Sascha Burchert als Unglücksrabe Hans Huckebein

Er war schon in der letzten Saison oft der Retter fürs Kleeblatt – hatte auch großen Anteil daran, dass Fürth der Abstieg erspart blieb -, und auch in der jetzigen Spielzeit zeigte er eine ganze Reihe von Glanzparaden: Keeper Sascha Burchert. Heute, in der Partie gegen Darmstadt 98, leistete er sich einen Lapsus, der ihn selbst wohl am allermeisten gewurmt hat. Aus unerfindlichen Gründen ließ er einen ziemlichen schwachen Schuss von Tobias Kempe erst unter seinen Armen, dann unter den Beinen durchlaufen, direkt in seinen Kasten hinein. Burchert war völlig perplex und sichtlich mehr als verärgert über dieses unnötige Gegentor (Foto: Sportfoto Zink). Ob dieser Moment der Unkonzentriertheit eine Folge davon war, dass Burchert ein paar Minuten vorher zu Boden gegangen war, nachdem Richard Magyar bei einer Abwehraktion regelrecht in den Keeper hineingeflogen war und ihn kurz außer Gefecht gesetzt hatte?

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Jedenfalls gingen die Lilien mit 1:0 in Führung (23.), was zu diesem Zeitpunkt aber insgesamt in Ordung ging. Die Spielvereinigung hatte sich bis dahin keine wirklich gute Chance herausgespielt. Weder Daniel Keita-Ruel noch Tobias Mohr, die bislang erfolgreichsten Kleeblatt Torschützen in der Spielzeit 2018/19, sorgten für einen wirklich gefährlichen Torabschluss. weiter lesen

Kleine Fußball-Auszeit in Wien

Ein paar Tage in Wien bei meinem Kurzurlaub waren vollgepackt mit Eindrücken und interessanten Unternehmungen. Ausstellungen zu Gustav Klimt und Egon Schiele im Leopold-Museum (Foto: Museum), die grandiose Monet-Ausstellung in der Albertina. Eine „Eitrige mit am Kinderschaß“ (Käsekrainer mit Senf) am Kult-Würstelstand  Bitzinger. Und natürlich ein Theaterbesuch im Burgtheater. Ein paar Tage ohne Informationen aus der Kleeblatt-Stadt. Muss auch mal sein.

Die Freunde, die ich besucht habe, machen sich zwar viel aus Sport, aber mit dem Thema Fußball beschäftigen sie sich nur, wenn ich sie Beiträge im Greuther-Weiber-Blog lesen lasse. Und die Stadt Wien war gestern ohnehin nicht gut auf den internationalen Fußball zu sprechen, weil Rapid Wien in der Europa League gegen den FC Villarreal mit 0:5 verloren hat.

Ich bin jetzt auf dem Weg zurück nach Fürth. Und werde es wohl gerade noch schaffen, die letzten 30 Minuten im heutigen Auswärtsspiel der Spielvereinigung gegen den SV Darmstadt 98 anzusehen. Ich hoffe natürlich auf einen Sieg des Kleeblatts, das seinen zweiten Tabellenplatz verteidigen soll – und womöglich sogar ganz an die Spitze rücken kann. Dem Wiedersehen der Spieler mit Ex-Kleeblatt Serdar Dursun sehe ich entspannt entgegen. Wir schaffen das!

