Ex-Kleeblätter im Kader der Störche

Nächsten Sonntag, 20. August (Anpfiff: 13.30 Uhr), bestreitet die Spielvereinigung das dritte Saisonspiel beim Aufsteiger Holstein Kiel. Der Ostsee-Verein hat drei Ex-Kleeblätter im Kader, die für Fürther Fußballfans von Bedeutung waren:

Sebastian Heidinger (Foto: links): Der Mittelfeldspieler wechselte in der Winterpause 2016 vom 1. FC Heidenheim zum Ligakonkurrenten nach Fürth. In der Winterpause der Saison 2016/17 lösten Heidinger und die SpVgg den Vertrag wieder auf, Heidinger ging zum Drittligisten SC Paderborn, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag erhielt. Der wurde jedoch 2017 in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Zur Saison 2017/18 wurde der Spieler vom Zweitliga-Aufsteiger Holstein Kiel verpflichtet. Heidinger stand vergangenen Freitag im Kader, als die „Störche“ in der ersten DFB-Pokal-Runde Eintracht Braunschweig mit 2:1 besiegten.

Ilir Azemi (Foto: Mitte) Azemis Karriere bei der SpVgg war von Höhen und Tiefen geprägt. Am 25. August 2012 gab er für die Profis sein Bundesligadebüt gegen den FC Bayern München. Sein erstes Tor erzielte er am 4. Mai 2013 im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart, am 25. März 2014 beim 4:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf gelang ihm sein erster Doppelpack. Durch einen schweren Autounfall im August 2014 wurde Azemis Karriere eineinhalb Jahre unterbrochen. Erst im Januar 2016 konnte er an einem Testspiel der Kleeblatt-Reserve teilnehmen. Im Januar 2017 wurde er bis zum Saisonende an den damaligen Drittligisten Holstein Kiel ausgeliehen, im Mai 2017 wurde Azemi fest verpflichtet und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2018 ausgestattet.

Tom Weilandt (Foto: rechts) Im Juni 2013 verpflichtete die erst kurz zuvor aus der Ersten in die Zweite Bundesliga abgestiegene SpVgg Tom Weilandt, die einen Vertrag über drei Jahre mit ihm abschloss. Sein Ligadebüt für Fürth krönte er beim ersten Spieltag  (2:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld) mit seinem ersten Tor. Nach Ablauf des Vertrages verließ Weilandt den Verein zum Ende der Saison 2015/16. Beim VfL Bochum unterschrieb er im Sommer 2016 einen Vertrag über zwei Jahre. Dort erzielte er in 22 Ligapartien drei Tore, sieben weitere legte er für seine Kollegen auf. Doch in den letzten Wochen reifte bei dem Mittelfeldspieler der starke Wunsch nach einem Vereinswechsel. Denn unter Bochums neuem Coach Ismail Atalan begann Weilandts Stern in Bochum zu sinken: Er gehörte weder im DFB-Pokal noch in den bisherigen zwei Ligapartien zum Kader. Der 25-Jährige wird bis zum Saisonende an die Kieler Sportvereinigung Holstein ausgeliehen. Für den gebürtigen Rostocker ist der Wechsel an die Ostsee auch persönlich von Bedeutung. Denn der Sohn des ehemaligen Fußballprofis Hilmar Weilandt wurde beim F.C. Hansa Rostock ausgebildet.

Zitterpartie für Fürther Fans und Trainer

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumUff! Erst mal durchatmen! Diese letzten Minuten in der Partie gegen den VfL Bochum haben uns Greuther-Weiber wirklich Nerven gekostet! Das war ein Fußball-Thriller erster Güte, und Schiedsrichter Daniel Schlager wollte uns einfach nicht durch den Schlusspfiff erlösen… Zum Glück hatte die Geschichte dann doch einen (verdienten!) guten Ausgang. Und das in mehrfacher Hinsicht: Erstens hat die Spielvereinigung nach fünf Liga-Spielen (davon vier Niederlagen in Folge!) mit dem heutigen 2:1 endlich wieder einen Sieg eingefahren, und zwar – fast schon ein Wunder! – zu Hause im Sportpark Ronhof. Zweitens: Trainer Stefan Ruthenbeck bleibt dem Kleeblatt damit Gott sei Dank erhalten.

