“Schröcki” wechselt zu Eintracht Frankfurt

Alle Mutmaßungen, dass Stephan Schröck zur Spielvereinigung zurückkommen könnte, haben sich in Luft aufgelöst. Der Erstligist Eintracht Frankfurt und die TSG 1899 Hoffenheim haben sich über einen sofortigen Wechsel des Defensivspielers zur Eintracht geeinigt. “Schröcki” – wie ihn Kleeblattfans liebevoll nennen – wurde in Schweinfurt geboren und hat philippinische Wurzeln. Von der DJK Schweinfurt, für die Schröck in der Jugend spielte, wechselte er in die B-Jugend der SpVgg und stand in der Saison 2004/05 erstmals im Kader der Fürther Profimannschaft. Zum Ärger vieler Fürther Anhänger wechselte der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler in der Saison 2012/13  nach Hoffenheim. In seiner Bilanz machen sich vor allem sieben Einsätze (ein Tor) in der philippinischen Nationalmannschaft gut. Stephan Schröck erhält bei Eintracht Frankfurt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Über die Ablösemodalitäten haben die beteiligten Vereine Stillschweigen vereinbart.
Frankfurts Trainer Armin Veh ist vermutlich von dem erfolgreichen Wechsel sehr angetan. Die Gerüchte der vergangenen Wochen, dass Schröck wie Coach Mike Büskens zu Fortuna Düsseldorf gehen könnte (wo ja jetzt auch Heinrich Schmidtgal spielt), haben sich also nicht bewahrheitet.

Spannung pur bis zum letzten Schweißtropfen!

Mann, das war wirklich einer der spannendsten Bundesliga-Spieltage dieser Saison. Ja, auch für das Kleeblatt – obwohl es schon vor der Partie gegen den FC Augsburg abgestiegen war.

Das Spiel in der SGL-Arena begann turbulent. Bei einem Konter in der 3. Minute kam Felix Klaus in den Strafraum, wurde von Klavan an den Hacken berührt – und Schiedsrichter Tobias Welz zeigte nach kurzem Überlegen auf den Elferpunkt. Edgar Prib trat an und verwandelte sicher ins rechte obere Eck. Jubel bei den angereisten Kleeblattfans. Aber der Elfmeter musste wiederholt werden, weil Park zu früh in den Strafraum gelaufen war. Prib trat wieder an, schoss dieses Mal in das linke untere Eck, und Torwart Manninger parierte (Foto). Frust für das Fürther Team, das trotzdem versuchte, sich nicht hängen zu lassen: Die Mannschaft ließ den Augsburgern wenig Spielraum, denen gelang es aber dann bei der ersten wirklichen Torchance durch Werner doch, das 1:0 zu machen.
Nach der Pause erst mal Geplänkel auf beiden Seiten, gute Aktionen des FCA. Keeper Wolfgang Hesl konnte aber zunächst die Situation immer retten. Doch in der 55. Minute kam es, wie es kommen musste: Der FCA traf zum zweiten Mal in das weiß-grüne Tor und hatte jetzt schon das Gefühl, den Nichtabstiegsplatz erreicht zu haben. (Zumal Fortuna Düsseldorf gegen Hannover 96 hinten lag.) Fürth gab jedoch nicht auf und preschte nach vorne. Nach einem unglücklichen Abwehrversuch der Augsburger Hintermannschaft verkürzte Florian Trinks (heute zum ersten Mal in der Startelf der SpVgg aufgestellt) auf 1:2. Aber der Koreaner Ji setzte eine Viertelstunde vor Schluss noch einen drauf und machte für den FCA das 3:1. Das sollte dann auch der Endstand bleiben.

