Anti-Rassismus-Trailer mit Kleeblatt-Keeper Hesl


„Pass auf, was Du sagst!“ 12 Clubs aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga, „Die Fantastischen Vier“ und viele andere setzen ein visuelles Zeichen! Beim Videoclip zu „Wir stehen auf!“/Internationale Wochen gegen Rassismus 2015“ ist auch der Fürther Keeper Wolfgang Hesl dabei. Seine Aussage: „Respekt und Fairness sind bei uns nicht nur leere Worte“.
Der offizielle Trailer zur Kampagne „Wir stehen auf!“ beginnt mit den üblichen ausgrenzenden und beleidigenden Phrasen, die immer noch täglich zu hören sind. Die erste Szene ist bezeichnend: Eine junge Frau im Trikot des Hamburger Frauenfußballvereins „Grün Weiß Eimsbüttel“ weist die Stimme aus dem Off zurecht. Der Beginn von 50 Sekunden Film. Ein Film, der zeigt wie sehr verbale Entgleisungen mit sexistischen, rassistischen, homophoben Inhalten Menschen beleidigen. Die junge Fußballerin bekommt in unserem Trailer sehr schnell Unterstützung gegen diese Attacken, die heute in unserer Gesellschaft leider immer noch alltäglich sind. „Pass auf, was Du sagst!“ ist keine Drohung. Vielmehr ist dieser Beitrag ein Appell an all diejenigen, die immer noch meinen, ein rassistischer beleidigender Spruch sei nur Spaß. Alle Mitwirkenden stellen klar, dass Ausgrenzung und Diskriminierung nicht in unsere Welt gehören.“Lesbische Jungs, schwule Mädchen. Find‘ ich alles o.k.“
Die Umsetzung und Produktion des Trailers wurden von der Bundesliga-Stiftung und der Stiftung „Internationale Wochen gegen Rassismus“ unterstützt. Zu den Mitwirkenden gehören: Die Fantastischen Vier, Phrasenmäher, Jugendliche ohne Grenzen/Pro Asyl, 1. FSV Mainz 05, FC Augsburg, Hannover 96, SC Freiburg, VfR Aalen, TSV 1860 München, SV Darmstadt 98, FC St. Pauli, 1. FC Kaiserslautern, FC Heidenheim 1846, Sportverein Grün-Weiß-Eimsbüttel – und die SpVgg Greuther Fürth.

Wieder nix!

Die Hoffnung von Greuther-Weib Kiki hat sich leider nicht erfüllt: In ihrem Blog-Beitrag von gestern hatte sie ein Foto von Mike Büskens und Mirko Reichel zu positiv interpretiert. Wenn die Beiden heute tatsächlich am Ende der Partie gegen den VfR Aalen synchron auf die Anzeigentafel geblickt haben, dürften sie wenig Begeisterung empfunden haben. Ein mageres 1:1-Unentschieden des Kleeblatts gegen den im Augenblick auf dem letzten Platz der 2. Bundesliga liegenden Verein war mit Sicherheit nicht das, was der  nach Fürth zurückgeholte ehemalige Erfolgstrainer als Ergebnis sehen wollte.

FanlanglaufUnd wir, die Fans der Spielvereinigung, schon gar nicht!!! Die Mannschaft hat heute in der Aalener Scholz-Arena wieder nicht gezeigt, was in ihr steckt. Dass das Spiel vor fast leeren Zuschauer-Rängen über die Bühne ging, wundert mich im Nachhinein nicht im Geringsten. Man könnte seine Zeit an einem freien, recht sonnigen Samstagnachmittag im März weitaus sinnvoller nutzen – zum Beispiel so wie auf nebenstehendem Foto: mit Langlauf-Skiern auf traumhaften Loipen. Das Bild ist vor gut zwei Wochen während des Winterurlaubs in Ramsau am Dachstein entstanden, über den Kiki auch schon gepostet hat. In Weiß-Grün habe ich am Fuße des Dachsteins Werbung für unseren Verein und unser Fürth gemacht und nach dem Fußball-Krimi gegen den FC St. Pauli voller Zuversicht die kommenden Begegnungen der SpVgg erwartet.

