Blick aus der Ferne auf ein “Greuther”-Namensproblem

Die Welt des Fußballs ist derzeit unspektakulär: Deutschland wurde Weltmeister (das ist auch schon wieder über eine Woche her). Die Spielvereinigung rüstet sich im oberösterreichischen Trainingslager für die nächste Zweitliga-Saison. Gestern hat das Kleeblatt sein zweites Freundschaftsspiel bestritten und gegen den russischen Pokalsieger FK Rostow mit 2:1 gewonnen. Heute Abend steht die Begegnung mit Lokomotive Moskau auf den Programm.

Bolsena_CinquecentoIch genieße nach wie vor meine Urlaubstage im italienischen Bolsena. Am Wochenende wurden in dem Ort nostalgische Vespa-Roller, Fahrräder, die in den vergangenen Jahrzehnten beim Radrennen “La Carrareccia” in Bolsena mitgemacht haben, und liebevoll restaurierte Cinquecentos ausgestellt (Foto). Da geht mir natürlich das Herz auf, denn wer mich kennt, weiß, wie gerne ich so einen Roller oder Kult-Auto hätte. Aber man kann und soll sich im Leben ja nicht alle Träume erfüllen.

Aus 1000 Kilometern Entfernung ist auch die Sicht auf sensible Themen rund ums “Kleeblatt” eine distanziertere. So ist ja vor kurzem beim Testspiel zum 40. Geburtstags des TSV Vestenbergsgreuth wieder die permanent schwelende  Wut über das Wort “Greuther” im Vereinsnamen “Spielvereinigung Greuther Fürth” aufgeflammt. Schon seit der Fusion mit Vestenbergsgreuth im Jahr 1996 ist eingefleischten Kleeblattfans dieser Namenszusatz ein Dorn im Auge. Vor allem die Fangruppe Horidos reagiert darauf nach wie vor allergisch.
Greuther-Weiber-TitelHautnah haben wir “Greuther-Weiber” das vor fünf Jahren auch bei der Namensgebung unseres “NZ”-Blogs erleben müssen. Man hatte sich damals das Wortspiel Kräuter-Weiber und Greuther-Weiber ausgedacht und fand diese Bezeichnung originell. Postwendend kam von Kleeblattanhängern und auch von seiten der SpVgg der Vorschlag, ob man sich nicht anders nennen wolle, um die Fangemeinde nicht zu brüskieren. Aber wir blieben beim Namen, und  – bis auf manche ironische Kritik in den Sozialen Netzwerken – die positive Resonanz bei den Bloglesern gibt uns Recht: Unser Blog ist – auch mit dem verflixten Greuther-Wort im Namen – schon lange ein etablierter Teil der Fürther Fußballszene.

Klar, viele meiner Bekannten und Freunde fragen mich nach einem Spiel nicht, “Wie haben die Fürther gespielt?”, sondern “Wie haben sich die Greuther geschlagen?”. Aber ich finde, man sollte die Kirche im Dorf lassen. Unterm Strich ist doch entscheidend, wie der Verein sportlich und finanziell dasteht. Und das wird (hoffentlich) in der Saison 2014/15 wieder eine Erfolgsgeschichte.

Fußballsommer satt für Kleeblattfans

Gestern Abend hatte das ungeduldige Warten ein Ende. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestritt ihr erstes WM-Gruppenspiel in Salvador gegen das Team von Portugal und gewann – dank Thomas Müller – souverän mit 4:0. Das lässt auf gute Resultate bei den nächsten Begegnungen gegen Ghana und die USA hoffen.
KleeblattWM2014Für Fans der Spielvereinigung, die von Fußball nicht genug bekommen können, gibt es in den kommenden Wochen nicht nur spannende WM-Events im Fernsehen und beim Public Viewing (z.B. auf der Fürther Freiheit). Nein, sie können auch ihren Kleeblättern bei diversen Freundschafts- und Vorbereitungsspielen zujubeln. Offizieller Trainingsauftakt für die Kleeblatt-Kicker ist am 25. Juni. Schon zwei Tage vorher geht es mit leistungsdiagnostischen Tests und sportärztlichen Untersuchungen los.

