Am Sonntag ist wieder Kleeblatt-Time

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Am nächsten Sonntag ist endlich wieder „Kleeblatt-Time“. Die Länderspielpause seit dem Heimsieg gegen den VfB Stuttgart ist dann vorbei. Allerdings – und da werde ich vielen Fußballfans aus dem Herzen sprechen: Die beiden Länderspiele waren unterhaltsam. Vor allem das Frendschaftsspiel gegen England war teilweise hoch emotional. Als Lukas Podolski bei seinem Abschiedsspiel in der Nationalmannschaft seine Begrüßungsworte sprach, das hatte was. Und nach seinem Traumtor in der 69. Minute – das 49. in seiner Länderspiellaufbahn – schwappten die Gefühle im Dortmunder Stadion und bei den Zuschauern vor den Fernsehgeräten über. Poldi – Du hast die Fußballszene bereichert und bist ein echt toller Typ! (Angeblich will Poldi, bevor er nach Japan geht, im Sommer noch eine Eisdiele eröffnen. Dazu wünschen wir ihm eine Extra-Portion Glück!)

Ob die Auswärtspartie der Spielvereinigung am 2. April gegen den 1. FC Heidenheim ähnlich spannend wird, muss man sehen. Das Kleeblatt ist immerhin seit sieben Spielen ungeschlagen und steht momentan auf dem sechsten Tabellenplatz. Der 1:0-Sieg gegen den (damaligen) Tabellenführer VfB Stuttgart war Balsam auf die Seelen vieler Fürther Kleeblattfans. Die sportliche Leistung verbessert sich kontinuierlich. Die Mannschaft hat sich inzwischen mehr und mehr aufeinander eingespielt, das Konzept von Trainer Janos Radoki geht offensichtlich auf. Er gibt immer wieder auch jungen Spielern die Chance, sich in einem Zweitligaspiel zu bewähren. „Alte Hasen“ wie Robert Zulj, Niko Gießelmann und Marco Caligiuri sind eine sichere Bank. Und die (hoffentlich) baldige Rückkehr von Jurgen Gjasula (nach langem krankheitsbedingtem Ausfall) könnte dem Team einen Schub geben.
Es sind noch neun Spiele bis zum Saisonende am 21. Mai im Fürther Ronhof, wenn das Kleeblatt zum krönenden Abschluss gegen Union Berlin antritt – den aktuellen Tabellenführer. Die Gegner bis dahin sind mit z.B. Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden keine leichten, aber äußerst attraktiv. Vielleicht – und da werden so manche wieder sagen, wir Greuther-Weiber sehen die SpVgg manchmal zu sehr durch die rosarote Brille – wird nach dem Abpfiff des letzten Spiels der Saison 2016/17 der Berliner Kiezverein in die Bundesliga aufsteigen. Und das Kleeblatt steht dann womöglich wieder einmal auf dem Relegationsplatz…

Mit der Leistung besiegt man auch Tabellenführer

Seitdem ich mein neues Kleeblatt-Hoodie an den Tagen anziehe, wenn das Kleeblatt spielt, ist die Spielvereinigung eindeutig auf der Gewinnerstraße. Meine Schwester schlug vor, es einfach mal drauf ankommen zu lassen, und das gute Stück bei einem wichtigen Spiel nicht anzuziehen, um zu sehen, was passiert. Aber ich kann mich beherrschen.

