Heimsieg auf den letzten Drücker

Heute war bei warmem Herbstwetter der berühmte Grafflmarkt in Fürth. Und wie so oft fand am gleichen Tag im Sportpark Ronhof ein Spiel der Spielvereinigung statt. Der heutige Gegner hieß SV Wehen Wiesbaden. Vor dem Anpfiff lagen die Aufsteiger aus der Dritten Liga auf dem letzten Tabellenplatz der Zweiten Liga. Die Geschichte des hessischen Vereins ist interessant: In der Spielzeit 2006/07 gelang nach 81 Jahren Vereinsbestehen der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga. Seit der Saison 2007/08 trägt die Mannschaft ihre Heimspiele nicht mehr im Wehener Stadion am Halberg aus, da es nicht den Anforderungen der Deutschen Fußballliga (DFL) entsprach. Man entschied sich gegen eine Erweiterung und für einen Stadion-Neubau in Wiesbaden (Wehen ist der drittgrößte Stadtteil von Taunusstein und liegt nur zehn Kilometer von Wiesbaden entfernt). Seit der Umsiedlung nach Wiesbaden nennt sich der Verein SV Wehen Wiesbaden.

Das Spiel startete so, wie einige Skeptiker es befürchtet hatten: weiter lesen

„Alle in weiß“ in den Fürther Ronhof

Am kommenden Sonntag, 28. Juli, um 15.30 Uhr ist es ENDLICH wieder so weit: Die Spielzeit 2019/20 der Zweiten Liga startet auch für die Spielvereinigung, erster Gegner des Kleeblatts ist zu Hause der FC Erzgebirge Aue. Wie auch schon in den vergangenen Jahren hat die engagierte Fanszene in Fürth die Stadionbesucher aufgefordert, „alle in weiß“ zu kommen.

Wie das aussieht, weiter lesen

Bauhaus-Museum inspiriert Greuther-Weiber

Eine gute Freundin aus Fürth – kunstinteressiert, reiselustig und natürlich auch Kleeblattfan (mit der Kleeblatt-App auf ihrem IPhone!) – besuchte vor kurzem das neue Bauhaus-Museum in Weimar. Da ist sie dann auf dieses Plakat von Hannes Meyer aus dem Jahr 1926 gestoßen. Da sie gerne unseren Greuther-Weiber-Blog liest, hat sie natürlich gleich daran gedacht, uns dieses Plakat mitzubringen.

Im April 2019 wurde das neue Bauhaus-Museum eröffnet. Es ist dem frühen Bauhaus gewidmet sein, das 1919 in Weimar gegründet wurde und bis 1925 in der Stadt ansässig war. Der Schweizer Architekt Hannes Meyer wurde 1928 von Walter Gropius zu seinem Nachfolger als Direktor des Bauhauses ernannt. In einem Raum in Weimar steht jetzt Meyers textlich formulierte Zukunftsvision „Die neue Welt“ im Zentrum. Einzelne Sätze daraus sind aktueller denn je: „Wir leben schneller und daher länger.“, „Wir werden Weltbürger.“, „Das Stadion besiegt das Kunstmuseum.“ Und: „Die Gemeinschaft beherrscht das Einzelwesen.“

Der Slogan „das stadion besiegt das kunstmuseum“ kommt uns – so kurz vor der Eröffnung der Zweitliga-Spielzeit 2019/20 am nächsten Sonntag gerade recht. Klar, Kunst ist interessant und das Bauhaus-Museum in Weimar garantiert einen Besuch wert. Aber Hannes Meyer liegt mit seinem Ausspruch sicher nicht daneben!

Versöhnlicher Saisonabschluss – auch dank Fabian Reese

Spannung bis zur letzten Minute im letzten Spiel der Zweitliga-Saison 2018/19: In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelingt Richard Magyar der 2:1-Siegestreffer gegen den FC St. Pauli – das Kleeblatt hat sich damit den 13. Tabellenplatz gesichert. Das erste Tor war Fabian Reese (Foto: Sportfoto Zink) in der 51. Minute gelungen, nach einer Vorlage, die ebenfalls von Magyar kam. Insgesamt ein versöhnlicher Abschluss einer Spielzeit, in die Fürth vielversprechend startete, bevor plötzlich der Wurm drin war und man zeitweise sogar um den Klassenerhalt fürchten musste. 

