Magyars Tor macht Kleeblattfans glücklich

Nach dem fulminanten 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli vor zwei Wochen hat das Kleeblatt letzten Samstag gegen den MSV Duisburg wieder geschwächelt. Umso wichtiger sind die drei Punkte, die es heute gegen den 1. FC Heidenheim im Ronhof einfahren konnte. 1:0 lautete das Ergebnis nach dem Abpfiff.

Im Gespräch haben mich diese Woche zwei Fußball-Greenhorns gefragt, woran es in dieser Saison bei der Spielvereinigung eigentlich hakt. Ich brachte es schnell auf den Punkt: Grundsätzlich ist das Zusammenspiel bei den Fürthern harmonisch und effektiv. Die einzelnen Spieler haben durchaus Qualitäten und sind auch motiviert. Aber die Offensive hat im gegnerischen Strafraum oft kein Durchsetzungsvermögen, zu wirklichen Abschlüssen – sprich: Toren – kommt es einfach zu selten. So ähnlich war es auch heute wieder. Die Spielvereinigung agierte mit Mut und Können, aber wo war die Chancenverwertung? Und der FC Heidenheim hatte (Gott sei Dank!) einen schlechten Tag und musste nach zuletzt fünf ungeschlagenen Spielen (vier Siege, ein Remis) wieder mal eine Niederlage einstecken.

Schon in der sechsten Spielminute wäre es beinahe zum Kleeblatt-Tor gekommen: Jurgen Gjasula hatte sich einen Abpraller ergattert und scheiterte nur an einer starken Parade des Heidenheimer Keepers Kevin Müller. In der folgenden halben Stunde gelang den Gästen erst mal nicht viel. Als sie dann endlich Oberwasser hatten und verstärkt im Fürther Strafraum kämpften, waren es die Kleeblätter in der 28. Minute, die zu ihrem heiß ersehnten Treffer kamen: David Raums Pass und Gjasulas Abschluss wurde vom herausrennenden Müller und Timo Beermann erst mal geblockt. Doch Gjasula behielt seinen klaren Kopf, gab an Richard Magyar ab, der seinen Größenvorteil gegenüber Ronny Philp ausnutzte (Magyar ist neun Zentimeter größer) und aus fünf Metern zum 1:0 einköpfte. So lautete auch der Pausenstand.
Gut zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff hätte die SpVgg fast das 2:0 gemacht. Aber Khaled Nareys starker Lauf war nicht vom Erfolg gekrönt, und Julian Greens Kopfball scheiterte an Keeper Müller. Insgesamt bleib der heutige Angstgegner FC Heidenheim in den Zweikämpfen zu zaghaft. Echte Chancen hatten vielmehr die Kleeblätter. Aber – wie oben kritisiert – die Chancenverwertung klappte eben nur mäßig! Bis vor das gegnerische Tor spiel(t)en sie stark, bei vermeintlich todsicheren Gelegenheiten sind die Jungs aber einfach zu lax.

Am Ende reichte es heute durch den einen Treffer von Magyar (der sich nach Spielende richtig freute, Foto: Sportfoto Zink) für drei ganz wichtige Punkte. Mit insgesamt 17 Punkten nähert sich die Spielvereinigung wieder den Nicht-Abstiegsplätzen. Der SV Darmstadt 98 hat gegen Erzgebirge Aue verloren und liegt nach 17 Spielen nur einen Punkt vor dem Kleeblatt auf Tabellenrang 16. Und genau diese Darmstädter sind die Gegner der SpVgg beim letzten Heimspiel des Fußballjahrs 2017 am nächsten Sonntag, 17. Dezember. Hoffentlich kommen dann mehr Zuschauer ins Stadion als heute: Gerade mal 6965 Zuschauer waren da – ein Armutszeugnis!

Kleeblatt-Kapitän vermasselt Saisonstart

Gleich zum Saisonstart bei einem Bundesliga-Absteiger antreten zu müssen, das ist nicht einfach. Die Spielvereinigung fuhr heute nach Darmstadt zu den Lilien – und musste drei Punkte an den Gegner abgeben. Nicht ganz unschuldig am Treffer der Darmstädter war der gerade zum Fürther Kapitän gekürte Tormann Balasz Megyeri.

