Letzte Hoffnung Kärwa

Nun ist auch der letzte Strohhalm abgeknickt, an den sich die Fürther in dieser Saison noch klammern konnten:  Immerhin habe die Mannschaft auswärts noch nicht verloren, war im Vorfeld der Partie gegen  Bayer Leverkusen noch als Mutmacher zu hören. Doch auch die intensive Mannschaftsbesprechung im Nachgang der bitteren Niederlage zu Hause gegen Düsseldorf konnte nicht abwenden, dass die Jungs von Mike Büskens jetzt auch auf fremden Rasen ohne Punkte den Platz verlassen mussten. Dabei präsentierten sich die Leverkusener auch nicht gerade als Übermannschaft und  gingen mit ihren Torchancen zum Teil extrem fahrlässig um. Bis zur Pause reichte die Fürther Verteidigungs-Taktik immerhin, um den Kasten sauber zu halten. Mit etwas Glück wäre sogar – was dem Spielverlauf absolut nicht entsprochen hätte – ein Tor für das Kleeblatt gefallen. Doch auf Dauer konnte die Mauer-Taktik nicht gutgehen. Das stellte der eingewechselte Sidney Sam gleich zweimal unter Beweis und ließ dabei die Fürther Abwehr ziemlich alt aussehen – wenn aus einer eigentlich schon bereinigten Situation doch noch ein Tor fällt, ist dies besonders bitter. Der Rest war kaum der Rede wert, eine echte Gelegenheit zur Aufholjagd war nicht auszumachen.

Nun ist erst einmal guter Rat teuer, denn die Niederlage war nicht nur schmerzhaft, sondern zeigt auch, dass es momentan für die erste Bundesliga nicht reicht. Nur zwei Tore auf dem Habenkonto, daheim noch ohne jegliches Erfolgserlebnis, das dürfte auch notorische Berufsoptimisten nachdenklich stimmen. Bleibt nur, beim nächsten Heimspiel gegen den HSV auf die Fürther Kirchweih als allerletzten  Glücksbringer zu setzen.

Kleeblatt in der 1.Liga – ohne Büskens und Azzouzi?

Eine Meldung hatte heute den Fans des Bundesliga-Aufsteigers SpVgg Greuther Fürth den Tag versaut: Der Kölner „Express“ hat gemeldet, dass Rachid Azzouzi ein ernsthafter Kandidat für den Job des Sportdirektors beim 1. FC Köln sei. Laut der Kölner Boulevard-Zeitung ist der Kleeblatt-Manager die Alternative schlechthin, sollte Hannover 96-Manager Jörg Schmadtke endgültig absagen. Dieser hat bereits deutlich dementiert, sich überhaupt mit den ‚Geißböcken‘ zu befassen. Aber was soll Rachid eigentlich beim FC. Köln? Die steigen aller Wahrscheinlichkeit ab – und seit Montag ist klar, dass er mit dem Kleeblatt in der nächsten Saison in der ersten Bundesliga agieren wird.

Jetzt aber noch ein paar Sätze zum heutigen Spiel gegen den FSV Frankfurt. Ich will nicht in das Horn vieler Journalisten blasen, dass die Spieler in der Nacht von Montag auf Dienstag in der Gustavstraße zu wild gefeiert haben und deshalb heute nur mit gebremsten Schaum spielen konnten. Das ist zu banal. Fakt ist trotzdem, dass der FSV Frankfurt nach 17 Minuten das erste Tor schoss und der Spielvereinigung den Wind aus den fußballerischen Segeln nahm. Bernd Nehrig verwandelte dann immerhin einen Foulelfmeter, seine Oberschenkelverletzung platzte dabei aber erneut auf. Das Spiel endete unentschieden 1:1. Damit hat die Spielvereinigung den fehlenden Punkt für den Aufstieg entgültig bekommen.
Ein weiteres Gerücht verdichtete sich heute schon den ganzen Tag und wurde auch am Freitag Abend weder dementiert noch bestätigt. Wandert „unser“ Mike Büskens – der die „Unaufsteigbar-Tour“ ad absurdum führte und auf unserem Foto nachts um 2 Uhr bei der Gustav-Straßen-Fete mit Rachid Azzouzi eintrifft – doch Richtung Nordrhein-Westfalen ab? Köln, Leverkusen? Er überlegt es sich in den nächsten Tagen mit seiner Familie, so heißt es.
Na, warten wir mal ab. Denn das wäre für die Fürther Fans ein echter „Hammer“.