Multimediaprojekt mit Kleeblatt Stephen Sama

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Stephen Sama, seit Januar im Kader des Kleeblatts, kommt zu besonderen Ehren: Für das Projekt „Refugee Eleven“ stand der 24-jährige Abwehrspieler gemeinsam mit u.a. Vedad Ibisevic, Kapitän von Hertha BSC, Neven Subotic, der im Januar von Borussia Dortmund zum 1. FC Köln wechselte, und dem ehemaligen Nationalstürmer und Mitglied der SpVgg-Aufstiegself Gerald Asamoah vor der Kamera. Elf Profi-Fußballer sind Teil der zwischen September und Dezember gedrehten Webvideo-Serie „Refugee Eleven“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die heute in Berlin vorgestellt wurde. „Refugee Eleven“ ist ein multimediales Bildungsprojekt zum Thema Flucht und Asyl und richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren.

In elf Videos sprechen junge Amateurfußballer – alle Geflüchtete – mit etablierten Fußballprofis über das Thema Flucht – ein Austausch über Ursachen, Erfahrungen und Folgen. Neben Stephen Sama, Ibisevic und Gerald Asamoah wirken Eroll Zejnullahu (1. FC Union Berlin), Mario Vrancic (Darmstadt 98), Enis Alushi (Maccabi Haifa, früher u.a. Nürnberg, Kaiserslautern, St. Pauli), Milad Salem (FSV Frankfurt),  Aisas Aosman (Dynamo Dresden), José Pierre Vunguidica (SV Sandhausen) und Nationalspielerin Fatmire Alushi (zuletzt Paris St. Germain) an der Serie mit. Fast alle blicken auf eine eigene Historie als Flüchtling zurück.
Die Ursprünge des Multimediaprojekts liegen im Jahr 2015, als beim Landesligisten SC Germania Erftstadt-Lechenich (20 Kilometer westlich von Köln) eine Flüchtlings-Mannschaft entstand. In dem Team spielen unter Anleitung von Trainer Alois Görgen Geflüchtete aus 15 Nationen, es firmiert als Vierte Mannschaft des SC Germania und nimmt im Rhein-Erft-Kreis am Spielbetrieb in der Kreisliga C teil.

In der ersten Folge der Videoclips treffen Subotic und der Germania-Mittelstürmer Abdulla Youla Daffe (23) aus Guinea aufeinander. Das Video wird am 7. April auf YouTube und Facebook gepostet. Alle weiteren Filme werden bis Mitte Mai in regelmäßigen Abständen über die sozialen Netzwerke veröffentlicht. Die Videos sind Grundlage für eine unkonventionelle Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und Asyl in der schulischen und außerschulischen Bildung.
Hier geht’s zur Website über das Projekt.

Soll „s´Schröggla“ nach Fürth zurückkommen?

schroeckHeute im Sportteil der „Nürnberger Zeitung“ habe ich diesen Artikel gefunden, nach dessen Lektüre der Tag gleich doppelt so schön für mich wurde. Ich kann als Fan dazu nur eines dazu sagen: Nicht nur Stephan Schröck – genannt auch Schröcki oder, ganz liebevoll, auf Färdderisch: „s´ Schröggla“ –  will nach Hause. Wir Greuther-Weiber und sicher die meisten Kleeblatt-Fans hätten ihn ebenso gern wieder in Fürth: als Wirbelwind in der Mannschaft – und zwar so bald wie möglich, wie es eben der Vertrag erlaubt.  Zwischen Schröcki  und Fürth, das ist eine Liebe, gegen die sich weder ein Trainer noch ein Vereinspräsident stellen sollte!

Deshalb starten wir eine Umfrage:

Soll Stephan Schröck nach Fürth zurückkommen?