Dann finden folgende Begegnungen statt:

  • Freitag, 27.06.2014, 18:30 Uhr: TSV Vestenbergsgreuth – SpVgg Greuther Fürth, Am Sportplatz 1, in Vestenbergsgreuth
  • Samstag, 28.06.2014, 18:00 Uhr: SpVgg Bayern Hof – SpVgg Greuther Fürth, Grüne Au, Oelsnitzer Straße 101, Hof
  • Dienstag, 01.07.2014, 18:30 Uhr: SV Seligenporten – SpVgg Greuther Fürth, Zum Sportplatz 1,  Seligenporten
  • Mittwoch, 02.07.2014, 18:30 Uhr: ASV Zirndorf – SpVgg Greuther Fürth, Schwabacher Straße 51, Zirndorf
  • Samstag, 05.07.2014, 17:00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth – Rot-Weiß Erfurt, Sportgelände Quelle Fürth, Coubertinstraße 9-11, Fürth
  • Mittwoch, 09.07.2014, 17:00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth – SSV Jahn Regensburg, Sportgelände des TSV Cadolzburg, Deberndorfer Weg 100, Cadolzburg.

Vom 14. bis 22. Juli schlägt das Kleeblatt dann in der Nähe von Feldkirchen an der Donau sein Trainingslager auf. Dort wird man sich auf die nächste Zweitligasaison intensiv vorbereiten. Die startet am 1. August 2014, der genaue Spielplan soll am 24. Juni bekanntgegeben werden.
Aber bis da ist es noch lange hin. Erst mal genießen wir alle die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien – und wer Weltmeister geworden ist, das wissen wir am 13. Juli gegen Mitternacht.

Ade, Tayfun Pektürk!

Wir Greuther-Weiber verschnaufen hier in heimischen Gefilden bis zum nächsten Erstligaspiel des Kleeblatts gegen Bayern München am Samstag, 19. Januar. Trotzdem beobachten wir interessiert, was sich im Trainingslager der Spielvereinigung im türkischen Belek so abspielt. Täglich gibt es Neuigkeiten. Heute morgen ist nun Tayfun Pektürk (auf unserem Foto noch beim Frankfurtcup letzte Woche in Aktion) über die Klinge gesprungen und hat das Teamhotel verlassen.
Im April 2010 hatte Pektürk seinen Vertrag beim damaligen Zweitligisten zur Saison 2010/11 unterschrieben. In seinem ersten Jahr kam er auf neun Einsätze, stand dabei zweimal in der Startformation. Der Flügelspieler kam beim Kleeblatt in dieser Saison nur auf drei Einsätze. Er vermutete schon länger, dass der Verein nicht mehr wirklich mit ihm plant. Und seit der Verpflichtung des Südkoreaners Park Jung-Bin war die Uhr für Tayfun beim Tabellenletzten praktisch abgelaufen.
Heute morgen verließ der 24-Jährige das Trainingslager in Belek, sein neuer Arbeitgeber steht noch nicht fest, könnte aber in unmittelbarer Nähe liegen. Nach dem Testspiel am vergangenen Freitag gegen Istanbul BB, in dem Pektürk 45 Minuten lang auf dem Platz stand, soll der türkische Erstligist Interesse an einer Verpflichtung gezeigt haben. Für einen Wechsel spricht außerdem, dass Pektürk, der einen deutschen Pass besitzt, einem möglichen Einsatz für die türkische Nationalelf nie abgeneigt war, bislang aber vergeblich auf ein Angebot wartete.

Und auch in Sachen Kingsley Onuegbu gibt es News: Für ihn liegt keine ernsthafte Anfrage von anderen Mannschaften vor, deshalb wird der Nigerianer aus dem Kleeblatt-Profikader in die U23 versetzt.

Die Reihen bei der Spielvereinigung lichten sich. Hoffentlich gibt es keine Fehlentscheidungen, und Mike Büskens setzt auf die richtigen “Pferde”!

Wird Nikola Djurdjic zum Joker?

