Benno Möhlmann sucht einen neuen Job

FSV Frankfurt - SpVgg Greuther FürthIn der Zweiten Liga hängt so viel vom allerletzten Spieltag am kommenden Sonntag ab wie noch nie. Vom Tabellenplatz 13 – wo sich die Spielvereinigung gerade befindet – bis zu Rang 17 ist noch alles drin. Nur der Tabellenletzte, der VfR Aalen, ist als Absteiger in die Dritte Liga schon klar.

Wohl eine Kurzschlussreaktion ist jetzt vom FSV Frankfurt zu vermelden. Dort hat man nach einer mehrstündigen Krisensitzung am Sonntagabend den Trainer Benno Möhlmann entlassen. Von langer Hand vorbereitet oder eine Ad-Hoc-Entscheidung des Vereins? Wer weiß? Ausschlaggebend war sicher die gestrige 1:3-Niederlage gegen Union Berlin. Nachfolger von Möhlmann wird übrigens der frühere FSV-Coach Tomas Oral, der bereits heute das erste Training leitet.

Wer erinnert sich nicht daran: Benno Möhlmann war von 1997 bis 2000 Trainer beim Fürther Kleeblatt. Und übernahm zu Beginn der Saison 2008/09 erneut das Traineramt, wo er Nachfolger von Bruno Labbadia wurde, der ihn erst ein Jahr zuvor selbst beerbt hatte. Nach einem fünften Rang in der Saison 2008/09 folgte ein Absturz der Fürther auf Rang 15 zur Winterpause, so dass sich der Verein und Möhlmann am 20. Dezember 2009 auf eine Auflösung des Vertrags verständigten. Sein Nachfolger wurde Mike Büskens. (Auf unserem Foto vom April 2015 begrüßen sich die beiden vor dem Spiel in Frankfurt).

Sicher, der 60-jährige Coach Möhlmann hatte in Frankfurt zuletzt massive Probleme, seine seit elf Spielen sieglose Mannschaft zu motivieren. Wäre es nicht klug gewesen, Möhlmann schon vor Wochen, also noch rechtzeitig auszutauschen? Vor allem deshalb, weil es sich ja angedeutet hatte, dass Möhlmann nach dem Saisonende ohnehin das Handtuch werfen wollte. Spätestens nach dem desolaten Auftritt gegen 1860 München (0:1) am 32. Spieltag wäre ein Machtwort des FSV-Präsidiums angesagt gewesen.
Nun könnte es zu spät sein. Am letzten Spieltag droht Frankfurt bei einer Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf sogar das Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz.
Wir Greuther-Weiber wünschen Benno Möhlmann auf jeden viel Erfolg beim Finden eines neuen Jobs. Das Trainerkarussell in der Ersten und Zweiten Liga dreht sich ja permanent!

Fußball satt: Fürth-Spiel und Supercup

Wie auch immer das Spiel morgen Abend beim FSV Frankfurt ausgehen wird – dem Kleeblatt kann die Tabellenführung niemand streitig machen. Die Spielvereinigung liegt nämlich auch dann noch mit einem Punkt Vorsprung vorne, wenn sie verlöre und die Verfolger Erzgebirge Aue, 1860 München oder der 1. FC Kasiserlautern bei ihren Begegnungen drei Punkte holen würden.
Coach Frank Kramer ist nach dem guten Saisonbeginn mit vier Siegen und einem Unentschieden trotzdem auf dem Boden geblieben:

„Für mich ist das ein ganz wichtiges und entscheidendes Spiel. Wir haben gezeigt, dass wir den Favoriten wie Köln und Kaiserslautern Paroli bieten können. Jetzt wird es wichtig sein, sich auf die kommenden Aufgaben einzulassen.“

Interessant ist das morgige Spiel gegen den FSV Frankfurt vor allem auch deshalb, weil die Mannschafft seit Dezember 2011 vom ehemaligen Kleeblatt-Trainer Benno Möhlmann angeleitet wird. Er hat sich mit seinem Team und sieben Punkten momentan auf Tabellenplatz neun gesetzt. (Unser Foto entstand übrigens bei einem Testspiel im Januar 2013 – Möhlmann begrüßte damals Kleeblattfans.)
Wer Lust hat, sich schon mal auf das Spiel einzustimmen: Auf der Vereins-Website des FSV findet Ihr ein „Gegnerinterview“ mit dem Kleeblatt-Keeper Wolfgang Hesl.

