zeug legen, sehe ich schwarz.

Der VfB Stuttgart hat an diesem achten Spieltag den Sprung an die Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga geschafft, wo er momentan Platz 3 belegt, das Kleeblatt rutschte weiter zurück auf den 8. Platz. Bitte jetzt keine Berg- und Talfahrt, wie wir sie von der Kärwa her kennen!

Wie kann man so viele Chancen vergeigen?

Hannover 96 - SpVgg Greuther FürthWas kann man am Spiel des Kleeblatts vor allem kritisieren? Dass es einfach keine Chancen verwerten kann. Das war schon in den vergangenen Spielzeiten so – und es ändert sich (das ist zu befürchten) offenbar auch in der Saison 2016/17 nicht. So war es heute wieder: Der „Angstgegner“ Hannover 96 startete engagiert ins Spiel, und nach 23 Minuten traf der Norweger Iver Fossum ins Tor des Fürther Keepers Balasz Megyeri. Ob der Tormann einen Fehler gemacht hat, will ich hier nicht diskutieren. Das Kleeblatt hatte sich bis zu diesem Moment voll und ganz aufs Verteidigen konzentriert und war kaum im Strafraum der Hannoveraner aufgetaucht.

Anders dann nach der Halbzeitpause. Hatte Trainer Stefan Ruthenbeck seinen Jungs in der Kabine kräftig eingeheizt? Mag sein. Das Ergebnis waren auf jeden Fall bessere Aktionen bei der SpVgg. Veton Berisha setzte einen guten Schuss an den Pfosten (50. Minute), der eingewechselte Serdar Dursun hatte auch kein Glück (52.). Und ein Tor von Robert Zulj (54.) wurde wegen Abseitsposition nicht gegeben. Vermeintlich sichere Möglichkeiten für die Fürther en masse, aber es fehlen Können, Draufgängertum und auch das berühmte Quäntchen Glück, um zum Abschluss zu kommen. So näherte sich das Kleeblatt z.B. in der 70. Minute über rechts und brachte Robert Zulj im Zentrum in Position. Dieser scheiterte aus vier Metern Distanz freistehend am toll reagierenden Hannover-Keeper Philipp Tschauner.

Eine halbe Stunde mit sehr guten Torchancen – ohne den Ausgleich zu machen? Das musste bestraft werden. Und so kam es auch. Die Kombination der beiden Ex-Kleeblätter Felix Klaus und Niclas Füllkrug brachte die SpVgg in die Bredouille. Nach einer Vorgabe von Füllkrug macht in der 74. Minute Sebastian Maier das 2:0, der wiederum zehn Minuten später einen hervorragenden Pass auf Harnik gibt, der – ohne lange zu überlegen – aus etwa zwölf Metern zum 3:0 einschießt.

Der verdiente Ehrentreffer für das Kleeblatt ereignete sich in der 90. Minute: Robert Zulj gab den Ball von links in den Lauf von Berisha, der nur noch Tschauner vor sich hatte und ihn glücklich überwinden konnte.

Fazit: Nach einer reinen Defensivhalbzeit hatte die SpVgg eine halbe Stunde lang Chancen pur – die es einfach nicht verwandeln konnte. Fehlt die dominierende Stürmerfigur? Oder die Exaktheit? Stattdessen werden Bälle im Strafraum nur orientierungslos verballert. An der 1:3-Auswärtsniederlage wird das Kleeblatt zu knabbern haben. Unterm Strich ist das Zustandekommen des Ergebnisses symptomatisch, und ein fader Beigeschmack bei vielen Kleeblattfans ist schon nach dem zweiten Spiel dieser Saison spürbar.

Hannover 96 vs. Kleeblatt – Der Countdown läuft!

Hannover96_KleeblattDas wird eine harte Nuss, die das Kleeblatt am kommenden Sonntag zu knacken hat! Die Spielvereinigung bestreitet ihr erstes Auswärtsspiel in der Saison 2016/17 beim Bundesliga-Absteiger Hannover 96. Die niedersächsische Mannschaft hat beim Eröffnungsspiel der Zweitliga-Saison mit einem 4:0-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern eindrucksvoll demonstriert, dass sie zu den sicheren Anwärtern auf einen Aufstiegsplatz zählen will.