Also, nach der heutigen Leistung muss ich der Mannschaft wirklich mein Kompliment ausdrücken. Gegen den Spitzenreiter VfB Stuttgart zu Hause anzutreten, ist keine einfache Sache. Ihn zu besiegen, das ist toll! Von Beginn des Spieles an war das Kleeblatt selbstbewusst, mutig und dominierte das Geschehen im Ronhof. Dass ausgerechnet Veton Berisha, der in den vergangenen Wochen und Monaten keine überzeugenden Leistungen geboten hatte, und dem das Glück einfach nicht hold war, das 1:0 machte, freut mich besonders. In der neunten Minute zog der Norweger forsch aus 30 Metern Distanz ab. Sein Aufsetzer schlug im rechten Eck von Stuttgarts Keeper Mitchell Langerak ein. Die frühe Führung verlieh den Gastgebern Motivation, die Fans im mit knapp 12 700 Zuschauern ganz gut besetzten Stadion waren begeistert. Auch im weiteren Spielverlauf zeigten die Fürther wenig Respekt vor dem Zweitliga-Spitzenreiter und spielten munter nach vorne. Adam Pinter (15., 36., 41.) und wiederum Berisha (17.) hätten die Führung ausbauen können. Die schwäbischen Bundesliga-Absteiger waren heute insgesamt wenig kreativ und vom schnellen Fürther Führungstor und deren Überlegenheit wohl überrumpelt und frustriert.
Nach einer superschönen Chance von Serdar Dursun kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit – und einer weiteren eine Viertelstunde später – schaltete die SpVgg einen Gang zurück, was dem VfB einen besseren Stand ermöglichte. Aber dank Keeper Balász Megyeri und einer kompakten Abwehr kamen die Stuttgarter nicht zum Anschlusstreffer. Sie versuchten zwar in der Schlussphase, verstärkt Druck zu machen und drängten das Kleeblatt immer weiter zurück, ein wahres Ballgewitter prasselte auf das Kleeblatt nieder. Aber die Weiß-Grünen zeigten Stärke und boten dem VfB Paroli. Es blieb beim 1:0.
Die Spielvereinigung ist also seit sieben (!) Spielen ungeschlagen und rangiert jetzt auf dem sechsten Tabellenplatz. Und mein Hoodie, klar, das werde ich auch beim nächsten Spiel am 2. April gegen den 1. FC Heidenheim wieder tragen.

VfB-Blog fragt – Greuther-Weiber antworten

Kleeblattfans stehen seit Tagen in den Startlöchern: Morgen um 13 Uhr wird das Spiel gegen den Tabellenersten – den VfB Stuttgart – im Ronhof angepfiffen. Die Stuttgarter sind letzte Saison aus der Bundesliga abgestiegen, haben allerdings neben Union Berlin und Hannover 96 gute Karten, den Wiederaufstieg perfekt zu machen. Aber das Kleeblatt wird morgen ein harter Brocken. Die Spielvereinigung ist seit sechs Spielen ungeschlagen und will, dass das weiter so bleibt. Nicht unmöglich, denn gegen den damaligen Tabellenführer Hannover 96 hat das Kleeblatt Anfang Februar zu Hause mit 4:1 gewonnen.

Auch für die Fans des VfB ist die Begegnung morgen etwas Besonderes. Deshalb wurden die Greuther-Weiber vor ein paar Tagen von den Machern des Blogs „Rund um den Brustring“ gefragt, ob sie sieben provokante Thesen zum morgigen Spiel und zur aktuellen Situation der Spielvereinigung beantworten möchten.  „Rund um den Brustring“ ist ein Blog und ein Podcast, der sich seit Oktober 2015 mit allem rund um den Brustring, also den VfB Stuttgart 1893 e.V., beschäftigt. Regelmäßig werden hier Spiele des VfB besprochen, Experten zum nächsten Gegner oder zu Neuzugängen befragt, außerdem die Vereinspolitik und viele weitere Themen rund um den Brustring kommentiert. Also ein ähnliches Konzept, wie wir es mit unserem Greuther-Weiber-Blog auch verfolgen.
Hier findet Ihr die Fragen des Blogs und unsere Antworten: Rund um den Brustring

Könnte das Kleeblatt ohne Dursun einpacken?

Echt gute Stimmung war heute im Hardtwald-Stadion zwischen der Partie des SV Sandhausen gegen die Spielvereinigung. Dank der Kleeblattfans, die mit Gesängen, Trommeln und enthusiastischen Anfeuerungsrufen den Akteuren auf dem Rasen richtig Laune machten. Zahlenmäßig waren sie allerdings den Gastgebern deutlich unterlegen; es hatten sich insgesamt nur 4813 Zuschauer eingefunden, um das Zweitligaspiel zu sehen.

