Ach du Schre(ö)ck!

Die schlimmsten Befürchtungen sind jetzt Realität: Stephan Schröck hat sich in der Begegnung gegen Alemannia Aachen doch ernsthaft verletzt. Der SpVgg-Profi erlitt eine Zerrung des inneren Kniescheiben-Bandes. Das ergaben Untersuchungen an diesem Wochenende. Der 25-Jährige wird damit  – nach Angaben von Kleeblatt-Mannschaftsarzt Dr. Harald Hauer auf der Vereins-Homepage – bis auf Weiteres ausfallen.
Das ist für das Kleeblatt eine neue Hiobsbotschaft. Schon vor einer Woche hatte ja Hoffnungsträger Gerald Asamoah Pech. Der Kleeblatt-Stürmer hatte sich beim 2:0-Erfolg in Duisburg eine Verletzung am rechten Oberschenkel zugezogen. Anschließende Untersuchungen ergaben die Diagnose: Muskelfaser-Riss. Es droht eine Ausfallzeit von mindestens zwei bis drei Wochen. Wegen einer ähnlichen Verletzung beim Testspiel gegen Austria Wien musste der Deutsch-Ghanaer schon im Trainingslager in der Türkei pausieren.
Damit muss Trainer Mike Büskens im nächsten Spiel gegen 1860 München (Samstag, 17. März, 13 Uhr in der Allianz Arena) auf zwei wichtige Spieler verzichten. Und ob Asamoah beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund am 20. März wieder fit ist? Das steht in den Sternen.
Auf jeden Fall keine schöne Situation für den Verein. Und heute hat auch noch Verfolger Eintracht Frankfurt einen 5:1-Sieg gegen den Tabellenletzten Hansa Rostock eingefahren und liegt jetzt wieder nur einen mickrigen Punkt hinter der Spielvereinigung auf Tabellenplatz zwei. Es ist wie verhext!

Nullnummer in Aachen

Edgar PribGut, es gibt Studien, die wollen herausgefunden haben, dass Trainerwechsel aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit meistens nicht wirklich etwas bringen. Ich erinnere da an eine Untersuchung einiger Forscher aus Münster und Kassel aus diesem Jahr, die sich mehr als 150 Trainerentlassungen zwischen 1963 und 2009 vorgenommen haben und dabei zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die meisten Mannschaften nicht im Geringsten davon profitieren.
Und doch konnte man bei der Partie der SpVgg in Aachen mal wieder sehen, dass sich Mannschaften unter neuem Coach zumindest kurzzeitig steigern können. Weitaus stärker als in den vergangenen Wochen  hat man die Aachener bei ihrer ersten Partie unter Interimstrainer Ralf Außem erlebt. Von einem Duell Tabellenführer gegen Schlusslicht war da jedenfalls nichts zu erkennen, im Gegenteil. Die Fürther hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie ohne Zähler die Heimreise hätten antreten müssen. So ist die Spielvereinigung nochmal mit einem blauen Auge – und einer ärgerlichen Roten Karte für Edgar Prib – davongekommen.

Auf Gedeih und Verderb gegen das Kleeblatt?

alemanniaMit harten Bandagen will der nächste Gegner der Kleeblätter wohl kämpfen? Auf der Website von Alemannia Aachen habe ich dieses vielversprechende „Begrüßungsfoto“ entdeckt. Super, was? Aber zu dieser Begegnung später mehr.

Bei der Spielvereinigung tut sich im Moment so einiges. Zur Verstärkung des Profikaders wurde jetzt Burak Kaplan verpflichtet. Der offensive Mittelfeldspieler kommt auf Leihbasis bis zum 30. Juni 2011 vom Erstligisten Bayer Leverkusen in den Ronhof. Kaplan wurde in Köln geboren, er ist Türke und U21-Nationalspieler seines Landes. Gestern hat der 20-Jährige die erste Trainingseinheit mit dem Kleeblatt-Team absolviert. Trainer Mike Büskens beurteilt auf der Vereins-Homepage den Neuzugang so:

Burak ist ein junger Spieler, der bei Bayer schon Erfahrungen in der Euro League sammeln konnte. Er ist dribbelstark, quirlig und beweglich und kann Eins-zu-Eins-Situationen für die Mannschaft lösen.