Aber chronologisch: Wetter heiß, Stimmung gut, die angereisten Kleeblattfans standen in der Sonne und feuerten ihre Mannschaft wie immer an. Trainer Janos Radoki hatte mit Maximilian Wittek und Nik Omladic zwei Neuzugänge in die Startelf gestellt. Und tatsächlich gelang dem Kleeblatt der bessere Start. Sie wirkten in der Anfangsphase wacher und sorgten mit langen Bällen für Gefahr. Besonders gut hat mir das aggressive Pressing gefallen, mit dem die Darmstädter nicht gut umzugehen wussten. Nach der Pause wechselte Fürths Trainer Jurgen Gjasula ein. Kurz darauf (52. Minute) dann eine Bombenchance, die Serdar Dursun leider nicht verwerten konnte. Inzwischen hatten die Lilien leider optimal ins Spiel gefunden und machten sich immer öfter mit guten Ansätzen unaufhaltsam auf dem Weg zum Fürther Tor. Zwei Minuten nach der Kleeblatt-Möglichkeit dann ein einziges Durcheinander vor Balazs Megyeris Tor. Darmstadts Kapitän Aytac Sulu schießt, Megyeri bekommt den Ball zu fassen, hält ihn nicht gut genug fest und wirft ihn dann mit einer unglücklichen Reaktion sogar noch selbst ins Netz – 1:0 für die Gastgeber. weiter lesen

Fürther Kleeblatt in den Startlöchern

Die letzte ernst zu nehmende Bewährungsprobe für die neu zusammengestellte Mannschaft war die Partie gegen den Erstligisten Mainz 05 im Sportpark Heimstetten bei München. Die Spielvereinigung ging mit einem akzeptablen 0:0 vom Platz. Für das Kleeblatt war es bereits das sechste Testspiel vor dem Beginn der neuen Spielzeit und gleichzeitig die letzte Gelegenheit, seine aktuelle Verfassung zu testen. Über weite Strecken war die SpVgg gegen das Team des neuen Mainzer Trainers Sandro Schwarz sogar die bessere und spielbestimmende Mannschaft. Man merkte, dass das Kleeblatt schon um einiges weiter in der Vorbereitung war als die Bundesligisten. Khaled Narey und Serdar Dursun hatten vielversprechende Chancen. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte das Kleeblatt, dass es auf einem guten Weg ist. Die beiden Keeper Balász Megyeri und Sascha Burchert (ab der 2. Halbzeit) hielten den Fürther Kasten sauber.
Ein Wermutstropfen ist die Verletzung von Neuzugang Maximilian Wittek: Er landete in der 55. Spielminute nach einem Luftkampf auf dem Rücken und musste vom Platz gehen. Da kann man nur die Daumen drücken, dass er sich nicht ernsthaft verletzt hat, denn gerade Wittek ist einer der Hoffnungsträger der Kleeblätter in der Abwehr. (Auf dem Foto hat er noch im Trainingslager Waidring gemeinsam mit Daniel Steininger und Hund eine Abkühlung im Haselbach genossen.)
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Saisonstart auswärts gegen Darmstadt

Am kommenden Samstag startet offiziell die neue Saison 2017/18. Heute wurde der Spielplan der Deutschen Fußball Liga veröffentlicht. Spannend: Mit einem Livestream konnte man sich das pünktlich um 12 Uhr im Internet ansehen. Der erste Spieltag findet vom 28. bis 31. Juli 2017 statt (die Spielpaarungen sind noch nicht genau terminiert). Die Verantwortlichen bei der Spielvereinigung hatten auf ein Auswärtsspiel gehofft. Und es hat geklappt: Zum Saisonauftakt fährt das Kleeblatt zum Bundesliga-Absteiger SV Darmstadt 98. Das erste Heimspiel gibt es dann eine Woche später gegen Arminia Bielefeld.