Der Begegnung mit der Mannschaft aus dem Revier lag eine äußerst interessante Konstellation zugrunde. Das beginnt damit, dass Gertjan Verbeek als ehemaliger Trainer des 1. FC Nürnberg für Fürth sowieso ein rotes Tuch ist. Dann stammt er zusätzlich aus den Niederlanden. Auf der fußballerischen Intimfeindschaft zwischen Deutschland und Holland muss man in einem Blog wie diesem nicht groß herumreiten – aber sie existiert nun mal! Schließlich liefen heute im Ronhof mit Marco Stiepermann, Johannes Wurtz und Tom Weilandt gleich drei gute Ex-Fürther Spieler auf. Sie kennen die Verhältnsse hier aus dem Effeff, was sicher nicht von Nachteil für ihren jetzigen Verein gewesen sein dürfte. Und ausgerechnet Stiepermann war über weite Strecken der herausragende Mann beim VfL Bochum, von Weilandt dagegen spürte man nicht viel.

Spannende Voraussetzungen also für das heutige Spiel, an das alle Kleeblattfans hohe Erwartungen knüpften. Und spannend sollte es von der ersten Minute an auch werden. Fürth begann ungeheuer druckvoll und sehr offensiv. Einige gute Chancen konnten jedoch – wieder einmal, muss man leider sagen! – nicht in Treffer umgemünzt werden. Dann schien es eine Zeit lang, als sei den Kleeblättern die Puste ausgegangen. Sie zogen sich in die eigene Hälfte zurück, was die Bochumer postwendend damit beantworteten, dass sie das Spiel an sich rissen. Doch die Hausherren schöpften neue Kraft und zeigten lobenswerten Einsatz. Sicher galt der vor allem Trainer Stefan Ruthenbeck, dessen Schicksal an einem dünnen Faden (nämlich dem Ausgang des heutigen Spiels) hing. Die Top-Einstellung der Mannschaft ließ sich vor der Pause zwar nicht mehr in Tore verwandeln, aber sie sendete wichtige Signale zur Trainerbank aus.

So gut wie selten aufeinander eingespielt zeigten sich Veton Berisha und Sercan Sararer. Das Motto „Gemeinsam“, das auf einem Transparent der Kleeblatt-Anhänger zu lesen war (Foto), wurde zum alles bestimmenden Leitfaden dieser Partie, die nach dem Seitenwechsel schnell wieder an Fahrt aufnahm. Für den am Knie verletzten Kapitän Marco Caligiuri brachte Ruthenbeck Bolly ins Spiel, was sich als durchaus geschickter Zug erweisen sollte. Die zwei umjubelten Treffer des Tages gelangen aber Sebastian Freis (51.) und Sercan Sararer (82.), und beide Male hatte Benedikt Kirsch seine Hand – respektive seinen Fuß – direkt davor mit ihm Spiel. Allerdings gab es nach dem 1:1-Ausgleich für den VfL durch den von Verbeek goldrichtig eingewechselten Gündüz (67.) für die Fürther noch einige Angstmomente zu überstehen. Und selbst die 2:1-Führung war bis zur letzten Sekunde in Gefahr, vor allem weil die Nachspielzeit von eigentlich drei Minuten sich beinahe verdoppelte.

Wie gesagt: eine wahre Zitterpartie für die Kleeblattfans. So etwas kostet Nervennahrung! Und die werden wir in ungefähr zwei Stunden beim Pfefferkarpfen-Essen mit Freunden sicher ausreichend bekommen.

Kleeblätter for sale?

