Das Kleeblatt auf dem Weg nach oben

Das Kleeblatt auf Tabellenplatz drei – endlich mal (wieder) Aufstiegsluft schnuppern! Das ist eine mehr als optimistische Ausgangslage für ein gelungenes Fan-Wochenende. Der 2:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück war mal wieder Balsam auf die Fürther Seele. Und auch wenn Erzgebirge Aue heute gegen Union Berlin gewinnen sollte – aufgrund des besseren Torverhältnisses bleibt die Spielvereinigung auf dem dritten Rang.

Sollte man sich jetzt schon – neun Spiele vor Saisonende – ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen, dass die Kleeblätter in die erste Bundesliga aufsteigen? Freunde und Bekannte, die nicht in Fürth leben, aber durchaus freundschaftliche Gefühle für den Verein hegen, amüsieren sich jedes Jahr aufs Neue über diese Spekulationen, die ja nicht nur die „Greuther-Weiber“ äußern. Denn der Verein hat es – trotz guter Ergebnisse während der Saison – bislang nie geschafft, den Aufstieg aus der zweiten Bundesliga in die erste perfekt zu machen. Voraussetzung für einen Aufstieg sind allerdings stabile Ergebnisse – und das fängt mit der nächsten Begegnung am 14. März im Ronhof an. Da kommt der Tabellenführer Herta BSC Berlin nach Franken, und das Spitzenspiel wird auf jeden Fall eine echte Herausforderung. Hier sind dann die Fans aufgerufen, zahlreich in der Trolli ARENA zu erscheinen und lautstark ihren Verein zu unterstützen.
Für die nächsten beiden Heimspiele  – gegen Berlin und Duisburg – wird ein Zuschlag von einem Euro auf alle Tageskarten erhoben. Dabei geht es um den guten Zweck: Die Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder. Der Erlös der Aktion geht an die „Der Beck Kinderfonds Stiftung“. Seit dieser Woche werden die Käufer von Brötchen und Backwaren in den regionalen Beck-Filialen auf die Aktion aufmerksam gemacht. Eine Million Verkaufs-Tüten wurden mit dem Motto „Verantwortung tragen!“ und den Informationen zur Spenden-Aktion bedruckt.

Wer helfen möchte, sollte sich bald im Vorverkauf Eintrittskarten für die nächsten Heimspiele der SpVgg sichern. Tickets gibt’s in den Kleeblatt-Fan-Shops im „Greuther Teeladen“ in der Trolli ARENA und bei Franken Ticket, Kohlenmarkt 4, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Lila-Weiß gegen Grün-Weiß

Heute Abend geht’s wieder los: Die Spielvereinigung tritt um 18 Uhr beim VfL Osnabrück an und will – was sonst? – drei Punkte holen. Das Team aus Fürth liegt vor dem 25. Spieltag mit 43 Punkten auf Rang vier der Zweitliga-Tabelle, die Gastgeber sind Vierzehnter mit 25 Zählern. Ob es ihnen gelingt, den vermeintlich schwächeren Gegner zu bezwingen – man wird sehen. Trainer Mike Büskens kommentiert das Spiel auf der Website der Kleeblätter im Vorfeld so:

„Osnabrück hat eine kampfstarke Truppe, die von den emotionalen und enthusiastischen Zuschauern in dem engen Stadion nach vorne getrieben wird. Uns sollte diese Stimmung dort beflügeln. Wir fahren dahin um zu gewinnen! Wir müssen richtig präsent sein, durchmogeln können wir uns da nicht. Wir haben schon gezeigt, dass wir nicht das schlechteste Team sind, also müssen wir mit offenem Visier dagegenhalten.“

Nach der Roten Karte im Heimspiel gegen Bochum muss nun Miroslav Slepicka pausieren. Wer den Stürmer ersetzen wird, war auch kurz vor Spielbeginn noch nicht klar. Das Trainerteam hat verschiedene Optionen.

Auf der Homepage des VfL (der wir auch das Bild entnommen haben) sind interessante Analysen bisheriger Begegnungen mit den Kleeblättern zu lesen:

„Lila-Weiß gegen Grün-Weiß

In der osnatel ARENA kassierte die SpVgg Greuther Fürth eine der höchsten Auswärtsniederlagen ihrer Zweitligageschichte. Das 1:5 am 15. März 2009 wurde nur vom 0:5 in Hoffenheim (18. Mai 2008) und vom 0:5 in Chemnitz (3. Dezember 1999) überboten.
In den vergangenen 30 Jahren trafen Osnabrück und Fürth in Liga 2 und DFB-Pokal 14 Mal aufeinander. Der VfL konnte sieben Partien für sich entscheiden, Fürth war fünfmal erfolgreich, zuletzt im einseitigen Hinspiel dieser Saison, das die Franken mit 3:0 für sich entschieden.
In Osnabrück verloren die Lila-Weißen nur ein einziges Aufeinandertreffen. Am 14. März 2004 hatte Greuther Fürth nach einem Treffer von Florian Heller knapp die Nase vorn. Gut vier Jahre später trennten sich der VfL und die Spielvereinigung in der osnatel ARENA 0:0 unentschieden. Es war die bislang einzige Begegnung, in der die Zuschauer keine Tore sahen.“

Also gut, lassen wir uns überraschen, wie es am Freitag Abend gegen 20 Uhr aussieht, ob sich die Statistik zugunsten der Spielvereinigung verbessert hat. Die Greuther-Weiber sind zuversichtlich.

Adieu, Jan Mauersberger!

mauersbergerWer kennt nicht das Sprichwort: „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“? Ich will mal hoffen, dass dieser bedeutungsschwangere Satz nicht mit der Spielvereinigung in Zusammenhang gebracht werden muss!
Wie bekannt wurde, hat der Verein den Abwehrspieler Jan Mauersberger für einen Wechsel zum VfL Osnabrück freigegeben. Der 25-Jährige steht ab dem 1. Januar 2011 in Diensten des Liga-Konkurrenten. Mauersberger war vor nunmehr vier Jahren – im Sommer 2006 – vom Topverein FC Bayern München zur SpVgg gekommen. Immerhin hat er in dieser Zeit 78 Liga-Einsätze für das Kleeblatt bestritten. Beim VfL Osnabrück erhält der gebürtige Münchener einen Vertrag bis 2013, gültig für die zweite und die dritte Liga.

Kleeblatt-Präsident Helmut Hack sagte auf der Homepage der Kleeblätter dazu:

Wir könnten einen Spieler wie Jan Mauersberger auch in der Rückrunde gut gebrauchen, um die Leistungsdichte hochzuhalten und für alle Fälle gut vorbereitet zu sein. Aber es ist verständlich, dass er seine Einsatzzeiten bekommen möchte.

Mal sehen, wer sich in den nächsten Tagen noch verabschieden wird. Und ich bin gespannt, ob es bald mal einige interessante Neuzugänge in Fürth geben wird!