Noch spannender war dieser letzte Spieltag für den BVB, der mit stolzer Brust gegen 1899 Hoffenheim angetreten war und sich – so deren Trainer Jürgen Klopp – sicher glaubte, die Hoffenheimer mit Fürth in die zweite Liga zu schicken. Aber es kam ganz anders. Keeper Weidenfeller bekam Rot, der anschließende Elfmeter war im BVB-Tor und flupp: Hoffenheim führte mit 1:2 und roch Morgenluft. Und so blieb es auch nach einem Tor des BVB, das nicht gegeben wurde, bis zum Schluss. Mit der Spielvereinigung ist ganz überraschend, quasi in der letzten Minute, Fortuna Düsseldorf abgestiegen, 1899 Hoffenheim ist in der Relegation.

Doch eines muss man dem Kleeblatt zugute halten: In den 34 Spielen dieser Bundesliga-Saison hat die Mannschaft (fast) immer engagiert und leidenschaftlich gespielt und Rückgrat gezeigt. Unterm Strich fehlte aber die Bundesligaqualität. Wir hoffen auf eine gute Saison in der zweiten Liga – und werden das Kleeblatt auch dann wieder mit oft aufmunternden und manchmal kritischen Blogbeiträgen begleiten. Danke an das Team, an Trainer Frank Kramer und auch – das sollten wir nicht vergessen! – an Mike Büskens für ein aufregendes Jahr in der Ersten Liga!

Wird der FC Augsburg am Kleeblatt scheitern?

Was hätten wir uns alle vor einigen Monaten auf ein Spiel zwischen der Spielvereinigung und dem FC Augsburg gefreut – Bayern-Derby (dieser Begriff ist für meinen Geschmack inflationär, da es ja vier bayerische Mannschaften in der Bundesliga gibt). Morgen Nachmittag um 15.30 Uhr treten in der SGL arena die beiden Kellerkinder gegeneinander an. Aber in der Brust vieler Kleeblatt-Spieler und -fans schlagen zwei Herzen. Zum einen wäre im letzten Saisonspiel in der Ersten Liga ein Sieg der SpVgg ein versöhnlicher Abschluss. Andererseits:  Für den FCA geht’s ums Ganze. Denn bei einem Sieg hätten die Augsburger zumindest den Relegationsplatz sicher. Eine Niederlage, und der direkte Abstieg droht. Und diese Niederlage ist nicht unmöglich, immerhin belegt die abgestiegene SpVgg Platz elf in der Auswärtstabelle. Das Hinspiel im Dezember ging 1:1 aus.
Die Spekulationen und Ergebnis-Szenarien laufen auf Hochtouren. Borussia Dortmund spielt zeitgleich gegen den Tabellenvorletzten, 1899 Hoffenheim. Und BVB-Coach Jürgen Klopp hat schon verlauten lassen, dass sein Team alles auf Sieg setzt, um (unter anderem) dem FC Augsburg den Klassenerhalt zu ermöglichen. Und ein großer bayerischer Radiosender mutmaßt, dass die Spielvereinigung im bayerischen Derby alle Fünfe gerade sein lässt und dem FCA die wichtigen Punkte schenken wird. Spannend wird es auch für Fortuna Düsseldorf, die punktgleich mit dem FCA auf Platz 15 liegt und damit auch ums Überleben kämpft. Verlieren Düsseldorf und Augsburg, dann könnte Hoffenheim bei einem Sieg sogar noch den heiß ersehnten Klassenerhalt schaffen.
Es ist eigentlich egal, ob das Kleeblatt morgen gewinnt oder nicht: Abgestiegen ist Fürth ohnehin. Aber so ein Sieg am Schluss der Bundesligasaison, das hätte was! Auf jeden Fall wird es ein spannender Nachmittag, und um 17.20 Uhr wissen wir alle mehr!

Apokalypse now in Fürth

Fürther Fans versuchten in der Vergangenheit immer wieder, ihre Verzweiflung mit Feiern zu kompensieren. So kam es mir auch heute vor: Das Kleeblatt verlor bei der zum “vorzeitigen Endspiel” hochstilisierten Begegnung gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 0:3. Trotzdem machten einige Kleeblattanhänger im Ronhof aus der Niederlage das Beste und versetzten sich selbst in Feierlaune.