Es ist Mitte Juni, und alle Sportfans konzentrieren sich momentan auf die Fußball-EM in Frankreich. Dabei tut sich gerade bei den Zweitliga-Mannschaften ganz viel. Während die Gerüchteküche über einen möglichen Wechsel des Trainers des 1.FC Nürnberg – René Weiler – zum RSC Anderlecht brodelt, nimmt bei der SpVgg offenbar der „Ausverkauf der Spieler“ an Fahrt auf: Heute hat sich der Verein mit dem VfL Bochum auf die Wechsel von Marco Stiepermann und Johannes Wurtz (Foto) geeinigt. Über die Ablösemodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart. Dazu Ramazan Yildirim, Direktor Profifußball bei den Kleeblättern, auf deren Website:

„Marco hat uns in den Gesprächen deutlich signalisiert, dass er sich gerne verändern möchte. Nachdem wir das finanziell gute Angebot vom VfL erhalten haben, haben wir uns damit auseinandersetzen müssen. Da wir Marco im kommenden Sommer ablösefrei hätten ziehen lassen müssen, haben wir uns letztlich für diesen Transfer entschieden, zumal es uns wichtig ist, Spieler zu haben, die zu 100 Prozent hier sein wollen.“

Damit wird Marco Stiepermann zukünftig in der Nähe seiner Geburtsstadt Dortmund sein. Seine Teamkameraden beim VfL Bochum sind ab der neuen Saison Johannes Wurtz und Tom Weilandt. Dass die Torhüter Marc Flekken in Zukunft beim MSV Duisburg und Bastian Lerch bei Jahn Regensburg in Lohn und Brot stehen werden, ist seit dieser Woche klar. Da auch der dritte Kleeblatt-Torwart Leopold Zingerle den Verein verlässt (er wechselt zum 1. FC Magdeburg), wird man sich vor allem auf die Suche nach weiteren Keepern machen müssen, die Sebastian Mielitz im Ernstfall vertreten können.

Wer das Kleeblatt noch verlassen wird, zeigt sich in den nächsten Tagen und Wochen. Und die „Causa“ Trainer Stefan Ruthenbeck ist ja auch noch nicht in trockenen Tüchern!

Good bye, Tom Weilandt

SpVgg Greuther Fürth - SC PaderbornMeine männlichen Kollegen werden bei dem, was jetzt kommt, müde lächeln und es mit „typisch Frau“ kommentieren: Ich bedauere es, dass Tom Weilandt die Spielvereinigung verlässt. Er war für mich einer der bestaussehenden Spieler im Kleeblattkader und machte immer eine gute Figur. Und: Bei vielen Spielen war er die Schlüsselfigur im Kleeblatt-Team.

Der Weggang von Weilandt war absehbar: In der Hinrunde der Saison 2015/16 hat er noch 15 Partien für das Kleeblatt gespielt. Dann hat Trainer Stefan Ruthenbeck ihm oft andere Spieler vorgezogen, und er kam nur noch bei zwei Begegnungen in der Rückrunde zum Einsatz. Im Winter wollte Weilandt eigentlich zum Zweitligisten TSV 1860 München wechseln. Aber der fast perfekte Transfer zerschlug sich dann in allerletzter Minute aufgrund einer Verletzung. Seitdem versank Weilandt beim Kleeblatt in der Bedeutungslosigkeit.

Jetzt ist es klar, dass der 24-jährige Mittelfeldspieler im Sommer ablösefrei zum VfL Bochum geht. „Tom Weilandt ist ein Spieler, der aufgrund seiner außergewöhnlich guten Technik kreative Lösungen für das Offensivspiel findet“, sagt Bochums Sportvorstand Christian Hochstätter im „kicker“ und erklärt: „Er kann auf den Außenpositionen eingesetzt werden, aber auch zentral eine Rolle spielen“. Als besonders großes Plus sehe er „dabei die Beidfüßigkeit, die ihm mehr Möglichkeiten für sein Spiel erlaubt und für den Gegner schwerer zu verteidigen ist.“

Wir wünschen Tom Weilandt alles Gute und sportlichen Erfolg in Bochum. Und nächste Saison wird er dann (mindestens) zwei Mal auf seinen Ex-Verein – die Spielvereinigung – treffen.