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Fanrandale: Hitparade der Geldstrafen

1. FC Nürnberg - Eintracht FrankfurtAusschreitungen, Rauch, Pyrotechnik, Bengalos im Stadion. Das kam nicht nur bei einigen Spielen der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich vor. Nein, es gehört inzwischen leider auch zum Alltag in deutschen Stadien. Insgesamt 1.576.350 Euro mussten die deutschen Profiklubs der Ersten und Zweiten Liga in der Saison 2015/16 für Vergehen ihrer Anhänger bezahlen. Das Sportmagazin „kicker“ hat eine Art „Ranking“ in Sachen Bußgeld erstellt, die Fußballfans – auch Kleeblattanhängern in Fürth – zu denken geben sollte. Denn auch die Spielvereinigung musste für das negative Verhalten von Zuschauern teuer bezahlen. Zu den Vorkommnissen gehören unter anderem tätliche Auseinandersetzungen mit Polizei und Ordnungskräften, das Abbrennen von Pyrotechnik und gegnerischen Fanutensilien.
Hier also die „Hitparade“ der 20 am härtesten sanktionierten Vereine. Wir starten mit Platz 18 – den beiden Vereinen, die am wenigsten „bluten“ mussten:

18. Hertha BSC und VfL Bochum 30.000 Euro
17. MSV Duisburg 32.500 Euro
16. VfB Stuttgart 33.000 Euro
15. SpVgg Greuther Fürth 35.000 Euro
14. Karlsruher SC 44.000 Euro
13. FC Schalke 04 45.000 Euro
12. Dynamo Dresden 50.500 Euro
11. Fortuna Düsseldorf und FC Kaiserslautern 55.000 Euro
10. Eintracht Braunschweig 56.000 Euro
9. Bayern München 60.000 Euro
8. Hansa Rostock 66.000 Euro
7. Werder Bremen 67.500 Euro
6. Hamburger SV 74.000 Euro
5. Borussia Dortmund 75.000 Euro
4. 1.FC Nürnberg 98.000 Euro
3. VfL Wolfsburg 102.000 Euro
2. FC Magdeburg 118.000 Euro
1. Eintracht Frankfurt 175.000 Euro

Eintracht Frankfurt sicherte sich damit den zweifelhaften Titel des „Randale-Meisters“ 2015/16. Ein Hauptgrund dafür sind allerdings auch die beiden Relegationsspiele (Foto) des Beinaheabsteigers gegen den 1. FCN, bei denen es heiß herging: Der Frankfurter Traditionsverein wäre ansonsten hinter Magdeburg, Wolfsburg und dem Club auf Platz 4 gelandet.
Übrigens: Die Fans des FC Ingolstadt, von RB Leipzig, des FSV Frankfurt, des SV Sandhausen, von Sonnenhof Großaspach, Werder Bremen II, Mainz 05 II und dem VfB Stuttgart II ließen sich 2015/16 nichts zuschulden kommen.
Und wohin fließen die Bußgelder? In der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB heißt es unter „Verwendung der Geldstrafen“: „Die verhängten Geldstrafen werden für gemeinnützige Zwecke des DFB oder seiner Mitgliedsverbände verwendet.“
Hier noch eine Bilderstrecke zum Thema bei „kicker“.

Immer um 43 Jahre voraus

Das Lokalderby am 13. September wirft schon seit Wochen seine Schatten voraus. Die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem „Club“ hat Tradition und ist jedes Mal aufs Neue ein Tanz auf dem Vulkan. Im November 2008 hat der 1. FC Nürnberg zum letzten Mal gegen das Kleeblatt gewonnen. Ein (beinahe schon) Kantersieg gelang dem Kleeblatt am 11. August 2014, als es zu Hause mit 5:1 den 1. FCN in Grund und Boden spielte. Das 258. Lokalderby im letzten Dezember endete dann nur mit einem vor allem für die Fans unbefriedigenden 0:0.

