Freundschaftlicher 3:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli

SpVgg Greuther Fürth - FC Sankt PauliEs gibt Fußballabende, die sind voller Emotionen und Anspannung im Vorfeld und während des Spiels – ich denke nur an das Frankenderby vor drei Wochen gegen den 1. FC Nürnberg im Ronhof. Die gesamte Stadt Fürth war wie im Belagerungszustand, mit einem riesigen Polizeiaufgebot und stundenlang kreisenden Hubschraubern über dem Stadion.
Dagegen hatte die Stimmung gestern wieder mehr sportlichen Charakter, sie war entspannter und freundschaftlicher. Die Spielvereinigung empfang den FC St.Pauli im Stadion am Laubenweg. Das Spiel ging – ganz im Sinne der Fürther Fans – verdient mit 3:0 aus. Damit liegt das Kleeblatt-Team auf dem siebten Tabellenplatz und – besonders wichtig! – vor dem Club. Mit 9:4 erzielten Toren in vier Spielen ist die SpVgg vom Torverhältnis her pari mit Tabellenführer VfL Bochum. Und nur einen Punkt von der Tabellenführung entfernt.
Gut 14.300 Zuschauer waren gestern Abend im Ronhof, eigentlich hätte man mit “Full House” rechnen können, aber es sind ja immer noch viele in den Sommerferien. Einen guten Einstieg in die Partie hatten beide Mannschaften, aber das erste Tor in der 21. Minute schaffte Fakten: Niko Gießelmann gab eine Flanke nach Maß an Kacper Przybylko, die der Pole mit dem Kopf souverän ins Tor vom FC St. Pauli beförderte. Das war das zweite Tor des neuen Fürther Stürmers im vierten Spiel. Noch jubelten die Kleeblattfans, als der aufgerückte Zsolt Korcsmar nach einer punktgenauen Stiepermann-Hereingabe zur Stelle war und auf 2:0 erhöhte.
Das war für die Hamburger ein harter Schlag. Dem konnten nicht einmal die zahlreichen Ex-Kleeblätter im Hanseatenteam – Nehrig, Nöthe und Sobiech – etwas Substantielles entgegensetzen. Und auch nach der Pause kamen die Paulianer nicht besser ins Spiel. Dafür krönte Florian Trinks mt einem preisverdächtigen direkten Freistoß (Foto) den Heimerfolg zum 3:0. Bedauernswert war für mich der Keeper vom FC St.Pauli. Philipp Tschauner ist gebürtiger Schwabacher und verbrachte seine Jugend und seine Anfänge im Profifußball in Nürnberg, wo er sämtliche Jugendmannschaften durchlief. Tschauner musste gestern drei Mal hinter sich greifen, und nur mit einer guten Parade in der 89. Minute gegen den eingewechselten Neu-Fürther Robert Zulj konnte er das Totaldebakel seines Kiez-Klubs verhindern. Außerdem: Hoffen wir, dass die verlorene Partie nicht den St.-Pauli-Coach Roland Vrabek seinen Job kosten wird!
Insgesamt eine schnelle und sehenswerte Partie. Mir persönlich hat Stephan Schröck mal wieder gut gefallen, der mit schnellen Dribblings und Schlenzern um seine Gegenspieler dem Spiel seinen Stempel mit aufdrückte.

Am Wochenende ist wegen des morgigen Spiels gegen den WM-Finalgegner Argentinien Länderspielpause. Erst am Sonntag, 14. September, ist die Spielvereinigung in der Zweiten Liga wieder am Drücker. Dann in einem Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen. Zur Überbrückung der Zeit gastiert das Kleeblatt aber am Donnerstag, 4.September, um 17.30 Uhr zu einem Freundschafts-/Testspiel bei der SpVgg Ansbach im Sportpark PIRGOL in Ansbach.

Ein Knopf im Ohr wirkt manchmal Wunder!

Faengesaenge_hoerenDas Top-Spiel gegen den FC St. Pauli am kommenden Montag, 1. September, ab 20.15 Uhr im Fürther Ronhof rückt unaufhaltsam näher. Gott sei Dank. Alle Kleeblattfans freuen sich auf die Begegnung und sind davon überzeugt, dass die 0:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt am letzten Sonntag nur ein Ausrutscher war.