Serdar Dursun: „Lilienfans sind überragend“

Vor gut zwei Wochen haben wir in unserem Greuther-Weiber-Blog darüber geschrieben, dass Khaled Narey nach dem Wechsel zum Bundesliga-Absteiger Hamburger SV zum erfolgreichen Torschützen avancierte. Heute nun möchte ich einen weiteren Ex-Kleeblatt-Spieler in den Blickpunkt rücken, der sich nach dem Weggang aus Fürth Ende Juli 2018 zum Tormacher entwickelt: Serdar Dursun.
Der SV Darmstadt 98 hat mit sechs Punkten nach drei Spielen einen guten Zweitliga-Start hingelegt. Einen gehörigen Anteil daran hat zweifelsohne Serdar Dursun. Der neue Angreifer der Lilien sorgte im Alleingang für den 1:0-Auftaktsieg gegen Paderborn. Beim letzten Zweitligaspiel am vergangenen Freitag erzielte Dursun für seinen neuen Verein einen weiteren Treffer. Nach einem Assist für seinen Teamkollegen Marcel Heller gelang Serdar Dursun in der 74. Spielminute sein eigenes Tor: Er drückte eine abgefälschte Flanke von Heller mit dem Bauch zum 2:0 in den Kasten von MSV Duisburg. Die Partie endete für die Lilien mit 3:0 – sie stehen damit aktuell auf dem vierten Tabellenplatz (die Spielvereinigung auf Platz acht).

Ich gönne es Serdar Dursun natürlich, dass er sich in Darmstadt wohlfühlt (ein mögliches Engagement bei Erzgebirge Aue hatte er ja nach einem Stadtspaziergang mit seiner Frau ausgeschlossen), sich dort nach wenigen Wochen offenbar gut eingelebt hat und vom Comeback des Vereins in die Bundesliga träumt. Nicht ganz kann ich seine Bemerkungen über die Darmstädter Zuschauer nachvollziehen: „Die Lilienfans sind echt überragend“, sagte Dursun über das Publikum (so im kicker zu lesen), „besonders nach dem 1:0 sind sie noch mal explodiert, das hat uns noch mal richtig gepusht. Da gehen die Sprints direkt leichter.“ Die sehr lautstarken und engagierten Kleeblattfans waren Dursun offenbar nicht Motivation genug? Auf dem Foto (Sportfoto Zink) vom Januar 2018 klatscht Dursun nach dem Spiel gegen Holstein Kiel mit Fürther Fans ab. Immerhin gelangen Dursun in 59 Spielen für die SpVgg 13 Tore, im März 2017 war sein Vertrag verlängert worden, zu diesem Zeitpunkt war er mit acht Ligatreffern der beste Torschütze der Mannschaft. Warum hat Dursun sich in den letzten Monaten in Fürth nicht mehr wirklich „reingehängt“? An mangelnder Unterstützung der Fans kann es wohl kaum gelegen haben, oder?
Ein Video-Statement von Serdar Dursun  – auch zur Atmosphäre im Stadion am Böllenfalltor – in der Hessenschau findet Ihr hier.

Glück fürs Kleeblatt: Kaiserslautern gewinnt bei den Lilien

Aufatmen bei der Spielvereinigung und den Kleeblattfans: Das gestrige Nachholspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und SV Darmstadt 98 hat der Tabellenletzte – der FCK – mit 2:1 gewonnen. Die Begegnung des 19. Spieltages musste nachgeholt werden, weil das Spiel am 24. Januar 2018 in der Halbzeitpause abgebrochen worden war. Schiedsrichter Bastian Dankert hatte wegen gesundheitlicher Probleme des damaligen FCK-Trainers Jeff Strasser (43) – er hatte nach der ersten Hälfte über Herzprobleme geklagt – zunächst die Halbzeitpause verlängert. Der Stadionsprecher teilte dann mit, dass die Partie wegen eines „medizinischen Notfalls“ nicht fortgesetzt werden konnte. Nach Angaben der Pfälzer hatten sich beide Vereine einvernehmlich auf eine Neuansetzung des Spiels geeinigt. Nach 45 Minuten hatte es zu diesem Zeitpunkt zwischen Darmstadt und Kaiserslautern 0:0 gestanden. Der Klub teilte später mit, dass ein Herzinfarkt Strassers ausgeschlossen werden konnte.

