Kalte 4:2-Dusche auf der Alm

Arminia Bielefeld - SpVgg Greuther Fürth„Man(n) kann nicht genug davon haben“, stand auf einer Reklamebande in der Bielefelder Schüco-Arena – in der zweiten Halbzeit direkt beim Tor von Sebastian Mielitz. Als ob die Abstiegskandidaten aus Ostwestfalen die Zahl ihrer Tore vorhergesen hätten. Arminia Bielefeld hat die heutige Partie souverän mit 4:2 gewonnen. Ein Armutszeugnis für die Spielvereinigung, die sich bei den Begegnungen der letzten Spieltage in hervorragender Form gezeigt hatte.
Bei Sonnenschein und Schneeschauer war dieser 24. April zumindest wettertechnisch typisch. Das Kleeblatt startete eher schwach ins Spiel, dann gab Johannnes Wurtz in der 15. Minute an der Strafraumgrenze einen Pass an Robert Zulj, der nicht lange zögerte und mit einem 18-Meter-Flachschuss Wolfgang Hesl im Arminia-Tor keine Chance ließ – 0:1. Doch schon fünf Minuten später erfolgte der Ausgleich, der bei der Leichtfertigkeit, mit der die SpVgg heute das Wort „Abwehr“ behandelte, niemanden verwunderte. Fabian Klos traf ins Kleeblatt-Tor (Foto). Und um es gleich vorwegzunehmen: Klos sollte zum Mann des Tages avancieren und mit einem Hattrick seiner Mannschaft den Klassenerhalt ermöglichen. Dann vergeigte ausgerechnet Marco Stiepermann, der in der letzten Woche gegen Fortuna Düsseldorf noch ein Traumtor machte, eine Riesenmöglichkeit: Er stand unmittelbar vor Hesls Tor und schaffte es nicht, eine Bilderbuchvorlage von Zulj erfolgreich umzusetzen.

War die erste Halbzeit, die 1:1 endete, noch von Fußball auf Augenhöhe geprägt, sollte das Kleeblatt in den zweiten 45 Minuten untergehen. Im Zehnminutentakt machte Klos (50. und 60. Minute) das 2:1 und 3:1. Eine weiß-grüne Abwehr war heute praktisch nicht vorhanden. Da standen fünf, sechs Kleeblattspieler im eigenen Strafraum und schauten mit großen Augen zu, was die Arminen dort abzogen. Keine Aktivität, keine Reaktion, wenig Initiative.
Spektakulär aus Fürther Sicht wurde es dann in der 66. Minute: Julian Börner störte einen Pass von Sebastian Freis und katapultierte den Ball über den verdutzten Wolfgang Hesl aufs eigene Tor. Das Leder sprang an die Latte und von dort auf oder hinter die Torlinie. Tor oder nicht?, das war hier die Frage.  Ein typisches „Wembleytor“? Das dann vom Schiedsrichter nicht gegeben wurde. Der Unparteiische schwächelte auch einige Minuten später, als er einen klaren Elfmeter für Arminia Bielefeld nicht gab.
Pechvogel Börner machte dann seinen Fauxpas wett, als er 15 Minuten vor Spielende das 4:1 schoss. Nach einem Eckball von Ulm glänzte die Kleeblatt-Abwehr erneut durch Nichtkönnen, sie ließ den Ball  passieren, und Börner köpfte gnadenlos ein. Und noch einmal war es Julian Börner, der ein Tor machte – allerdigs ein Eigentor. In der Schlussminute trat Robert Zulj einen Freistoß und zirkelte den Ball scharf auf Hesl. Der reagierte unsicher und ließ das Leder nach vorne prallen. Der zurückgeeilte Börner wollte helfen, behinderte seinen Schlussmann aber,  und nach einem kuriosen Hin und Her gelangte der Ball schließlich zum 4:2 ins eigene Tor.
Das war heute ein kurzweiliges, torreiches Spiel, bei dem sich die Spielvereinigung vor zirka 200 angereisten Kleeblattfans allerdings von ihrer schwachen Seite zeigte. Dem Kleeblatt können die verpassten drei Punkte (Gott sei Dank!) egal sein, es kann weder ab- noch aufsteigen. Arminia Bielefeld hat der 4:2-Sieg den Hals gerettet, sie haben den Klassenerhalt in der Zweiten Liga geschafft.
Nächsten Samstag, 30. April, empfängt die Spielvereinigung den 1.FC Heidenheim im Sportpark Ronhof. Der rangiert aktuell einen Rang hinter den Achtplatzieren Kleeblättern, die heute den Sprung auf den sechsten Platz verpasst haben. Eigentlich ist die Mannschaft kein so interessanter Gegner, trotzdem sollte die SpVgg aufpassen, dass sie den guten Eindruck der letzten Wochen nicht komplett verspielt.

