Derbyheld Narey wird zum Torjäger beim HSV

Khaled Narey gehört zu den Fußballspielern, die ich während seiner Zeit bei der Spielvereinigung immer geschätzt habe. Er hat sich engagiert, ist gelaufen und gelaufen, er war sich (fast) nie zu schade, jedem möglichen Ball hinterher zu jagen. Der im rheinland-pfälzischen Neuwied geborene Rechtsaußen mit togolesischer Abstammung war vom 1. Juli 2016 bis zum 1. Juli 2018 beim Kleeblatt.
Zur aktuellen Spielzeit wechselte er von der SpVgg weiter lesen

Daniel Keita-Ruel in der Elf des Tages

Das Kleeblatt hat einen tollen Start in die neue Saison 2018/19 hingelegt: Der 3:1-Sieg zu Hause im Ronhof gegen den SV Sandhausen war Labsal für die geschundene Fürther-Fußball-Seele. Allen Zuschauern und den Spielern ist ein Stein vom Herzen gefallen, denn das Kleeblatt hat demonstriert, dass es wieder Tore schießen kann. Und die Mannschaft liegt aktuell auf dem zweiten Tabellenrang!

Heute hat nun das Sportmagazin kicker die Elf des ersten Spieltages der Zweiten Liga zusammengestellt. Und hier tauchen ein Neu-Fürther sowie ein Ex-Fürther auf. Daniel Keita-Ruel ist seit dem 1. Juli 2018 ein Kleeblatt und hat es am Samstag bei seinem ersten Einsatz für die SpVgg auf Anhieb geschafft, zwei Tore zu schießen (eines davon ein Elfmeter). Der andere Stürmer, der es in die kicker-Elf des Tages geschafft hat, heißt Serdar Dursun. Er wechselte ganz knapp vor dem Saisonstart am 1. August zum Zweitligisten SV Darmstadt 98. Und dann erzielt Dursun bei der gestrigen Partie gegen den SC Paderborn das einzige Tor für die Lilien. Soso, hier in Fürth konnte er nichts reißen. Und kaum ist er bei einem anderen Verein, schon klappt’s mit dem Toreschießen. Aber das kennen wir hier in Fürth ja schon! Ich erinnere beispielsweise an Niclas Füllkrug oder Lasse Sobiech. Fällt Euch auch noch jemand ein?

Alle in Weiß zur Saisoneröffnung!


Das erste Spiel der Saison 2018/19 kommt immer näher. Am Samstag, 4. August, ist es endlich so weit: Die Spielvereinigung empfängt um 15.30 Uhr den SV Sandhausen zu Hause im Ronhof. Schon diese erste Begegnung verspricht spannend zu werden, die Sandhausener haben die letzte Spielzeit immerhin auf dem 11. Tabellenplatz abgeschlossen.
Die ganze Stadt Fürth stimmt sich nach und nach auf den Start in der Zweiten Liga ein. Der Fanklub Stradevia 907 (Ableitung vom Italienischen: Strada della Vita = Straße des Lebens. Im weitesten Sinne steht „Stradevia“ für den Lebensweg, den die Klubmitglieder mit/für der/die SpVgg und die Kleeblattstadt gehen. 
907 steht für den Anfang der Postleitzahl Fürths) appelliert an alle Kleeblattfans, zum Saisonauftrakt und zum DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund am 20. August in Weiß zu kommen. Tragt euren Teil dazu bei, dass gegen den SV Sandhausen der Sportpark gut besucht ist und gegen den Champions League Teilnehmer aus Dortmund nicht gelb, sondern weiß die dominierende Farbe im Ronhof ist, so steht es auf der Website der Stradevia 907. Zu diesem Zweck hat Stradevia einen kurzen Videoclip produziert, der beim Ansehen Gänsehautgefühle hervorruft.  Vielleicht gelingt es auf diese Art ja, dass möglichst viele Fußballfans nicht nur Dauerkarten, sondern auch Tagestickets kaufen und dann beim Saisonstart mit weißer Kleidung zahlreich im Stadion erscheinen. Denn das hätten sie doch verdient – unsere Kleeblatt-Profis!