Besonders interessant ist für fränkische Fußballfans der Termin des Frankenderbys. Das erste Derby gegen den Lokalrivalen 1. FC Nürnberg steigt am 8. Spieltag (22. – 25. September) zu Hause im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer. Kleeblatt-Trainer Janos Radoki freut sich – so der Vereins-Webseite zu entnehmen – über den Spielplan:

„Mit Darmstadt erwartet uns natürlich gleich eine interessante Aufgabe zum Auftakt. Und dann geht es gleich zu Hause gegen einen uns bekannten Verein aus der vergangenen Saison. Für uns sind das gleich zu Beginn schöne Spiele. Wir freuen uns, wenn es endlich losgeht und am 8. Spieltag dann auch das Frankenderby bei uns vor eigenem Publikum ansteht.“

Der Gastgeber der ersten Begegnung – SV Darmstadt 98 – geht übrigens auch in der Saison 2017/18 mit einem außergewöhnlichen Projekt an den Start: Die Lilien verschenken Dauerkarten an einkommensschwache Menschen und ermöglichen ihnen einen kostenlosen Zutritt zu den Heimspielen am Böllenfalltor. Die Verteilung der personalisierten Dauerkarten an die jeweiligen Empfänger erfolgt über das Sozialdezernat der Stadt Darmstadt. Normalerweise kostet beim SV Darmstadt die günstigste Dauerkarte für einen Vollzahler 182 Euro. Ich finde diese Aktion nachahmenswert.

Keeper Wolfgang Hesl trifft auf Greutherweib Kiki

WH_KH_2015Am nächsten Sonntag, 24. Mai, findet für die Spielvereinigung um 15.30 Uhr (mal wieder) ein „Spiel der Spiele“ statt. Es geht um den Klassenerhalt in der Zweiten Liga. Das hätten sich die Fans vor einem Jahr nicht träumen lassen. Damals spielte das Kleeblatt in der Relegation gegen den Hamburger SV, um den Wiederaufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Leider scheiterten die Fürther trotz eines hervorragenden und eines akzeptablen Spiels – sie blieben nach der torlosen Partie in Hamburg mit einem 1:1-Unentschieden im Ronhof zweitklassig.
Am Sonntag also geht’s nach Leipzig. Im Stadion sind mindestens 2000 Kleeblattfans, die die 300 Kilometer weite Anreise auf sich nehmen, um „ihren“ Verein lautstark zu unterstützen. Die Spielvereinigung sollte unbedingt gewinnen, um sich aus eigener Kraft im „Herzschlagfinale“ dieser Saison den drohenden Abstieg in die Bedeutungslosigkeit zu ersparen.

Die Zeit bis zum Spiel habe ich mir in dieser Woche bei der Eröffnung eines neuen Restaurants verkürzt. Interessante Architektur, stylischer Lounge-Garten, sehr gute italienische Küche – ich denke, ein echter Gewinn für Fürth. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dort einige Profispieler der Spielvereinigung zu sehen. Mit Kleeblatt-Keeper Wolfgang Hesl habe ich mich unterhalten: über das gewonnene Spel gegen den SV Darmstadt am letzten Wochenende und die sportliche Zukunft des Kleeblatts. Hesl ist ein wirklich sympathischer, netter Typ. Und: Er liest unseren Greuther-Weiber-Blog! Hier habe ich ja schon mehrfach über ihn geschrieben. Zum Beispiel über seine „magischen Torwarthände“, im Januar 2013 haben wir ihm zum Geburtstag gratuliert. Und im Juni 2013 ging es um seine Entscheidung, in Fürth zu bleiben, und nicht zu einem anderen Verein zu wechseln. Ob das bald auch wieder Thema unseres Blogs sein wird?

Das Kleeblatt gewinnt – aber das Zittern geht weiter!

SpVgg Greuther Fürth - SV Darmstadt 98„Das hat sich heute voll rentiert“, meinte eine Stadionbesucherin nach dem Spiel – und damit hat sie total recht. Die Spielvereinigung gewann das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SV Darmstadt mit 1:0. Für viele Kleeblattfans war das – trotz allem Optimismus – ein unerwartetes, überraschendes Resultat.
Was hatte man in den vergangenen Tagen nicht alles möglich gemacht, um heute das Stadion voll zu kriegen. Fürther Fimen hatten 3000 Eintrittskarten gekauft und sie kostenlos an Dauerkartenbesitzer verschenkt. Und so konnte sich die Zuschauerkulisse sehen lassen: Mit 17 500 Zuschauern war der Ronhof ausverkauft. In unmittelbarer Nähe des Gästeblocks saßen viele Fans des SV Darmstadt und machten mächtig Stimmung. Aber – in aller Bescheidenheit – gegen die lautstarken Kleeblattanhänger hatten sie keine Chance!
Das Spiel begann eher zaghaft und war von Defensivaktionen beider Mannschaften geprägt. Die Kleeblätter zeigten sich im Gegensatz zum letzten Spiel gegen den 1. FC Heidenheim (0:3) heute aktiver und kampfbetonter. Ihre größte Schwäche ist aber nach wie vor das ungenaue Passspiel. Stephan Schröck, der immer als Motor und quirliger Spieler das Fürther Spiel am Laufen hielt, verstand es nur selten, einen gerade eroberten Ball an einen Fürther Mitspieler abzugeben. Der Pass ging entweder ins Leere, oder Schröcki verlor die Kugel an den Gegner.