Anstoß im Frankfurter Volksbank-Stadion ist um 18.30 Uhr. Es werden viele Fürther Fans erwartet, die sich rechtzeitig nach dem frühen Feierabend am Freitag auf den Weg nach Frankfurt machen. Und wer nach dem Fürth-Spiel von Fußball noch nicht genug hat, der kann sich dann noch das UEFA-Supercup-Finale 2013 zwischen dem FC Bayern München und dem FC Chelsea „reinziehen“. Anstoß in der Eden Arena in Prag ist um 20.45 Uhr. Das Spiel wird live im ZDF übertragen. Also: Nach dem Abpfiff schnell nach Sachsenhausen in eine Kneipe fahren und dort die Partie im Fernsehen anschauen!

Talk am Donnerstag: Büskens, Möhlmann, Gerling

Am kommenden Donnerstagabend, 5. Mai, ist ab 19.10 Uhr wieder Talkzeit im Stadtmuseum Ludwig Erhard. Günter Gerling, Benno Möhlmann und Mike Büskens diskutieren bei der dritten Veranstaltung der Reihe „Abend-Kultur“ über ihre Zeit beim Kleeblatt, die Entwicklung und die Zukunft des Fußballs. Thema sind die zu Ende gehende Saison mit vielen Trainer-Wechseln, dem Auf- und Abstiegskampf in der Bundesliga sowie die Entwicklung junger Spieler – mit Sicherheit jede Menge Gesprächsstoff.

Der Journalist Jürgen Schmidt, Autor des Buches „Das Kleeblatt – 100 Jahre Fußball im Fürther Ronhof“, und SpVgg-Pressesprecher Christian Bald führen durch die rund 90-minütige Gesprächsrunde:

„Wir freuen uns sehr, dass Benno Möhlmann und Mike Büskens sich im Saison-Endspurt der zweiten Liga die Zeit für unsere Talk-Runde nehmen. Mit Günter Gerling haben wir zudem einen ehemaligen Amateur-Trainer in unserem Kreis, der neun Jahre lang das Kleeblatt in der Landesliga, Bayernliga und in der Regionalliga betreute“.

Günter Gerling ist Vizepräsident der SpVgg und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Benno Möhlmann war insgesamt fast acht Jahre Coach des fränkischen Traditionsvereins. Seit November 2010 trainiert er den FC Ingolstadt und hat mit seiner erfolgreichen Arbeit gerade den Klassenerhalt perfekt gemacht. Mike Büskens – über ihn muss ich ja wohl nicht viel sagen? – ist seit Ende Dezember 2009 Chef-Trainer der SpVgg. Zwei Spiele vor Saisonende kämpft Büskens mit dem jungen Fürther Team als Tabellen-Vierter – vor allem gegen den VfL Bochum – um den Aufstieg.

Die Fußball-Talk-Runde wird wieder in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur im Rahmen der Reihe „Abend-Kultur“ des Stadtmuseums Fürth Ludwig Erhard veranstaltet. Im Anschluss an das Gespräch ist ein Rundgang durch die Sonderausstellung „Der Ronhof – 100 Jahre Fußball in Fürth“ möglich – das Stadtmuseum (Ottostraße 2 in Fürth) ist an diesem Abend bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt drei Euro, ermäßigt zwei Euro.