Kein flüssiges Spiel auf holprigem Rasen

SpVgg Greuther Fürth - Arminia BielefeldSchade, das war heute leider eine Nullnummer im Fürther Ronhof beim Spiel gegen Arminia Bielefeld. Da trifft der Sechst- auf den Zwölf-Platzierten, eine reelle Chance für die Spielvereinigung nach der Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf drei Punkte klar zu machen. Aber es hat nicht geklappt.

Obwohl – und das werden auch die größten Kleeblattkritiker zugeben – die Heimmannschaft eigentlich das bessere Team war. Aber es ist wieder nicht gelungen, aus guten Kombinationen und überlegten Aktionen zum Abschluss – sprich Torschuss – zu kommen. Nehmen wir als Beispiel Veton Berisha: Er ist immer vorne, läuft und läuft, hat die Übersicht und engagiert sich. Er ist im entscheidenden Moment am richtigen Ort. Aber dann verlässt ihn der Mut und seine Schüsse gehen ins Leere. Oder über das gegnerische Tor. Dann ist die Enttäuschung natürlich groß (Foto)! Das „feindliche“ Tor wurde heute vom Ex-Fürther Wolfgang Hesl verteidigt, der vermutlich mit einigem Wehmut zu seiner alten Wirkungsstätte kam. Überrascht hat ihn vielleicht vor allem die schlechte Qualität des Rasens, der  einem Dorfacker alle Ehre machen würde

Eine strittige Szene fand in der 26. Spielminute statt: Als Sebastian Mielitz nach einem zu kurzem Rückpass von Marco Caligiuri den Bielefelder Stürmer Klos zu Fall brachte. Schiedsrichter Florian Heft war gnädig, er hätte durchaus auf Elfmeter entscheiden können. Allerdings glich sich das kurz später aus: Jurgen Gjasulas Schuss touchierte im Strafraum Börnes Hand. Auch hier hätte man einen Elfmeter geben können, aber Heft ließ abermals weiterlaufen. So waren beide Teams quitt.

Das waren heute Abend 90 Minuten im Ronhof, die nicht besonders spannend waren. Obwohl das Kleeblatt für mich die klar bessere Mannschaft war. Nächstes Wochenende ist Länderspielpause. Ganz gut, da kühlen sich die Gemüter ab. Und dann gastiert die Spielvereinigung am Sonntag, 22. November, beim 1. FC Heidenheim. Der liegt wie das Kleeblatt aktuell im Tabellenmittelfeld. Hoffentlich wird die Partie in Heidenheim für die SpVgg erfolgreicher!

Die Kleeblatt-Niederlage rettet wohl Kramers Kopf

Didier Ya Konan heißt der nicht allzu große, kräftige, kompakte und saugefährliche Stürmer in der Mannschaft von Fortuna Düsseldorf.  Von Anfang an fiel Ya Konan auf – und er sollte der Spielvereinigung heute auch zum Verhängnis werden.
Die Partie gegen Fortuna Düsseldorf wurde schon im Vorfeld heiß diskutiert. Fortuna hatte erst am Dienstag gegen den Fürther Erzfeind – den 1. FC Nürnberg – im DFB-Pokal mit 1:5 verloren. Außerdem trainiert der ehemalige Kleeblatt-Coach Frank Kramer die Rheinländer seit dieser Saison. Aufgrund der bescheidenen Ergebnisse und dem – bis heute – 16. Tabellenplatz stand Kramer allerdings auf der Abschussliste.