Das Spiel: Ein Debakel auf ganzer Linie. Das erste Tor für den Tabellenvorletzten fiel in der 10. Minute durch Roberto Firmino und schon sechs Minuten später klingelte es wieder in Max Grüns Kasten. Er hatte heute für den verletzten Wolfgang Hesl einspringen müssen und wird sich jetzt vermutlich einiges anhören dürfen. Doch ihm kann man gar nicht den großen Vorwurf machen. Es ist das Versäumnis der Stürmer, der gesamten Mannschaft, dass es praktisch zu keiner wirklich ernsten Chance vor dem Hoffenheimer Tor kam. So ähnlich schreibe ich jetzt schon – gebetsmühlenartig – seit 25 Spielen und allmählich gibt es auch nichts mehr zu diskutieren. Die Spielvereinigung ist offenbar spielerisch nur auf Zweitliganiveau, einfach nicht erstklassig.
Heute hätte man – nach der Steilvorlage des Clubs mit dem Sieg gestern gegen den FC Augsburg – die Chance nutzen können, nein: müssen, und endlich den ersten Heimsieg einfahren. Aber nein, es fiel in der 50. Minute sogar noch ein drittes Tor, und beinahe hätte es in der 65. Minute noch mal gescheppert.

Schade, schade, die Situation ist traurig, die Perspektive praktisch hoffnungslos. Wer auch immer bis Mitte nächster Woche den Trainerjob beim Kleeblatt übernehmen wird: Er kann eigentlich nur noch die letzten beiden Tabellenplätze verwalten und versuchen, dass man in den restlichen neun Spielen noch das eine oder andere Tor schießt. Den Klassenerhalt zu schaffen, das liegt in weiter Ferne.
Gerade fragt einer auf Facebook “Warum hat man den Mike Büskens eigentlich entlassen?”. Darauf fällt uns Greuther-Weibern auch keine vernünftige Antwort ein!

Heute: Max Grün für Hesl im Tor

Kurz vor einer der wichtigsten Begegnungen der Spielvereinigung muss das Team mit einer Hiobsbotschaft klarkommen: Der Einsatz von Wolfgang Hesl im heutigen Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim ist mehr als fraglich. Der in den letzten Spielen so erfolgreiche Torwart musste gestern das Training nach einem Zusammenstoß mit Johannes Geis und einer möglichen Verletzung der Schulter abbrechen. Ob er heute Nachmittag im Kleeblatt-Tor steht, entscheidet sich erst kurzfristig. In der aktuellen Aufstellung ist allerdings schon Max Grün als Keeper aufgeführt.
Das heutige Heimspiel wird mit Sicherheit als eines der Schicksalsspiele in die Geschichte der Spielvereinigung eingehen. Nach 24 Erstliga-Begegnungen weist das Kleeblatt eine sehr negative Bilanz auf:  Zwei Siegen – gegen Mainz o5 und Schalke 04 – stehen acht Unentschieden und 14 Niederlagen gegenüber. Zwar hat der FC Augsburg, der auf dem heiß ersehnten Relegationsplatz liegt, gestern (aus Fürther Sicht: glücklicherweise) gegen den Club verloren. Aber heute müssen die Kleebätter es aus eigener Kraft schaffen. Besiegen sie im Ronhof 1899 Hoffenheim, würden sie mit 17 Punkten und somit einem Punkt Vorsprung immerhin mal auf dem vorletzten Tabellenplatz rangieren.
Also: Der erste Heimsieg ist unbedingt notwendig, denn in den verbleibenden neun Partien kommen noch einige schwere Brocken auf die Mannschaft zu.