Büskens contra Möhlmann

bueskensNach ihrem 4:0-Sieg gegen den SC Paderborn (endlich mal wieder!) hätten die Kleeblätter eigentlich noch bis zum Freitag, 29.  November, Matchpause. Da steht der 14. Spieltag gegen 1860 München in der Trolli Arena auf dem Programm. Aber die SpVgg ist nicht schlafmützig und wird schon am Dienstag, 23. November, ein Testspiel bei Liga-Konkurrent FC Ingolstadt bestreiten.
moehlmannPikant ist die Begegnung deshalb, weil der ehemalige Coach der Kleeblätter – Benno Möhlmann – seit wenigen Wochen der neue Trainer der Ingolstädter „Schanzer“ ist. Leider war das Trainerdebüt für die Ingolstädter eine 1:2-Pleite. Aber beim 13. Spieltag am letzten Wochenende konnte dann der erste Dreier unter Benno Möhlmann eingefahren werden: Der FC Ingolstadt 04 gewann beim VfL Bochum mit 4:1. Nach fünf Niederlagen in Serie war das wohl endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison zog das Ingolstädter Team dann auch an Bielefeld vorbei und steht mit nun sieben Punkten wieder auf Rang 17.

Wer also Zeit und Lust hat, morgen nach Ingolstadt zum Freundschaftsspiel zu düsen, um das Aufeinandertreffen von Mike Büskens und Benno Möhlmann zu erleben, den sollte auch die schlechte Wetterprognose (Schnee und Kälte) nicht davon abhalten. Die Partie wird ab 15 Uhr im ESV-Stadion, Geisenfelder Straße 1, in Ingolstadt ausgetragen. Der Eintritt ist frei. Für die Chronisten: Zuletzt trafen die beiden Mannschaften am 6. Spieltag am 25. September aufeinander. Damals gewann das Kleeblatt mit 1:0 durch einen Treffer von Bernd Nehrig.

Möhlmann goes to Ingolstadt

Der Ex-Trainer der Spielvereinigung Benno Möhlmann wurde gestern als neuer Coach des Zweitligisten FC Ingolstadt vorgestellt. Nachdem Aufsteiger Ingolstadt am Freitag eine 1:2-Heimniederlage gegen Energie Cottbus kassiert hatte und mit mickrigen vier Punkten aus elf Spielen auf einem Abstiegsplatz steht, sah es für Trainer Michael Wiesinger schlecht aus. Und am Wochenende brachte die Vereinsführung dann Butter bei die Fische. Der FC Ingolstadt trennte sich von Wiesinger und auch von Co-Trainer Uwe Wolf.

20100205_arminia_spvgg_0129Möhlmanns Trainerlaufbahn begann bereits 1988 beim Hamburger SV als Nachwuchs- und Co-Trainer, 1992 wurde er zum Cheftrainer befördert. Ende 1995 beim Hamburger SV beurlaubt wechselte er wenig später in die Regionalliga zu Eintracht Braunschweig, wo er bis 1997 als Trainer tätig war. Anschließend trainierte er von 1997 bis 2000 unsere Kleeblätter, bevor er von 2000 bis 2004 Arminia Bielefeld coachte. Im Februar 2004 wechselte er zum zweiten Mal – bis Juni 2007 – zur SpVgg.

Nach einem Intermezzo in der Saison 2007/08  bei Eintracht Braunschweig übernahm er ab Mai 2008 erneut das Traineramt in Fürth, wo er Nachfolger von Bruno Labbadia wurde, der ihn erst ein Jahr zuvor selbst beerbt hatte. Nach einem fünften Rang in der Saison 2008/09 folgte der Absturz der Fürther auf Rang 15 zur Winterpause, so dass sich der Verein und Möhlmann am 20. Dezember 2009 auf eine Auflösung des Vertrags verständigten. Seitdem ist Michael Büskens am Ruder.

Beim FC Ingolstadt erhält Benno Möhlmann einen Vertrag bis zum Saisonende, der im Falle des Klassenerhalts automatisch um ein weiteres Jahr verlängert wird. Unterstützung erhält er von seinem neuen Co-Trainer Sven Kmetsch, der zuletzt als Jugendtrainer auf Schalke tätig war.

Möhlmann hat bei den Kleeblättern immer Format bewiesen und war für viele sportliche Erfolge verantwortlich. Hoffentlich muss er sich beim FC Ingolstadt nicht allzu warm anziehen (Foto), um den Klassenerhalt der „Schanzer“ zu sichern.

