Verlustreicher Kleeblattsieg gegen Stuttgart

Aus Sicht der Spielvereinigung könnte jedes Jahr Schaltjahr sein. Ausgerechnet am 29. Februar – der nur alle vier Jahre stattfindet – hat sie den Aufstiegsaspiranten in die Bundesliga, den VfB Stuttgart, zu Hause mit 2:0 besiegt. Ein Erfolg, der nach den letzten Spielen (zwei Niederlagen und ein Unentschieden) unerwartet kam, aber umso wichtiger ist.
Allerdings hat die Mannschaft auch grandios gespielt. Allen voran Torwart Sascha Burchert, weiter lesen

Meyerhöfer weiterhin nicht fit

Eine gute Freundin von mir ist vor vier Jahren von Erlangen nach Fürth gezogen. Seit unserem Besuch eines Spiels im Ronhof ist sie ein gemäßigter, aber gut informierter Kleeblattfan. Seitdem Marco Meyerhöfer (Foto: Sportfoto Zink) bei der Spielvereinigung ist, schwört sie auf ihn. Gemeinsam haben wir das Derby gegen den Club im November angesehen (da war Meyerhöfer ja eine wichtige Säule im Kader). Und bei der unglücklichen Heimniederlage vergangenen Sonntag gegen den Bundesliga-Absteiger Hannover 96 war sie davon überzeugt, dass das vor allem darauf zurückzuführen war, dass Meyerhöfer wegen einer Verletzung nicht auf dem Platz war. Heute Morgen schrieb sie mir nun eine E-Mail aus ihrer Arbeit: „Guten Morgen, kurze Frage im Hinblick auf morgen: Ist Meyerhöfer wieder fit? Weiß-grüne Grüße“. Rechtsverteidiger Meyerhöfer hat sich ja beim Training Ende Januar verletzt, als er einen Schlag abbekam. Es wurde eine Muskelverletzung im vorderen linken Oberschenkel diagnostiziert.
Also: Aller Voraussicht nach steht Meyerhöfer morgen bei dem Heimspiel gegen den Spitzenreiter der Zweiten Liga – Arminia Bielefeld – nicht auf dem Platz. Genauso wenig wie Verteidiger Mergim Mavraj, der im Spiel gegen Hannover 96 verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Er hat sich eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen und wird dem Kleeblatt einige Wochen nicht zur Verfügung stehen. Die Greuther-Weiber wünschen beiden schnellste Genesung. Damit auch für meine Freundin die neu-entdeckte Fußballwelt bald wieder in Ordnung ist.

Unschöner Ausflug nach Berlin

Die Begegnung der Spielvereinigung gegen Union Berlin stand heute wahrlich unter keinem guten Stern. Bei Regen mussten die Kleeblätter an der Alten Försterei auflaufen, viele Fürther Fans hatten vor und während des Spiels Ärger mit dem Ordnungsdienst, im Fürther Block gab es einen Polizeieinsatz. Dann startete die Partie um den möglichen dritten Tabellenplatz aus weiß-grüner Sicht katastrophal: Nach einem Zusammenprall mit seinem Gegenspieler Suleiman Abdullahi verletzte sich Maximilian Wittek in der 3.Spielminute schwer am Kopf (Foto: Sportfoto Zink). weiter lesen

Bis Saisonende ohne Kapitän Caligiuri?

Kurz vor dem Anpfiff der Partie gegen den SV Sandhausen wurde bestätigt, dass Fürths Kapitän Marco Caligiuri sich im Spiel gegen Union Berlin (Foto: Sportfoto Zink) die Hand gebrochen hat. Die Verletzung und der längere Ausfall Caligiuris kommen für das Kleeblatt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. In den verbleibenden fünf Zweitliga-Spielen muss die SpVgg für den Klassenerhalt um jeden Punkt hart kämpfen. Die Situation, dass beinahe alle Teams noch absteigen könnten und sie punktmäßig ganz dicht beinander liegen, hat sich auch an diesem Wochenende nicht wesentlich verändert.