Bis eine Viertelstunde nach der Halbzeitpause war kein Tor gefallen. Trainer Mike Büskens hatte Marco Stiepermann für Goran Sukalo eingewechselt, und das sollte sich als goldrichtige Entscheidung erweisen. Stiepermann (Foto) schoss in der 61. Minute einen 25-Meter-Freistoß direkt ins linke Darmstädter Eck. Und machte aus dem Ronhof eine fußballerisches Tollhaus. Die Darmstädter Lilien versuchten daraufhin, druckvoller nach vorne zu spielen, um sich ihren zweiten Tabellen- und direkten Aufstiegsplatz in die Bundesliga zu erhalten. Aber sie bissen beim Kleeblatt auf Granit.

Spannend wurde es noch mal, als der oft konfus wirkende Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer entschied, fünf (und letztlich waren es dann sechs) Minuten nachspielen zu lassen. Aber er hatte seine Rechnung ohne Stephan Schröck gemacht, der taktisch klug handelte: Er verzettelte das Spiel absichtlich in die gegnerische Hälfte. Und so gelang es den Darmstädtern nicht mehr, den erhofften Ausgleich zu machen.

Ein wichtiger Sieg für die Spielvereinigung in dieser Saison. Das waren heute die sogenannten Big Points. Trotzdem: Alles hängt vom letzten Spiel am kommenden Sonntag, 24. Mai, bei RB Leipzig ab. Denn die Verfolger in der Zweiten Liga sind dem Kleeblatt nach wie vor dicht auf den Fersen.

PS: Unser Orakel Daisy hat auf Sieg des SV Darmstadt getippt und heute daneben gelegen. Ihre Trefferquote hat sich damit auf 50 Prozent verschlechtert. Aber: Daisy, alle Kleeblattfans sind Dir für Deinen Fehltipp dankbar. Und damit hast Du Dir ein Leckerli zusätzlich verdient!

In den letzten beiden Spielen alles geben!

Klassenerhalt_2015Jetzt auf „Endzeit-Stimmung“ zu machen – das hat gar keinen Sinn. Die Spielvereinigung steht aktuell auf dem 14. Tabellenplatz der Zweiten Liga und hat nur noch zwei Spiele vor sich. Problematisch ist nicht der 14. Platz (man wird ja bescheiden mit der Zeit!), sondern die Anzahl der Punkte der letzten fünf Mannschaften. Mit dem Kleeblatt haben noch St. Pauli und Erzgebirge Aue 34 Punkte, der Tabellenvorletzte, 1860 München, 33 Punkte. Und das Schlusslicht – der VfR Aalen – verfügt über 31 Punkte. Mit anderen Worten: Nachdem schon die letzten Spieltage für Überraschungen gesorgt haben, weil vermeintlich schlechte Mannschsften Spiele gewannen und damit der SpVgg immer näher kamen, geht es jetzt um jeden Punkt fürs Kleeblatt.
Die beiden letzten Gegner der Spielvereinigung sind am Sonntag, 17. Mai, zu Hause der SV Darmstadt, der im Moment auf dem zweiten Tabellenplatz, also einem direkten Aufstiegsplatz rangiert. Die „Lilien“ werden sich hüten, eine Schwäche zu zeigen, und ihren Aufstieg in die Bundesliga zu gefährden. Und der Gegner am letzten Spieltag heißt RB Leipzig. Dieses Auswärtsspiel wird bestimmt nicht leicht, denn der Verein hat schon das Hinspiel in Fürth mit 1:0 gewonnen.