Zahlreiche St. Pauli-Fans hatten ihr Team nach Franken begleitet, im Ronhof wurde ihnen deshalb ein zusätzliches Kontingent an Plätzen überlassen: Eine mit fast 14.000 Zuschauern beeindruckende Kulisse – schade, dass es in den vergangenen Monaten nicht öfter so war. Außerdem hatten sich die Anhänger beider Mannschaften eine originelle Choreografie einfallen lassen, was er Partie einen zusätzlichen Reiz verschaffte. Zusammen mit den angenehm frühsommerlichen Temperaturen also beste Voraussetzungen für einen interessanten Fußball-Nachmittag.

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Im Kleeblatt-Tor hat’s zu oft geklingelt

Teamkreis der Mannschaft vor Spielbeginn gegen Union Berlin (Foto: Sportfoto Zink)

Am kommenden Sonntag, 19. Mai, ist um 17.30 Uhr die Spielzeit 2018/19 für die Zweite Liga Geschichte. Der letzte Gegner der Spielvereinigung heißt FC St. Pauli. Der Ronhof wird aller Voraussicht nach super besucht sein, es gibt aber natürlich noch Karten. Übrigens: Das Wetter ist auch gut vorhergesagt.

Die Saison war für das Kleeblatt – dezent formuliert – eher durchwachsen. Es startete einigermaßen vielversprechend, gewann nie hoch, spielte mehrmals unentschieden. Kleeblattfans kamen erstmalig etwas ins Grübeln, als Mitte November… weiter lesen

Klassenerhalt endlich geschafft!

Die Mannschaft vor dem in grünen Rauch getauchten Kleeblatt-Fanblock (Foto: Sportfoto Zink)

Um es gleich vorwegzunehmen. Die Spielvereinigung hat heute den Klassenerhalt in der Zweiten Liga geschafft. Das 1:1-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue bescherte dem Kleeblatt 39 Punkte, da kann jetzt am letzten Spieltag zu Hause nichts mehr passieren.

Dass Grün die Farbe von Fürth und des Vereins ist, das demonstrierten die angereisten Fans eindrucksvoll vor dem Spiel. Und dann startete die Partie vielversprechend, ein Tor von Julian Green in der 16. Minute ließ die Herzen der Kleeblattanhänger höher schlagen. Aber der schnelle Ausgleich der Veilchen (20. Spielminute) holte alle auf den Boden der Tatsachen zurück. weiter lesen

Gerechtigkeit mit Videobeweis?

Schiedsrichter Christian Dingert zeigt Julian Green die gelb-rote Karte

Jeder von uns kennt die Bilder aus dem Endspiel bei der Fußball-WM 1966 im Wembley-Stadion: War der Ball in der 101. Spielminute über der Linie des deutschen Tores von Keeper Hans Tilkowski gegangen? Oder doch nicht? Der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst entschied nach Rücksprache mit Linienrichter Tofiq Bəhramov auf Tor. So wurde England Weltmeister und den Deutschen der zweite Titel nach 1954 verwehrt. Das wäre vielleicht ganz anders gelaufen, hätte es da schon den Videoassistenten gegeben.

Der Videobeweis ist die Nutzung einer Videoaufnahme zur Tatsachenentscheidung eines Schiedsrichters. Zur Saison 2017/18 wurde er in der deutschen Bundesliga eingeführt, in Russland 2018 kam der Videobeweis bei einer Fußball-WM zum ersten Mal Einsatz. Ab der kommenden Spielzeit wird nun also auch die 2. Liga folgen. Strittige Szenen werden dann im „Kölner Keller“ (Video-Assist-Center, VAC) überprüft. Die Torlinien-Technik wird es in der zweiten Liga aber weiterhin nicht geben.

