Ups und Downs beim Kleeblatt

Vier Spiele absolvierte die Spielvereinigung im Winterlager im türkischen Belek – und drei Mal ging sie als siegreiche Mannschaft vom Platz. Gegen Austria Wien und Admira Wacker schoss das Kleeblatt sogar jeweils vier Tore. Die Partie gegen Red Bull Salzburg  – hier steht der „Übergangs-Fürther“ Alexander Walke zwischen den Pfosten, der musste aber mit Platzwunde verletzt vom Spielfeld (Foto) – verlor sie mit 0:1. Beim letzten Spiel gegen Sturm Graz sah es lange nach einem torlosen Unentschieden aus, bis die SpVgg in der Schlussminute noch einen Freistoß bekam und Johannes Geis zum 1:0-Siegtreffer für das Kleeblatt-Team traf. Ein Match – so wurde kolportiert – bei nahezu unzumutbaren Platzverhältnissen.
Insgesamt hat das Trainingslager der Mannschaft einiges an Spielpraxis und positiven Erlebnissen gebracht. Andererseits gibt es in bezug auf Gerald Asamoah wenig Gutes zu berichten: Der SpVgg-Neuzugang wurde zur Halbzeit in die Partie gegen Austria Wien eingewechselt, musste jedoch den Platz schon in der 60. Minute wieder verletzungsbedingt verlassen. Vorangegangen waren ein heftiger Schlag gegen den unteren Bereich der Wirbelsäule und kurz darauf ein Tritt mit dem Knie von hinten in die Oberschenkel-Muskulatur. Nach einer ersten Diagnose sah es so aus, dass sich Asamoah „nur“ eine Muskel-Zerrung oder -Prellung zugezogen hat. Sollte der Hoffnungsträger wirklich länger ausfallen, frage ich mich, ob wir das seelisch nach den hohen Erwartungen packen?

Am Freitag, 3. Februar, beginnt für das Kleeblatt die Rückrunde in der zweiten Bundesliga nach der langen Winterpause. Erster Gegner ist Dynamo Dresden, das Spiel im glücksgas Stadion wird gleich mal zur Bewährungsprobe. Dresden liegt mit nur 22 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz und sollte für das Kleeblatt kein unüberwindbarer Gegner sein. Aber der Druck auf die Spielvereinigung ist größer denn je. Das Aufstiegsgespenst ist bei vielen präsent, alle Fans in der Stadt fiebern diesem Freitag entgegen, wenn es endlich wieder ernst wird.
Noch spannender ist jedoch  – für die Greuther-Weiber und alle anderen Anhänger – der 8. Februar. Da trifft das Kleeblatt in Sinsheim im DFB-Viertelfinale auf den Erstligisten 1899 Hoffenheim. Wer keine Karte mehr im Gästebereich der Rhein-Neckar-Arena ergattern konnte und wenig Lust hat, zwischen Hoffenheim-Fans bei den Gastgebern zu sitzen, der sollte – mit einem Grüner-Bier bewaffnet – das Spiel hier in Fürth anschauen. Hat jemand für mich einen interessanten Tipp, wo das Spiel öffentlich gemeinsam mit begeisterten Kleeblatt-Anhänger zu sehen ist?

Kleeblatt in Zukunft ohne Alex Walke!

Auch in der Sommerpause tut sich was bei der Spielvereinigung. Neben einigen Neueinkäufen ist jetzt vor allem die Keeperfrage entschieden: Alexander Walke wird ab der Saison 2011/12 nicht mehr im Kleeblatt-Tor stehen. Warum? Der 27-jährige Torwart muss seinen noch bis Juni 2013 laufenden Vertrag beim österreichischen Vizemeister Red Bull Salzburg erfüllen. Walke war im Januar 2011 nach Fürth gekommen, nachdem es klar war, dass Max Grün aufgrund eines komplizierten und langwierigen Schienbeinbruchs für Monate ausfallen würde. Max war bis dahin der erfolgreichste Torwart der Hinrunde gewesen. In unserem Blog haben wir ja schon zum Einstand von Alexander Walke geschrieben, ein echter Typ!
Aber auch Walke bewachte in den kommenden Monaten sehr erfolgreich den Kasten der Spielvereinigung. Es ist primär sein Verdienst, dass das Team von Mike Büskens insgesamt nur 27 Gegentore einstecken musste. Alex Walke war eine sichere Bank und ein Ruhepol beim Kleeblatt-Team. Die Saison beendete das Ronhof-Team mit einem sehr guten vierten Tabellenplatz.
Max Grün wird vermutlich ab Juni am Mannschaftstraining teilnehmen. Wie schnell er konditionsmäßig wieder topfit sein wird, wird man sehen (das Foto zeigt ihn vor einigen Monaten, damals noch an Krücken). Wer mehr über Max Grüns derzeitige Verfassung lesen möchte, dem empfehle ich das Interview „Quälen fürs Comeback“ auf der Homepage der Spielvereinigung. Wenn alles gut geht, wird Max Grün ab Juli wieder im Fürther Tor stehen!

