Fußball-Kurzfilme in Fürther Kino

Fussball_Filme_Babylon_2014Heute Abend spielt bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien die deutsche Nationalmannschaft gegen die Vereinigten Staaten von Amerika. Jogi versus Klinsi. Es geht ums Weiterkommen in der Gruppenphase. Spannend!

Wer allerdings die (bis auf einige Test- und Freundschaftsspiele) spielfreie Zeit der Kleeblätter nicht nur vor dem Fernseher oder beim Public Viewing der Fußball-WM überbrücken will, für den ist dieser Veranstaltungstipp der „Greuther-Weiber“ gedacht: Geht doch mal wieder ins Fürther Babylon Kino. Dort werden ab Freitag, 27. Juni 2014, bis zum 11. Juli acht Fußball-Kurzfilme aus fünf Ländern gezeigt. Die Länge des Kinoabends beträgt ca. 66 Minuten. Die Filme beginnen um 21.45 Uhr.

Zu sehen ist zum Beispiel der Film „Ronaldo“ über einen kleinen Jungen, der davon träumt, ein grosser Fußballstar zu sein. Eines Morgens verlässt er das Grau seiner Wohnsiedlung, um ins gleissende Licht des Stadions zu treten. Dort trifft er auf einen unerwarteten Gegner, welcher ihn auf eine harte Probe stellt. Interessant könnte auch der Film „The Ball“ sein: Der Streifen ist 11 Minuten lang, aus dem Produktionsjahr 2010. Die Regisseurin Katja Roberts schildert den Beginn einer wachsenden Kinderfreundschaft, in der die Kommunikation lustige, berührende und kreative Formen annimmt.
Genaueres erfahrt Ihr auf der Website des Babylon Kinos Fürth.

Kleeblattfans: Heute Abend schon was vor?

Hier ein kleiner Tipp von den Greutherweibern: Heute Abend, 5. November, findet wieder eine Veranstaltung zum 110-jährigen Jubiläum der Spielvereinigung im Jüdischen Museum in der Königstraße 89 in Fürth statt. Der bekannte Sportbuch-Autor Werner Skrentny kommt und liest ab 19.03 Uhr aus seiner im vergangenen Jahr erschienenen Biographie „Julius Hirsch. Nationalspieler. Ermordet“.
Julius „Juller“ Hirsch ist für eingefleischte Fußballfans in Franken ein Begriff, weil er während der Meistermannschaft der Spielvereinigung im Jahr 1914 Kapitän war.
Skrentny zeichnet in seinem Buch die spannende Lebensgeschichte des gebürtigen Karlsruhers nach, der mit dem Karlsruher FV bereits 1910 Deutscher Meister war. Mit der SpVgg Fürth wurde er 1914 durch einen 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen den VfB Leipzig erneut Deutscher Meister. Hirsch machte auch in der Deutschen Nationalmannschaft Furore: Zwischen 1911 und 1913 spielte er sieben Mal für die deutsche Nationalmannschaft. Bei seinem zweiten Einsatz, dem 5:5 am 24. März 1912 in Zwolle gegen die Niederlande, schoss er als erster deutscher Nationalspieler vier Tore in einem Spiel.
Als Jude wurde er im März 1943 von den Nationalsozialisten wahrscheinlich nach Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet. Sein Todesdatum ist unbekannt, er wurde 1950 zum 8. Mai 1945 für tot erklärt. Das Buch von Werner Skrentny (Foto: Website SpVgg Greuther Fürth) über das erschütternde Schicksal Hirschs, dessen Namen die Nazis aus der Liste der Nationalspieler zu tilgen versuchten, wurde bereits von zahlreichen Kleeblatt-Anhängern gelesen.

Übrigens: Der Eintrittspreis von fünf Euro geht im vollen Umfang an das Jüdische Museum. Da die Plätze begrenzt sind und die Nachfrage hoch ist, wird um Kartenreservierung gebeten. Unter der Nummer 0911/977 48 53 ist der Kartenservice des Museums noch heute Nachmittag bis 17 Uhr erreichbar.