Wenn man mit offenen Augen durch Fürth geht, stößt man immer wieder auf Indizien, dass sich immer mehr Bewohner und Geschäftsinhaber der Kleeblattstadt seit dem großen Erfolg der Spielvereinigung zunehmend mit dem Thema “Fußball” identifizieren. Und das liefert uns dann immer wieder gute Aufhänger für den “Greuther-Weiber-Blog”.
So habe ich heute zum Beispiel ein witziges Plakat in der Fürther Königstraße gesehen: Ein Laden, der sich mit Hörsystemen beschäftigt (und sowohl für Discofreaks als auch für viele ältere Semester bestimmt ein Segen ist), wirbt dafür, dass man bald wieder “Fangesänge hören” kann.  Stimmt, das wäre doch zu schade, wenn man nach einem Tor von Stephan Schröck oder einer gelungenen Parade von Torwart Wolfgang Hesl nicht mitbekäme, wie Tausende Kleeblattanhänger im Stadion ihrer Mannschaft zujubeln. Oder – noch schlimmer – man könnte weder der Aufforderung “Steht auf, wenn Ihr Fürther seid” Folge leisten noch in die Hymne “Weil wir vom Ronhof sind” einstimmen.
Wer also befürchtet, am Montag nach den (hoffentlich zahlreichen) Toren im Heimspiel gegen die Hanseaten die Fangesänge der Kleeblattanhänger nicht hören zu können, der sollte schnell noch etwas unternehmen…

Mavraj-Nachfolger gefunden: Florian Mohr kommt nach Fürth

Die beiden Relegationsspiele liegen gerade ein paar Tage zurück, Fürth erholt sich allmählich vom zerbrochenen Traum des Wiederaufstiegs in die Bundesliga. Aber die Spielvereinigung schläft nicht. Seit heute ist bekannt, dass Florian Mohr noch in dieser Woche einen Dreijahresvertrag beim Kleeblatt unterschreiben wird. Der 29-Jährige spielt (noch) beim FC St. Pauli. Seine Aufgabe wird es sein, Verteidiger Mergim Mavraj zu ersetzen, der ja ab der kommenden Saison für den 1. FC Köln aufläuft. Florian Mohr wird ablösefrei nach Fürth kommen.

Der Abwehrspieler stammt aus Hamburg, wo er in der Jugend für den SC Eilbek Hamburg und von 1994 bis 2004 für Concordia Hamburg spielte. 2003 wurde er zu Hamburgs Amateur-Fußballer des Jahres gewählt. 2004 wechselte Mohr zu Werder Bremen, wo er zeitweise dem Profikader angehörte. Bis zu seinem Wechsel im Sommer 2008 zum damaligen Drittligisten SC Paderborn 07 wurde er aber ausschließlich in der Bremer U-23-Nachwuchsmannschaft eingesetzt. Die Paderborner stiegen 2009 in die 2. Bundesliga auf, und auch dort behauptete Mohr seinen Stammplatz in den kommenden beiden Jahren. Bereits in der Winterpause der Saison 2011/12 unterschrieb Mohr einen Vertrag bis 2014 beim FC St. Pauli und wechselte dann zur Saison 2012/13 zurück in seine Heimatstadt Hamburg. In seiner ersten Spielzeit für den Kiezverein war er 18 Mal auf dem Platz und schoss drei Tore. Doch die zurückliegende Saison war für Mohr eher deprimierend: er kam nur elf Mal zum Einsatz.

Vom Engagement beim Fürther Kleeblatt erhofft sich Florian Mohr mit Sicherheit einen festen Stammplatz im Team. Die Position von Mergim Mavraj einzunehmen, ist aber nicht einfach. Hat der doch in der letzten Saison oft Schlimmeres vor dem Fürther Tor verhindern können. Auf jeden Fall ist die Spielvereinigung dabei, ihren Kader mit ambitionierten Spielern für die neue Spielzeit aufzufüllen. Beruhigend!

137 entscheidende Sekunden fürs Kleeblatt

137 ist meine Glückszahl und Autonummer – und genau so viele Sekunden hat es heute gedauert, bis das Kleeblatt aus einem 0:1-Rückstand ein 2:1 machte. Ein spannendes, schnelles Spiel gegen den FC St. Pauli, die ja eigentlich eine “befreundete” Mannschaft ist. Die uns, und denen wir aber auch nichts schenken.
Mit Euphorie fuhren einige Kleeblattfans schon gestern oder heute früh nach Hamburg, um ihrem Team lautstark den Rücken zu stärken. 28 000 Zuschauer am Millerntor – das hat was und vermittelt allen wieder ein bisschen “Erstliga-Feeling”.