“IRON-MIKE-HONOR AND RESPECT-DAY”

Foto: K. HarderAm kommenden Samstag, 9. März 2013, findet ab 12.00 Uhr in der Fürther Gustavstraße eine besondere Aktion von Kleeblatt-Fans statt: Anlässlich des für Mike Büskens neu geschaffenen Ehrentags – dem “Iron-Mike-Honor & Respect-Day” – wollen Anhänger der Spielvereinigung Video-Botschaften für den “Aufstiegs-Coach” aufnehmen. Die will man dann zusammen mit besten Wünschen und ein paar persönlichen Schreiben Mike Büskens in Gelsenkirchen zukommen lassen. Mit dabei wird voraussichtlich auch der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung sein.
Der Event wird vor und im “Gelben Löwen” stattfinden, der seit der legendären Aufstiegsfeier am 16. April 2012 zum erklärten Kultlokal der Kleeblatt-Szene avanciert ist. “Schließlich fand hier auch die größte Party statt, die unser FÄDD je feiern durfte”.
Wer also Lust hat, dem beurlaubten Kleeblatt-Trainer Büskens etwas Persönliches nach Gelsenkirchen zu übermitteln, ist hier genau richtig. “Wer einfach nur’n GRÜNER vor’m “HoppenHEIMSPIEL” mit uns zischen möchte, um auf den bevorstehenden HEIMSIEG anstossen zu können, natürlich auch. Zusammen marschieren wir anschließend zum Ronhof”, so die Veranstalter/-innen auf youtube.
Ich finde, eine witzige Aktion. Denn  – sind wir mal ehrlich: Hat man sich in Fürth eigentlich angemessen von Mike Büskens verabschiedet?

Fußballgeschichte in Fürth – trotzdem nur ein Punkt!

Ein paar Tage war ich auf der Sonneninsel Mallorca – bei herrlichem Spätsommerwetter und warmen Temperaturen. Aber selbst dort ließ mich die Spielvereinigung nicht los. Der erste Blick am vergangenen Samstagmorgen ins Internet, um herauszufinden, wie sie sich gegen den TSG 1899 Hoffenheim geschlagen hat. Greuther-Weib uwo hatte über das spannende Spiel geschrieben. Das Unentschieden war für mich ein Lichtblick am Horizont eines eher verhangenen Fürther Fußballhimmels.
Jetzt, zurück im leicht schneebepuderten Fürth, ging’s gleich wieder zur Sache: Werder Bremen kam in die Trolli Arena, und das Kleeblatt musste beweisen, dass das 3:3 in Sinsheim kein “Ausrutscher” war.
Und dann in der 8. Minute der historische erste Bundesliga-Heimtreffer der Spielvereinigung bei frostigem Schneetreiben: Nach einem Pass von Asamoah über Prib und Stieber traf Edu ins gegnerische Tor. Das ausverkaufte Stadion tobte, es war wie ein Befreiungsschlag für alle Kleeblattfans.
Doch dann tendierte das Spiel zusehends in Richtung Bremen, die Führung schien für den Aufsteiger eher schmeichelhaft zu sein. Und prompt traf Nils Petersen mit einem Kopfball für Werder eine Minute vor der Pause ins Tor, Max Grün hatte keine Chance.
In den zweiten 45 Minuten fing sich das Kleeblatt wieder. Ganz gute Aktionen von Asamoah und Stürmer Edu, der dann in der 61. Minute durch Pekovic ersetzt wurde. Die Mannschaft spielte leidenschaftlich und wusste sich vor allem im Mittelfeld zu behaupten. Trotzdem: Das spannende Spiel endete mit 1:1 unentschieden, und die Spielvereinigung ist nach dem 4:1-Sieg des VfL Wolfsburg leider, leider wieder Tabellenletzter.
Übrigens spielt am Sonntag der RCD Mallorca zu Hause in Palma gegen Real Madrid. Das mallorquinische Team liegt derzeit auf dem achten Rang der Primera Division-Tabelle. Sollte der RCD bei Saisonende den sechsten Platz erreichen – und die Spielvereinigung über sich hinauswachsen und genauso gut platziert sein, dann könnten die beiden Mannschaften in der Europa League aufeinandertreffen. Dann hätten wir einen super Anlass, einen Ausflug nach Palma zu machen! Aber: Das sind reine Zukunftsvisionen!