„Tatort Stadion“: Ausstellung zum Thema Diskriminierung

Heute will ich auf eine Veranstaltungsreihe hinweisen, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte: Bis zum 22. September ist in der Fürther Kofferfabrik die Ausstellung  „Tatort Stadion 2 – Fußball und Diskriminierung“ zu sehen. Die „Horidos 1000“ – eine 2007 gegründete Fangruppierung der  Spielvereinigung – hat die Wanderausstellung anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der SpVgg nach Fürth geholt. Die Ausstellung „Tatort Stadion“ wurde 2001 vom Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) mit dem Ziel konzipiert, über Rassismus in den Stadien zu informieren und ihn zu bekämpfen. Mittlerweile wurde die Ausstellung komplett überarbeitet und aktualisiert. Die Fürther Horidos kommentieren die Bedeutung einer solchen Ausstellung so:

„Wir erachten es als sehr wichtig, aktiv gegen gesellschaftliche Missstände vorzugehen und dabei möglichst viele Menschen mitzunehmen. Uns ist es ein Anliegen, dass sich alle Menschen, ganz egal welcher Herkunft, Religion oder Geschlecht, im Stadion wohlfühlen und dort ein Spiel verfolgen können“.

In Fürth – so die Fangruppe – sei die Situation in dieser Hinsicht zwar besser als in vielen anderen Stadien, dennoch aber gäbe es auch in Fürth Probleme.

Interessante Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops begleiten die Ausstellung „Tatort Fußball“: So findet z.B. am Donnerstag, 12. September, um 19 Uhr der Vortrag „Der Kampf in den Kurven – das Recht des Stärkeren?“ mit Peter Römer statt. Und ich werde mir am Dienstag, 17. September (19 Uhr), das nicht entgehen lassen: Zwei Vertreterinnnen des Netzwerks Frauen im Fußball (f-in.org) berichten über „Sexismus im Fußball. 20 Jahre BAFF und 10 Jahre F_in. Aussicht auf Besserung?“.
Bis zum 22. September ist die Ausstellung in der Kofferfabrik Fürth (Lange Straße 81) täglich von 16 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt zu den Veranstaltungen wie zur Ausstellung ist frei. Spenden werden aber gerne entgegen genommen. Weitere Beschreibungen zu den einzelnen Veranstaltungen sowie die jeweiligen Anfangszeiten finden sich hier.

Gerald Asamoah liest in der „Comödie Fürth“

Habt Ihr schon etwas geplant für morgen Abend? Wie wäre es mit einem Besuch in der „Comödie Fürth“? Die Greuther-Weiber wollen heute auf eine Lesung hinweisen, die weniger Literaturfreaks als vielmehr Kleeblatt-Fans interessieren könnte: Gerald Asamoah und der TV-Moderator Peter Großmann lesen am Dienstag, 5. März 2013, 19.30 Uhr aus Asamoahs Biographie „Dieser Weg wird kein leichter sein“.

„Als Kind kickte er, meist barfuß spielend, in Ghana alles, was annähernd rund war; als Erwachsener trug er auf dem Nationaltrikot den deutschen Adler. Was nach einer Traumkarriere klingt, war ein steiniger Weg. Gerald Asamoah erzählt von seiner Kindheit in Afrika und seinem schwierigen Start als Gastarbeiterkind in Deutschland; eiserner Wille und Talent machten ihn schließlich zum Vereinsspieler der Bundesliga und zum deutschen Nationalspieler. Er berichtet, wie er sich mit Kampfgeist und Gottvertrauen gegen das jähe Karriere-Aus wegen seines schweren Herzfehlers stemmte und wie er mit Beharrlichkeit allen rassistischen Anfeindungen trotzte. Ein Selbstporträt, das Gerald Asamoah zeigt, wie er ist: sympathisch, offen und unverwüstlich optimistisch.“ (Veranstaltungs-Info)

Der Buchtitel geht auf den Kult-Song von Xavier Naidoo zurück. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hatte Gerald Asamoah für den Soundtrack des Turniers gesorgt. Er hatte einen Titel ausgesucht, der auf besondere Weise sein Leben beschreibt. „Dieser Weg wird kein leichter sein“ von Xavier Naidoo legte er in der Mannschaftskabine auf, und auf eine ganze Nation sprang der Funke über. „Als erster Schwarzafrikaner überhaupt war ich Fußballnationalspieler und zudem Teil des Teams, als Deutschland ein Sommermärchen feierte.“
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