Fortuna Düsseldorf - SpVgg Greuther FürthAlles Schnee von gestern! Fortuna Düsseldorf hat heute Abend zu Hause das Kleeblatt mit 1:0 besiegt. Das startete zwar recht lebendig und hatte in der ersten Halbzeit einigermaßen gute Torchancen (z.B. Lattenschuss von Freis). Aber was nutzen die, wenn man sie nicht umsetzt! Und so blieb es bis zur Halbzeitpause beim 0:0. Dann kamen die zweiten 45 Minuten. Und da sah man in der  Esprit-Arena richtig schlechten Fußball: Diffuse Aktionen im Mittelfeld, Geplänkel hier und dort. Die Zeit verstrich, und die Laune der wenigen Kleeblattfans im Gästeblock verschlechterte sich zusehends. Immerhin waren über 21.000 Zuschauer im Stadion. Das war eine richtig laute Kulisse, gegen die unsere SpVgg-Anhänger nicht ankamen.

Erlösend für die gebeutelten Düsseldorfer fiel dann das Kopfballtor durch eben jenen Didier Ya Konan in der 78. Minute. Nach der Ecke von Demirbay waren Benedikt Röcker und Robert Zulj wohl gerade in Morpheus‘ Armen. Mit anderen Worten: Sie verpennten den Schuss, und  Ya Konan köpfte locker ins lange Eck. Sebastian Mielitz, der wieder mal einige Tore verhinderte und in einer bestechenden Form ist, hatte keine Cance und musste hinter sich greifen.

Fortuna Düsseldorf - SpVgg Greuther FürthDas blieb dann auch das Endresultat. Das Tor der Düsseldorfer rettete vermutlich den Kopf von Coach Frank Kramer. Das ist ihm – auch aus Fürther Sicht – zu können. Aber so edel wollen wir doch nicht sein. Ein Sieg und drei Punkte wären uns lieber gewesen.

Am Freitag, 6. November, ist Arminia Bielefeld zu Gast im Ronhof. Ich sage nur: Da trifft Sebastian Mielitz im einen Tor auf den Ex-Fürther Wolfgang Hesl im anderen. Das wird spannend!

Kleeblatt in Zukunft ohne „Wolle“ Hesl

Die Würfel sind gefallen: Wolfgang Hesl verlässt die Spielvereinigung. Heute hat er seinen Vertrag mit dem Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld klar gemacht. Der 29-Jährige wechselt ablösefrei und erhält einen Zweijahreskontrakt bis 30. Juni 2017. Für viele Kleeblattfans ist das – trotz aller Gerüchte in den vergangenen Wochen – ein echter Schock. Und auch ich bin verwundert. Natürlich hat er im Gespräch mit mir vor drei Wochen nichts zum Thema „Vereinswechsel“ rausgelassen. Aber ich hatte den subjektiven Eindruck, dass ihm die Nähe zu seiner Heimat in der Oberpfalz im Zweifelsfall wichtiger ist als die Neuverpflichtung bei einem anderen Verein.

Wie dem auch sei: „Wolle“ Hesl ist in Zukunft kein Kleeblatt mehr. Das wird für den Fürther Verein, der gerade in vielen Bereichen einen Umbruch durchmacht, nicht einfach werden. Hesl war erfolgreicher Kapitän und hat den Kleeblättern so manche Niederlage erspart. Er war (fast) immer zur Stelle, wenn es im Strafraum des Kleeblatts brenzlig wurde. Und hat vom Tor aus versucht, seine oft demotivierten Teamkollegen zu coachen.

Ob Wolfgang Hesl bei seinem neuen Arbeitsgeber glücklich wird und als Keeper Erfolge hat, das wird sich zeigen. Für ihn, der seit Juli 2012 bei der SpVgg war, gegen Mitte der Bundesligasaison 2012/13 Max Grün als Stammtorhüter ablöste und mit dem Kleeblatt alle Höhen und Tiefen mitgemacht hat, ist ein Orts- und Arbeitgeberwechsel auf jeden Fall eine neue Perspektive. Erleichtert werden all jene sein, die befürchtet hatten, dass Hesl zum „Club“ wechseln könnte. Ich persönlich hätte allerdings nicht erwartet, dass er zu einem Verein wie Arminia Bielefeld geht.
Die Greuther-Weiber wünschen Dir, Wolle, alles Gute. Und wir hoffen, dass Du nach wie vor ein treuer Leser unseres Blogs bleibst!