Ein Fußballspiel wie ein Krimi

Oh mein Gott! Dieses Spiel der Spielvereinigung gegen 1899 Hoffenheim hat wirklich an den Nerven gezerrt! Der erste Schock schon nach acht Spielminuten, als Roberto Firmino Hoffenheim früh in Führung schoss. Das Kleeblatt hatte die Partie mit so viel Schwung begonnen – doch der Elan war erst mal dahin.
Dann rissen sich unsere Jungs am Riemen und konnten das Ruder tatsächlich herumreißen. Nach und nach übernahmen sie wieder die Regie in der Begegnung – das war Balsam auf unsere Seele. Und es wurde belohnt, als dem Ex-Mainzer Zoltan Stieber in der 39. Minute der Ausgleich für Fürth gelang. Gut fürs Selbstvertrauen vor dem Halbzeitpfiff.
Die zweite Hälfte in der Rhein-Neckar-Arena glich über weite Strecken einem Krimi, die Ereignisse überstürzten sich regelrecht. Es war die verrückteste Partie des Kleeblatts seit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga. Obwohl die Fürther über weite Strecken spielerisch besser waren, ließen sie die Kraichgauer wieder in Führung gehen, diesmal durch Joselu (67.). Schon schien viel für einen Sieg der Gastgeber zu sprechen, als Edgar Prib den Anschlusstreffer landen konnte (84.)
In dieser Manier ging es Schlag auf Schlag weiter. Joselu brachte Hoffenheim durch seinen zweiten Treffer mit 3:2 nach vorn – und das in der 89. Minute! Es sollte trotzdem nicht das letzte Tor des Abends bleiben. Der für Stieber eingewechselte Lasse Sobiech köpfte das Leder in der 2. Minute der Nachspielzeit zum 3:3-Ausgleich für das Kleeblatt ins Hoffenheimer Tor – keine Chance für Torhüter Tim Wiese, der nach vier Spielen Verletzungspause wieder für Hoffenheim im Einsatz war. Und schon erklang der Schlusspfiff.
Unbeschreiblicher Jubel bei den Fürthern, Mike Büskens riskiert eine Verwarnung und rennt zu seiner Mannschaft aufs Spielfeld.
Das Kleeblatt holt sich einen verdienten Punkt und beeindruckt mit seiner Einstellung und seinem Kampfgeist. Bei aller Freude darüber muss man aber auch sagen: Zwei von den drei Hoffenheimer Toren waren so unnötig wie ein Kropf, es waren echte Geschenke an den Gegner. Und zu verschenken haben unsere Jungs derzeit nun wirklich nichts!