Aufkleber_DerbyZurück zur Rivalität Fürth – Nürnberg: Gestern Abend war ich mit einer Freundin und einer früheren Klassenkameradin in Erlangen Indisch essen. Wir sprachen von alten Schulzeiten und unseren aktuellen Lebensumständen. Natürlich war dann auch irgendwann mein „Greuther-Weiber-Blog“ Thema. Als kleine Überraschung verehrte mir meine Freundin – die weiß, dass ich immer auf der Suche nach ausgefallenen Blogthemen bin – einen Aufkleber, den sie beim „Tag der Franken“ in Erlangen erstanden hat. „Fürth Franken“ ist darauf zu lesen – „Nürnberg immer um 43 Jahre voraus!“ Hintergrund dieser für Nürnberger provokativen Aussage ist die Tatsache, dass die Stadt Nürnberg erst im Jahr 1050 urkundlich erwähnt wurde, Fürth schon im Jahr 1007.
Anders sieht es allerdings bei den Gründungsdaten der beiden Fußballvereine aus, da hat der „Club“ die Nase vorne: Der 1. FC Nürnberg wurde 1900 gegründet, die Spielvereinigung Fürth erst drei Jahre später. Die Städte grenzen seit 1899 direkt aneinander und sind beinahe miteinander verwachsen. So entwickelte sich schnell eine große Rivalität zwischen den beiden Vereinen, die besonders brisant wurde, da beide Mannschaften lange Zeit zu den besten Klubs Deutschlands gehörten.
Also: Der Countdown läuft. Am 13. September ist um 13.30 Uhr Anpfiff im Fürther Ronhof. Und da wird sich – ungeachtet aller historischen Daten – zeigen, welcher Verein zur Zeit das bessere Team hat und den erfolgreicheren Fußball spielt.

Wer noch mehr Infos zur Geschichte der Frankenderbys lesen möchte, der klicke mal auf die Website „Kleeblatt-Chronik“.

Das geht Kleeblattfans runter wie Öl!

Ewige_Tabelle

Bevor es Ende Juli wieder ernst wird in der Zweiten Liga, habe ich heute mal gute Nachichten. Obwohl die letzte Saison frustrierend verlief und vom Resultat her eher ein „Flop“ war, liegt die Spielvereinigung Greuther Fürth in der „Ewigen Tabelle“ der 2. Fußball-Bundesliga überraschenderweise auf einem hervorragenden zweiten Platz. Diese Ewige Tabelle  mit 122 Mannschaften ist eine statistische Auflistung aller Meisterschaftsspiele der 2. Fußball-Bundesliga seit ihrer Gründung 1974. Der Berechnung wird die Drei-Punkte-Regel zugrunde gelegt (drei Punkte pro Sieg, ein Punkt pro Unentschieden). Alemannia Aachen ist seit dem 7. Dezember 2009 Erster der ewigen Tabelle, außerdem ist der Verein seit 6. November 2011 der einzige, der mehr als 1000 Meisterschaftsspiele in der 2. Bundesliga absolviert hat. In der Tabelle werden die Vereine unter dem Namen geführt, unter dem sie zuletzt in der 2. Bundesliga gespielt haben.

Die SpVgg rangiert nach 27 Jahren und 922 Spielen mit sage und schreibe 1386 Punkten auf dem zweiten Platz. Hinter ihr liegt ganz knapp – nur zehn Punkte Rückstand – Fortuna Köln. Mit einigem Abstand folgen dann die Stuttgarter Kickers, Hannover 96 und der FC St. Pauli. Der fränkische „Erzfeind Nummer Eins“ – der 1. FC Nürnberg – belegt nach 15 Jahren mit 855 Punkten nur den 19. Rang.

