Dez

15

2013

Fast ein Kantersieg über das Kleeblatt

Veröffentlicht von kiki in der Kategorie Arminia Bielefeld, Fans, Frank Kramer, Niederlage, Stephan FĂŒrstner | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

Überraschend hoch hat die Spielvereinigung heute gegen den bis dahin Tabellenvorletzten Arminia Bielefeld verloren: 1:4. Stutzig wurde ich schon beim 1:0 der Bielefelder nach 24 Minuten. Aber der schnelle Ausgleich durch Stephan Fürstner zwei Minuten später wiegte mich und viele angereiste Kleeblattfans erst mal in Sicherheit. Das Team des Bielefelder Trainers Stefan Krämer (Krämer vs. Kramer!) war heute hervorragend eingestellt und spielte hochmotiviert und kämpferisch. Zwischendurch konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kleeblätter der Schnelligkeit und dem Druck der Ostwestfalen nicht gewachsen waren.

Nach der Halbzeitpause passierte der Spielvereinigung in der 51. Minute das nächste Tor der Gastgeber durch Marc Lorenz, der schon das erste Tor vorbereitet hatte. Die Fürther wirkten etwas konsterniert, schienen aber endlich mal aufzuwachen. In der 66. Minute wechselte Frank Kramer dann für den verletzten Gießelmann Baba ein, und man hoffte auf einen spielerischen Schub. Kurz drauf kam Mudrinski für Zillner. Da – gerade als sich die Kleeblätter innerlich neu zu formieren versuchten – schießt Tim Jerat das 3:1. Und nicht genug damit: Für Bielefeld betrat Rahn das Spielfeld. Er kam, sah und … schoss nach nur 31 Sekunden das 4:1 für Arminia Bielefeld. Das war dann auch der Endstand.
Die Spielvereinigung muss sich heute Kritik gefallen lassen: Die Abwehr hat mehr als einmal den Eindruck eines konfusen Haufens gemacht und geschlafen. Keeper Wolfgang Hesl stand oft nicht gut. Ich hatte allerdings nicht den Eindruck, dass die Kleeblätter ihren Gegner unterschätzt haben. Aber der war heute einfach stärker und präsenter. Zieht man eine Fürther Bilanz, dann stehen zehn Siegen und zwei Unentschieden in 18 Spielen immerhin auch sechs Niederlagen gegenüber. Und heute kassierte die SpVgg auf der “Alm” die höchste Saisonschlappe, bleibt aber trotzdem Tabellenzweiter – Gott sei Dank: Der Verfolger Karlsruher SC hat heute nach einem 3:0-Vorsprung gegen den FSV Frankfurt doch noch 3:3 unentschieden gespielt. So liegt der KSC weiter vier Punkte hinter der SpVgg.
Bei der letzten Begegnung vor der Winterpause empfängt die SpVgg nächsten Sonntag, 22. Dezember, um 13.30 Uhr den VfR Aalen im Ronhof. Ich möchte jetzt gar nicht von Weihnachtsgeschenken für die Kleeblattfans in Form eines Sieges reden!

Dez

8

2013

3:1 in Sandhausen – Vize-Herbstmeister

Veröffentlicht von kiki in der Kategorie Arminia Bielefeld, Florian Trinks, Hardtwaldstadion, Kleeblatt, Niclas FĂŒllkrug, SpVgg Greuther FĂŒrth, SV Sandhausen, VfR Aalen, Zoltan Stieber | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

Sie sind schon sehr lax mit ihren Chancen umgegangen – dieses Gefühls konnte man sich längerer Zeit nicht erwehren.  Doch dann hat die Spielvereinigung die Begegnung in Sandhausen gegen den SV mit 3:1 gewonnen. Obwohl die Fürther Fans beim frühen Tor der Sandhäuser in der 16. Minute erst mal leicht geschockt waren. Ein gelungener Start der kurpfälzischen Mannschaft, die in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat. Aber das gelang ihr heute nicht. Denn es war ja nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass das Kleeblatt einen frühen Rückstand aufholen sollte.

