Einen Punkt durch Joker Philipp Hofmann

Stilecht haben die Greuther-Weiber heute gemeinsam mit einer Freundin (die letztes Jahr von Erlangen nach Fürth gezogen, inzwischen „angekommen“ und auf dem besten Wege ist, ein Kleeblattfan zu werden) im „Grüner Brauhaus“ mit einem zünftigen Mittagessen den fünften Spieltag eingeläutet. Ein 0:1-Sieg fürs Kleeblatt war mein Tipp – gegen Dynamo Dresden, da musste der Knoten doch ENDLICH platzen.

Nur eine Handvoll Kleeblattfans im DDV-Stadion, das mit gut 28.000 Zuschauern wie so oft gut besucht war. Fürths Interims-Coach Mirko Dickhaut hatte sich nach dem Abgang von Janos Radoki in die Situation eingefunden. Im Gegensatz zum Spielsystem unter Radoki mit einer Dreierkette und zwei Stürmern stellte er die Fürther heute im System 4-2-3-1 auf. Und er ließ einen wichtigen Neuzugang in der Startelf sein Debüt feiern: Julian Green. Der zeigte auch schnell, dass die Vorschusslorbeeren für ihn berechtigt sind. Er könnte der neue Hoffnungsträger im Fürther Kader sein. Einige gute Chancen in der ersten Halbzeit hatte zudem Jurgen Gjasula. Doch dann gelang Dynamo Dresden in der 36. Minute das Führungstor: Dresdens Neuzugang Haris Duljevic machte links Tempo und nahm den aufgerückten Philip Heise mit. Der schoss den Ball in die lange Ecke, Megyeri streckte sich, kam aber nicht ran. 1:0 für die Gastgeber – lange Gesichter bei den Kleeblättern. weiter lesen

Mehr Frauen in die Fußballstadien!

Das nenne ich eine gute Fan-Aktion: Weil am kommenden Sonntag mit Bibiana Steinhaus erstmals eine Schiedsrichterin ein Bundesliga-Spiel pfeift, hat sich Hertha BSC etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Satte 50 Prozent Sondernachlass erhalten alle Frauen, die sich eine Eintrittskarte für das Berliner Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am Sonntag (Anstoß: 15.30 Uhr) kaufen. Der Verein will mit diesem „Bibiana-Steinhaus-Ticket“ den historischen Moment würdigen: die Premiere, dass eine Frau eine Partie im deutschen Oberhaus leitet. Ein Hintergedanke ist natürlich auch, etwas für die Stadionauslastung zu tun. Den 2:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am ersten Spieltag hatten nur 44.751 Zuschauer im Olympiastadion verfolgt, in der Saison 2016/17 waren im Schnitt 47.384 pro Spiel gekommen.
Mir gefällt diese besondere Ticket-Aktion. Das wäre doch auch eine Anregung für die Spielvereinigung. Seit Jahren sind sehr geringe Zuschauerzahlen im Fürther Ronhof zu beklagen. Nach Angaben des Kicker besuchten in der letzten Spielzeit den Sportpark Ronhof Thomas Sommer insgesamt 160.785 Zuschauer, im Schnitt also 9.457 Gäste. Keines der 17 Heimspiele war ausverkauft. Im Vergleich dazu waren beim FC St. Pauli knapp 500.00 Zuschauer, im Schnitt über 29.000 pro Spiel. Und von 17 Begegnungen in Hamburg waren neun ausverkauft. Mit ihrer mageren Zuschauerbilanz rangiert die SpVgg auf dem drittletzten Platz der Zweiten Liga.

Also: Die Preise für die Dauerkarten in dieser Saison deutlich zu reduzieren, ist eine Möglichkeit, mehr Besucher in den Ronhof zu locken. Ab und zu mal günstigere Tickets für Frauen bei Kleeblatt-Heimspielen anzubieten, wäre eine gute Initiative – und natürlich ganz im Sinne der Greuther-Weiber, die sich in ihrem Blog ja besonders um die weiblichen Aspekte des Fußballs überhaupt und beim Kleeblatt im Speziellen kümmern.

Kleeblatt-Mädels lassen auf viel hoffen!