Inzwischen gab es den Trainerwechsel von Kramer zu Büskens, der mich ebenfalls sehr optimistisch auf die nächsten Wochen schauen ließ. Denn so sehr ich Frank Kramers Qualitäten als Coach des Kleeblatts geschätzt habe – in einer mehr als schwierigen Situation bei der Übernahme des Tranerjobs hat er Zufriedenstellendes geleistet -, so sehr habe ich bei ihm das Temperament von Mike Büskens vermisst. Ich halte ihn einfach für jemanden, der ein Team mehr mitreißen und motivieren kann. Und für uns Fans gibt es mit ihm am Spielfeldrand immer wieder unterhaltsame Momente, wenn er mal aus der Haut fährt und ein anderes Mal begeistert jubelt. Zu Letzterem hatte er heute zunächst ja durchaus einen Grund, als Niko Gießelmann in der 17. Minute in Aalen das verdiente 1:0 gegen die Baden-Württemberger schoss.

Doch im Anschluss tendierte die Begegnung zu einem seicht dahinplätschernden, meist ziemlich langweiligen Spiel ohne jeden Höhepunkt. Schlimmer noch: Der Eindruck drängte sich auf, dass das Team nach dem Führungstreffer erst mal selbstzufrieden die Hände in den Schoß legte. Vor der Halbzeitpause brachten die Fürther nichts Nennenswertes mehr zustande. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel bitter rächen, als die Aalener noch einmal auftrumpfen konnten und Quaner in der 68. Minute der Ausgleich gelang. Übrigens nach einem Patzer von Torwart Wolfgang Hesl, dessen Tag das heute definitiv nicht war. Als in der Schlussphase obendrein noch Stephan Schröck Gelb-Rot sah und den Platz verlassen musste (87.), schwanden meine Hoffnungen dahin – und die der meisten anderen Fans wohl auch. Der für Tripic eingewechselte Florian Trinks konnte auch nichts mehr reißen, obwohl die wie immer souveräne Unparteiische Bibiana Steinhaus vier Minuten Nachspielzeit draufgab.

Mit dem mageren Remis belegt das Kleeblatt nun Rang 13 in der Tabelle und muss am Freitag, den 13. (!) , wieder ran. Mit dem TSV 1860 München trifft die Spielvereinigung im Ronhof auf einen Gegner, der ihr schon in der Vergangenheit einiges Pech brachte. Man denke nur an die völlig unnötige Niederlage von Fürth gegen die 1860er in der vergangenen Saison, die dazu geführt hat, dass das Kleeblatt nicht direkt in die Erste Liga aufsteigen konnte, sondern in die Relegation musste. – Oder bringt Freitag, der 13., der Spielvereinigung das längst verdiente Glück eines Heimsiegs? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Ein Schritt in die richtige Richtung!

Das war ein wirklich spannendes Fußballspiel: Gestern musste das Kleeblatt gegen den Tabellenzweiten – Fortuna Düsseldorf – auswärts ran, und schon vorab waren viele Fans und Journalisten skeptisch, wie man sich wohl gegen diese Mannschaft würde behaupten können. Denn die hatte es sich fest vorgenommen, mit einem Sieg die Spitze der Zweiten Liga zu erklimmen.

Fortuna Düsseldorf - SpVgg Greuther FürthAber: Die Spielvereinigung hat es den Nordrhein-Westfalen schwer gemacht, die Partie ging unentschieden 3:3 aus. Spielerisch kehrten die Kleeblätter mal wieder zu ihren „alten Form“ zurück. Offenbar ist es Coach Frank Kramer doch gelungen, die Stammakteure und neuen Spieler in den letzten Wochen zu motivieren und ihnen klar zu machen, wie man auch einen schwierigen Gegner knacken kann. Kramer hat nach wie vor mit vielen Verletzten zu kämpfen, gestern fehlte noch dazu Motor Stephan Schröck (Gelb-Sperre). Aber – wie es manchmal eben so ist -, ich hatte den Eindruck, sein Fehlen hat seine Mitspieler noch mehr angespornt.

