Deutscher Meister 2013: SpVgg Greuther Fürth

Nicht mehr gefrustet wegen der Niederlage gegen Bayern München muss man sein, wenn man die deutsche Tageszeitung „taz“ liest. Dort schrieb Rob Alef eine Kolumne mit dem Titel  „Gurus und Lemminge“. Er traut sich eine Zukunftsanalayse für den kommenden Mai zu, genauer gesagt orakelt er über die Tabellenplätze der Bundesliga-Mannschaften bei Saisonende.
Es beginnt ganz harmlos, aber vielen 150-prozentigen Erstliga-Fans zieht es schon mal die Schuhe aus:

„Nein, auch Matthias Sammer wird den Niedergang der Bayern nicht stoppen, das als gute Nachricht schon einmal vorweg. Nach dreimal Zweiter werden sie diesmal Drittletzter. … Die beiden Relegationsspiele in Fröttmaning enden 2:2 und 1:1, und die Sechziger steigen wegen der Auswärtstorregel auf, Bayern steigt ab.“

Der Journalist lässt bei seiner Prognose auch den HSV absteigen (zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte), im Mittelfeld gurken andere Traditionsvereine wie Bayer Leverkusen und Werder Bremen herum. Die – in Insiderkreisen sogenannte – Lüdenscheider Borussia landet auf einem siebten Platz, der Club soll Vierter werden.
Das i-Tüpfelchen allerdings ist der Deutsche Meister 2013. Das wird – so der Fachmann von der taz – die Spielvereinigung:

„Und außer für eine kleine Schar von Fußballexperten völlig überraschend Meister 2013 wird: die Spielvereinigung Greuther Fürth unter Trainer Mike Büskens. Nou Camp in Barcelona, Old Trafford in Manchester, die Trolli-Arena in Fürth – Europas Fußballlandkarte ist um eine Attraktion reicher. Nach der Hinrunde noch auf einem achtbaren achten Platz, ergreift Edelfan Henry „Deus ex Machina“ Kissinger in der Winterpause die Initiative und spendet den Erlös seiner 24-bändigen Studienreihe „Wie ich beinahe den Weltfrieden rettete“ an seinen Lieblingsverein. Noch am selben Tag verpflichtet Präsident Georg Hack Xavi, Iniesta, Özil, Messi und Raul, der Rest wird Geschichte werden.“

Da wären auch die Greuther-Weiber begeistert. Aber, hier ist der Wermutstropfen: Wenn alles so wenig stimmt wie der Vorname des Kleeblatt-Präsidenten,  dann wird’s mit der Meisterschaft wohl doch nichts!
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