Süße WM-Verführung an der Fürther Freiheit

Je weiter die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Südafrika kommt, desto mehr Begeisterung zeigen die Bürger auf der Straße. Das kann zum Beispiel jeder feststellen, wenn er die Autos zählen möchte, die mit einer Fahne oder einem Außenspiegel-Verhüterli geschmückt sind. Es sind unendlich viele! Dass auch immer mehr Einzelhändler gute Ideen haben, ihr  Angebot WM-mäßig zu vermarkten, darüber habe ich ja schon in der vergangenen Woche geschrieben.

Sueße_Freiheit 002aHeute habe ich beim samstäglichen Einkaufen auf dem Weg zum Wochenmarkt wieder ein  gelungenes Beispiel dafür gefunden, dass Fürther Ladenbesitzer von Spiel zu Spiel immer kreativer werden. Morgen findet das Achtelfinal-Spiel gegen England statt, und ein Café an der Fürther Freiheit hat sich rechtzeitig ganz neue Spezialitäten auf der Karte einfallen lassen: Es gibt einen „Cacau eisgekühlt“ oder einen „Poldi Aperol Sprizz“. Witzig ist auch der Prosecco mit Erdbeermousse namens „Lahm“ und das „Schweini Gutmann Weizen“. Die beiden Besitzer des Schokoladenladens „Süße Freiheit“ – hier wird man im wunderschönem Jugendstil-Ambiente „sinnlich verführt“ – erzählen mir von einer Spezialität, die es bis vor einigen Monaten dort gab: Der ehemaliger Trainer der Spielvereinigung, Benno Möhlmann, war häufig Gast in dem kleinen Café, und sein Lieblingskuchen war die Schoko-Bananen-Torte. Daraufhin – so Inhaberin Frauke Meißner-Pölloth – hat sie die Torte kurzerhand in „Benno-Torte“ umgetauft. Vielleicht – so hoffe ich als Greuther-Weib mit einer Vorliebe für Pralinen und selbstgebackene Kuchen des Cafés – findet irgendwann auch der aktuelle Kleeblatt-Trainer Michael Büskens mal den Weg in die Friedrichstraße. Denn dann könnte aus dem „Schneewittchen-Kuchen“ eine „Mike-Schnitte“ werden. Oder die Schmand-Torte mutiert zur „Tarte à la Büskens“?

Auf meinem Foto steht übrigens der Chef der „Süßen Freiheit“, Heinz Pölloth, in passendem Lahm-Trikot vor seinem Café. Und man könnte meinen, dass er gerade versucht, mit einem freundlichen Lächeln seine Gäste zu einem „Löw Waldbeer Frappé“ zu verführen.

Traumberuf Fußballtrainer?

Kleine Jungs möchten später, wenn sie mal groß sind, unbedingt Fußballspieler werden. Großen Jungs, die schnell gemerkt haben, dass sie auf dem Spielfeld eher zweite Wahl sind, schwebt dann eher vor, Fußballtrainer zu werden. Da gibt es viele prominente Vorbilder – „Meistermacher“ oder „Weltmeistermacher“  haben in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert.

VehIch weiß nicht, ob Armin Veh heute, einen Tag nachdem er vom VfL Wolfsburg freigestellt wurde, in einem Interview noch bestätigen würde, dass Fußballtrainer ein Traumberuf ist.

Hier in der Kleeblattstadt hat man ja auch schon so manchen guten Coach kommen und gehen sehen. Ich denke an Benno Möhlmann, der immerhin drei Mal für die Spielvereinigung gearbeitet hat und vor gut einem Monat von Michael „Mike“ Büskens abgelöst wurde. Oder Frauenschwarm Bruno Labbadia: Der attraktive Ex-Spieler mit italienischen Vorfahren hat 2007/2008 die Kleeblätter trainert – als Nachfolger Möhlmanns. Dann wechselte er – etwas abrupt – zu Bayer 04 Leverkusen und darf sich seit dem Sommer 2009 Cheftrainer des Hamburger Sportvereins nennen.