Das erste Tor der Düsseldorfer kam überraschend in der 10. Minute durch einen katastrophalen Abwehrfehler: Marco Caligiuri spielte einen für Wolfgang Hesl völlig unerwarteten Querpass zurück zum Fürther Keeper. Konfusion, Hesl prallte mit Joel Pohjanpalo zusammen. Schiedsrichter Dr. Jochen Drees ließ weiter laufen, und Benschop schoss ins leere Tor zum 1:0. Kurze Überraschungsphase beim Kleeblatt, aber Tom Weilandt zirkelte drei Minuten später einen Freistoß sieben Meter vor das Tor, wo Niko Gießelmann akkurat ins rechte Eck zum 1:1 einköpfte.
Das nächste Tor für die SpVgg sollte dann erst in der 54. Minute fallen. Robert Zulj gelang ein schönes Kopfballtor (Foto). Und ab diesem Moment hatten die Kleeblätter spürbar Spaß am Fußball und dominierten Düsseldorf. Bis 13 Minuten vor Spielende, als Pohjanpalo den Ausgleich schaffte. Und es sollte noch schlimmer kommen: Wolfgang Hesl, der ja gestern nach seinem Mittelhandbruch zum ersten Mal wieder im Fürther Tor stand, unterlief ein fataler Fehler, als er Charlison Benschop im eigenen Strafraum umräumte. Natürlich: Elfmeter für Fortuna, den Benschop souverän verwandelte. Aber dann zeigte das Kleeblatt einfach Courage und hatte das nötige Quäntchen Glück: Eine Flanke von Przybylko von rechts ließ Wurtz für Robert Zulj durch, der dann mit einem direkten Schuss aus elf Metern zum 3:3 einlochte.

Fazit: Ein schöner Fußballabend, an dem das Kleeblatt im Vergleich zu den letzten Wochen wie ausgewechselt wirkte. Kapitän Wolfgang Hesl ist zwar ein „Fels in der Brandung“, aber gestern unterliefen ihm zu viele Fehler. Eigentlich war er an allen drei Gegentoren nicht ganz unschuldig. Schon am kommenden Freitag, 28. November, empfängt die Spielvereinigung um 18.30 Uhr den 1. FC Heidenheim im „Stadion am Laubenweg“. Der steht aktuell auf dem vierten Platz der Zweitliga-Tabelle. Also: Wieder eine harte Nuss fürs Kleeblatt. Die allerdings auch zu knacken sein müsste!

Ab morgen geht’s bergauf!

SpVgg Greuther Fürth - FSV FrankfurtMorgen hat das Warten auf das nächste Zweitligaspiel des Kleeblatts ein Ende – nach der Länderspiel-Pause geht es nach Düsseldorf zur Fortuna. Im letzten Herbst war diese Begegnung noch besonders pikant – wurden die Nordrhein-Westfalen damals doch vom „Aufstiegsmacher“ des Kleeblatts – Mike Büskens – trainiert. Er hatte zur Saison 2013/14 die Zweitligaelf übernommen und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieben. Am 30. November 2013 wurde er „nach einer Analyse der aktuellen sportlichen Situation“ beurlaubt. Die Fortuna stand zu diesem Zeitpunkt auf dem 15. Tabellenplatz in der 2. Bundesliga. Das Spiel am 7. Oktober 2013 hat die SpVgg leider mit 1:2 verloren. Aber das ist Vergangenheit.

Das morgige Spiel könnte für die Spielvereinigung wie eine Kehrtwende bei einer Schussfahrt ins Tal werden. Denn nach der 0:3-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC würden der SpVgg ein Auswärtssieg und drei Punkte gut zu Gesichte stehen. Wieso Kehrtwende? Kapitän Wolfgang Hesl steht morgen wieder im Fürther Tor. Er hatte sich in der Begegnung gegen 1860 München am 26. September verletzt – Bruch der Mittelhand – und fiel seitdem aus. Für ihn stand Tom Mickel im Fürther Tor – mit wenig Fortune. Zehn Gegentore in fünf Zweitliga-Spielen – wahrlich keine gute Bilanz.