Da ist eine stabile Abwehr ganz entscheidend. Und für die war Marco Caligiuri – nach seinem Formtief in der letzten Saison – wieder der Garant. Am Freitag haben ihn die beiden Innenverteidiger Mario Maloca und Richard Magyar ersetzt. Aber Caligiuri hat als Kapitän auch die Funktion des Koordinators auf dem Platz. Und ist – wie im Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum im November 2017 – auch mal für ein Tor gut. Die Abwehrkette machte dieses Mal gegen Sandhausen  – vor gerade mal 6013 Zuschauern! – ihre Sache passabel: Das Duo Maloca/Magyar kompensierte Caligiuris Fehlen, Roberto Hilbert und Maximilian Wittek halfen immer wieder in der Mitte aus und sprangen ihren Kollegen zur Seite. Und so endete die Partie – die wenig Spannung und sportliche Klasse zeigte – unspektakulär mit 0:0. weiter lesen

Trainingsunfall: Jurgen Gjasula fällt wochenlang aus

SpVgg Greuther Fürth - SV SandhausenDas war für mich eine echte Überraschung, dass mein letzter Blogbeitrag über Karola Keil, die seit 70 Jahren Mitglied der Spielvereinigung ist, bei unseren Lesern so gut ankam. Bislang haben fast 2000 Leser den Artikel gelesen. Und die Resonanz auf Facebook mit Kommentaren und Glückwünschen für sie, ist umwerfend. Danke!

Heute geht’s wieder zurück zu den sportlichen Aspekten des Vereins. Und da gibt es eine Hiobsbotschaft, die Kleeblattfans schocken wird: Jurgen Gjasula hat sich schwer verletzt. Im Training am Dienstag erlitt Gjasula einen Achillessehnenriss. Dies ergab eine MRT-Untersuchung. Gjasula war 2015 gemeinsam mit Ruthenbeck vom VfR Aalen nach Fürth gewechselt (Vertrag bis 2017), und hatte nach wochenlanger Verletzungspause erst am vergangenen Freitag beim 1:1 gegen den SV Sandhausen wieder auf dem Platz gestanden (Foto). Wie lange das Kleeblatt auf einen seiner spielstärksten Akteure verzichten muss, ist noch unklar. „Die genaue Ausfallzeit ist aktuell noch nicht vorherzusagen“, sagte Martin Meichelbeck, Direktor Sport, nachdem sich der Verdacht bestätigt hatte.

Für das Montagsspiel beim VfB Stuttgart – 3. Oktober, 20.15 Uhr – hat Trainer Stefan Ruthenbeck jetzt einige Sorgen. Zwar wird Robert Zulj nach Ablauf seiner Drei-Spiele-Sperre vermutlich wieder im Kader sein. Aber der 30-jährige Mittelfeldspieler Gjasula gilt mit seinem innovativem Spiel, genauen Pässen und gefährlichen Schüssen als Schlüsselfigur im Team der SpVgg. Wer ihn auch nur annähernd ersetzen kann, ist fraglich.
Mit dem VfB Stuttgart, dem FC Heidenheim und dem aktuellen Tabellenführer der Zweiten Liga Eintracht Braunschweig stehen dem Kleeblatt an den nächsten Spieltagen schwere Gegner gegenüber. Bleibt zu hoffen, dass das Kleeblatt den Ausfall von Jurgen Gjasula kompensieren kann. Und dass Gjasula bald zurückkehrt. Gute Besserung!

Rückkehr von Ilir Azemi zu den Profis

SpVgg Ansbach - SpVgg Greuther FürthEin Sieg mit 7:0 Toren – das geht den Kleeblattfans so richtig runter wie Öl. Allerdings war es nur ein Freundschaftsspiel: Die Spielvereinigung gastierte am Dienstagabend bei der SpVgg Ansbach. Der Landesligameister Nordwest  empfing das Kleeblatt zum Freundschaftsspiel im PIGROL Sportpark. Es sollte ein Kantersieg werden – und die Wiederkehr eines Fußballers nach langer Pause.

Anfangs tat sich  die Spielvereinigung gegen den vermeintlich unterlegenen Gegner sogar ziemlich hart. Doch nach 19 Minuten grätschte dann Johannes Wurtz eine Hereingabe von Tim Bodenröder im Fünfmeterraum zum 1:0 ins Tor. Neun Minuten später war es George Davies, der eine scharfe Flanke von links in den Strafraum schickte, Ante Vukusic musste nur noch abziehen. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff gab der Kroate den Ball an der Strafraumgrenze an Wurtz weiter, der mit einem schön gezirkelten Schuss das 3:0 erzielte.

Nach einer halben Stunde Spielzeit hatte Coach Stefan Ruthenbeck Dominik Schad eingewechselt, der nach seinem Mittelfußbruch sein Comeback feiern durfte. Und dann war es knapp vor der Halbzeitpause so weit: Ilir Azemi kam für Maurice Hirsch aufs Spielfeld! Der 24-jährige Stürmer war ja schon seit längerem wieder für die U23 im Einsatz und trainiert seit einer Woche endlich wieder mit der Ersten Mannschaft. In Ansbach konnte er jetzt seine Rückkehr in die Profi-Elf feiern.
Azemi, der Anfang August 2014 kurz nach der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth schwer mit seinem Auto verunglückt war, hatte seitdem mit seiner Genesung zu kämpfen. Viele Kleeblattfans verfolgten mit Sorge und großem Interesse Azemis Zeit in der Reha. Wie sich Ilir Azemi in den nächsten Wochen und Monaten beim Training wieder eingewöhnen kann, wird sich zeigen. Er war ja der Meister der spektakulären Tore und fiel vor allem durch seinen extremen Körpereinsatz auf. „Wenn er fit ist, kann er uns helfen. Aber er hat noch einen langen Weg vor sich“, sagte Trainer Stefan Ruthenbeck nach dem Spiel gegen die SpVgg Ansbach.

