2014 ein „Annus horribilis“?

Pokalaus_2014Allmählich bin ich fest davon überzeugt: Im Jahr 2014 ist der Wurm drin. Definitiv! Es hat nicht schön begonnen, und es geht in diesem Stil weiter. 2014 hat beste Chancen, ein – um die britische Königin Elizabeth II. zu zitieren – „Annus horribilis“, ein „Schreckensjahr“ zu werden. Auch für die Spielvereinigung. Nach einigen wirklich schlechten Spielen in der Zweiten Bundesliga – der Tiefstpunkt war wohl die 2:5-Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenletzten FSV Frankfurt -, ist das Kleeblatt jetzt auch noch aus dem DFB-Pokal geflogen. Aber im Gegensatz zum verlorenen DFB-Pokal-Halbfinale vor zwei Jahren gegen Borussia Dortmund, als die SpVgg super spielte und erst in der 120. Minute ein unglückliches 0:1 kassierte, machte das Team von Frank Kramer gestern gegen den 1. FC Kaiserslautern eine schlechte Figur.

Wie so oft in dieser Saison kam die Mannschaft holprig ins Spiel und lief dem Ball in der ersten Halbzeit wirklich nur hinterher. Man steht hilflos im Mittelfeld, harrt der Dinge, die da kommen, bewegt sich schwerfällig in Richtung Tor, wenn der Gegner gefährlich weit im eigenen Strafraum ist. Und diese gefährlichen Situationen führten gestern auf dem Betzenberg zu den beiden Toren, die der Lauterer Philipp Hofmann machte. Der erste Treffer passierte in der 12. Minute, zehn Minuten später dann Tor Nummer zwei.
Kleeblatt-Coach Frank Kramer schien am Spielfeldrand zu verzweifeln und reagierte, indem er nach der Pause Robert Zulj für den blassen Przybylko einwechselte. Doch die nächste Chance auf ein Tor hatte nicht die Spielvereinigung, sondern der FCK: Erneut war es Hofmann, der im Strafraum einen Ball aufnahm und frei vor dem Fürther Keeper Tom Mickel stand. Dann schoss er aber nicht druckvoll genug, und der Ball trudelte an den linken Pfosten.

Beim Kleeblatt mangelte es auch nach Einwechslung von Johannes Wurtz für Marco Stiepermann (55. Minute) und Orkan Cinar für Niko Gießelmann (65. Minute) an Kreativität, Entschlossenheit und genauem Zuspiel. Bezeichnend ist z.B. die Zahl von 113 Fehlpässen bei insgesamt 412 gespielten Pässen. So hatten die Roten Teufel wenig Mühe, ihre Führung zu verteidigen. Außer einer kleinen, aber harmlosen Rudelbildung kurz vor dem Spielende – nach einer umstrittenen Gelben Karte für Benedikt Röcker – tat sich nichts mehr, sodass der 1. FC Kaiserslautern jetzt verdient im Achtelfinale des DFB-Pokals steht.
Die Spielvereinigung tritt am Freitagabend, 31. Oktober, ab 18.30 Uhr am 12. Spieltag in der Zweiten Bundesliga beim Tabellen-Elften Union Berlin an.