Wolfgang Hesls Job wird es morgen sein, keine Tore der Gegner zuzulassen. Logisch! Aber vor allem hoffe ich darauf, dass er es mit seiner selbstbewussten und nachdrücklichen Art schafft, sein Team wieder zu mehr Konsequenz und spielerischer Klasse zu motivieren. Das ist dringend notwendig, denn die letzten Spiele waren mehr als dürftig. Das 14. Saisonspiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf in der „Esprit Arena“ wird also spannend. Wer nicht nach D-Town fahren kann oder will – die Partie wird ab 20.15 Uhr auf Sport1 live übertragen.

Wird das ein Traumtag für Kleeblattfans?

Training SpVgg Greuther FürthEine ganze Stadt steht gewissermaßen in den Startlöchern und freut sich auf den morgigen Tag: Am „Tag der Deutschen Einheit“ eröffnet OB Thomas Jung ab 10.15 Uhr die Fürther Kirchweih auf dem Vorplatz des Stadttheaters. Das alleine ist schon Grund zur Freude. Zu einem besonderen Tag für Kleeblattfans wird der Freitag aber vor allem deshalb, weil abends die Spielvereinigung den FC Erzgebirge Aue zum 9. Saisonspiel im Ronhof empfängt.

In den letzten Begegnungen hat das Kleeblatt ja nicht so ganz den Erwartungen entsprochen: Sicher, der 5:1-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg und das 3:0 gegen den FC St. Pauli ließen sich sehen. Der hart erkämpfte 2:1-Sieg gegen Kaiserslautern mit Hängen und Würgen war eine Zitterpartie. Aber die 0:2-Niederlage bei den Löwen in München war alles andere als befriedigend. Noch dazu hat sich Torhüter Wolfgang Hesl bei Rettungsversuch des zweiten Tores verletzt. Morgen wird Tom Mickel im Fürther Tor stehen. Für diese Schlüsselposition hat der Verein noch Verstärkung angeheuert: Miro Varvodić wird in Zukunft die Rückennummer 24 haben. Er soll – da Keeper Nummer drei Mark Flekken wegen eines Kreuzbandrisses auch noch länger ausfällt – parat stehen, wenn man für Tom Mickel Ersatz benötigt.
Der sympathische aussehende Miro Varvodić war zuletzt vereinslos. Der 25-jährige kroatische Torwart erhielt bei der SpVgg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Miro Varvodić ist der Sohn des in den 1980ern und 1990ern aktiven Profi-Torhüters Zoran Varvodić, er spielte bis 2006 in der Jugend von Hajduk Split. Sein Profidebüt in der ersten kroatischen Liga gab er im selben Jahr. Zu Beginn der Saison 2007/2008 wurde er an NK Mosor Žrnovnica ausgeliehen. Im Mai 2008 unterschrieb Varvodić einen Einjahres-Leihvertrag beim damaligen Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln. Zur Saison 2010/11 wechselte er fest zum 1. FC Köln. Am 15. Oktober 2010 gab Varvodic sein Debüt in der Fußball-Bundesliga beim Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund (1:2). Kleeblatt-Präsident Helmut Hack kommentiert die Entscheidung für Varvodić folgendermaßen:

„Miro hat sich zuletzt im Mannschaftstraining beim FC Schalke 04 fit gehalten. Nach unseren Recherchen sind wir zuversichtlich, dass wir mit Tom Mickel und Miro Varvodić zwei Torhüter in unseren Reihen haben, die unser Vertrauen genießen.“

Morgen Abend rechnet man mit zirka 11.500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg. Aber bei der guten Wettervorhersage wäre es doch angesagt, nach dem ersten Gang über die Kärwa das Spiel ab 18.30 Uhr live zu erleben, oder?