Trotzdem: Jetzt sind alle gefordert, sich noch mal zu konzentrieren und vor allem zu motivieren. Der Klassenerhalt ist auf jeden Fall noch möglich. Deshalb: Liebe Kleeblattfans, engagiert Euch am Sonntag lautstark für das Kleeblatt, schüchtert die Lilien mit Euren Fangesängen ein. Und, liebe SpVgg-Profis: Realisiert endlich, um was es geht. Und reißt Euch am Sonntag am Riemen.

Noch ein Satz zum Foto oben: Wenn man in das schwarze Loch sieht, was ist da in der Tiefe? Schaut genau hin: Die Worte „Hoffnung auf den Klassenerhalt“. Na, also!

Trotzt dem Orkan: Dann eben Frankfurt Cup im TV

Stürmböen, orkanartige Windattacken auf den Straßen und im Bahnverkehr legen heute in ganz Deutschland den Verkehr lahm. Deshalb haben auch einige Kleeblattfans, die sich morgens auf den Weg nach Frankfurt machen wollten, umdisponiert: Sie sind nicht in die hessische Metropole gefahren, sondern zu Hause geblieben. Heute Abend findet nämlich ab 17.30 Uhr wieder der Frankfurt Cup – das 37. Frankfurter Hallenfußballturnier – statt. Im vergangenen Jahr hat die Spielvereinigung das Turnier gewonnen. Fußballfans, die die Bundesligapause überbrücken möchten, bleibt nur die Alternative, sich die Spiele im Fernsehen anzusehen. Ab 17.30 Uhr überträgt der Sportsender „Sport1“ den Frankfurt Cup live.

Die Spiele des Kleeblatts finden zu folgenden Zeiten statt:
SV Darmstadt 98 – SpVgg Greuther Fürth: 18:12
Eintracht Frankfurt – SpVgg Greuther Fürth: 19:06
SpVgg Greuther Fürth – Grasshopper Club Zürich: 20:04
FSV Frankfurt 1899 – SpVgg Greuther Fürth: 20:58

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumDas Finale – Erstplatzierter der Gruppenspiele gegen den Zweitplatzierten der Gruppenspiele – ist dann um 22.23 Uhr.

Mir gefällt dieses Mini-Turnier immer besonders gut. Es ist auf dem kleinen Hallen-Spielfeld besonders schnell und lebhaft. So kommt es oft auf spontane Reaktionen und Improvisationen der Spieler an. Die Gruppenspiele dauern jeweils zwei Mal zehn Minuten, die Halbzeitpause ist drei Minuten lang. Zwischen den einzelnen Partien sind vier Minuten Abstand. Dem Sieger winken 5.000 Euro Prämie, der zweite kassiert immerhin noch die Hälfte.

Noch eine Personalie:
Die SpVgg und Thomas Pledl (Foto) haben sich auf einen Wechsel des 20-Jährigen verständigt. Der gebürtige Niederbayer verlässt das Kleeblatt und unterschreibt beim FC Ingolstadt einen Vertrag bis Juni 2019. Thomas Pledl, so Kleeblatt-Präsident Helmut Hack, kam mit dem Wunsch auf den Verein zu, sich zu verändern. Deshalb habe man sich schließlich dazu entschieden, bei einem passenden Angebot den Spieler ziehen zu lassen. Pledl kam 2012 zur Spielvereinigung und absolvierte seitdem 38 Pflichtspiele für Fürth.