Kleeblatt Dursun will kein Veilchen werden

Fürths Stürmer Serdar Dursun wird also kein „Veilchen“. Nach Informationen der „Bild“, waren sich die Spielvereinigung und der FC Erzgebirge Aue über einen Wechsel zwar einig, doch offenbar wollte der 26-Jährige nach einem Besuch im Erzgebirge nicht wechseln. „Wenn seitens des Spielers die hundertprozentige Überzeugung fehlt, ist es für beide Seiten besser, von vornherein auf eine Zusammenarbeit zu verzichten. Die Verhandlungen wurden abgebrochen“, wird FCE-Geschäftsführer Michael Voigt zitiert. Die Saison 2017/18 beendeten die Auer auf dem 16. Tabellenplatz, gewannen dann jedoch in der Relegation gegen den Drittplatzierten aus der 3. Liga, den Karlsruher SC. Der gebürtige Hamburger Dursun lebt vermutlich gerne hier in Franken, ist von der Multikulti-Atmosphäre in der Kleeblattstadt angetan, und weiter lesen

Wir feiern! Das Kleeblatt hat’s geschafft!

Bis zur letzten Sekunde haben wir gezittert und gehofft, dass der FC Heidenheim nicht noch ein Tor in den Kasten von Sascha Burchert donnert. Aber dank des 6:2-Sieges des Aufsteigers (und Erstliga-Aspiranten) Holstein Kiel gegen Eintracht Braunschweig und vor allem durch das superspäte Tor von SV Darmstadt 98 gegen Erzgebirge Aue (86. Minute) schließt die Spielvereinigung auch mit dem 1:1-Unentschieden die Saison 2017/18 auf einem glücklichen 15. Tablellenplatz ab. Keine Relegation gegen den gefürchteten Karlsruher SC. Kein Abstieg in die Dritte Liga. Einfach Erleichterung. Der Verein, die Spieler (Foto nach dem Tor von Julian Green, Sportfoto Zink), wir Greuther-Weiber, viele Fürther feiern jetzt. Wir mit Champagner.

Offen gesagt hat fast jeder, den man in den letzten Tagen gefragt hat, nicht mehr an den Verbleib in der 2. Liga geglaubt. „So viel kann ich gar nicht hexen“, meinte meine Nachbarin heute lakonisch, deren magische Fähigkeiten dem Kleeblatt schon so manchen Sieg beschert haben. Verkäuferinnen beim Einkaufen schüttelten nur resigniert den Kopf. Sogar manch eingefleischte Club-Anhänger drückten heute dem Erzfeind Kleeblatt die Daumen und sprangen über ihren Schatten. Und Mitarbeiter der Spielvereinigung waren (unter vorgehaltener Hand) eher skeptisch und befürchteten das Schlimmste.

Wie dem auch sei: Das Kleeblatt hat’s geschafft. Dass es nach 34 Spielen mit jeweils 90 Minuten heute am Ende auf jede Sekunde ankam, ist symptomatisch. Dass der verletzungsbedingte Austausch von Maximilian Wittek und Kapitän Marco Caligiuri in der 83. Minute eine mögliche Achillesferse der Mannschaft hätte werden können, ein Albtraum. Dass Sascha Burchert auch heute wieder absolutes Engagement zeigte und mehrere Chancen der Heidenheimer mit tollen Paraden vereitelte, sollte niemand vergessen. Und wie die angereisten Kleeblattfans lautstark ihre Mannschaft anfeuerten, das war absolute Spitze!

Die Spielzeit ist vorbei. Ein sportliches Resumée ziehen wir in unserem Greuther-Weiber-Blog erst in der nächsten Woche. Wenn wir uns wieder beruhigt haben. Und die Anspannung von uns abgefallen ist. Und wir uns dann einfach nur auf ruhige Wochen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland und dann auf einen Neustart fürs Kleeblatt in die Spielzeit 2018/19 freuen.