Nach dem Anpfiff passierte tormäßig lange nichts. Umso mehr Gelbe Karten verteilte der Berliner Schiedsrichter Daniel Siebert, als ob er hier kein Spiel von potenziellen Aufsteigern pfeifen, sondern kleinen Schuljungs Manieren beibringen müsste. Natürlich versuchten beide Teams, mit Verve und Leidenschaft das Geschehen zu bestimmen. Am Ende hatte Mr. Sensibel vier Gelbe Karten an St. Pauli und sogar sechs an die SpVgg verteilt (je eine  erhielten Nikola Djurdjic – Foto – und Keeper Wolfgang Hesl).

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete, doch in der 66. Minute traf Sebastian Schachten das Fürther Tor: Buchtmann hatte einen Freistoß vom rechten Flügel an den zweiten Pfosten gehoben, Brosinski schwächelte kurz und Schachten zögerte nicht lange. Er drosch den Ball aus fünf Metern über die Linie – Abseits oder nicht Abseits, das war hier die Frage.
Die SpVgg schien konsterniert, reagierte dann aber eiskalt: Benedikt Röcker köpfte einen Brosinski-Freistoß in der 75. Minute aus fünf Metern Entfernung ins Tor. Und nur 137 (!) Sekunden später traf Ilir Azemi aus sechs Metern mit einem Kopfball zum 2:1. Das Kleeblatt wähnte schon den Sieg in der Tasche, da schlugen die Hamburger kurz vor Schluss doch noch noch einmal zu: Der eingewechselte Maier drehte einen Freistoß von links nach innen, Gonther köpfte auf die Brust von Markus Thorandt, von dort sprang der Ball ärgerlicherweise ins Netz.
Das packende Duell zwischen zwei möglichen Aufsteigern endete 2:2 unentschieden. Respekt, wenn man bedenkt, wie viel Kondition und Kraft eine Englische Woche den Spielern abverlangt. Am 29. Spieltag – Montag, 7. April, um 20.15 Uhr –  tritt das Kleeblatt beim FC Ingolstadt an. Wir warten das locker ab – und beobachten mit Interesse, wie sich die anderen Aufstiegsaspiranten bis dahin so machen!

Ein wichtiger Punkt gegen Union Berlin

Das Heimspiel gegen Union Berlin in der Trolli ARENA war in den ersten 45 Minuten etwas dickflüssig und träge, obwohl die Spielvereinigung defensiv kaum Schwächen zeigte. Aber die zweite Halbzeit war für meinen Geschmack superspannend. Vor über 11 500 Zuschauern war den Gästen durch Soeren Brandy in der 43. Minute das Führungstor gelungen. Und es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, dass Trainer Frank Kramer in der Halbzeitpause zu tun hatte, seine Jungs zu motivieren. Das gelang ihm offensichtlich gut, denn in der 56. Minute traf Ilir Azemi nach einer Vorlage von Benedikt Röcker per Kopfball ins Berliner Tor zum 1:1-Ausgleich. Azemi – das habe ich ja schon nach dem Spiel gegen den VfL Bochum angemerkt – entwickelt sich zunehmend zum Joker im Kleeblatt-Team. Er ist immer für ein überraschendes Tor gut und schafft es, sein Team auch nach einem Rückstand wieder ins Spiel zu bringen (Foto). Mindestens genauso überzeugend war für mich heute Zoltan Stieber. Er hatte eine um die andere gute Chance, aber leider mit an sich tollen Schüssen nie das Glück, auch einen Treffer zu erzielen.
Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Insgesamt ist die Spielvereinigung nicht druckvoll genug und muss sich mehr auf ihre spielerischen Werte besinnen. Die Partie gegen den FC Union Berlin endete 1:1 unentschieden, wenngleich das Kleeblatt zum fünften Mal in Folge ungeschlagen blieb. Mit einem Wermutstropfen: Mergim Mavraj musste in der ersten Minute der Nachspielzeit nach einem Foul an Brandy mit Gelb-Rot vom Platz. Schade!
Nachdem der SC Paderborn am letzten Freitag gewonnen hat, sind die Verfolger – wenn sie auch anders heißen als vor zwei Wochen – der Spielvereinigung immer noch dicht auf den Fersen. Denn heute hat der FC Sankt Pauli Fortuna Düsseldorf mit 2:0 besiegt, d.h. die Hamburger liegen drei und die Paderborner zwei Punkte hinter den Fürthern.