Für die Kleeblattprofis wird es spannend. Sie treffen unter Umständen auf die beiden Ex-Kleeblätter Edgar Prib (der von 1996 bis Juli 2013 für Fürth auflief und seitdem für Hannover spielt) und Niclas Füllkrug, der von August 2013 bis 30.6.2014 ein Kleeblatt war und nach seinem Engagement beim 1.FC Nürnberg Mitte Juli 2016 nach Hannover gewechselt hat. Füllkrug ist heute wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Kleeblatt-Coach Stefan Ruthenbeck schätzt die spielerische Stärke des Gegners realistisch, aber nicht übermächtig ein. Aus seiner Sicht muss die SpVgg vor allem die eigenen Chancen besser verwerten, gute Möglichkeiten wie am letzten Sonntag gegen 1860 München sollten nicht liegenbleiben. Da hatten Sebastian Freis, Veton Berisha und Zlatko Tripic wunderbare Tormöglichkeiten, die dann leider ins Leere bzw. ins Außennetz gingen. Den großen Vorteil des Kleeblatts, ein seit Monaten eingespieltes Team zu sein, haben andere Mannschaften aktuell noch nicht. Ruthenbeck wäre sicher glücklich, wenn das Endresultat gegen Hannover 96 auch ein 1:0 wäre. Am Sonntag gegen 15.30 Uhr wissen wir mehr! Auf der Website von Hannover 96 wird übrigens schon die Zeit bis zum Anstoß in einem Countdown runtergezählt (screenshot).

Das harte Comeback des Ilir Azemi

SpVgg Greuther Fürth - TrainingslagerProfisportler gehören zu den Personen in unserer Gesellschaft, die besonders bewundert und beneidet werden. Sei es von Kindern und Jugendlichen, auch von Erwachsenen. Man liest, welche exorbitanten Gehälter z.B. einem Fußballer heutzutage bezahlt werden. Und Transfersummen von 30, 70 oder über 100 Millionen Euro (Gareth Bale oder Paul Pogba) haben zur Folge, dass „Normalverdiener“ davon überzeugt sind, dass Sportler völlig den Bezug zur Realität verlieren. Auch den Profis der Spielvereinigung geht es relativ gut: Sie werden umsorgt und hofiert, sie müssen sich um (fast) nichts selbst kümmern. Und haben einzig und allein eine Aufgabe: Gut Fußball zu spielen und erfolgreich zu sein.

Einen solchen Leistungsdruck spürt inzwischen auch wieder Ilir Azemi. Der Kleeblattstürmer verunglückte im August 2014 bei einem Autounfall schwer. Seine Verletzungen ließen es fast unwahrscheinlich erscheinen, dass er noch mal als Profi auf dem grünen Rasen stehen würde. Aber im Frühjahr 2016 war es soweit: Er lief bei einem Testspiel der U23 auf. Und die Kleeblattfans begannen optimistischer zu werden. Azemi schoss sogar Tore. Und als er bei der letzten Zweitliga-Partie gegen den SV Sandhausen zehn Minuten vor Schluss eingewechselt wurde, gab es Standing Ovations im Fürther Ronhof.

Ilir Azemi ist derzeit im Trainingslager am Walchsee mit dabei und plagt sich richtig. Man erwartet allgemein von Azemi, dass er bald wieder voll einsatzfähig ist. Der Ex-Stürmer zeigt sich in einem guten Fitnesszustand, für den Saisonstart ist er im Profi-Team jedoch definitiv noch kein Thema. Schon vor der Abreise nach Tirol hatte Kleeblatt-Präsident Helmut Hack die Erwartungen an den Publikumsliebling relativiert. Und auch Azemi selbst bittet um Verständnis, da es die erste Vorbereitung zwei Jahre nach seinem schweren Autounfall ist. Er habe gemerkt, dass das Gefühl für den Ball „verloren gegangen“ sei.

Trainer Stefan Ruthenbeck beurteilt die Vorbereitungen pragmatisch, er muss natürlich in erster Linie den Erfolg der gesamten Mannschaft und den Start in die neue Saison im Fokus haben. Denn es gibt durchaus Konkurrenten für Azemi im Sturm: „Ante Vukusic und Veton Berisha machen gerade Riesensprünge nach vorne. Da muss Azemi explodieren.“ Ruthenbeck plädiert dafür, dass Azemi Spielpraxis in der U23 nicht schaden würde. „Er ist nicht abgeschrieben. Aber wir haben gemerkt, er braucht noch Zeit.“ Die Tage bis zum Saisonstart werden nicht reichen, sich zu empfehlen. Eines ist klar: Wenn keiner seiner Konkurrenten länger ausfällt, wird man sogar über einen Transfer oder eine Ausleihe von Ilir nachdenken. „Ich hoffe, der Verein ist geduldig“, sagt Azemi, „ich muss es auch sein.“