Seit einigen Tagen sind sie also im türkischen Belek, die Jungens der Spielvereinigung samt Trainer, Betreuern etc. Mike Büskens setzt alles dran, sein Team sportlich auf Vordermann zu bringen und vor allem mental auf die Rückrunde in der Bundesliga vorzubereiten. Das ist auch bitter nötig, denn bekanntlich krebst der fränkische Aufsteiger mit neun Punkten auf dem letzten Tabellenplatz herum.
Also: Es gilt, frische Power in der Türkei zu mobilisieren. Und das geschieht (auch) bei Freundschaftsspielen mit anderen Mannschaften. Vor rund 120 Zuschauern hat die SpVgg am Sonntag das erste Testspiel gegen Istanbul BB mit 2:0 gewonnen. Neuzugang Nikola Djurdjic (73., Foto) und Ilir Azemi (87.) waren für das Kleeblatt erfolgreich, das Kleeblatt war von Anfang an die überlegene Mannschaft, der türkische Erstligist sah nicht immer gut aus.
Heute stand dann die Partie gegen AZ Alkmaar auf dem Programm. Und das Kleeblatt hat die Begegnung mit 2:3 verloren. Zwar war das Team von Coach Mike Büskens zwei Mal in Führung gegangen – zum 1:0 durch Zoltan Stieber (29. Minute) und zum 2:1 – wie gegen Istanbul – durch Nikola Djurdjic. Trotzdem siegten am Ende die Niederländer. In der ersten Hälfte musste beim Kleeblatt Bernd Nehrig vom Feld, nachdem er nach einem Zweikampf Schmerzen im Rücken hatte.
Kein Grund, frustriert zu sein. Am Freitag, 11. Januar, steht das dritte Testspiel an, und zwar gegen den FSV Frankfurt. Genau eine Woche nach der Niederlage gegen eben diesen Verein beim Frankfurtcup 2013. Einen Tag später reisen die Kleeblätter wieder zurück in die frostige Heimat.

Ups und Downs beim Kleeblatt

Vier Spiele absolvierte die Spielvereinigung im Winterlager im türkischen Belek – und drei Mal ging sie als siegreiche Mannschaft vom Platz. Gegen Austria Wien und Admira Wacker schoss das Kleeblatt sogar jeweils vier Tore. Die Partie gegen Red Bull Salzburg  – hier steht der “Übergangs-Fürther” Alexander Walke zwischen den Pfosten, der musste aber mit Platzwunde verletzt vom Spielfeld (Foto) – verlor sie mit 0:1. Beim letzten Spiel gegen Sturm Graz sah es lange nach einem torlosen Unentschieden aus, bis die SpVgg in der Schlussminute noch einen Freistoß bekam und Johannes Geis zum 1:0-Siegtreffer für das Kleeblatt-Team traf. Ein Match – so wurde kolportiert – bei nahezu unzumutbaren Platzverhältnissen.
Insgesamt hat das Trainingslager der Mannschaft einiges an Spielpraxis und positiven Erlebnissen gebracht. Andererseits gibt es in bezug auf Gerald Asamoah wenig Gutes zu berichten: Der SpVgg-Neuzugang wurde zur Halbzeit in die Partie gegen Austria Wien eingewechselt, musste jedoch den Platz schon in der 60. Minute wieder verletzungsbedingt verlassen. Vorangegangen waren ein heftiger Schlag gegen den unteren Bereich der Wirbelsäule und kurz darauf ein Tritt mit dem Knie von hinten in die Oberschenkel-Muskulatur. Nach einer ersten Diagnose sah es so aus, dass sich Asamoah „nur“ eine Muskel-Zerrung oder -Prellung zugezogen hat. Sollte der Hoffnungsträger wirklich länger ausfallen, frage ich mich, ob wir das seelisch nach den hohen Erwartungen packen?

Am Freitag, 3. Februar, beginnt für das Kleeblatt die Rückrunde in der zweiten Bundesliga nach der langen Winterpause. Erster Gegner ist Dynamo Dresden, das Spiel im glücksgas Stadion wird gleich mal zur Bewährungsprobe. Dresden liegt mit nur 22 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz und sollte für das Kleeblatt kein unüberwindbarer Gegner sein. Aber der Druck auf die Spielvereinigung ist größer denn je. Das Aufstiegsgespenst ist bei vielen präsent, alle Fans in der Stadt fiebern diesem Freitag entgegen, wenn es endlich wieder ernst wird.
Noch spannender ist jedoch  – für die Greuther-Weiber und alle anderen Anhänger – der 8. Februar. Da trifft das Kleeblatt in Sinsheim im DFB-Viertelfinale auf den Erstligisten 1899 Hoffenheim. Wer keine Karte mehr im Gästebereich der Rhein-Neckar-Arena ergattern konnte und wenig Lust hat, zwischen Hoffenheim-Fans bei den Gastgebern zu sitzen, der sollte – mit einem Grüner-Bier bewaffnet – das Spiel hier in Fürth anschauen. Hat jemand für mich einen interessanten Tipp, wo das Spiel öffentlich gemeinsam mit begeisterten Kleeblatt-Anhänger zu sehen ist?