Und dieses Nachholspiel des Kellerduells zwischen Darmstadt 98 und dem 1. FC Kaiserslautern fand dann gestern Abend statt. Der Ausgang der Begegnung war für die SpVgg insofern sehr wichtig, als Kaiserslautern mit 18 Punkten am Tabellenende der Zweiten Liga rangierte und Darmstadt direkt davor mit 22 Punkten lag. Unmittelbarer Nachbar auf dem Relegationsplatz 16 war die SpVgg mit 24 Punkten. Hätten die hessischen Lilien die Partie gestern gewonnen und drei Punkte eingefahren, wäre das Kleeblatt wieder auf den vorletzten Platz – sprich: den direkten Abstiegsplatz – zurückgefallen.

Aber: Die Roten Teufel feierten im vierten Spiel unter dem „neuen“ Coach Michael Frontzeck ihren dritten Sieg und haben dadurch den Anschluss in die Tabelle weiter verkürzen können. Und die Spielvereinigung bekommt ein wenig Luft, der Abstand zu Erzgebirge Aue (Platz 15) und dem VfL Bochum (Platz 14) ist minimal (siehe Tabelle oben). Also: Stellt sich das Kleeblatt in den nächsten Begegnungen nicht allzu ungeschickt an, wäre ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf durchaus möglich.

Kommt jetzt endlich in die Gänge, Jungs!

Über das sportliche Schicksal des Kleeblatts aus 400 Kilometern Entfernung – aus einem schneereichen Winterurlaub in der Steiermark – nachzudenken, das ist sozusagen Masochismus pur. Letzte Woche hat die Spielvereinigung ihr 21. Zweitligaspiel in dieser Saison mit 0:3 in Ingolstadt verloren. Sie liegt nach wie vor auf dem vorletzten Tabellenrang und hat 20 Punkte auf dem Konto.
Und jetzt wird es allmählich brisant: Gestern gewann der 1. FC Kaiserslautern, der am Tabellenende der Zweiten Liga rangiert, zu Hause mit 3:1 gegen den Shootingstar Holstein Kiel. Im zweiten Spiel unter Trainer Michael Frontzeck fuhr der FCK den zweiten Sieg ein. So flammen die Hoffnungen auf einen Klassenerhalt beim FCK wieder auf. Da beweist es sich mal wieder, was ein Trainerwechsel vor allem für die Psyche eines Vereins ausmachen kann.
Gott sei Dank – zumindest aus Kleeblattsicht – hat der SV Darmstadt 98 gestern die Partie gegen den VfL Bochum mit 1:2 verloren. So sind nach wie vor nur zwei Punkte mehr als bei der SpVgg auf dem Konto des Bundesliga-Absteigers. Aber nicht zu früh gefreut: Nachdem das Spiel am 19. Spieltag zwischen dem FC Kaiserslautern und Darmstadt abgebrochen wurde, wird es am 21. Februar wiederholt. Ausgerechnet diese beiden Vereine – das  könnte für die Spielvereinigung fatal sein.

Morgen um 13.30 Uhr empfängt das Kleeblatt Dynamo Dresden im Ronhof. Die Kulisse wird gut, mindestens 10.000 Zuschauer werden erwartet. Am 5. Spieltag fand das Auswärtsspiel in Dresden statt, bei dem sich die Teams 1:1 unentschieden trennten. Mit aktuell 26 Punkten steht das Team aus Sachsen auf Tabellenplatz zwölf. Das morgige Spiel ist das zwölfte Aufeinandertreffen beider Vereine. Bei bisher fünf ausgetragenen Partien in Fürth siegte die SpVgg vier Mal und verlor nur ein einziges Spiel gegen die Mannschaft aus Sachsen.
Also: Das Kleeblatt muss jetzt ENDLICH in die Gänge kommen. Wittek, Gugganig, Sontheimer, Narey (Foto: Sportfoto Zink), Maloca, Green, Dursun und so weiter: Da hilft kein Katzenjammer wegen verpasster Chancen oder ungerechter Schiedsrichter-Entscheidungen. Da muss die Mannschaft endlich mal aus eigener Kraft Punkte machen und alles mobilisieren, was in ihr steckt. Sonst, Jungs, könnte das Abstiegsgespenst zuschlagen und es für den weiß-grünen Sympathieträger im deutschen Fußball bald zappenduster werden!