Auch beim Kleeblatt waren (falsche) Schiedsrichterentscheidungen in dieser Saison ein Aufreger. Ich erinnere an Gegentore aus dem Abseits beim 1. FC Köln und Union Berlin und den fragwürdigen Platzverweis für Julian Green im Spiel gegen den Hamburger SV (Foto: Sportfoto Zink).
Die Spielvereinigung muss für die Einführung des Videobeweises tief in die Vereinskasse greifen. Die Zweitligaklubs nehmen mindestens 180.000 Euro Mehrkosten pro Saison auf sich und müssen außerdem in Glasfaserkabel investieren. In den wenigsten Arenen der 2. Liga ist die Technik vorhanden, die für eine reibungslose Übertragung der Bilder nach Köln ohne zeitliche Verzögerung sorgen kann.

Von Fußballfunktionären und Fans wird der Videobeweis allerdings durchaus kritisch beurteilt. Es kam vor, dass er in das Geschehen eingriff, ohne dass eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters vorgelegen hatte. Auch die zum Teil lange Dauer, bis eine Spielsituation abschließend bewertet wurde, ist Gegenstand der Kritik. Wird man bei Toren in Zukunft erst dann enthusiastisch jubeln dürfen, wenn der Videobeweis für Anerkennung eines Treffers gesorgt hat? Und wird dann spontane Begeisterung bald nicht mehr in den Stadien zu beobachten sein?

Noch eine Rechnung offen

Pierre-Michel Lasogga und Sascha Burchert beim Smalltalk (Foto: Sportfoto Zink)

Der Hamburger SV ist seit dem ersten Abstieg in seiner Vereinsgeschichte natürlich vollkommen darauf fixiert, in der Spielzeit 2019/20 wieder erstklassig zu sein. Das ließ sich anfangs auch gut an. Zu behaupten, dass der Hamburger Traditionsclub aktuell sportlich ein wenig in der „Krise“ist, wäre Jammern auf hohem Niveau. Der Mitabsteiger – der 1. FC Köln – rangiert an der Tabellenspitze, mit nur einem Punkt Rückstand folgen Union Berlin und der HSV. Der Lokalrivale FC St. Pauli ist allen mit nur einem Punkt Abstand dicht auf den Fersen.

Das Kleeblatt geht heute Abend mit einer gewissen Anspannung auf das Spielfeld. Immerhin: Es ist seit dem Wechsel zu Trainer Stefan Leitl noch ungeschlagen (1 Sieg, 2 Unentschieden) und holte fünf von neun möglichen Punkten. Das erste Aufeinandertreffen der SpVgg mit dem HSV in der Zweiten Liga im September vergangenen Jahres endete unentschieden mit 0:0.

Unvergessen ist natürlich das mit 0:1 unglücklich verlorene Spiel im September 2013, als Hamburgs Stürmer Pierre-Michel Lasogga das Kleeblatt aus dem DFB-Pokal kickte. Ihm war auch das 1:1 im Mai 2014 zu „verdanken“, als die SpVgg die Relegation gegen den HSV nicht gewinnen konnte und damit den Wiederaufstieg in die Bundesliga verpasste.
Lasogga wird auch heute Abend auf dem Platz stehen. Vielleicht schafft es das Kleeblatt, sich endlich für vermasselte Chancen zu revanchieren? Es wird also spannend. Um 20.30 Uhr ist Anpfiff im Hamburger Volksparkstadion.

Mehr Glück als Verstand!

Felix Wiedwald hält den zweiten Elfmeter von Daniel Keita-Ruel (Foto: Sportfoto Zink)

Eigentlich reicht die Überschrift schon für ein Fazit dieses Spiels: Mehr Glück als Verstand, viel mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Dass die Spielvereinigung die heutige Partie gegen den MSV Duisburg mit 1:0 gewonnen hat, ist einerseits schmeichelhaft, denn beide Teams waren ungefähr gleich harmlos. Andererseits ist es blamabel, denn es hätte am Ende 2:0 heißen müssen. Doch Daniel Keita-Ruel schoss beim zweiten Elfmeter (1. Minute der Nachspielzeit, siehe Foto) den Ball haargenau in die Hände des Duisburger Keepers Felix Wiedwald – und das, nachdem er fünf Minuten vorher bereits einen Foulelfmeter erst durch Nachschuss im Kasten der Gäste versenken konnte (86.). Ein äußerst schwaches Bild, das der Fürther Stürmer da abgab!

