Das Kleeblatt bleibt am Ball!

Als „Greuther-Weib“ kann ich mal wieder Interessantes vemelden: Schon im vergangenen Jahr habe ich über die attraktive Fifa-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus geschrieben, die nicht nur bei der Partie der SpVgg gegen den FSV Duisburg (Foto) vielen Spielern den Kopf verdreht hat. Jetzt wird der 32-Jährigen aufgrund ihrer guter Referee-Leistungen eine große Ehre zuteil: Sie wurde vom Fußball-Weltverband als eine von 16 Schiedsrichterinnen für die Frauen-Fußball-WM im Juni/Juli in Deutschland nominiert. Welche Spiele Frau Steinhaus dann pfeifen wird, wird natürlich erst später festgelegt.

Und jetzt noch zu dem Thema, das unseren Bloglesern vermutlich natürlich noch viel wichtiger ist als eine WM in zwei Monaten. Das Spiel gegen Paderborn hat die Spielvereinigung mit 2:0 gewonnen. Bei gutem Wetter fanden über 8.200 Zuschauer in die Trolli ARENA, um eine nicht ganz konzentriert wirkende Fürther Mannschaft anzufeuern. Wie so oft haperte es an verwandelten Torchancen, erst in der 57. Minute fiel durch den kurz vorher eingewechselten Burak Kaplan das ersehnte Führungstor. Und Leo Haas machte dann den 2:0-Sieg kurz vor dem Abpfiff perfekt.

Immerhin: Die Spielvereinigung liegt aktuell lediglich einen Punkt hinter dem Drittplatzierten VfL Bochum und hat sich ihre Anwartschaft auf den Aufstiegsplatz bewahrt. Schon am Gründonnerstag trifft die Ruhrpott-Elf auf Paderborn und muss vorlegen, damit sie nicht von den Kleeblättern überholt wird. Die spielen am Ostersamstag um 13 Uhr auswärts gegen 1860 München. Aber nicht vergessen: Erzgebirge Aue sitzt den Fürthern mit zwei Pünktchen Rückstand nach wie vor im Nacken. Es bleibt spannend!

Nach 1:1: Gerangel in der MSV-Arena

FürtherSpielerSie sind offenbar schlechte Verlierer, die „Zebras“ vom MSV Duisburg. Die Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth ging mit 1: 1 zu Ende, und nach dem Schlusspfiff kam es zu unschönen Szenen in der MSV-Arena. Den Duisburgern gingen die Nerven durch: Gerangel, Geschubse. Dann gerieten fast alle Spieler beider Vereine aneinander. Erst nach einigen Minuten beruhigten sich die Gemüter. Für die Duisburger ist heute eine möglicher Aufstieg in weite Ferne gerückt, aber man könnte sich doch etwas mehr in der Gewalt haben!

Eigentlich hätte ich es schon als schlechtes Omen nehmen sollen, dass die Schiedrichterin Bibiana Steinhaus die Begegnung als Schiedsrichterin leitete. Als sie beim letzten Mal im Playmobil-Stadion im Oktober 2009 der „Schwarzkittel auf dem Platz“ war, ging das Spiel gegen Koblenz mit einem 1: 2 für die Gäste zu Ende. Und auch heute könnte man aus Sicht der Kleeblätter über die Leistung von Frau Steinhaus ein bisschen verschnupft sein. Meist ist sie ja in ihren Entscheidungen sehr konsequent und geradlinig. Aber das Fast-Tor der Fürther war nach Ansicht der Hannoveraner Polizistin dann doch keines. Müller war aus der eigenen Hälfte auf das Tor von Starke zugelaufen und versenkte den Ball. Bibiana Steinhaus entschied, dass Sami Allagui im Abseits stehend die Gegner angeblich irritiert hatte. Schade, es hätte uns doch gut zu Gesichte gestanden, den Duisburgern den Tag vollständig zu vermasseln.

Vorher war nach einer halben Stunde Leo Haas mit einem an Christopher Nöthe verschuldeten Foulelfmeter am Duisburger Keeper Tom Starke gescheitert. Nach dem Seitenwechsel kam die SpVgg zu ganz guten Chancen, eine davon nutzte Christopher Nöthe nach einer guten Parade von Nico Müller in der 64. Minute zum 1:1. Insgesamt war Schlussmann Max Grün der Fels in der Brandung und sicherte am Ende in der MSV-Arena den Punkt für Fürth.

Das Kleeblatt steht also vier Tage vor Saisonende mit 41 Punkten auf Tabellenplatz 8, und sehr viel weiter wird es sich auch nicht mehr nach oben spielen. Obwohl die Mannschaft heute in der zweiten Halbzeit eine ansprechende Leistung und Einsatz gezeigt hat. Aber es war offensichtlich, dass Marino Biliskov vorne und insbesondere hinten fehlte. Wir „Greuther-Weiber“ haben die Spielzeit ja schon vor wenigen Tagen analysiert. Und bei dieser Quintessenz wird es leider vermutlich auch bleiben.

Frauenpower im Duisburger Stadion

Am Sonntag, 11. April, ist die SpVgg Greuther Fürth um 13.30 Uhr zu Gast beim MSV Duisburg. Für die „Zebras“ ist die Partie unter Unständen die letzte Möglichkeit, noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Kleeblatt-Trainer Mike Büskens:

Duisburg hat noch eine Perspektive auf Platz drei entdeckt. Der Gegner wird mit aller Macht gewinnen wollen und muss deshalb nach vorne spielen.

BibianaInteressant wird das Spiel – aus Sicht der Greuther-Weiber – wegen der Person, die das Spiel leitet: Schiedsrichterin ist nämlich die 31-jährige Polizeibeamtin Bibiana Steinhaus aus Hannover. Ich bin mal gespannt, ob sich die 22 Herren auf dem Platz auf den Fußball und das Spiel konzentrieren können, oder ob sie sich immer wieder von der Frau ablenken lassen.

Doch zurück zur Sache: Der Kleeblatt-Coach wird die Mannschaft auf drei Positionen umbauen: Stephan Schröck fehlt wegen einer Gelbsperre, Marino Biliskov nach einer gelb-roten Karte. Zudem hat sich Sercan Sararer im Training am Donnerstag eine Muskelverletzung in der Wade zugezogen, die einen Einsatz nicht zulässt. Dazu Büskens:

Wir sind dadurch sicher gehandicapt. Aber unser Anspruch und Ziel ist es, drei Punkte zu holen.

Allerdings ließ sich der Coach nicht entlocken, wie die Umstellungen im Team aussehen könnten. Auf jeden Fall wird das Match am Sonntag nicht nur wegen der Duisburger Zebras, sondern auch wegen Frau Steinhaus interessant werden. Ich hoffe, dass sich die Kleeblätter nicht allzu sehr vom Wesentlichen ablenken lassen!