Eine markante Figur im Fürther Team war für mich heute Florian Trinks. Er versemmelte einige gute Möglichkeiten. Dann bewies er sportliche Fairness, als er selbst sein Handspiel anzeigte und damit sein Tor nicht anerkannt wurde. Da hat doch Diego Maradona als “Hand Gottes” bei der Fußball-WM 1986 ganz anders agiert. Belohnt wurden dann das Kleeblatt und vor allem Florian Trinks durch sein 3:1 (Foto).
Langweilig war es im nur mit 4000 Zuschauern besuchten Hardtwald-Stadion nicht. In der 32. Minute gelang Niclas Füllkrug der 1:1-Ausgleich. Und Zoltan Stieber setzte mit seinem Foulelfmeter noch eins drauf.

Nach diesem Auswärtssieg ist die Spielvereinigung mit 32 Punkten Vize-Herbstmeister der Zweiten Liga. Zwar hat das Kleeblatt noch zwei Spieltage bis zur Winterpause vor sich. Aber nach 17 Spieltagen ist nun mal die Hälfte der Saison vorbei, und trotz der drei gewonnenen Punkte konnte man nicht am 1. FC Köln vorbeiziehen.
Kommenden Sonntag ist das nächste Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld. Und zwei Tage vor dem Heiligen Abend schließt das Kleeblatt fußballerisch das Jahr 2013 mit seinem Heimspiel gegen den VfR Aalen ab.

Jul

23

2013

Kleeblatt-Feeling in italienischem Ambiente

Nach arbeitsintensiven und aufregenden Monaten war Urlaub angesagt. Auch bei uns Greuther-Weibern. Ziel war ein kleiner idyllischer Ort an einem Vulkansee im italienischen Latium, ca. 100 km nördlich von Rom. Hier in Italien – schon immer eine Hochburg des Fußballs – hat man Zeit und Distanz, über vieles nachzudenken. Und man lässt sich auch die vergangene Saison der Spielvereinigung noch mal in aller Ruhe durch den Kopf gehen: Nach dem lang ersehnten Aufstieg in die Erste Liga kam nach 34 Spielen der herbe Abstieg als Tabellenletzter. Aber das ist Schnee von gestern!
Beim Baden im See erinnerte ich mich an eine witzige Plakataktion des Vereins mit den Handtüchern auf dem Liegestuhl: “Wenig Spaß und anstrengende Gäste – Nächstes Jahr fahren wir woanders hin!” Das habe ich mir dann gleich als Motiv genommen, um mein weiß-grünes Badetuch vor mittelalterlicher Kulisse zu dekorieren. Denn echte Fürther Fans stehen ja auch in der Ferne zu ihrem Verein und zeigen Flagge (siehe Foto).
Hoch erfreut war ich auf meiner Rückfahrt aus Italien natürlich über das Ergebnis beim ersten Spiel am Sonntag im Fürther Ronhof, das ich im Autoradio hörte. Wieder Zweite Liga und das Kleeblatt gewinnt mit 2:0 gegen den Aufsteiger Arminia Bielefeld. Verdient – einmal mehr war der neue Kapitän Wolfgang Hesl der absolute Crack auf dem Platz. Greuther-Weib Sabbel hat darüber gebloggt – lieben Dank für Dein Engagement!
Jetzt kann’s also wieder mit voller Kraft losgehen. Ich freue mich darauf und bin schon gespannt auf viele schöne Spiele und Siege!

Jul

21

2013

Sie können es ja doch noch!

Veröffentlicht von sabbel in der Kategorie Allgemein, Arminia Bielefeld, Heimsieg, Heimspiel, Saisonbeginn | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

Na endlich, kann man da nur sagen. Endlich hat es – nach 15 langen Monaten – mal wieder mit einem Heimsieg geklappt! Und was das Kleeblatt beim 2:0 gegen Bielefeld gezeigt hat, kann sich wirklich sehen lassen. Kämpferisch, aggressiv und – abgesehen von einer kleinen Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte – souverän präsentierten sich die Fürther gegen den Aufsteiger aus Bielefeld. Ein hochverdienter Dreier zum Auftakt!