Ein Zaun mit Überhang? Warum nicht?

Während unser Kleeblatt in der sonnigen Türkei den Grundstein für den Aufstieg in die Erste Bundesliga legen will, beginnt für den 1.FC Nürnberg heute wieder der Ernst des Lebens: Rückrundenstart zu Hause gegen die Hertha aus Berlin. Noch dazu ist es ein denkwürdiges Jubiläum für die Spieler aus unserer Nachbarstadt: der 1000. Auftritt des “Ruhmreichen” in seiner Bundesliga-Geschichte.

Vielleicht wundert sich jetzt die/der eine oder andere, in diesem Blog über den Club zu lesen. Nein, niemand hat falsch geklickt, hier ist schon das Greuther-Weiber-Blog. Aber angesichts dieses wichtigen Spiels im Frankenstadion würdigen wir ausnahmsweise mal unseren Lieblingsfeind. Nicht, dass wir ihm die Daumen halten würden gegen Berlin. Aber nach dem aus unserer Sicht so gelungenen Derby am 20. Dezember 2011 können wir ja großzügig zumindest unser Interesse daran bekunden, wie der Club in die Rückrunde startet. Manche Clubfans – selbst treueste Anhänger – munkeln ja schon, es werde wohl der Anfang vom Ende in der Ersten Bundesliga sein. Tja, da könnten sie Recht behalten, wenn nicht ein starker Ruck durch die Mannschaft gegangen ist.

Ausgerechnet heute muss ein Teil der Clubfans ja nach langer Zeit erstmals wieder hinter einem Zaun das Spiel verfolgen. So schade das für diejenigen ist, die mit den wenig ruhmreichen Ereignissen nach dem Derby gegen unsere SpVgg aus Fürth nichts zu tun haben – mit ein wenig Häme sehen wir Fürtherinnen das schon. Club-Fans hinter Gittern, das hat was, finde ich.

Ob es was nützt, weiß man allerdings nicht. Denn es gibt immer wieder Lebewesen, die es schaffen, selbst unüberwindbar scheinende Absperrungen doch zu überwinden. Das hat uns erst diese Woche einer gezeigt: Gepard Turbo im Nürnberger Tiergarten, der hier im Bild zu sehen ist. Locker hat er eine 2,70 Meter hohe Mauer hinter sich gelassen. – Und was hat es ihm eingebracht? Huftritte von einem Shetland-Pony, auf das er sich stürzen wollte! Hatte er halt unterschätzt, die kleine Graciella. Hochmut kommt eben vor dem Fall, das hat sich beim letzten Frankenderby ja auch mal wieder erwiesen.

Und nun wird Turbo hinter eine noch höhere Mauer gesteckt und womöglich auch noch hinter einen Zaun mit Überhang. Wenn ich mir das so überlege… Ja, das wär´s doch: Ein Zaun mit Überhang für Clubfans! – Also, nichts für ungut! Schau mer mal, wie Ihr Euch heute so anstellt!

Bald neuer Keeper fürs Kleeblatt?

20061210 Heerwagen gg AchenbachNach der Hiobsbotschaft über die Verletzung des Fürther Keepers Max Grün beim Spiel gegen den VfB Stuttgart im Trainingslager in Belek bahnt sich bei der Spielvereinigung jetzt unter Umständen eine schnelle Lösung der Torwartfrage an. Wie die “Nürnberger Zeitung” gerade meldet, steht das Engagement des Bochumer Torwarts Philipp Heerwagen zur Diskussion. Nach dem Abwehrspieler Mergim Mavraj könnte damit ein weiterer Spieler vom VfL Bochum zum „Kleeblatt“ wechseln.

