So sehen Sieger aus!

Sie haben uns heute wirklich gezeigt, was eine Harke ist. Die Fans und Spieler vom FC St. Pauli. In jeder Beziehung. Das Spielergebnis von 4:1 spricht eine deutliche Sprache. Und die Art und Weise, wie die Hamburger Fans sich hier in Fürth verhalten haben, war vorbildlich.

Schon morgens um 9.45 Uhr zogen die ersten St-Pauli-Anhänger skandierend durch die Innenstadt – sie waren wohl mit dem ersten Zug, der gegen 4.45 Uhr in Hamburg gestartet war, gefahren. Chapeau!

Das Spiel begann erst um 17.30 Uhr, und das Fürther Playmobil-Stadion war ausverkauft, nach langer Zeit endlich mal wieder. Und vor Spielbeginn war im Laubenweg viel los. Hunderte von leeren Flaschen lagen herum, wurden eingesammelt, aber es gab kaum Scherben. Die Fans aus St. Pauli brauchen es wohl nicht zur Selbstbestätigung, Krawall zu machen und eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen.

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Aber jetzt zum Spiel: Die Führter fingen gut an, waren aktiv und hatten so mache echte Torchance. In der 37. Minute schoss dann Christopher Nöthe sein 14. Saisontor und verhalf den Kleeblättern zum 1:0-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel nahm das Duell deutlich an Fahrt auf.  St. Pauli wurde mutiger und versuchte immer wieder – mit viel Power – das Spiel zu dominieren. Doch auch die Fürther legten einen Zahn zu, so dass die Zuschauer im Ronhof auf ihre Kosten kamen. Zuerst ließ Fürstner eine gute Gelegenheit zum 2:0 liegen (48.), was Naki auf der Gegenseite prompt bestrafte: Der 20-Jährige traf sehenswert aus 18 Metern ins linke Eck (51.). St. Pauli machte dann mit Leidenschaft und Können weiter und drehte nach 65 Minuten voll auf: Rothenbach schlug die Kugel von rechts ins lange Eck, wo sich Ebbers im Kopfballduell gegen den deutlich kleineren Schröck durchsetzte und ins linke Eck traf (65. Minute). Jetzt waren die Franken wieder gefordert, bemüht blieben sie, mehr aber leider nicht. Die Elf von Trainer Holger Stanislawski war nun die deutlich bessere Mannschaft, der Ex-Fürther Takyi traf in der 73. Minute zum 3:1. Die Partie war jedoch noch nicht gelaufen. Der mittlerweile eingewechselte Hennings erhöhte für die Norddeutschen zwei Minuten vor Spielende auf 4:1.

Am letzten Spieltag, am 9. Mai um 15 Uhr, ist die SpVgg in Karlsruhe gefordert, wobei das Ergebnis  eigentlich nur noch marginale Bedeutung hat.
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