Weilandts Wechsel klappt nicht

Training SpVgg Greuther FürthGestern schien der Wechsel von Tom Weilandt zum TSV 1860 München schon perfekt zu sein. Doch am Abend ist der Transfer geplatzt. Beim obligatorischen Medizincheck stellten die Ärzte des Münchner Zweitliga-Vereins bei dem 23-Jährigen Mittelfeldspieler einen Muskelbündelriss im Oberschenkel fest. Die Verletzung hat er sich bei einem Testspiel in der Vorbereitung der Spielvereinigung zugezogen. Das heißt im Klartext: Weilandt muss mindestens sechs Wochen pausieren. Und das ist zu lange für die Löwen, die sofortige Verstärkung für ihre Offensive suchen.

Für die Sechziger, die nach dem Weggang von Korbinian Vollmann und Marius Wolf schnellen Ersatz für die Außenbahn suchen, ist der Wechsel damit vom Tisch. Sie liegen aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz und fürchten einen blamablen Abstieg. Eigentlich war Tom Weilandt der Wunschkandidat des Münchner Vereins, vor allem Sportchef Oliver Kreuzer war schon seit mehreren Jahren an ihm interessiert. Doch Trainer Benno Möhlmann betonte in den vergangenen Wochen, dass für die Münchner nur eine sofortige Verstärkung Sinn macht, um im Abstiegskampf zu gewinnen. Weilandt aber kann mit seiner Verletzung vermutlich erst Ende März wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und würde somit in mehreren für den Zweitligisten wichtigen Saisonspielen fehlen. Jetzt bleibt den Löwen nur noch Zeit bis Montagabend, um auf dem Transfermarkt fündig zu werden.

Kleeblatt-Stürmer: Kommt er oder kommt er nicht?

Ante_VukusicSeit Wochen ist die Spielvereinigung auf der Suche nach einem neuen Stürmer für das Kleeblatt. Der Transfermarkt ist bekanntlich noch bis Montag, 1. Februar, 18 Uhr geöffnet – und viele Fans hatten schon die schlimmsten Befürchtungen, dass die Rückrunde im Angriff so uneffektiv bleibt wie bis zur Winterpause.

Aber es gibt gute Neuigkeiten: Seit Tagen wird der aktuell vereinslose Ante Vukušić (24, auf dem Foto links) im Probetraining auf Herz und Nieren geprüft. Und der Eindruck, den er macht, ist offenbar mehr als gut. Der 1,77 Meter große Kroate galt in seiner Heimat lange als Riesentalent und wechselte im Sommer 2012 für 3,7 Millionen Euro von Hajduk Split zu Delfino Pescara in die italienische Serie A. Es folgten Ausleihen zum FC Lausanne-Sport (Schweiz) und Waasland-Beveren (Belgien). Vukušić durchlief von der U18 an alle U-Nationalmannschaften Kroatiens. Im August hatte Vukušić seinen ersten Einsatz in der A-Nationalmannschaft. Seit Oktober 2015 ist der Stürmer bei keinem Verein. Bei der Leistungsdiagnostik in Fürth überzeugte er. Bereits gestern haben Präsident Helmut Hack und SpVgg-Manager Ramazan Yildirim Verhandlungen mit dem Management des Fußballprofis aufgenommen.