Am kommenden Freitag, 21. Marz, geht’s mit dem 26. Spieltag weiter, und die Spielvereinigung reist zu Dynamo nach Dresden. Die sind im Moment Tabellenvorletzter und werden mit Sicherheit alles daran setzen, wichtige Punkte auf den Relegationslatz zu erstreiten. Also: Aufpassen und bitte keine Leichtsinnsfehler!

Jetzt geht’s den Zweitliga-Trainern an den Kragen

Seit einigen Wochen weht ein rauer Wind in der zweiten Bundesliga. Nachdem unter anderen schon die Trainer Markus von Ahlen, Oliver Schäfer, Marco Kurz, Michael Henke an die Luft gesetzt wurden, und gestern Energie Cottbus ihren Trainer Rudi Bommer entließ, hat es heute Michael Frontzeck vom FC. St. Pauli erwischt. Der Grund sind angeblich unterschiedliche Auffassungen über die Entwicklung des Klubs. Und: Es gab Ärger um die Vertragsverlängerung des Coaches. Das Team steht derzeit auf dem achten Tabellenplatz. Ich finde die Beurlaubung Frontzecks ausgesprochen bedauerlich, da die Mannschaft in den letzten Wochen ja gar nicht so schlechte sportliche Leistungen gebracht hat. Ich denke nur an die Begegnung mit der Spielvereinigung am 20. Oktober, die die Hambuger Kiezmannschaft (leider) mit 4:2 für sich entschieden hat (siehe unser Blogbeitrag).

Auf der “Abschussliste” stand bis gestern Nacht ja auch der Ex-Coach des Kleeblatts: Mike Büskens. Sein Verein – Fortuna Düsseldorf – hat sich in dieser Saison schlecht entwickelt. Die Elf von Büskens verlor vor knapp zwei Wochen 1:6 gegen den SC Paderborn und am vergangenen Freitag 0:1 beim VfR Aalen. Die Absteigermannschaft rangiert aktuell mit 16 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz.
Schon am vergangenen Wochenende wurde von verschiedenen Medien kolportiert, dass Büskens’ aktive Trainerzeit in Düsseldorf nicht mehr lange dauern soll. Wie der “Kicker” heute mitteilt, bleibt bei Fortuna Düsseldorf “alles beim Alten”. Die Vereinsspitze des kriselnden Zweitligisten habe sich am späten Dienstagabend zum Trainer der Düsseldorfer bekannt. Man werde “die geeigneten Mittel” finden, um “die Mannschaft aus dieser Lage herauszuführen”, heißt es  in einer Mitteilung des Bundesliga-Absteigers.

Noch ein Veranstaltungstipp: Heute Abend findet ab 19 Uhr der Fanstammtisch mit Rouven Schröder, Frank Kramer und Stephan Fürstner statt. Ort: VIP Nord in der Trolli ARENA.

Ausgerechnet der “Tatort” aus Münster

Für Kleeblatt-Fans war gestern kein guter Tag. Nachmittags verlor die Spielvereinigung zu Hause mit 2:4 gegen den FC St. Pauli. Eigentlich ja ein Verein, dem Fürther Fußballanhänger Sympathie entgegenbringen. Aber so weit geht die “Liebe” nicht. Ein Spiel will man gewinnen – auch das gegen den Kiez-Club aus Hamburg.

Abends dann will man sich vor dem Fernseher erholen und die Woche doch noch entspannt und versöhnlich abschließen. Auf dem Programm steht der „Tatort“ aus Münster mit dem skurrilen Gerichtsmediziner Professor Börne und Kommissar Frank Thiel. Letzterer wird von Axel Prahl (Foto: WDR)  gespielt – dieses Tatort-Team gehört mit über 12 Millionen Zuschauern zu den beliebtesten in der ARD.