Seit dieser Saison mischt das Frauenteam der Spielvereinigung (Foto aus der Vereins-Website) in der Regionalliga mit. Wir haben in unserem Greuther-Weiber-Blog im Juni darüber geschrieben, dass es die Frauenmannschaft der Fürther in die dritthöchste Spielklasse – und damit die höchste in der Vereinsgeschichte der weiß-grünen Fußballdamen – geschafft hat. Leider haben die Mädels in der ersten Partie letztes Wochenende gegen den FC Ingolstadt mit 1:4 verloren. Aber es gab ja viele gute Ansätze: Die weiblichen Kleeblätter hätten in der ersten halben Stunde durchaus in Führung gehen können. Allerdings brachten nach einer Standardsituation und einem Konter die Ingolstädterinnen Ramona Maier (Minute 37) und Vanessa Haim (60 Sekunden später) die Gäste mit einem Doppelpunch in Führung. Und mit dem 3:0 nach 50 Spielminuten sorgte Nadine Zenger früh für die Vorentscheidung zugunsten der Oberbayern. Dann flammte nach dem Anschlusstreffer von Kleeblatt-Mittelfeldspielerin Lara Schmidt in der 65. Minute noch einmal Hoffnung auf. Die Schanzerin Katharina Schmittmann stellte aber zwölf Minuten vor Schluss den 4:1-Endstand her, der unter dem Strich um mindestens ein Tor zu hoch ausfiel. Insgesamt spielten die Fürther Mädels (Trainer Kevin Schmidt) streckenweise auf Augenhöhe und gingen – trotz der Niederlage – mit positiver Haltung aus dem Spiel.
Am 24. September steigt das nächste Lokalderby zwischen den beiden Herrenmannschaften der Spielvereinigung und des 1. FC Nürnberg im Ronhof. Am 13. Spieltag, also am 26. November 2017, wird das erste Regionalliga-Derby zwischen dem weiblichen Kleeblatt und der Frauen- und Mädchenmannschaft des Clubs stattfinden. (Im Verbandspokal Bayern 2014/15 haben die Nürnberger die Kleeblatt-Frauen mit 3:0 besiegt.)
Aber erstmal könnte es für die Mädels am kommenden Sonntag (10. September, 14.30 Uhr) gegen den ETSV Würzburg die ersten Regionalliga-Punkte geben.

Wer soll die „Untrainierbaren“ trainieren?

Seit vergangenem Montag ist die Profimannschaft der Spielvereinigung ohne Trainer – über die Art und Weise bzw. die (möglichen) Hintergründe der Entlassung von Janos Radoki wurde schon genug geschrieben. Interessant ist jetzt vielmehr die wichtige Frage, wer der neue Kleeblatt-Coach werden könnte. Sieht man sich die (lange) Liste der aktuell verfügbaren Trainer an, findet man interessante Namen.
Fangen wir an bei den Männern, die die SpVgg schon trainert haben: Bruno Labbadia war zuletzt beim Hambuger SV und ist seit Ende September 2016 ohne Job. Mike Büskens ist seit Ende April 2017 frei und stand zuletzt bei Schalke 04 unter Vertrag. Und Armin Veh trainierte bis Anfang März 2016 Eintracht Frankfurt und wurde damals wegen mangelnden Erfolgs freigestellt.
Klangvolle Namen wie Martin Schmidt (bis Mai 2017 bei Mainz 05), Thomas Schaaf (bis Anfang April 2016 bei Hannover 96) oder Michael Frontzek (schon früher bei Hannover 96) könnten ebenfalls Optionen für die Spielvereinigung sein. Trainer, die international aktiv waren, haben wohl kaum Lust, nach Fürth – das sie sicher als fußballerische Provinz betrachten – zu kommen. Der Verein könnte solche Leute wahrscheinlich auch kaum bezahlen. Wir wollen schließlich auch nicht gleich nach den Sternen greifen und Thomas Tuchel vorschlagen, der Borussia Dortmund sehr erfolgreich trainiert hat, aber mit der BVB-Vereinsführung nicht klar kam.
Namen, die von Seiten der SpVgg-Spitze aktuell gehandelt werden, sind Tayfun Korkut, der bis Ende Juni Bayer Leverkusen trainerte. Und Markus Weinzierl, der den FC Augsburg 154 Spiele coachte und in die Bundesliga führte. Er ist seit Ende Juni 2017 – nach nur einem Jahr bei Schalke 04 – wieder zu haben.
Jemand wie Valérien Ismaël kommt für die Kleeblätter überhaupt nicht in Frage: Er war bekanntlich 2014 einige Monate Trainer des 1. FC Nürnberg. Allerdings steht der langjährige Karlsruher Trainer Markus Kauczinski – zuletzt beim FC Ingolstadt –  bei der Vereinsführung am Ronhof angeblich in der engeren Wahl.