Das Anfeuern half jedoch nicht allzu viel. Startete das Kleeblatt noch recht vielversprechend, war bald die Luft raus – spätestens nach dem Traum-Freistoß vom Sandhäuser Moritz Kuhn in der 14. Minute. Fürths Keeper Balasz Megyeri sah die Gefahr kommen, flog ins richtige Eck, erreichte den Ball aber nicht mehr. Ein tolles Tor und das 1:0 für Sandhausen. Minuten später signalisierte Derbyheld Robert Zulj, dass er Probleme (Zerrung, Verspannungen?) im Rücken hatte, er wurde am Spielfeldrand behandelt, musste aber dann durch das Eigengewächs Patrick Sontheimer ersetzt werden, der sich natürlich über seine Chance freute.

Nach der Halbzeitpause kam das Kleeblatt hochmotiviert aus der Kabine und machte mit mehr Druck weiter. Was allerdings kaum Auswirkungen auf die Qualität des Spiels hatte. Die Zahl der unschönen Situationen und kleinen Fouls nahm zu. Der Spielfluss war perdu, für die Zuschauer wahrlich kein Vergnügen. Torschütze Moritz Kuhn war mit Abstand bester Spieler auf dem Platz, er agierte zielgenau, mutig und versuchte immer wieder, seine weiß-grünen Gegner auch mal direkt in Bedrängnis zu bringen. In der 75. Minute ging er unter starkem Beifall seiner Sandhäuser Fans vom Platz.
Mein Tipp – ein 2:1 für die Spielvereinigung – war in weite Ferne gerückt. Serdar Dursun, der in der 59. Minute für Dominik Schad eingewechselt worden war, versuchte, seinem Team noch mal Leben einzuhauchen und drängte auf den Anschlusstreffer. Womit die wenigsten dann noch rechneten, das passierte dann tatsächlich: Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit gab Niko Gießelmann einen Freistoß in die Mitte, Dursun katapultierte seinen Körper am Elfmeterpunkt in die Luft und köpfte das Leder unhaltbar für den Sandhäuser Tormann Marco Knaller ins Tor der Gastgeber. Begeistert gratulierte Johannes van den Bergh dem Torschützen Dursun (Foto).

Ein versöhnliches 1:1 bescherte dem Kleeblatt heute einen Punkt und den siebten Tabellenplatz. Fürth baute damit seine Serie ohne Niederlage auf sechs Partien aus. Am kommenden Samstag empfängt die Spielvereinigung den aktuellen Tabellenführer und Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart im Ronhof. Da sind Derbysieg und das heutige Remis vergessen, und die Karten werden neu gemischt! Da wäre ein volles Stadion doch mal angesagt, oder?

Wieder dieser verflixte Kärwa-Beginn!

VfB Stuttgart - SpVgg Greuther FürthDer Beginn der Färdder Kärwa scheint dem Kleeblatt kein Glück zu bringen. Mit Grausen erinnere ich mich an das vergangene Jahr, als die SpVgg am ersten Tag der Michaelis-Kirchweih gegen Bochum zu Hause im Ronhof mit 0:5 baden ging. Heute, am dritten Tag der größten Straßenkirchweih in Süddeutschland, hieß es am Ende auswärts beim VfB Stuttgart 0:4 für die Elf von Stefan Ruthenbeck. Und es gab weitere Parallelen: Heute dauerte es 69 Sekunden, bis die Fürther den ersten Treffer des Gegners einstecken mussten, 2015 waren es 111 Sekunden, bis es so weit war. Damals hieß es nach 31 Minuten 0:3 fürs Kleeblatt, diesmal lautete der Spielstand bereits nach 24 Minuten so. Wie im letzten Jahr spielte Bochum eine gewisse Rolle bei der Niederlage: Der neue – leider muss es gesagt werden: äußerst sympathische – Trainer des VfB, Hannes Wolf, ist gebürtiger Bochumer.