Nach Hesls OP wird Mickel im Tor stehen

TSV 1860 München - SpVgg Greuther FürthDas waren schlechte Nachrichten für das Kleeblatt und seinen Kapitän Wolfgang Hesl: Beim verlorenen Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München hat sich der Fürther Keeper einen Bruch der rechten Mittelhand zugezogen. Dies haben die Untersuchungen im Uni-Klinikum Erlangen ergeben. Hesl fiel bei seinem Versuch, das zweite Löwentor zu verhindern, unglücklich mit der Hand auf das Torgestänge. Martin Meichelbeck, Leiter des Lizenzbereichs der SpVgg, infomiert auf der Vereins-Website, dass man sich gemeinsam mit Wolfgang Hesl und den Spezialisten der Uni-Klinik dafür entschieden habe, die Verletzung operativ zu behandeln. Vor allem, um zu gewährleisten, dass die Hand auch für die Zukunft bestmöglich stabilisiert ist. Diese Operation findet am Mittwoch, 1.Oktober, in Erlangen statt. Die Ausfallzeit beträgt  – je nach Heilungsverlauf – mehrere Wochen.
Jetzt wird also Tom Mickel die erste Wahl im Kleeblatt-Tor sein. Tom Mickel ist seit der Winterpause 2012/2013 beim Kleeblatt. Der 25-jährige Torhüter kam damals vom Hamburger SV zur SpVgg. Tom Mickel durchlief von der U16 bis zur U20 alle deutschen Junioren-Nationalmannschaften – bei Energie Cottbus. Witzig ist die Selbsteinschätzung des geborenen Lausitzers:

„Torhüter sind schon irgendwie spezielle Typen, da nehme ich mich nicht aus. Wenn wir ein Tor kriegen, sind wir manchmal auch ein bisschen überdreht. Aber das liegt daran, dass wir eine ganz andere Einstellung zu Gegentoren haben als Feldspieler. Für sie ist es egal, ob sie 3:0 oder 3:1 gewinnen, doch für uns ist es das oberste Ziel, zu Null zu spielen.“

Mickel wird also in Zukunft im Fürther Tor stehen und Wolfgang Hesl vertreten. Das kann er gleich beim nächsten Spiel zeigen: Das Kleeblatt empfängt am nächsten Freitag, 3. Oktober, ab 18.30 Uhr den FC Erzgebirge Aue im Stadion am Laubenweg. Und: Dieser Freitag ist nicht nur Feiertag, sondern außerdem der Eröffnungstag der Fürther Kärwa. Man kann als relaxt über die Kirchweih laufen und dann gleich weiter zum Ronhof gehen. Und diese Partie – da bin ich mir sicher – widmen die Kleeblätter ihrem verletzten Keeper Wolle Hesl.

Gegen die Löwen verloren, aber schlimmer : Hesl verletzt

Wolfgang_Hesl_1860Das war gestern ein rabenschwarzer Freitag für die Spielvereinigung: Die Partie gegen den TSV 1860 München in der Allianz-Arena ging mit 0:2 verloren. Noch viel gravierender ist: Torhüter Wolfgang Hesl verletzte sich bei einer tollkühnen Parade, die zum zweiten Tor führte, an der Hand und musste ausgewechselt werden.