Wie dem auch sei: Inzwischen haben die Kleeblatt-Profis nach der angeblichen Spielerrevolte gegen Janos Radoki in einigen Medien das Image von „Untranierbaren“. Das klingt nicht gut und motiviert den einen oder anderen Traineraspiranten bestimmt nicht, sich von der Spielvereinigung engagieren zu lassen. Vielleicht lassen wir Tierorakel Daisy (Foto oben) mal wieder weissagen, wer das Rennen machen wird? Aber ob sie bei der Entscheidungsfindung weiter kommt? Besonders zuversichtlich schaut sie ja nicht gerade drein.

Kleeblatt schickt Trainer Radoki in die Wüste

Vier Spiele in der neuen Saison 2017/18, vier Niederlagen – die Spielvereinigung rangiert mit null Punkten am Tabellenende. Heute hat die Vereinsführung die Konsequenzen gezogen und sich von Trainer Janos Radoki getrennt. Man habe sich – so auf der Kleeblatt-Website zu lesen – „darauf verständigt, dass auf der Trainerposition neue Ansätze gefunden werden sollen, damit die SpVgg Greuther Fürth so schnell wie möglich in die Erfolgsspur zurückfindet“.
„Es ist schade, dass wir den Weg mit Janos nicht fortsetzen können. Aber am Ende geht es um die Zukunft des Vereins, der über allem steht“, so Präsident Helmut Hack. Und Direktor Profifußball Ramazan Yildirim dankt Radoki für die geleistete Arbeit und wünscht ihm für seinen weiteren Weg als Trainer alles Gute. Bis auf Weiteres wird Co-Trainer Mirko Dickhaut das Training der Lizenzmannschaft leiten.

Nach der Niederlage am vergangenen Freitag gegen den FC Ingolstadt wurde schon in allen Sozialen Netzwerken heftig darüber diskutiert, wo die Gründe für die miserablen Leistungen des Kleeblatts zu suchen sind. Fehlen gute, erfahrene Spieler, die sich auch mal etwas trauen? Oder sollte man – dieser Meinung waren nicht wenige – Trainer Janos Radoki schnellstmöglich aus seiner Verantwortung entlassen? Er habe – so war bei Facebook häufig zu lesen, den Kontakt zu seinen Spielern verloren und als Trainer einfach keine gute Arbeit geleistet.

Ich muss sagen: Janos Radoki hat nach der Entlassung von Stefan Ruthenbeck am 21. November 2016 einen guten Job gemacht. Er setzt konsequent und trotzdem fair sein Konzept um. Meiner Meinung nach hätte man abwarten sollen und ihm noch einige Spieltage Bewährungsfrist geben können. Oder was meint Ihr?

Kleeblatt behält die Rote Laterne

Ich glaube, das Kleeblatt-Maskottchen Eddy – ein grüner Drache – hat es schon kommen sehen. Ab der 56. Minute lief er völlig niedergeschlagen und bedröppelt am Spielfeldrand entlang. Mit gutem Grund: Eine Minute vorher hatte der FC Ingolstadt das Führungstor geschossen. Wahrscheinlich ahnte Eddy schon, was noch kommen sollte.

