Wir feiern! Das Kleeblatt hat’s geschafft!

Bis zur letzten Sekunde haben wir gezittert und gehofft, dass der FC Heidenheim nicht noch ein Tor in den Kasten von Sascha Burchert donnert. Aber dank des 6:2-Sieges des Aufsteigers (und Erstliga-Aspiranten) Holstein Kiel gegen Eintracht Braunschweig und vor allem durch das superspäte Tor von SV Darmstadt 98 gegen Erzgebirge Aue (86. Minute) schließt die Spielvereinigung auch mit dem 1:1-Unentschieden die Saison 2017/18 auf einem glücklichen 15. Tablellenplatz ab. Keine Relegation gegen den gefürchteten Karlsruher SC. Kein Abstieg in die Dritte Liga. Einfach Erleichterung. Der Verein, die Spieler (Foto nach dem Tor von Julian Green, Sportfoto Zink), wir Greuther-Weiber, viele Fürther feiern jetzt. Wir mit Champagner.

Offen gesagt hat fast jeder, den man in den letzten Tagen gefragt hat, nicht mehr an den Verbleib in der 2. Liga geglaubt. „So viel kann ich gar nicht hexen“, meinte meine Nachbarin heute lakonisch, deren magische Fähigkeiten dem Kleeblatt schon so manchen Sieg beschert haben. Verkäuferinnen beim Einkaufen schüttelten nur resigniert den Kopf. Sogar manch eingefleischte Club-Anhänger drückten heute dem Erzfeind Kleeblatt die Daumen und sprangen über ihren Schatten. Und Mitarbeiter der Spielvereinigung waren (unter vorgehaltener Hand) eher skeptisch und befürchteten das Schlimmste.

Wie dem auch sei: Das Kleeblatt hat’s geschafft. Dass es nach 34 Spielen mit jeweils 90 Minuten heute am Ende auf jede Sekunde ankam, ist symptomatisch. Dass der verletzungsbedingte Austausch von Maximilian Wittek und Kapitän Marco Caligiuri in der 83. Minute eine mögliche Achillesferse der Mannschaft hätte werden können, ein Albtraum. Dass Sascha Burchert auch heute wieder absolutes Engagement zeigte und mehrere Chancen der Heidenheimer mit tollen Paraden vereitelte, sollte niemand vergessen. Und wie die angereisten Kleeblattfans lautstark ihre Mannschaft anfeuerten, das war absolute Spitze!

Die Spielzeit ist vorbei. Ein sportliches Resumée ziehen wir in unserem Greuther-Weiber-Blog erst in der nächsten Woche. Wenn wir uns wieder beruhigt haben. Und die Anspannung von uns abgefallen ist. Und wir uns dann einfach nur auf ruhige Wochen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland und dann auf einen Neustart fürs Kleeblatt in die Spielzeit 2018/19 freuen.

Morgen gefühltes Endspiel fürs Kleeblatt

Zwei Spiele muss das Kleeblatt in einer unterm Strich desolaten Saison 2017/18 noch absolvieren. Die morgige Begegnung mit dem MSV Duisburg im Fürther Ronhof hat Endspiel-Charakter. Die Duisburger sicherten sich letzte Woche mit einem 4:1-Sieg gegen Jahn Regensburg den Klassenerhalt und rangieren jetzt auf Platz sieben. Die Zebras darf man auf keinen Fall unterschätzen – mit 48 Toren sind sie ziemlich erfolgreich. Und: Sechs Siege, zwei Remis, drei Niederlagen lautet die Heimspiel-Statistik zwischen der SpVgg und dem MSV Duisburg in der Zweiten Liga. Die Tordifferenz ist mit 20:19 Treffern dagegen ausgeglichen. Es fallen – wenn die Zebras beim Kleeblatt zu Gast sind – im Schnitt 3,5 Tore! Wird das vielleicht ein torreiches Spiel?

Wie in vielen Jahren, wird der morgige Tag – das letzte Heimspiel – in Fürth mit zwei Events eingeläutet: Dekan Jörg Sichelstiel lädt um 10 Uhr viele Kleeblatt-Fans zum Gottesdienst in die St. Michael Kirche. Und ab 10.30 Uhr hat die aktive Fanszene des Kleeblatts einen gemeinsamen Frühschoppen organisiert. Die Kleeblattanhänger fordern: „Lasst uns in dieser schwierigen Situation nochmals ein Stückchen näher zusammenrücken!“ Klingt gut, dank der späteren Anstoßzeit (15.30 Uhr) bleibt dafür auch genug Zeit. Das morgige Motto lautet: „Alle im Trikot, mit Fahne und Schal“. Also wird’s ab 10.30 Uhr in und vor den Kneipen der Gustavstraße ganz schön abgehen, die Emotionen sind aufgrund der prekären Situation der Spielvereinigung ja ohnehin auf Kante genäht!