Besonders optimistisch stimmt mich im Hinblick auf die kommenden Partien, wie gut sich auch die Neuzugänge ins Team eingefügt zu haben scheinen. Da darf man als Fürth-Fan getrost hoffen, dass man ab sofort wieder häufiger solche Spiele zu sehen bekommt.  Und der Blick auf die Tabelle endlich wieder Spaß macht! So kann es getrost es weitergehen…

Jul

17

2013

Der Countdown läuft

Veröffentlicht von sabbel in der Kategorie Allgemein, Arminia Bielefeld, Aufstieg, Heimsieg, SpVgg Greuther FĂŒrth | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

So eine Sommerpause kann sich – rein aus sportlicher Sicht betrachtet natürlich – ganz schön hinziehen…Immerhin sind ja nicht wirklich viele sonstige sportliche Highlights im Sommer geboten, wenn man mal vom Norisringrennen und dem Rother Triathlon absieht. Da nun auch diese beiden Großveranstaltungen – unglücklicherweise wie ich finde an ein und demselben Wochenende – über die Bühne gegangen sind, wird es wirklich Zeit, dass nun der Ball endlich wieder rollt und zwar in schöner Regelmäßigkeit.

Sieben Siege in sieben Vorbereitungsspielen, das lässt doch schon mal auf einen guten Zweitliga-Start am kommenden Sonntag gegen Arminia Bielefeld hoffen. Mich persönlich stimmt vor allem das 2:1 im letzten Test gegen den FC Augsburg positiv, dass die SpVgg gleich mal mit einem Dreier in die Saison startet. Allerdings dürften die Bielefelder, die ja nach zwei Jahren Drittklassigkeit zuletzt die Rückkehr in Liga Zwei geschafft haben, auch höchst motiviert sein, gleich zum Saisonstart kräftig Punkte zu sammeln.

Ich persönlich hoffe, dass die Fürther es in der neuen Spielzeit schaffen, wieder oben mitzumischen. Ob der Aufstieg schon wieder das Ziel sein sollte, wage ich zu bezweifeln, das ist meiner Meinung nach etwas zu verfrüht. Jetzt braucht die Mannschaft  erst mal wieder Erfolgserlebnisse und vor allem: endlich mal wieder einen Heimsieg!

Apr

30

2011

Aufstiegsrennen geht weiter

Veröffentlicht von uwo in der Kategorie Arminia Bielefeld, Nicolai MĂŒller, Ronhof, Spieler, SpVgg Greuther FĂŒrth, Stadion, Trolli-Arena, Vereine, VfL Bochum | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

Stadtfest in Fürth, strahlender Sonnenschein über dem Ronhof, trotzdem war es nicht zu warm, es herrschte bestes Fußballwetter. Was will man mehr als Fan der SpVgg Greuther Fürth? – Klar: den längst fälligen Aufstieg in die erste Liga. Wir Greuther-Weiber möchten endlich nichts mehr von den “Unaufsteigbaren” hören! Also musste ein Sieg her über die Arminia aus Bielefeld, deren Abstieg bereits feststeht.
Doch der Beginn der Partie in der Trolli-Arena ließ zunächst nichts Gutes ahnen. Am Anfang spielte das Kleeblatt noch zu verkrampft. Kein Wunder: Der VfL Bochum hatte mit dem 3:0-Sieg gegen Union Berlin wichtige Punkte vorgelegt. Und die SpVgg hatte es in drei gemeinsamen Zweitliga-Spielzeiten mit dem VfL bisher noch nie geschafft, sich vor Bochum zu platzieren und musste jeweils zuschauen, wie Bochum den Aufstieg in die erste Liga schaffte.
Auch Nico Müller blieb in großen Teilen der ersten Halbzeit weit hinter seinen Fähigkeiten zurück. Nichts wollte ihm zunächst gelingen, er vergab zwei Riesenchancen. Doch nach seinem Führungstor in der 43. Minute war er wie ausgewechselt. Allerdings scheiterte er in der Folge mehrmals am überragenden Mann der Bielefelder am heutigen Spieltag: Keeper Patrick Platins. Ohne ihn hätte das Ergebnis sicher ganz anders ausgesehen.
Ebenfalls stark: der Fürther Onuegbu, der nach seinem Knöchelbruch erst letzte Woche wieder ins Training zurückkehrte und heute eine sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Allerdings kam Onuegbu nicht zum Treffer, weil Torwart Platins schier über sich hinauswuchs.
Fürth startete furios in die zweite Halbzeit, eine Chance jagte die andere. Aber es nützte nichts: Die Kleeblätter konnten ihren Vorsprung einfach nicht ausbauen. Platins rettete in allen brenzligen Situationen. Es gab zahlreiche Chancen für die Grün-Weißen, die sie jedoch nicht umsetzen konnten. Schade!
So kam Fürth am Ende gegen Bielefeld nicht über ein 1:0 hinaus. Aber was sollÂŽs? Ein Sieg musste her, und den haben die Kleeblätter geschafft! Sie haben damit weiterhin Chancen auf den dritten Platz. Der Aufstiegskampf ist also noch längst nicht ausgefochten, und Fürth mischt weiter dabei mit! Jetzt heißt es: nicht locker lassen! Dann wird sich auch Bochum warm anziehen müssen.