Das Omen dieses bayerischen „Wiesn-Derbys“ war von Anfang an nicht gut. Von 16 Spielen während des Oktoberfestes haben die Löwen bisher acht gewonnen, sieben Mal unentschieden gespielt und nur eines verloren. Kleeblätter sind (natürlich) nicht abergläubisch, aber sie kamen mit dem System von Trainer Frank Kramer nicht gut ins Spiel. Das Team aus München spielte entgegen aller Unkenrufen und bisheriger Ergebnisse wie ausgewechselt. Erst seit einigen Tagen werden sie ja von Markus von Ahlen trainiert, und dieser Neuanfang tut der Mannschaft offenbar gut. Eine ganze Halbzeit lang liefen dann auch die Jungs der Spielvereinigung dem Ball und ihren Gegnern hinterher. Erschwerend kam dazu, dass 1860 schon in der 6. Minute das Führungstor durch Rafael Okotie erzielt hatte.
Nach der Pause war dann deutlich mehr Leben in der SpVgg. Allerdings führten einige ganz gute Kombinationen nicht zum Abschluss. Vielmehr sollte es in der 74. Minute nach einer Verkettung unglücklicher Umstände zum zweiten Tor kommen: Hatten während des Spiels schon Thomas Pledl und Guilherme eine schwache Abwehr geboten, ermöglichte ein weiterer schlimmer Abwehr-Patzer das 2:0 für die Löwen: Nach einem riskanten Hesl-Auswurf stand der noch an der Strafraumgrenze. Stephan Fürstner verlor vor dem Strafraum den Ball an Joker Rodri. Sanchez übernahm und setzte aus 25 Metern zu einem spektakulären Schuss an. Der Ball flog über Hesl hinweg und schlug bombensicher ins Fürther Tor ein.
Besonders bitter für die SpVgg war es, dass sich Keeper Hesl beim Zurücksetzen ins Tor (Foto) seine rechte Hand schmerzhaft verletzt hatte. Für ihn kam dann Ersatzmann Tom Mickel auf den Platz, der sein Liga-Debüt für die Kleeblätter feierte. Das ganze Team des Kleeblatts war sichtlich geschockt vom 0:2 und der Verletzung ihres Kapitäns, sie suchten aber in den letzten Minuten der Partie trotzdem den Weg nach vorne.  Röcker traf nach einer Ecke in der Nachspielzeit immerhin die Latte. Trotzdem: Das Spiel war verloren.
Am Tag der Kirchweih-Eröffnung, 3. Oktober, empfängt ab 18.30 Uhr die Spielvereingung den FC Erzgebirge Aue im Ronhof.

Nachtrag: Wolfgang Hesl soll einen Mittelhandbruch erlitten haben und wird vermutlich für die gesamte Hinrunde ausfallen.

Tom Weilandt reißt es noch raus

SpVgg Greuther Fürth - VfR AalenEnglische Wochen, d.h. Wochen, in denen mehrere Ligaspiele anstehen (in der Bundesliga und Zweiten Liga gibt es pro Saison in der Regel ein bis drei „englische Wochen“ mit regulären Spieltagen am Dienstag und am Mittwoch), haben eine eigene Dynamik. Die Spieler werden physisch besonders gefordert. Die Fans haben „Fußball satt“ (was manchmal bedeutet, dass man lieber mal ein Heimspiel auslässt). Und die Ergebnisse entsprechen nicht unbedingt den Erwartungen. So auch in dieser Woche, wo die Spielvereinigung in sieben Tagen auf den FC Kaiserslautern (2:1), den VfR Aalen und am Freitag auf den TSV 1860 München trifft.
Die Begegnung gestern Abend im Stadion am Laubenweg gegen Aalen ging unentschieden 1:1 aus. Die Kleeblätter kamen nicht so gut ins Spiel. Nein, sie wirkten in der gesamten ersten Stunde eher verschlafen. Immerhin verhinderte Keeper Wolfgang Hesl mit einem gehaltenen Elfmeter in der 3. Minute eine frühe Führung der Gäste. Trotzdem schossen dann die Aalener in der 38. Minute mit einem Fernschuss von Andreas Ludwig das Führungstor. Lange sah es so aus, als ob es dabei bleiben sollte. Daran konnte auch der (für mich) beste Kleeblatt-Spieler auf dem Platz – Stephan Schröck – nichts ändern. Es ist immer ein Genuss, zu sehen, wie er mit seiner Kämpfernatur mal rechts, mal links agiert, den Ball um seine Gegner schlenzt, dribbelt und wie ein Ballkünstler gute Möglichkeiten für seine Mannschaft herausspielt. So auch gestern Abend. Er hatte mehr als eine Torchance, z.B. in der 81. Minute, wo er mit einem Schuss aus der zweiten Reihe nur am Ex-Fürther, dem Torhüter Jasmin Fejzic scheiterte. Schön, dass „Schröcki“ wieder hier im Fürther Team ist – ein echter Gewinn!