Der Krimi beginnt auch ganz spannend, aber Kleeblattfans war spätestens dann die Stimmung verhagelt, als Kommissar Thiels Handy klingelte. Er hat nämlich die Melodie “Auf der Reeperbahn nachts um halb eins” als Klingelton. Und ganz vorbei mit der guten Laune war es, als Thiel eines seiner St. Pauli-T-Shirts trug. Weil der Schauspieler Sympathisant des Kiezklubs ist, zeigt er sich bei seinen Ermittlungen oft im St. Pauli-Outfit – mal mit “Retter”-, mal im Totenkopf-Shirt.
Sein Faible für St. Pauli – so habe ich in einem Artikel der Hamburger Morgenpost gefunden – begann im Alter von „15, 16 Jahren“. Prahl: „Ich bin in Eutin geboren und in Neustadt an der Ostsee groß geworden. Von dort aus habe ich oft Freunde in Hamburg besucht. Mit denen war ich dann am Millerntor. Im alten Stadion fand ich es klasse, dass man auch in der 15. Reihe immer noch hautnah am Spielfeld dran war.“ Anschließend sei er gern ins “Grünspan” auf den Kiez gegangen und habe sich Konzerte zum Beispiel von der Folk-Rock-Band „Ougenweide“ reingezogen.
Naja, wir Fürther zeichnen uns ja schon seit Jahrhunderten durch unsere Toleranz aus. Und das gilt auch beim Fußball. Zumindest meistens…
Wer sich Kommissar Thiels Klingelton – von Tausenden St.-Pauli-Fan-Kehlen gesungen – noch mal anhören möchte, bitte:
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Es ging leider doch schief!

Nein, es war kein Zweckoptimismus, dass ich beim heutigen Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit einem Sieg, sogar einem hohen Sieg (4:1) gerechnet habe. Ich war vielmehr nach der 1:2-Niederlage in Düsseldorf zuversichtlich, dass das Kleeblatt die Länderspielpause gut genutzt und neue Kräfte getankt hat.

Das Spiel startete gut, aber schon in der 12. Minute traf Sebastian Maier für die Hanseaten ins Tor von Keeper Wolfgang Hesl und eröffnete damit ein torreiches Spiel. Das Kleeblatt agierte druckvoll, versuchte viel und wurde dann auch zwölf Minuten später mit dem Ausgleich durch Stephan Fürstner belohnt. Nervig für alle Beteiligten war im Laufe der Partie der starke Regen, den eigentlich kein Wetterbericht vorhergesagt hat. Der tat zwar der Stimmung bei den Kleeblattfans im mit gut 14.000 Zuschauern besetzten Stadion kaum Abbruch. Aber das half der SpVgg wenig, das Team von St. Pauli war konzentrierter und effektiver.

Nach der Halbzeitpause wechselt St.-Pauli-Coach Michael Frontzeck den angeschlagenen Ex-Fürther Bernd Nehrig aus – Kevin Schindler kam für ihn auf den Platz, und damit sollte das Verhängnis beginnen. Im Abstand von nur acht Minuten traf er zwei Mal und ließ Hesl keine Chance. Beim dritten Tor in der 58. Minute hatte sogar Christopher Nöthe die Vorlage zum Tor geliefert – er hegt offenbar keine sentimentalen Gefühle mehr für seinen ehemaligen Verein. Florian Trinks gelang es dann in der 78. Minute, den 2:3-Anschlusstreffer zu erzielen. Aber in der Trolli-Arena war klar: Hier konnte das Kleeblatt nichts mehr reißen. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit (90. +5.!!)  sah Torschütze Fürstner nach grobem Foulspiel gegen Lennart Thy die Rote Karte – er hatte sein Bein  zu hoch und traf seinen Gegenspieler an der Brust. Und dann knallte Fin Bartels zum 4:2 ins Tor der Spielvereinigung. Die Enttäuschung nach Spielende war beim Kleeblatt entsprechend groß (Foto).
Ich muss also einiges zurücknehmen, was ich gestern in meinem Blogbeitrag geschrieben habe. Wenn jemand den Mund zu voll genommen hat, dann waren das nicht die Hamburger, sondern ich.

Schon nächsten Freitag, 25. Oktober, empfängt das Kleeblatt um 18.30 Uhr Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt beim nächsten Heimspiel. Ich bin ja versucht, zu schreiben, da kann nichts schief gehen, aber…

Morgen kann in Fürth nichts schief gehen!