Und ab 13.30 Uhr geht’s dann gemeinsam zum Ronhof. Das Stadion wird aller Voraussicht nach bestens besucht sein. Ganz wichtig für die Stimmung beim Spiel, denn der „zwölfte Mann“ – Fans und Anhänger mit ihrer Choreographie, ihren Anfeuerungsrufen und Gesängen – wird die Mannschaft in diesem wichtigen Spiel lautstark unterstützen.

Alle, deren Herz auch nur ein bißchen fürs Kleeblatt schlägt, halten morgen alle Daumen, damit das Team drei entscheidende Punkte einfährt. Und so dem drohenden Abstieg in die dritte Liga noch um ein Haar entgehen kann.

Wird das Spiel gegen St. Pauli zur Zerreißprobe?

Wie soll ein echter Kleeblattfan die Zeit bis morgen Nachmittag verbringen? Abwarten und ein Grüner-Bier trinken? Auf der Terrazza in der Neuen Mitte einen Sundowner schlürfen? Zum Felsenkeller radeln und dort die (vermeintliche) Ruhe genießen? Wie auch immer: Die Zeit bis zum Abpfiff des morgigen Kellerduells in der Zweiten Liga zwischen dem FC St. Pauli und der Spielvereinigung wird nur im Schneckentempo vergehen.

Natürlich weiß inzwischen jeder Fußballinteressierte und Fürther, dass das morgige Spiel fürs Kleeblatt entscheidend sein wird. Wer wird einen oder drei Punkte einfahren? Der Hamburger Kiezverein, der mit 37 Punkten auf dem Relegationsplatz liegt? Oder die Spielvereinigung, die mit nur einem Punkt Vorsprung direkt vor St. Pauli rangiert? Der SV Darmstadt und der 1. FC Kaiserslautern können am 32. Spieltag dem Kleeblatt im Abstiegskampf nicht gefährlich werden. Von dort droht (noch) keine Gefahr. Aber diese Hamburger… weiter lesen

Das Zittern geht weiter!

Der Countdown für die letzten Zweitliga-Spiele läuft – schon des längeren! Auch der 30. Spieltag hat der Spielvereinigung nicht den ersehnten Befreiungsschlag beschert. Im Gegenteil: Die Heimpartie gegen Aufsteiger Jahn Regensburg ging 1:2 zu Ende. Die vielgelobte Heimserie des Kleeblatts – seit zehn Spielen ungeschlagen (8 Siege und zwei Unentschieden) – hatte am letzten Freitag ein jähes Ende. Schade.

Auch ohne den verletzten Verteidiger Marco Caligiuri war die Begegnung im Sportpark Ronhof durchaus lebendig und vor allem von Zweikämpfen geprägt. Das Kleeblatt hätte nach dem Schlusspfiff genauso gut als Sieger in die Kabine gehen können, denn Chancen waren vorhanden. Die zweite Halbzeit startete Jahn Regensburg mit der Einwechslung von Jann George, der zwischen Juli 2013 bis Ende Juni 2015 bei der SpVgg im Kader war, damals allerdings nur ein einziges Spiel bestritt. Aber wie das ja oft mit Spielern ist, die hier in Fürth keinen Stich machen: Woanders entwickeln sie… weiter lesen

Bis Saisonende ohne Kapitän Caligiuri?

Kurz vor dem Anpfiff der Partie gegen den SV Sandhausen wurde bestätigt, dass Fürths Kapitän Marco Caligiuri sich im Spiel gegen Union Berlin (Foto: Sportfoto Zink) die Hand gebrochen hat. Die Verletzung und der längere Ausfall Caligiuris kommen für das Kleeblatt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. In den verbleibenden fünf Zweitliga-Spielen muss die SpVgg für den Klassenerhalt um jeden Punkt hart kämpfen. Die Situation, dass beinahe alle Teams noch absteigen könnten und sie punktmäßig ganz dicht beinander liegen, hat sich auch an diesem Wochenende nicht wesentlich verändert.