Aber um noch einmal auf Armin Veh zurückzukommen: Auch er hat schon einmal – 1996/97 – die Spielvereinigung trainert und mit der Mannschaft – Chapeau! – den Aufstieg in die 2.Bundesliga geschafft. Im Jahr 2007 wurde der VfB Stuttgart unter seiner sportlichen Führung Deutscher Meister – was Veh den Spitznamen „Meistertrainer“ einbrachte -, und er führte den schwäbischen Verein auch ins DFB-Pokalfinale. (Auf das letztendliche Ergebnis und den Namen des Pokalsiegers will ich hier als Greuther-Weib aus naheliegenden Gründen nicht näher eingehen). Am 1. Juli vergangenen Jahres wechselte Veh dann zum Deutschen Meister FSV Wolfsburg – aber den großen Erwartungen konnte er nicht gerecht werden. Es ging für die „Wölfe“ immer mehr bergab. Zurzeit stehen sie auf dem mittelprächtigen zehnten Tabellenplatz . Nach neun Pflichtspielen ohne Sieg, 38 Gegentoren (!) und zuletzt einer 2:3-Niederlage gegen den 1. FC Köln wurde Veh gestern von der Vereinsführung freigestellt.

Traumberufe haben eben ihre Tücken. Davon können sie alle – Labbadia, Möhlmann und Veh – ein Lied singen. Aber all das juckt uns hier in Fürth derzeit überhaupt nicht. Wir stehen voll hinter dem neuen Trainer Büskens und peilen an, dass die Kleeblätter bei Saisonende auf einem Aufstiegsplatz stehen. So der Fußballgott will!

Full House beim Fürther Fan-Stammtisch

Unser „Greuther-Weiber“-Blog wird immer häufiger gelesen – an dieser Stelle: Vielen Dank für Euer großes Interesse und die vielen Klicks!

Es wäre vielleicht vermessen zu vermuten, dass der rege Zuspruch beim gestrigen Fan-Stammtisch nur darauf zurückzuführen war, dass ich hier den Termin ausführlich angekündigt habe…

Greuther Fan-Stammtisch 011Auf jeden Fall war der Raum in der Gaststätte „Zum Seeacker“ am Sportzentrum Kleeblatt voll besetzt, und die Organisatoren der Spielvereinigung freuten sich wie die Schneekönige über die große Resonanz.

Helmut Hack sprach in seiner Begrüßung Tacheles. „Die Vorrunde war nichts – nichts wird schön geredet“, so der Präsident. Und: Man sei in einen „schlimmen Trott gestürzt“.

Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf dem neuen Trainer Mike Büskens. Der saß leger gekleidet und zurückhaltend mit am Tisch – viele Fans waren gespannt, den Nachfolger des immer sehr beliebten Benno Möhlmann mal leibhaftig zu erleben.

Dann stand Büskens auf, lehnte sich lässig an den Tisch und sprach mit ruhiger Stimme zu den zahlreich erschienenen Fans. Natürlich fällt als erstes sein Ruhrpott-Tonfall auf – bitte nicht falsch verstehen: Ich mag das. Und so schien es auch den meisten Kleeblatt-Fans zu gehen. Mike Büskens bekam für seine sachlichen, pragmatischen Ausführungen immer wieder Applaus. Er wolle das Vertrauen, das der Verein in ihn setzt, zurückzahlen und alles dafür tun, dass es mit der Spielvereinigung bald wieder nach oben geht.

Zwei Stunden dauerte der erste Fan-Stammtisch im Jahr 2010. Es wurde gefragt, geantwortet, diskutiert, appelliert. Insgesamt ein Abend, der die Rückrunde mit Zuversicht beginnen lässt. Hoffentlich nehmen sich auch die Spieler die Worte ihres Trainers zu Herzen, hoffentlich stimmt in den nächsten Wochen und Monaten die Chemie zwischen Team und Coach. Und hoffentlich können Fans und Greuther-Weiber das Kleeblatt bald wieder auf dem Weg nach oben in der Tabelle begleiten!