Das 7:0 gegen Ansbach war zumindest ein bisschen Motivation fürs angeschlagene Selbstvertrauen der Fürther Mannschaft. Hier noch mal die Torschützen: 1:0 Wurtz (19.), 2:0 Vukusic (28.), 3:0 Wurtz (45.), 4:0 Vukusic (56.), 5:0 Vukusic (64.), 6:0 Wurtz (86.), 7:0 Freis (89.). Am Sonntag, 15. Mai, ist bekanntlich das letzte Saisonspiel in der Zweiten Liga. Das Kleeblatt empfängt zu Hause im Ronhof den SV Sandhausen und will alles dransetzen, vor der Sommerpause eine bessere Vorstellung abzuliefern als bei den letzten drei Zweitliga-Begegnungen.

Eine gute und eine schlechte Nachricht

GjasulaNaja – besser als nichts, aber immer noch ein Problem für das Kleeblatt: Das DFB-Sportgericht hat die Rot-Sperre für Jurgen Gjasula, die eigentlich für fünf Spiele gelten sollte, auf vier reduziert. Er hatte sich bekanntlich in der Begegnung mit dem VfL Bochum ein Scharmützel mit Gegenspieler Thomas Eisfeld und den Schiedsrichtern geliefert. Brutal gefoult hat er aber keinen Gegner. Deshalb hatten die Verantwortlichen gegen das harte Urteil protestiert.

Die nun etwas mildere Strafe bedeutet, dass der 30-Jährige im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim am 30. April wieder mitspielen darf. Der Deutsch-Albaner hatte sich in den vergangenen Monaten zu einer der Schlüsselfiguren der SpVgg entwickelt und mit seinen zielgenauen Flanken und Eckbällen zum Erfolg des Kleeblatts beigetragen. Nun kann er die Mannschaft noch in drei Saisonspielen unterstützen.

Es gibt aber neben der guten Nachricht auch eine neue Hiobsbotschaft: Maurice Hirsch hat sich verletzt! Er zog sich eine Bauchmuskelzerrung zu und kann deshalb morgen nicht beim Spiel gegen die Münchner Löwen dabei sein.

Mal gute News vom Kleeblatt

Training SpVgg Greuther FürthWer erinnert sich nicht an den furchtbaren Unfall des Kleeblatt-Stürmers Ilir Azemi im August 2014. Damals wurde der beliebte und erfolgreiche SpVgg-Profi am frühen Morgen in Höhe der Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth bei einem Autounfall schwer verletzt. Er brach sich dabei mehrere Knochen im Beckenbereich, zog sich neben einer Lungenquetschung auch noch schwere Nervenverletzungen im Bein zu. Im Anschluss quälte er sich monatelang durch die Mühlen der Reha – offenbar mit Erfolg. Denn jetzt hat Azemi eine Art Comeback gefeiert. Beim Testspiel der U 23 der SpVgg gegen den TSV Burgfarrnbach war der Stürmer auf dem Platz und spielte ziemlich erfolgreich. Beim 17:0-Erfolg am Mittwochabend wurde der bald 24-Jährige eingewechselt und stellte seine Treffsicherheit unter Beweis. Fünf Mal traf Azemi ins gegnerische Tor, dabei einmal aus knapp 45 Metern Entfernung.
Aber Ilir Azemi leidet noch immer an Folgen des Unfalls. So macht es ihm zu schaffen, dass er seinen Fuß noch nicht uneingeschränkt anheben kann. Der Verein hatte seinen auslaufenden Vertrag im Sommer um zwei Jahre verlängert. Azemi nahm immer wieder am Training teil – dabei entstand auch das Foto vom Juni 2015.
Ob Azemi aber jemals wieder bei den Profis in der Zweiten Liga zum Einsatz kommen wird, ist noch nicht absehbar. Azemi war für seine spektakulären Einsätze im Strafraum der Gegner bekannt. So war ihm keine Mühe zu groß, mit Fallrückziehern und riskanten Aktionen für das Kleeblatt Tore zu erzielen.
Auf jeden Fall: Mit Ilirs Gesundheitszustand geht’s bergauf – und alle Kleeblattfans drücken ihm die Daumen!