Da ist eine stabile Abwehr ganz entscheidend. Und für die war Marco Caligiuri – nach seinem Formtief in der letzten Saison – wieder der Garant. Am Freitag haben ihn die beiden Innenverteidiger Mario Maloca und Richard Magyar ersetzt. Aber Caligiuri hat als Kapitän auch die Funktion des Koordinators auf dem Platz. Und ist – wie im Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum im November 2017 – auch mal für ein Tor gut. Die Abwehrkette machte dieses Mal gegen Sandhausen  – vor gerade mal 6013 Zuschauern! – ihre Sache passabel: Das Duo Maloca/Magyar kompensierte Caligiuris Fehlen, Roberto Hilbert und Maximilian Wittek halfen immer wieder in der Mitte aus und sprangen ihren Kollegen zur Seite. Und so endete die Partie – die wenig Spannung und sportliche Klasse zeigte – unspektakulär mit 0:0. weiter lesen

Komplett verrückte Zweite Liga

Auch der 28. Spieltag hat in der Zweiten Liga für wenig Klarheit gesorgt: Tabellenführer Düsseldorf unterlag unerwartet beim Abstiegskandidaten SV Darmstadt 98. Der 1. FC Nürnberg schwächelte bei Dynamo Dresden und konnte mit dem 1:1-Unentschieden seinen Aufstieg noch lange nicht klar machen. Gewinner des 28. Spieltags waren der 1. FC Kaiserslautern, Erzgebirge Aue und VfL Bochum. Nennen wir das Kind beim Namen: 15 Teams können auch jetzt – sechs Spieltage vor dem Saisonende am 13. Mai – noch absteigen. Und das Kleeblatt ist mittendrin.

Diese Saison 2017/18 verläuft wirklich crazy: Der Kampf um den Klassenerhalt wird immer dramatischer und fängt bereits bei Platz vier an: FC Ingolstadt mit 40 Punkten. Auf Platz 16 rangiert der FC Heidenheim mit 34 Punkten. Nach 28 Spielen beträgt der Abstand zwischen dem Relegationsplatz und Rang vier also nur sechs Punkte. Und: Ingolstadts Abstand auf den Tabellendritten Holstein Kiel ist nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Heidenheim mit fünf Zählern ähnlich. Allenfalls Tabellenführer Fortuna Düsseldorf kann sich seines Aufstiegs relativ sicher sein. Relativ! In dieser Liga hangeln sich fast alle Mannschaften von Spiel zu Spiel, jeder Punkt wird hart erkämpft und ist extrem wichtig. Aber: Für alle Fans in den Stadien ist es natürlich ein herrlicher Nervenkitzel, wenn sich bei den letzten Begegnungen die Teams nichts schenken dürfen. weiter lesen

Veilchen verpassen dem Kleeblatt blaues Auge

Fast schon ein bisschen Oberwasser hatten viele Kleeblattfans vor der heutigen Begegnung gegen den FC Erzgebirge Aue. Denn die Sachsen lagen hinter dem Kleeblatt auf dem 16. Tabellenrang. Aber wie so oft kam es anders als man es erwartete. Und die Veilchen gewannen – durchaus verdient – mit 2:1.

In der ersten Halbzeit hatte man als unvoreingenommener Zuschauer den Eindruck, dass die SpVgg ihrer zuletzt guten Form hinterherhechelte. Da kam kein Pass an, die effektive Abwehr um Marco Caligiuri machte Fehler, der Angriff versemmelte eine Chance nach der anderen. Es waren vielmehr die Erzgebirgler, die gute Möglichkeiten hatten, präzise agierten, die klar bessere Mannschaft waren. Und in der 34. Minute ging Aue dann in Führung: Nazarov traf mit einem Distanzschuss nur den Pfosten, Maloca spielte den Ball Pascal Köpke vor die Füße – und dieser schoss ins lange Eck. Zum Leidwesen der 240 angereisten Kleeblattfans (die das Spiel mit weiß-grüner Pyro eröffnet hatten, Foto:Sportfoto Zink) legte Malcolm Cacutalua noch vor der Halbzeitpause den zweiten Treffer obendrauf. Eine mäßige Bilanz fürs Kleeblatt nach 45 Minuten. Wenn Fürths Keeper Sascha Burchert nicht mehrfach engagiert pariert hätte, wäre für die Veilchen noch mehr drin gewesen. weiter lesen

Erst mal Luft zum Durchschnaufen

Er ist so wichtig im Abstiegskampf – dieser heutige 2:1-Heimsieg des Kleeblatts gegen Eintracht Braunschweig. Sieben Spiele lang war die Spielvereinigung zu Hause schon ungeschlagen, heute also zum achten Mal.