Klar, vermutlich ist diese Tabelle ein wenig Augenwischerei. Denn naturgemäß hat ein Verein, der selten in der 2. Liga ist, sondern oft in der Ersten Bundesliga rangiert, weniger Punkte. Sehen wir uns die Ewige Tabelle der Bundesliga an, ist die SpVgg auf dem 50. Platz (von 55 Vereinen) zu finden. Denn das Kleeblatt hat nur eine Spielzeit lang in der Bundesliga gespielt.
Aber als echter Kleeblattanhänger kann man hier abstrahieren. Wir freuen wir uns auf eine erfolgreiche Saison 2015/16! Die Profis der Spielvereinigung sind fleißig am Trainieren und haben schon zwei Vorbereitungsspiele hinter sich. Das letzte gegen den ATSV Erlangen gewannen sie am Samstag glorreich mit 9:0.
Wer alle Fakten zur Ewigen Tabelle der Zweiten Fußball-Bundesliga will, der klickt einfach hier.

Leider nur 0:0!

Schön, in meiner vorübergehenden Heimat Bolsena von den Erfolgen des Kleeblatts zu hören bzw. zu lesen! Hoffen wir mal, dass es in den nächsten Wochen so weitergeht mit der Spielvereinigung!

Italien ist ja nun aber Gott sei Dank nicht gerade die Diaspora des Fußballs, und so muss ich hier nicht darben, was das Thema „calcio“ angeht. Die großen Spiele kann man natürlich im Fernsehen verfolgen, aber mich interessiert viel mehr, wie sich die Mannschaft von Bolsena so schlägt. Und da sie gestern zum ersten Heimspiel während meines bisherigen Aufenthalts im hiesigen „campo sportivo“ angetreten ist, habe ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mir das Spiel Virtus Bolsena gegen Boreale (bei Rom) anzuschauen.

Virtus Bolsena (über die Mannschaft ist ja gerade ein Buch erschienen) spielt im „campionato di promozione“ in der Klasse „girone B“, was in etwa der Kreisklasse entspricht. Die traditionellen Farben der Mannschaft sind Gelb-Rot. Da muss ich mich als Kleeblattfan natürlich erst noch umgewöhnen, aber das dürfte kein großes Problem sein. Von der Tribüne auf dem „campo sportivo“ aus hat man nicht nur einen guten Blick aufs Spielfeld, sondern auch eine ansprechende Aussicht auf die herrliche Landschaft (siehe Foto).

Das Spiel gestern war jetzt nicht so prickelnd – es endete torlos 0:0. Bolsena liegt damit jetzt auf Platz 7, der Gegner auf Platz 9. Interessant war allerdings das Auftreten von Schiedsrichter („arbitro“) Ravaioli aus Tivoli. Er schien mir – und nicht nur mir, den Reaktionen auf der Tribüne nach zu urteilen – doch ziemlich parteiisch oder zumindest überfordert zu sein. In der 37. Minute stellte er den Virtus Bolsena-Spieler Pellegrini vom Platz – keiner wusste, warum. Wie sich herausstellte, war es wegen Beleidigung. Die Mannschaft von Bolsena ließ sich aber nicht beirren und spielte auch mit zehn Mann vor allem in der zweiten Halbzeit mehr Chancen heraus als der Gegner. Allerdings gab der „Unparteiische“ ein Tor für Bolsena nicht, er hatte wohl Abseits gesehen. Von meinem Platz aus konnte ich nicht genau beurteilen, ob zu Recht oder nicht. Die Zuschauer aus Bolsena jedenfalls murrten immer lautstärker gegen den Mann und verabschiedeten ihn mit wüsten Beschimpfungen. Da hätte ich gern mehr verstanden – aber dafür reicht mein Italienisch leider längst nicht.