Last-Second-Tor für die Lilien

Wie kann das sein? Die Kleeblattfans wähnten sich mit einem 1:0-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 schon auf dem Relegationsplatz in der Winterpause, da passiert es: Drei Minuten Nachspielzeit, Schiedsrichter Tobias Reichel lässt einfach noch weiter spielen (3:15, 3:20), er pfeift und pfeift nicht ab. Da gelingt Hamit Altintop aus 25 Metern eine wunderschöne Flanke, die der Fürther Keeper Sascha Burchert nicht halten kann. Der Ball schlägt ins Fürther Tor! Da ist der Ausgleich zum 1:1, Spieler, Trainer und Fans sind wie gelähmt. Aber das Leben ist kein Ponyhof, und eine Partie läuft eben leider so lange, wie der Schiedsrichter es möchte.

Das Spiel vor rund 9000 Zuschauern war von Beginn an qualitativ eher mittelprächtig. Dass die Kleeblattfans vor dem Pausenpfiff doch einen Grund zum Jubeln hatten, konnten sie Maximilian Wittek verdanken. Er verwandelte in der 45. Minute einen direkten Freistoß mit einem Linksschuss zur 1:0-Führung fürs Kleeblatt. Wittek ließ sich zu Recht von den begeisterten Zuschauern feiern (Foto: Sportfoto Zink).

Nach der Pause verbesserte sich das Niveau der Partie deutlich, beide Seiten hatten gute Torchancen, die allerdings weder die Kleeblätter noch die Lilien in Tore umsetzen konnten. Der Mann des Tages im Fürther Team (zumindest bis zur Nachspielzeit) war eindeutig Torwart Burchert, der seinen Kasten mit souveränen Paraden sauber hielt. Vielversprechende Konterchancen versemmelten sowohl Fürths Kapitän Marco Caligiuri (82. Minute ) als auch der kurz vorher eingewechselte Daniel Steininger (85. Minute). Eine fatale Nachlässigkeit, die die Fürther am Ende teuer bezahlen mussten.

Die Spielvereinigung muss durch diesen Last-Minute-Ausgleich auf einem direkten Abstiegsplatz (17. Rang) überwintern. Sie hat 18 Punkte nach 18 Spielen und muss sich an Silvester für das Jahr 2018 mehr Erfolg wünschen. Zur Winterpause sieht es jedenfalls zappenduster aus. Im neuen Jahr spielt das Kleeblatt am Mittwoch, 24. Januar, in Bielefeld. Neues Jahr, neues Glück? Das kann man nur hoffen.

Lilien auf dem Weg zum Fürther Ronhof

Vor wenigen Minuten sind die Fans von Darmstadt 98 durch die Königstraße in Richtung Fürther Ronhof marschiert. Eine nicht allzu große Gruppe – das nasskalte Winterwetter ist nicht gerade einladend für die Zuschauer, heute um 13.30 Uhr das Stadion zu füllen.
Das Pflichtspieljahr 2017 erreicht an diesem Wochenende seine Ziellinie. Die Begegnung mit der Spielvereinigung ist für die Lilien etwas Besonderes: Sie bildet nicht nur den Rückrundenauftakt der laufenden Saison. Nein, es ist gleichzeitig auch das erste Pflichtspiel von Cheftrainer Dirk Schuster seit seiner Rückkehr auf den Trainerstuhl des SV 98. Bekanntlich wurde Torsten Frings nach einer Serie von elf sieglosen Spielen am 8. Dezember 2017 als Coach freigestellt. Mit „riesiger Vorfreude“ blickt der 49-Jährige Schuster – so die Vereins-Website – diesem Startschuss entgegen, wohl wissend, dass die 90 Minuten am Sonntag nur die ersten Meter eines „langen und steinigen Weges“ darstellen.