Apr

23

2011

Wie verhext: Kleeblatt macht schlapp!

Zu früh gefreut! Nach der stabilen Leistung der Spielvereinigung in den letzten Wochen schien die Chance auf den lange ersehnten Aufstieg in die Bundesliga zum Greifen nah. Und dann kam heute das Spiel gegen den – vermeintlich – schwächeren Gegner 1860 München. Was wurde da im Vorfeld nicht alles geschrieben, von einer Münchner Mannschaft, die ihren Kopf weniger auf dem Spielfeld hat als bei der finanziellen Situation des Vereins (denn es ist ja immer noch nicht geklärt, ob ein Investor einsteigt). Und von ach so beherzt aufspielenden Kleeblättern, die es endlich, endlich mal schaffen. Und dann hatten es die anderen, sprich: Bochum und Aue, auch noch verbockt und dem Kleeblatt eine Steilvorlage geliefert. Die Fürther Fans – wir Greutherweiber natürlich auch – witterten schon Morgenluft. “Wir können Historisches schaffen”, orakelte Trainer Mike Büskens im Vorfeld.

Aber nein, die Spielvereinigung hat das Match gegen 1860 München in der Allianz-Arena vor über 21 000 Zuschauern mit 3:0 verloren. Der Sündenbock ist für mich vor allem Mergim Mavraj, dem ein Foulelfmeter zu verdanken ist. Und der dann nach erneutem Foul in der 69.Minute auch noch die gelb-rote Karte sah. Insgesamt schafften es die Kleeblätter nicht, Chancen umzusetzen.
Die Kleeblätter liegen drei Spieltage vor Saisonende zwei Punkte hinter dem Tabellendritten, dem VfL Bochum. Ob sie die letzten Spiele gegen Absteiger Arminia Bielefeld, Oberhausen und Düsseldorf nervlich und spielerisch durchhalten, wird man sehen. Der Weg zum Relegationsplatz – er wird noch ein harter sein!

Nov

8

2010

Möhlmann goes to Ingolstadt

Veröffentlicht von kiki in der Kategorie Arminia Bielefeld, Benno Möhlmann, Eintracht Braunschweig, FC Ingolstadt, Michael BĂŒskens, Schalke 04, SpVgg Greuther FĂŒrth | Die Kommentarfunktion ist hier deaktiviert

Der Ex-Trainer der Spielvereinigung Benno Möhlmann wurde gestern als neuer Coach des Zweitligisten FC Ingolstadt vorgestellt. Nachdem Aufsteiger Ingolstadt am Freitag eine 1:2-Heimniederlage gegen Energie Cottbus kassiert hatte und mit mickrigen vier Punkten aus elf Spielen auf einem Abstiegsplatz steht, sah es für Trainer Michael Wiesinger schlecht aus. Und am Wochenende brachte die Vereinsführung dann Butter bei die Fische. Der FC Ingolstadt trennte sich von Wiesinger und auch von Co-Trainer Uwe Wolf.

20100205_arminia_spvgg_0129Möhlmanns Trainerlaufbahn begann bereits 1988 beim Hamburger SV als Nachwuchs- und Co-Trainer, 1992 wurde er zum Cheftrainer befördert. Ende 1995 beim Hamburger SV beurlaubt wechselte er wenig später in die Regionalliga zu Eintracht Braunschweig, wo er bis 1997 als Trainer tätig war. Anschließend trainierte er von 1997 bis 2000 unsere Kleeblätter, bevor er von 2000 bis 2004 Arminia Bielefeld coachte. Im Februar 2004 wechselte er zum zweiten Mal – bis Juni 2007 – zur SpVgg.