Die Spielvereinigung kam gestern gegen den VfR erst in den letzten 25 Minuten richtig auf Touren. Und da machte dann auch Tom Weilandt (auf dem Foto jubelt er nach seinem Treffer mit Niko Gießelmann) aus einer Drehung den 1:1-Ausgleich und rettete der SpVgg wenigstens einen Punkt. Schon gegen Kaiserslautern hatte der Ex-Rostocker am vergangenen Samstag ja den 2:1-Siegtreffer erzielt.
Übrigens saß gestern Abend der ehemalige Kleeblatt-Coach Mike Büskens unter den Zuschauern. Offenbar wollte er mal wieder Fürther Luft schnuppern.

Die Mannschaft hat nur wenig Zeit, um zu regenerieren, denn am Freitag steht bereits die nächste Aufgabe an: Die SpVgg reist nach München zum TSV 1860. Und wir wissen ja aus der letzten Saison, als das Kleeblatt im Aufstiegskampf in der letzten Minute zu Hause unglücklich gegen die Münchner mit 1:2 verlor, dass dieser Gegner ein schwerer ist.

Vielversprechender Einstieg in die neue Zweitliga-Saison

Es war großes Glück, dass die erste Begegnung des Kleeblatts in dieser Zweitliga-Saison 2014/15 kein Heimspiel war. Denn während die Spielvereinigung in Bochum gegen den VfL spielte, war in Nürnberg und Fürth bei einem starkem Sommergewitter Land unter. Unwetterstufe „orange“ und „rot“ – da ging’s in Fürth ab, und das Bardentreffen in Nürnberg war für kurze Zeit wie leergefegt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Fußballspiel endete unentschieden 1:1, und so hat das Kleeblatt einen ersten Punkt eingefahren. Auf dem Platz ging es intensiv und leidenschaftlich zu, insbesondere in der ersten Halbzeit und gegen Ende der Partie. Beide Tore waren etwas kurios: Nach einem Fehler von Zsolt Korcsmár wurde er von hinten von Sestak bedrängt und verlor den Ball leichtsinnig. Diese Chance ließ sich Simon Terodde nicht nehmen und traf mit einem Linksschuss lässig zum 1:0 für den VfL. Doch drei Minuten später kam das Kleeblatt zum Zug: Der Bochumer Celozzi spielt einen viel zu kurzen Rückpass auf Keeper Andreas Luthe. Der „neue“ Fürther Kacper Przybylko kamt dazwischen und machte den 1:1-Ausgleich.

VfL Bochum - SpVgg Greuther FürthDie Neuzugänge der Spielvereinigung – erfahrene Spieler und junge Wilde – machten heute eine gute Figur – in leuchtendem Orange. Vor 18.100 Zuschauern im Rewirpower-Stadion kam es zu genauem Abspiel und guten Paraden. Stephan Schröck agierte schnell, hatte echte Soli und man merkte, dass er Spaß daran hat, wieder bei seinen Kleeblättern zu sein.

Schon bei der Weltmeisterschaft in Brasilien hat mich des öfteren Torhüter Manuel Neuer Nerven gekostet. Er war in einigen Spielen weit im Sechzehnmeterraum und hat dort praktisch die Rolle eines Liberos eingenommen. Ganz so drastisch war es heute mit dem Fürther Keeper Wolfgang Hesl nicht. Aber mehr als einmal wagte er sich verdammt weit aus seinem Kasten raus – und fast wäre ihm das zum Verhängnis geworden. Nur mit einer spektakulären, echten „Hesl-Parade“ gelang es ihm in der 73. Minute, den Schuss von Yusuke Tasaka zu parieren.

Insgesamt ein guter Start. Bis zum Montag, 11. August, kann das Kleeblatt jetzt Luft holen. Denn dann ist schon das Lokalderby gegen den 1. FCN im Ronhof. Und da brennt die Hütte!

