Das Unentschieden tut keinem weh!

Unmittelbar nachdem die Begegnung zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem SC Paderborn im Playmobil-Stadion zu Ende war, habe ich mir wunderbare Lachsfilets zubereitet mit einer irischen Sauce. Gekauft habe ich den frischen Fisch heute Mittag bei? Na, Sie wissen schon

20100416 SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn 07Das Spiel konnte im Großen und Ganzen nicht mit spektakulären Spielzügen aufwarten. Ihrer Leistung entsprechend trennten sich das Kleeblatt und der SC Paderborn am Ende mit 1:1. Zwar waren die Fürther in der ersten Halbzeit klar die dominierende Mannschaft und gingen mit einem Tor von Stephan Fürstner in der 37. Minute in Führung. Die Fürther Fans wähnten sich schon als Sieger der ersten 45 Minuten, aber der SCP schaffte dann doch noch vor der Pause per Foulelfmeter den gefürchteten Ausgleich. Sami Allagui hatte bei einer  riskanten Aktion im eigenen Strafraum Gonther im Gesicht getroffen. Daraufhin entschied Schiedsrichter Tobias Welz auf Elfmeter, und Krause versenkte den Ball souverän im linken unteren Eck (45.+1).

Dass Allagui trotz der Rangelei nach dem Liga-Spiel beim MSV Duisburg mit von der Partie sein konnte, war durch eine Entscheidung des Kontrollausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) möglich geworden. Allagui war verdächtig gewesen, den MSV-Spieler Tiago an den Haaren gezogen zu haben.

Der Ausgleich kurz vor der Pause hatte den Paderbornern in  der zweiten Halbzeit frische Motivation gegeben. Sie drückten nach dem Seitenwechsel auf die Tube und brachten das Kleeblatt-Team mehrfach in Bedrängnis. Keeper Max Grün hatte zu tun und machte mit Nachdruck deutlich, dass er die Nummer Eins im Fürther Tor ist. (Deshalb verwundert es nicht allzu sehr, dass Stephan Loboué  zu Saisonende die SpVgg Greuther Fürth verlassen wird. Er möchte sich einen neuen Club suchen, die Vereinsführung wird dem 28-jährigen Deutsch-Ivorer diesbezüglich keine Probleme bereiten.)

Die Partie zwischen dem Kleeblatt und dem SC Paderborn endete mit einem gerechten 1:1 und der Punkteteilung. Die SpVgg Greuther Fürth blieb damit auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und wird am Samstag, 24. April, um 13 Uhr gegen Alemannia Aachen antreten.

Koblenz bleibt Angstgegner

20100319 TuS Koblenz - SpVgg Greuther FürthEs wird ja – mit fortschreitendem Saisonverlauf –  meistens immer schwerer, gerade gegen diejenigen Mannschaften zu punkten, die im Tabellenkeller stehen. Davor hatte Mike Büskens schon im Vorfeld der Partie gegen TuS Koblenz gewarnt. „Sie werden kratzen, beißen, spucken“, hatte er  prognostiziert. Ganz so viel Einsatz mussten die Koblenzer letztlich nicht einmal an den Tag legen – die Fürther machten es ihnen auch so leicht genug.

Mal ehrlich: Was das Kleeblatt beim 0:2 gegen Koblenz abgeliefert hat, war ja wohl nix – da war kein Kampfgeist zu erkennen und auch kein Siegeswille. Vor allem nach dem 0:1 schienen die Fürther in eine regelrechte Schockstarre verfallen zu sein. Und dann kam auch noch Pech dazu, als Fürstner den Gastgebern per Eigentor zum zweiten Treffer verhalf.

Fazit: Koblenz war auch beim vierten Versuch für die SpVgg nicht zu knacken und bleibt wohl erstmal der Angstgegner der Franken. Und während sich die TuS mit diesen Sieg wieder ein bisschen Hoffnung im Abstiegskampf machen kann, würde ich ja gerne mal wieder ein ambitioniertes und schönes Spiel der Fürther sehen…

Yes, you did!

Mist, dass ich nicht dabei sein konnte am Bornheimer Hang – diesen Tore-Reigen hätte ich wirklich gar zu gerne live miterlebt! Mein Gott, unsere Mannschaft kommt mir wie komplett ausgewechselt vor, so wie sie jetzt aufspielt. Wie in früheren Zeiten! Gut, dass gegen das „Kellerkind“ FSV Frankfurt drei Punkte drin sein müssten, habe ich mir vorher schon gedacht. Aber dass es gleich ein 5:0-Kantersieg werden würde, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen gewagt. Danke, Kleeblatt!

Neuzugang Milorad Pekovic allerdings hat durch sein wiederholtes Foulspiel dafür gesorgt, dass ich zeitweise das Nervenflattern bekam. Gut, dass ihn Mike Büskens rechtzeitig vom Platz genommen hat, sonst hätte Pekovic möglicherweise noch Rot gesehen. Außerdem habe ich mich für Fürstner gefreut, der trotz zuletzt recht ansprechender Leistung wegen Pekovic erst mal auf der Bank bleiben musste, dann aber doch gegen den Neuzugang aus Mainz eingewechselt wurde.

Aber sonst können wir, glaube ich, rundum zufrieden in dieses Wochenende gehen und erst mal ein wenig entspannen. Nur vor einem sollten sich unsere Spieler jetzt hüten: zu übermütig zu werden! Auch wenn der nächste Gegner, Energie Cottbus, zurzeit nicht gerade zu den stärksten Zweitligisten gehört – Übermut tut selten gut!