Fast ein Kantersieg über das Kleeblatt

Überraschend hoch hat die Spielvereinigung heute gegen den bis dahin Tabellenvorletzten Arminia Bielefeld verloren: 1:4. Stutzig wurde ich schon beim 1:0 der Bielefelder nach 24 Minuten. Aber der schnelle Ausgleich durch Stephan Fürstner zwei Minuten später wiegte mich und viele angereiste Kleeblattfans erst mal in Sicherheit. Das Team des Bielefelder Trainers Stefan Krämer (Krämer vs. Kramer!) war heute hervorragend eingestellt und spielte hochmotiviert und kämpferisch. Zwischendurch konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kleeblätter der Schnelligkeit und dem Druck der Ostwestfalen nicht gewachsen waren.

Nach der Halbzeitpause passierte der Spielvereinigung in der 51. Minute das nächste Tor der Gastgeber durch Marc Lorenz, der schon das erste Tor vorbereitet hatte. Die Fürther wirkten etwas konsterniert, schienen aber endlich mal aufzuwachen. In der 66. Minute wechselte Frank Kramer dann für den verletzten Gießelmann Baba ein, und man hoffte auf einen spielerischen Schub. Kurz drauf kam Mudrinski für Zillner. Da – gerade als sich die Kleeblätter innerlich neu zu formieren versuchten – schießt Tim Jerat das 3:1. Und nicht genug damit: Für Bielefeld betrat Rahn das Spielfeld. Er kam, sah und … schoss nach nur 31 Sekunden das 4:1 für Arminia Bielefeld. Das war dann auch der Endstand.
Die Spielvereinigung muss sich heute Kritik gefallen lassen: Die Abwehr hat mehr als einmal den Eindruck eines konfusen Haufens gemacht und geschlafen. Keeper Wolfgang Hesl stand oft nicht gut. Ich hatte allerdings nicht den Eindruck, dass die Kleeblätter ihren Gegner unterschätzt haben. Aber der war heute einfach stärker und präsenter. Zieht man eine Fürther Bilanz, dann stehen zehn Siegen und zwei Unentschieden in 18 Spielen immerhin auch sechs Niederlagen gegenüber. Und heute kassierte die SpVgg auf der „Alm“ die höchste Saisonschlappe, bleibt aber trotzdem Tabellenzweiter – Gott sei Dank: Der Verfolger Karlsruher SC hat heute nach einem 3:0-Vorsprung gegen den FSV Frankfurt doch noch 3:3 unentschieden gespielt. So liegt der KSC weiter vier Punkte hinter der SpVgg.
Bei der letzten Begegnung vor der Winterpause empfängt die SpVgg nächsten Sonntag, 22. Dezember, um 13.30 Uhr den VfR Aalen im Ronhof. Ich möchte jetzt gar nicht von Weihnachtsgeschenken für die Kleeblattfans in Form eines Sieges reden!

3:1 in Sandhausen – Vize-Herbstmeister

Sie sind schon sehr lax mit ihren Chancen umgegangen – dieses Gefühls konnte man sich längerer Zeit nicht erwehren.  Doch dann hat die Spielvereinigung die Begegnung in Sandhausen gegen den SV mit 3:1 gewonnen. Obwohl die Fürther Fans beim frühen Tor der Sandhäuser in der 16. Minute erst mal leicht geschockt waren. Ein gelungener Start der kurpfälzischen Mannschaft, die in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat. Aber das gelang ihr heute nicht. Denn es war ja nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass das Kleeblatt einen frühen Rückstand aufholen sollte.

Eine markante Figur im Fürther Team war für mich heute Florian Trinks. Er versemmelte einige gute Möglichkeiten. Dann bewies er sportliche Fairness, als er selbst sein Handspiel anzeigte und damit sein Tor nicht anerkannt wurde. Da hat doch Diego Maradona als „Hand Gottes“ bei der Fußball-WM 1986 ganz anders agiert. Belohnt wurden dann das Kleeblatt und vor allem Florian Trinks durch sein 3:1 (Foto).
Langweilig war es im nur mit 4000 Zuschauern besuchten Hardtwald-Stadion nicht. In der 32. Minute gelang Niclas Füllkrug der 1:1-Ausgleich. Und Zoltan Stieber setzte mit seinem Foulelfmeter noch eins drauf.