Nach einem Intermezzo in der Saison 2007/08  bei Eintracht Braunschweig übernahm er ab Mai 2008 erneut das Traineramt in Fürth, wo er Nachfolger von Bruno Labbadia wurde, der ihn erst ein Jahr zuvor selbst beerbt hatte. Nach einem fünften Rang in der Saison 2008/09 folgte der Absturz der Fürther auf Rang 15 zur Winterpause, so dass sich der Verein und Möhlmann am 20. Dezember 2009 auf eine Auflösung des Vertrags verständigten. Seitdem ist Michael Büskens am Ruder.

Beim FC Ingolstadt erhält Benno Möhlmann einen Vertrag bis zum Saisonende, der im Falle des Klassenerhalts automatisch um ein weiteres Jahr verlängert wird. Unterstützung erhält er von seinem neuen Co-Trainer Sven Kmetsch, der zuletzt als Jugendtrainer auf Schalke tätig war.

Möhlmann hat bei den Kleeblättern immer Format bewiesen und war für viele sportliche Erfolge verantwortlich. Hoffentlich muss er sich beim FC Ingolstadt nicht allzu warm anziehen (Foto), um den Klassenerhalt der “Schanzer” zu sichern.

Okt

7

2010

Schicksal eines Kleeblatt-Stürmers

Der Profi-Fußball ist ein harter Sport – in jeder Beziehung. Die gutbezahlten Spieler müssen nicht nur die Knochen für ihre Vereine hinhalten (aktuelle Beispiele: Michael Ballack, Raphael Schäfer und Bastian Schweinsteiger), nein, sich auf dem hart umkämpften Transfermarkt zu verkaufen, ist auch nicht immer einfach. Schicksale von Spielern, die sich durch gute Leistung und faires Verhalten auszeichnen und dann nach erfolgreicher Zeit im Profisport nichts mehr verloren haben, gibt es zahllose.

KioyoEin Beispiel für ein echtes Fußballer-Schicksal kam uns jetzt durch einen Kollegen-Tipp auf den Desktop: Francis Kioyo ist vielen Kleeblatt-Fans noch als Mitglied der Spielvereinigung ein Begriff. Der deutsche Spieler mit kamerunischen Wurzeln gehörte von 2000 bis 2002 dem Fürther Kader an. Er absolvierte 55 Spiele und schoss 10 Tore. Nach Zwischenstationen in Köln, bei 1860 München und Rot-Weiss Essen war Kioyo von 2005 bis 2008 im Team von Energie Cottbus, bevor er zum israelischen Erstligisten Maccabi Netanya wechselte. Nach Gastspielen in Augsburg (unser Foto zeigt den Stürmer in der Partie SpVgg gegen FC Augsburg im Jahr 2008) und beim Schweizer Club aus Aarau ist Francis Kioyo seit April dieses Jahres jetzt vereinslos. Um den Anschluss nicht vollkommen zu verlieren, trainiert er bei dem Brandenburgischen Oberligisten Germania Schöneiche mit. Außerdem versucht er, sich mit einem Privattrainer fit zu halten.

In seinem Heimatland hat Kioyo inzwischen auch keine Möglichkeit mehr, in der Nationalmannschaft eingesetzt zu werden: Durch den Verlust der kamerunischen Staatsbürgerschaft ist er nicht mehr für Länderspiele spielberechtigt. Da Kioyo über mehrere Jahre im deutschen Profifußball aktiv war, nannten ihn seine Kollegen in der Nationalmannschaft Kameruns übrigens – in Anlehnung an die „Deutsche Eiche“ – oft „Holzmann“.  Seit November 2007 besitzt Kioyo die deutsche Staatsbürgerschaft und verlor damit gleichzeitig die kamerunische Staatsbürgerschaft.