Die Geschichte einer stolzen Mannschaft

Die Liebe zum Fußball verbindet Menschen auf der ganzen Welt. Das hat sich schon nach einigen Tagen meines Aufenthalts in Bolsena wieder einmal gezeigt. Im Teatro San Francesco am Hauptplatz von Bolsena, der Piazza Matteotti, fand eine feierliche Veranstaltung statt: die Präsentation des Buches „Quando c´era la Vulsinia“, in dem die beiden Autoren Paola und Claudio Galli die Geschichte des Fußballs in Bolsena seit den 1940er Jahren Revue passieren lassen. Die Gemeinde von Bolsena hat die Veröffentlichung des Werks ermöglicht, deshalb war auch Bürgermeister Paolo Dotarelli (im Bild links neben den beiden Autoren) da und hat ein paar feierliche Worte gesprochen, ebenso wie offizielle Repräsentanten verschiedener Fußball-Organisationen der italienischen Region Latium.

In dem Buch rekapitulieren Paola und Claudio Galli eine Geschichte voller Leidenschaft, die an einem sonnigen Tag im Juli 1944 begann: Auf dem Sportplatz von Bolsena spielten Italiener gegen Deutsche – die meisten von ihnen Soldaten auf der Durchreise, die hier noch einmal beim Fußballspielen Spaß haben durften, bevor sie bald darauf an der Front umkamen. Am 11. März 1947 war es dann so weit: Der Fußballverein mit dem Namen U.S. Vulsinia wurde aus der Taufe gehoben. Ein Spieler von damals, Antonio Cardarelli, trifft sich übrigens heute noch jeden Tag mit anderen älteren Männern in der „Bar Centrale“ an der Piazza Matteotti; Cardarelli ist mittlerweile 83 Jahre alt und noch ziemlich fit.

Auch Paola und Claudio Galli sind mit viel Leidenschaft ans Werk gegangen, haben Geschichten über den Fußball in ihrem Ort zusammengetragen und daraus nicht nur ein Buch über Fußballgeschichte, sondern auch über die Geschichte von Bolsena seit den 40er Jahren gemacht. Hunderte von alten Fotos, Dokumenten und Zeitungsartikeln haben sie gesichtet, sortiert und liebevoll zusammengestellt.

Die Mannschaft von Bolsena hat während der vergangenen Jahrzehnte glorreiche Zeiten erlebt, vor allem in den 60er Jahren, in denen sie Vereine aus der ganzen Gegend an die Wand spielte. Das alles wird in dem Buch wieder gegenwärtig. Das Teatro San Francesco war bei der Buchpräsentation bis zum letzten Platz besetzt, eine Reihe ehemaliger Mitglieder der „squadra“ waren da und erzählten Anekdoten von früher. Fast der ganze Ort kam zusammen, man schaute sich die alten Fotos an und schwelgte in Erinnerungen. – Für mich war dieses Ereignis ein wunderbarer Beginn meiner Zeit in Bolsena!

 

2:1 verloren im Hexenkessel der Roten Teufel

Es war der sprichwörtliche Hexenkessel auf dem Betzenberg: eine Wahnsinns-Kulisse vor 32 966 Zuschauern! Für das Kleeblatt eine echte Bewährungsprobe. Die SpVgg ließ sich jedoch in der ersten Halbzeit wenig beeindrucken von der Riesenstimmung, die für den Gegner gemacht wurde. Beide Teams spielten lange Zeit auf Augenhöhe – allerdings auch beide ohne richtige Torchancen. Recht konfus war das Spiel über weite Strecken vor der Pause. Der FC Kaiserslautern stand wohl nach zwei Heimniederlagen unter enormem Druck. Und das merkte man dem intensiven, kampfbetonten Spiel auch deutlich an: drei Gelbe Karten innerhalb von 25 Minuten, wobei zwei auf das Fürther Kono (Mavraj und Sparv) gingen. Da hatte der Unparteiische Knut Kircher alle Mühe, Ruhe reinzubringen.

Dass Jenssen in der 38. Minute das 1:0 für die Roten Teufel gelang, entsprach nicht unbedingt dem bisher ausgeglichenen Spielverlauf – aber es war ein Supertor, das muss der Neid ihm lassen! Nun kochte die Stimmung im Fritz-Walter-Stadion erst richtig hoch, und Fürth ließ sich jetzt leider doch einschüchtern. Das gilt auch für die Situation nach dem Seitenwechsel. Als Lautern auch noch den spielerischen Druck erhöhte, war das 2:0 zum Greifen nahe und kam prompt durch Florian Dick (58.) – ein weiterer Traum-Treffer!