Und auch Burak Kaplan freut sich offensichtlich, dass er jetzt in Fürth die SpVgg unterstützen kann:

Ich möchte möglichst viel Spielpraxis sammeln und der Mannschaft bei ihren Zielen helfen. Ich bin voll im Training und bereit, wenn mir der Trainer die Chance gibt.

Kaplan erhält beim Kleeblatt die Trikot-Nummer 11 und wird vermutlich am Samstag, 29.1., beim Spiel gegen Aachen für die Kleeblätter antreten. Die Partie gegen den Zehntplatzierten könnte zu gewinnen sein, denn der Mannschaft steckt bestimmt noch das Pokalspiel gegen den FC Bayern München am Mittwoch in den Knochen. Das hat Aachen mit 0:4 verloren. Die Weiß-Grünen sind voll motiviert und zeigen ab 13 Uhr – hoffentlich – volle Konzentration. Und werden kämpfen – auf Gedeih und Verderb!

Happy Birthday, Sportpark Ronhof!

Der Sportpark Ronhof feiert am Samstag, 11. September, seinen 100. Geburtstag. Schon seit Wochen hat die Spielvereinigung mit verschiedenen Aktionen die Fürther Bevölkerung auf das Jubiläum aufmerksam gemacht. Ein Höhepunkt wird mit Sicherheit das Spiel gegen Alemannia Aachen am Sonntag, 12. September, ab 13.30 Uhr in der Trolli ARENA.
Vorab ein Tipp von den „Greuther-Weibern“: Wer aus berufenem Mund einiges zur Historie des Sportparks hören und sehen möchte, der darf sich eine Fernsehsendung am heutigen Freitag, 10. September, nicht entgehen lassen: Der Vize-Präsident der SpVgg, Edgar Burkart, ist zu Gast in der „Frankenschau Aktuell“ des Bayerischen Fernsehens. Gemeinsam mit der Moderatorin Karin Schubert blickt er zum 100. Geburtstag des Sportparks Ronhof auf die bewegte Geschichte der Sportstätte zurück und gibt natürlich auch die eine oder andere Anekdote zum Besten. Die Sendung beginnt um 17.30 Uhr im Bayerischen Fernsehen.
20100910_jubilaeumstrikotFür den Sonntag hoffen die Kleeblätter auf einen möglichst hohe Zuschauerzahl. Bestimmt werden viele Fans den Weg in den Ronhof antreten, um „ihren Sportpark“ gebührend zu feiern. Beim Jubiläumsspiel zeigen sich die Spieler von Trainer Mike Büskens übrigens in einem speziell gestalteten weiß-goldenen Sondertrikot (das Foto haben wir der Homepage der SpVgg entnommen, es zeigt Edgar Prib und Stephan Schröck mit dem Jubiläumstrikot). Dort, wo auf dem Shirt sonst das Kleeblatt zu sehen ist, tragen die SpVgg-Profis das Aktions-Logo „100 Jahre Ronhof“ auf der Brust. Weitere Besonderheiten des auf 500 Stück limitierten Trikots: Der Schriftzug „100 Jahre Ronhof“ auf der Kragen-Rückseite, ein geprägtes SpVgg-Logo von 1910 sowie der Schriftzug „Spielvereinigung“ auf dem Rücken. Die Hemden sind dann ab dem 12. September in allen Fanshops für 100 Euro erhältlich.

Fürth bleibt Remis-König

Superwetter in Nordrhein-Westfalen und tolle Stimmung am 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im „Tivoli“. Langweilig war’s heute bei der Begegnung vor 18 924 Zuschauern zwischen Alemannia Aachen und der SpVgg Greuther Fürth nicht. Nach einem guten Beginn der Kleeblätter hatten sich die Chancen im Laufe der ersten 45 Minuten immer mehr auf die Seite der Schwarz-Gelben verlagert.  Und so schoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch Abdul Özgen per Kopfball das 1:0 für die Gastgeber.

remisSchweißnasse Hände bekamen viele Zuschauer dann direkt nach der Pause. Innerhalb von zehn Minuten passierten alle Höhepunkte des Spiels: Nach Högers sehenswertem Zuspiel schwächelte in der 48. Minute Rahn kurz, und Babacar Gueye traf aus 15 Metern locker ins linke Eck – unhaltbar für den Fürther Keeper Max Grün. Ein Schlag in die Magengrube für die Fürther, für die das Match gelaufen schien.

