Die Frauen-WM wirft ihre Schatten voraus

P1030177Als  „Greuther-Weib“ liegen mir natürlich besonders auch Themen zum Thema Frauen und Fußball am Herzen. So habe ich vor wenigen Wochen schon über die Frauen-Mannschaft der Spielvereinigung berichtet, die in der Landesliga Nord spielt. Im letzten Match gegen Frickenhausen haben die Mädels leider wieder verloren, sie stehen momentan auf Tabellenplatz 8.

Und auch wenn ich unterwegs bin, werde ich immer wieder vom Thema Fußball eingeholt. Bei meiner Rückfahrt von Freiburg nach Fürth habe ich zum Beispiel kurz am wunderschönen Stadion von 1899 Hoffenheim Halt gemacht. Bei der Rast mit Baguette und Camembert (es hat nur noch ein Glas Rotwein gefehlt, aber ich bin ja Auto gefahren!), stieß ich auf eine Fahne, die direkt vor dem Eingangsportal der „Rhein-Neckar-Arena“ weht. „Spielort der FIFA Frauen-WM 2011“ ist darauf zu lesen.  FlaggeDie WM wird in der Zeit vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 im Land des Titelverteidigers – also in Deutschland – ausgetragen. Das Hoffenheimer Stadion ist übrigens eines der neun Stadien, die sich in einem langwierigen Ausscheidungsverfahren qualifizieren konnten. In der „Rhein-Neckar-Arena“ in Sinsheim werden drei Vorrundenspiele und das Spiel um den 3. Platz stattfinden. Als einziges weiteres Stadion in Süddeutschland ist noch die „impuls arena“ in Augsburg dabei.

Mal sehen, wie erfolgreich die Frauen-WM für Deutschland ausgehen wird. Um die Kurve zu den weiblichen Kleeblättern wieder zu kriegen: Am Sonntag, 3. Oktober, tritt das Frauen-Team der Spielvereinigung um 15.30 Uhr gegen den Tabellendritten Hausen an. – Daumen drücken, dass die Partie ein Erfolg für die Fürtherinnen wird!

Go, Augsburg, go…

Die Saison für das Fürther Kleeblatt ist vorbei, am Ende rangiert das Team auf  Tabellenplatz 11 und ein Aufstieg in den Olymp deutscher Fußballmannschaften – die erste Bundesliga –  stand 2009/10 eigentlich nie ernsthaft zur Debatte. Was Trainer Mike Büskens dazu sagt, kann man im Interview von Florian Pöhlmann und Stefan Jablonka heute im Sportteil der „NZ“ ausführlich nachlesen.
Wer allerdings befürchtet, den „Greuther-Weibern“ geht mit dem Saisonende auch der Stoff zum Schreiben aus, der irrt sich gewaltig. Wir sind ja nicht nur auf die Spielvereinigung konzentriert – obwohl uns deren Wohl und Wehe natürlich besonders am Herzen liegt. Nein, wir interessieren uns für Fußball im Allgemeinen und werden bald – bei der WM ab dem 11. Juni – zu Hochform auflaufen.
ban_gratulation_FCK_STP_aniDoch schon heute Abend wird es spannend, und es gilt, sich zu entscheiden. Unser Nachbarverein, der 1.FCN, spielt  in der Relegation gegen den Tabellendritten in Liga zwei, den FC Augsburg. Die „3 Clubfreunde“ wundern sich vermutlich, dass wir an dieser Stelle das Spiel erwähnen. Aber im Gegensatz zum letzten Samstag, als ich tatsächlich dem Fürther Erzfeind die Daumen gedrückt habe, dass er nicht absteigt, bin ich heute für die Augsburger. 20100404 ThurkWarum? Weil sie während der gesamten Saison super Offensivfußball gespielt und sich peu à peu auf den dritten Tabellenplatz vorgekämpft haben. Weil der Verein im DFB-Pokal zwei Erstligisten rausgeschmisen hat und erst im Halbfinale von Werder Bremen gestoppt wurde. Weil sie mit dem Zweitliga-Torschützenkönig Michael Thurk einen tollen Stürmer haben. Und weil der Augsburger Elf der Aufstieg einfach zu gönnen ist, da sie in ihrer 103-jährigen Vereinsgeschichte nie in der ersten Bundesliga zu finden war. Und: Ich fiebere mit den bayerischen Schwaben, weil ich mal fünf Jahre lang in dieser Stadt gewohnt habe. Aber wem sage ich das? Ich habe ja schon im vergangenen November darüber geschrieben, dass in Bezug auf Augsburg zwei Seelen, ach,  in meiner Brust wohnen.

Und deshalb: Hoffentlich gewinnt der FC Augsburg heute die Partie gegen Nürnberg, hoffentlich geht es am Sonntag, 16. Mai, ab 18 Uhr in der Augsburger impuls arena genauso weiter, und die Augsburger sind in der nächsten Saison in der Bundesliga. Den Abstieg des 1.FCN  könnte ich als „Greuther-Weib“ gut verschmerzen. Und ein Derby zwischen Kleeblatt und Club in Liga zwei – das hätte doch wieder was!