Frisches Spielerblut beim Kleeblatt!

Heute Nachmittag treten die Kleeblätter in der Trolli Arena gegen Union Berlin an. Beim ersten Heimspiel in der Rückrunde gilt es, mit dem neuen Torhüter Alexander Walke zu zeigen, dass das Team die Winterpause und den Ausfall von Keeper Max Grün gut verkraftet hat.

handschuhe_walkeAbgesehen vom Neuzugang im Tor (das Foto zeigt deutlich, dass der neue Mann im Kleeblatt-Tor echte „Keeper-Schaufeln“ hat) geht es zurzeit im Profiteam der SpVgg turbulent zu. Innenverteidiger Mergim Mavraj kam aus Bochum nach Fürth, Abwehrspieler Marino Biliskov wechselte zum FC Ingolstadt (Team des ehemaligen Kleeblatt-Trainers Benno Möhlamnn), und Dani Schahin wird bis zum Saison-Ende an den Drittligisten Dynamo Dresden ausgeliehen. Seit Dienstag ist Etienne Eto’o im Training des Kleeblatts dabei: Der Kameruner ist ein 21-jähriger Offensiv-Spieler und der jüngere Bruder von Inter Mailands Star Samuel Eto’o. Und am Mittwoch stieß dann noch Nejc Pecnik zum Team von Mike Büskens. Der 25-jährige Slowene ist Nationalspieler seines Landes und seit eineinhalb Jahren beim portugiesischen Klub CD Nacional Funchal aktiv.

Hoffentlich bringt das alles keine unnötige Unruhe in die Mannschaft! Denn jetzt ist jedes Spiel,  jeder Punkt wichtig. Trainer Mike Büskens, der bekanntlich für Ruhe und Stabiltät im Team plädiert, verlangt von seinen Spielern „Enthusiasmus, Leidenschaft und Willen“. Er sieht die bevorstehende Partie gegen die Berliner, die im Moment mit 22 Punkten auf Tabellenrang 12 stehen, so:

Wir müssen gegen Union anders auftreten als noch in der ersten Halbzeit in Karlsruhe. Union Berlin konnte die letzten Spiele gewinnen und auch in Cottbus einen Punkt holen. Diese Mannschaft verkörpert die zweite Liga, sie agiert leidenschaftlich und will sicher auch im ersten Auswärtsspiel des Jahres ein Zeichen setzen.

Die Spielvereinigung liegt vor dem heutigen Spiel auf Platz 6. Nachdem Spitzenreiter FC Augsburg und Verfolger MSV Duisburg gestern mit je einem Unentschieden geschwächelt haben, Cottbus jedoch in Bielefeld (natürlich) gewonnen hat, müssen sich die Kleeblätter heute doppelt anstrengen. Mal sehen, ob’s klappt!

Der neue Fürther heißt Alexander!

walkeNeuer Torwart – aber anderer Name. Nach der Eilmeldung in der letzten Woche, dass die Spielvereinigung aller Voraussicht nach Philipp Heerwagen vom VfL Bochum als neuen Keeper verpflichten wird, hat sich dann in den folgenden Tagen in der K-Frage wenig getan. Seit heute ist es klar: Der neue Mann im Fürther Tor heißt Alexander Walke.

Der 27-Jährige wird für die gerade begonnene Rückrunde der laufenden Saison vom österreichischen Klub Red Bull Salzburg ausgeliehen. Walke stand bisher in der zweiten Bundesliga in insgesamt 142 Partien für Freiburg, Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock (siehe Foto) zwischen den Pfosten. Kleeblatt-Präsident Helmut Hack sagt zur Verpflichtung des erfahrenen Torhüters auf der Homepage des Vereins:

„Wir tragen mit der Ausleihe von Walke der neuen Situation nach der Verletzung von Max Grün Rechnung. Wir gehen mit Ambitionen in diese Halbserie und das wäre mit nur zwei Torleuten zu riskant.“

Da hat der Vereinschef ohne Zweifel Recht. Team und Verein stehen mit einem erfahrenen Spieler auf der sicheren Seite. Und das ist unbedingt notwendig, denn das Projekt „Aufstieg“ ist aktueller denn je.

Alexander Walke wird am Dienstag, 18. Januar, nachmittags die erste Trainingseinheit mit seinem neuen Team im Ronhof absolvieren. Good luck, Alex!