Aus diesem Dilemma konnte sich das Kleeblatt lange Zeit nicht mehr befreien, die Fürther verloren völlig den Faden. Als schon gar nichts mehr zu klappen schien, gelang dem für Trinks ins Spiel gekommenen Mudrinski der Anschlusstreffer (78.) zum 1:2. Füllkrug hatte die Sache gut vorbereitet, Hut ab! Doch dem nun wiedererwachten Kleeblatt lief die Zeit davon. Trainer Frank Kramer setzte alles auf eine Karte und schickte zusätzliche Stürmer auf den Rasen, Torwart Hesl ließ sein Tor Tor sein und mischte vorne mit (meine Nerven!), der frisch eingewechselte Azemi sorgte noch mal für frischen Wind. Aber es war zu spät. Der FCK brachte das Ding mit 2:1 mit zwei Minuten Nachspielzeit zu Ende, musste allerdings vor dem in der Luft liegenden Ausgleich zittern.

Fürth bleibt mit einem Punkt Vorsprung vor Kaiserslautern auf Platz zwei der Tabelle der zweiten Liga. Und zum Glück gelang Verfolger Union Berlin heute gar kein Treffer gegen Dresden (0:0), so dass die Berliner drei Punkte hinter dem Kleeblatt liegen. Aber nun müssen unsere Jungs aufpassen, sonst ist der Vorsprung dahin, den man zuletzt so schön herausgespielt hat!

Wir präsentieren: unser Ehren-Greuther-Weib

2013 ist vorbei – wir Greuther-Weiber blicken nach vorne. Das Kleeblatt steht gut da im Augenblick und hat nach der Weihnachtspause wieder mit dem Training begonnen. Heute Abend geht es in Frankfurt beim Hallenturnier auch spielerisch wieder los, allerdings nur für einen Teil des Teams. Wir hoffen auf eine baldige Rückkehr und den Einsatz von Nikola Djurdjic, der das Ganze noch mit ein paar Toren garnieren könnte. Und dann – warum sollte die Spielvereinigung nicht wieder ins Fußball-Oberhaus aufsteigen? Ob alle Fans das wirklich wollen, wohin das führen würde und ob die Mannschaft das von der Vereinsspitze aus überhaupt darf, sei im Augenblick mal dahingestellt. Das Jahr ist noch jung, die Rückrunde ebenfalls. Gegen Ende der Spielzeit ist unsere Mannschaft jedoch früher schon öfter in eine Art Schockstarre verfallen, als sie dem Aufstieg schon zum Greifen nahe war. Mit einer Ausnahme bisher – wie das ausging, ist ja hinlänglich bekannt.

Wir sagen: Ja, probiert es noch einmal, habt zum Beispiel den FC Augsburg vor Augen, der den Klassenerhalt auch immer wieder hinkriegt, selbst wenn er nur ein kleines Licht ist in der Ersten Bundesliga. In Zeiten wie diesen gibt es keine Chancengleichheit mehr im Fußball, nach Bayern München kommt erst mal lange nichts. Auf diese Überflieger-Geldbeutel braucht ihr nicht zu schielen. Es gibt andere gute, redlich kämpfende Mannschaften in der Liga, mit denen es reizvoll ist, seine Kräfte zu messen – noch haben wir nicht (ganz) spanische Verhältnisse erreicht. Gott sei Dank!