Die Begegnung der beiden „Kellerkinder“ der Zweiten Liga – die Spielvereinigung und Erstliga-Absteiger FC Ingolstadt – im Ronhof startete bei besten (Wetter-)Bedingungen. Erst vor zwei Tagen hatten sich die Schanzer ihres bisherigen Trainers Maik Walpurgis „entledigt“ und ihn gegen Stefan Leitl ausgetauscht. Der stand heute natürlich gewaltig unter Druck.
Die Partie startete ganz vielversprechend, beide Teams spielten schnell und passgenau. Die 8655 Zuschauer hofften auf viele Tore, sahen sich aber bald enttäuscht. Keine der Mannschaften zeigte wirklich Klasse. In der Halbzeitpause hatte Leitl seinen Schanzern wohl eingeheizt. Denn sie gingen nach zehn Minuten in Führung: Nach einem Abspielfehler von Marco Caligiuri (der bis dahin routiniert und eiskalt verteidigt hatte) gibt Marvin Matip den Ball zu Sonny Kittel in den Strafraum, und dieser knallt die Kugel ins „kurze“ Eck. Fürths Torwart Balazs Megyeri machte dabei keine allzu gute Figur. Nach dieser Führung der Gäste bekam Eddy (siehe oben) die Krise. Zu Recht, denn wenig später foulte Fürths neuer Innenverteidiger Matti Langer bei seinem Debüt – schon mit einer Gelben Karte verwarnt – Stefan Lex und handelte sich einen Platzverweis ein (58.). Die Spielvereinigung musste ab jetzt in Unterzahl gegen den Rückstand kämpfen.
Weiterhin waren die Aktionen des Kleeblatts konfus und hektisch: hier ein Fehlpass, da ein unnötiges Foul, Torschüsse weit am Ziel vorbei, kein Konzept, kein Plan. Trainer Janos Radoki wechselte Sebastian Ernst und Philipp Hofmann ein, zwei offensive Kräfte, die es aber auch nicht mehr herausreißen konnten. Kurz vor Spielende blieb Sebastian Ernst mit einer Einzelaktion im Strafraum hängen (87.). Und Khaled Narey – wie so oft der Unermüdliche im Kleeblatt-Team – fasste sich in der Nachspielzeit ein Herz und schoss aus dem Stand heraus in die Arme von Ingolstadts Keeper Örjan Nyland.

Die Spielvereinigung rangiert nach dem vierten Spieltag und der zweiten Heimniederlage mit null Punkten allein auf dem letzten Platz der Zweiten Liga. Sie gastiert nach der Länderspielpause am Freitag, 8. September, 18.30 Uhr, bei Dynamo Dresden. Bis dahin muss sich Janos Radoki etwas einfallen lassen!

Schlechtester Zweitliga-Saisonstart fürs Kleeblatt

Da vergeht sogar dem optimistischsten Kleeblattfan allmählich die gute Laune: Die Spielvereinigung hat es tatsächlich geschafft, den schlechtesten Saisonstart in ihrer Zweitliga-Karriere hinzulegen. Im dritten Spiel die dritte Niederlage, das spricht Bände. Obwohl die Partie gegen den Aufsteiger Holstein Kiel, der nach 36 Jahren wieder die Zweite Liga erreicht hat, aus Fürther Sicht super anfing. Drei Chancen in knapp drei Minuten, das ließ auf mehr hoffen. Und in der Tat machte Jurgen Gjasula in der 12. Minute das erste Saisontor für Fürth. Und ich hätte daraufhin gewettet, dass der 5:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den Oberligisten SV Morlautern dem Kleeblatt einen richtigen Push gegeben hat und die Mannschaft das heute auch in der Zweiten Liga umsetzen würde. Aber dem war (leider) nicht so!

Je mehr die „Holsteiner Jungs“ heute ins Spiel kamen, desto öfter sah man Marvin Ducksch eindrucksvoll vor dem Tor von Balasz Megyeri. Im Minutentakt spielte Ducksch tolle Chancen heraus, die die Fürther Abwehr zuerst noch einigermaßen parieren konnte. Aber in der 25. Minute passiert dann das Unvermeidliche: Nach einer Ecke der „Störche“ kann die SpVgg noch klären, allerdings bleiben die Kieler in Ballbesitz. Über Kingsley Schindler kommt der Ball zu Christopher Lenz, der vom Strafraumeck aus flankt und Ducksch anspielt. Der steht zwischen den Verteidigern und köpft freistehend zum 1:1-Ausgleich ein. Lediglich sieben Minuten später kommt es erneut zur Ecke. Innenverteidiger Schmidt nickt aus etwa drei Metern ins Fürther Tor. Diesmal hat die Kleeblatt-Defensive komplett versagt. Keine Chance für den Kleeblatt-Keeper.