Aber genug der Vergleiche! Bleiben wir im Hier und Jetzt – das ist schon schlimm genug! Zwei Treffer von Carlos Mané (2. und 4. Spielminute), der erstmals für den Bundesliga-Absteiger Stuttgart im Einsatz war, brachten die blitzschnelle Führung für den Gegner. Der vom VfB aus dem französischen Lille eingekaufte Pavard setzte in der 24. Minute durch einen Kopfball noch eins drauf, und in der 80. Minute war es Gentner, der zum vierten Tor für Stuttgart einschoss. Vom völlig übertölpelten Kleeblatt kam kaum Gegenwehr, die Fürther waren offenbar so eingeschüchtert, dass sie sich nicht einmal mehr trauten, nach ihren wenigen gut herausgespielten Gelegenheiten überhaupt auf den Stuttgarter Kasten zu schießen – geschweige denn zu treffen. Die Seele der Fürther Fans blutete ebenso wie die von Trainer Stefan Ruthenbeck, der am Spielfeldrand in der Mercedes-Benz-Arena der Verzweiflung nahe war (siehe Foto). Der Kleeblatt-Coach versuchte in der zweiten Halbzeit, durch das Einwechseln von Zlatko Tripic, Benedikt Kirsch und Daniel Steininger die Offensive zu stärken – allerdings ohne Erfolg. Zlatko Tripic wäre in der 88. Minute fast noch der Ehrentreffer gelungen, aber eben nur fast… Während die große Mehrheit der 38.150 Besucher in der Mercedes-Benz-Arena Gesänge wie „Oh, wie ist das schön!“ anstimmte, wünschten sich unsere Kleeblätter wohl nichts so sehnlichst herbei wie den Schlusspfiff, den ihnen Schiedsrichter René Rohde aus Rostock auch ohne jede Nachspielzeit gewährte.

Der nach drei Spielen (während derer er gesperrt war) wieder aufgestellte Robert Zulj enttäuschte heute ebenso wie Serdar Dursun. Statt mit Leistung glänzten beide durch wenig faires Auftreten, das womöglich ihrem Frust geschuldet war, das sich aber trotzdem nicht entschuldigen lässt. Ein bisschen mehr Einsatz wäre stattdessen wünschenswert gewesen! Dass Jurgen Gjasula wegen Verletzung ausfiel, machte sich besonders schmerzlich bemerkbar;  sein Achillessehnenriss dürfte ihn für Wochen lahmlegen. Wenn sich da andere wie Zulj und Dursun nicht mehr ins Zeug legen, sehe ich schwarz.

Der VfB Stuttgart hat an diesem achten Spieltag den Sprung an die Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga geschafft, wo er momentan Platz 3 belegt, das Kleeblatt rutschte weiter zurück auf den 8. Platz. Bitte jetzt keine Berg- und Talfahrt, wie wir sie von der Kärwa her kennen!

Trainingsunfall: Jurgen Gjasula fällt wochenlang aus

SpVgg Greuther Fürth - SV SandhausenDas war für mich eine echte Überraschung, dass mein letzter Blogbeitrag über Karola Keil, die seit 70 Jahren Mitglied der Spielvereinigung ist, bei unseren Lesern so gut ankam. Bislang haben fast 2000 Leser den Artikel gelesen. Und die Resonanz auf Facebook mit Kommentaren und Glückwünschen für sie, ist umwerfend. Danke!

Heute geht’s wieder zurück zu den sportlichen Aspekten des Vereins. Und da gibt es eine Hiobsbotschaft, die Kleeblattfans schocken wird: Jurgen Gjasula hat sich schwer verletzt. Im Training am Dienstag erlitt Gjasula einen Achillessehnenriss. Dies ergab eine MRT-Untersuchung. Gjasula war 2015 gemeinsam mit Ruthenbeck vom VfR Aalen nach Fürth gewechselt (Vertrag bis 2017), und hatte nach wochenlanger Verletzungspause erst am vergangenen Freitag beim 1:1 gegen den SV Sandhausen wieder auf dem Platz gestanden (Foto). Wie lange das Kleeblatt auf einen seiner spielstärksten Akteure verzichten muss, ist noch unklar. „Die genaue Ausfallzeit ist aktuell noch nicht vorherzusagen“, sagte Martin Meichelbeck, Direktor Sport, nachdem sich der Verdacht bestätigt hatte.