Das Kleeblatt hatte in der ersten Spielhälfte nach einigen Startproblemen eindeutig mehr vom Spiel. In der 21. Minute gelingt es Khaled Narey nach Vorbereitung von Julian Green, seinen Gegner Reichel zu umspielen und einen Schuss aus kurzer Distanz im Kasten der Eintracht zu platzieren. Doch statt aus dieser Führung etwas zu machen, rennen die Fürther im Anschluss erfolglos gegen die Braunschweiger Abwehr an. Und obwohl sie mehr Ballbesitz haben, können sie ihre Dominanz nicht in einen zweiten Treffer ummünzen. Der Eintracht gelingt es nach einer guten halben Stunde, den Druck zu erhöhen. Und nicht nur das: In der 45. Minute schafft ausgerechnet der Ex-Fürther Dominick Kumbela, der in seiner Zeit beim Kleeblatt keinen Treffer landen konnte, den Ausgleich – 1:1 auch der Halbzeitstand.

Und schon müssen die Fans in der zweiten Hälfte wieder zittern. Beim Kleeblatt kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Zum Glück können auch die Braunschweiger nicht an ihre starke Phase am Ende des ersten Durchgangs anknüpfen. So bleibt es lange Zeit beim 1:1-Spielstand. Kapitän Marco Caligiuri, der bis gestern gegen eine Grippe kämpfte, lässt in der 77. Minute eine Riesenchance verstreichen, als er, völlig frei stehend, eine einwandfreie Hereingabe von Maxi Wittek aus wenigen Metern Entfernung am Tor der Eintracht vorbeiköpft. Zu diesem Zeitpunkt war man als Fan eigentlich fast am Verzweifeln. Doch dann geht es blitzschnell: Erst ein verpatzter Fürther Konter, dann kann Jurgen Gjasula doch noch zu Sebastian Ernst passen – und der macht in der 79. Minute klare Sache: 2:1 für die Spielvereinigung (Foto: Sportfoto Zink).

Der Rest des Spiels bestand größtenteils nur noch aus Spielerwechseln auf beiden Seiten ohne sehenswerte Spielzüge. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck gibt drei Minuten obendrauf, die die Eintracht zum Glück auch nicht mehr nutzen kann. Es bleibt beim insgesamt verdienten 2:1. Die Spielvereinigung steht nun auf dem 15. Tabellenplatz und hat sich dadurch zumindest etwas Luft verschafft. Allerdings: Der nun auf Rang 16 platzierte VfL Bochum hat an diesem Wochenende noch nicht gespielt. Und er muss morgen ausgerechnet gegen den 1. FC Nürnberg ran. Eine verflixte Situation, und das vor dem Lokalderby nächste Woche!!!

Die Fortuna wieder als Glücksbringer

Vor Spielbeginn heute haben wir uns gern an die Hinrunde erinnert, als das Kleeblatt im Ronhof Fortuna Düsseldorf mit 3:1 besiegte. Ein echter Überraschungsschlag des damaligen Tabellenletzten gegen den Tabellenersten. Heute trat mit der Fortuna die beste Heimmannschaft gegen die schwächste Auswärtself an. Nicht die besten Voraussetzungen also. Und doch: Das „Glück“, das die Düsseldorfer im Namen führen, war auch heute lange Zeit dem Kleeblatt hold. Denn 75 Minuten lang führten die Fürther in der Esprit-Arena nach einem frühen Tor durch Maxi Wittek (10. Minute). Der hatte einen direkten Freistoß aus dem spitzen Winkel mit voller Wucht ins gegnerische Tor geknallt. Schockstarre in Düsseldorf.