Die heimischen Zuschauer im Holstein-Stadion (der drittältesten, heute noch genutzten Spielstätte in der Bundesliga, der Ronhof ist noch älter) tobten, auch wenn kurz vorher pechschwarze Wolken für Regen gesorgt hatten. Aber es sollte aus Fürther Sicht noch bitterer kommen: Khaled Narey verschuldete unglücklich – und nicht ganz eindeutig! – einen Foulelfmeter. Das gefoulte Ex-Kleeblatt Dominick Drexler übernahm selbst den Strafstoß und erhöhte sicher auf 3:1. Wenige Minuten später verhinderte Narey Gott sei Dank das 1:4.

Fazit: Drei Spiele in der neuen Saison, drei Niederlagen, null Punkte. Ohne die gute Leistung von Kapitän Megyeri (Foto) hätte es heute für das Kleeblatt noch viel düsterer ausgesehen – er verhinderte einige beinahe sichere Torschüsse der Kieler Störche. Insgesamt 31 Torschüsse  gab es heute, immerhin 13 davon gingen aufs Konto der SpVgg. Aber die Kleeblatt-Abwehr machte Fehler (kein guter Tag vor allem für Lukas Gugganig). Mein Hauptkritikpunkt ist allerdings die abwartende Haltung vieler Spieler. Man läuft viel, ist nicht faul, Pressing ist allerdings in weiten Phasen ein Fremdwort. Und wie der torgefährliche Marvin Ducksch gedeckt wurde, wie ihm alle Möglichkeiten zum Angriff und Torabschluss gewährt wurden – das spottet jeder Beschreibung. Da wird sich Trainer Janos Radoki in den nächsten Tagen etwas einfallen lassen müssen.
Das Kleeblatt rangiert punktgleich (und jeweils 2:6-Toren) mit FC Ingolstadt am Tabellenende. Am Freitag, 25. August (18.30 Uhr), empfängt die SpVgg ausgerechnet diesen Verein im Fürther Ronhof. Na, ich bin mal gespannt…!!

Ex-Kleeblätter im Kader der Störche

Nächsten Sonntag, 20. August (Anpfiff: 13.30 Uhr), bestreitet die Spielvereinigung das dritte Saisonspiel beim Aufsteiger Holstein Kiel. Der Ostsee-Verein hat drei Ex-Kleeblätter im Kader, die für Fürther Fußballfans von Bedeutung waren:

Sebastian Heidinger (Foto: links): Der Mittelfeldspieler wechselte in der Winterpause 2016 vom 1. FC Heidenheim zum Ligakonkurrenten nach Fürth. In der Winterpause der Saison 2016/17 lösten Heidinger und die SpVgg den Vertrag wieder auf, Heidinger ging zum Drittligisten SC Paderborn, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag erhielt. Der wurde jedoch 2017 in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Zur Saison 2017/18 wurde der Spieler vom Zweitliga-Aufsteiger Holstein Kiel verpflichtet. Heidinger stand vergangenen Freitag im Kader, als die „Störche“ in der ersten DFB-Pokal-Runde Eintracht Braunschweig mit 2:1 besiegten.

Ilir Azemi (Foto: Mitte) Azemis Karriere bei der SpVgg war von Höhen und Tiefen geprägt. Am 25. August 2012 gab er für die Profis sein Bundesligadebüt gegen den FC Bayern München. Sein erstes Tor erzielte er am 4. Mai 2013 im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart, am 25. März 2014 beim 4:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf gelang ihm sein erster Doppelpack. Durch einen schweren Autounfall im August 2014 wurde Azemis Karriere eineinhalb Jahre unterbrochen. Erst im Januar 2016 konnte er an einem Testspiel der Kleeblatt-Reserve teilnehmen. Im Januar 2017 wurde er bis zum Saisonende an den damaligen Drittligisten Holstein Kiel ausgeliehen, im Mai 2017 wurde Azemi fest verpflichtet und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2018 ausgestattet.