Gänsehaut zum Saison-Ende

SpVgg Greuther Fürth - SV SandhausenDie Spielzeit 2015/16 ist zu Ende. Das Kleeblatt traf heute im letzten Spiel zu Hause auf den SV Sandhausen und hat die Partie überlegen mit 3:1 gewonnen. Der versöhnliche Schluss einer durchwachsenen Saison, die ganz gut anfing, Höhen und Tiefen hatte und unterm Strich nicht optimal verlief. Ein emotionales Highlight war heute die Einwechslung von Ilir Azemi, der zehn Minuten vor Schluss aufs Spielfeld kam (Foto). Die Kleeblattfans begrüßten ihm lautstark mit „Azemi, Azemi-Rufen“ – Gänsehaut pur. Und eine sportliche Überraschung war Mark Flekken, der heute für Keeper Sebastian Mielitz das Kleeblatt-Tor (fast) sauber hielt.
Vor einem Jahr habe ich im Greuther-Weiber-Blog geschrieben: „Eine Saison mit vielen Tiefschlägen geht für die Spielvereinigung zu Ende. Der Verein ist letzten Endes mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt sollte man diese Spielzeit ganz schnell abhaken, sich erholen. Und bis zum Anpfiff der Spielzeit 2015/16 Ende Juli werden die Karten neu gemischt. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Engagement eines guten Stürmers?“
Und wie entwickelte sich die Spielvereinigung dann tatsächlich? Nach 17 Abgängen und 2o Spieler-Einkäufen hatte der neue Trainer Stefan Ruthenbeck – der aus dem Rheinland stammt und vom VfR Aalen zum Kleeblatt kam – erst mal alle Hände voll zu tun, sich selbst in Fürth einzugewöhnen und Stallgeruch anzunehmen. Er versuchte, die Mannschaft von Grund auf neu zu strukturieren. Und die Bilanz der ersten neun Spiele sah gut aus: fünf Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen schlugen sich in einem respektablen 4. Tabellenplatz nieder. Doch ausgerechnet am Kärwa-Eröffnungstag, dem 3. Oktober, musste das Kleeblatt gegen den VfL Bochum zu Hause eine 0:5-Klatsche einstecken. Und eine Woche später war das 2:5 gegen den Bundesliga-Absteiger SC Freiburg der nächste Schlag in die Magengrube.
Ab diesem Moment krebste die Spielvereinigung vor sich hin, viele Remis, mal ein niedriger Sieg, sogar das Derby gegen den 1. FC Nürnberg Ende Februar ging nach langer Zeit der Siege mal wieder verloren. Dann fing sich das Kleeblatt noch mal, um zum Saisonende hin bei den letzten drei Spielen gegen Arminia Bielefeld, Heidenheim und den FC Kaiserslautern wieder Niederlagen einzufahren.
Die Stimmung bei den Kleeblattfans verschlechterte sich zusehends. Und auch die Spieler sparten – teils öffentlich – nicht an Selbstkritik. Natürlich sind Robert Zulj und Jurgen Gjasula vielversprechende Talente, die der Mannschaft Rückgrat geben. Klar, Kapitän Marco Caligiuri versucht engagiert, die Defensive effektiv zu gestalten und das Tor von Sebastian Mielitz sauber zu halten. Caliguiri hat gut damit zu tun, den „Laden“ zusammenzuhalten. Und auch Keeper Mielitz hat sich gut integriert, zeigt jedoch dazwischen immer wieder Schwächen, was 54 Gegentore belegen. Es fehlt jedoch – und da hat sich auch in dieser Saison nichts Wesentliches geändert – ein starker Stürmer, der Tore schießt.

Das Geunke von einigen , dass Trainer Stefan Ruthenbeck der falsche Trainer sei, weil er seine Spieler nicht erreiche, daran habe ich meine Zweifel. Denn sogar der – seit dem legendären Bundesligaaufstieg – Fürther Identifikationsfigur Mike Büskens, der in der letzten Saison als „Notnagel“ noch mal einsprang, ist es nur mit viel Mühe gelungen, den Klassenerhalt zu schaffen. Und Frank Kramer hatte es meiner Ansicht nach vorher geschafft, die Mannschaft auf einen guten Weg zu bringen.

Die Vereinspolitik von Präsident Helmut Hack, gute, talentierte Spieler zu verkaufen, um den Vereins-Etat ausgewogen zu halten, muss nicht unbedingt der richtige Weg sein. Denn auf diese Weise wird es jeder Trainer schwer haben, zu Saisonbeginn lauter neue Spieler zu trainieren, sie auf Linie zu bringen und aus ihnen ein erfolgreiches Team zu machen. Es ist für den Coach – egal, wie er heißen mag – jedes Mal mehr oder weniger wieder ein Neubeginn bei Punkt null, nicht – wie man sich es als Fan wünscht – ein Ausbau des vorhandenen Spieler-Potenzials.

Mal sehen, wer jetzt die Spielvereinigung verlassen wird. Man munkelt: Zulj, Gjasula, Berisha. Bleibt Keeper Mielitz? Was ist mit Stiepermann? Und könnte Marco Caligiuri einem lukrativen Angebot – wenn er denn eines bekäme – widerstehen? Fragen über Fragen, auf die wir in den nächsten Wochen Antworten bekommen werden. Und zwar hoffentlich fürs Kleeblatt positive!