Nach dem Schienbeinbruch von Max Grün würden ja alle Hoffungen auf Matjaz Rozman und Jasmin Fejzic  – der bisherigen Nummer zwei bzw. dem Amateur-Torwart – ruhen. Deshalb soll nun für die Rückrunde eine Alternative her, möglichst mit Erfahrung. Aber nur für ein halbes Jahr. „Wir werden niemanden holen, der Max Grün dauerhaft als Nummer eins blockiert“, stellte SpVgg-Trainer Mike Büskens bereits kurz nach der Verletzung klar.

Angedacht – so ist es in der “NZ” zu lesen  – ist eine Art Leihgeschäft:

Entsprechende Angebote“, so Fürths Manager Rachid Azzouzi, habe man bereits „viele bekommen“. Aber nicht vom VfL Bochum, stellte Sportvorstand Thomas Ernst im Internetportal „Der Westen“ klar. Beim VfL habe sich bislang niemand gemeldet, aber in einem solchen Fall sei ja der Willen des betreffenden Spielers „ganz entscheidend“. Auch Azzouzi will die Spekulationen nicht anheizen, kursierende Namen wie den des derzeit vereinslosen Ex-Frankfurters Markus Pröll nicht kommentieren, sagte aber: „Heerwagen ist uns bislang nicht angeboten worden.“ In Hektik müssen die Fürther ohnehin nicht verfallen, das Transferfenster ist noch bis zum 31. Januar offen. „Wir vertrauen unseren beiden Torhütern, aber es ist klar, dass wir nicht nur mit den beiden in die Rückrunde gehen können“, sagte Azzouzi.

Dagegen wäre ja prinzipiell nichts einzuwenden. Dass die SpVgg mehr als schnell reagieren muss, ist klar. Und auch die Fürther Fans könnten mit einem neuen Keeper leben. Denn – unterm Strich – ist ja nur entscheidend, dass das Kleeblatt sich weiter im Aufstiegskampf behaupten kann. Und dafür ist eben auch ein guter Tormann mehr als wichtig!

Fürther Keeper Grün fällt für Wochen aus

Katastrophale Nachricht für die Spielvereinigung: Torhüter Max Grün ist für die nächsten Wochen außer Gefecht gesetzt. Er hat sich beim Testspiel im Trainingslager im türkischen Belek gegen den VfB Stuttgart das Bein gebrochen.

20110108_vfb_spvgg_1702Die SpVgg Greuther Fürth hat das zweite Testspiel im Trainingslager verloren. Gegen die Schwaben unterlag das Team von Trainer Mike Büskens mit 1:3. Bis zur 58. Minute lagen die Kleeblätter schon mit 0:3 zurück. Dann ereignete sich die aus Fürther Sicht schlimmste Szene: Einen langen Ball auf der linken Seite versuchte der Stuttgarter Abwehrspieler Cristian Molinaro zu erreichen, genau an der Strafraum-Grenze prallte er heftig mit Torwart Max Grün zusammen (auf dem Foto ist diese Szene genau zu sehen!). Daraufhin musste der 24-Jährige lange auf und neben dem Platz am Schienbein behandelt werden. Das einzige Tor der SpVgg fiel übrigens in der 83. Minute: Felix Klaus bediente von der rechten Seite den eingewechselten Sercan Sararer, der den Ball mühelos zum 1:3 im Tor des VfB versenkte.

Nach der Röntgenuntersuchung im Krankenhaus von Belek stellte sich dann die Verletzung von Max Grün als glatter Schienbein-Bruch heraus. Egal, wie schnell die Verletzung verheilt, der Fürther Keeper wird auf jeden Fall für mehrere Wochen, vielleicht sogar die gesamte Saison ausfallen. Ein Fiasko für das Team. Ersatzmann Jasmin Fejzic wird sich vermutlich schwer tun, die Lücke, die Grün hinterlässt, auszufüllen. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2011.
Das wird  für die gesamte Mannschaft ein harter Einstieg in die Saison nach der Winterpause. Das erste Spiel findet am 14. Januar auswärts gegen den Karlsruher SC statt.