Ja, das sind echte Fußballer-Dramen, Francis Kioyo ist gerade mal 31 Jahre alt und soll jetzt schon auf dem Abstellgleis der Profi-Ligen stehen? Ein Jammer! Aber in der Gerüchteküche brodelt es. Vielleicht interesssiert sich ja der Zweitligist Arminia Bielefeld für Kioyo?
Was Francis Kioyo über seine fußballerische Vergangenheit noch zu erzählen hat, das kann man in diesem Interview nachlesen.

Feb

6

2010

Smoke on the Water in Bielefeld

Relativ frohgemut starte ich Freitagabend in Richtung Nürnberg, um dort ein Konzert zu besuchen. Frohgemut deshalb, weil das Spiel Arminia Bielefeld gegen die Spielvereinigung zu diesem Zeitpunkt noch ein sicherer Sieg für die Kleeblätter zu werden scheint. Aber schon im Auto wird der Ausgleich für die Mannschaft aus Ostwestfalen vermeldet. Na gut, beruhige ich mich, das Spiel dauert ja noch ein bisschen, Fürth wird es bestimmt noch schaffen. Im Hubertussaal in Nürnberg angekommen, treffe ich – an der Abendkasse stehend – Freunde aus Fürth. Es ist inzwischen 19.45 Uhr, und das Fußballspiel müsste zu Ende sein. Wie ging es aus? Per SMS wird der Endstand erfragt und unsere Gesichter sind auf einmal gar nicht mehr so glücklich: Das Kleeblatt hat einen Sieg verspielt und völlig unnötig mit 1:2 verloren.

Konzert Rocky SwingShow 056Kurz nach dem sportlichen Schock beginnt dann  das Konzert ”RockyHorrorSwingShow” mit Budde Thiem und seinem Orchester.  Die LittleBigBand spielt Klassiker der Rockgeschichte gegen den Strich arrangiert und schafft es, dass der Abend auch für uns Kleeblatt-Fans keine Horror-Show wird.

Wohlweislich hatte ich es vermieden, dem Fürther Jazz-Musiker und Arrangeur Budde Thiem die Pleite der SpVgg noch vor seinem Auftritt zu verraten – das hätte seiner mentalen Form womöglich Abbruch getan. Thiem, der sich selbst nicht nur als Musiker, sondern als ”Glücksspieler, Comiczeichner,Textdichter und Alt-Fußballer” charakterisiert, sollte zumindest beim zweiten Song des Abends nicht seine eigene Kleeblatt-Seele meinen: “I can get no satisfaction.”  Auch im weiteren Programm zieht er immer wieder Paralleln zum Fußball, spricht von einer “8+1+1-Aufstellung” seiner Band und von der Sängerin Steffi Denk als “Frontfrau”.

Bekannte Songs ganz anders arrangiert, das klingt super. “Come together” von den Beatles in neuem Gewand oder “Die stolze Marie” alias “Proud Mary” machen den Abend zu einem Highlight. Die Musik mit Mambo-, Samba- und Rockrhythmen lässt selbst uns “Greuther-Weiber” vergessen, dass Stephan Loboué der Ball aus den Händen rutschte und er damit in Bielefeld nach Sami Allaguis tollem Tor und der starken Leistung der Mannschaft die Niederlage einleitete. Ähnlich wie bei “Smoke on the Water” von Deep Purple muss es für die Kleeblätter im Schüco-Stadion in Bielefeld gewesen sein: Man ist arglos, sieht zwar irgendwo weit entfernt Rauch aufsteigen, kann allerdings die Ursache dafür – ein Feuer – nicht einordnen. 

Kurzum: Wir werden, wie es vor einiger Zeit in (männlichen) Fußball-Kommentatoren-Kreisen immer wieder hieß, nach der Pleite von Bielefeld den “Mund abwischen” und uns auf das DFB-Pokal-Viertelfinale am 10. Februar gegen den FC Bayern München konzentrieren. Wer Lust hat, direkt nach dem Spiel in der Allianz-Arena Infos und Eindrücke vom Spiel aus der Sicht eines Fürthers, der im Stadion war, zu erfahren, der sollte unbedingt am Mittwochabend unseren “Greuther-Weiber”-Blog der “NZ” anklicken: Fürther sind bekanntlich “Born to be Wild” – und das werden sie auch in München unter Beweis stellen.

Copyright © 2009-2013 Nürnberger Zeitung · Die Greuther-Weiber

Powered by Wordpress