Nach diesem Auswärtssieg ist die Spielvereinigung mit 32 Punkten Vize-Herbstmeister der Zweiten Liga. Zwar hat das Kleeblatt noch zwei Spieltage bis zur Winterpause vor sich. Aber nach 17 Spieltagen ist nun mal die Hälfte der Saison vorbei, und trotz der drei gewonnenen Punkte konnte man nicht am 1. FC Köln vorbeiziehen.
Kommenden Sonntag ist das nächste Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld. Und zwei Tage vor dem Heiligen Abend schließt das Kleeblatt fußballerisch das Jahr 2013 mit seinem Heimspiel gegen den VfR Aalen ab.

Kleeblatt-Feeling in italienischem Ambiente

Nach arbeitsintensiven und aufregenden Monaten war Urlaub angesagt. Auch bei uns Greuther-Weibern. Ziel war ein kleiner idyllischer Ort an einem Vulkansee im italienischen Latium, ca. 100 km nördlich von Rom. Hier in Italien – schon immer eine Hochburg des Fußballs – hat man Zeit und Distanz, über vieles nachzudenken. Und man lässt sich auch die vergangene Saison der Spielvereinigung noch mal in aller Ruhe durch den Kopf gehen: Nach dem lang ersehnten Aufstieg in die Erste Liga kam nach 34 Spielen der herbe Abstieg als Tabellenletzter. Aber das ist Schnee von gestern!
Beim Baden im See erinnerte ich mich an eine witzige Plakataktion des Vereins mit den Handtüchern auf dem Liegestuhl: „Wenig Spaß und anstrengende Gäste – Nächstes Jahr fahren wir woanders hin!“ Das habe ich mir dann gleich als Motiv genommen, um mein weiß-grünes Badetuch vor mittelalterlicher Kulisse zu dekorieren. Denn echte Fürther Fans stehen ja auch in der Ferne zu ihrem Verein und zeigen Flagge (siehe Foto).
Hoch erfreut war ich auf meiner Rückfahrt aus Italien natürlich über das Ergebnis beim ersten Spiel am Sonntag im Fürther Ronhof, das ich im Autoradio hörte. Wieder Zweite Liga und das Kleeblatt gewinnt mit 2:0 gegen den Aufsteiger Arminia Bielefeld. Verdient – einmal mehr war der neue Kapitän Wolfgang Hesl der absolute Crack auf dem Platz. Greuther-Weib Sabbel hat darüber gebloggt – lieben Dank für Dein Engagement!
Jetzt kann’s also wieder mit voller Kraft losgehen. Ich freue mich darauf und bin schon gespannt auf viele schöne Spiele und Siege!

Sie können es ja doch noch!

Na endlich, kann man da nur sagen. Endlich hat es – nach 15 langen Monaten – mal wieder mit einem Heimsieg geklappt! Und was das Kleeblatt beim 2:0 gegen Bielefeld gezeigt hat, kann sich wirklich sehen lassen. Kämpferisch, aggressiv und – abgesehen von einer kleinen Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte – souverän präsentierten sich die Fürther gegen den Aufsteiger aus Bielefeld. Ein hochverdienter Dreier zum Auftakt!

Besonders optimistisch stimmt mich im Hinblick auf die kommenden Partien, wie gut sich auch die Neuzugänge ins Team eingefügt zu haben scheinen. Da darf man als Fürth-Fan getrost hoffen, dass man ab sofort wieder häufiger solche Spiele zu sehen bekommt.  Und der Blick auf die Tabelle endlich wieder Spaß macht! So kann es getrost es weitergehen…

Der Countdown läuft

So eine Sommerpause kann sich – rein aus sportlicher Sicht betrachtet natürlich – ganz schön hinziehen…Immerhin sind ja nicht wirklich viele sonstige sportliche Highlights im Sommer geboten, wenn man mal vom Norisringrennen und dem Rother Triathlon absieht. Da nun auch diese beiden Großveranstaltungen – unglücklicherweise wie ich finde an ein und demselben Wochenende – über die Bühne gegangen sind, wird es wirklich Zeit, dass nun der Ball endlich wieder rollt und zwar in schöner Regelmäßigkeit.