Schock fürs Kleeblatt: Präsident Hack in Unfall verwickelt

FC Sankt Pauli - SpVgg Greuther FürthBeim Kleeblatt reißen die Hiobsbotschaften nicht ab. Gestern Abend hatte der Präsident der Spielvereinigung, Helmut Hack, einen Verkehrsunfall auf der Autobahn A3. Sein Auto, ein Audi A6, wurde bei der Kollision mit einem Lkw zwischen der Ausfahrt Tennenlohe und dem Kreuz Fürth/Erlangen schwer beschädigt. Helmut Hack blieb Gott sei Dank unverletzt, er erlitt aber einen Schock. Das hat der Pressesprecher der SpVgg, Immanuel Kästlen, heute bestätigt. Der 65-jährige Kleeblatt-Präsident war zur Beobachtung eine Nacht in der Klinik, die konnte er heute aber wieder verlassen.
Die Schuldfrage ist, wie die Spielvereinigung in einer Pressemitteilung inzwischen verlauten ließ, eindeutig geklärt: Demnach habe der LKW-Fahrer den Unfall verschuldet. Wegen polizeilicher Ermittlungen werde es von Vereinsseite jedoch keine weiteren Aussagen zum Unfallhergang geben.
Das Kleeblatt hat seit einigen Monaten nicht nur mit schlechten sportlichen Leistungen, Verletzungen von Spielern und einem Platz in der unteren Hälfte der Zweiten Liga zu kämpfen. Der Unfall von Helmut Hack erinnert fatal an den 7. August 2014, als sich Kleeblatt-Profi Ilir Azemi bei einem schweren Unfall an einer Fürther Kreuzung gravierende Verletzungen (eine Lungenquetschung und mehrere Knochenbrüche) zuzog. Bis heute versucht der Fürther Hoffungsträger in der Reha gesund zu werden. Der Verein und alle Kleeblattfans hoffen auf ein baldiges Comeback des Stürmers.

Schwierige Personalsituation in beiden Teams

Heute abend trifft ab 18.30 Uhr die Spielvereinigung zu Hause auf das Tabellenschlusslicht der 2. Bundesliga: den FSV Frankfurt. Beide Mannschaften können bei der Aufstellung ihrer Profis nicht aus dem Vollen schöpfen. Die Liste der nicht einsatzfähigen Spieler ist lang, und die Verletzungen lesen sich wie ein Querschnitt durch den „Pschyrembel“. Beim Kleeblatt sieht es so aus: Mark Flekken (Kreuzbandriss), Wolfgang Hesl (Mittelhandbruch), Zsolt Korcsmar (Kapselverletzung), Florian Mohr (Innenbanddehnung), Zhi-Gin Lam (Muskelfaserriss), Thomas Pledl (Innenbandriss), Florian Trinks (Sehnenriss) und Ilir Azemi (Reha). Und die Situation beim FSV Frankfurt ist auch nicht besser: Chahed (familiäre Gründe), Burdenski (Bänderriss), Epstein (Entzündung), Kaffenberger (Zerrung), Roshi (Muskelfaserriss), Yelen (Bänderriss) und Aoudia (Kreuzbandriss).
SpVgg Greuther Fürth - FSV FrankfurtAlso werden beide Teams heute abend versuchen, aus einem eingeschränkten Spielerangebot das Beste zu machen. Nach menschlichem Ermessen müsste das Kleeblatt auf jeden Fall als Sieger vom Platz gehen. Diese Konstellation – SpVgg gegen FSV Frankfurt – gab es schon zwölf Mal. Lediglich ein Mal verlor die Spielvereinigung gegen die Frankfurter Underdogs (die Eintracht ist in der hessischen Metrolpole ungefähr so übermachtig wie der FC Bayern in München), und zwar beim allerersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften: In der Spielzeit 1982/1983 unterlag das Kleeblatt mit 0:2 in Frankfurt und ist somit zu Hause noch ungeschlagen gegen den FSV. Seitdem gewann die Spielvereinigung fünf Partien, in sechs Begegnungen trennte man sich unentschieden. Das letzte Match konnte die SpVgg Anfang März dieses Jahres im Ronhof mit 3:2 für sich entscheiden. Auf dem Foto zeigen sich die Trainer beider Mannschaften – Frank Kramer und Benno Möhlmann, der früher auch das Kleeblatt trainert hat – bestens gelaunt.
Also: Heute abend ins Stadion am Laubenweg gehen und dort als „zwölfter Mann“ das Kleeblatt beim Siegen lautstark unterstützen.