Morgen gefühltes Endspiel fürs Kleeblatt

Zwei Spiele muss das Kleeblatt in einer unterm Strich desolaten Saison 2017/18 noch absolvieren. Die morgige Begegnung mit dem MSV Duisburg im Fürther Ronhof hat Endspiel-Charakter. Die Duisburger sicherten sich letzte Woche mit einem 4:1-Sieg gegen Jahn Regensburg den Klassenerhalt und rangieren jetzt auf Platz sieben. Die Zebras darf man auf keinen Fall unterschätzen – mit 48 Toren sind sie ziemlich erfolgreich. Und: Sechs Siege, zwei Remis, drei Niederlagen lautet die Heimspiel-Statistik zwischen der SpVgg und dem MSV Duisburg in der Zweiten Liga. Die Tordifferenz ist mit 20:19 Treffern dagegen ausgeglichen. Es fallen – wenn die Zebras beim Kleeblatt zu Gast sind – im Schnitt 3,5 Tore! Wird das vielleicht ein torreiches Spiel?

Wie in vielen Jahren, wird der morgige Tag – das letzte Heimspiel – in Fürth mit zwei Events eingeläutet: Dekan Jörg Sichelstiel lädt um 10 Uhr viele Kleeblatt-Fans zum Gottesdienst in die St. Michael Kirche. Und ab 10.30 Uhr hat die aktive Fanszene des Kleeblatts einen gemeinsamen Frühschoppen organisiert. Die Kleeblattanhänger fordern: „Lasst uns in dieser schwierigen Situation nochmals ein Stückchen näher zusammenrücken!“ Klingt gut, dank der späteren Anstoßzeit (15.30 Uhr) bleibt dafür auch genug Zeit. Das morgige Motto lautet: „Alle im Trikot, mit Fahne und Schal“. Also wird’s ab 10.30 Uhr in und vor den Kneipen der Gustavstraße ganz schön abgehen, die Emotionen sind aufgrund der prekären Situation der Spielvereinigung ja ohnehin auf Kante genäht!

Und ab 13.30 Uhr geht’s dann gemeinsam zum Ronhof. Das Stadion wird aller Voraussicht nach bestens besucht sein. Ganz wichtig für die Stimmung beim Spiel, denn der „zwölfte Mann“ – Fans und Anhänger mit ihrer Choreographie, ihren Anfeuerungsrufen und Gesängen – wird die Mannschaft in diesem wichtigen Spiel lautstark unterstützen.

Alle, deren Herz auch nur ein bißchen fürs Kleeblatt schlägt, halten morgen alle Daumen, damit das Team drei entscheidende Punkte einfährt. Und so dem drohenden Abstieg in die dritte Liga noch um ein Haar entgehen kann.

Wird das Spiel gegen St. Pauli zur Zerreißprobe?

Wie soll ein echter Kleeblattfan die Zeit bis morgen Nachmittag verbringen? Abwarten und ein Grüner-Bier trinken? Auf der Terrazza in der Neuen Mitte einen Sundowner schlürfen? Zum Felsenkeller radeln und dort die (vermeintliche) Ruhe genießen? Wie auch immer: Die Zeit bis zum Abpfiff des morgigen Kellerduells in der Zweiten Liga zwischen dem FC St. Pauli und der Spielvereinigung wird nur im Schneckentempo vergehen.

Natürlich weiß inzwischen jeder Fußballinteressierte und Fürther, dass das morgige Spiel fürs Kleeblatt entscheidend sein wird. Wer wird einen oder drei Punkte einfahren? Der Hamburger Kiezverein, der mit 37 Punkten auf dem Relegationsplatz liegt? Oder die Spielvereinigung, die mit nur einem Punkt Vorsprung direkt vor St. Pauli rangiert? Der SV Darmstadt und der 1. FC Kaiserslautern können am 32. Spieltag dem Kleeblatt im Abstiegskampf nicht gefährlich werden. Von dort droht (noch) keine Gefahr. Aber diese Hamburger… weiter lesen

Das Zittern geht weiter!

Der Countdown für die letzten Zweitliga-Spiele läuft – schon des längeren! Auch der 30. Spieltag hat der Spielvereinigung nicht den ersehnten Befreiungsschlag beschert. Im Gegenteil: Die Heimpartie gegen Aufsteiger Jahn Regensburg ging 1:2 zu Ende. Die vielgelobte Heimserie des Kleeblatts – seit zehn Spielen ungeschlagen (8 Siege und zwei Unentschieden) – hatte am letzten Freitag ein jähes Ende. Schade.