Tom Weilandt (Foto: rechts) Im Juni 2013 verpflichtete die erst kurz zuvor aus der Ersten in die Zweite Bundesliga abgestiegene SpVgg Tom Weilandt, die einen Vertrag über drei Jahre mit ihm abschloss. Sein Ligadebüt für Fürth krönte er beim ersten Spieltag  (2:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld) mit seinem ersten Tor. Nach Ablauf des Vertrages verließ Weilandt den Verein zum Ende der Saison 2015/16. Beim VfL Bochum unterschrieb er im Sommer 2016 einen Vertrag über zwei Jahre. Dort erzielte er in 22 Ligapartien drei Tore, sieben weitere legte er für seine Kollegen auf. Doch in den letzten Wochen reifte bei dem Mittelfeldspieler der starke Wunsch nach einem Vereinswechsel. Denn unter Bochums neuem Coach Ismail Atalan begann Weilandts Stern in Bochum zu sinken: Er gehörte weder im DFB-Pokal noch in den bisherigen zwei Ligapartien zum Kader. Der 25-Jährige wird bis zum Saisonende an die Kieler Sportvereinigung Holstein ausgeliehen. Für den gebürtigen Rostocker ist der Wechsel an die Ostsee auch persönlich von Bedeutung. Denn der Sohn des ehemaligen Fußballprofis Hilmar Weilandt wurde beim F.C. Hansa Rostock ausgebildet.

Es geht also doch: 5:0 im DFB-Pokal

Heute ist für Kleeblattfans der Himmel noch ein wenig blauer als normal. Keine Frage, denn der gestrige 5:0-Sieg in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den SV Morlautern macht nicht nur die Profis der Spielvereinigung wieder selbstbewusster.

Das ist allerdings auch dringend nötig. Denn die ersten beiden Begegnungen in der neuen Spielzeit 2017/18 hat das Kleeblatt ja verloren. Gegen den Bundesliga-Absteiger SV Darmstadt war das 0:1 auswärts zu erwarten und kein Problem. Die 1:2-Niederlage zu Hause im Ronhof gegen Arminia Bielefeld kam dann umso überraschender. Und niederschmetternder.

Gestern also fünf Tore bei den Amateuren des SV Morlautern (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar). Das Spiel im Stadion in Pirmasens fand vor 2800 Zuschauern statt – von denen zirka 150 Fans aus Fürth angereist waren. Dass dem Traum der Pfälzer, das Spiel im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern auszutragen, nicht entsprochen worden war, war in Anbetracht dieser geringen Zuschauerzahl mehr als klug. Denn auf dem Betzenberg wären zwischen 15.000 und 20.000 Zuschauer nötig gewesen, um in die Gewinnzone zu kommen. weiter lesen

Bibiana pfeift Bayern-Spiel beim DFB-Pokal

Herzlichen Glückwunsch, Frau Steinhaus! Nach ihrer Beförderung zur ersten Bundesliga-Schiedsrichterin in der deutschen Fußball-Geschichte für die kommende Spielzeit 2017/18 hat Bibiana Steinhaus jetzt das große Los gezogen. Sie wird morgen in der 1. DFB-Pokalrunde die Partie des deutschen Meisters FC Bayern München gegen den Chemnitzer FC leiten.

Die 38-Jährige aus Hannover – über die wir in unserem Greuther-Weiber-Blog schon mehrfach aus verständlichen Gründen (Stichwort: „Frauen-Power“) geschrieben haben – leitet somit eine interessante Begegnung: den Auftritt des Rekord-Pokalsiegers beim Drittligisten am morgigen Samstag (Anstoßzeit: 15.30 Uhr). Assistieren werden ihr an den Seitenlinien Mark Borsch aus Mönchengladbach und Frederick Assmuth aus Köln. weiter lesen