Für das Montagsspiel beim VfB Stuttgart – 3. Oktober, 20.15 Uhr – hat Trainer Stefan Ruthenbeck jetzt einige Sorgen. Zwar wird Robert Zulj nach Ablauf seiner Drei-Spiele-Sperre vermutlich wieder im Kader sein. Aber der 30-jährige Mittelfeldspieler Gjasula gilt mit seinem innovativem Spiel, genauen Pässen und gefährlichen Schüssen als Schlüsselfigur im Team der SpVgg. Wer ihn auch nur annähernd ersetzen kann, ist fraglich.
Mit dem VfB Stuttgart, dem FC Heidenheim und dem aktuellen Tabellenführer der Zweiten Liga Eintracht Braunschweig stehen dem Kleeblatt an den nächsten Spieltagen schwere Gegner gegenüber. Bleibt zu hoffen, dass das Kleeblatt den Ausfall von Jurgen Gjasula kompensieren kann. Und dass Gjasula bald zurückkehrt. Gute Besserung!

Glücklicher Kleeblatt-Sieg beim VfB Stuttgart

Das heutige Spiel gegen den VfB Stuttgart endete mit einem glücklichen 2:0-Sieg des Kleeblatts. Die Schwaben waren jedoch von Anfang an die bessere Mannschaft, obwohl sie auf ihren Gelb-gesperrten Superstar Vedad Ibisevic verzichten mussten. Aber sie konnten die zahlreichen Chancen einfach nicht verwerten. Ähnlich, wie es dem Kleeblatt in dieser Bundesliga-Saison oft ging. Das Pech des VfB spitzte sich in der 51. Minute zu, als Gotoku Sakai beim Trubel vor dem Fürther Tor ein Eigentor schoss. Dieses 1:0 erinnerte mich fatal an das CL-Eigentor des FC Barcelona in dieser Woche in der Partie gegen den FC Bayern München. Aber heute verdrehte es eigentlich die realen Kräfteverhältnisse. Obwohl – und das will ich deutlich betonen: Das Kleeblatt war taktisch diszipliniert, hatte eine ausgesprochen gute Abwehr, und man merkte der Mannschaft wirklich nicht an, dass sie moralisch – nach dem sicheren Abstieg – eigentlich am Ende sein müsste.
Nein, die Fürther kämpften vielmehr mit Bravour und hatten gerade in der zweiten Halbzeit einige gute Chancen. Richtig spannend wurde es für die ca. 800 angereisten Kleeblattfans (insgesamt 48.300 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena), als es in der 74. Minute zu einer schwer durchschaubaren Entscheidung von Schiedsrichter Guido Winkmann kam: Rote Karte für Antonio Rüdiger wegen Nachtretens gegen Felix Klaus – und ein Elfmeter für die Spielvereinigung. Bernd Nehrig legte sich den Ball zurecht, schoss schwach, und der Stuttgarter Keeper Ulreich wehrte erfolgreich ab. Kein Tor.
Dann konnte Ilir Azemi nur neun Minuten, nachdem er für Felix Klaus eingewechselt worden war, doch noch ein zweites Tor erzielen: Fürstner spielte einen Pass auf Prib, der war frei vor Ulreich und gab an den mitgelaufenen Azemi ab, der ins leere Tor traf.
Ein glücklicher Sieg für die Spielvereinigung in einem zeitweise kuriosen Spiel. Egal, drei Punkte, und das ist mal wieder ein gutes Gefühl für das Kleeblatt und uns Fans. Nächste Woche kommt der SC Freiburg in den Ronhof – wir hoffen ja nach wie vor auf den ersten Heimsieg!