Zu harte Nuss fürs Kleeblatt

SV Darmstadt 98 - SpVgg Greuther FürthPassend zum Nikolaus-Tag gab es heute eine harte Nuss zu knacken für das Kleeblatt: gegen den Tabellendritten SV Darmstadt 98. Das Team von Trainer Dirk Schuster, seit 5. Oktober ungeschlagen, hatte angekündigt, der Spielvereinigung den Spaß am Spiel verderben zu wollen. Das gelang den Hessen jedoch nicht ganz – sie kamen selbst nie richtig gut in die Partie. Beide Mannschaften setzten hauptsächlich auf die Abwehr, schafften es viel zu selten in den gegnerischen Strafraum, machten bereits früh dicht. Und wo es keine Lücken gibt, fallen eben auch keine Tore. So blieb es am Ende bei einem 0:0-Unentschieden.
Dabei hatten die Fürther in der ersten Halbzeit die Begegnung am Böllenfalltor über weite Strecken dominiert, waren häufiger am Drücker als der SVD, gewannen fast alle Kopfball-Duelle und waren klar öfter in Ballbesitz. Doch im Abschluss fehlte es – wieder mal! – an der notwendigen Präzision. So schoss zum Beispiel Kacper Przybylko mehrmals weit am Kasten des Gegners vorbei. Spielvereinigungs-Keeper Wolfgang Hesl ließ im Darmstädter Merck-Stadion zunächst ein paar Unsicherheiten erkennen, steigerte sich im Lauf der Partie aber sichtlich und fand zu seiner Form zurück.
Nach dem Seitenwechsel konnte das Kleeblatt leider nicht an die Leistung anschließen, die es vor der Pause gezeigt hatte. Die Spielqualität sackte insgesamt ab, es gab auf beiden Seiten jede Menge Fehlpässe, und auch die Zahl der Fouls nahm zu. Schön anzuschauen war das nicht, was uns die „Kleeblätter“ und die „Lilien“ da boten: zahllose Duelle im Mittelfeld, kaum gefährliche Szenen, Torschüsse Mangelware. In der 65. Minute schien es dann plötzlich aus Fürther Sicht einen Lichtblick zu geben: Benedikt Röcker traf das Darmstädter Tor aus fünf Metern. Doch zu früh gefreut: Die Schiedsrichter hatten Goran Sukalo im Abseits gesehen und abgepfiffen. Da halfen auch keine Diskussionen mit Fürths Trainerbank…
Die drei „Joker“, die Kleeblatt-Coach Frank Kramer noch einsetzte – Weilandt für Wurtz, Stiepermann für Schröck und Korcsmar für Zulj –, konnten das Blatt nicht mehr zugunsten der SpVgg wenden. Im Gegenteil: Zum Ende des Spiels hin hatte der SV 98 noch einige Chancen, vor allem nach mehreren Eckbällen. Zum Glück trafen die Lilien aber genauso schlecht wie die Kleeblätter.
Schade, ein Sieg der Spielvereinigung wäre drin gewesen und hätte uns den Nikolaus-Tag versüßt. Nun müssen wir uns mit einem Punkt trösten – und vielleicht auch mit einem Schokoladen-Nikolaus in Weiß-Grün. Schokolade macht schließlich auch glücklich.

Asamoah heute Abend beim DFB-Pokal dabei?

Vielleicht erleben Fürther Fußballfans heute Abend ein Wiedersehen mit Gerald Asamoah? Schalke 04 muss im DFB-Pokalspiel beim Drittligisten SV Darmstadt 98 auf Nationalspieler Julian Draxler und den neuen Starspieler Kevin-Prince Boateng genauso verzichten wie auf Stürmer Klaas-Jan Huntelaar. Dafür könnte vermutlich ein alter Held sein Comeback feiern: Gerald Asamoah. Gestern trainierte er, der normalerweise in der Schalke-Reserve mitwirkt, überraschend mit und rückte in den Kader der Königsblauen für das Darmstadt-Spiel. „Er ist aufgrund der dünnen Personaldecke eine zusätzliche Option für uns“, so Trainer Jens Keller. Der Schalke-Coach ist sich bewusst, dass die Darmstädter auf eine Sensation heiß sind. Es ist ja in der Vergangenheit schon mehrfach passiert, dass gute Erstligamannschaften im Pokal von Underdogs im wahrsten Sinne des Wortes „rausgekickt“ wurden. So haben die Hessen in der ersten Runde den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen besiegt. Derzeit rangiert SV Darmstadt 98 in der dritten Liga auf Platz 7.

Die Partie beginnt um 20.30 Uhr und ist mit 17 000 Zuschauern bereits längst ausverkauft. Für Fürther TV-Zuschauer (das Spiel wird ab 20.15 Uhr live in der ARD übertragen) wäre es auf jeden Fall interessant, zu sehen, wie sich der bald 35-jährige Gerald Asamoah macht. Seine Stimmung ist – sofern er im Laufe des Spiels tatsächlich eingewechselt werden sollte – dann bestimmt besser als auf unserem Foto: Da war er nämlich bei seiner Verabschiedung im Mai in Fürth mehr als frustriert.

NACHTRAG: Gerald Asamoah wurde beim Stand von 3:1 für Schalke 04 in der Nachspielzeit (90.+1) für Farfan eingewechselt. Die ohnehin schon bestens aufgelegten Schalke-Fans waren von seinem Comeback im königsblauen Dress begeistert.