Ein Wort mit „x“ – das war wohl nix!

Der Abend fing gut an: Mein (ehemaliger) Lieblingstorwart Jens Lehmann fasst sich mit seinen 41 Jahren noch mal ein Herz und wird wieder aktiv. Als Keeper Nummer Zwei bei seinem ehemaligen Verein Arsenal London. Die haben gerade einen Engpass und verpflichten den gutaussehenden Torwart bis zum Saisonende.

Gut ging es dann weiter: Knapp 13.000 Zuschauer in der Trolli ARENA, in dieser Saison der absolute Spitzenwert. Über 1500 Fans aus Berlin. Aber die Kulisse, die die Kleeblattfans boten – dagegen hatten die Gäste aus der Hauptstadt nicht mal den Hauch einer Chance.
Hochachtung vor den Fürther Spielern, die in Anbetracht der furchtbaren Ereignisse in Japan mit einem Trauerflor aufliefen. Das nenne ich Stil, den man gerade beim Fußball oft vermissen muss.

Weniger Stil bewiesen dann die Spieler des Tabellenführers. Da wurden die Kleeblätter ohne Rücksicht auf Verluste gefoult, es gab einige grobe Aktionen der Berliner, die auch Mike Büskens sauer werden ließen. Gott sei Dank wurden die primär taktischen Fouls – wie auf dem Foto bei Nikita Rukavytsya – mit Gelben Karten geahndet.

Das Tor von Hertha in der 40. Minute durch Ramos war kaum zu halten. Keeper Alex Walke wirkte nervös, und das 0:1 war dann auch der Anfang vom Ende. Das 0:2 kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit durch Niemeyer machte die Partie für die Spielvereinigung zu etwas, über das man schnell wieder Gras wachsen lassen sollte.

Aktuell steht das Fürther Team jetzt auf Tabellenplatz 5, der nächste Gegner ist am Sonntag, 20. März, um 13.30 Uhr Erzgebirge Aue, die im Moment einen Punkt und einen Rang vor den Kleeblättern rangieren. Jetzt heißt es für die SpVgg so allmählich: Konzentration und Power, sonst geht die Saison 2010/11 so zu Ende wie die letzten auch. Und das wär‘ ja wohl nix!