„Er hinterlässt einen guten Eindruck“, so der lakonische Kommentar von Yildirim. Und Kleeblatt-Coach Stefan Ruthenbeck bringt es auf den Punkt: „Er ist ein zentraler Stürmer, ein bisschen Typ Straßenfußballer, der seine Aufgaben spielerisch löst. In den Spielformen im Training hat er sein Können schon gezeigt.“
Damit würde Ante Vukušić eigentlich supergut ins Fürther Spielsystem passen. Denn gerade in der Offensive setzt Ruthenbeck auf lauf- und spielstarke Akteure.  „Eigentlich sollte er bis Freitag getestet werden“, erklärt Ruthenbeck, doch der Verein will möglichst schnell Nägel mit Köpfen machen.

Die Spielvereinigung ist außerdem nach wie vor auf der Suche nach einem Ersatz für Tom Weilandt, der unmittelbar vor dem Wechsel zum TSV 1860 München stehen soll. Und auch der Transfer des defensiven Mittelfeldspielers Tom Trybull könnte in den nächsten Tagen passieren.

3:0 – Jetzt schlagen die Kleeblattherzen höher!

Es macht wieder Spaß, der Spielvereinigung zuzusehen. Heute gewann das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck souverän zu Hause im Ronhof gegen den SC Paderborn. Mit 3:0! Das war eine  fabelhafte Gesamtleistung, da war Passgenauigkeit genauso angesagt wie taktisch raffiniertes Spiel. Das Kleeblatt macht nach dem dritten Sieg in Folge den Eindruck, als ob es wieder zu einer Form gefunden hat, die man jahrelang vermisste.
Es gelang heute dem nach dem Abstieg völlig ausgebluteten SC Paderborn also nicht, beim neunten Spiel im Ronhof endlich einen Sieg hinzulegen. Dabei hatten die Gäste sogar durchaus gute Chancen. Aber der Fürther Keeper Sebastian Mielitz wird von Mal zu Mal zu einem richtig sicheren Torwart mit glänzenden Paraden. Ihm ist es primär zu verdanken, dass die gegnerische Mannschaft einfach keinen Stich machen konnte.

Tor Nummer 1:
Sebastian Freis entwickelt sich zum herausragenden Akteur bei den Kleeblättern. Er ist schnell, exakt und traut sich, aus aussichtsreichen Situationen auch wirklich etwas zu machen.SpVgg Greuther Fürth - SC PaderbornTor Nummer 2:
Tom Weilandt, der in der ersten Halbzeit fast zur tragischen Figur zu werden drohte, traf mit einem Traumtor zum 2:0 in der 59. Minute.

SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Tor Nummer 3:
Und Jurgen Gjasula, dem beim letzten Spiel gegen Union Berlin beide Treffer gelangen, machte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff den Sack zu.SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Die Stimmung bei den knapp 8500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg war dann natürlich überschwänglich. Leider schafften es aufgrund der schlechten Anstoßzeit (17.30 Uhr) nicht mehr Fans, in den Ronhof zu kommen. Das wird sich am kommenden Montag, 28. September, vielleicht ändern. Zwar nicht im Stadion, aber vor dem Fernseher. Denn da tritt die Spielvereinigung um 20.15 Uhr auswärts gegen Eintracht Braunschweig an. Mit anderen Worten: Da trifft der Viertplatzierte der Zweiten Liga gegen den (punktgleichen) Tabellenfünften. Das verspricht eine spannende Begegnung zu werden!

Derbykrimi mit glücklichem Kleeblattsieg

MannschaftssiegDas war heute Nervenkitzel pur beim 259. Lokalderby zwischen der Spielvereinigung und dem 1. FCN im mit 17.200 Zuschauern komplett ausverkauften Ronhof. Mit viel Glück, aber auch guten sportlichen Leistungen gewann das Kleeblatt auf den allerletzten Drücker mit 3:2.