Kleeblätter contra Labaddia-Truppe

Seit einigen Tagen befinden sich die Profis der Spielvereinigung im Winter-Trainingslager im türkischen Belek. Stimmung und Wetter sind auf jeden Fall besser als hier in Franken. Das erste Vorbereitungsspiel haben die Kleeblätter denn auch für sich entschieden: In Side gewann das Kleeblatt-Team von Trainer Mike Büskens verdient mit 2:1 gegen den VfL Bochum. Rund 200 Zuschauer standen am Spielfeldrand und hatten Freude an den Toren – das 1:0 schoss Aleksic in der 26. Minute, den Ausgleich für Bochum schaffte Saglik in der 45. Minute durch einen Foulelfmeter. Und für den 2:1-Endstand zeichnete dann Klaus (76.) verantwortlich.

Das untenstehende Foto hat übrigens nichts mit dem Spiel zu tun, sondern hat mir einfach nur gut gefallen: Mike Büskens im Training mit einem kleinen Jungen – offensichtlich haben die Fürther in der Türkei Spaß!

belek_greutherAm Samstagnachmittag, 8. Januar, trifft die SpVgg auf die Erstligamannschaft VfB Stuttgart. Dabei kommt es auch zum Treffen mit dem ehemaligen Fürther Coach Bruno Labaddia. Mal sehen, ob die Truppe von Trainer Mike Büskens den Schwaben Paroli bieten kann. Das Stuttgarter Team steht mit 17 Punkten derzeit auf einem desaströsen vorletzten Tabellenplatz und steckte in fast allen Spielen nur Schlappen ein. Sieht man mal vom 6:0-(Kanter-)Sieg gegen Werder Bremen Anfang November ab.

Die Stuttgarter hoffen also auf eine erfolgreichere zweite Hälfte der Bundesligasaison. Nächster Gegner wird eine Woche später der Shootingstar Mainz 05 sein. So ist auch die Erklärung von Coach Bruno Labbadia zum Testspiel gegen die Kleeblätter zu verstehen:

Wir haben die Fürther ganz bewusst ausgesucht, da sie in der Spielweise Mainz 05 etwas ähneln. Fürth verfügt über eine geordnete Spielanlage, ein gutes Kollektiv und sie sind im Angriff sehr aggressiv. Von daher ist Fürth ein idealer Testspielgegner”.

Merry Christmas, Kleeblatt!

Die Spielvereinigung kann gelassen und optimistisch Weihnachten feiern. Das letzte Spiel gegen Düsseldorf war mit der 0:1-Niederlage zwar kein Erfolg, aber immerhin liegt die Mannschaft mit 30 Punkten auf einem sechsten Tabellenplatz. Das wirkt auf den ersten Blick nicht allzu gut, aber die Kleeblätter sind nur drei Punkte von der Tabellenspitze – die gerade der FC Augsburg inne hat – entfernt.

Unsere geliebte Nachbarmannschaft und unsere Blog-Kollegen von den “3 Clubfreunden” in der östlichen Vorstadt von Fürth sind ja schon mit 22 Punkten und Platz 11 zufrieden. Als Indiz dafür lese man mal den Blogbeitrag “Fröhliche Weihnachten!”. Da kann man mal sehen, wie bescheiden Nürnberger sein müssen.

Die Kleeblätter sollten den Heiligen Abend und die Feiertage genießen. Schon am 2. Januar werden sie beim 33. Frankfurter Hallenturnier antreten und sich hoffentlich sportlich von ihrer besten Seite zeigen. Danach geht’s ab in die Türkei ins Trainingslager. Um dann in die zweite Hälfte der Bundesligasaison am 14. Januar 2011 mit dem Spiel gegen den Karlsruher SC zu starten.

Vor ziemlich genau einem Jahr war der Verein in einer Umbruchphase:  Trainer Benno Möhlmann hatte sich aus Fürth verabschiedet. Sein Nachfolger Michael “Mike” Büskens hat es peu à peu geschafft, mit Konsequenz und Ruhe die Mannschaft neu zu motivieren. Einige Spieler werden die SpVgg zum Jahresende verlassen (z.B. Kevin Kampl). Ich denke, die Kleeblatt-Profis haben auf jeden Fall genug Substanz, um sich in den nächsten Monaten wacker zu schlagen.

Die “Greuther-Weiber” wünschen allen Fans, der Mannschaft der SpVgg und dem Verein ein frohes Weihnachtsfest.
Und den “3 Clubfreunden” übrigens auch. Wir sind ja nicht so!