Mach’s mit einem Kleeblatt!

Die neuen Werbe-Motive der Spielvereinigung sind nicht ganz ohne! „Ich mach’s im Stehen“, „Ich mach’s mit meiner Freundin“ oder „Ich mach’s 90 Minuten“ sind die Slogans einer Anzeigenkampagne, die an markanten Stellen in Fürth für das Kleeblatt werben sollen. „Mach’s! Aber mach’s mit uns. Fußball beim Kleeblatt – immer gefühlsecht“. Erstmals startet noch eine groß angelegte Imagewerbung außerhalb der Stadtgrenze. „Unsere Regionalstudie hat gezeigt, dass wir viele Sympathisanten, darunter auch viele Frauen, in ganz Franken haben. Diese wollen wir damit erreichen und ihnen den Besuch in unserem Stadion, bei unserem besonderen Verein, schmackhaft machen. Wie schon in der Vergangenheit gehen wir dabei bewusst andere Wege, wollen unser Profil somit weiter schärfen und für eine klare Abgrenzung sorgen“, so Timo Schiller, Gesamtleitung Marketing, Vertrieb, Kommunikation und Merchandising beim Kleeblatt. Auf über 70 Werbeflächen wird die neue Kampagne der SpVgg zu sehen sein.

So richtig neu ist das aber nicht: Die Motive und der Slogan erinnern verdächtig an eine bundesweite Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Seit 1993 macht die BZgA mit ihrer „mach’s mit-Kampagne“ auf die Gefahren einer HIV-Infektion aufmerksam und motiviert zum Schutz mit Kondomen. Die Motive sind sehr konkret – in ihrer Aussage und in der Botschaft. Dort erzählen ganz unterschiedliche Menschen, was ihnen beim Sex gefällt. Und nicht nur das. Mit ihrem Statement vermitteln sie gleichzeitig eine für alle wichtige Botschaft zum Schutz vor HIV und sexuell übertragbaren Infektionen. Hier ist der Link auf die Website (der ich das Foto entnommen habe) und die Motive.

MM_spontanWitzig ist bei der neuen Kleeblatt-Aktion die Möglichkeit, ein Poster mit einem individuellen Foto produzieren zu lassen. Bis zum 8. November können Kleeblattfans ein Foto von sich an die Spielvereinigung mailen, das in das Anzeigenmotiv integriert wird. Dann kann man Poster, Aufkleber oder eine Tasse bekommen. Hier findet ihr den Link zum Bestellformular.

Das Kleeblatt zwischen Himmel und Hölle

Mir gefallen die Anzeigenmotive der Spielvereinigung meistens ausnehmend gut. Sei es der Spruch „Raus aus der Kabine und ab nach oben”. Das klang sehr nach geplantem Wiederaufstieg in die Bundesliga. Und der Untertitel „Vielleicht kann man bald Robben sehen”“ war eine witzige Anspielung darauf, dass das Kleeblatt auf den Rekordmeister Bayern München trifft und sich mit Superstars wie Arjen Robben oder Manuel Neuer auseinandersetzen muss. Gut war auch die Kampagne: “Erst mal packen, was geht”.

Anzeigenmotiv Maerz_2015Seit letztem Samstag ist jetzt das neue Kampagnen-Motiv mit markantem Werbeslogan zu sehen. „Wenig Anziehungskraft und reichlich Turbulenzen “ heißt es da. „Zwischen Himmel und Hölle brauchen wir jeden an Bord“. Damit versucht man auf den eher mäßigen Erfolg der Spielvereinigung in der laufenden Saison anzuspielen. Und die Message ist klar: Nur gemeinsam kann man die aktuelle Situation meistern, auch wenn zuletzt nicht alles wie gewünscht lief. Mannschaft, Verein und Fans müssen deshalb umso mehr in der jetzigen Phase zusammenhalten.
Im Moment kreucht die Mannschaft auf dem 14. Tabellenplatz herum. Anders gesagt: Das Kleeblatt ist nur lächerliche acht Punkte von einem Abstiegsplatz in die dritte Liga entfernt. Wo ist da der Optimismus, den wir alle nach dem Aufstieg hatten? Oder das gute Feeling, das durch unsere Adern floss, als wir im letzten Mai nach den beiden hervorragenden Relegationsspielen gegen den Hamburger SV nur haarscharf am Wiederaufstieg vorbeigeschrammt sind?
Aber allen Skeptikern zum Trost: Jetzt ist Trainer Mike Büskens wieder an Bord des weiß-grünen Raumschiffs, und mit ihm werden die Kleeblätter vielleicht am Ende dieser Spielzeit doch noch im Siebten Himmel sein.

Werden Kleeblattfans bald Robben sehen?

Urlaube auf Kreuzfahrtschiffen haben ja seit einiger Zeit Hochkonjunktur. Ob auf der „Queen Mary“, der  „Freedom of the Seas“ oder der „AIDA“. Da hoffen die Passagiere bei ihren mehrwöchigen Schiffsreisen auf Attraktionen wie Whale- oder Dolphin-Watching und nehmen dafür viele Unannehmlichkeiten wie Tausende Mitreisende an Bord  und nervige Kapitänsdinner in Kauf.
Auf dieser Welle reitet man jetzt auch mit dem neuen Anzeigenmotiv der Spielvereinigung: Die weiße „MS Ronhof“ fährt auf einem grünen Meer, und der originelle Slogan lautet: „Raus aus der Kabine und ab nach oben“. Klingt doch sehr nach geplantem Aufstieg in die Bundesliga, oder? Und der Untertitel „Vielleicht kann man bald Robben sehen“ spielt vermutlich nicht auf die Gruppe zum Wasserleben übergegangener Raubtiere in freier Wildbahn – wie Ringel-, Sattel- oder Bartrobben – an. Nein, was man von Deck aus beobachten möchte, das heißt nicht Mike, Robby oder Lizzy. Als Kleeblattfan wäre man vor allem darauf erpicht, Robben zu sehen, die Arjen heißen.
Die neuen Spieltagsplakate sind ab sofort in der Geschäftsstelle der SpVgg (Laubenweg 60 in Fürth) abholbar. Fans können – solange der Vorrat reicht – ihr Exemplar kostenfrei mitnehmen.