Im Anschluss war die Partie aber aus Fürther Sicht leider überhaupt keine Glanzleistung. Denn das Spiel bestand eigentlich nur aus Angriffen der Fortuna, die von der Verteidigung des Kleeblatts geblockt wurden. Düsseldorf machte das Spiel, Fürth wehrte ab und zeigte kaum einmal einen ernsthaften Angriff. Doch das Glück blieb dem Kleeblatt bis zur Pause und weit darüber hinaus treu. Der Fortuna gelang – zugegeben: unverdienterweise – einfach nicht der Ausgleichstreffer. In der 64. Minute landete der Ball schließlich doch im Fürther Kasten – aber wieder kein Tor für Düsseldorf, denn Hoffmann hatte im Abseits gestanden. Die Spielqualität stieg nun zusehends, trotz der katastrophalen Platzverhältnisse (der Rasen glich mehr einem Acker) war es plötzlich ein ziemlich unterhaltsames Fußballspiel. Doch auch der Druck, den die Fortuna machte, nahm zu. Und so schaffte der in der 60. Minute eingewechselte Usami schließlich in der 76. Minute das 1:1. Am Ende wurde es dann wieder einmal eine echte Zitterpartie, vor allem, als die drei Minuten Nachspielzeit einfach nicht enden wollten und in der 4. Minute der Verlängerung noch eine Ecke der Gastgeber bis zum letzten Zug ausgespielt werden durfte.
Insgesamt geht das 1:1 fürs Kleeblatt (Foto: Sportfoto Zink) heute in Ordnung. Bleibt zu hoffen, dass Darmstadt 98 das Nachholspiel am Mittwoch, 21. Februar, gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht gewinnt. Sonst liegt die SpVgg wieder auf einem Abstiegsplatz…

Kommt jetzt endlich in die Gänge, Jungs!

Über das sportliche Schicksal des Kleeblatts aus 400 Kilometern Entfernung – aus einem schneereichen Winterurlaub in der Steiermark – nachzudenken, das ist sozusagen Masochismus pur. Letzte Woche hat die Spielvereinigung ihr 21. Zweitligaspiel in dieser Saison mit 0:3 in Ingolstadt verloren. Sie liegt nach wie vor auf dem vorletzten Tabellenrang und hat 20 Punkte auf dem Konto.
Und jetzt wird es allmählich brisant: Gestern gewann der 1. FC Kaiserslautern, der am Tabellenende der Zweiten Liga rangiert, zu Hause mit 3:1 gegen den Shootingstar Holstein Kiel. Im zweiten Spiel unter Trainer Michael Frontzeck fuhr der FCK den zweiten Sieg ein. So flammen die Hoffnungen auf einen Klassenerhalt beim FCK wieder auf. Da beweist es sich mal wieder, was ein Trainerwechsel vor allem für die Psyche eines Vereins ausmachen kann.
Gott sei Dank – zumindest aus Kleeblattsicht – hat der SV Darmstadt 98 gestern die Partie gegen den VfL Bochum mit 1:2 verloren. So sind nach wie vor nur zwei Punkte mehr als bei der SpVgg auf dem Konto des Bundesliga-Absteigers. Aber nicht zu früh gefreut: Nachdem das Spiel am 19. Spieltag zwischen dem FC Kaiserslautern und Darmstadt abgebrochen wurde, wird es am 21. Februar wiederholt. Ausgerechnet diese beiden Vereine – das  könnte für die Spielvereinigung fatal sein.

Morgen um 13.30 Uhr empfängt das Kleeblatt Dynamo Dresden im Ronhof. Die Kulisse wird gut, mindestens 10.000 Zuschauer werden erwartet. Am 5. Spieltag fand das Auswärtsspiel in Dresden statt, bei dem sich die Teams 1:1 unentschieden trennten. Mit aktuell 26 Punkten steht das Team aus Sachsen auf Tabellenplatz zwölf. Das morgige Spiel ist das zwölfte Aufeinandertreffen beider Vereine. Bei bisher fünf ausgetragenen Partien in Fürth siegte die SpVgg vier Mal und verlor nur ein einziges Spiel gegen die Mannschaft aus Sachsen.
Also: Das Kleeblatt muss jetzt ENDLICH in die Gänge kommen. Wittek, Gugganig, Sontheimer, Narey (Foto: Sportfoto Zink), Maloca, Green, Dursun und so weiter: Da hilft kein Katzenjammer wegen verpasster Chancen oder ungerechter Schiedsrichter-Entscheidungen. Da muss die Mannschaft endlich mal aus eigener Kraft Punkte machen und alles mobilisieren, was in ihr steckt. Sonst, Jungs, könnte das Abstiegsgespenst zuschlagen und es für den weiß-grünen Sympathieträger im deutschen Fußball bald zappenduster werden!