Wir Greuther-Weiber unterstützen euch auch im neuen Jahr, so gut wir können. Wie der Name „Greuther-Weiber“ schon sagt, sind wir weibliche Fans. Doch heute möchten wir jemanden zum Ehren-Greuther-Weib machen, obwohl er ein Mann ist. Es handelt sich um Raimund Kirch, den Chefredakteur der „Nürnberger Zeitung“. Er wird hier keine Blog-Beiträge schreiben, aber bei ihm handelt es sich, wie auf dem Foto zu sehen, um einen echten „Greuther“- bzw. „Kräuter“-Fachmann (im Fränkischen ist, zumindest phonetisch betrachtet, der Unterschied bekanntlich nicht so sehr groß!). Raimund Kirch ist – obwohl er das in den Redaktionskonferenzen in Nürnberg nicht so explizit sagen darf – von der Spielvereinigung überzeugt. Er findet es außerdem sympathisch, dass Frank Kramer und die Vereinsspitze erst mal bescheiden zurückhaltend bleiben und das Thema Aufstieg möglichst gar nicht ansprechen.

Weibliche Kräuter-Experten hat man in vergangenen Zeiten ja gerne als Hexen bezeichnet – so weit wollen wir jetzt nicht gehen. Aber Raimund Kirch hat tatsächlich eine Menge Ahnung, wie die einzelnen Heilkräuter einzusetzen sind. Manches von dem Zeug wäre durchaus dazu tauglich, dem Kleeblatt in den kommenden Wochen Flügel zu verleihen. Wäre bestimmt gesünder und auch kostengünstiger als so mancher Energy-Drink!

Glückwunsch – perfekter geht´s nicht!

13. Spieltag in der 2. Bundesliga – ich dachte mir gleich: Das ist ein Glückstag! (Ein wenig Aberglauben darf auch mal sein, oder?) Dann auch noch Geburtstag von Greuther-Weib „kiki“. Da kann man schon mal ein Geschenk in Form eines Kleeblatt-Sieges erwarten. Wurde ja auch prompt geliefert – danke, Jungs!

Also, ich hatte auf ein 2:1 getippt, da wäre ich nach den drei Niederlagen der letzten Spiele eigentlich schon zufrieden gewesen. Dass die SpVgg aber ein wahres Tore-Feuerwerk abbrennen sollte, das hätte ich mir in den kühnsten Träumen so nicht ausmalen können: 6:2 gegen Erzgebirge Aue!!!

Überragender Mann des Tages, ganz klar, ist Niclas Füllkrug. Gibt sich mit dem Hattrick, den er in sechzehneinhalb Minuten(!)  (5., 8., 17.) schaffte, nicht zufrieden, sondern setzt am Ende noch eins drauf. Sein vierter Treffer in dieser turbulenten Partie: 6:2, zugleich der Endstand. Dazwischen schenkten uns die „Veilchen“ ein Eigentor (Rau zum 2:4, 48. Minute), und Zoltan Stieber durfte einen Elfmeter versenken (5:2, 56. Minute) – der wiederum war ein Geschenk an Kleeblatt von Schiedsrichter Stieler; eine harte Entscheidung  gegen die Sachsen, die eigentlich überflüssig war.

Ja, so sehen wir die SpVgg gern – gern auch öfter! Jetzt bleibt der dritte Tabellenplatz erst mal sicher. Denn der 1. FC Köln und Union Berlin treffen am Montag aufeinander, sie werden sich also gegenseitig die Punkte nehmen oder – im Falle eines Unentschiedens – teilen.  Einfach perfekt, dieser 13. Spieltag! Glückwunsch an alle, auch an Kleeblatt-Trainer Frank Kramer!

Apropos Trainer: Für einen brachte die Dreizehn dieses Spieltags  Pech, nämlich für Mike Büskens. Nach der 0:1-Niederlage von Fortuna Düsseldorf gegen Alemannia Aalen steht er angeblich kurz davor, gefeuert zu werden. Das wäre wirklich hart, zweimal in einem Jahr als Trainer gehen zu müssen  – wir Greuther-Weiber hegen immer noch große Sympathie für ihn.