Das Wetter morgen beim Heimspiel zwischen der Spielvereinigung und dem FC St. Pauli soll ganz gut sein. Auf jeden Fall erwartet man viele Fans aus Norddeutschland im Ronhof. Und das Spiel verspricht auch sportlich ein echter Knaller zu werden, denn die Begegnungen zwischen dem Kleeblatt und St. Pauli haben immer etwas Prickelndes.

Feierbiester können sich schon heute Abend und morgen Vormittag in der Fürther Gustavstraße adäquat auf den Fußballnachmittag einstimmen. Das Gasthaus “Zum Gelben Löwen” in der Fürther Altstadt hat sich ja schon länger zur Lieblingskneipe von Kleeblattanhängern gemausert  – “Die kultigste aller Gustavschdrassnkneipn! Mo mer als Fädder einfach kenner!”. (Der Fotograf unseres Fotos hat den denkwürdigen Moment im April 2012 eingefangen, als klar war, dass die Spielvereinigung in die Bundesliga aufsteigt. Damals haben viele Fans und auch der Fürther OB Thomas Jung im “Gelben Löwen” die TV-Übertragung gesehen und danach auf den Erfolg angestoßen.)
Also: Besagtes Lokal lädt heute über Facebook ein:

“Zum sonntäglichen Punktspiel gegen St. Pauli wird sich die Gustavstraße mal wieder in eine Außenstelle der Reeperbahn verwandeln. Um unsere Gäste gebührend zu empfangen, haben wir ein kleines Rahmenprogramm vorbereitet:
– Am Samstag Abend in der Löwenbar: Aufwärm-Training mit Xanthan Gum.
– Am Sonntag vor dem Spiel: Weißwurst-Empfang
– Am Sonntag nach dem Spiel: Trostpflaster-Trinken – denn die Punkte können wir leider nicht mitgeben.”

Die Reaktion aus Hamburg auf Facebook kam prompt: “Freuen uns, bei euch mal wieder Gas zu geben, kommen mit 8 Mann aus Hamburg! Und die Punkte nehmen wir mit!” Na, ich bin gespannt, ob dieser St.-Pauli-Anhänger den Mund nicht zu voll nimmt. Denn – wie die meisten Kleeblattanhänger – tippe ich auch auf einen deutlichen Sieg der Spielvereinigung: 3:1 oder 4:1 – das hätte doch was! (Greuther-Weib “uwo” tippt allerdings nur auf ein 2:1 – schau mer mal!)

Wiedersehen mit Ex-Teamkollegen

Am kommenden Sonntag, 20. Oktober, empfängt um 13.30 Uhr die Spielvereinigung den FC St. Pauli in der Trolli Arena – eine Mannschaft, mit der die Kleeblattfans auf freundschaftlichem Fuß stehen. Nichtsdestotrotz werden die Kleeblatt-Profis natürlich alles daran setzen, um das Spiel zu gewinnen. Vor allem nachdem die Partie gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:2 verloren ging. Die Hamburger stehen aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz und müssten eigentlich zu schlagen sein! Mindestens 14.000 Zuschauer werden erwartet. Ist das Wetter gut, werden sicher noch einige Zuschauer spontan den Weg zum Ronhof einschlagen.

Die Fürther Fans sind auf jeden Fall auf das Wiedersehen mit Christopher Nöthe (Foto) gespannt. Er war vier Jahre lang im Fürther Kader bevor er in dieser Saison zum Millerntor wechselte. Auf der St.-Pauli-Website kommentiert Nöthe die Begegnung mit seinem Ex-Verein so :
„Für mich wird es ein ganz normales Spiel und kein emotionales Highlight… Der Höhepunkt meiner Zeit in Fürth war natürlich der Bundesliga-Aufstieg im Sommer 2012. Die vergangene Saison kann man aber als Tiefpunkt bezeichnen“.

Nöthe verweist auch auf den im Sommer vollzogenen Umbruch der SpVgg, als 19 Spieler den Verein verließen und 14 Neuzugänge präsentiert wurden. Entsprechend wird Nöthe seinem Cheftrainer Michael Frontzeck auch „kaum Tipps geben können“, denn viel mehr als er wisse er auch nicht über den aktuellen Kader.
Außer mit Christopher Nöthe wird es am Sonntag auch zum Wiedersehen mit Bernd Nehrig und Rachid Azzouzi kommen. Der ehemalige Spieler und spätere Kleeblatt-Manager ist ja seit 2012 Sportdirektor bei FC St. Pauli.