Mal ganz abgesehen davon, war schon Elfmeter Nummer eins ein sehr großzügiges Geschenk von Schiedsrichter Harm Osmers an das Kleeblatt. Denn im Zweikampf mit Duisburgs Hajri fiel Julian Green einen Tick zu früh hin, als es mit rechten Dingen hätte zugehen können. Doch der Unparteiische ließ sich weder von einigen protestierenden Duisburger Spielern in seiner Entscheidung beeinflussen noch von ihrem Trainer Lieberknecht, der deshalb schimpfte wie ein Rohrspatz.

Und sonst? Für den neuen Kleeblatt-Trainer Stefan Leitl war es ein glücklicher Einstand. Für ihn zählt nicht, wie dieses Ergebnis zustandegekommen ist – sondern nur, dass es 1:0 lautet und die Spielvereinigung damit den Abstand zum Tabellenende um drei Punkte vergrößern konnte. Ob der „neue Besen“ Leitl wirklich gut kehrt, wird sich beim nächsten Spiel am Sonntag, 17. Februar, gegen Holstein Kiel zeigen. Und für Duisburg? Für die Zebras war es eine bittere Pille, die sie im Ronhof schlucken mussten. Ein 0:0-Unentschieden wäre dem Spiel ehrlicherweise eher gerecht geworden. Aber was heißt im Fußball schon gerecht? Und Glück muss nicht nur der Mensch, sondern auch der Fußballer haben. So gesehen, geht das heute alles in Ordnung.

Man darf gespannt sein!

Andre Mijatovic und Stefan Leitl beobachten das Training (Foto: Sportfoto Zink)

Morgen empfängt die Spielvereinigung im Ronhof den MSV Duisburg. Und die Erwartungshaltung der Kleeblattfans ist hoch. Wurde doch Anfang der Woche Cheftrainer Damir Buric entlassen. Und schon am nächsten Tag Stefan Leitl als neuer Coach und Hoffnungsträger begrüßt. Leitl ist vielen als Trainer des FC Ingolstadt bekannt. Dort arbeitete er ein Jahr erfolgreich – bis er im September 2018 nach einem schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg aus sechs Spielen vor die Tür gesetzt wurde.

In den sozialen Netzwerken wurde nach seinem Engagement für die Spielvereinigung hitzig diskutiert. Den einen stieß sauer auf, dass Stefan Leitl ehemals ein Clubberer war. Doch noch mehr brachte sein Co-Trainer Andre Mijatovic, der zuletzt schon an der Seite von Leitl in Ingolstadt tätig war, das weiß-grüne Fanblut zum Kochen: Nach Ablauf seines Vertrages bei Dinamo Zagreb hatte der kroatische Abwehrspieler Andre Mijatovic im Juli 2005 ablösefrei zur SpVgg in die 2. Fußball-Bundesliga in Deutschland gewechselt. Nachdem der Verein 2007 eine Vertragsoption gezogen hatte, die den Kontrakt um ein weiteres Jahr verlängern sollte, hatte Mijatovic in einem Eilantrag eine Einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht Nürnberg gegen diese Entscheidung beantragt. Dieser wurde jedoch abgelehnt, so dass es am 6. August zur Hauptverhandlung kommen sollte. Da Mijatovic jedoch kurz vor Verhandlungsbeginn die Klage zurückzog, fand kein Prozess statt.

Wie dem auch sei: Morgen versucht das Kleeblatt, aus seinem Formtief herauszukommen. Gegen den Tabellensiebzehnten der Zweiten Liga ist das sicher auch machbar. Ob Stefan Leitl in den paar Tagen der Mannschaft neues Selbstbewusstsein und sportliches Können vermitteln konnte, bleibt abzuwarten. Morgen nach dem Abpfiff des Spiels wissen wir mehr!