Ist das Kleeblatt auf 2:0-Siege abonniert?

Das Kleeblatt ist offenbar auf 2:0-Siege abonniert. So ging nämlich nach den beiden Zweitliga-Spielen auch die Partie gegen den TSG Pfeddersheim im DFB-Pokal aus. Allerdings haben sich die Fürther nicht leicht getan. Vor ca. 3500 Zuschauern (500 Kleeblattfans waren angereist) mussten sich die beiden Teams bei 27 Grad Wärme über die 90 Minuten kämpfen. Die Kulisse im Stadion von Wormatia Worms war übersichtlich und bildete zu den Erstliga-Stadien, wo man in der letzten Saison auflaufen durfte, ein echtes Kontrastprogramm (z.B. waren beide Tafeln, mit denen man die Nachspielzeit anzeigt, defekt. – Süß!).
Das erste Tor für den Favoriten erzielte Neuzugang Zsolt Korcsmar (Foto)  in der 32. Minute. Kurios war wenige Minuten vorher das völlig verstolperte Fast-Tor von Ognjen Mudrinski. Einige Fans des Fünftligisten Pfeddersheim konnten sich ein hämisches Lachen nicht verkneifen. Und dann hatte Mudrinski in der zweiten Halbzeit noch mal Pech, weil ihm wegen der Abseitsposition von Djurdjic das 2:0 (Kopfballtor) nicht gegeben wurde.
Gut gefallen hat mir der Pfeddersheimer Keeper Thorsten Müller, der durch seine Paraden in der ersten Halbzeit einen höheren Vorsprung des Kleeblatts vermeiden konnte. Und Dennis Seyfert war in seinen Aktionen unermüdlich.
Nikola Djurdjic wurde in diesem Spiel fast zur tragischen Gestalt. Er verschoss einen Foulelfmeter in der 65. Minute. Doch dann gelang es ihm – Gott sei dank! – doch noch, sechs Minuten vor Spielende auf 2:0 zu erhöhen.
Insgesamt ein eher glücklicher Sieg der SpVgg. Trainer Frank Kramer rief seinen Spielern mehrfach „arbeiten, arbeiten“ zu. Mit Recht, denn in der zweiten Halbzeit waren die Kleeblätter zu lax und zu wenig aktiv. Da wäre das Ausgleichstor der Pfeddersheimer, die ja immerhin drei Klassen unter dem Kleeblatt spielen, drin gewesen.
Aber es kommt natürlich aufs Resultat an. Und das ist mit 2:0 prima. Die SpVgg hat sich in die nächste Runde des DFB-Pokals gespielt. Und das ist gut. Denn wie oft hat man schon erlebt, dass Profimannschaften im Pokal ausscheiden und Amateure über sich hinauswachsen.

Am 7. August findet ab 18.30 Uhr das Benefizspiel FSV Erlangen-Bruck gegen die  Spielvereinigung Greuther Fürth statt. Wer Zeit hat,  sollte sich das nicht entgehen lassen.