Darmstadt 98 liegt aktuell (nach seinem Bundesligabstieg Ende der letzten Saison) mit 18 Punkten auf dem 16. Rang der Zweiten Liga. Das Kleeblatt ist den Lilien mit nur einem Punkt Abstand dicht auf den Fersen. Wenn die SpVgg heute gewinnt und drei Punkte holt, dann kann sie die Winterpause immerhin auf dem Relegationsplatz verbringen. Das wäre mal ein kleines Trostpflaster – für Spieler, den Verein und vor allem die Fans. Denn die Punkte-Abstände zu den anderen Plätzen sind nicht allzu groß und keinesfalls unüberwindbar. Ein Freund meinte gestern, dass das Kleeblatt heute mit 4:0 gegen Darmstadt 98 siegen wird. Lieber Pit, Dein Wort in Gottes Ohr!

Magyars Tor macht Kleeblattfans glücklich

Nach dem fulminanten 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli vor zwei Wochen hat das Kleeblatt letzten Samstag gegen den MSV Duisburg wieder geschwächelt. Umso wichtiger sind die drei Punkte, die es heute gegen den 1. FC Heidenheim im Ronhof einfahren konnte. 1:0 lautete das Ergebnis nach dem Abpfiff.

Im Gespräch haben mich diese Woche zwei Fußball-Greenhorns gefragt, woran es in dieser Saison bei der Spielvereinigung eigentlich hakt. Ich brachte es schnell auf den Punkt: Grundsätzlich ist das Zusammenspiel bei den Fürthern harmonisch und effektiv. Die einzelnen Spieler haben durchaus Qualitäten und sind auch motiviert. Aber die Offensive hat im gegnerischen Strafraum oft kein Durchsetzungsvermögen, zu wirklichen Abschlüssen – sprich: Toren – kommt es einfach zu selten. So ähnlich war es auch heute wieder. Die Spielvereinigung agierte mit Mut und Können, aber wo war die Chancenverwertung? Und der FC Heidenheim hatte (Gott sei Dank!) einen schlechten Tag und musste nach zuletzt fünf ungeschlagenen Spielen (vier Siege, ein Remis) wieder mal eine Niederlage einstecken.

Schon in der sechsten Spielminute wäre es beinahe zum Kleeblatt-Tor gekommen: Jurgen Gjasula hatte sich einen Abpraller ergattert und scheiterte nur an einer starken Parade des Heidenheimer Keepers Kevin Müller. In der folgenden halben Stunde gelang den Gästen erst mal nicht viel. Als sie dann endlich Oberwasser hatten und verstärkt im Fürther Strafraum kämpften, waren es die Kleeblätter in der 28. Minute, die zu ihrem heiß ersehnten Treffer kamen: David Raums Pass und Gjasulas Abschluss wurde vom herausrennenden Müller und Timo Beermann erst mal geblockt. Doch Gjasula behielt seinen klaren Kopf, gab an Richard Magyar ab, der seinen Größenvorteil gegenüber Ronny Philp ausnutzte (Magyar ist neun Zentimeter größer) und aus fünf Metern zum 1:0 einköpfte. So lautete auch der Pausenstand.
Gut zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff hätte die SpVgg fast das 2:0 gemacht. Aber Khaled Nareys starker Lauf war nicht vom Erfolg gekrönt, und Julian Greens Kopfball scheiterte an Keeper Müller. Insgesamt bleib der heutige Angstgegner FC Heidenheim in den Zweikämpfen zu zaghaft. Echte Chancen hatten vielmehr die Kleeblätter. Aber – wie oben kritisiert – die Chancenverwertung klappte eben nur mäßig! Bis vor das gegnerische Tor spiel(t)en sie stark, bei vermeintlich todsicheren Gelegenheiten sind die Jungs aber einfach zu lax.