Dabei hatte es mies angefangen. Schon in der 7. Minute traf Guido Burgstaller ins Fürther Tor, vielleicht ein heilsamer Schock für das Kleeblatt. Denn die Fürther versuchten daraufhin – nach einigen mäßigen Spielen in den letzten Wochen – konzentriert und schnell zu spielen. Trotzdem dauerte es bis zur 39. Minute, ehe Veton Berisha der erlösende Ausgleich gelang. Er war einer der besten Spieler heute im Fürther Team. Genauso wie Tom Weilandt, den ich als sichere Bank im Kleeblatt-Team sehr schätze und dessen Paraden oft auch erfolgreich sind. So auch in der 58. Minute: Gjasula gibt den Ball an Weilandt ab, der souverän ins linke Nürnberger Eck schießt. Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns unter Felix Zwayer, denn Weilandt stand definitiv im Abseits, also hätte der zweite Treffer nicht gegeben werden dürfen. Aber wie das Leben so spielt: Mal hat man Pech, dann wieder Glück. Und das Glück stand heute offenbar auf der Seite des Kleeblatts.

Dann ließ die SpVgg sich zurückfallen und ruhte sich auf ihrem Vorsprung aus. Das sollte prompt ins Auge gehen. Denn fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit verwandelten die Clubberer eine für das Kleeblatt brenzlige Situation zum 2:2 durch den Österreicher Alessandro Schöpf. Zähneknirschend rappelte sich das Kleeblatt hoch, obwohl der Druck eher aus dem Nürnberger Lager kam. Drei Minuten Nachspielzeit, sollte es beim Unentschieden im fränkischen Derby bleiben? Nein, das kleine Wunder geschah: Der noch nicht lange eingewechselte Dani Kumbela gewann ein Duell und gab an Sebastian Freis ab. Und der traf tatsächlich zum 3:2 in den Kasten von Thorsten Kirschbaum.

Sicher, der heutige Sieg hatte phasenweise ein „Geschmäckle“, da das zweite Kleeblatt-Tor wegen Abseits genau genommen keines war und das erste auch schon nach einer umstrittenen Freistoß-Entscheidung des Unparteiischen gefallen war. Aber allem Geunke zum Trotz: Die Spielvereinigung hat das 259. Lokalderby gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Es war ein spannendes Spiel mit Höhen und Tiefen. Und zum Trost sei allen Clubfans gesagt: Das nächste fränkische Derby – dann bei Euch im Grundigstadion – ist ja schon Ende Februar.

Nur ein cooler Punkt zu Hause

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC HeidenheimFrostig war es gestern Abend im Stadion am Laubenweg. Zumindest was die Temperaturen anbelangt. Die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem Aufsteiger FC Heidenheim war es eher nicht. Die Fürther Mannschaft war von der ersten Minute an hellwach und versuchte mit druckvollem Spiel den Gegner zu bezwingen. Erstaunlich, denn nach dem kräftezehrenden 3:3 am Montag gegen Fortuna Düsseldorf stellte das Spiel nur vier Tage später die Fußballer vor echte konditionelle Herausforderungen.

Um es kurz zu machen: Das Endergebnis 0:0  entsprach nicht dem Spielverlauf. Aber wie so oft waren sowohl die Kleeblätter als auch die Gäste nicht in der Lage, gute spielerische Aktionen auch mit einem Tor zu verwerten. Wolfgang Hesl hatte seine Anfangsschwäche nach der Verletzungspause, die in Düsseldorf noch offensichtlich war und auch gegnerische Tore nach sich gezogen hatte, gestern voll überwunden. Er ist wieder in der Spur und hielt einige Bälle, die allerdings nicht brandgefährlich waren, ohne Probleme. Glück hatte die SpVgg allerdings schon in der 9. Minute, als ein Schuss von Julius Reinhardt vom Pfosten abprallte. Er wäre für den Fürther Keeper unhaltbar gewesen.
Stephan Schröck – gestern ein Wirbelwind mit schwarzen Handschuhen (Foto) – ackerte wieder, was das Zeug hielt. Kritisierbar ist es aber, dass er dann kurz vor dem Strafraum am Gegner hängenbleibt und so seine investierten Energien verpuffen. Tom Weilandt macht sich als strategischer Spieler im Kleeblatt-Team immer besser.