Sieben Siege in sieben Vorbereitungsspielen, das lässt doch schon mal auf einen guten Zweitliga-Start am kommenden Sonntag gegen Arminia Bielefeld hoffen. Mich persönlich stimmt vor allem das 2:1 im letzten Test gegen den FC Augsburg positiv, dass die SpVgg gleich mal mit einem Dreier in die Saison startet. Allerdings dürften die Bielefelder, die ja nach zwei Jahren Drittklassigkeit zuletzt die Rückkehr in Liga Zwei geschafft haben, auch höchst motiviert sein, gleich zum Saisonstart kräftig Punkte zu sammeln.

Ich persönlich hoffe, dass die Fürther es in der neuen Spielzeit schaffen, wieder oben mitzumischen. Ob der Aufstieg schon wieder das Ziel sein sollte, wage ich zu bezweifeln, das ist meiner Meinung nach etwas zu verfrüht. Jetzt braucht die Mannschaft  erst mal wieder Erfolgserlebnisse und vor allem: endlich mal wieder einen Heimsieg!

Aufstiegsrennen geht weiter

Stadtfest in Fürth, strahlender Sonnenschein über dem Ronhof, trotzdem war es nicht zu warm, es herrschte bestes Fußballwetter. Was will man mehr als Fan der SpVgg Greuther Fürth? – Klar: den längst fälligen Aufstieg in die erste Liga. Wir Greuther-Weiber möchten endlich nichts mehr von den „Unaufsteigbaren“ hören! Also musste ein Sieg her über die Arminia aus Bielefeld, deren Abstieg bereits feststeht.
Doch der Beginn der Partie in der Trolli-Arena ließ zunächst nichts Gutes ahnen. Am Anfang spielte das Kleeblatt noch zu verkrampft. Kein Wunder: Der VfL Bochum hatte mit dem 3:0-Sieg gegen Union Berlin wichtige Punkte vorgelegt. Und die SpVgg hatte es in drei gemeinsamen Zweitliga-Spielzeiten mit dem VfL bisher noch nie geschafft, sich vor Bochum zu platzieren und musste jeweils zuschauen, wie Bochum den Aufstieg in die erste Liga schaffte.
Auch Nico Müller blieb in großen Teilen der ersten Halbzeit weit hinter seinen Fähigkeiten zurück. Nichts wollte ihm zunächst gelingen, er vergab zwei Riesenchancen. Doch nach seinem Führungstor in der 43. Minute war er wie ausgewechselt. Allerdings scheiterte er in der Folge mehrmals am überragenden Mann der Bielefelder am heutigen Spieltag: Keeper Patrick Platins. Ohne ihn hätte das Ergebnis sicher ganz anders ausgesehen.
Ebenfalls stark: der Fürther Onuegbu, der nach seinem Knöchelbruch erst letzte Woche wieder ins Training zurückkehrte und heute eine sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Allerdings kam Onuegbu nicht zum Treffer, weil Torwart Platins schier über sich hinauswuchs.
Fürth startete furios in die zweite Halbzeit, eine Chance jagte die andere. Aber es nützte nichts: Die Kleeblätter konnten ihren Vorsprung einfach nicht ausbauen. Platins rettete in allen brenzligen Situationen. Es gab zahlreiche Chancen für die Grün-Weißen, die sie jedoch nicht umsetzen konnten. Schade!
So kam Fürth am Ende gegen Bielefeld nicht über ein 1:0 hinaus. Aber was soll´s? Ein Sieg musste her, und den haben die Kleeblätter geschafft! Sie haben damit weiterhin Chancen auf den dritten Platz. Der Aufstiegskampf ist also noch längst nicht ausgefochten, und Fürth mischt weiter dabei mit! Jetzt heißt es: nicht locker lassen! Dann wird sich auch Bochum warm anziehen müssen.