Doch auf der Gegenseite erzielte Sami Allagui drei Minuten später beinahe den Anschlusstreffer, aber Fehlanzeige. Der Tunesier versuchte sein Glück nochmals in der 54. Minute, nutzte eine Unachtsamkeit der Aachener Defensive und traf knochentrocken aus 16 Metern ins Tor. Und nur eine Minute später hatten die Fürther mehr Glück als Verstand: Aus halbrechter Position will Nico Müller den Ball querlegen,  macht einen Linksschuss, der Alemanne Herzig geht dazwischen und fälscht das Leder – für Fürth glücklich – ins eigene Tor ab.

Dann blieb der Kampf der beiden Teams weiter spannend, auch wenn es nicht mehr zu den ganz klaren Chancen reichte. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung, Nicolai Müller hätte in der 77. Minute die Sache perfekt machen können. Doch der Ball prallte vom rechten Pfosten ab. In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent: Nach Aktionen von Auer  (88.) und einem Kopfball des mittlerweile eingewechselten Mauersberger auf der Gegenseite (90.), stand in der Nachspielzeit Demai im Blickpunkt des Geschehens: Der Rechtsverteidiger klärte gleich dreimal vor der Linie (90.+1) und rettete für seine Mannschaft das 2:2.

Insgesamt ein lebendiges Spiel, das Kleeblatt schnupperte in der zweiten Halbzeit am Sieg, konnte das aber nicht umsetzen. Es war das vierte Unentschieden in Folge, das Team von Mike Büskens ist seit fünf Spielen ungeschlagen und hat nun 43 Punkte auf dem Konto. Durch den Sieg des SC Paderborn in Duisburg fällt die SpVgg auf Rang neun zurück. Wir hoffen am vorletzten Spieltag, am Sonntag, 2. Mai, um 17.30 Uhr auf ein spannendes Spiel im Playmobil-Stadion gegen den Tabellenzweiten und möglichen Aufsteiger FC St. Pauli.

Fürth-Gegner Aachen hat sich übernommen

Würde man in Fürth durch die Fußgängerzone gehen und Passanten fragen, ob sie sich wünschen, dass die SpVgg Greuther Fürth in die 1. Bundesliga aufsteigt, ich würde Wetten abschließen: Die meisten würden mit „Ja“ antworten. Aber so einfach wäre es nicht. Hauptproblem ist vor allem das Playmobil-Stadion, Verzeihung: Bald heißt es ja „Trolli-Arena“. Was jedoch nichts daran ändert, dass hier nur 15 000 Zuschauer (9200 Sitz- und 5800 Stehplätze) Platz finden. Denkt man an Spiele gegen Bayern München oder andere große Vereine (vom Club der Nachbarstadt möchte ich an dieser Stelle nicht reden), die dann im Ronhof stattfinden würden, wäre das auf  jeden Fall zu wenig Platz.

e2fabd2748bafa046881875bf9a50c68-4046Die Konsequenz wäre also ein Stadionneubau. Das könnte aber – abgesehen vom Standort – auch massive finanzielle Probleme für den Verein und die Stadt Fürth darstellen. Ein Negativbeispiel dafür, wie man sich mit dem Bau einer größeren Fußball-Arena übernehmen kann, ist die Stadt, in der die Kleeblätter am Samstag, 24. April, um 13 Uhr antreten werden: Aachen. Ein wirklich großes Stadion ist das „Tivoli“ der Alemannia (Foto der Homepage von Alemannia Aachen entnommen). Insgesamt bietet das neue Stadion seinen schwarz-gelben Fans 32 960 Plätze, davon sind 11 681 Stehplätze. Damit ist das „Neue Tivoli“ das viertgrößte Stadion der 2. Bundesliga.

Die Kosten für das Stadion, das seit der Saison 2009/10 die neue Heimat von Alemannia Aachen ist, hat den Verein in massive Finanznot gebracht, die drohende Insolvenz wird jetzt dank einer Ausfallbürgschaft der Stadt Aachen abgewendet. Der Stadtrat stimmte einer sogenannten Patronatserklärung zu, die eine Bürgschaft über drei Millionen Euro für 2010 und eine weitere über 2,5 Millionen Euro für das nächste Jahr enthält. Dadurch dürfte der Aachener Verein auch die von der DFL auferlegten Bedingungen zum Erhalt der Lizenz erfüllen.