Knapp über 10.000 Zuschauer waren gestern im Ronhof. Wie gesagt: Es war kalt, und ein Freitagabend ist kein idealer Termin. Ob sich die Kleeblattfans von den Profis der SpVgg gegen den Aufsteiger FC Heidenheim mehr als eine Nullnummer erwartet hatten? Klar! Denn immerhin rangieren diese auf dem vierten Platz der Zweiten Liga. Da stehen sie auch jetzt noch – die SpVgg  bleibt im Mittelfeld. Und konnte zum dritten Mal in Folge vor eigenem Publikum nicht gewinnen. Am Nikolaus-Tag, 6. Dezember, tritt die Spielvereinigung auswärts gegen den nächsten erfolgreichen Aufsteiger – den SV Darmstadt 98 – an. Auch das wird nicht leicht. Mal sehen!

 

Kärwa-Spiel mit 2:0 gewonnen

SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge AueAlso – um ganz ehrlich zu sein – ich habe heute in der zweiten Halbzeit sehr zittern müssen. Aber aufgrund der beiden frühen Tore durch Tom Weilandt (Foto) hat die Spielvereinigung den vierten Heimsieg erzielt. Und den zahlreichen Fans – insgesamt 12.690 Zuschauer im Stadion am Laubenweg – eine gelungene Kirchweih-Eröffnung geschenkt. Die drei Punkte gegen den FC Erzgebirge Aue sind mehr als wichtig. Für einen besseren Tabellenplatz und vor allem für die  – nach dem Spiel gegen die Münchner Löwen – angeschlagene Psyche. Und auch den Ausfall von Wolfgang Hesl gilt es erst mal für die kommenden Wochen zu verkraften.

Weilandt nutzte in der achten Minute einen gravierenden Fehler des sächsichen Keepers Martin Männel für den frühen Führungstreffer. Die Vorlage hatte ihm Stephan Schröck spendiert. Und schon neun Minuten später gelang ihm das zweite Tor. Das war die Basis für einen weiteren Kleeblatt-Erfolg im Ronhof. Nach den beiden Toren konnte man sich dann allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der Spielvereinigung die Luft etwas draußen war. Wollte man das Ergebnis einfach nur halten? Da hatte man offenbar nicht mit dem Team aus Aue gerechnet, das sich immer wieder mit guten Aktionen gegen die weiß-grünen Kleeblätter aufbäumte.
Souverän hatte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie im Griff. Es kam mehrfach zu heißen Diskussionen. Und Spieler beider Mannschaften forderten mit Fouls, unfairen Attacken und einer „Schwalbe“ die erfolgreiche Unparteiische heraus. Aber Frau Steinhaus behielt die Ruhe und die Übersicht.
Tom Mickel stand heute – er war beim 1860er-Spiel nach Wolfgang Hesls Handverletzung eingewechselt worden – zum zweiten Mal für die SpVgg im Tor, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Einen Kopfball von Romario Kortzorg rettete Kapitän Stephan Fürstner für den Keeper kurz vor der Halbzeitpause auf der Linie. Und in der Schlussphase der Begegnung drängten alle Spieler von Erzgebirge Aue in Richtung Tor. Tom Mickel, der lange Zeit nicht gefordert worden war, schwächelte auch jetzt wieder im entscheidenden Moment: Eine gefährliche Aktion von Stipe Vucur in der 83. Minute klärte Goran Sukalo, der vor der Linie richtig stand. Sonst wäre es mit der 2:0-Führung doch noch vorbei gewesen. Dann retteten die Fürther das Ergebnis bis zum Abpfiff.
Das Kleeblatt steht am heutigen Feiertag erst mal auf Tabellenplatz fünf. Nach der Länderspielpause gastiert die Spielvereinigung am Samstag, 18. Oktober, bei Eintracht Braunschweig.