Nach dem Kärwa-Marsch das bittere Erwachen

Das Heimspiel am Kärwa-Wochenende ist für Fürther Fans immer was ganz Besonderes. Man ist gut drauf und will abends gerne feiern. Eingeläutet wurde die heutige Partie endlich mal wieder mit einem Kärwa-Marsch, der viele Kleeblattfans durch die Kirchweih zum Stadion führte. Treffpunkt war um 11 Uhr am Bahnhofsplatz, mit Getrommel und “Kleeblatt”-Rufen wälzte sich die weiß-grüne Meute an der Freiheit vorbei, weiter durch die Königstraße. Hier habe ich dann – aus einem optimalen Blickwinkel – das spannende Zusammentreffen zwschen den Kleeblattanhängern mit ein paar HSV-Fans gefilmt (unser youtube-Video anklicken). Die hatten versucht, lautstark für die ihre Hamburger Elf Stimmung zu machen, als aber der Kleeblatt-Pulk geballt auf sie zukam, wurden sie doch kleinlaut. Die Kleeblattfans blieben – wie meistens – friedlich und fair und marschierten weiter in Richtung Ronhof.
Anpfiff dann um 15.30 Uhr. Die Stimmung war topp, Asamoah von Beginn an auf dem Platz, die SpVgg couragiert. Aber schon in der 17. Minute klingelte es im Tor von Max Grün und die Spielvereinigung biss sich ab diesem Moment am Hamburger SV die Zähne aus. Zugegeben, der Traditionsverein aus der Hansestadt hat natürlich auch Granaten im Team: René Adler (der auf dem Weg zurück ins Tor der Nationalmannschaft ist), van der Vaart (der heute nicht richtig in Fahrt kam) und den Torschützen, den Südkoreaner Heung-Min Son. Trotzdem: Fehlendes Engagement konnte man dem Kleeblatt wirklich nicht vorwerfen. Aber spielerisch gibt es nach wie vor deutliche Mängel. Die SpVgg hat heute ihr viertes Heimspiel in Folge verloren, zu Hause noch immer kein Tor geschossen.
Seitdem der FC Augsburg gestern Werder Bremen souverän mit 3:1 besiegt hat, liegt die Spielvereinigung auf dem letzten Platz der ersten Liga. Frust für Fürth während der Kärwa. Beim Kärwa-Umzug wird das Team der Spielvereinigung übrigens dabei sein. Allerdings nicht zu Fuß – wie im letzten Jahr -, sondern mit dem Doppeldeckerbus. Man will die Kräfte der Spieler schonen, deshalb werden sie aus “Regenerationsgründen” gefahren. Naja, die Stimmung im Team wird ohnehin eher melancholisch-gedrückt sein.
Aber wenn das Kleeblatt beim nächsten Spiel am 19. Oktober gegen Hoffenheim frisch und aktiv ist und endlich mal einen Sieg einfährt, dann soll es uns recht sein.

Schröcki verlässt das Kleeblatt!

Horrormeldung und Frust für Kleeblatt-Fans:
Stephan Schröck verlässt die Spielvereinigung am Saison-Ende. Der 25-Jährige wechselt im Sommer zur TSG 1899 Hoffenheim. Bis zuletzt hatte die SpVgg die Hoffnung, dass der Publikumsliebling seinen Vertrag beim fränkischen Traditionsverein verlängern würde. In wochenlangen Verhandlungen und zahlreichen Gesprächen war die SpVgg Greuther Fürth an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten gegangen. Dabei hatte das Kleeblatt dem gebürtigen Schweinfurter Schröck auch eine sehr lange Vertragslaufzeit angeboten.
Stephan Schröck kam im Jahr 2001 zum Kleeblatt, durchlief die Junioren-Teams und schaffte in der Saison 2004/2005 den Sprung in den Profi-Kader. Für das Kleeblatt absolvierte der philippinische Nationalspieler bis jetzt 178 Spiele in der zweiten Bundesliga.
Das ist für das Kleeblatt und insbesondere die Fans bitter. Hatte sich “Schröcki” – wie viele ihn liebevoll nennen – doch immer durch besonderes Engagement und Draufgängertum ausgezeichnet. Er avancierte in den letzten Jahren zu einem der Publikumslieblinge und suchte nach den Spielen immer engen Kontakt mit den Anhängern in der Fankurve. Außerdem ist er gerade bei uns weiblichen Fans sehr beliebt! Leider war er aber auch immer wieder vom Verletzungspech verfolgt. In unserem Greuther-Weiber-Blog haben wir erst vor kurzem darüber geschrieben.
Schade, aber Hoffenheim ist eben Bundesliga. Hoffen wir mal, dass wir in der nächsten Saison Stephan Schröck weiter im Ronhof willkommen heißen dürfen. Nämlich als Gegner im Erstligaduell der Spielvereingung mit 1899 Hoffenheim.