In der Nachspielzeit den Sieg verschenkt

Eintracht Braunschweig - SpVgg Greuther FürthLange Gesichter gab es heute nicht nur auf vielen deutschen Bahnsteigen. Der Streik der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) sorgt seit dieser Nacht bundesweit für massive Einschränkungen im Bahnverkehr. Betroffen sind davon Urlauber, die in die Herbstferien fahren wollen. Aber auch Zehntausende Fußballfans stellt der Streik vor große Probleme. Denn die meisten Sonderzüge, die Fans zu Auswärtsspielen ihrer Bundesligaklubs bringen sollten, fielen aus.

Lange Gesichter hatten heute allerdings auch die Fans der Spielvereinigung. Trotz einer durchaus sehenswerten sportlichen Leistung der Kleeblätter gegen Eintracht Branschweig stand es am Ende nur 2:2. Warum? Weil ein Fußballspiel eben nicht nur 90 Minuten dauert, sondern es fast immer mehrere Minuten Nachspielzeit gibt. So auch in dieser Begegnung. Und so traf heute in der 93. Minute der Braunschweiger Benjamin Kessel mit einem Kopfballschuss ins Fürther Tor. Das kostete die SpVgg zwei wichtige Punkte. Auswärts ist es für das Kleeblatt in dieser Saison offenbar wie verhext: Bislang hat die Mannschaft noch keinen einzigen Sieg in fremden Stadien errungen, sie verbuchte nur einen Punkt aus vier Spielen.
Das Kleeblatt war heute gegen Eintracht Braunschweig vor über 21.000 Zuschauern über weite Strecken drückend überlegen und hatte sich bis zur 68. Minute einen 2:0-Vorsprung herausgearbeitet. Die beiden Torschützen waren Marco Stiepermann und Kacper Przybylko. Leider kämpften sich die Niedersachsen nach ihrem Rückstand aber zurück ins Spiel und hatten nach dem ersten Kopfballtreffer von Benjamin Kessel zum 1:2 schon mal den Anschluss gefunden. Dass es dann in der Nachspielzeit sogar zum Ausgleich kommen sollte – damit hatte kein Kleeblatt mehr ernsthaft gerechnet. Schade.
Schon am kommenden Freitag, 24. Oktober, empfängt die Spielvereinigung um 18.30 Uhr zum Heimspiel den FSV Frankfurt im Stadion am Laubenweg. Wenn es der  Mannschaft gelingt, an die heute ja durchaus gute spielerische Leistung anzuknüpfen, dann könnte man gegen die Hessen vielleicht drei Punkte auf dem Konto verzeichnen. Aktuell liegt die Spielvereinigung auf dem siebten Tabellenplatz.