Stammtisch mit dem neuen Fürther Coach

a-znk-pho-20091228_123755-6Am 15. Januar beginnt die Rückrunde der Bundesliga – und die Spielvereinigung tritt am 16. Januar zum ersten Mal mit ihrem neuen Trainer an. Möhlmann-Nachfolger Michael „Mike“ Büskens hat die Mannschaft im Trainingslager im türkischen Belek kennengelernt, trainert und versucht, sie wieder neu einzustellen.

Wer den neuen Coach schon mal persönlich erleben möchte, hat dazu beim ersten Fan-Stammtisch des Jahres Gelegenheit. Die Spielvereinigung lädt alle Anhänger und Freunde in die Gaststätte „Zum Seeacker“ am Sportzentrum Kleeblatt, Kronacher Strasse 140, in Fürth ein. Mit dabei sind Kleeblatt-Trainer Mike Büskens und Präsident Helmut Hack. Die Fans können dem Trainer von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen/-sitzen. Dabei werden wohl vor allem die weiblichen Fans der Frage auf den Grund gehen, ob Mike Büskens wirklich so charmant ist und gut aussieht, wie man es von Fotos her vermuten darf.Auch Büskens freut sich schon darauf, die Kleeblatt-Fans zu treffen:

„Bisher hatte ich nur bei den ersten Trainingseinheiten Kontakt zu den SpVgg-Fans. Ich möchte mich gerne vorstellen und Fragen der Anhänger beantworten. Es geht darum, dass wir gleich beim Rückrunden-Auftakt gegen Kaiserslautern, die ja mit vielen Anhängern da sein werden, gemeinsam im Stadion als Einheit auftreten.“

Der Fan-Stammtisch findet am Mittwoch, 13. Januar, um 18.30 Uhr statt. Themenvorschläge und Fragen können schon vorab per E-Mail eingesandt werden: fanstammtisch@greuther-fuerth.de.

Sollte Möhlmann Ehrenmitglied werden?

Ein wichtiges Element des täglichen Lebens sind gute Gepräche mit Bekannten und Freunden. Denn der geistige Input von außen bringt oft Informationen und kreative Ideen. Mir geht es inzwischen schon so, dass man bei jedem Fest und Treffen unweigerlich irgendwann auf das Thema „Spielvereinigung Greuther Fürth“ kommt. Fußball ist natürlich ein Thema mit hohem Unterhaltungswert, und als „Greuther-Weib“ interessiert mich die Meinung meines Gegenübers.

So auch jetzt wieder. Da wird bei einem Glas Sekt diskutiert, ob Mike Büskens Impulse für die Kleeblätter bringen wird (einheitlicher Tenor: „Ja!“). Jemand anderem am Tisch ist es neu, dass das Playmobil-Stadion bald zur Trolli-Arena wird. 20040704Und ganz nebenbei erfahre ich von dem Vater einer guten Freundin, dass im Verein Stimmen laut werden, den entlassenen Trainer Benno Möhlmann zum „Ehren-Mitglied“ zu machen. Wie ich finde, eine gute Idee. Er hat die Mannschaft insgesamt acht Jahre lang trainiert, mit Höhen und Tiefen, klar. Aber alles in allem ist es Ex-Coach Möhlmann gelungen, aus der Spielvereinigung in sportlicher Hinsicht das zu machen, was sie heute ist: Ein Verein, der das Zeug hat, in den fußballerischen Olymp – nämlich die erste Bundesliga – aufzusteigen. Ein Verein, mit dem sich die Fans in Fürth identifizieren und den sie mit Herzblut unterstützen.

Der Vater meiner Freundin ist übrigens selbst Ehrenmitglied. Er trat im zarten Alter von 13 Jahren der damaligen Spielvereinigung Fürth bei und begleitet den Verein seit nunmehr 61 Jahren. Das nenne ich Treue!

Meine Frage kurz vor Jahresende: Wie fändet Ihr/fänden Sie es, wenn Benno Möhlmann Ehrenmitglied der Spielvereinigung würde?