 

Rückschlag im Aufstiegskampf – aber noch ist alles drin!

Wirklich zu feiern gab es gestern Abend in der Gustavstraße nach dem Spiel gegen den TSV 1860 München eigentlich nichts. Das Kleeblatt hatte zuvor durch ein Tor der Löwen in der Nachspielzeit die Partie mit 1:2 verloren. Eine Niederlage, die nicht hätte sein müssen und die den Motor „Wiederaufstieg“ erst mal ins Stottern bringt.

Das Spiel fand vor vollem Haus statt (SpVgg-Rekordzahl in der zweiten Liga mit 16 140 Zuschauern) bei herrlichstem warmen Wetter mit Bombenstimmung. Gleich zu Anfang begannen jedoch einige Chaoten aus dem Fanblock der 1860er mit Pyrotechnik allen Zuschauern in der Südkurve und dem „Lohner“ kräftig einzuheizen. Nasen und Augen brannten, das Fürther Team zeigte demonstrativ Zusammenhalt, und der Stadionsprecher versuchte wiederholt, an die Vernunft der Gäste zu appellieren.

Nach einer Viertelstunde fiel dann das Tor der Münchner durch Osako. Wolfgang Hesl hatte praktisch keine Chance, den Ball zu halten. Aber das tat der Stimmung der Kleeblattfans keinen Abbruch. Belohnt wurden sie nur sechs Minuten später mit dem Gegentor von Ilir Azemi. Ab diesem Moment bestimmten die Fürther Gastgeber das Geschehen auf dem Platz. Zielgenaue Pässe, prima Kombinationen und großes Engagement machten das Spiel des Kleeblatts aus.

Nach der Pause schien dann bei der SpVgg irgendwie die Luft raus zu sein. Die Löwen kamen besser ins Spiel und die Partie wurde ausgeglichener. Ilir Azemi rackerte sich ab, versuchte aus jedem ihm zugespielten Ball – z.B. mit einem artistischen Fallrückzieher – einen gefährlichen Schuss zu machen. Er hatte mehr als einmal hervorragende Chancen zum 2:1. Aber es klappte nicht.
Beide Mannschaften suchten dann in der hektischen Schlussphase verzweifelt die Entscheidung. In der 83. Minute hatte Keeper Hesl einen Schuss des aufgerückten Schindlers souverän entschärft. Und dann fiel das völlig unerwartete zweite Tor der Löwen: Der aufgerückte Kai Bülow – bereits im Spiel gegen Arminia Bielefeld erfolgreich – wuchtete das Leder aus kurzer Distanz per Kopf aufs Tor. Hesl war noch dran, konnte aber das für Fürth so unglückliche Tor in der Nachspielzeit nicht verhindern.

Die Fürther Fans um mich herum waren konsterniert. „Einmal, wenn ich ins Stadion gehe“, meinte ein Zuschauer neben mir, „aber die Welt geht ja nicht unter.“ Überall traurige Gesichter, und die Stimmung bei den Kleeblattanhängern auf dem Weg von der Trolli Arena nach Hause oder in die Fürther Altstadt war gedämpft. Doch in Fürths Kneipenmeile sah man (nach einem Entspannnungs-„Grüner“) alles wieder pragmatisch: Die Spielvereinigung hat im Aufstiegskampf zwar einen herben Rückschlag erlitten. Aber sollte Paderborn morgen verlieren und auch der FC Kaiserslautern keinen Sieg erringen, dann ist alles noch drin.
Zwei Spiele stehen in dieser Saison noch auf dem Programm. Am vorletzten Spieltag, 4. Mai, ist die SpVgg  im „Stadion der Freundschaft“ gefordert: Ab 15.30 Uhr geht es für das Kleeblatt beim Tabellenletzten Energie Cottbus zur Sache. Und eine Woche später ist der SV Sandhausen im Ronhof zu Gast. Also: Kopf hoch und weiter hoffen!