Auch ohne den verletzten Verteidiger Marco Caligiuri war die Begegnung im Sportpark Ronhof durchaus lebendig und vor allem von Zweikämpfen geprägt. Das Kleeblatt hätte nach dem Schlusspfiff genauso gut als Sieger in die Kabine gehen können, denn Chancen waren vorhanden. Die zweite Halbzeit startete Jahn Regensburg mit der Einwechslung von Jann George, der zwischen Juli 2013 bis Ende Juni 2015 bei der SpVgg im Kader war, damals allerdings nur ein einziges Spiel bestritt. Aber wie das ja oft mit Spielern ist, die hier in Fürth keinen Stich machen: Woanders entwickeln sie… weiter lesen

Bis Saisonende ohne Kapitän Caligiuri?

Kurz vor dem Anpfiff der Partie gegen den SV Sandhausen wurde bestätigt, dass Fürths Kapitän Marco Caligiuri sich im Spiel gegen Union Berlin (Foto: Sportfoto Zink) die Hand gebrochen hat. Die Verletzung und der längere Ausfall Caligiuris kommen für das Kleeblatt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. In den verbleibenden fünf Zweitliga-Spielen muss die SpVgg für den Klassenerhalt um jeden Punkt hart kämpfen. Die Situation, dass beinahe alle Teams noch absteigen könnten und sie punktmäßig ganz dicht beinander liegen, hat sich auch an diesem Wochenende nicht wesentlich verändert.

Da ist eine stabile Abwehr ganz entscheidend. Und für die war Marco Caligiuri – nach seinem Formtief in der letzten Saison – wieder der Garant. Am Freitag haben ihn die beiden Innenverteidiger Mario Maloca und Richard Magyar ersetzt. Aber Caligiuri hat als Kapitän auch die Funktion des Koordinators auf dem Platz. Und ist – wie im Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum im November 2017 – auch mal für ein Tor gut. Die Abwehrkette machte dieses Mal gegen Sandhausen  – vor gerade mal 6013 Zuschauern! – ihre Sache passabel: Das Duo Maloca/Magyar kompensierte Caligiuris Fehlen, Roberto Hilbert und Maximilian Wittek halfen immer wieder in der Mitte aus und sprangen ihren Kollegen zur Seite. Und so endete die Partie – die wenig Spannung und sportliche Klasse zeigte – unspektakulär mit 0:0. weiter lesen

Komplett verrückte Zweite Liga

Auch der 28. Spieltag hat in der Zweiten Liga für wenig Klarheit gesorgt: Tabellenführer Düsseldorf unterlag unerwartet beim Abstiegskandidaten SV Darmstadt 98. Der 1. FC Nürnberg schwächelte bei Dynamo Dresden und konnte mit dem 1:1-Unentschieden seinen Aufstieg noch lange nicht klar machen. Gewinner des 28. Spieltags waren der 1. FC Kaiserslautern, Erzgebirge Aue und VfL Bochum. Nennen wir das Kind beim Namen: 15 Teams können auch jetzt – sechs Spieltage vor dem Saisonende am 13. Mai – noch absteigen. Und das Kleeblatt ist mittendrin.

Diese Saison 2017/18 verläuft wirklich crazy: Der Kampf um den Klassenerhalt wird immer dramatischer und fängt bereits bei Platz vier an: FC Ingolstadt mit 40 Punkten. Auf Platz 16 rangiert der FC Heidenheim mit 34 Punkten. Nach 28 Spielen beträgt der Abstand zwischen dem Relegationsplatz und Rang vier also nur sechs Punkte. Und: Ingolstadts Abstand auf den Tabellendritten Holstein Kiel ist nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Heidenheim mit fünf Zählern ähnlich. Allenfalls Tabellenführer Fortuna Düsseldorf kann sich seines Aufstiegs relativ sicher sein. Relativ! In dieser Liga hangeln sich fast alle Mannschaften von Spiel zu Spiel, jeder Punkt wird hart erkämpft und ist extrem wichtig. Aber: Für alle Fans in den Stadien ist es natürlich ein herrlicher Nervenkitzel, wenn sich bei den letzten Begegnungen die Teams nichts schenken dürfen. weiter lesen