Ein Beispiel dafür, dass alles seine zwei Seiten hat. Und vielleicht sollten wir in Fürth glücklich damit sein, dass unsere Kleeblätter bescheiden bleiben und so an der 2. Bundesliga hängen.

Wen es interessiert, wie die Schwarz-Gelben die anstehende Begegnung am 32. Spieltag mit der Spielvereinigung einschätzen, sollte den Vorbericht auf deren Website lesen. Witzig die Überschrift: „Mehr investieren als der Gegner“. Das haben sie beim Stadionbau auf jeden Fall getan!

Bringt Platz 13 Glück oder Unglück?

Nein, als Greuther-Fürth-Fan hat man es zurzeit echt nicht leicht. Dass uns das Kleeblatt gegen Alemannia Aachen jetzt die vierte Niederlage in Folge beschert hat – und das auch noch vor heimischem Publikum -, das ist nur schwer zu verdauen. Die Quittung dafür: Platz 13 in der Tabelle. Außerdem musste sich das Kleeblatt im Ronhof von den Fans auspfeifen lassen.

Da fragt man sich wirklich, woran es liegt, dass einfach nichts mehr klappt bei den Grün-Weißen. Fehlpässe, Schüsse, die aus nächster Nähe nicht ins Tor gehen (Schahin traf aus fünf Metern Entfernung nicht), kein Tempo, keine Ideen, kein Selbstbewusstsein, völlige Lähmung nach dem Schock des 0:2.

Und in dieser Verfassung heißt es nächste Woche: Antreten beim jetztigen Tabellenzweiten St. Pauli! Zu allem Unglück auch noch ohne Nehrig, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Da muss sich Benno Möhlmann wirklich etwas einfallen lassen – und die Mannschaft vor allem dazu bringen, dass sie es auch umsetzt.

Einzige Hoffnung: Auch in der Vergangenheit hat das Kleeblatt plötzlich in Spielen, bei denen vorher eine Niederlage schon programmiert schien, plötzlich das Ruder herumreißen können. Vielleicht schaffen die Fürther auch am Millerntor wieder so ein kleines Wunder. Und vielleicht bringt Platz 13 in der Tabelle ja auch Glück?

Über Twitter wurde nach der Heimniederlage der Grün-Weißen gegen Alemannia Aachen schon gewitzelt, dass Fürth aufpassen muss, dass es in der nächsten Saison noch in der Zweiten Liga spielt, wenn der Club ebendort wieder ankommt. Über solch völlig unbegründete Arroganz können wir zwar nur kalt lächeln. Trotzdem rufen wir unserer Mannschaft verzweifelt zu: Kleeblätter, reißt euch bitte endlich am Riemen, schon damit wir Fans nicht solche Schmach über uns ergehen lassen müssen!

Es geht um die Wurst!

Die Kreativität und Ausführung von Werbeaktivitäten kann ja sehr unterschiedlich sein, denken wir nur an die „gelungene“ Kampagne des 1. FC Nürnberg zurück.

untitledOriginell sind dagegen die Plakate, mit denen die Spielvereinigung schon während der gesamten Saison für die nächsten Spiele wirbt: Eine Zahnärztin möchte, dass die Mannschaft Zähne zeigt, oder ein – tatsächlich in Fürth beheimateter – Metzgermeister lächelt und appelliert mit aufgespießter Bratwurst an die Fürther Fans:  „Jetzt geht es um die Wurst!“

untitledFür die Partie am Montag, 7. Dezember, um 20.15 Uhr im Playmobil-Stadion gegen Alemannia Aachen meint Malermeister Christopher Appis aus Fürth:  „Alle müssen Farbe bekennen!“ – Recht hat er! Wir bekennen uns zu den Grün-Weißen und hoffen, dass die Talsohle bald durchschritten ist und die Kleeblätter wieder gewinnen können. Denn viel Zeit bis zur Winterpause bleibt nicht mehr, und den Jahreswechsel wollen alle – auch die Greuther-Weiber – mit einem optimistischen Blick ins Jahr 2010 feiern.