Satz mit X…

0:1 gegen den VfB Stuttgart – eine Niederlage mehr und noch dazu mal wieder eine unglückliche. Es ist momentan doch einfach zum Verzweifeln. Wie so oft in den vergangenen Wochen wäre auch gegen Stuttgart eindeutig mehr drin gewesen, zumal der VfB alles andere als eine souveräne Leistung ablieferte und das Kleeblatt durchaus mithalten konnte. Aber wer seine eigenen zahlreichen Chancen nicht nutzt, der wird am Ende eben bestraft, so ist das nunmal im Fußball.
Chancen hatten die Fürther gegen schwache und noch dazu ab der 53. Minute (Rot für Tasci) dezimierte Stuttgarter wahrlich reichlich – vor allem in der zweiten Hälfte hätte es im VfB-Kasten einfach krachen müssen. Aber momentan kann die SpVgg wohl machen, was sie mag, der Ball will einfach nicht ins Tor.

Gegen Freiburg muss jetzt endlich ein Dreier her, sonst dürften wohl auch die größten Optimisten nicht mehr ernsthaft an den Klassenerhalt glauben.

Kleeblatt am Samstag gleichzeitig gegen Dortmund und Stuttgart!

Wenn man der Programmzeitschrift „TV Spielfilm“ glauben darf, kommt am Samstag, 17. November 2012, auf die Spielvereinigung eine übermenschliche Anstrengung zu: Dort ist in der Vorankündigung für die Fernsehsendung „Bundesliga“ um 18.30 Uhr im Ersten Programm zu lesen:  Der Bundesliga-Aufsteiger Fürth tritt am 12. Spieltag um 15.30 Uhr bei Borussia Dortmund an. Und empfängt – ebenfalls um 15.30 Uhr – im Fürther Ronhof den VfB Stuttgart. Ich befürchte, dass Trainer Mike Büskens bei der Verteilung seiner Spieler für die beiden Partien ganz schön zu knabbern hat. Wird Asamoah in Dortmund auflaufen und steht Max Grün in der Trolli ARENA im Tor? Oder muss der Fürther Keeper lieber die (zu erwartenden) Torschüsse von Robert Lewandowski oder Marco Reus parieren. Ich bin mal gespannt!

Fürther Keeper Grün fällt für Wochen aus

Katastrophale Nachricht für die Spielvereinigung: Torhüter Max Grün ist für die nächsten Wochen außer Gefecht gesetzt. Er hat sich beim Testspiel im Trainingslager im türkischen Belek gegen den VfB Stuttgart das Bein gebrochen.

20110108_vfb_spvgg_1702Die SpVgg Greuther Fürth hat das zweite Testspiel im Trainingslager verloren. Gegen die Schwaben unterlag das Team von Trainer Mike Büskens mit 1:3. Bis zur 58. Minute lagen die Kleeblätter schon mit 0:3 zurück. Dann ereignete sich die aus Fürther Sicht schlimmste Szene: Einen langen Ball auf der linken Seite versuchte der Stuttgarter Abwehrspieler Cristian Molinaro zu erreichen, genau an der Strafraum-Grenze prallte er heftig mit Torwart Max Grün zusammen (auf dem Foto ist diese Szene genau zu sehen!). Daraufhin musste der 24-Jährige lange auf und neben dem Platz am Schienbein behandelt werden. Das einzige Tor der SpVgg fiel übrigens in der 83. Minute: Felix Klaus bediente von der rechten Seite den eingewechselten Sercan Sararer, der den Ball mühelos zum 1:3 im Tor des VfB versenkte.

Nach der Röntgenuntersuchung im Krankenhaus von Belek stellte sich dann die Verletzung von Max Grün als glatter Schienbein-Bruch heraus. Egal, wie schnell die Verletzung verheilt, der Fürther Keeper wird auf jeden Fall für mehrere Wochen, vielleicht sogar die gesamte Saison ausfallen. Ein Fiasko für das Team. Ersatzmann Jasmin Fejzic wird sich vermutlich schwer tun, die Lücke, die Grün hinterlässt, auszufüllen. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2011.
Das wird  für die gesamte Mannschaft ein harter Einstieg in die Saison nach der Winterpause. Das erste Spiel findet am 14. Januar auswärts gegen den Karlsruher SC statt.