Am Ende reichte es heute durch den einen Treffer von Magyar (der sich nach Spielende richtig freute, Foto: Sportfoto Zink) für drei ganz wichtige Punkte. Mit insgesamt 17 Punkten nähert sich die Spielvereinigung wieder den Nicht-Abstiegsplätzen. Der SV Darmstadt 98 hat gegen Erzgebirge Aue verloren und liegt nach 17 Spielen nur einen Punkt vor dem Kleeblatt auf Tabellenrang 16. Und genau diese Darmstädter sind die Gegner der SpVgg beim letzten Heimspiel des Fußballjahrs 2017 am nächsten Sonntag, 17. Dezember. Hoffentlich kommen dann mehr Zuschauer ins Stadion als heute: Gerade mal 6965 Zuschauer waren da – ein Armutszeugnis!

Kleeblatt-Kapitän vermasselt Saisonstart

Gleich zum Saisonstart bei einem Bundesliga-Absteiger antreten zu müssen, das ist nicht einfach. Die Spielvereinigung fuhr heute nach Darmstadt zu den Lilien – und musste drei Punkte an den Gegner abgeben. Nicht ganz unschuldig am Treffer der Darmstädter war der gerade zum Fürther Kapitän gekürte Tormann Balasz Megyeri.

Aber chronologisch: Wetter heiß, Stimmung gut, die angereisten Kleeblattfans standen in der Sonne und feuerten ihre Mannschaft wie immer an. Trainer Janos Radoki hatte mit Maximilian Wittek und Nik Omladic zwei Neuzugänge in die Startelf gestellt. Und tatsächlich gelang dem Kleeblatt der bessere Start. Sie wirkten in der Anfangsphase wacher und sorgten mit langen Bällen für Gefahr. Besonders gut hat mir das aggressive Pressing gefallen, mit dem die Darmstädter nicht gut umzugehen wussten. Nach der Pause wechselte Fürths Trainer Jurgen Gjasula ein. Kurz darauf (52. Minute) dann eine Bombenchance, die Serdar Dursun leider nicht verwerten konnte. Inzwischen hatten die Lilien leider optimal ins Spiel gefunden und machten sich immer öfter mit guten Ansätzen unaufhaltsam auf dem Weg zum Fürther Tor. Zwei Minuten nach der Kleeblatt-Möglichkeit dann ein einziges Durcheinander vor Balazs Megyeris Tor. Darmstadts Kapitän Aytac Sulu schießt, Megyeri bekommt den Ball zu fassen, hält ihn nicht gut genug fest und wirft ihn dann mit einer unglücklichen Reaktion sogar noch selbst ins Netz – 1:0 für die Gastgeber. weiter lesen

Fürther Kleeblatt in den Startlöchern

Die letzte ernst zu nehmende Bewährungsprobe für die neu zusammengestellte Mannschaft war die Partie gegen den Erstligisten Mainz 05 im Sportpark Heimstetten bei München. Die Spielvereinigung ging mit einem akzeptablen 0:0 vom Platz. Für das Kleeblatt war es bereits das sechste Testspiel vor dem Beginn der neuen Spielzeit und gleichzeitig die letzte Gelegenheit, seine aktuelle Verfassung zu testen. Über weite Strecken war die SpVgg gegen das Team des neuen Mainzer Trainers Sandro Schwarz sogar die bessere und spielbestimmende Mannschaft. Man merkte, dass das Kleeblatt schon um einiges weiter in der Vorbereitung war als die Bundesligisten. Khaled Narey und Serdar Dursun hatten vielversprechende Chancen. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte das Kleeblatt, dass es auf einem guten Weg ist. Die beiden Keeper Balász Megyeri und Sascha Burchert (ab der 2. Halbzeit) hielten den Fürther Kasten sauber.
Ein Wermutstropfen ist die Verletzung von Neuzugang Maximilian Wittek: Er landete in der 55. Spielminute nach einem Luftkampf auf dem Rücken und musste vom Platz gehen. Da kann man nur die Daumen drücken, dass er sich nicht ernsthaft verletzt hat, denn gerade Wittek ist einer der Hoffnungsträger der Kleeblätter in der Abwehr. (Auf dem Foto hat er noch im Trainingslager Waidring gemeinsam mit Daniel Steininger und Hund eine Abkühlung im Haselbach genossen.)
weiter lesen